Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

Thailand, Kambodscha, Malaysia, Borneo 

2008



Donnerstag, 20. Dezember 2007
Unser Urlaubstagebuch ist, dank Wolfgang, fertig. 

Nun wartet es auf unsere Einträge aus Südostasien. Wir haben dieses Tagebuch aus verschiedenen Gründen in´s Leben gerufen:
1. Damit die "Daheimgebliebenen" immer wissen, dass es uns gut geht.
Denn wir haben kein Pauschal-Urlaub gebucht, sondern fliegen einfach "ins Blaue". 

Geplant ist der Hinflug am 08.01 und der Rückflug am 04.03. Was dazwischen ist wird sich entwickeln und kommt auf unsere Lust und unsere Laune an.
Als grobe Richtung haben wir uns gedacht, dass wir uns nach der Landung in
Bangkok erstmal dort ein paar Tage akklimatisieren. 

Danach soll es ersteinmal Richtung "Pattaya" gehen. Ist zwar eine "Touri - Hochburg", welche wir normalerweise vermeiden möchten, aber wir haben einen Deutschen im Internet kennengelernt, der dort seit 18 Jahren wohnt. Mit ihm wollen wir uns mal treffen. Danach ein paar Tage auf eine Insel zum "relaxen". Später soll es dann nach Angkor in Kambodscha gehen. Von dort aus werden wir uns Richtung Süden durchschlagen, bis Kuala Lumpur, Malaysia. Danach noch evtl. Singapur und dann wieder durch Thailand Richtung Norden.
Weitere "Pflichtprogramme" wären das
Chinesische Neujahrsfest am 10.02.in Nakhon Sawan und die FULLMOON PARTY auf Ko Phangan in der Vollmondnacht am 22.02.2008
Wir mehr darüber wissen möchte, darf Wikepedia oder Google bemühen ;-)
Wie es nun wirklich wird, und wo uns die Zeit hinführt, werden wir, und dank diesem Tagebuch auch Ihr sehen.
Sollte euch also auffallen, dass hier länger als 7 Tage, ohne Vorankündigung kein neuer Eintrag zu sehen sein sollte, dürft ihr uns suchen kommen ;-)
2. 

Zum Zweiten haben wir dieses Tagebuch erstellt, damit wir unsere Eindrücke, Gefühle und Stimmungen, niederschreiben können. So werden wir eine sehr schöne Erinnerung an diesen Urlaub haben und können gleichzeitig unsere Freunde und Bekannten daran teilhaben lassen.
Doch erstmal Weihnachten und der Jahreswechsel. 

Trotzdem wird die Zeit bis zum Flug jetzt "wie im Fluge" vergehen. 

(war das nicht ein cooles Wortspiel ? *FG*)



Dienstag, 01. Januar 2008
Unser erstes Urlaubsfoto entstand bereits am 07.06.2007. Es war der Tag an dem unsere Flugtickets im Briefkasten lagen.



Mittwoch, 02. Januar 2008
Unsere Urlaubskasse.
Beharrlich sparte Holgers Mama fast 1 Jahr lang 2 € Münzen.
Es kam eine echt wahnsinns Summe zusammen und ist ein großer Beitrag in unserer Urlaubskasse.
Hierfür sei sie hier mal ganz öffentlich kräftig geknuddelt und geküsst.
"Vielen Dank"
Auch Ulrikes Mama ließ es sich nicht nehmen, einen recht großen Betrag zu unserer Urlaubskasse beizusteuern.
Auch ihr gebührt ein "Riesenknuddler" und ein dickes DANKESCHÖN




Samstag, 05. Januar 2008
Abflug 08.01.2008 um 06.40 Uhr mit "Al Italia" von Frankfurt a.M.nach Rom.
Ankunft in Rom ca. 8.30 Uhr
Abflug 08.01.2008 um 13.40 Uhr mit Al Italia von Rom nach Bangkok.
Ankunft in Bangkok ca. 23.30 Uhr (5.30 Uhr Ortszeit)
Gesamte Flugstrecke : 9812 KM
Flugzeit : 11 Stunden 25 Minuten
Wartezeiten : 5 Stunden 10 Minuten
Und dann ???? Schaumama ;-)



Sonntag, 06. Januar 2008
Packstress !!!



Montag, 07. Januar 2008
Die letzten Vorbereitungen.
Die Rucksäcke sind gepackt, gleich noch schnell die üblichen, vergessenen Dinge nachkaufen, dann werden wir so langsam in den Westerwald zu den Eltern aufbrechen.
Von dort aus werden wir heute Nacht, so gegen 2.00 Uhr, zum Frankfurter Flughafen gefahren.
Dann liegen sie vor uns, 57 Tage Südostasien.
Die nächsten Zeilen dieses Tagebuches werden wohl in Bangkok geschrieben :-D



Tag 1/57
Bangkok, 09.01.2008, Ortszeit 20.50 Uhr
Angekommen !!!
Geflogen sind wir mit "China - Air". Klang erstmal recht befremdlich, war aber überaus angenehm und konfortabel. Vor jedem Sitz ein Videomonitor mit Auswahl von gut 30 Videofilmen, auch in Deutsch, Musik, Videospiele und China TV.
Ok, das Essen ließ Wuensche offen, aber gegen die "Aeroflot" von vor 2 Jahren, ist es doch 1A.
Ortszeit 5.15 Uhr
Nach der ersten Zimmersuche für diesen Urlaub, schnell ins "MBK - Center".
Dort musste erstmal Holgers Rucksack ersetzt werden, der sich nach dem Hinflug verabschiedete. Da er schon vor 2 Jahren einen 4-wöchigen Thailandmarathon durchhalten musste, sei ihm das auch gegönnt.
Ulrike hatte ebenfalls schon ihr erstes, "Frusterlebnis".
Zielstrebig steuerte sie auf der Kao San Road auf eine Boutique zu, vor dem ein Rock hing der ihr gefiel.
Auf Anfrage, ob er auch in ihrer Grosse zu haben sei, antwortete der Verkaeufer charmant asiatisch:
Sorry but we have this skirt only in L not in XL !!!
RUMMS - nun ist seitens Holger erstmal wieder Aufbauarbeit angesagt.
Geplant sind nun erstmal 2 - 3 Tage Bangkok. Danach wird es wohl weiter nach Pattaya gehen, wo wir 2 Verabredungen haben.
BILD 1: Die Alpen
BILD 2: Ulrikes & Holgers erstes Pad Thai für diesen Urlaub
BILD 3: Bangkoks Strassenküchen, einer der Gründe, warum wir dieses Land so mögen.
BILD 4: Im Flugzeug von "China Air"



TAG 2/57
Bangkok, 10. Januar 2008, Ortszeit 18.22 Uhr
Die erste Nacht haben wir hinter uns. D.h. eher Tag, denn wir haben bis 12.00 Uhr mittags im Bett gelegen. Der "Jetlag" haut ja doch ganz schön rein.
Morgen geht es dann ab nach Pattaya. Wir haben uns mit einem Deutschen verabredet, der schon seit 18 Jahren dort wohnt. Ihn haben wir zufällig ueber EBAY kennengelernt.Desweiteren mit einem guten, alten Freund Urikes, der sich ebenfalls z. Zt. dort aufhält.
Den Reisefuehrern nach, ist Pattaya genau das, was wir in unserem Urlaub n i c h t   möchten. Der "Ballerman" Thailands sozusagen. Aber wir lassen uns mal überraschen und wenn es nichts ist, verbuchen wir es unter
E R F A H R U N G.
Für "Insider" könnte ich nun noch eine "Buchverkaufs - Andekdote" loswerden. Aber aus Rücksicht auf den Urlaubsfrieden lasse ich das besser *gg*

Bild : Unsere erste Unterkunft. Fuer das Zimmer, das wir dort bewohnten, durfte man keine Schuhgroesse ueber 40 haben. Ansonsten hätten die Schuhe nicht mehr vor das Bett gepasst, weil das Zimmer so mickrig war. Die Dusche war ein Schlauch neben der Gemeinschaftstoilette.
Aber wir wollen ja fuer 210 Bat (4.20 Euro) pro Nacht nicht meckern.



Tag 3/57
Pattaya, den 11. Januar 2008, Ortszeit 17.30 Uhr
Nun sind wir in Pattaya. der erwartete "Ballermann" aber mit einem gewissen Charme. Wir wurden von "Benno" vom Busbahnhof abgeholt. Er hat uns auch gleich ein Zimmer organisiert, welches unsere Komfortansprüche, die in Bangkok sehr gesunken sind, um ein weites überschreitet. Er macht einen wirklich symphatischen Eindruck und hat uns bei seiner Familie zum Essen eingeladen.
Gleich werden wir uns mal in das berühmt-berüchtigte Nachtleben von Pattaya stürzen. Bericht folgt dann morgen ;-)
BILD; Holger am Busbahnhof von Pattaya




TAG 4/57
Pattaya, den 12.01.2008, Ortszeit : 15.45 Uhr
Pattaya :
Der Buchautor und weltreisende "Stefan Loose" hat zu Pattaya folgendes geschrieben :
Die Stadt ist wie eine schlechte TV Soap. Obwohl sie sehr einfach gestrickt ist, kann sie, wenn man sich darauf einlässt, süchtig machen. Diesen Eindruck können wir nur bestätigen. Pauschaltourismus pur, Menschenmengen aus aller Herrenländer (Hauptsächlich jedoch Deutsche und Russen), im Vergleich zu anderen Regionen Thailands total überteuert, a b e r ....
... alles mit einem gewissen Charme, der einen irgendwie doch fasziniert und anzieht.
So sind wir gestern auf der sogannnten "Walking Street", die Amüsiermeile Pattayas auch prompt abgestürzt. Nach Ulrikes allersten Besuch in einer "GOGO Bar" und einer "Happy Our" fuer 39 Bat (78 cent) pro Whiskey Cola waren wir dann doch recht guter Stimmung und Pattaya wurde schon im Geiste zu unseren zukünftigen Heimat im Alter. Was wir natuerlich im nüchternen Zustand umgehend wieder revidierten ;-)


Bild 1 : Die Strandpromenade von Pattaya
Bild 2 : Ulrike bei der Annäherung an einheimische Trinkgebräuche
"DER BUCKET"
(Halbe Flasche thailändischen Billig-Whiskey, 1 Dose Red Bull, eine Dose Cola, Eis) - haut tierisch in die Birne ;-)



TAG 4/57
Pattaya 12. Januar 2008, Ortszeit 21.30 Uhr
Nach einen ergiebigen Strandaufenthalt um unsere ''Wunden" von gestern abend zu lecken, haben wir uns nochmal auf die Nachtmeile gestürzt. Ulrike gönnt sich eine ausgiebe Massage und ich versuche euch in dieser Zeit ein wenig auf dem Laufenden zu halten ;-) Grossartiges Chatten ist hier in Pattaya leider nicht so moeglich, da Internetcafes hier das doppelte kosten wie anderswo. Touristenhochburg eben. Daher haben wir auch beschlossen, uns übermorgen in Richtung Kambodscha aufzumachen.
Trotz aller Annehmlichkeiten des Weststandards, den man hier genießen kann, ist es für uns doch nicht wirklich das "echte Thailand', bzw. Asien.
Wir werden uns daher wieder mit dreckigen Zügen, luftigen Bambushütten und Plumpsklos zufrieden geben. Aber dafür bekommen wir auch wieder auch unberührte Natur, kilometerlange, einsame Palmenstrände, fantastisches, einheimisches Essen und ehrliche freundliche einheimische Menschen.
Wir freuen uns darauf und werden Euch berichten.
Morgen möchten wir aber nochmal auf eine kleine Insel an der Küste vor Patthaya um dort noch ein wenig zu relaxen. Allerdings fürchte ich dort den selben Teutonen- und Russengrill, wie an den Stränden von Pattaya. Danach sind wir noch einmal mit Benno verabredet.
Bild 1 :Unser Guesthouse in Pattaya
Bild 2 : Ulrikes Reisebibliothek, wobei noch erwähnt sei, dass 4 Bcher schon in Bangkok
geblieben sind. Wir reisen halt mit kleinem Gepäck ;D



Tag 5/57
Pattaya, den 13.01.2008, Ortszeit : 15.50 Uhr
Erstens kommt es anders....
Ursprünglich wollten wir morgen nach Kambodscha aufbrechen. Aber Ulrike hat es mit einem dicken Schnupfen erwischt. Das erste mal, dass wir uns ein klimatisiertes Zimmer gönnen und prompt gibt es die Quittung. Wir hoffen, dass es bis morgen besser ist. Ich für meinen Teil bezweifle dies jedoch.
Naja ansonsten werden wir hier noch ein paar Tage das Ballermann-Feeling „auskosten" bis Ulrike wieder fit ist.
Bild 1:
Typisch Thai? Ich glaube, da sind sie vielen Deutsch recht ähnlich.
Wohnen in den erbärmlichtsten Verhaeltnissen, aber die dicken Autos vor der Tür. Wobei man, im es, im Gegensatz zu Deutschland wirklich erbärmlich nennen kann.
Bild 2: Ulrike im Taxi, ähhh auf‘m Taxi
Bild 3; Holger auf Werbetour für Koblenz.



