Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

April 2026

M ä r z     2 0 2 6



31.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟔𝟖
𝕊𝕚𝕣𝕚𝕟𝕔𝕖 – 𝕓𝕖𝕤𝕤𝕖𝕣 𝕒𝕝𝕤 ℤ𝕒𝕙𝕟𝕒𝕣𝕫𝕥




(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
Unser nächstes Ziel… 𝐒𝐢𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞.
Die Google-Karte verhieß erstmal nichts Gutes… 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞… 𝐒𝐞𝐫𝐩𝐞𝐧𝐭𝐢𝐧𝐞𝐧 und 𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐆𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧.
Ich bereitete mich also seelisch und moralisch bereits auf ein Szenario, ähnlich einer Wurzelbehandlung bei einem Zahnarzt vor, der sich dazu ein Heavy-Metal-Konzert über Kopfhörer reinpfeifft.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐄𝐧𝐭𝐰𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠… die Fahrt nach Şirince war durchaus machbar… Auch für ein Wohnmobil. 👍
𝐋𝐚𝐬𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐒𝐢𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 𝐫𝐞𝐝𝐞𝐧…
Laut Wikipedia hieß „Şirince“ wohl früher „𝐊𝐢𝐫𝐤𝐢𝐧𝐜𝐞“… was übersetzt wohl so viel wie „𝐡𝐚𝐞𝐬𝐬𝐥𝐢𝐜𝐡“ bedeutet.
Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum man die immergrüne Insel „Island“, also übersetzt „Eisland“ genannt hat…
𝐙𝐮𝐫 𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐜𝐤𝐮𝐧𝐠 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐠𝐞𝐛𝐞𝐭𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐆𝐚𝐞𝐬𝐭𝐞! …
So konnte man hier in Ruhe seine Dinge tun, ohne dass einem Touristen ins Wohnzimmer glotzten.
Steuereintreiber, Zeugen Jehova und Staubsaugervertreter zeigten über Jahrhunderte ebenfalls recht wenig Interesse an einem Dorf, das bereits durch seinen Namen zeigte, was man so von Besuchern hielt.
Grundsätzlich war dieser Name aus marketing-strategischer Sicht auch recht schlau… wenn man seine Ruhe wollte.
Vielleicht sollten wir unsere Kuscheldose in „𝐀𝐭𝐨𝐦𝐦𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧𝐝𝐥𝐚𝐠𝐞𝐫“ umbenennen, um uns in Zukunft vor Polizeikontrollen und Einbrechern zu schützen. 😉
1928 wurde das Dorf… keiner weiß warum… in das heutige Şirince umbenannt, was übersetzt so viel wie „𝐇𝐮𝐞𝐛𝐬𝐜𝐡“ bedeutet.
Und ihr werdet es bereits ahnen… vorbei war es dann auch, mit der Ruhe…
Kaum war der Name des Dorfes in den damals einschlägigen Reiseführern, wie der Diercke-Atlas und die Aral-Straßenfaltkarte angepasst, kamen auch prompt die ersten Touristen und eierten mit ihren Badelatschen zu tausenden über das Natursteinpflaster… Vermutlich weil jeder dachte:
𝑾𝒐 „𝒉𝒖𝒆𝒃𝒔𝒄𝒉“ 𝒅𝒓𝒂𝒖𝒇𝒔𝒕𝒆𝒉𝒕… 𝒔𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆 𝒂𝒖𝒄𝒉 „𝒉𝒖𝒆𝒃𝒔𝒄𝒉“ 𝒅𝒓𝒊𝒏 𝒔𝒆𝒊𝒏.“… Da muss ich hin.
Ob der Name „Şirince“ nun tatsächlich Programm ist, darüber darf man gerne geteilter Meinung sein.
Die einen sagen so… die anderen sagen so…
… aus Sicht von Weltenbummlern, die bereits durch die Bergdörfer Italiens und Marokkos getingelt sind, hätte Şirince noch durchaus ein gewisses Entwicklungspotential.
Aber zugegebenermaßen haben die weißen Häuschen, die wie ein Kaugummi unter einer Schulbank an diesem Berghang kleben, schon einen gewissen optischen Reiz.
Die bereits erwähnten, mit Naturstein gepflasterten Gassen bedürfen allerdings ein gewisses, zweckorientiertes Schuhwerk, dass über die Kompetenzen eines Flip-Flops hinausgeht.
Nicht, dass wir jetzt zwingend Wanderschuhe empfehlen würden… aber schaden könnten sie nicht.
𝐖𝐚𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐒𝐢𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞?...
… Vornehmlich 𝐖𝐞𝐢𝐧.
Und das in so ziemlich allen Varianten, die man sich als Alkohol-Enthusiast vorstellen kann…
Brombeer-, Melone-, Pfirsich- oder Erdbeere… alles was bei drei von den Bäumen oder Sträuchern gepflückt ist und sich nicht direkt als tödlich giftig deklariert ist, wird hier zu Wein verarbeitet.
Denjenigen unter Euch, die Wein bisher nur aus dieser gleichnamigen Beere kannten, sie gesagt:
Obstwein ist ein Getränk für Leute, denen normaler Wein zu sauer und Wick Medinait zu klebrig ist.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫…
Das Zeug, das man hier in Probe-Fläschchen bis hin zu 5-Liter Kanistern erwerben kann, „𝐤𝐧𝐚𝐥𝐥𝐭“ mindestens genauso eifrig, wie ein Aperolspritz-Abend an der Uferpromade am Garder See…
Würde ich Alkohol trinken, hätten mich vermutlich bereits die angebotenen Gratisproben in das Obstwein-Delirium katapuliert…
Wobei der Brummschädel am Folgetag im Kaufpreis enthalten wäre.
Bis 1924 wohnten hier überwiegend 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 und bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die „𝐉𝐮𝐧𝐠𝐟𝐫𝐚𝐮 𝐌𝐚𝐫𝐢𝐚“, die paradoxerweise die Mutter von einem gewissen "Jesus" gewesen sein sollte, in dieser Gegend in den Himmel aufgefahren ist.
Ob nun mit einer Vespa oder einem „Himmels-Taxi“?... Das wurde nicht näher schriftlich dokumentiert.
Faktisch belegt ist diesbezüglich ohnehin recht wenig…
… aber wer braucht heutzutage schon noch bewiesene Fakten, um „alternative Wahrheiten“ zu verbreiten? 🤷
Ab 1928 wurden die Griechen dann so nach und nach aus dem Dorf herauskomplimentiert und die Türken übernahmen die Gyrosspieße, um hier in Zukunft den Döner zu etablieren.
Geblieben sind nur noch klägliche Spuren einer christlichen Vergangenheit…
... wie zum Beispiel die 𝐉𝐨𝐡𝐚𝐧𝐧𝐞𝐬 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞, die im Zentrum des Dorfes etwas bemitleidenswert ihr Dasein fristet.
Das Interieur komplett ausgeräumt, wie deine Hosentaschen während einer Grenzkontrolle bei der Einreise nach Nordkorea, deutet nur noch die Statue der "Heiligen Maria" im Vorhof auf ihre ursprüngliche Bestimmung hin.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐅𝐚𝐧-𝐅𝐚𝐜𝐭 zum Schluss:
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝟐𝟎𝟏𝟐 …
… laut Maya Kalender steht am 21.12.2012 das 𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭 bevor…
Vielleicht hat der eine oder andere von Euch bemerkt, dass dieser Weltuntergang wohl genauso wenig funktioniert hat, wie im Jahre 1975, als die Zeugen Jehova das Ende der Welt prophezeiten, und im Jahr 2000, als der digitale Supergau vorhergesagt wurde. 🤷
Um diese Welt zu zerstören bedarf es anscheinend doch ein wenig mehr, als ein willkürlich gewähltes Datum…
Zum Beispiel einen größenwahnsinnigen Greis mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, dem niemand Einhalt gebietet, aber das soll hier jetzt nicht das Thema sein.
Nichtsdestotrotz gab es wohl weltweit 2 Orte, die von diesem Untergang verschont bleiben sollten.
Neben 𝐁𝐮𝐠𝐚𝐫𝐚𝐜𝐡 auf dem gleichnamigen Berg in Frankreich, sollte laut Esoterikern auch 𝐒𝐢𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 vom Weltuntergang verschont werden.
Wie dies allerdings so rein logisch vonstattengehen sollte, darüber schwieg man sich damals aus. 🤷‍♂️
… Jedenfalls strömten zu dieser Zeit Tausende von Pilger in diese beiden Dörfer, um ihren Allerwertesten zu retten…
Die einzige Katastrophe, die vermutlich eintrat … 𝐃𝐞𝐫 𝐎𝐛𝐬𝐭𝐰𝐞𝐢𝐧 𝐰𝐚𝐫 𝐚𝐮𝐬𝐯𝐞𝐫𝐤𝐚𝐮𝐟𝐭.
Wer Sirence besucht lernt, dass „hässlich“ manchmal „hübsch“ sein kann und Obstwein im Grunde nichts anderes ist, als Obstsalat für Fortgeschrittene.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
(𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐫𝐚𝐠: Die von uns veröffentlichten Texte sollen unterhalten… nicht mehr, nicht weniger. Manche Passagen können aus belletristischen Gründen auch mal überzeichnet oder faktisch etwas alternativ dargestellt sein. Wir würden uns wünschen, wenn dieses kleine Augenzwinkern auch bei jedem ankommt.)
@Follower



30.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟔𝟏
𝔼𝕡𝕙𝕖𝕤𝕠𝕤… 𝕃𝕒𝕥𝕣𝕚𝕟𝕖𝕟𝕥𝕣𝕒𝕥𝕤𝕔𝕙


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  • ephesos
  • Ephesos003(tuimusement.com)