Tag 6/57
Pattaya, Montag, den 14.01.2008, Ortszeit 10.45 Uhr
Wie erwartet hängen wir noch 1 oder 2 Tage Patthaya dran. Das Risiko, dass Ulrike in einem Kuhnest, irgendwo zwischen Thailand und Kambodscha ernsthaft krank wird ist uns zu groß.
Ausserdem haben wir noch 2 Verabredungen.
Heute habe ich es das erste Mal in diesem Urlaub geschafft, meinen Hintern wieder etwas schneller zu bewegen. Sprich ich war endlich wieder joggen.
10 Kilometer von Pattaya Beach zum Jomtien Beach und zurück. Und dann zum abkühlen ins Meer. Kommt gut :-)
Das ist ein Laufen wie am Rhein. Solange man das Wasser sieht kann man sich nicht verlaufen *gg*.
Ulrike liegt weiterhin im Bett und pflegt ihren Schnupfen. Aber ich hoffe, heute Nachmittag kann wie wieder aufstehen.



Tag 7/57
Pattaya, Dienstag, den 16. Januar 2008
Und wieder alles neu.....
wie sagte Henry Ford einmal:
"Was schert mich mein Geschwätz von gestern"
Noch in der Nacht haben wir unsere gesamte Urlaubsplanung erneut umgeschmissen.
Wir werden Kambodscha hinten anhängen und nun erstmal auf die Insel Ko Panghan reisen.
Das ist eine 24 Stundenreise mit Bus, Zug und Schiff.
Dort findet am 22.01. die weltberühmte "Fulmoonparty" statt. Solange werden wir uns dort aufhalten und die Insel erkunden. Dann die Big Party, und danach dann erstmal weiter in Richtung Malaysia.
Wir müssen darauf achten, dass wir nach spätestens 30 Tagen mal das Land verlassen haben, um ein neues, 30 tägiges Touristen-Visum zu erhalten. Daher haben wir beschlossen erstmal in den tiefen Süden zu reisen und uns dann ganz langsam, über die schönsten Ecken des Landes wieder nach Norden zu arbeiten.
Nach 3 Stunden Busfahrt von Pattaya nach Bangkok, und einer 10 stündigen Zugfahrt von Bangkok nach Chumpongh warten wir jetzt auf die Fähre nach Ko Tao, um dann eine andere Fähre nach Ko Panghan zu nehmen.
Nun haben wir erstmal eine 10 stündige Schifffahrt vor uns. Wir haben hier jetzt 21.50 Uhr und werden die Nacht auf dem Boot verbringen.
Nachträege, Bilder und mehr Infos gibt es, wenn wir mal wieder etwas stressfreier online sein können.
Bis dahin grüsst alle, die unser Tagebuch lesen ganz herzlich
ULRIKE & HOLGER

NACHTRAG:
Eine genaue Beschreibung unserer Reise ersparen wir uns an dieser Stelle. Nur soviel. Es war eine 31 Stündige Reise. Die Überfahrt auf der Fähre war recht angenehm, da wir die Möglichkeit hatten, in einem Sammelschlafraum ein wenig zu schlafen.
Das Boot war ein Frachtschiff, in dem ein Raum als Personenschlafsaal umgebaut worden war, aber es war Ok und die Überfahrt war relativ preiswert.

Bild 1: Ulrike und Holger werden "abtransportiert"
Bild 2: Unsere Mitreisenden
Bild 3: Ulrike im Schlafsaal des Bootes (sie war die letzte im Schlafsaal, da wir noch Aufenthalt auf Ko Tao hatten und das Boot ohnehin noch seine Fracht löschen musste. Sie konnte sie gut weiterpennen)



TAG 8/57
Ko Pangghan, Mittwoch, den 18.01.2008, Ortszeit 14.25 Uhr
Ok, wir haben eingesehen, dass wir entweder für diese Insel zu alt geworden sind, oder sie sich schlicht und ergreifend in der letzten Jahren derart verändert hat, dass sie nichts mehr für uns ist. Daher lassen wir die "Fullmoon Party" "Fullmoon Party" sein und begeben uns weiter auf die Suche nach unserem Thailand. Das Thailand, das wir noch vor 2 Jahren kennenlernten. Exotisch und paradiesisch.
Wir werden die Küste wechseln und rüber an die Westküste fahren. Erst einmal nach Krabi. Dies haben wir als recht beschauliches, kleines Provinzstädtchen in Erinnerung wo sich die Rucksacktouristen vor der Weiterreise auf die Inseln etwas ausruhen. Ohne jeglichen Pauschaltourismus. Wir sind gespannt, was davon heute noch übrig ist. Dort enstand übrigens auch das berühmte "Chang Bier Video". ;-)
Wir haben gestern noch die "Halfmoon-Party" erlebt. Wenn wir uns vorstellen, dass die Fullmoon-Party das Gleiche ist nur 20 - 50mal größer und lauter ist, brauchen wir das wirklich nicht mehr.
Vor 2 Jahren verkauften einige Bars alkoholische Cocktails aus kleinen Eimern. Sie nannten es "Bucket", ein Gemisch aus Whisky, Rum oder Vodka, dazu Red Bull, Cola und viel Eis.
Heute kann man die Dinger zum Selbstmixen am Strand kaufen.
Das amüsante ist, dass da nicht einer, auch nicht 10 sondern gleich 40 Stände hintereinander mit demselben Angebot stehen. Wenn man an diesen Ständen vorbeischreitet, kommt man sich vor wie im Eroscenter, wenn man an den Zimmern vorbei geht, in dem gewisse Damen um die Gunst des Kunden buhlen. (ich verbitte mir im Vorfeld jegliche Bemerkungen darüber, woher ich dieses Wissen besitze *gg*)
Nichts gegen die Thais, aber was ihren Geschaeftssinn angeht, kann man nur den Kopf schütteln. Wenn einer eine Idee hat, und es halbwegs läuft, kopieren es alle anderen. Ohne Rücksicht darauf, ob der Markt es überhaupt hergibt.
Auch die Internetpreise, die 5x so hoch sind, wie auf dem Festland, wurden uns erklärt. "Man" trifft sich 1x im Monat um diverse Preisabsprachen zu treffen, damit man sich nicht gegenseitig zu sehr unterbietet. Somit im Schulfach "Freie Marktwirtschaft" erst einmal eine glatte 6 für die Thais.
Das Resultat habe ich mir gestern wirklich mal angeschaut. Am "Hat Rin Beach", wo wir z. Zt. wohnen wimmelt es nur so von Internetcafes. Nur sie sind   A L L E   leer. das Personal spielt darin entweder selbst Onlinespiele oder sich einfach an den eigenen Füßen.
Dazu faellt mir spontan nur der beruehmte Spruch von Obelix ein.
"Die spinnen, die Thais"
Bild 1: Ulrike auf der Strandschaukel
Bild 2+3: Die Bucketstände, soweit das Auge reicht
.



Ko Pangghan Freitag, 18. Januar 2008
Bild 1:
Der Hat Rin Beach (trotz aller Entäuschung, spaßeshalber dieses Bild mal mit dem Bild vom Pattaya Beach vergleichen)
Am 22.01 zur Fullmoon Party werden sich an diesem Strand über 10.000 Menschen tummeln
Bild 2:
Eine Übersichtskarte von Ko Panghan
Bild 3:
Die Südspitze von Ko Panghan, dort ist auch der Hat Rin Beach an dem wir wohnten.
Bild 4: Ulrikes Sunset-Party




Tag 10/57
Krabi, Samstag, den 19.01.2008, Ortszeit 20.33
Abreise:
Wir haben heute Morgen Ko Pangghan verlassen. Wie gestern schon geschrieben, haben wir auf die Fullmoon Party einfach mal gesch...
Unser Taxi ging heute Morgen um 6.00 Uhr in Richting Hafen. Dies hieß, um 5.30 Uhr mussten wir die Hütte verlassen. Wir haben, trotz aller Unannehmlichkeiten sehr die Lage unserer Hütte genossen.
Sie lag, wie schon einmal beschrieben,   d i r e k t   am Strand, keine 5 Meter von der Wasserkante. Das heißt, bei Ebbe waren es ca. 5 Meter. Die letzten Nächte kam mir das Meeresrauschen schon immer recht laut vor. So, als wenn es fast bis vor unserer Bugalowtüre gehen wuerde. Aber wenn wir so gegen 9.00 Uhr aufstanden, war die Welt immer in Ordnung.
Nur standen wir heute Morgen um 5.00 Uhr auf. Und was dann war, könnt ihr euch sicher denken.
Das Wasser stand uns bis vor die Türe. Also stapften wir erstmal 500 Meter, mit je 20 Kilo Rucksäcken durch die Brandung des Meeres, um das Taxi am nächsten Resort zu erreichen. Nun hatten wir auch die Antwort, warum uns kein Taxi direkt an unserem Resort abholen wollte *gg*
Naja, was soll es. Nach 3 Stunden Fahrt mit der Fähre und ca. 5 Stunden mit dem Bus, sind wir nun in Krabi gelandet.
Bild 1: Ulrike watet morgens um 5.30 Uhr durch das Meer zum Taxi
Bild 2: Abschied von Ko Panghan

Nachtrag: 

Endlich wieder "Zuhause"
In Krabi angekommen haben wir sofort gemerkt: Hier sind wir wieder in dem Thailand, das wir so mögen, kaum Touristen, reelle Preise, keine Abzocker, keiner blöden Anmachen und das Beste.....
... wir haben unseren "Suppenkapser" wieder.
Die Strassenküche am Pier mit dem besten Essen in der ganzen Umgebung. Dort waren wir schon vor 2 Jahren und haben uns richtig gefreut, dass es ihn noch gibt.
Ebenfalls haben wir beschlossen, uns hier ein paar Tage länger aufzuhalten, um nach dem ganzen Reisestress erst einmal etwas zu relaxen
Darum sind wir hier:
Bild 1; Das Straßenrestaurant unseres "Suppenkaspers"
Bild 2: Der Nachtmarkt. Eine Flut von preisgünstigen Köstlichkeiten
.