(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
𝐄𝐩𝐡𝐞𝐬𝐨𝐬...
hatte ich diesen Namen vorher schonmal gehört?... Jepp…👍
Konnte ich damit irgendwie etwas anfangen?... Nope…👎
Eigentlich wusste ich nicht einmal, dass diese Ausgrabungsstätte in der Türkei liegt. 🤷‍♂️
Wenn es Euch ähnlich geht… 𝐝𝐚𝐧𝐧 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭!
𝐖𝐢𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 „𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧-𝐊𝐥𝐮𝐠𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐖𝐞𝐥𝐭“ …
Die ersten Spuren dieser Stadt gehen bis in das Jahr 2.000 v. Chr. zurück… solange hält vielleicht nur noch ein Vorwerk-Staubsauger oder das Unterteil einer Tupperdose, da Du den Deckel bereits vor Jahrzehnten verbummelt hast.
Also in Ephesos an sich, wohnt im Grunde niemand mehr… außer vielleicht eine Hand voll Eintrittskartenabreißer/innen und die Besatzung des Toilettenhäuschens… nicht zu verwechseln mit den dort ebenfalls zu besichtigenden Latrinen dieser Ausgrabungsstätte…
Dafür gibt es hier Touristen… und zwar reichlich… 𝟐-𝟒 𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡𝐞𝐫 trampeln hier jährlich über diese geschichtsträchtige 𝐊𝐮𝐫𝐞𝐭𝐞𝐧-𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞, eine aus Marmor gepflasterte, mehrspurige Flaniermeile mit den Grip-Werten einer frisch gebutterten Bowling-Bahn.
Also liebe Flip-Flop-Träger… passt auf euch auf, falls ihr dort mal entlang gehen solltet.☝️
Die Stadt, in der Du Dich mit Döner, Klopapier und anderen weltlichen Bedürfnisartikeln eindecken kannst, heißt eigentlich 𝐒𝐞𝐥ç𝐮𝐤.
In Ephesos selbst gibt´s eigentlich nichts… außer Geschichte… sehr viel Geschichte… und natürlich Steine... stehend... umgeschubst... für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Es machte für uns also wirklich Sinn, hier mal vorbeizufahren…
Wobei die Betonung tatsächlich auf dem Adverb „𝐯𝐨𝐫𝐛𝐞𝐢“ liegt…
Der Eintrittspreis 𝐚𝐛 𝟒𝟎,𝟎𝟎 € 𝐩𝐫𝐨 𝐍𝐚𝐬𝐞… und Oscars Nase hätte nicht einmal mit hineingedurft… sprengte einmal mehr unser monatliches Budget für Kunst & Kultur.
Schade... aber es ist, wie es ist.🤷‍♂️
So seid Euch also gewiss, dass folgende Erläuterungen, bezüglich dieses antiken Hotspots lediglich ein Spiegel von mehr oder weniger seriös recherchierten Internetseiten darstellt.
Kommen wir also zu den alternativen Fakten unseres aktuellen Zwischenzieles… 𝐄𝐩𝐡𝐞𝐬𝐨𝐬.
Die Ausgrabungsstätte wirkt von außen erstmal wie die Gartenabteilung eines 2000 Jahre alten OBI- Baumarktes.
Wir blicken uns nur an… grinsen… und singen im Chor…
🎼 🎶 „𝑺𝒊𝒏𝒈𝒊𝒏𝒈 𝒀𝒂𝒂𝒉 𝒀𝒂𝒉𝒉 𝒀𝒊𝒆𝒑𝒑𝒊𝒆 𝒀𝒊𝒑𝒑𝒊𝒆 𝑯𝒆𝒚“.🎵
Geparkt haben wir allerdings in Selçuk…
Das ist die Stadt, in die die Menschen vermutlich geflüchtet sind, als ihnen in Ephesos die Latrinen zu voll wurden.
Hier in Selçuk fällt sofort dieses byzantinische Aquädukt ins Auge…
Nicht weil es so beeindruckend schön wäre, sondern weil es von Storchennestern übervölkert zu sein scheint.
Es ist Nist-Saison… Und „𝐌𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐝𝐞𝐛𝐚𝐫“ scheint sich hier in Selçuk besonders wohl zu fühlen.
Wir schauen uns um… ja… er hat recht… es ist wirklich ganz gemütlich hier.
Eine kleine Fußgängerzone, dessen Restaurantdichte erahnen lässt, wie viele Menschen es in der Hauptsaison abzufüttern gilt.
Wie jede Stadt, die zumindest ein wenig etwas auf sich hält, hat auch Selçuk eine Burg, die auf einen Hügel über der Stadt thront… Die 𝐀𝐲𝐚𝐬𝐮𝐥𝐮𝐤-𝐁𝐮𝐫𝐠, errichtet in der seldschukisch-osmanischen Zeit, um 1.000 n.Chr..
Wer mehr dazu wissen möchte wird an dieser Stelle gebeten, 𝐆𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞 zu bemühen… sonst wirds hier wieder langweilig und die Leser mit 𝐁𝐋𝐃𝐒 springen mir ab. (Buchstabenlesedefizitsyndrom😉)
Wie bereits erwähnt, haben wir aus Gründen Ephesos lediglich als 𝐙𝐚𝐮𝐧𝐠𝐚𝐬𝐭 besichtigt…
Was haben wir also verpasst…
...zum einen die „𝐂𝐞𝐥𝐬𝐮𝐬 – 𝐁𝐢𝐛𝐥𝐢𝐨𝐭𝐡𝐞𝐤“…
Sie zählt wohl zur Kategorie „𝐰𝐨𝐰“ unter den antiken Sehenswürdigkeiten und sieht aus, wie eine 𝐅𝐢𝐥𝐦-𝐊𝐮𝐥𝐢𝐬𝐬𝐞 𝐚𝐮𝐬 𝐇𝐨𝐥𝐥𝐲𝐰𝐨𝐨𝐝… nur eben nicht aus Pappmaschee.
Allerdings existiert, genau wie in Hollywood, auch hier nur (noch) eine Frontansicht. Dahinter ist dann gerade mal nix mehr...
Mehr sein als Schein? ... 𝐌𝐢𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧...
Sie war wohl einmal die größte Bibliothek der Antike, mit tausenden von Schriftrollen…
Wissen ohne Wikipedia und Instagramm… Für so manchen heutzutage kaum noch vorstellbar.
Zu besichtigen gäbe es des Weiteren noch die 𝐨𝐞𝐟𝐟𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐋𝐚𝐭𝐫𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐩𝐡𝐨𝐬𝐨𝐬…
Ok… hier könnte man nun geteilter Meinung sein, ob man sowas jetzt unbedingt besichtigen muss.
Wer käme schon auf die Idee für 40,00 € Eintritt, die Hinterlassenschaften der niederländischen Camperkollegen auf der Autobahnraststätte am Kamener Kreuz zu besichtigen?🤦‍♂️
Allerdings hatten die Latrinen von Ephesos noch einen ganz anderen Nutzen...
Willkommen im 𝐈𝐧𝐬𝐭𝐚𝐠𝐫𝐚𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐤𝐞…
Nur dass man hier seine Follower auch riechen konnte. 😦
Hier saß man quasi Schulter an Schulter auf einer Marmorbank und ließ plumpsen… 🙈
Keine Trennwände… diese wären auch für das sozialen Miteinander dieses Events wenig zuträglich gewesen.
Denn hier wurde Getratscht, Geschäfte abgewickelt… daher kommt vermutlich auch die Redewendung „𝒆𝒊𝒏 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒂𝒆𝒇𝒕 𝒗𝒆𝒓𝒓𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒏“…
... und eben… naja eben ein dunkles Geheimnis der Grube anzuvertrauen. 🤦‍♂️... 𝐖𝐚𝐭𝐭 𝐦𝐮𝐭𝐭, 𝐝𝐚𝐭𝐭 𝐦𝐮𝐭𝐭!
𝐓𝐨𝐢𝐥𝐞𝐭𝐭𝐞𝐧𝐩𝐚𝐩𝐢𝐞𝐫? … Fehlanzeige…
Damals wurde sich noch gegenseitig ein feuchter Schwamm an einem Stock gereicht… der kollektiv zur Reinigung des jeweiligen Hinterteiles genutzt wurde…
Wenn ich so darüber nachdenke, hat die Zivilisation doch bereits den einen oder anderen Fortschritt gemacht…
Ein Loblied auf das Klopapier, dass heutzutage jeder individuell nutzen kann, ohne die Rückseite mit seinem Nachbarn teilen zu müssen.
Also ich für meinen Teil wäre spätestens hier raus gewesen…
Hier in Ephosos drängeln sich anscheinend trotzdem Menschen um Löcher, in die die Einwohner vor 2000 Jahren ihr verdautes Lammkottelet hineingedrückt haben.
Kann man machen … 🤷‍♂️
Um dieses Bild wieder aus Euren Köpfen zu kriegen… lasst uns temporär einfach mal an Schokoladenpudding denken…
Kommen wir abschließend noch zum 𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐓𝐡𝐞𝐚𝐭𝐞𝐫, das wir zumindest als 𝐙𝐚𝐮𝐧𝐠𝐚𝐬𝐭 fotografisch festhalten durften …
Gebaut für 25.000 Menschen… sozusagen auf 𝟑. 𝐁𝐮𝐧𝐝𝐞𝐬𝐥𝐢𝐠𝐚-𝐍𝐢𝐯𝐞𝐚𝐮.
Aber dafür ist es alt… sehr alt… diese Zeitspanne würde das Stadion des MSV Duisburg vermutlich nicht überstehen…
Last but not least…
𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐬 𝐀𝐫𝐭𝐞𝐦𝐢𝐬.
Tatsächlich eines der 𝟕 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐰𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫 und sogar außerhalb des Areals kostenfrei zu besichtigen…
𝐃𝐢𝐞 𝐄𝐫𝐰𝐚𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐡𝐚𝐥𝐭𝐮𝐧𝐠…
Ein Meer von Säulen, Stuck und Marmor, Prunk und Fanfarenbläser…
𝐃𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭𝐚𝐞𝐭…
Eine verwaiste, einsame Säule, die irgendwo in Selçuk auf einem Acker etwas planlos herumsteht…  Und darauf… wie sollte es auch anders sein… Ein Storch…
Es blickt zu uns hinunter als wolle er sagen:„𝑾𝒂𝒔 𝒉𝒂𝒃𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝒅𝒆𝒏𝒏 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝒇𝒓𝒆𝒊𝒆𝒏 𝑬𝒊𝒏𝒕𝒓𝒊𝒕𝒕 𝒆𝒓𝒘𝒂𝒓𝒕𝒆𝒕?“ …
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



27.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟓𝟗
𝔸𝕚𝕫𝕒𝕟𝕠𝕚 – "𝕊𝕒𝕞𝕖 𝕡𝕣𝕠𝕔𝕖𝕕𝕦𝕣𝕖"…
… 𝐚𝐬 𝐞𝐯𝐞𝐫𝐲 𝐜𝐨𝐮𝐧𝐭𝐫𝐲.

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  • aizanoi antik kenti


(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)

Was haben Italien, Tunesien, Griechenland und die Türkei gemeinsam?...
Ja… auch die gewöhnungsbedürftige Fahrkultur… aber das meinte ich jetzt nicht.
Steine… alte Steine… in jedem dieser Länder gibt’s unzählige, umgeschubste Steine, die mal mehr, mal weniger kostenintensiv zu begutachten sind.
Das dürfte zum einen daran liegen, dass hier in diesen Regionen die Wiege der europäischen Kulturen zu finden ist oder zum anderen, dass wir in Deutschland alle alten Steine, nach dem zweiten Weltkrieg als Füllmaterial für neue Betonsiedlungen verarbeitet haben. 🤷‍♂️
Uns zog es jetzt nach 𝐀𝐢𝐳𝐚𝐧𝐨𝐢…
𝐊𝐞𝐧𝐧𝐭 𝐢𝐡𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭?...
Ok, kannten wir auch nicht.  🤷‍♂️
So las ich das Ziel im Navi, dass mir meine holde Göttergattin neben das Lenkrad klemmte…
„„𝑾𝒐𝒉𝒊𝒏?“… fragte ich… „𝑨𝒊𝒛𝒂𝒏𝒐𝒊“… sagte sie… „𝑫𝒂𝒔 𝒌𝒍𝒊𝒏𝒈𝒕 𝒆𝒉𝒆𝒓 𝒘𝒊𝒆 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑺𝒄𝒉𝒆𝒖𝒆𝒓𝒎𝒊𝒍𝒄𝒉 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝑻𝒐𝒊𝒍𝒆𝒕𝒕𝒆𝒏𝒔𝒄𝒉𝒖𝒆𝒔𝒔𝒆𝒍𝒏“… sagte ich… „𝐒𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞“… sagt sie… 𝐃𝐢𝐚𝐥𝐨𝐠 𝐄𝐧𝐝𝐞.
Mit diesem erschöpfenden Wissen fuhr ich also los…
nach Aizanoi…
Irgendwo in der westtürkischen Provinz… dorthin, wo vermutlich nie zuvor ein Tourist gewesen ist. 🙈
Die Straße wird schmaler und hat vermutlich mehr Löcher, als der deutsche Bundeshaushalt für 2026.
„𝑺𝒊𝒆 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝒊𝒉𝒓 𝒁𝒊𝒆𝒍 𝒆𝒓𝒓𝒆𝒊𝒄𝒉𝒕“… plärrt mich mein Navi an… "𝑶𝑲???"... Dachte ich so bei mir… „𝑾𝒊𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝒔𝒆𝒉𝒆, 𝒔𝒆𝒉𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒙“.
„𝑮𝒊𝒃 𝑫𝒊𝒓 𝒆𝒊𝒏 𝒃𝒊𝒔𝒔𝒄𝒉𝒆𝒏 𝑴𝒖𝒆𝒉𝒆… murrt mich Ulrike an…
... und tatsächlich baute sich nach einem kräftigen Augenreiben  sich vor den Selbigen der Tempel des Zeus auf
… oder Jupiter?… oder Atatürk?…
noch weiß ich das nicht so genau.
Tatsächlich erfahre ich später, dass Zeus hier sein Feriendomizil unterhielt.
8 x 15 Säulen stehen hier noch in der Landschaft herum und man merkt sofort… 𝐃𝐚𝐬 𝐰𝐚𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐮𝐞𝐭𝐭𝐞 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐂𝐡𝐞𝐟.
Wir stehen mutterseelenallein auf dem Parkplatz…
Keine Busse… keine Rentner mit beige-farbenen Anglerwesten… keine Asiaten mit Selfiesticks in der Länge des Eiffelturmes.
Niemand da… nur wir und natürlich das obligatorischen Hunderudel, das zur Begrüßung seinen Wegezoll einfordert.
𝐈𝐜𝐡 𝐠𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞… 𝐀𝐢𝐳𝐨𝐧𝐨𝐢…
Einst eine blühende Metropole der römischen Provinz Phrygien… Berühmt für seinen Zeustempel… der leibhaftig und in Lebensgröße vor uns vor uns steht…
... naja... lebend ist anders... aber Ok.. er steht da.
Er ist wohl der 𝐚𝐦 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 aus dem 2. Jahrhundert nach Christus…
„𝑬𝒄𝒉𝒕 𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒌“… denke ich so bei mir… und wir wandern zu dritt weiter durch die Ruinen.
Hier soll auch das erste Börsengebäude der Menschheitsgeschichte gestanden haben.
Wir schauen uns um und raten, welche der herumliegenden Steine wohl dazugehört hat.
Ob sich schon damals die Makler nach einem Börsen-Crash aus dem Fenster gestürzt, oder an der eigenen Krawatte erhängt haben?
Eher nicht… den beides war noch nicht erfunden… Ein Pluspunkt für die Börsenmakler.
Unter dem Tempel liegt 𝐝𝐢𝐞 𝐊𝐫𝐲𝐩𝐭𝐚…
... sowas kennt der eine oder andere von Euch aus dem Epos „𝐆𝐚𝐦𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐫𝐨𝐧𝐞𝐬“…
𝐙𝐮𝐫 𝐄𝐫𝐤𝐥𝐚𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠:
Das war dieses Gewölbe, wo man die Toten aufgebahrt oder seine Schwester pimpert hat.
(𝐴𝑢𝑡𝑠𝑐ℎ… 𝑑𝑒𝑟 𝑤𝑎𝑟 𝑗𝑒𝑡𝑧𝑡 𝑡𝑎𝑡𝑠𝑎𝑒𝑐ℎ𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑛𝑢𝑟 𝑓𝑢𝑒𝑟 𝐺𝑂𝑇-𝐼𝑛𝑠𝑖𝑑𝑒𝑟).🙈
Schön kühl ist es hier… und mir wird klar, warum man hier seine Toten gelagert hat… aber zum Pimpern?...  Ich weiß es nicht… 🤷
Nachdem uns das Tagesicht wieder hatte, ging es zurück zur Kuscheldose…
„𝑾𝒊𝒆 𝒊𝒔𝒕´𝒔 𝒎𝒊𝒕 𝒏𝒆𝒎 𝑴𝒊𝒕𝒕𝒂𝒈𝒆𝒔𝒔𝒆𝒏?“
… sendeten uns die Blicke der Hunde, die bereits vor unserem Auto auf uns warteten…
Raubtierfütterung… und weiter geht’s…
Wohin?... „Ä𝒉𝒉𝒉“… woher soll ich das wissen? 🤷
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
(𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐫𝐚𝐠: Die von uns veröffentlichten Texte sollen unterhalten… nicht mehr, nicht weniger. Manche Passagen können aus belletristischen Gründen auch mal überzeichnet oder faktisch etwas alternativ dargestellt sein. Wir würden uns wünschen, wenn dieses kleine Augenzwinkern auch bei jedem ankommt.)




25.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟓𝟕
𝕀𝕤𝕥𝕒𝕟𝕓𝕦𝕝 -  𝔼𝕦𝕣𝕠𝕡𝕒𝕤 ℕ𝕠𝕥𝕒𝕦𝕤𝕘𝕒𝕟𝕘

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(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
𝟏𝟔 𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 besiedeln diese Metropole am Bosporus… und die Kuscheldose jetzt mittendrin. 🙈
Hier trennt sich der Okzident vom Orient oder Europa von Asien… je nach Belieben.
Unsere Ankunft in Istanbul ähnelte natürlich mal wieder einer kleinen 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐢𝐭𝐳𝐞𝐥𝐣𝐚𝐠𝐝…
... Kalbsschnitzel selbstverständlich und ḥalāl… das muss so… das ist ja hier schließlich Istanbul und nicht Hassans Döner Imbiss um die Ecke.
Wie wir es ja bereits von den meisten Metropolen, südlich des Weißwurst-Äquators gewohnt sind, gestalten sich auch hier in Istanbul die Verkehrsregeln eher als eine Art dekorativer Störfaktor…
Ihr wisst schon… so wie die Petersilie auf dem Schnitzel… die braucht im Grunde auch kein Mensch… trotzdem liegt sie da… 🤷‍♂️
Nichtsdestotrotz standen wir mit gefühlten allen 16 Millionen Istanbulern im Stau.
Es wird gehupt was das Zeug hält…
Es macht ja auch Sinn, umgehend auf die Hupe zu drücken, wenn vorne grün ist...
... vielleicht ist es hier in Istanbul auch möglich, die Autos in der Schlange vor Dir durch Schallwellen in Luft aufzulösen?
Beobachtet habe ich dieses Phänomen allerdings bisher noch nicht... gehupt wird trotzdem.
Irgendeinen rationalen Grund wird diese Huperei schon haben…  ...sonst würde es ja nicht jeder tun…denke ich noch so und fange irgendwann an selbst auf die Hupe klatschen…
… nicht, dass es nötig gewesen wäre… nur so... sozusagen als Integrationsmaßnahme. Man will ja nicht auffallen. 😉
Schnell werden mir während der Rotphase noch ein oder 2 Teppiche mit einem freundlichen Lächeln offeriert…  Nicht unsere Farbe… "Danke...Nein".
Ein recht ärmlich gekleideter Mann hält mir seine geöffnete Hand unter die Nase… Ich hätte wohl das Fenster schließen sollen. Ich lehnte auch dankend ab… In seiner Hand war sowieso nichts drin. 🤷‍♂️
Währenddessen kreuzt eine Möwe unsere Windschutzscheibe…  Das war knapp… ich hätte schwören können, ich hatte schon grün.
Auf der Suche nach einem halbwegs geeigneten Parkplatz mussten wir leider feststellen, dass doch ein Großteil Istanbuls noch immer für eher Eselkarren konzipiert ist.
Es kam mir stellenweise vor, als würde ich unsere Kuscheldose während des Anstichs am Oktoberfest über die Theresienwiese zirkeln.
Eng wäre an der Stelle noch geprahlt. Was die Istanbuler selbstverständlich nicht davon abhält, dass bisschen Platz, der ein halbwegs kontaktfreies manövrieren durch die Gassen gewährleisten würde, auch noch zuzuparken.
So sind sie eben… die Istanbuler. - "𝐒𝐡𝐢𝐭 𝐡𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐬"
Ich starre etwas nervös auf unser Navi, dass seit gut 500 Meter nur noch „Bitte wenden“ schreit.
𝑺𝒆𝒉𝒓 𝒘𝒊𝒕𝒛𝒊𝒈…
zumal zwischen unserer Kuscheldose und der Havarie mit der Außenwelt kein Hundekeks mehr passt.
𝐃𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐩𝐩:
Sollest Du einmal in den Gassen von Istanbul falsch abbiegen… Steige besser gleich aus und überlasse deinen Camper besser den Straßenkatzen. Das spart Nerven… sehr viele Nerven.
Und... vertraue hier in Istanbul 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐥𝐬 Googlemaps.🙈
Unter Aufzählung so ziemlich jeden Tiernamens, der im Duden unter „Schimpfwörter“ zu finden ist, fanden wir letztendlich doch noch ein geeignetes Plätzchen, in der Nähe der großen Moschee… die „Hagia Sophia“, wo wir auch unser Nachtlager aufschlugen.
„𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐥𝐚𝐠𝐞𝐫“… das klingt so romantisch…
so nach 𝑳𝒂𝒈𝒆𝒓𝒇𝒆𝒖𝒆𝒓, 𝑺𝒕𝒐𝒄𝒌𝒃𝒓𝒐𝒕 und einem 𝒌𝒐𝒍𝒍𝒆𝒌𝒕𝒊𝒗𝒆𝒏 „𝑲𝒖𝒎𝒃𝒂𝒚𝒂 𝒎𝒚 𝑳𝒐𝒓𝒅“.
𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 manifestiert sich allerdings oftmals in Form eines Großstadt-Parkplatzes oder einer Parktasche am Straßenrand, gemäß unserem Motto: „𝐌𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐝𝐫𝐢𝐧, 𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐝𝐚𝐛𝐞𝐢“.
Und da standen wir dann auch … mittendrin… in Istanbul…
Istanbul ist übrigens die einzige Stadt der Welt, die auf 2 Kontinenten liegt…
Außer vielleicht noch die Auslieferungslager von Amazon…
Diese liegen bekanntlich physisch in Deutschland und steuerlich auf Barbados… allerdings weiß ich nicht, ob das zählt. 🤷‍♂️
Die Stadt hat übrigens ihren Namen öfter gewechselt, als so manches Staatsregime ihren Führungs-Kader.
Istanbul… Byzanz… Konstantinopel… Berlin-Kreuzberg… letzteres ist zwar gelogen … klingt aber lustig… 😉
Zu sehen gibt´s hier jede Menge…
... vorausgesetzt man ist bereit sein Eigenheim oder seine Schwiegermutter zu verpfänden.
Allein für die Besichtigung der „Hagia Sophia“ und der „blauen Moschee“ wäre unser wöchentliches Lebensmittel-Budget draufgegangen.
Kleiner Spoiler… Der Döner-Laden um die Ecke hat dann letztendlich gewonnen. 😉
Wir begnügten uns also mit der Außenansicht und überließen den Rest unserer Fantasie und Google.
Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass weder ich, noch mein direktes Umfeld es begrüßt hätten, wenn ich mich nach einem mehrstündigen Spaziergang von meinem Schuhwerk getrennt hätte.
Die „𝐇𝐚𝐠𝐢𝐚 𝐒𝐨𝐩𝐡𝐢𝐚“ hat sich im Laufe ihrer Karriere vermutlich öfter umorientiert, als ein Lehramts-Student im zehnten Semester…
Erst im Jahre 360 n.Chr. als christliche Kirche geweiht, wurde sie 1453 zur islamischen Moschee…
… ab 1935 als Museum genutzt, wurde sie 2020 wieder zur Moschee…
Da kann man so als religionsorientierter Zeitgenosse schon mal ein wenig irritiert sein, ob man aktuell  „Gott“, „Allah“ oder die „Stadtverwaltung“ anbeten soll. 🤷‍♂️
𝐃𝐢𝐞 𝐛𝐥𝐚𝐮𝐞 𝐌𝐨𝐬𝐜𝐡𝐞𝐞 hat 6 Minarette…
Da hatte der Sultan bei der Konfiguration wohl etwas übertrieben, sodass Mekka sich aufgrund dieses Frevels genötigt sah, an ihrer Moschee noch ein siebtes Türmchen zu zimmern.
Es muss ja schließlich alles seine Ordnung haben… außer im Straßenverkehr… da geht’s auch ohne. 😉
Ebenfalls auf meiner persönlichen, Istanbuler Löffelliste…
𝐃𝐞𝐫 𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞 𝐁𝐚𝐬𝐚𝐫… Kapalı Çarşı
…der als größter, überdachter Basar der Welt gilt.
Bekannt aus Funk und Fernsehen, eilte ihm sein Ruf durch so manche Dokus am heimischen TV voraus.
Wir fühlten uns ein wenig an Marrakesch erinnert.
Nur nicht ganz so eng… nicht ganz so chaotisch... und nicht ganz so 1001 Nacht. Eher so 101 Nächte. 🤷‍♂️
„𝑲𝒐𝒎𝒎𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒓𝒆𝒊𝒏 𝒎𝒆𝒊𝒏 𝑭𝒓𝒆𝒖𝒏𝒅“… „𝑵𝒖𝒓 𝒈𝒖𝒄𝒌𝒆𝒏, 𝒏𝒖𝒓 𝒈𝒖𝒄𝒌𝒆𝒏“… „𝑩𝒆𝒔𝒕𝒆𝒓 𝑷𝒓𝒆𝒊𝒔 𝒏𝒖𝒓 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝑫𝒊𝒄𝒉“
… hallt es so aus jedem Ladenlokal, das wir passieren.
Und wieder einmal stelle ich mir die Frage:
𝑾𝒂𝒔 𝒛𝒖𝒎 𝑻𝒆𝒖𝒇𝒆𝒍, 𝒔𝒊𝒆𝒉𝒕 𝒂𝒏 𝒖𝒏𝒔 𝒔𝒐 𝒗𝒆𝒓𝒇𝒍𝒖𝒄𝒉𝒕 𝑫𝒆𝒖𝒕𝒔𝒄𝒉 𝒂𝒖𝒔?“
Glücklicherweise sind wir mittlerweile so abgebrüht, dass es lediglich bei dem Erwerb von 3 Lampen, 2 Teppichen und einem antiken Kamel-Sattel blieb.
Aber wir waren zufrieden… denn alles hatte das Prädikat „guter Preis“.
Wobei ich mir im Nachhinein noch die Frage stellte, ob es in der Türkei überhaupt Kamele gibt und warum der Sattel den Aufdruck „Made in China“ trägt?🤔
Ich rationalisiere diesen gedanklichen Einwand mit der im Grunde einzig logischen Antwort, dass die Osmanen früher wohl viel herumgekommen sein müssen.
Wir fahren noch über die 𝐆𝐚𝐥𝐚𝐭𝐚-𝐁𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞…
Oben hunderte von Fischer, die ihre Angeln in den Bosporus halten…
Vermutlich in der Hoffnung ein antikes, osmanisches U-Boot oder zumindest ein paar Fischstäbchen herauszuziehen.
Unten am Ufer sieht man die Restaurants… vermutlich gibt’s da Fisch… frisch aus dem Bosporus, mit einer leichten Geschmacksnote von Fährendiesel und Autoabgas.
Aber „so what“…  wir essen Döner.
𝐃𝐞𝐫 𝐁𝐨𝐬𝐩𝐨𝐫𝐮𝐬…
... die Grenze zwischen Europa und Asien.
Was genau bedeutet da jetzt für den geangelten Fisch?...
Muss ich den jetzt wahlweise mit der Gabel oder mit Stäbchen essen? 🤔
Ihr merkt es selbst… mein kognitives Diarrhöe eskaliert schon wieder… 🤦‍♂️
Es wird 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐬𝐬 𝐳𝐮 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧.
Abends liege ich also in unserer Kuscheldose…
… ich blicke auf die 𝐁𝐥𝐚𝐮𝐞 𝐌𝐨𝐬𝐜𝐡𝐞𝐞, die mich in 𝐨𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞𝐟𝐚𝐫𝐛𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭 getaucht anlächelt, als wenn sie sagen wollte:
"𝑬𝒚 𝑨𝒍𝒕𝒆𝒓... 𝑵𝒖𝒓 𝒘𝒐 𝒃𝒍𝒂𝒖 𝒅𝒓𝒂𝒖𝒇 𝒔𝒕𝒆𝒉𝒕… 𝒊𝒔𝒕 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒃𝒍𝒂𝒖 𝒅𝒓𝒊𝒏.“
Ob das die Wahrheit ist, werde ich wohl nie erfahren… ich war ja nicht drin.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