Tag 11/57
Krabi, Sonntag, den 20.01.2008, Ortszeit 14.00 Uhr
" B A B A B O B O "
Das soll die Ueberschrift fuer den heutigen Tag sein.
"Bababobo" ist thai und bedeutet soviel wie verrückt.
Dafür könntet ihr uns nach der heutigen Entscheidung garantiert halten.
Aber von Anfang an.
Nachdem wir uns gestern in Krabi gemütlich niedergelassen haben und die Ruhe dieses Provinznestes genossen, sind wir heute Morgen entsprechend relaxt und gutgelaunt aufgestanden. So haben wir uns ein gemütliches Cafe ausgeguckt in dem wir "dem lieben Gott einen guten Mann sein lassen konnten". Dort haben wir uns dann auch mal mit dem Thema "Respond-Ticket" beschäftigt. Dies ist ein "Aus- und wieder Einreise Ticket", dass man braucht, wenn man länger als 30 Tage in Thailand bleiben will. Nun, da wir uns ja ohnehin recht weit im Süden befinden, lag es nahe mal kurz nach Malaysia "ruberzuhüpfen". Also blätterte Ulrike, einen "Waterlemon-Shake" schüerfend in unserem gebrauchten Malaysia-Reiseführer, den wir irgendwo in Bangkok von einem Strassenhändler erstanden hatten. Ich relaxte noch nicht ahnend mit meinem "Banana-Shake" so vor mich hin und genoss die Faulenzerei. Plötzlich kam ES. Ganz ohne Vorwarnung. Ulrikes absolut unübertroffenes und einmaliges "Dasmöchteichaberhabengesicht". Wer Ulrike etwas besser kennt, weiss genau, welches Gesicht ich meine.
Ulrike wollte plötzlich "Orang Utans" in freier Wildbahn streicheln. Denn da gibt es eine Auffangstation in "Sepilok", hat sie im Reiseführer gelesen. Naja, warum auch nicht, dachte ich noch in meinem optimistisch, infantilen Leichtsinn.
Doch dann erfuhr ich, Sepilok liegt nicht etwa in Malaysia, auch nicht in Thailand und schon garnicht in Kambodscha, den Ländern, die ja ursprueglich mal als realistische Reiseziele geplant waren.
NEINNEINNEIN, wo denkt ihr hin. Sepilok liegt auf Borneo.
Und damit ihr weder "Googlemap", noch den im Keller am vor sich hin modernden "Dierke Schulatlas" bemühen müsst, hier eine kleine Lagebeschreibung: Borneo liegt unterhalb der Philipinen, also gut und gerne 3-4000 KM südlich von hier.
Jahaaaaa, wenn Ulrike Ideen hat, dann richtig.
4000 KM den Erdball rechtsabwärts zum Urang Utan streicheln. Jawoll!!!
Die Idee war einfach zu verrückt, um sie wieder zu verdrängen und da wir ja beide keine Kinder der Vernunft sind, ab ins nächste Reisebüro und die Planung für die nächsten 14 Tage war perfekt.
Am 23.01 geht es per Flugzeug nach "Kuala Lumpur", Malaysia (wo Ulrike sowieso immer mal hin wollte, also 2 Fliegen mit einer Klappe).
Dann weiter im Flieger nach Sandakan - Brunei .
Von da aus dann runter nach Sepilek, in den Regenwald, Orang Utans streicheln. *lool*
Also wenn das nicht "BABABOBO" ist, dann weiss ich es nicht. Aber so sind wir nun mal :-)
Bild:
Ulrike mit ihrem *Ichwillnachborneoundurangutansstreichelgesicht*
Wer soll denn den Augen widerstehen???



Tag 12 / 57
Krabi, Montag, den 21.01.2008, Ortszeit 10.15 Uhr
VORURTEILE
Gestern abend hatten wir beschlossen unsere "Urang-Utan-streichel-Trip-Entscheidung" enstprechend zu begießen. Auch an dem, eher touristisch zurückgebliebene, Krabi ist das "Bucket-Fieber" nicht ganz spurlos vorbeigegangen. D. h. auch hier werden in Bars diese schmackhaften, aber oft konsequenzträchtigen Eimerchen verkauft. Allerdings haben wir auf Ko Pangghan gelernt, dass man sich die Dinger ja auch selbst mixen kann. Wir sind also gestern Abend losgestiefelt, um uns die ensprechenden Essenzen zu organisieren: Somsoong-Rum, Cola Zero (wir achten ja auf unsere Figur *gg*), Red Bull (oder doch nicht?) und Eis. Achja, nicht zu vergessen. Der Eimer, was sich anfangs als grösste Herausforderung herausstellte.
Trotz einiger Organisationsschwierigkeiten haben wir dann doch alle Zutaten zusammenbekommen und haben uns dann ganz gemütlich in den Innenhof unseres Guesthouses vor unser Appartment gesetzt. Es war schön zu beobachten, wer dort so alles durchläuft, um in seine Zimmer zu gelangen.
U. a. fiel uns ein Mann in unserem Alter auf, der dort ein paar mal an uns vorbeitorkelte.Wwir hielten ihn für sturzbetrunken und stempelten ihn auch schnell als besoffenen Farang (*siehe unten) ab.
Neben uns wohnt ein Franzosenpärchen. Der Mann saß ebenfalls noch auf der Terasse und genoss seine Abendzigarette bei einem Buch. Er wurde von dem "Farang" erst auf deutsch, dann auf englisch angesprochen. Als wir ihn deutsch sprechen hrten zuckten wir erstmal zusammen und drehten unsere Köpfe erstmal ganz unauffällig vor uns hinpfeifend in eine andere Richtung. Ein besoffener, deutscher Touri war so ziemlich das Letzte, was wir uns für heute abend als Gesellschaft gewünscht hatten. So waren wir auch froh, dass er dann schnell wieder in Richtung Bar schwankte.
Doch hielt die Freude nicht sehr lange an, denn er kam wieder um die Ecke und sprach uns auch an. Allerdings wusste er bereits, dass wir deutsche sind. Er muss uns wohl schon tagsüber im Interncafe beobachtet haben. Nun ja, da wir nun schon mal "ertappt" waren, ließen wir uns auch auf ein Gespräch mit ihm ein. Seltsamerweise lallte er nicht, obwohl er so torkelte. Später fanden wir auch heraus warum. Er war nicht betrunken, sondern aufgrund eines Mopedunfalles, hier in Thailand schwerbehindert. Beide Knie kaputt. Auch war er kein Tourist, sondern wohnt seit 8 Jahren in Thailand.
Allerdings "gestrandet". Abgelaufenes Visum, das heißt, wenn die Polizei ihn schnappt, geht er in den Knast. Keine Kohle für den Rückflug und selbst wenn, kann er nicht durch die Passkontrolle, da er sich, wie erwähnt seit Jahren illegal hier auffäelt. Von Frau beschissen, von einem Pick Up angefahren und auf den Krankenbhauskosten hängen geblieben, so schnell ist man in Thailand ganz unten. So hält er sich mit Gelegenheitsjobs und "Spenden" guter Freunde am Leben. Nebenbei sei bemerkt, dass er den ganzen Abend   n i c h t   ein einziges Mal versucht hat, uns anzuschnorren. Auch war es beindruckend festzustellen, dass der Mann mittlerweile fließend Thai spricht. So verlebten wir noch einen echt langen, feuchten und auch unterhaltsamen abend mit Joe (Joachim). Den Mann, den wir zuerst keines Blickes würdigten und schon als "asozialen Touristen" abstempelten, bevor wir auch nur ein Wort mit ihm gewechselt hatten.
Die Moral des Abends:
"Wir verurteilen Menschen viel zu oft, bevor wir sie überhaupt eine Chance hatten, zu zeigen wer sie wirklich sind". Wir haben uns vorgenommen, das in Zukunft zu ändern.
*Farang: Bedeutet in der Thaisprache Fremder. So werden hier in der Regel die westlichen Touristen genannt.

NACHTRAG EINIGE ZEIT SPÄTER:
DOCH WAR ER DARAUF AUS, UNS ANZUSCHNORREN!!!
DOCH ANDERS, ALS ER ES SICH GEWÜNSCHT HÄTTE, GABEN WIR IHM JEDOCH KEIN GELD, SONDERN KAUFTEN IHN EINE BUSFAHRKARTE NACH BANGKOK, UM SICH DORT DEN DEUTSCHEN BEHÖRDEN ZU STELLEN. ER WURDE NÄMLICH AUCH IN DEUTSCHLAND POLIZEILICH GESUCHT. WIR SIND FAST SICHER, DASS ER SICH NICHT GESTELLT HAT UND NUN IN BANGKOK GENAUSO WEITERMACHT, WIE HIER IN KRABI. OK, DAS IST DANN SEIN PROBLEM. WIR KÖNNEN ZUMINDEST VON UNS SAGEN, DASS WIR IHM DIE CHANCE GEGEBEN HABEN, WIEDER NACH DEUTSCHLAND ZU KOMMEN.
MEHR ÜBER "JOE" - SIEHE 23. JANUAR



TAG 13/57
Krabi, Montag, den 21.01.2008, Ortszeit 21.41 Uhr
"A F F E N T H E A T E R "
Heute haben wir uns eine geruhsame Auszei" am nahegelegenen Ao Nang Beach genommen. Er ist zwar wieder ewas touristischer, aber mit einem Pattaya in keinster Weise zu vergleichen (siehe Bild unten).
Da der Gang über den Beach an solchen Stränden ohnenhin ein ewiges Spießroutenlaufen ist, da alle Meter irgendein Händler, Taxifahrer, oder Massagesalon dir seine Dienstleistung lauthals anpreist. Hat sich Ulrike heute einfach mal eine Thaimassage gönnen wollen. Da mir noch ein wenig die Nachwehen des gestrigen Abends nachhingen, kam mir das gerade gelegen und ich legte mich unter eine kleine Baumgruppe in ein schattiges Plätzchen und betrieb Augenpflege.
Ich weiß nicht wie lange ich schlief, jedenfalls wurde ich von recht merkwürdigen Geräuschen wach. Als ich nach oben in die Baumwipfel schaute, traute ich meinen eigenen Augen nicht. Da tummelte sich eine Affenhorde von gut und gerne 50 Exemplaren in allen Grössen. Kackfrech kamen sie auf den Boden und machten sich an allem zu schaffen, was sie in die Finger bekamen. Nicht aggressiv sondern einfach neugierig. Dieses Affentheater wollte ich mir natürlich auch nicht engehen lassen und so setzte ich mich auf mein Handtuch und beobachtete das bunte Treiben. Ich fand es nur zu schade, dass Ulrike das nicht miterleben konnte. Während ich Ulrike noch so um diese verpasste Gelegenheit bemitleidete, setzte sich so ein kleiner Kerl zu mir auf das Handtuch und gafft mich an. Während er mich mit seinen grossen Augen fixierte, fingerte dieses kleine Dreckskerlchen doch tatsächlich an dem Reißverschluss meines Rucksackes. Als er bemerkte, dass er ertappt war, verschwand er auch umgehend, beutelos auf dem nächsten Baum.
So langsam bekamen auch die herumstreunenden Hunde des Strandes diese willkommene Abwechslung mit und die begannen mit den Affen Fangen zu spielen. Ohne Aggression von beiden Seiten neckten sie die Tiere, dass es eine wahre Freude war, ihnen zuzuschauen. Gott sei Dank, kam dann auch Ulrike dazu und sie durfte auch noch an diesem Schauspiel teilhaben.
Bis zum Sommenuntergang spielten wir mit den kleinen Kerlchen. Die Babies unter ihnen wurden immer zutraulicher und kamen dann tatsächlich auf den Arm und auf die Schultern. Es war ein wirklich einmaliges Erlebnis. Auch fanden wir es sehr bemerkenswert, wie vorsichtig sie mit den Menschen umgingen. Normalerweise kennt man Affen eher unwirsch. Aber sie nahmen einen ganz sanft an die Hand oder hielten sich vorsichtig fest, als sie auf der Schulter saßen.
Wir können euch nur sagen, dass war toll und wir sind jetzt noch so begeistert, dass wir morgen noch einmal zum Ao Nang Beach fahren In der Hoffnung, die Affenhorde wieder anzutreffen.
Bild 1: Der überfuellte Ao Nang Beach  :-)
Bild 2-4: Affentheater
Bild 5: Sunset am Ao Nang Beach
Bild 6: Ulrike "laust der Affe"