23.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟓𝟒
„𝔸𝕟𝕥í𝕠 ℍ𝕖𝕝𝕝𝕒𝕤“ - 𝔸𝕦𝕗 𝕎𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣𝕤𝕖𝕙𝕖𝕟 𝔾𝕣𝕚𝕖𝕔𝕙𝕖𝕟𝕝𝕒𝕟𝕕

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  • Alexandroupolis
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𝐄𝐬 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝… 😞
Wir hatten 163 Tage lang die Ehre zu Gast in diesem schönen Land sein zu dürfen.
… Und falls ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet… die Rede ist von 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝.
• Wenn Du also in finstere Gesichter schaust, die sich spontan in ein herzliches Lächeln transformieren, sobald Du ihnen ein freundliches „Yassas“ entgegenschmetterst…
• Wenn Du an einem Strand stehst, der weder nach rechts noch nach links ein Ende haben will…
• Wenn Du das absolute Urlaubsfeeling genießt und trotzdem bei Lidl einkaufen könntest…
… 𝐝𝐚𝐧𝐧… 𝐣𝐚 𝐝𝐚𝐧𝐧 𝐛𝐢𝐬𝐭 𝐃𝐮 𝐢𝐧 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝.
Für uns heißt es nun erst einmal Abschiednehmen, denn geht es weiter in die Türkei… Wir dringen also weiter in Galaxien vor, die schon tausende vor uns gesehen haben. 🙈
Wir blicken zurück auf die letzten 𝟓 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝟏𝟑 𝐓𝐚𝐠𝐞 in diesem gastfreundlichen Land.
Denn „𝐅𝐢𝐥𝐨𝐱𝐞𝐧í𝐚“… die Gastfreundschaft wird hier sehr großgeschrieben.
Für alle Geolegastheniker…
… Griechenland ist das Land, unten rechts auf der europäischen Karte. Es sieht ein wenig so aus, als hätte der liebe Gott beim backen dieser Welt noch ein wenig Teig übriggehabt und ihn einfach mal, so richtig mit Schwung, hier unten ins Mittelmeer geklatscht.
In der Peloponnes sehen so manche eine Hand…
… wenn dem so wäre, müsste sie allerdings unter eine Hydraulikpresse geraten sein, um diese recht bizarre Form als Hand irgendwie zu rechtfertigen.
Aber Ok… Als Orientierungshilfe (z.B. Wir befinden uns am Mittelfinger von Peloponnes), war dieser Vergleich zugegebenermaßen gar nicht so übel. 😉
Wir sind hier in dem Land, in dem die Demokratie und der Pauschalurlaub bereits erfunden wurde, als im Rest Europas Argumente noch mit der Keule ausgetauscht wurden.
Allein hierfür gebührt den Griechen einmal unser größter Respekt…
… und natürlich für den Gyros-Teller… Wir werden Dich vermissen. 😉
Fast 6 Monate verweilten wir nun, hier im Land der alten Götter und der umgeschubsten Tempel.
Von Thessaloniki bis zur Mani haben wir die griechische Gastfreundschaft ausgiebig genießen dürfen.
Und was sollen wir sagen?... schön wars… - 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞.🙏... oder wie ein griechischer Gastarbeiter in Deutschland sagen würde... 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞.
Von den ungefähr 𝟔.𝟎𝟎𝟎 𝐈𝐧𝐬𝐞𝐥𝐧, die dieses Land zu bieten hätte, haben wir allerdings nicht einmal einen Fliegenschiss gesehen…
Der schnöde Mammon… ihr versteht schon.😉
Doch haben wir die Regionen, die wir mit unserer Kuscheldose, ohne höheren, finanziellen Auffand erreichen konnten, um so mehr genossen…
Egal, wo Du Dich hier in Griechenland auch gerade aufhälst…
… es ist blau… es ist weiß… und es erzählt Geschichten.
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐰𝐢𝐫 𝐦𝐢𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐭𝐞𝐢𝐥𝐭 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧.
Wir haben versucht, Euch mit 𝐤𝐨𝐧𝐬𝐞𝐪𝐮𝐞𝐧𝐭 𝐦𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐫𝐧𝐬𝐭𝐡𝐚𝐟𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭 Land und Leute etwas näher zu bringen.
Wir hoffen, es ist uns ein bisschen gelungen… 🫶
𝐔𝐧𝐝 𝐟ü𝐫 𝐝𝐢𝐞𝐣𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬𝐬𝐢𝐞𝐫𝐭…
Entgegen aller „Unkenrufe“ war es für uns während unseres gesamten Aufenthaltes, hier in Griechenland überhaupt kein Problem mit unserer Kuscheldose frei zu stehen…
Die vielen Horrorgeschichten von 300 € geahndeter Geldstrafe, bis hin zu Verhaftungen können wir daher nicht bestätigen.
Allerdings sollte dabei nicht unerwähnt bleiben, dass wir uns grundsätzlich ein𝐜𝐚𝐦𝐩𝐢𝐧𝐠𝐚𝐞𝐡𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐕𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 verkneifen, wenn wir irgendwo übernachten… (Keine Markise, keine Tische oder Stühle vor der Türe, kein Grill).
Wir nennen es auch gerne: „𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐩𝐚𝐫𝐤𝐞𝐧“.
Auch muss es für uns auch nicht immer die erste Reihe am Strand sein…
Ein Nacht-Platz an einem Dorf-Sportplatz, an einem Friedhof oder einfach nur am Straßenrand, erfüllt oftmals genauso seinen Zweck. Vielleicht ist das die Zauberformel? 🤷‍♂️
Hier in Griechenland lernst Du, wie einfach das Leben sein kann…  wenn Du es nur willst. ☺️
Ein bisschen Olivenöl, Sonnenschein und eine gewisse Portion Ignoranz gegenüber den aktuellen Nachrichten und schon bekommst Du hier das, wonach sich wohl jeder Mensch sehnt:
Ein Gefühl von Glück, Freiheit und Sonnenschutz Faktor 50.😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




20.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟓𝟐
𝔹 𝕒 𝕕 𝕖 𝕥 𝕒 𝕘


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  • Υπαίθριες Ιαματικές Πηγές Spa -


Jepp… heiße Quellen, das können die Griechen.
Ok.. sie können auch Strand, alte Steine und jede Menge Schweinefleisch... aber eben auch heiße Quellen.
Während man sich in Deutschland vermutlich erstmal in einen Swingerclub einbuchen muss, um ein solches Badeerlebnis genießen zu können, hat man hier in Griechenland diesen „𝐉𝐚𝐜𝐮𝐳𝐳𝐢 𝐞𝐭 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐚𝐥“ einfach so in der Landschaft herumstehen.
Die Gefahr eines Hautkontaktes mit irgendwelchen adipösen Zeitgenossen, die mit ihren aufgeweichten Schrumpel-Füßen mit Dir Fußpetting betreiben wollen, um Dich augenzinkernd zu einem Koitus zu überreden, ist hier auch nicht ganz so hoch, wie in einem solchen Etablissement.
So... damit wäre das 𝐏𝐫𝐨𝐣𝐞𝐤𝐭 "𝐊𝐨𝐩𝐟𝐤𝐢𝐧𝐨" auch erledigt...
Viel Spaß dabei...😂
Ich könnte jetzt noch über 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞, 𝐭𝐨𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞𝐰𝐞𝐥𝐩𝐞𝐧 schreiben, um dieses Bild wieder aus Eurem Kopf zu entfernen... mache ich aber nicht.😜
Nach den Thermophylen und den Quellen auf der Insel Euböa, darf Ulrike nun ihren Alabaster-Körper in ein Quellwasser tauchen, dessen Temperatur vermutlich ausreichen würde, um eine Instant-Suppe zuzubereiten.
Die Orte rund um diese Quellen sind so klein, dass sie nicht mal einen Namen besitzen… „𝐓𝐡𝐞𝐫𝐦𝐚𝐥𝐪𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐞𝐧“ … sagt Google 🤷‍♂️
Bei knapp 𝟒°𝐂 morgendlicher Wohlfühltemperatur, ist so ein Vollbad auch nicht die schlechteste Idee… außer für mich…
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬, weil allein der Weg bis zu den Becken, ausschließich mit einer Badehose bekleidet, für mich ein Martyrium gewesen wäre und 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬, weil mir Wasser, das nicht in Flaschen abgefüllt ist oder aus einem Hahn kommt, ohnehin schon immer suspekt war.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐚𝐬𝐬…Ziel erreicht. 💪😃
Die Bäder hier oben sind zwar längst nicht so spektakulär, wie die Thermophylen, aber dafür haben sich auch nicht diese Schwefelnote, die einem die Augäpfel aus den Schädel drücken kann.
(Wir erinnern an unseren Beitrag vom 24.11.2025).
Auffällig ist jedoch, dass hier, in dieser Gegend so langsam die Kirchtürme durch immer mehr Minarette ersetzt werden…
Die Nähe zur Türkei lässt sich also nicht mehr verleugnen, obwohl die nächste Ortschaft eigentlich in Bulgarien gelegen hätte. 🤷‍♂️
Die Straßenhunde scheinen hier jedoch immer noch weitestgehend christlich geprägt zu sein. Zumindest verfallen sie jedes Mal in ein kollektives Protestgeheule, sobald der Muezzin zum Gebet ruft.
Ein Schelm der böses dabei denkt. 😉
Aber vielleicht greifen sie auch nur unterstützend ein… Wer weiß das schon?
Frisch gebadet und eine komplette Tüte Hundefutter ärmer, fuhren wir dann weiter nach 𝐀𝐥𝐞𝐱𝐚𝐧𝐝𝐫𝐨𝐮𝐩𝐨𝐥𝐢𝐬, ein Städtchen kurz vor der türkischen Grenze.
Hier wollen wir uns nochmal mit Dingen eindecken, auf die wir vermutlich in den kommenden Monaten verzichten müssen…
Ihr wisst schon… Schwein und so… 🙈
Gut, dass unsere Kuscheldose auf 3.85 Tonnen aufgelastet ist. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




14.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟓
𝔻𝕚𝕖 𝕄𝕖𝕥𝕖𝕠𝕣𝕒 𝕂𝕝𝕠𝕖𝕤𝕥𝕖𝕣 -

𝔸𝕦𝕗 𝕕𝕖𝕣 𝕁𝕒𝕘𝕕 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕕𝕖𝕟 “𝔹𝕚𝕘 𝕗𝕚𝕧𝕖” (𝕤𝕚𝕩)



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(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
Noch ahnten wir nicht, dass die Region um die kleinen Dörfchen Kastraki und Kalambako der Höhepunkt unserer Griechenlandreise werden sollte.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫 …
… Wir sind in den letzten 𝟑,𝟓 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 durch 𝟐𝟕 𝐋𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫 gereist.
Wir können mit Fug und Recht behaupten, im Laufe unserer Reise schon so einiges gesehen zu haben. 🤷‍♂️
Aber das hier… das ist so ziemlich das Höchste….
Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Rede ist von den 𝐊𝐥𝐨𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐚…
Diesbezüglich haben wir uns auch wieder einmal für Euch schlau gemacht...
Also 𝐕𝐨𝐫𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭…
Neues aus der Kategorie: „𝑫𝒊𝒏𝒈𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝑫𝒖 𝒏𝒊𝒆𝒎𝒂𝒍𝒔 𝒘𝒊𝒔𝒔𝒆𝒏 𝒘𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆𝒔𝒕“
Das Wort "𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐨𝐬“ , bedeutet soviel wie: „𝒊𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝑳𝒖𝒇𝒕 𝒔𝒄𝒉𝒘𝒆𝒃𝒆𝒏𝒅“ und macht im Kontext zu den Meteora Klöster durchaus Sinn.
Geologisch gesehen ist dieser ganze Kladderadatsch hier bereits vor gut 60 Millionen Jahren entstanden…
Zumindest die Fundamente für das, was dann ab dem 11. Jahrhundert durch etwas überambitionierte Mönchen entstanden ist.
Nun könnte man denken:
„𝑂𝐾... 𝑑𝑎𝑚𝑎𝑙𝑠 𝑔𝑎𝑏𝑠 𝑛𝑜𝑐ℎ 𝑘𝑒𝑖𝑛 𝑁𝑒𝑡𝑓𝑙𝑖𝑥… 𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟𝑒𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑚𝑖𝑐ℎ 𝑎𝑙𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡“…
...𝐚𝐛𝐞𝐫…
... heute zählen die Klöster zum 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐫𝐛𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐔𝐍𝐄𝐒𝐂𝐎.
Und womit?... Mit Recht!
Vor fast 𝟗𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 begannen also die Mönche ihre WG-Butzen mit unverbaubarem Ausblick, auf diese nadeligen Felsen zu zimmern… Und so verrückt wie es klingt, ist es auch.
Dort oben hatte man seine Ruhe… zumindest bevor die ersten Touristen kamen… aber bis dahin sollte es noch ein paar Jahrhunderte dauern.
Während man heutzutage von 𝐖𝐨𝐫𝐤-𝐋𝐢𝐟𝐞-𝐁𝐚𝐥𝐚𝐧𝐜𝐞 redet, wenn man sich 1x wöchentlich einen Yoga-Kurs auf YouTube anschaut oder halbjährlich zum Alpaka-Wandern in die Eifel fährt, wählte man hier bereits im 𝟏𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 die Extrem-Variante.
𝐈𝐧𝐧𝐞𝐫𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐤𝐞𝐡𝐫 𝐦𝐢𝐭 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭… so könnte man sie wohl am treffendsten beschreiben…
Die Klöster stehen auf diesen Felsnadeln, als wäre den Mönchen irgendwann nur noch Mikado spielen zu langweilig geworden.
Da dachten sie sich vermutlich:
„𝑀𝑎𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑤𝑖𝑟 𝑒𝑖𝑛𝑓𝑎𝑐ℎ 𝑚𝑎𝑙 𝑒𝑡𝑤𝑎𝑠 𝑢𝑛𝑚𝑜𝑒𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑚𝑜𝑒𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ.“
Wir bauen Klöster auf Streichholzköpfe… und zwar so, dass sie über Jahrhunderte stehen bleiben.
Also quasi als „𝐉𝐞𝐧𝐠𝐚 - 𝐌𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫𝐜𝐥𝐚𝐬𝐬 𝐄𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧“
Das Glaubt ihr nicht?... Na dann fahrt einfach mal nach Meteora.
Hier findest du den Inbegriff der „vertikalen Kuriosität“.
Beeindruckendere Himmelsbauten findet man vermutlich nur in Nepal…
… aber dort ist ja Buddha zuhause… also andere Baustelle… zählt also nicht.😉
Von den einst 24 erbauten Klöstern, sind heute allerdings nur noch ganze 6 bewohnt.
Alle anderen sind… nun ja... sagen wir mal… „Opfer der Schwerkraft“🤷‍♂️
𝐀 𝐂 𝐇 𝐓 𝐔 𝐍 𝐆 - 𝐓𝐫𝐢𝐠𝐠𝐞𝐫 𝐖𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠!
Ab jetzt gibt’s Geschichte, alternative Fakten und 𝐣𝐞𝐝𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐞𝐧.
Ich weiß, dass es einige Leser unter Euch gibt, dessen 𝐀𝐮𝐟𝐦𝐞𝐫𝐤𝐬𝐚𝐦𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐬𝐩𝐚𝐧𝐧𝐞 nur noch geringfügig über die Sprechblasen eines Manga-Comics hinausgehen.
Bevor nun wieder 𝐁𝐞𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐫𝐞𝐧 auftauchen, dass dieser Beitrag plötzlich und unerwartet mit Inhalt gefüllt ist, möchte ich an dieser Stelle diejenigen, die meine Texte als zu lang empfinden nun ausdrücklich bitten, genau… 𝐉 𝐄 𝐓 𝐙 𝐓… zu den Bildern weiterzuscrollen… Danke. 🙏
𝟏…
𝟐…
𝟑...
Du bist noch da? … Ok….
Ab jetzt bist Du für Deine verschwendete Lebenszeit selbst verantwortlich.🤷‍♂️
Hier also hier ein paar Infos über die Klöster von Meteora:
𝐌𝐞𝐠𝐚𝐥𝐨 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐚…
… also das „große Metereon“.
Es gilt als größtes und ältestes, der noch bewohnten Klöster. Es war quasi der Beginn dieses vertikalen Wahnsinns.
Gegründet im 14. Jahrhundert vom heiligen Athansios.
Der Legende nach hatte er eine Vision.
Ein Adler hatte ihn wohl auf diesen 𝟔𝟏𝟑 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐡𝐞𝐧 𝐆𝐢𝐩𝐟𝐞𝐥 getragen. Na wenn das mal kein Grund ist, gleich ein ganzes Kloster auf diesen Felsen zu bauen…
OK…Das kann man glauben… muss man aber nicht.
Vielleicht war es auch nur das Resultat einer ausgiebigen Klosterwein-Verkostung… Wer weiß das schon.
Aber immerhin… das Kloster steht. 😊
Die vorhandenen Treppen wurden im Übrigen bei allen Klöstern erst neuzeitlich, eigenst für die Badeschlappen tragenden Busmeuten gefertigt…
Früher gab es tatsächlich nur Netze und Seile, um auf den Felsen in das Kloster zu gelangen.
Mönche, Einkaufstaschen und jegliches Mobiliar wurden also per Seil nach oben gezogen und wenn Gott es so wollte, hat es auch gehalten… wenn nicht… dann nicht.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐕𝐚𝐫𝐥𝐚𝐚𝐦 …
Das Varlaam Kloster stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist sozusagen der Jungspund unter diesen bizarren Himmels-WG´s.
Varlaam war der Name eines Einsiedlers, der hier oben auf dem Berg lebte, bevor das Kloster erbaut wurde.
Vermutlich haben die Mönche einfach im ihn herumgebaut und er steckt bis heute zwischen zwei Wänden.
Angeblich hat es 22 Jahre gedauert, die Baumaterialien für das Kloster nach oben zu schaffen und lediglich 20 Tage, um das ganze Kloster zu erbauen.
So war Varlaam zumindest noch als Security für die Baustoffe nützlich… Dafür wurde das Kloster dann nach ihm benannt… 𝐖𝐢𝐧𝐖𝐢𝐧… sozusagen.
Bis er dann… naja, ihr wisst schon. 😉
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐮𝐬𝐬𝐚𝐧𝐨𝐮 (𝐒𝐭. 𝐁𝐚𝐫𝐚𝐛𝐚𝐫𝐚)
Was ein wenig wirkt, als würde dort gleich Rapunzel ihr Haar herunterlassen, sitzt auf einem Felsen, der im Grunde maximal Platz für einen Kasten Bier bieten würde. Das sahen sie Mönche im 16. Jahrhundert allerdings etwas anders und erbauten dort das Kloster Rossanou.
Hier wurde jeder Quadratzentimeter effizient genutzt…
Von Hochbeeten, über Stockbetten für die Nonnen, die mittlerweile dort leben, wurde in diesem Kloster im Grunde, bis hin zu den Stehtischen in der klostereigenen Kantine nur vertikal gedacht.
Ich vermute, dass hier auch der Gyros-Spieß erfunden wurde, da für einen Schwenkgrill der Platz fehlte.
In diesem Kloster findet der Begriff „Hochstapler“ noch einmal eine ganz neue Bedeutung.
Tatsächlich leben hier noch immer einige Nonnen und bewirtschaften dieses Kloster, um es den Besuchern auf den gut 300 Höhenmetern mit ihrem gepflegten Gärtchen so gemütlich wie möglich zu machen, um die 5 € irgendwie zu legitimieren.
𝐃𝐚𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠… wohlwollende 15 Minuten… 🙈
...𝐀𝐛𝐞𝐫…
dafür gibt es auch jede Menge 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 fürs Geld.
Man kann schon irgendwie nachvollziehen, warum sich die Mönche  hierhin zurückgezogen haben…
Wenn schon Einsiedler… dann bitteschön mit Ausblick…
Welcher Gerichtsvollzieher hätte sich hier schon hinauf getraut? Und die Ankunft der Schwiegermutter, wurde schon Tage im Voraus sichtbar.
Ok… Mönche haben in der Regel keine Schwiegermütter… aber sie hätten können, wenn sie gehabt hätten… klar soweit? 😉
Wer einmal die Treppen bis in das Kloster Rossanou erklommen hat, sollte sich die die berühmten 𝐅𝐫𝐞𝐬𝐤𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝟏𝟔. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭, in der klostereigenen Kapelle nicht entgehen lassen.
Diese zeigen in wenig jugendfreier Manier den 𝐋𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐞𝐫𝐭𝐲𝐫𝐞𝐫…
Die Köpfung mit pulsierenden Blutverlust aus der Halsschlagader, sowie das Häuten am lebenden Subjekt und das Totschleifen im Schlepptau eines Pferdes, sind dabei noch die harmlosesten Darstellungen.
Ein echter Augenschmaus und ein Riesenspaß für die ganze Familie.🙈
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐒𝐭𝐞𝐟𝐚𝐧𝐨𝐬
Das Kloster Stefanos ist besonders für die Art von Besucher empfehlenswert, die mit dem Prinzip „Treppe“ nicht allzu viel anfangen können. Also quasi Menschen wie mich.
Hier gehe ich einfach über eine Brücke und schon bin ich drin… im Kloster… ohne Keuchen, kein Röcheln, kein Muskelkrampf. Sehr sympathisch…
Gegründet wurde dieses Kloster ebenfalls im 14. Jahrhundert.
Es wurde allerdings im 16.ten und 18. Jahrhundert noch einmal kräftig bedarfsgerecht vergrößert… Es fehlte wohl noch ein Wellnessbereich und das Bällebad.
Aber auch hier wich das Patriachart irgendwann der Frauenpower.
1961 wurde es zu einem Frauenkloster, die heute dieses Kloster bewirtschaften, was allerdings nichts daran ändert, den Besucherinnen auch hier wadenlange Kittelschürzen aufzuzwingen um ihre Beine zu bedecken.
Dabei spielt es auch keine Rolle, dass die Hose selbst bereits recht formlos an den Beinen herumschlabbert…
Der Sinn dieser Regel hat sich mir leider trotz intensiver, wertfreier Überlegungen nicht wirklich offenbart.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der „liebe Gott“ etwas gegen Frauenbeine haben könnte.
Diese Aversion scheint also eher aus der irdischen Fraktion entstanden zu sein. Warum auch immer. 🤷‍♂️
Vielleicht sollte man die entsprechenden Herrschaften mal darüber aufklären, dass man solche Phobien heutzutage therapeutisch behandeln lassen kann.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐓𝐫𝐢𝐚𝐝𝐚 (𝐇𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐃𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭)
Der Filmstar unter den Klöstern…
Bekannt aus Filmen wie „James Bond 007“ oder „Die Abenteuer des jungen Indianer Jones“
Wer einmal davor steht, der weiß auch warum.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐍𝐢𝐤𝐨𝐥𝐚𝐨𝐬 𝐀𝐧𝐚𝐩𝐚𝐯𝐬𝐚𝐬…
Leider für unangemeldete geschlossen… und das, obwohl hier etliche Schädel der verstorbenen Mönche ausgestellt sind… also eigentlich genau das richtige für die Fans morbider Kulte…
In seiner Blütezeit diente dieses Kloster als Raststätte für Pilger… jetzt wo ich so darüber nachdenke, stelle ich mir die Frage, ob die dort ausgestellten Schädel tatsächlich von Mönchen stammen? 🤔
Interessant sind ebenfalls die „𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥𝐬𝐳𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧“…
Filakaé Monakón.
Wer gegen Regeln verstieß… also zum Beispiel zu viel Bein zeigte… durfte auf unbesimmte Zeit, in diese, in der Felswand eingelassen Holzverschlägen einziehen…
Dort fristeste man sein Dasein unter extremsten Platzmangel… also ähnlich in einer Einraumwohnung in Berlin Charlottenburg.
Um dort wieder heraus zu kommen, bedurfte es vermutlich mehr als nur eine Dose „Red Bull“.
Á𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐍𝐢𝐤ó𝐥𝐚𝐨𝐬 𝐁á𝐧𝐝𝐨𝐯𝐚𝐬…
… dieses Kloster hängt gut versteckt und für uns Flipflop-Touristen quasi unerreichbar in den Felsen über Kastraki und erinnerte mich  an eine Portion „Slime“, das wir als Kinder mit wachsender Begeisterung an jede Wand geklatscht haben, die sich nicht gewehrt hat.
Aber es ist tatsächlich ein Kloster, dessen Name „St. Nikolaus“ darauf schließen lässt, dass gleichnamiger dickbäuchige, weißbärtige Stiefelfüllservicemitarbeiter, sich hier in seine wohlverdiente Sommerpause zurückzieht.
Meteora ist der Beweis, zu was Menschen fähig sind, wenn sie nur genug Angst vor ihren Mitmenschen haben oder einfach dem Himmel ein wenig näher sein möchten.
Hier oben gibt´s weder eine Steuererklärung noch eine Autobahngebühr… Auch die Frage nach Winterreifen stellt sich hier oben eher selten.
Solltest Du Dich also einmal in diese Gegend verirren...
Denke daran… Hier wimmelt es von Knie-Phobikern. 🙈
In diesem Sinne…𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