TAG 14/57
Krabi, Dienstag, den 22.01.2008, Ortszeit 22.11 Uhr
"Ruhiger Abschied von Krabi"
Heute haben wir uns einen Motorroller gechatert und sind noch einmal in Richtung Ao Nang Beach getuckert, in der Hoffnung unsere Affenbande noch einmal wiederzutreffen. Doch wie Affen nunmal sind, waren sie wohl gerade heute anderweitig disponiert. Naja, wir hatten ja auch keinern Termin. Pech gehabt.
So haben wir zumindet noch ein wenig am Strand relaxen können, um uns auf das Abenteuer Borneo vorzubereiten.
Übrigens liegt dieses "Sepilok, was unser Ziel auf Borneo sein soll, doch nicht in "Brunei", sondern in "Sabah", welches noch weiter östlich, an der der Ostküste Borneos liegt.
Wenn man es sich auf der Karte so anschaut, sind wir ganz schön crazy, diesen Trip durchzuziehen.
Ich glaube, wenn wir uns erstmal auf der Karte angeschaut hätten, wo genau dieses Sepilok überhaupt liegt, wir gewusst hätten, dass Malaysia in West- und Ostmalaysia unterteilt ist und sich dazwischen das gesamte "Chinesische Meer" befindet, hätten wir diese Reise wohl nie gewagt.
Doch nun ist alles vorbereitet und morgen geht es los.
Erstmal nach "Kuala Lumpur" die Hauptstadt Malaysias.
Dort werden wir für eine Nacht Zwischenstation machen, um dann am nächsten Tag weiterzufliegen. In den Regenwald zu "unseren Uran Utans". Wir freuen uns darauf :)
Bild 1: Abschied vom Ao Nang Beach und Krabi.
Bild 2 u. 3: Mopedtour zum Ao Nang



Tag 15/57
Kuala Lumpur, Mittwoch, den 23.01.2008, Ortszeit 19.50 Uhr
Auf unserer Reise zu den Orang Utans haben wir heute einen zwangsmässigen Zwischenstopp in Kuala Lumpur eingelegt. Vielleicht ist eurem aufmerksamen Auge auch nicht entgangen, dass wir Euch mittlerweile schon 7 Stunden, gegenüber Deutschland, voraus sind. Und da wir morgen noch einmal 1700 KM weiter nach Osten reisen, werden wir wir wohl noch eine Zeitzone weiter sein.
So hübsch sich der Name dieser Stadt auch anhört, so wenig attraktiv ist sie allerdings. Zwar haben wir nicht die Zeit, diese Stadt richtig zu erkunden, doch wir fürchten, dass dies auch ganricht nötig ist. Die Pretonas Twin Towers, die bis 2002 als höchste Gebäude der Welt galten, sind zwar recht imposant, doch nicht ganz das, was wir als erstrebenswertes Reiseziel bezeichnen wuerden.
Im Vergleich zu Bangkok geht es in dieser Stadt doch gesitteter zu. Der Verkehr weniger hektisch, die Strassen sauberer, man kann fast sagen "langweilig".
So sind wir eben mal ein Stündchen durch unseren Kiez geschlendert, der hier wohl noch so ziemlich der letzte ist, der Rucksacktouristen, wie uns, zu bezahlenbaren Kursen Unterschlupf bietet.
Daher sind wir auch ueberhaupt nicht traurig, dass es morgen direkt weitergeht.
Nach Sandakan, an Borneos Ostküste in den Regenwald.
P.S. unser thailändisches Telefon funktioniert hier leider nicht.
Nachtrag:
Vor ein paar Tagen hatten wir von dem deutschen, gestranden Joe berichtet.
Er hat uns leider bewiesen, dass auch andere Binsenweisheiten durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Zum Beispiel "der erste Eindruck ist immer der Richtige"
Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir ihn ja kennenlernten und wir ihn Anfangs für einen volltrunken Touristen hielten. Das stimmt zwar immer noch nicht, doch von Tag zu Tag klärte sich immer mehr, warum er dort "abhing" .
Alkoholsüchtig, gesucht per Haftbefehl in Deutschland, in Thailand die Imigrationpolice im Nacken und absolut pleite. Es fing an uns immer energischer zu erklären, wie arm dran er doch sei und dass er dringend Hilfe bräuchte. Wir, und auch die einheimsche Familie des Guesthouses, bei dem er zur Zeit Unterschlupf fand, rieten ihm dringend, sich in Banglkok an die deutsche Botschaft zu wenden.
Logisch, dass er dazu recht wenig Lust hatte. Trotzdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis er in den thailändischen Knast wandert. Und da ist eine deutsche Justizvollzugsanstalt nun doch die angenehmere Alternative. Zumindest schien er das gestern eingesehen zu haben und stand natürlich nun vor dem Problem "wie nach Bangkok kommen?"
Zähneknirschend besorgten wir ihm ein Busticket fuer 10,- Euro nach Bankok. Bargeld wollten wir ihm auf keinen Fall geben. Ob er es nun morgen nutzt, ob er sich wirklich bei der deutschen Botschaft der Polizei stellt, oder ob er in Bangkoks Strassen irgendwo untergeht, werden wir wohl nie erfahren. Nun können wir uns sagen, dass wir ihn die Chance gegeben haben nach Hause zu kommen um ein neues Leben nach dem Knast anfangen zu können.
Bild 1: Ein Schnappschuss aus dem Bus die Pretonas Twintowers
Bild 2: Ein kleines Stück Skyline von Kuala Lumpur




TAG 16/57
Kuala Lumpur, Donnerstag, den 24.01.2008, Ortszeit 9.46 Uhr
Heute verlassen wir wieder Kuala Lumpur. Viel gesehen haben wir nicht, aber wir denken auch nicht, viel verpasst zu haben. Ulrike hat gestern Abend noch eine deutsche Frau aus Meisenheim getroffen, mit der sie sich noch bis 4.00 Uhr morgens unterhielt. Währenddessen schlief ich meinen verdienten Schlaf des Gerechten ;)
Übrigens haben wir gestern beim studieren der Weltkarte festgestellt, dass wir uns nur noch einen Katzensprung vom Äquator entfernt befinden. Zum Laufen vielleicht noch zu weit, aber wenn wir uns auf die Pretonas Twintowers stellen würden, würden wir ihn ganz bestimmt sehen *gg*
Und nun ab in den Regenwald....
*winkewinke* an alle, die hier so fleßig das Tagebuch lesen und sich in unser Gaestebuch eingetragen haben.



Tag 16/57
Sepilok, Donnerstag, den 24.01.2008, Ortszeit 20.05 Uhr
B O R N E O
Um 16.45 Uhr sind wir in Sandakan, Provinz Sabah auf Borneo gelandet.
Schon beim Verlassen des Flugzeuges haben wir schnell gemerkt, dass hier nicht gerade Winter angesagt ist.
Gut 40 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von fast 98 %. Schwitzen ist hier eher Normalzustand, auch wenn man sich nicht bewegt. So haben wir auch schnell beschlossen, unsere Joggingpläne nochmals nach hinten zu schieben.
Trotzdem ist unser erster Eindruck   p a r a d i e s i s c h !
wir haben uns in einem kleinen Guesthouse eingemietet, dass sich ganz in der Nähe der Orang Utan Station befindet, zu der wir morgen früh aufbrechen möchten.
Auch den Dschungel hat die Neuzeit eingeholt und so ist es mir sogar hier möglich unseren heutigen Tagebucheintrag zu schreiben. Zwar auf einen "Uraltrechner" mit einem Monitor, bei dem man nur erahnen kann was darauf abgebildet ist, der sich im Hinterzimmer der Rezeption befindet und den ich für ein horrendes Hornorar nutzen darf. Aber immerhin, auch im Dschungel gibt es Internet ;)
Allerdings eine kleine Nachricht an die Leute, mit denen ich auch mal über Yahoo, oder MSN chatte.
Aufgrund der Preise hier, nicht böse sein, wenn ich mich in den Messangern erstmal nicht sehen lasse.
Bild 1: "Küssen verboten" gesehen in einem Taxi in Kuala Lumpur
Bild 2: Bananenstauden mit Blüte
Bild 3: ein bisschen Dschungel
Bild 4: "Blumenkind Ulrike"



Tag 17/57
Sepilok, Freitag, den 25.01.2008, Ortszeit 20.55 Uhr
" J U N G L E J O G G I N G "
Heute waren wir bei Ihnen. Den Orang Utans, oder im englischen Orang Utan genannt, in der malayischen Sprache, also ihrer Heimat, heissen sie übrigens Orang Utan.
Wir hatten ein Tagesticket und da das Resort, in dem wir wohnen keine 5 Minuten Fussmarsch von dem "Urang Utan Rehabilitations-Zentrum" enfernt ist, konnten wir zum Duschen ein paar mal hin und her laufen. Das erwies sich im Nachhinein als enormer Vorteil.
Klar besteht auf Borneo auch die Möglichkeit, die Tiere in richtig freier Wildbahn zu erleben (wo auch sonst auf der Welt), doch würden wir sie dort niemals so dicht erleben können, wie hier in der Auffangstation. Auch leben sie in diesem Zentrum auch gewissemassen frei. Sie werden halt nur noch in einem riesen Areal des Regenwaldes beobachtet und erhalten entsprechende Starthilfe für ihr neues Leben in Freheit. Sie werden zweimal täglich mit einer recht geschmacklosen Diät aus Wasser, Reis und Bananen gefüttert, um sie dazu zu bewegen, selbst auf Nahrungssuche zu gehen. Und gerade heute schien ihnen das recht gut gelungen zu sein. denn mehr als 3 Tiere auf einmal bekamen wir nicht zu Gesicht. Aber wir wollen ja nicht unzufrieden sein, denn wer von euch hat schon einmal drei Orang Utans im Regenwald beobachten dürfen?
Unsere persönlichen Stars waren allerdings mal wieder die kleinen Makaken Äffchen, die den Orang Urans geöerig die Schau stahlen. Nach dem sich die Orang Utans auf der Futterplattform bedient hatten, rückten die kleinen, frechen Kameraden an. Zwar waren sie nicht ganz so zutraulich, wie die Affen am Ao Nang Beach, aber der eine oder andere wagte doch mal den Kontakt mit uns. Ich hatte sogar die Ehre, von einem gelaust zu werden (siehe Bild unten). Das war auch mal wieder echt nötig *gg*
Zwischen den Fütterungen wurde uns die Möglichkeit gegeben, eine Wanderung durch den Regenwald zu unternehmen. Zwar war der Pfad vorgegeben (durch rote Markierungen gekennzeichnet), trotzdem war es schon recht abenteuerlich, sich durch das Dickicht des Dschungels zu kämpfen.
Anfangs war auch Ulrike mit "Feuer und Flamme" dabei. Hochmotiviert stapfte sie durch den "wilden Regenwald". Bei der ganzen Geschichte hatten wir nur einen kleinen Bewohner des Regenwaldes nicht bedacht. Nein, kein Tiger, auch keine Schlangen oder Spinnen haben uns die Abenteuerlust verdorben.
Im englischen nennt man diesen kleinen pusserlichen Spielverderber   " L E A C H Y ". Im deutschen ganz profan als Blutegel bezeichnet, stürzt er sich im Dschungel auf alles was keine Bluttemperatur unter 10 Grad hat.
Nach Ulrikes erster Panikattacke bei Entdeckung unter ihrem T-Shirt, schien Ulrike zunächst mutig und gefasst weiter ihrem grossen Abenteuer entgegenzutreten. Nach dem 7. oder 8. Leachy hatte sie dann doch mehr als genug Abenteuer und beschloss der angreifenden Natur schnellstmöglich den Rücken zuzukehren.
Um ehrlich zu sein, gingen mir die Dinger auch ganz schön auf den Kittel und war nicht traurig, dass Ulrike fluchtartig den Rückzug befahl. Allerdings hätte der Rückzug für mich etwas geordneter vonstatten gehen koennen, denn Ulrike machte aus dem Nachhauseweg eine Art "Dschungeljogging", so dass ich echt Probleme hatte hinterher zu kommen.
Wir wollen hier auch überhaupt nicht näher erläutern, wo wir diese Mistviecher überall aus unserer Haut gezogen haben *gg*
Und morgen sind die Nasenaffen geplant. Mal sehen, was wir da zu berichten haben.
Bild 1: Ein Äffchen, ganz alleine für Marie Claire ;-)
Bild 2: Dieses mal laust Holger der Affe
Bild 3: Für ihn sind wir 4000 km geflogen. Der Orang Utan



TAG 18/57
Sepilok, Freitag, den 26.01.2008 Ortszeit 16.30 Uhr
VERTREIBUNG AUS DEM PARADIES
Heute waren wir bei den Nasenaffen. Ulrike hat sie "Monkeys with funny nose" getauft und seltsamerweise versteht auch jeder sofort was sie meint, obwohl die Affen in Wirklichkeit ganz anders heißen, nämlich Proboscis-Monkeys.
Die gestrige Buchung war erstmal recht rätselhaft für uns. Erstens kostete das Taxi dreimal soviel, wie zum Flughafen, obwohl das Camp nicht wesentlich weiter erntfernt war. Zweitens sollte die Fahrt dorthin ca. 90 Minuten dauern, was ich für knapp 30 KM als recht übertrieben hielt. Auf Rückfrage, warum es so teuer ist, wurde uns geragt, dass man dort nur mit eine Geländewagen hinkommt und so schwante uns schon wieder schlimmes.
Tatsächlich bog unser Taxi heute morgen, nach ca. 10 KM auf eine Lehmpiste ab. Also die aufgeschütteten Behelfsausfahrten für LKWs an deutschen Baustellen sind im Vergleich gegen diese Piste noch ein Autobahnstandard..Kilometer fuer Kiometer holperten wir also unserem Ziel entgegen.
Auch hier war es zwar nicht möglich, ganz nah an die Tiere heranzukommen, jedoch ist dies, angesichts der Tatsache, dass es sich um Wildtiere handelt nur legitim. Es würde ja auch keiner auf die idee kommen nach Kanada zu fliegen um Grizzlies zu streicheln *fg*. Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass wir hier Tiere gesehen haben, die es auf der ganzen Welt nirgendwo sonst gibt. Ob nun die Nasenaffen, oder die Orang Utans. Es war schon ein wirkliches Erlebnis, so nah an diesen Tieren sein zu dürfen.
Leider haben wir heute auch bemerkt, dass wir in diesem Paradies nicht länger verbleiben können. Obwohl diese Insel eInfach traumhaft ist und uns noch soviel zu bieten hätte, werden wir morgen wieder Richtung Thailand abreisen: Zwischenstopp auf Langkawi, eine malayische Insel ganz im Westen.
Borneo war leider in unserem Budget überhaupt nicht eingeplant. Hier kostet vieles doppelt, manches sogar zehnmal soviel, wie in Thailand. Zu gerne hätten wir noch eine mehrtägiger Flusstour durch die Mangrovenwälder Borneos gemacht, die Riesenschidkröten auf Turtle-Island besucht, uns die Schnorchel und Tauchgebiete auf den vorgelagerten Inseln von Borneo angeschaut, die zu den schönsten der Welt zählen. Nur wäre es für uns in diesem Urlaub nicht bezahlbar gewesen. Schließlich muss unser Geld noch über fünf Wochen halten. Und vor allem auch wieder nach dem Urlaub *gg* (Stichwort VISA-Card)
Die relativ hohen Kosten hier auf Borneo sehen wir natürlich auch mit gemischten Gefühlen. Einerseits flüchten wir vor dem Massentourismus und geniessen die Ursprüngichkeit dieses Landes. Andererseits können wir dann auch nicht die Preise von Pauschaltourismus erwarten. Wer hier eine Tour oder eine Fahrt bucht, macht dies mehr oder weniger privat. Und das verusacht natürlich andere Kosten, als wenn man sich einer Sammelgruppe von 10 oder 20 Personen anschließt.
So vertreiben wir uns morgen selbst aus diesem Paradies!
BYE, BYE   B O R N E O -   Es war wunderschön hier!
Bild 1 u. 2: Die Nasenaffen
Bild 3: Ulrike genießt einen Tropenregenschauer



Samstag, 26. Januar 2008
Unser Guesthouse auf Borneo!
Hier auf Borneo haben wir wohl ein Stück vom Paradies kennengelernt. Auch unser Guesthouse, in dem wir untergekommen sind, war malerisch. Am Rande des Regenwaldes liegt es umschlossen von einer parkähnlichen Anlage. Wenn man dort hindurchschreitet ist man unwillkürlich versucht, ihn mit dem Garten Eden zu vergleichen.



Tag 20/57
Ko Lipe, Montag, den 28.01.2008, Ortszeit 14.50 Uhr
Gestern haben wir Borneo verlassen und sind über Kuala Lumpur nach Langkawi geflogen. Langkawi ist die Nordwestlichste Insel Malaysiens und liegt nicht weit von unserer Lieblingsinsel Ko Lipe weg, die allerdings dann schon wieder zu Thailand gehört.
Wir hatten urpsrünglich beabsichtigt, noch ein oder mehrere Nächte auf Langkawi zu verbringen, doch empfanden wir die Insel beide nicht als so einladend, so dass wir beschlossen, die Morgenfähre nach Ko Lipe zu nehmen. Das Motel, in dem wir abgestiegen sind, war muffig und lag an an einer Hauptverkehrsstrasse und die Kuah, die Hafenstadt in der wir gelandet sind, fanden wir auch nicht so einladend.
Leider sind auch die Preise hier auf Ko Lipe wieder recht deftig, besonders was das Internet angeht, so dass ich mich eher kurz fasse, solange wir uns hier auf der Insel befinden. Bilder reichen wir dann auch nach ;)
Um euch einen kurzen Eindruck dieser Insel zu vermitteln: Hier ist der Strand so weiss, und das Wasser so tuerkis wie nirgend woanders wo wir jemals waren.
Wir haben ein junges, deutsches Pärchen kennengelernt, die auch schon sehr viele Insel auf den Phillipinen, in Malaysen und in Thailand gesehen haben. Er arbeitet für sechs Monate in Penang/China und wird von seiner Freundin besucht. Das nutzen sie grade für eine ausgiebige Asienreise. Auch sie sind begeistert von dieser malerischen Kulisse hier. Dies zeigt eigentlich, dass wir hier richtig sind :-) Zwar ist auch hier die Zeit nicht ganz spurlos vorueber gegangen. Neue Läden, Resorts und Bars, aber Gott sei dank ist der Flair und der Charme dieser Insel geblieben.   N O C H ! ! !
Wie gesagt, die Bilder werden nachgereicht, sobald wir wieder auf dem Festland sind. Übrigens ist das Eingangsbild zu diesem Tagebuch vor zwei Jahren hier auf Ko Lipe geknipst worden.
Es ist   n i c h t   nachcoloriert.



Tag 21/57
Ko Lipe, Dienstag, den 29.01.2008, Ortszeit 8.20 Uhr
"A B H Ä N G E N "
Zur Zeit gibt es nicht so viel zu berichten. Wir hängen gerade auf unserer Trauminsel ab. Allerdings merken wir auf dem zweiten Blick, dass sich hier doch mehr getan hat, als Anfangs vermutet. Am Pattaya Beach, dem Hauptstrand entsteht gerade eine, für diese Insel viel zu große Hotelanlage mit Swimmingpool (und das direkt an einem der schönsten Strände der Welt und türkisfarbenen Wasser mit ca. 35 Grad Temperatur *kopfkratz*). Wir vermuten, dass das der Insel den Todesstoß versetzt. Trotzdem genießen wir hier noch das Ko Lipe von heute. Ein wenig mit einem weinenden Auge im Hinblick auf die Zukunft dieser Insel.
P.S. Nochmals ein herzliches Dankeschön für alle die lieben Gästebucheinträge. Wir freuen uns immer wieder, auch von euch zu lesen.



Tag 22/57
Ko Lipe, Mittwoch, den 30.01.2008, Ortszeit 10.30 Uhr
"Z A H N S C H M E R Z E N "
Derzeit fühlen wir uns hier auf der Insel pudelwohl. Wir haben auch beschlossen hier etwas länger zu bleiben (vermutlich bis Montag). Dumm ist nur, dass gerade unsere Handykarte leer ist und wir hier keine Möglichkeit haben sie neu aufzuladen. auch sind die Preise für Internet und Overseacall echt gepfeffert.
Die weniger gute Nachricht ist, dass Ulrike sich gerade mit Zahnschmerzen rumquält. Das ist natürlich hier auf der Insel ziemlich problematisch. Nach Ihrem gestrigen Telefonat mit Ihrer Heilpraktikern hat sie ein paar kleine Tipps bekommen, die Schmerzen zu unterdrücken (Knoblauchzehen kauen). Das funktioniert auch halbwegs, nur wer weiss wie lange.
So hoffen wir, dass es für die Zeit unseres Urlaubes noch gut geht.
Nachtrag:
So wie es gerade aussieht, werden wir unser ganze Planung erstmal über den Haufen schmeißen und uns um Ulrikes Zahnschmerzen kümmern. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass wir auf Pukhet oder Pattaya ein vernünftigen Zahnarzt finden, da dies die Touristenhochburgen mit vielen Deutschen sind.



Tag 23/57
Ko Lipe, Donnerstag, den 31.01.2008, Ortszeit 12.15 Uhr
VERTREIBUNG AUS DEM PARADIES DIE ZWEITE
Leider sind Ulrikes Zahnweh schlimmer geworden. Nur war es für eine heutige Abreise schon zu spät.
Gestern hatten wir die Idee, einen einheimischen "Chao Leah" zu fragen, ob er ein Hausmittelchen gegen Zahnschmerzen kennt. Schließlich leben sie hier auf der Insel und müssen sich bei Bedarf auch selbst helfen können. Er riet uns schwarzen Pfeffer auf den Zahn zu reiben. Das in Verbindung mit den Knoblauchzehen hielt Ulrike auch den gestrigen Tag recht gut über Wasser. Das heißt eigentlich im Gegenteil - unter Wasser. Denn dadurch, dass die Schmerzen etwas zurückgingen, hatten wir die Möglichkeit noch etwas schnorcheln zu gehen und die Schnheit der Unterwasserwelt vor der Insel zu genießen.
Und es ist ein wahrer Genuss. Man muss sich vorstellen, man läeft 20 - 30 Meter ins Meer hinein, welches Badewannentemperatur hat. Unter den Füßen ein weisser Sand der sich anfühlt wie Mehl. Du steckst deinen Kopf unter Wasser und deine Nase kollidiert prompt mit dem ersten Clownfisch (Nemo). Aber keine Panik. Seinerseits sind keine rechtlichen Forderungen aufgrund von Vorfahrtsmissachtung zu erwarten.
So können wir auf die Aufforderung des Filmtitels "FINDET NEMO" mit ruhigen gewissen antworten:
"NEMO GEFUNDEN" 
Eine weitere Bemerkung hat unser Resort verdient, in dem wir wohnen. Wir haben es "Hobbit Dorf" getauft, da die Hütten sehr an die Unterkünfte der Hobbits in "Herr der Ringe" erinnern. Eine echt coole Anlage, die ausschließlich aus Stroh und Strandgut erbaut ist. Dort fühlen wir uns, den Umständen entsprechend sauwohl. Zumal die Anlage brandneu und quasi unbenutzt ist. Und recht preiswert wohnen wir obendrein. Im Nachhinein haben wir auch erfahren, dass es ein echtes Glück war, hier auf der Insel auch schon am ersten Tag eine Unterkunft zu bekommen. Viele übernachten die erste Nacht am Strand, da die Anzahl der Touristen, die Anzahl der Betten oftmals übersteigt. Dieses liegt in erster Linie daran, dass Ko Lipe nun erstmalig im Reiseführer Lonely Planet aufgeführt ist, was sie natürlich nun sehr bekannt macht und es nun mit dem Geheimtipp essig ist.
Trotz allem ist die Insel, im Vergleich zu anderen immer noch recht urprünglich, und die Anzahl der Fremden erträglich. Und wir hoffen von ganzem Herzen, dass dies auch noch ein paar Jahre so bleibt, damit wir vielleicht noch einmal hierhin zurückkehren können, ohne eine Pauschaltouristen-Insel vorzufinden und ohne Zahnschmerzen.
Doch nun vertreiben wir uns erstmal selbst aus diesem Paradies und werden am Samstag über Krabi, da da noch Gepäckstuecke von uns lagern, in das ca 1200 km entfernte Patthaya reisen, um dort bei einem deutschen Zahnarzt Ulrikes Schmerzen behandeln zu lassen.
Das wir unsere Abreise wenigstens bis Samstag herauszoegern können, haben wir dem Umstand zu verdanken, dass wir hier bei der ansässigen Schule eine Artztin gefunden haben, die Ulrike Antibiotika und Schmerztabletten geben konnte, die der deutschsprachige Zahnarzt empfohlen hat. Da wir den Zahnarzttermin ohnehin erst am Montag haben, versuchen wir halt so lange wie möglich "unsere Insel Ko Lipe" zu genießen.
P. S.
Bilder folgen, sobald wir in Krabi sind