12.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟑
𝕄𝕖𝕥𝕤𝕠𝕧𝕠 – 𝕀𝕕𝕪𝕝𝕝𝕖 𝕚𝕟 ℍ𝕒𝕟𝕘𝕝𝕒𝕘𝕖

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Mit 6000 Einwohnern zählt 𝐌𝐞𝐭𝐬𝐨𝐯𝐨 natürlich nicht zu den Metropolen Griechenlands…
... aber definitiv zu den Schmuckkästchen.
Solltest du dich allerdings auf einen gechillten Badeurlaub eingestellt haben, raten wir dir dringend von einem Besuch ab...
Die knapp 1.200 Höhenmeter fordern, besonders jetzt im März ihren Tribut…
Unseren Morgenkaffee nahmen wir bei 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧, knapp.. 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐆𝐞𝐟𝐫𝐢𝐞𝐫𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭 zu uns…
Theoretisch… denn wir frühstücken ja nicht im Freien… wäre ja auch doof… schließlich haben wir ja drinnen wahlweise eine Gas- und Dieselheizung…
Jepp… ich weiß was ihr jetzt denkt… und ihr habt recht...
"Luxus können wir.“ 😉
Wie gesagt… 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞, 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐝 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐚𝐥𝐦𝐞𝐧 suchst Du hier oben vergeblich.
Eingebettet in das 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞 liegt das Städtchen verschlafen in einer statisch eher fragwürdigen Schräglage.
Metsovo liegt am Berg… also so richtig am Berg… nicht so billig an einem Hügel.
Für eine Ortsbesichtigung solltest Du dich am besten mit Steigeisen, Kletterseilen und einen Herzschrittmacher ausstatten.
Steinhäuser...Holzbalkone... Dächer aus Schiefer und die schneebedeckten Berge als Panorama…
Mehr Klischee bekommst Du auf keine Postkarte. 🙈
𝐖𝐨 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐢𝐞𝐫? …
Im Oberbayrischen?...
...in einer Film-Kulisse aus dem Erotikklassiker
„Und täglich juckt die Lederhose?“
… oder im Vorgarten meiner Ur-Oma im Jahre 1890?
Die Tatsache, dass hier niemand jodelt und kein Andenkenshop Kuckucksuhren verkauft, lässt allerdings den Schluss zu, dass wir uns weit jenseits der Alpen befinden sollten.
𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐰𝐨𝐡𝐥 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐛𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧…
Ein paar, in die Jahre gekommenen Männer sitzen auf Bänken, trinken Kaffee und philosophieren vermutlich darüber, ob es für die kommenden Ski-Saison genügend Betten für die Gäste aus Deutschland gibt und ob man „Bären“ aus sicherheitstechnischen Gründen in Zukunft besser mit zwei „e“ schreiben sollte.
Dabei war Metsovo schon früher recht gut besucht…
Im Osmanischen Reich war das Dorf ein wichtiges Handelszentrum, da es genau auf den alten Handelswegen zwischen den Bergen liegt.
Früher kamen hier die Maultiere vorbei, heute die Kuscheldose…
So ändern sich die Zeiten. 🤷‍♂️
Das Zentrum des Dorfes ist der Kirchplatz, wo die 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐏𝐚𝐫𝐚𝐬𝐤𝐞𝐯𝐢 steht. Ein griechisch-orthodoxes Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert.
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐮𝐦…
… obwohl wir uns nun quasi im Zentrum des Ortes befinden, gibt es weder eine U-Bahnstation, noch einen dieser, bei Touristen so beliebten Doppeldeckerbusse.
Stattdessen gibt´s eine Bimmelbahn… Immerhin… Tourismus können sie… hier in Metsovo.
Wir entschlossen uns allerdings für die fußläufige Variante, da Oscars Gassigang ohnehin noch ausstand.
Selbiger war dann auch in rund 30 Minuten erledigt… 🤷‍♂️
Nicht etwa, weil Oscar bis dahin alle seine Geschäft erledigt hatte, sondern weil wir die "Innensdadt" von Metsovo bis dahin bereits erschöpfend erkundet hatten.
Wie gesagt… Metropole geht etwas anders.
Metsovo ist etwas für Menschen, denen Strand zu sandig, antike Stätten zu unordentlich und Wärme wurscht ist.
Es ist hier rustikal und frostig, aber dafür verdammt gemütlich.
Es ist ein Ort, an dem man merkt:
„𝑬𝒔 𝒃𝒓𝒂𝒖𝒄𝒉𝒕 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒗𝒊𝒆𝒍 𝒛𝒖𝒎 𝑮𝒍𝒖𝒆𝒄𝒌“…
Nur einen Hund zum Gassigehen und wahlweise eine Gas- oder Dieselheizung. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



11.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟐
𝔻𝕚𝕖 𝕊𝕜𝕒𝕝𝕒 𝕍𝕣𝕒𝕕𝕖𝕥𝕠 - 𝕄𝕖𝕚𝕟 𝕜𝕒𝕣𝕕𝕚𝕠𝕝𝕠𝕘𝕚𝕤𝕔𝕙𝕖𝕣 𝔼𝕟𝕕𝕘𝕖𝕘𝕟𝕖𝕣


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𝐕𝐫𝐚𝐝𝐞𝐭𝐨… ein Bergdorf, hier im Pindos-Gebirge.
Noch bis Anfang der 2000er Jahre war dieser Ort lediglich über eine Treppe, also die Skala erreichbar.
Knapp 𝟏.𝟐𝟎𝟎 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧 schlängeln sich wie eine alkoholisierte Boa Constrictor gen Himmel.
Und wenn ich Himmel schreibe, dann meine ich auch „𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥“.
… Solltest Du jemals diese Stufen hinaufstapfen, kann es durchaus zu außerplanetarschen Vorkommnissen kommen.
Zum Beispiel könnten Dich Harfenklänge und Engelsboten begleiten, die Dich in dieses wunderschöne, anziehende Licht führen wollen.
Hierzu nur einen 𝐠𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐭 meinserseits...
𝐆𝐞𝐡𝐞 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐔𝐦𝐬𝐭𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭...
...ansonsten wars das mit deinem diesjährigen Griechenland-Urlaub.
Diese Treppe ist schlicht und ergreifend eine vertikale Kampfansage an deinen Kreislauf.
Bevor 1973 endlich mal eine Straße nach Vradeto gebaut wurde, war der Wochen-Einkauf tatsächlich noch eine logistische Herausforderung.
Milch vergessen? ... Viel Spaß.
Der Weg zum nächsten Supermarkt noch hier eine echte Challenge.
Während des Auftieges fühlt man sich anfangs noch wie ein Entdecker…
Ich summe die Titelmelodie von „Indianer Jones“ und freue mich auf diese körperliche Herausforderung…
In meinem Alter rät der Fachmann ja grundsätzlich zu mehr Bewegung. 👍
Fröhlich summend überqueren wir die beiden alten Steinbrücken am Fuße der Schlucht.
Für die, die es wissen wollen… Sie heißen 𝐏𝐢𝐭𝐬𝐢𝐨𝐧𝐢𝐬- und 𝐊𝐚𝐩𝐞𝐬𝐨𝐯𝐨 𝐁𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞.
Schön anzusehen und eigentlich ein Ort zum Verweilen…
Doch uns zieht es weiter… 𝐂𝐡𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐚𝐜𝐜𝐞𝐩𝐭𝐞𝐝. 💪
Ab 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟑𝟎𝟎 verstummt mein Summen und geht langsam in ein, cineastisch eher weniger einprägsamen Röcheln über.
Stattdessen passt sich mein Puls eher dem Rhythmus einer Bühnenshow von „Scooter“ an.
Immerhin belohnt uns diese Treppe mit einem weiteren, 𝐰𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 𝐕𝐢𝐤𝐨𝐬-𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭.
Ab 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟕𝟎𝟎 verwandelt sich mein Gesicht vermutlich farblich in eine sehr reife Tomate, die kurz vor der Explosion steht.
Ich überlege, ob es mittlerweile Defibrillatoren für die Hosentasche gibt und ob Ulrike die Technik der Herzdruckmassage beherrscht.
Bei 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟏.𝟎𝟎𝟎 wurde es Zeit für eine 𝐬𝐭𝐫𝐚𝐭𝐞𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐃𝐞𝐧𝐤𝐩𝐚𝐮𝐬𝐞…
Schließlich darf man die Gefahren eines solchen Aufstieges nicht unterschätzen…
- der langsam schwindende Luftdruck
- nicht ordnungsgemäß gesicherte Treppenstufen
- entgegenkommende Kegelclubs aus Castrop Rauxel.
Ganz bestimmt wären uns noch mehr Gründe eingefallen, warum es nun ratsam wäre, an dieser Stelle diese Expedition ins Himmelreich abzubrechen.
Also wir wären ja weitergegangen… aber unter diesen Voraussetzungen?🤔
Sicherlich war es unter diesen Umständen doch klüger, diese Mission ins Ungewisse an dieser Stelle abzubrechen, um wieder in sichere Gefilde abzusteigen.
Wir hoffen diesbezüglich auf euer Verständnis, dass Fotos des Dorfes Vradetou aufgrund dieser unzumutbaren, baulichen und weltpolitischen Umstände nicht möglich waren, für die wir ja nun beim besten Willen nichts konnten.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




10.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟏
„𝕍𝕒𝕝𝕚𝕒 ℂ𝕒𝕝𝕕𝕒“… 𝕙𝕖𝕩 𝕙𝕖𝕩…

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Was sich ein wenig anhört, wie ein Zauberspruch aus einem Hörspiel von Bibi Blocksberg, ist in Wirklichkeit der Nationalpark innerhalb des 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞𝐬, hier in West-Mazedonien.
Also West-Mazedonien… nicht Nord-Mazedonien… dieser kleine, aber nicht unerhebliche Unterschied hat in der Vergangenheit so manchen Unmut zwischen zwei Nationen ausgelöst.
Während 𝐍𝐨𝐫𝐝-𝐌𝐚𝐳𝐞𝐝𝐨𝐧𝐢𝐞𝐧 einen eigenständigen, 𝐬𝐨𝐮𝐯𝐞𝐫𝐚𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭 repräsentiert, ist 𝐖𝐞𝐬𝐭-𝐌𝐚𝐳𝐞𝐝𝐨𝐧𝐢𝐞𝐧 eine 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧, 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝… Ein kleiner aber feiner Unterschied. 🤷‍♂️
Achso… Das wolltet ihr gar nicht wissen? Tschuldigung… zu spät… nun stehts hier.
Der 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐍𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐩𝐚𝐫𝐤… oder 𝐕𝐚𝐥𝐢𝐚 𝐂𝐚𝐥𝐝𝐚… je nach Belieben… ist dort, wo Griechenland aufhört sich nach Sonne, Strand und Ouzo anzufühlen.
Stattdessen findest Du hier eine Mischung aus „Rocky Mountains“ und Schwarzwald auf Amphetamin, die durchaus als Kulisse für Stallones „Cliffhanger Teil II“ herhalten könnte.
Die Straße hier hinauf gleicht in etwa einer Packung Spaghetti, nach 3 Minuten in kochendem Wasser.
Valia Calda bedeutet auf aromunisch, also dem regionalen Dialekt „Warmes Tal“.
Als wir heute Morgen aufwachten zeigte das Thermometer-𝟐°𝐂 …
𝐖 𝐚 𝐫 𝐦 𝐞 𝐬   𝐓 𝐚 𝐥 … sehr witzig…
Ich weiß zwar nicht, was die Griechen so im Allgemeinen als „Warm“ definieren, aber mir sind heute Morgen meine kurzen Radlerhosen gründlich vergangen.🤦‍♂️
In dieser Gegend tragen vermutlich selbst die Bären im März noch Strickjacken…
Aber wenn die Sonne dann über die Bergwipfel aufgeht… dann wird´s hier schön… aber so richtig schön.
𝐖𝐚𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭’𝐬 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧?…
𝐃𝐢𝐞 „𝐇𝐨𝐭 𝐒𝐩𝐨𝐭𝐬“ …
- 𝐝𝐚𝐬 𝐌𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐭𝐚𝐩𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬.
Ein Denkmal zu ehren der Frauen aus dieser Region, die während des 2. Weltkrieges die Männer selbstlos unterstützen. Mit 6 Meter Höhe und 1,7 Tonnen Gewicht, hätte die Dame allerdings im Casting bei „Greece next Top Model“ eher wenig Aussichten auf ein Foto.
- 𝐃𝐢𝐞 𝐊𝐨𝐤𝐤𝐨𝐫𝐨𝐬 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐛𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞…
oder Noutsos-Brücke genannt
Im Jahre 1750 erbaut, ist sie maximal für einen  Eselskarren ausgelegt. Daher entstand neben ihr bereits ein neueres Exemplar, das sogar die Kuscheldose tragen kann.
So steht die Kokkoros Brücke mittlerweile mehr oder weniger sinnfrei in der Gegend herum und sorgt vermutlich innerhalb der Saison für Staus bis nach Thessaloniki.
Aber… fotogen ist sie immer noch… das muss man ihr lassen.
Also für die Kokkoros-Brücke gibt’s definitiv ein Foto. ☺️
- 𝐃𝐢𝐞 𝐕𝐢𝐤𝐨𝐬 – 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭.
… laut Guinness Buch der Rekorde die 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐬𝐭𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭, im Verhältnis zu ihrer Breite…
und wenn man da so am sogenannten „𝐁𝐞𝐥𝐨𝐢 𝐕𝐢𝐞𝐰𝐢𝐧𝐠 𝐏𝐨𝐢𝐧𝐭“ steht… muss man schon sagen…
Autsch… Flachland geht anders.
Es geht fast 1000 Meter senkrecht bergab.
Wenn Du dort herunterspringst, könntest Du dir in der Zeit noch locker einen Espresso zubereiten und ihn genüsslich austrinken, bevor dir dann die Auswirkungen der Schwerkraft die Lichter ausknipsen…
Handyempfang wirst Du vermutlich dort unten vermutlich auch keinen haben. Abschieds-SMSe solltest also möglichst vor dem Sprung absenden.
Hier am „Beloi Viewing point“ erlebe ich eine der ganz wenigen Momente während unserer Reise, in der ich doch tatsächlich mal unsere Drohne vermisse, die vermutlich noch heute in den Regalen der Zollbehörde von Marokko ihr eingestaubtes Dasein fristet. 🤦‍♂️
Für den Pindos Nationalpark gibt es im Grunde nur ein Adjektiv:  𝐒𝐄𝐍𝐒𝐀𝐓𝐈𝐎𝐍𝐄𝐋
Es ist mal ein ganz anderes Griechenland, als wir es bisher kannten… kein Strand… keine umgeschubsten Steine … kein Gyros-Teller.
Doch Vorsicht… „It´s cool man“. 😂
(Kennst das überhaupt noch jemand?🤔)




09.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟒𝟎
𝕂𝕠𝕣𝕠𝕟𝕚𝕤𝕚𝕒 - 𝕂𝕦𝕖𝕞𝕞𝕖𝕝, 𝕎𝕒𝕤𝕤𝕖𝕣 𝕦𝕟𝕕 𝔽𝕝𝕒𝕞𝕚𝕟𝕘𝕠𝕤


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  • Koronisia01


Wir haben Peloponnes verlassen… für immer?...
Wer weiß das schon? … 🤷‍♂️
Und überhaupt… Wissen wir, wann wir wo und warum letztendlich landen werden?
Also wir wissen diesbezüglich nix 🤷‍♂️… zumindest nicht hier und heute…
Wenn ihr also mehr wissen solltet als wir, lasst es uns wissen. 😉
Jetzt stehen wir zumindest wieder in Koronisia.
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬…
weil es einer unserer Lieblingsplätze hier in Griechenland ist und…
𝐙𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬…
weil wir hier noch einmal die Chance haben, unsere liebe Monika  wiederzusehen, bevor es für uns dann in ein paar Wochen in die Türkei geht.
So zumindest der grobe Plan… aber wir wissen ja alle:
„𝑾𝒊𝒍𝒍𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝑼𝒏𝒊𝒗𝒆𝒓𝒔𝒖𝒎 𝒛𝒖𝒎 𝑳𝒂𝒄𝒉𝒆𝒏 𝒃𝒓𝒊𝒏𝒈𝒆𝒏…. 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒆 𝒆𝒊𝒏𝒆𝒏 𝑷𝒍𝒂𝒏“ 😉
Jetzt sind wir zumindest hier… und da macht selbst das Universum nichts mehr dagegen.
𝑵𝒖𝒏… 𝒍𝒊𝒆𝒃𝒆 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓… 𝒈𝒆𝒃𝒕 𝒇𝒆𝒊𝒏 𝒂𝒄𝒉𝒕… 𝒅𝒊𝒆 𝑴𝒐𝒏𝒊 𝒉𝒂𝒕 𝒘𝒂𝒔 𝒎𝒊𝒕𝒈𝒆𝒃𝒓𝒂𝒄𝒉𝒕…😋
Und zwar Kleinigkeiten, die man in der Fremde doch irgendwann vermisst, wenn man sie denn nicht zur Verfügung hat.
Allem Voran… 𝐌𝐞𝐞𝐫𝐫𝐞𝐭𝐭𝐢𝐜𝐡.
Ein kulinarisches I-Tüpfelchen für so manche Speisen… Hier Griechenland allerdings kaum zu bekommen.
Für die einen ein eher achtsam zu dosierendes Würzmittel, für mich ein Butterersatz oder die Alternative zur Honigsemmel.
Und… man sollte es kaum für möglich halten… 𝐊𝐮𝐞𝐦𝐦𝐞𝐥.
In diesem Land ist es doch tatsächlich nicht möglich Kümmel käuflich zu erwerben…
OK… klauen kann man ihn hier auch nicht, da es ihn hier schlicht und ergreifend nicht gibt.
Als direkter Nachbar der Türkei, quasi dem Mutterland des Kümmels, verweigert dieses Land anscheinend stringent den Verkauf dieses bekömmlichen Gewürzes…
Das soll verstehen wer möchte… Wir nicht. 🤷‍♂️
Gibt´s diesbezüglich kulturelle Differenzen, die nicht einmal Google kennt? 🤔
Bekommen die griechischen Speisen durch den Gebrauch von Kümmel etwa eine Art von Bosporus-Fäule?  🤷‍♂️
Fragen über Fragen, die vermutlich wieder einmal unbeantwortet bleiben.
Aber dank der lieben Monika, haben wir nun einen ausreichenden Vorrat von beidem.
An dieser Stelle sei Dir, 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐌𝐨𝐧𝐢𝐤𝐚, noch einmal 𝐯𝐨𝐧 𝐠𝐚𝐧𝐳𝐞𝐦 𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧 für diese „Schmuggelware“ 𝐠𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐭.❤️
So verbringen wir noch ein paar Tage mit Monika und ihrer Hunde-Rasselbande, hier in Koronisia… oder kluggeschissen korrekt ausgedrückt: 𝐚𝐮𝐟 Koronisia.
Denn es handelt sich bei Koronisia im Grunde um eine Insel.
Koronisia ist so ein Ort, der auf Google-Maps eher aussieht wie ein kartographisches Versehen.
Straßen, die einfach so durchs Meer führen…
6 Kilometer…
... rechts Flamingos, links Pelikane, geradeaus eine Straße, die mehr an einen Bootssteg, als eine Fahrbahn für PKW´s erinnert.
Ja… während wir so über diesen ausgebauten Bootsanleger fahren, kommt auch bei uns die eine oder andere Frage auf…
- Gibt´s hier eigentlich Ebbe und Flut?
- Ist das hier eigentlich eine Einbahnstraße?
- Falls nein, aus welcher Richtung kommend muss man nach STVO sein Fahrzeug versenken?
- Hilft Soßenbinder eigentlich bei Durchfall?
- Und überhaupt?... Was machen wir hier eigentlich?
Gut, dass wir schon einmal mit Monika an diesem Ort waren und dank ihr wissen, dass nach dieser ca. 6 Kilometer langen Überfahrt, für die vermutlich auch hier Moses das Meer gespaltet hat, wieder Land in Sicht sein wird.
Auf einem 5 Meter hohen Kalkfelsen erhebt sich Koronisia. Das ist zwar nicht wesentlich höher, als eine durchschnittliche Schrankwand in einer Etagenwohnung in Berlin Marzhan, aber anscheinend völlig ausreichend um sich hier mit ein paar Häusern und 2 Kirchen anzusiedeln.
Eine Burgruine und ein paar saisonbedingt, geschlossene Restaurants gibt´s auch noch … das war es dann auch schon…
Koronisia ist… sagen wir mal… angenehm übersichtlich.
Ansonsten gibt es Fischerhütten, jede Menge Hunde, mit und ohne Halsband und reichlich Wasser um uns herum, garniert mit Flamingos, Reiher, Kormorane, Pelikane und so manch anderem Federvieh.
Mit ein wenig Geduld streckt die eine oder andere Schildkröte ihren Kopf aus dem Wasser um uns freundlich über die „Tageszeit zu informieren“.
Alles wirkt hier ein wenig wie auf Baldrian...
Selbst die Strandhunde sind hier dermaßen gechillt, dass man Gefahr läuft, allen einen Namen zu geben und sie zu adoptieren.
𝐌𝐢𝐬𝐬𝐢… eine von Monikas Hundetieren, ist tatsächlich von hier und hat sich schon letztes Jahr, still und heimlich zuerst in ihren Camper … und dann nach und nach in ihr Herz geschmuggelt.
Seither gehört auch sie zu Monikas Rasselbande.
𝐌𝐞𝐢𝐧 „𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧𝐬𝐛𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫“ wiegt allerdings gefühlt 𝟔𝟎 𝐊𝐆, hat die Größe eines mittelgroßen SUV´s und ist mittlerweile nicht nur Oscars Bestbuddy…
Ich habe ihn „𝐇𝐞𝐫𝐤𝐮𝐥𝐞𝐬“ getauft…
Wer einmal vor ihm steht, der weiß warum. 🙈
Aber keine Panik… er bleibt hier… vermutlich würden wir ihm auch keinen Gefallen tun, ihn aus dieser Umgebung zu reißen…
Koronisia ist einer dieser Orte, von denen man eigentlich überhaupt nicht weiß, warum man ihn so mag.
Hier ist im Grunde nichts…
... außer Meer, Strand, nette Menschen, freundliche Hunde und jede Menge Postkartenidylle …
Ok… wir wissen doch, warum wir diesen Ort so mögen. 😉
Koronisia ist kein Ort für Hotels und Strandpartys…
Koronisia ist der Moment, in dem Griechenland die Lautstärke herunterdreht.
Ein paar Fischerhütten… ein paar Boote… jede Menge Flamingos und eine Straße durch das Wasser, die Dir sagt:
„𝑾𝒆𝒏𝒏 𝑫𝒖 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒂𝒏𝒈𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒃𝒊𝒔𝒕, 𝒘𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒘𝒊𝒓𝒌𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒉𝒊𝒏…" 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