Tag 24/57
Krabi, Freitag, den 01.02.2008, Ortszeit 20.00 Uhr
"BYE BYE KO LIPE"
Heute haben wir uns, von unserer Trauminsel verabschiedet und haben uns die ersten 400 KM Richtung Norden aufgemacht, um Ulrikes Zahnschmerz den Kampf anzusagen.
Hier in Krabi mussten wir ohnehin einen Halt machen, da wir hier einen Rucksack zurükgelassen hatten, den wir nun wieder abholen müssen.
Wir hatten kurz überlegt, statt nach Patthaya, auf die nahegelegende Insel Pucket zu reisen, um ihr dort helfen zu lassen. Schließlich sind es von hier von Krabi aus noch gut 950 KM bis Patthaya. Doch haben wir erstens bereits einen Termin bei einem deutschen Zahnarzt in Patthaya, und zweitens ist dort unser lieber Freund Benno, der bereits seine Hilfe angeboten hat.
Gott sei dank schlägt das Antibiotika soweit an, dass die Entzündung etwas zurückging und sie den Schmerz aufgrund der Paracetamol halbwegs im Griff hat.
Also geht es morgen weiter. Erst nach Bangkok und von dort aus nach Patthaya, wo wir voraussichtlich am Sonntagmittag ankommen werden.
Aufgrund Ulrikes Krankheitsgrades haben wir uns die Fahrt nach Bangkok in einem "V.I.P. 24 Bus" gegönnt. Das ist ein 48 - Sitzer mit 24 Sitzen. D.h. Platz ohne Ende.
So und nun ist es soweit...
... wir werden euch mit der nackten, unszensierten, knallharten Wahrheit konfrontieren müssen...
... seit Ihr dafür bereit ?...
... Ihr sitzt fest in eurem Sessel???...
... Ihr habt guten Kontakt zum Boden???...
... euer Körper ist zur Zeit. nicht durch übermaessigen Alkohol - oder Drogenmissbrauch geschwächt???...
... der Kreislauf ist stabil???...
...Ok! Dann nehmt sie, die unzensierte, unverblümte Wahrheit....
...Ich werde sie euch nun mitteilen...
... ich bin da jetzt gnadenlos...
... nehme keine Rücksicht auf eure Gefühle und euer Seelenheil ...
... jawoll, da bin ich jetzt knallhart...
... aber sowas von hart....
... ja, ich schreibe es jetzt...
... ja, jetzt werde ich es tun...
...schwachnervige und herzkranke lesen nun bitte nicht weiter...
... es ist zu eurer eigenen Sicherheit....
...also...
...nun die böse, traurige, kaum zu realisierende Nachricht...
... Ihr habt es nicht anders gewollt...
... selbst Schuld...
... lebt mit der Konsequenz des Wissens dieser Nachricht...
... sagt bitte nicht, ich hätte euch nicht gewarnt....
... Ok, nun Augen zu und durch....
... ES...
... HAT...
...HEUTE...
...G E R E G N E T ! ! !
Die versprochenen Bilder :
1. Zu Gast bei den "Hobbits" (Unsere Hütte)



Freitag, 01. Februar 2008
"Alex und Michael"
die beiden haben wir an der Fähre von Langkawi nach Ko Lipeh kennengelernt und wir haben mit Ihnen unsere Zeit auf Ko Lipe verbracht.
Die Beiden waren ein echt symphatisches Paar und wir haben uns wirklich gefreut sie kennengelernt zu haben. Es war eine schöne Zeit. Da Michael regelmässig die "Nature One" besucht, hoffen wir im August auf ein Wiedersehen.
Also solltet ihr mal auf dieser Seite landen und das hier lesen, fühlt euch herzlich eingeladen.
Wir freuen uns von Euch zu hören, bzw. lesen.

Bilder: Holger...
... muss ja auch nochmal hier rein ;)

Ulrike...
... glücklich und zufrieden auf der schönsten Insel, die wir kennen.
AUF WIEDERSEHEN.... KO LIPEH...!!!
P. S. Das ist ein Versprechen



Tag 25/57
Krabi, Samstag den 02.02.2008, Ortszeit 13.40 Uhr
Gesichter Thailands
ein Schnappschuss von Ulrike während einer Taxifahrt in Krabi.
BILD 

Süss die Zwei - oder ?


"BYE BYE KRABI"
Heute um 17.00 Uhr, also nach eurer Zeit 11.00 Uhr geht unser Bus nach Bangkok (940 km).
Ulrikes Zahnschmerzen sind zwar latent vorhanden, aber wohl auszuhalten. Von Bangkok aus geht es dann weiter nach Pattaya zu einem deutschen Zahnarzt.
Dort wartet Ulrikes, bisher grösstes Urlaubsabenteuer .
DIE WURZELBEHANDLUNG!!!
Ich fürchte, dagegen waren die Leechies im Regenwald von Borneo ein Kaffeekränzchen. Wir hoffen auch, dass sich Narkosemittel bis nach Südostasien herumgesprochen haben. Wenn wir in das Behandlungszimmer kommen und dort liegt ein großer Hammer oder eine Flasche Whisky, werden wir umgehend einen Heimflug buchen *gg*



TAG 26|57
Patthaya, Sonntag, den 03.02.2008, Ortszeit 9.28 Uhr
Ulrike & Holger DELUXE
Aufgrund von Ulrikes Gesundheitszustand (eine Erkältung kam jetzt auch noch dazu), hatten wir beschlossen uns die Reise nach Pattaya so angenehm wie mglich zu gestalten.
Geflogen sind wir in diesem Urlaub schon genug, also wollten wir diesesmal in einen "V.I.P. 24 Bus" die knapp 1000 KM nach Pattaya verbringen.
Der "V.I.P. Bus" ist nach dem Fliegen die teuerste Art hier in diesem Lande von A nach B zu gelangen. Man stelle sich einen Doppeldeckerbus vor, der nur 24 Sitzplaetze hat. Also Platz ohne Ende, mit Liegesitzen, Bordsteward(ess) und allem was das Reiseherz so begehrt.
Ausserdem! Ulrike & Holger als "Very Important People". Wenn das mal nicht was hat, oder??? Wir finden, das klingt cool.
Busfahren wie die Stars dieser Welt *fg*
Seit Ulrike diese Busse das erste mal im Urlaub an sich vorbeifahren gesehen hat, wünscht sie sich eine Fahrt in einem solchen Gefährt. Und nun sollte es mal soweit sein. Wir nahmen uns einfach die Freiheit (VISA) und buchten zweimal "V.I.P. 24 First Class" von Krabi nach Bangkok.
Am Busbahnhof angekommen, stand er schon da, "unser Bus". Schön sah er aus. Richtig nobel, mit Stewards und Stewardessen in frisch gebügelten Uniformen und kompetent wirkenden Piloten, ähhh Fahrer.

BILD 
In froher Hoffnung warteten wir auf das Einchecken.
Kurz vor 16.30 Uhr ging es dann los. Der Fahrer öffnete die Türen und Gepäckklappen des "Superbusses". Wir schleppten unsere knapp 50 Kilogramm Gepäck Richtung Bus, um es bei dem überaus freundlichem Bordpersonal abzugeben, welche es dann liebevoll und vorsichtig im inneren des Busses einbetten sollten.
Wir hielten dem noch lächelnden Steward unsere "V.I.P. Tickets" hin.
"Na da staunste, wa ? Ulrike und ich sind VERY IMPORTANT."
Als er unsere Tickets sah, war ratzfatz Schluss mit Lächelschnute. Um einiges inkompetenter wirkend, winkte er uns mit einer verächtlichen Geste beiseite.
"Ja wie jetzt? Behandelt man so V.I.P.s ?
Anscheinend V.I.P.s , die bei anderen Busgesellschaften gebucht haben schon. Na gut, dann eben nicht. Dann werden wir halt die Liebenwürdigkeit und die Kompetenz der anderen Gesellschaft geniessen, dachten wir uns. Schliesslich sind wir für heute "V.I.P.s"
Es dauerte auch nicht mehr lange und dann kam er vorgefahren. Der V.I.P. Bus, der für uns gedacht war. In dem unser Reisebüro für uns Plätze gebucht hatte
.
Nun kam er...

BILD
... der Haufen Schrott.:-(


Ulrike war den Tränen nahe, als sie sah, was sie sah. Vor uns stand ein ca. 30 Jahre alter, rostiger Schrotthaufen, der seine besten Tage wohl zu Zeiten des Vietnamkrieges hatte und in dem die "GI‘s" wohl seinerzeit Fronturlaub in Thailand machten.
Wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass er ja im inneren recht gemütlich sein könnte und wenn wir erstmal drinnen sitzen, sieht man das äußerliche Grauen ohnehin nicht mehr.
Also nahmen wir Platz, in unserem geplatzten V.I.P. Traum. Anfangs waren wir auch recht stinkig auf unser Reisebüro, welches uns die Tickets organisiert hatte. Doch wurde uns schnell klar, dass keine anderen Tickets mehr zu bekommen waren. Es war Wochenende und der "schöne V.I.P. Bus", aber auch dieser hier waren bis auf den letzten Platz besetzt.
Ok, dann also Augen zu und durch. So schlimm wird es schon nicht werden.
Dachten wir...
Kaum platzgenommen wurden wir von einem überaus freundlichen Steward, der nur als kleines Kind verpasst hatte, das Lächeln zu lernen, mit reichaltigen Snacks versorgt. Das heißt es war irgendein undefinierbarer Kuchen, vakuumverpackt, der immer noch in unserem Tagesrucksack zu finden sein müsste.
Da wir ja nun V.I.P. Erste Klasse reisten, war es selbstverständlich, dass wir auch multimedial versorgt wurden.
Auf einem 19 Zoll Monitor flimmerte eine Video CD. Zu erwähnen, dass es eine Video CD war, ist daher nicht ganz unerheblich, da diese nicht, wie eine DVD über einen Untertitel verfügte, um ihn in wenigtstens in englisch annähernd verfolgen zu können.
Nein, nein. Komplett und rundrum in "Thai". Thai-like sozusagen. Der Film hieß "Der 13te Krieger"(das stand Gott sei Dank, anfangs im Vorspann auf Englisch, sonst wüsste ich es nicht).
Ein Wickinger - Film mit "Antonio Banderas" flimmerte dort. Ich meine, dass ein Spanier in einen Wickingerfilm gesteckt wird, ist schon naturgemäss etwas befremdlich. Aber, dass er auch noch von einem "Thai" synchronisiert wird, dass kann schon Psychosen beim Zuschauer auslösen. Das die Thais, aufgrund ihrer relativ kleinen Körpergrössen nunmal auch, biologisch bedingt, kürzere Stimmbänder besitzen, sollte es auf der Hand liegen. So stehen dann 2 Meter grosse Wickinger, in ihrer rauhen Heimat vor der Kamera und klingen wie die "Teletubbies". Ich wurde den Eindruck nicht los, dass man "Tinky Winky, Lala und Po" mal eben in einen "Stephen King" Film verfrachtet hat.
Alles hat ein Ende. So dann auch dieser überaus beindruckende Abenteurfilm mit "Tigerenten-Club Charakter".
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir während der spannenden Filmvorführung von einem Platzregen überrascht wurden und der wohl französischstämmiger Weiße neben uns freundlich nach dem Steward rief.
Ruhig und gefasst gab er dem Steward zu verstehen "It is raining", was der Steward auch mit ruhigem Gewissen bestätigen konnte.
Allerdings meinte der Franzose   n i c h t   den Regen außerhalb des Busses, sondern es tropfte fleißig und erfrischend auf seinen Schoss.
Das fand ich genau so lange lustig, bis es auf meiner Seite ebenfalls anfing feuchter zu werden, als man es in einem "Erster Klasse V.I.P. 24 Bus" erwarten würde. Doch hatte Petrus dann ein Einsehen und begnadigte uns vor dem Ertrinkungstod.
Mittlerweile waren wir lange genug unterwegs, dass auch der erste Fahrgast glaubte, die Bordtoilette auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen zu müssen.
Und das anscheinend mit herausragendem Erfolg. Zumindest fing der Bus an, so nach und nach immer mehr nach Kloake zu riechen. Anfangs beruhigte mich dieser Geruch sogar, denn es war für mich die Bestätigung, dass eine "Notdurfteinrichtung" in diesem Luxusetablissement vorhanden war, was ich angesichtes dieses vorsinflutlichen Gefährtes schon fast bezweifelte.
Ok, Toilette war vorhanden -  und das unüberriechbar. Allerdings hätte sie dann irgendwann mal mal wieder aufhören können, so penetrant an sich zu erinnern.
Tat sie aber nicht!!!
Mir kam nun meine, bei der Bundeswehr genossene "ABC Ausbildung" zugute, mit der Ulrike leider nicht dienen konnte. So war sie der Pestilenz gandenlos ausgeliefert.
Die Erlösung brachte dann, pünktlich zum Ende der "Teletubbie-Wickinger- Show" die Rast mit dem, im Preis enthaltenen "First Class Dinner".
Allerdings hatte das Restaurant, in das wir gekarrt wurden, weniger etwas von einem V.I.P., sondern eher etwas von einem Kasernenfeeling.
Der Feldwebel im Minirock verwies uns unfreundlich aber bestimmt auf unsere Plätze in der Kantine, ähh sorry, des Restaurants.
Ganz, wie man es bei einer "V.I.P. First Class Reise" erwartet, wurden wir in 6er - Gruppen an die Tische gepfercht, welche mit dem guten Meissner Plastikservice eingedeckt waren.
Eindeutig ein Fall fuer den "WWF" war dann die folgende "Fütterung bei Massentierhaltung".
Während wir noch versuchten zu identifizieren, was wir das so vor uns auf dem Teller hatten, wurden auch schon die Schüsseln wieder abgeräumt und saubere Teller für die Nachfolger auf den Tisch gestellt.
Das hiess wohl so viel wie "Raus hier"
Hmm, also irgendwie hatte ich mir die so hochgelobte, thailändische Gastfreundschaft immer etwas anders ausgemalt. Aber bei uns sollte es halt nicht so sein.
Kaum wieder im Bus, wurden wir mit einer Art "GZSZ für Thailänder" gequält. Ich erspare mir auch, tiefer ins Detail zu gehen. Es war schlicht und ergreifend KÖRPERVERLETZUNG.
Als wenn der liebe Gott es gut mit uns gemeint hätte, flimmerte aus der bunten Kiste vor mir dann später eine Reportage ueber Pandabären.
Super dachte ich, da sprechen die Bilder für sich und Sprache wird zur Nebensächlichkeit. Gebannt verfolgte ich die Geburt eines kleinen Pandas in irdeneinem chinesischen Zoo, als mir plötzlich schwarz vor Augen wurde.
Nein, ich wurde nicht ohnmächtig. Auch hatte ich keine Vergiftungserscheinungen von unserem opulenten Mal.
NEIN. Der TV, das Licht. Alles war aus. Kurzschluss??? Stromausfall??? Nein, wo denkt ihr hin. Es wurde "Schlafen befohlen“. Kurzer Hand wurde alles, ohne Vorwarnung jeglicher Art, ausgeschaltet und nun saß ich da, mit mir und der dunklen Nacht vor mir.
Ok, dann halt noch ein "Gute Nacht Bier" um besser schlafen zu können, dachte ich. Man kann ja sonst eh nichts mehr machen. So kramte ich in meinem Rucksack, um an die Bierdose heranzukommen, die ich zuvor am Bahnhof gekauft hatte.In freudiger Erwartung, hörte ich die Dose zischen, als ich sie öffnete. Wenigstens mein Bier können sie mir nicht wegnehmen, dachte ich noch als ich zum ersten Schluck ansetzte. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr Euch etwas in den Mund steckt und es ist etwas ganz anderes, als ihr erwartet?
Statt meinem Bier hatte ich die Dose "Cola Zero" erwischt, die sich schon bei 40 Grad im Schatten, in der Sonne von Ko Lipe herumräkelte und sich seit dem in meinem Rucksack breit macht. OK, das wars!!! Nun hatte selbst ich nicht mehr die geringste Lust, dem ganzen hier noch etwas positives abzugewinnen.
Ich stellte mir einfach einen Vollrausch vor und versuchte es Ulrike gleichzutun und ein wenig zu schlafen. Bis wir um 3.30 Uhr von ganz dezenter, thailändischer Karnevalsmusik in der Lautstärke eines startenden Düsenjets geweckt wurden.
Irgendwie hatten wir uns unsere "V.I.P. 24 First Class Reise" doch ein wenig anders vorgestellt.

Bild : Die sanitären Anlagen des V.I.P. First Class Rasthauses



TAG 26/57
Sonntag, 03. Februar 2008
Um 5.00 Uhr in Bangkok angekommen, mussten wir zusehen, dass wir einen Bus erreichen der uns nach Patthaya bringt. Schließlich hat Ulrike am Montag ihr großes Abenteuer "Wurzelbehandlung"
Wenig problematisch bekamen wir auch unsere Tickets und die Information, wo der richtige Bus abfährt.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass der Busfahrer beabsichtigte den Bus als Außenterritorium für Pinguine umzufunktionieren.
Mit gefühlten Minus 10 Grad setzten wir uns in dem Bus auf unsere Plätze und die Klimaanlage blies uns einen Eiswind der Stärke 9 ins Gesicht.
Die Hoffnung aufrecht erhaltend, dass der Busfahrer das Sch...ding herunterschaltet, sobald er losfährt, kauerten wir uns unter unsere Sarrongs, mit wenig wärmenden Erfolg.
Einen Blick durch den Bus zeigte mir, dass wir nicht die einzigen waren, die keine Lust hatten als Speiseeis in Patthaya anzukommen. Mit den fantasievollsten Mitteln versuchten die Insassen die Löcher der gnadenlos weiterpustenden Klimaanlage zuzustopfen. Mit geringem Erfolg.
Der Bus fuhr los. Die Klimaanlage fegte jedoch weiterhin durch den Innenraum.
Die mitreisenden Thais hätten zwar die Möglichkeit gehabt, dem Busfahrer in seiner Muttersprache verständlich zu machen, dass wir alle keine Lust auf Eiszeit hatten, waren aber zu höflich ein Veto einzulegen.
Ulrike hat mir ja voraus, dass sie der konfliktfreien Konversation mächtig ist. Während ich also wutschnaubend kurz davor war, die Luftkanäle aus der Decke zu reißen, übte sich Ulrike darin, einem nicht englisch sprechenden, thailändischen Busfahrer auf englisch und konfliktfrei zu erklären, dass in diesem Bus keiner erfrieren möchte. Und das mit unbändigen Erfolg. Die Klimaanlgae wurde heruntergerstellt. Zumindest für einige Minuten, damit die Passagiere Zeit hatten, sich die Eiszapfen von der Nase zu brechen.
An dieser Stelle mal ein tobenden Applaus für Ulrike, die bestimmt 40 Menschen durch ihren selbstlosen Einsatz vor den Erfrierungstod gerettet hat.
Ok, mit der "Kanälerausreißvariante" hätte ich ähnlichen Erfolg gehabt. Nur die Konsequenzen wären wohl andere gewesen. So war Ulrikes Alternative doch die bessere Wahl.
Als er sie dann wieder hochdrehte, wohl um uns zu beweisen, wer in diesem Bus der Chef ist, und wer die Macht über Sommer und Winter hat, resignierten wir einfach, verkrochen uns unter den Sarrongs und sehnten uns dem Ende dieser Fahrt entgegen.
Nun hier in Patthaya angekommen liegt Ulrike, wie zu erwarten war, krank im Bett und ich versuche euch hier auf dem Laufenden zu halten. Ich hoffe, es ist mir halbwegs gelungen.
Morgen folgt dann der Abenteuerbericht "Zahnarzt"



Tag 27/57
Pattaya, Montag, den 04.02.2008, Ortszeit 11.33 Uhr
"OLAU, HELAU, ALAAF"
Ich habe gerade zufällig mitbekommen, dass ihr zuhause "Rosenmontag" feiert oder gerade davor flüchtet. Wie auch immer, wir bekommen hier recht wenig davon mit, aber irgendwie ist hier in Pattaya ja immer Karneval *gg*
Dann wünschen wir denen unter euch, die sich dem "Jecksein" verschrieben haben eine tolle Karnevalszeit und denjenigen, die es nicht so mögen wünschen wir, dass es schnell vorbei geht.
Ich sitze hier gerade im Internetcafe und schlage die Zeit tot. Ulrike bekommt zur selben Zeit, genau über mir, ihre "heißersehnte Wurzelbehandlung".
Hoffen wir, dass alles gut geht.
Übrigens...
... ES REGNET :-(



Tag 27/57
Pattaya, Montag den 04.02.2008, Ortszeit 19.32
Ulrike & Holger "DEKADENT"
Um als erstes wohl die spannenste Frage des Tages zu beantworten, die wohl in Deutschland die gesamte Rosenmontagslaune getrübt hat.
Ja, die Wurzelbehandlung ist bestens verlaufen.
Die Zahnarztpraxis ist auch durchaus auf deutschen Standard.
Ihr könnt also dem Bürgermeistern von Koblenz, Köln, Düsseldorf und Mainz von uns bestellen, dass sie die Rosenmontagszüge   n i c h t   abzusagen brauchen.
Ulrike geht es den Umständen entsprechend gut ;)
Nach "unserem" Zahnarztermin sollten wir mal wieder einer unserer überaus Urlaubskassenkonträren Ideen haben. Das heißt im Grunde war die Idee eher Urlaubskassenschonend.
In der Zahnarztpraxis lag, wie überall wo deutsche, oder deutschsprachige "Farangs"* ihre Duftmarke hinterlassen, die gleichnamige Zeitschrift aus. Eigentlich ist es nur ein Werbeblättchen für deutsche Dienstleistungsunternehmen hier in Pattaya, aber nach 5 Wochen Asien freut man sich ja über jeden deutschprachigen Buchstaben, der einen so vor die Pupillen springt.
Da Ulrike nun aufgrund ihres Gesundheitszustandes mal wieder unter einem erhöhten "Verwöhnfaktor" stand, suchten wir nach Mittel und Wege, den "Krankheitstag" möglichst angenehm und kräfteschonend zu verbringen.
Während wir so in Richung "Heimat" spazierten hörte ich hinter mit den bekanntbedrohlichen Satz
"Weisst du, worauf ich jetzt Bock hätte???"
Da wir uns nach dem letzten, ähnlich gelagerten Satz seitens Ulrike, im 5000 km entfernten Borneo wiedergefunden haben, versuchte ich meine Neugierde erstmal vorsichtig in Grenzen zu halten.
Zugebenermaßen war die Idee zwar "bababobo" aber sie hatte einen gewissen Unterhaltungsfaktor. Zumindest war sie so dekadent, dass sie schon wieder gut zu uns gepasst hätte. *gg*
"Wir machen einen "DVD Tag"
sagte sie mit ihrem ganz typischen "Ichhabeeineideeundwilldasjetztgesicht".
Da ich dieses Gesicht zu genüge kenne war Widerstand eh zwecklos und wir machten uns auf die Suche nach der einzigen deutschprachigen Videothek Pattayas und höchtswahrscheinlich auch Thailands.
Bewaffnet mit dem "Farang", in dem eine Anzeige dieser Videothek abgedruckt war, und eine Strassenkarte Pattayas irrten wir über die "3rd Road" Pattayas.
Wir wollten schon aufgeben, als an uns ein weißer, blonder Mann vorbeiging, den wir eigentlich nur fragen wollten, ob wir uns noch in der richtigen Strasse befinden.
Er erkannte sofort an unserem Dialekt, dass es sich bei uns um Deutsche handelte und sprach uns auch auf deutsch an. Wir sagten ihm, was wir suchen und er zeigte uns, breitgrinsend eine DVD-Hülle. Er hatte denselben Weg.
Der Deutsche hieß Daniel ist Fittnesstrainer , und hängt hier gerade in Pattaya, bzw Thailand fest. Seine Story klang nach einer ziemlich unglaublichen "Räuberpistole", die wir hier jetzt nicht so ausführlich erörtern möchten. Schon ihm zuliebe.
Lange Rede, wenig Sinn (so bin ich nunmal *gg*).
Wir haben jetzt auf unserem Hotelzimmer einen Fernseher (Zimmerausstattung), einen DVD-Player (aus der Videothek geliehen) und 4 DVDs (vom Metzger) und sind so dekadent mitten in Thailand auf unserem Hotelbett zu sitzen und uns Aktionfilme reinzupfeiffen.
Sind wir nicht pervers???
Aber zu unser Verteidigung ist absolut, neben Ulrikes Gesundheitszustand, auch strafmildernd zu berücksichtigen :
ES REGNET IMMER NOCH !!!
Übrigens, einer der Filme, die wir uns ausgeliehen haben heißt "Der 13te Krieger".
Wer mit diesem Titel etwas anfangen kann, beweist gerade eine echte Lesetreue, was unsere Tagebucheintraege angeht ;-)
Und ihr werdet es nicht glauben, der Film ist richtig gut, so ganz ohne "Teletubbies auf Extasy"
*Farang = Thai: Fremder
*bababoo = Thai: Verrückt