01.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟑𝟐
𝕆𝕝𝕪𝕞𝕡𝕚𝕒… 𝔻𝕚𝕖 𝕟𝕒𝕔𝕜𝕥𝕖 𝕎𝕒𝕙𝕣𝕙𝕖𝕚𝕥

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𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐚…
… willkommen also, bei unserem Bericht aus der Geburtsstätte des sportlichen Wettbewerbes.
Nein… ich meine jetzt nicht „Schlag den Raab“ oder ähnliche intellektuell bedenkliche TV-Events.
Wir reden von den „𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧“
𝐃𝐚𝐬 𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐩𝐭:
Jede Menge nackte Männer… Frauenquote NULL… Wettkämpfe… jede Menge Olivenöl… und einen Kranz, geflochten aus gleicher Pflanze für den Matchwinner. (Lorbeer kam erst mit den Römern).
Ich schätze mit dieser Siegesprämie würden die heutigen Athleten vermutlich nicht einmal ihren Power-Drink würzen, geschweige denn über Jahre ihre Gesundheit oder gar ihr Leben aufs Spiel setzen.
Eigentlich auch schade, dass bei so viel nackter, in Testosteron getauchte Manneskraft keine Frauen zugelassen waren. Diese mussten sich dann wohl oder übel noch gedulden, bis die „Chippendales“ auf Tour gehen.
Vom Jahr 𝟕𝟕𝟔 𝐯. 𝐂𝐡𝐫 bis 𝟑𝟗𝟑 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. wurden die olympischen Spiele ununterbrochen veranstaltet…
Um Euch mal das Kopfrechnen zu ersparen…
…es waren 𝟏.𝟏𝟔𝟗 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞, also fast so lange wie die Laufzeit von „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ auf RTL.
Als 𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐚𝐝𝐞 bezeichnet man im Übrigen nicht das Event an sich. Es ist viel mehr der vierjährige 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐫𝐚𝐮𝐦 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧. Das sei nur mal so am Rande erwähnt, um auch in diesem Beitrag meinem Bedürfnis nach Klugscheisserei genug Raum zur Entfaltung zu geben.
Während der Spiele galt die 𝐄𝐤𝐞𝐜𝐡𝐞𝐢𝐫𝐢𝐚, was eigentlich, wortwörtlich übersetzt eher „Händchen halten“ bedeutet… gemeint ist allerdings die 𝐖𝐚𝐟𝐟𝐞𝐧𝐫𝐮𝐡𝐞.
Ziel dieser Waffenruhe war jetzt nicht wirklich Frieden zwischen den Völkern… Wir wollen ja nicht gleich übertreiben, schließlich reden wir hier immer noch von der Menschheit. 🙈
Es sollte vielmehr den Fans der Spiele ermöglichen, währenddessen ungestört den Sportkanal einzuschalten, ohne gleich vom Nachbarn den Kopf eingeschlagen zu bekommen.
Aus heutiger Sicht eine recht pfiffige Marketing-Strategie…
„𝑶𝒍𝒚𝒎𝒑𝒊𝒂 𝒈𝒖𝒄𝒌𝒆𝒏 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝑺𝒕𝒆𝒓𝒃𝒆𝒏… 𝑫𝒖 𝒉𝒂𝒔𝒕 𝒅𝒊𝒆 𝑾𝒂𝒉𝒍“
Für das heutige, öffentlich-rechtliche Vorabend-Programm wären die damaligen Spiele allerdings eher obsolet…
So splitterfasernackt, also mit freiem Gehänge, wäre diese Veranstaltung vermutlich dem Jungenschutz-Index zum Opfer gefallen.
Da war nix mit Feigenblättchen oder Lendenschurz… NACKT waren sie… 𝐀𝐋𝐋𝐄.🙈
Wenn ich heute nackt und eingeölt über den Sportplatz von Castrop-Rauxel flitzen würde, wäre ich vermutlich nicht nur die Lachnummer des Jahres, sondern bekäme vermutlich auch eine Einweisung in die nächste Klinik, inclusive einem längeren Gespräch mit dem netten Herrn im weißen Kittel.
𝐀𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧… 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐒𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧.🤷‍♂️
So schreiten wir weiter ehrfurchtvoll durch das alte Stadion von Olympia…
Hier hat also tatsächlich alles mal angefangen.
Und wenn wir gerade dabei mal sind, noch ganz schnell eine weitere Portion ungefragtes „𝐊𝐥𝐮𝐠𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧“:
Als „𝐒𝐭𝐚𝐝𝐢𝐨𝐧“ bezeichnete man in der Antike ein Längenmaß von 600 Fuß, was nach heutigen Maßstäben 192,27 Meter beträgt.
Also exakt die Länge der Arena von Olympia.
- 𝐊𝐋𝐔𝐆𝐒𝐂𝐇𝐄𝐈𝐒𝐒𝐄𝐑𝐌𝐎𝐃𝐔𝐒 𝐄𝐍𝐃𝐄 -
Bis zu 45.000 Zuschauer standen hier in den Rängen, die im Grunde nur aus einem Erdwall bestanden. Keine Tribünen… keine V.I.P Loge… Keine 8,00 € Hotdogs…
So war das halt damals…
Nur Stehplätze… Nur Männer… keine Cheerleader… trotzdem volles Haus.
Bandenwerbung, wie"𝗛𝗲𝗿𝗮𝗸𝗹𝗲𝘀 𝗦𝗲𝗰𝘂𝗿𝗶𝘁𝘆“ oder „𝗔𝗗𝗜𝗗𝗢𝗦 - 𝗗𝗶𝗲 𝗥𝗲𝗻𝗻-𝗦𝗮𝗻𝗱𝗮𝗹𝗲 𝗳𝘂𝗲𝗿 𝗝𝗲𝗱𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗻“ gab es vermutlich ebenfalls noch nicht.
Zumindest wurde bei Ausgrabungen noch nichts dergleichen gefunden.
𝐃𝐢𝐞 𝐃𝐢𝐬𝐳𝐢𝐩𝐥𝐢𝐧𝐞𝐧…
… ein temporäres „Baeumchenwechseldich“.
Vermutlich hatte man wohl vor über 2.800 Jahren beschlossen, sich nicht länger gegenseitig mit Speeren zu bewerfen, sondern die Dinger einfach mal nacheinander in dieselbe Richtung zu schmeißen, um so einen Sieger zu ermitteln.
Man fand relativ schnell heraus, dass bei dieser Methode der Verlierer nicht als Kadaver im Sand vermodert… Das spart zumindest schonmal die Putzfrau… 🤷‍♂️
𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞 𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐠…
... Das klingt doch erstmal recht praktikabel und hat sich anscheinend so etabliert, sodass die Spiele bis heute alle 4 Jahre stattfinden.
Die lächerlichen 𝟏𝟓𝟎𝟑 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐏𝐚𝐮𝐬𝐞 zwischen den Jahren 393 und 1896 wollen wir dabei mal außen vor lassen.
𝐃𝐢𝐞 𝐨𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞:
Bezüglich der Philosophie der „Friedensspiele“ lässt sich aus heutiger Sicht natürlich streiten…
In der Antike war es Gesetz, dass während der Spiele alle Waffen zu ruhen haben.
Diese Philosophie scheint mit der Globalisierung der Welt wohl eher verloren gegangen zu sein.
Gerüchten zu Folge, sollen während einer Olympia-Live-Übertragung, schon Ehemänner mit Porzellantellern oder anderen Gegenständen angegriffen worden sein…
Also Waffenstillstand geht anders.🤷‍♂️
So nach und nach kamen immer mehr Wettkämpfe dazu…
Wenig Später schleuderte man schon bronzene 𝐃𝐢𝐬𝐤𝐮𝐬-Scheiben über die Botanik, was vermutlich die ersten Sichtungen von unbekannten Flugobjekten verursachte, dessen Form ja bis heute der Inbegriff der „Fliegenden Untertasse“ ist.
Die Anhänger der Prä-Astronautik sehen in den über 2.500 Jahre alten, antiken Abbildungen dieser Objekte immer noch den Beweis für die Existenz außerirdischer Präsenz hier auf der Erde.
𝐋𝐚𝐮𝐟𝐞𝐧, 𝐑𝐢𝐧𝐠𝐞𝐧, 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐬𝐩𝐫𝐮𝐧𝐠, sowie der 𝐅𝐚𝐮𝐬𝐭𝐤𝐚𝐦𝐩𝐟 gehörten ebenfalls bald ebenfalls zu den olympischen Disziplinen und wurden auch bei der Neuauflage der Olympischen Spiele im Jahre 1896 wieder eingeführt…
Einige der Wettkämpfe schafften den Übergang in die Neuzeit allerdings nicht.
So zum Beispiel das Sackhüpfen (ja… das war tatsächlich mal olympische Disziplin) oder das Taubenschießen wurden recht bald wieder abgeschafft.
So auch der 𝐇𝐨𝐩𝐥𝐢𝐭𝐨𝐝𝐫𝐨𝐦𝐨𝐬… ein 400 Meter Waffenlauf in voller Rüstung, einschließlich Helm, Beinschienen und einem 15 KG schweren Schild, setzte sich auf Dauer nicht wirklich durch.
Doch hat sich diese Disziplin bis heute unter dem Begriff
„Shopping mit Freundin“ über die Jahrtausende gehalten und wird von dem einen oder anderen männlichen Mitleser vielleicht noch heute praktiziert.
1 neuer Mantel, 4 Handtatschen, 3 Kleider und 2 neue Jeans… 1 Paar Stiefel, 3 Paar neue Sneaker, sowie das 12 teilige Topf Set…
Ziel dieser modernen Form des „Waffenlaufes“ wäre dann das ca. 5 KM entfernte Parkhaus.
Na wenn das nicht mal dem Hoplitodromos ebenbürtig ist… 🙈Allerdings verzichtet man heutzutage auf das einölen der Athleten, ganz zum Unmut der weiblichen Beteiligung.
Das 𝐏𝐚𝐧𝐤𝐫𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧, eine Mischung aus Faust- und Ringkampf kennt man heute als MMA (Mixed Material Arts).
Es ist zwar keine olympische Disziplin mehr… aber dabei zuzuschauen, wie sich zwei Menschen gegenseitig die Fresse polieren, erfreut sich bis heute noch der allergrößten Beliebtheit…
𝐒𝐨 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐛𝐞𝐧… 𝐰𝐢𝐫 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧. Und das wird sich vermutlich auch niemals ändern. 🤷‍♂️
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



 April 2026





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