Tag 28/57
Pattaya, Dienstag den 05.02.2008, Ortszeit 18.30
Nachdem wir es gestern nur geschafft hatten, uns die Wickinger, ohne "Teletubbieambiente" anzuschauen, haben wir bis gerade eben unseren Videotag fortgeführt.
Ausästhetischen Gruenden und zur Erhaltung unserer Menschenwürde in Deutschland, behalten wir die von uns konsumierten Titel besser für uns *gg*
Heute vormittag hatten wir noch das Vergnügen, eine "Schweizer Arztpraxis der Allgemeinmedizin" zu besuchen. Um sicher zu gehen, dass Ulrike sich nicht mehr als eine Grippe eingefangen hat, ließ sie sich dort einmal "auf den Kopf stellen".
Resultat : Negativ! Keine tödliche Tropenkrankheit. Nur ein Schnupfen.
Diejenigen, denen das nun leid tut, bitte ich in Zukunft diese Website nicht mehr zu besuchen, da wir sie nicht unbedingt zu unseren Freunden zählen möchten . *fg*
Frisch gestärkt und voller Motivation haben wir uns dann im Hotelzimmer in unser Bett gehauen und einen Filmmarathon absolviert.
Nebenbei haben wir noch eine "Obstorgie" veranstaltet. Wir haben uns sagen lassen, das soll gesund sein :-)
Morgen sind wir noch einmal bei "Benno und Familie" zum Essen verabredet. Wir freuen uns schon sehr darauf.
Bild: Ulrike kurz vor dem Kampf mit der Pomelo
(wie ihr sehen könnt, geht es ihr schon .....
....*Trommelwirbel*... viel besser *hurrahurrahurra*)
BILD FIEL DER ZENSUR ULRIKES ZUM OPFER!!!



TAG 29/57
Pattaya, Mittwoch, den 06.02.2008, Ortszeit 13.36 Uhr
"Bombenstimmung in Asien"
Ich sitze mal wieder in Internetcafe unter der Zahnarztpraxis, in der Ulrike gerade ihren Nachsorgetermin hat.
Hier in Pattaya und vermutlich im ganzen Osten Asiens herrscht gerade "Bombenstimmung".
An allen Ecken und Enden knallt es.
Doch ist hier weder ein Bürgerkrieg ausgebrochen, noch hat "Osama Bin Laden" sein Tätigkeitsfeld auf Thailand verlegt. Es ist lediglich ein Tag vor dem "Chinesischen Neujahrsfest".
Morgen ist Chinesisches Neujahr und die Chinesen in Thailand feiern den "Beginn des Jahr der Ratte". In vielen Städten Asiens heißt das morgen "Ausnahmezustand".
Ich denke aber, hier in Pattaya wird es nicht ganz so dramatisch ausfallen.
Wir hatten zwar kurz überlegt, extra zu diesem Anlass nach Bangkok, Chinatown zu fahren, sind aber dann doch davon abgekommen.
Erstens weil wir nicht wussten, wie es Ulrike bis dahin gesundheitlich geht und zweitens, ist es sehr schwer, in diesen Tagen in Bankgok ein bezahlbares Zimmer zu bekommen.
So hätten wir Tage vorher in Bangkok anreisen müssen und dazu hatten wir echt keine Lust. (Bangkok stinkt, ist schrecklich laut und dreckig).
So lassen wir hier in Pattaya einfach "den lieben Gott einen guten Mann sein" und genießen weiter unseren Urlaub. Ab jetzt hoffentlich gesund.
Bild :
Mal ganz speziell für meine "Deutsche See Kollegen"
(falls, außer Sascha überhaupt noch jemand hier reinschaut)
Dieser "Red Snapper" kostet fertig gegrillt 100 Baht (ca. 2.00 Euro)
Das nenne ich mal Fischpreise. Cool oder? ;-)



Tag 30/57
Pattaya, Donnerstag, den 07.02.2008, Ortszeit 11.39 Uhr
Heute morgen habe ich es doch tatsächlich noch einmal geschafft, meine Laufschuhe anzuziehen. Nun als wenn das nicht schon genug wäre, bin ich mit den Dingern auch noch gelaufen. Und fragt nicht wie weit *ächz*.
Zur Belohnung habe ich mich auch umgehend mit einen "SUB des Tages", bei SUBWAY belohnt. über die Relation von verbrannten zu wiederzugeführten Kalorien wollen wir nun bitte kein Wort verlieren *grummel*.
Ansonsten werden wir uns nun an den Strand von "Pataya Beach" hauen und einfach mit unseren Kalorien haushalten *fg*. Wer weiss, wann mal sie wieder brauchen kann *gg*
Gestern hatten wir ein zweites Mal das Vergnügen, zu Gast bei Benno und seiner Familie zu sein. und wieder hatten wir mit ihnen einen wirklich schönen Abend verlebt.
"Solltest Du Benno, das Tagebuch hier einmal lesen, sei euch an dieser Stelle nocheinmal recht herzlich gedankt. Das Essen war köstlich".
Bild 1 :
Benno mit seiner wunderschönen, thailaendischen Gattin. (das Hochzeitsbild)
Bild 2 :
Bennos Hundenachwuchs {bestimmt wieder ein Bild für Marie-Claire ;-)



Tag 30/ 57
Pattaya. Donnerstag, den 07.02.2008, Ortszeit 18.00
"DES EINEN LEID..."
Tja, ihr Lieben.
Jede Medaillie hat zwei Seiten. Wir genießen gerade in ruhigsterweise unseren Urlaub. Ulrikes Gesundheitszustand ist mittlerweile wieder als "bestens" zu bezeichnen und da wir gerade dem Schicksal sehr wenig Gelegenheit geben, neue "Anekdoten" an uns auszulassen, ist es natürlich für die Leser dieses Tagebuch etwas langweiliger geworden.
Des Einen Leid, ist halt des Anderen Freud.
Ich könnte natuerlich morgen mal versuchen,hier einen Polizisten die Zunge rauszustrecken, oder einem Taxifahrer die Luft aus den Reifen zu lassen. Ein Lagerfeuer mit anschließendem "Red Snapper grillen" im Hotelzimmer würde natürlich diesem Tagebuch auch wieder eine amüsantere Note eben.
Aber den Gefallen tue ich Euch nicht ;)
Ich denke, dass die "Urlaubsabenteuer" sich von ganz alleine wieder einfinden werden.
Schließlich haben wir noch die komplette Reise nach Kambodscha vor uns.
Also keine Bange, es wird in den naechsten 3,5 Wochen noch genug Schreibstoff geben.
Also gönnt uns diese "kleine Erholungspause" ;-)
Bild 1:
Der "Pattaya Beach"
Touristengrill pur, spaßeshalber mal zu vergleichen mit dem Beach von "Ko Lipe" :-)
aber OK., dafür gibt es hier AERZTE. Man kann nicht alles haben.
Bild 2:
Squids (Tintenfisch) Grill am Strand.
Fuer 100 Baht (ca. 2.00 Euro) bekommt an seine Portion Tintenfisch frisch vor der Nase gegrillt.



Pattaya 07. Februar 2008
Ulrike wieder ganz enstpannt. - Hier die Beweisfotos.



Tag 31/ 57
Pattaya, Freitag, den 8.02.2008, Ortszeit 10.50 Uhr
"FROGGER"
Mit geschwellter Brust schreibe ich nun hier nieder, dass ich es heute morgen ein zweites mal hintereinander geschafft habe, meinen "inneren Schweinehund" Ulrike zu implantieren, um dann heute morgen um 7.00 Uhr (jawoll, um diese Uhrzeit) zu joggen.
Es ist zwar ein wenig unfair, dass sie in diesem Urlaub schlanker geworden ist als ich, obwohl ich mich so abquäle, *grummel*, aber zu ihrer Verteidigung muss man ja berücksichtigen, dass sie zum einen krank war und zum anderen nicht so sehr dem thailaendischen "Chang Beer" verfallen ist, wie ich ;-)
Etwas, über das ich in diesem Tagebuch schon immer schreiben wollte, aber nie Gelegenheit hatte, ist das Abenteuer "Strassenüberquärung" hier in Thailand.
Die Leser unter Euch, die das 30te Lebensjahr bereits überschritten haben und für die Begriffe wie "Atari" oder "C64" keine Bezeichnung für Geschlechtskrankheiten sind, erinnern sich vielleicht noch an "Frogger"
Also für diejenigen, die bei der Frage, "Hast du nen "Atari"" panikartig zum Arzt rennen, sei erklärt, es handelt sich um ein Telespiel aus den 80er Jahren. Mit dem manunter anderem "Frogger" spielen konnte, dabei geht es darum, als Frosch über eine 6-spurige Autobahn zu gelangen, ohne als braungrüner Haufen Schleim auf dem Asphalt zu kleben.
Jedesmal, wenn wenn wir hier in Thailand eine Straße überqueren wollen, werde ich unweigerlich an dieses Spiel erinnert.
Nur das wir hier keine 3 Leben zur Verfügung haben, bis das Spiel zuende ist.
Auf der Strasse gilt hier grundsätzlich das Recht des Stärkeren. Auch versuchen wir schon seit Wochen das Geheimnis des "Zebrastreifens" zu lüften. Bisher ohne Erfolg.
Aber wie im Spiel "Frogger" entwickelt man im Laufe der Zeit gewisse Überlebenstechniken und arbeitet sich zu Meisterschaft im Straßenüberqueren hoch.
Der erste Preis: Überleben :)
An dieser Stelle möchte ich hier mal, unbekannterweise, einen Gruß an Alex da lassen.
Er ist ein "Stammtischkollege" meines Papas und macht sich nun seit Wochen die Mühe dieses Tagebuch täglich aktuell auszudrucken, dass auch meine Eltern daran teil haben können.
Vielen Dank dafür!!!
Auch an meine Mama und meinen Papa an dieser Stelle mal ganz, ganz liebe Grüße.
Genauso wie an "Rosi" (Ulrikes Mama), die auch immer fleißig mitliest.
So langsam vermissen wir euch doch alle ein wenig.

Bilder : "Straßenrestaurant - Impressionen" von Jomtiem



Jomtien, Freitag, 08. Februar 2008
BILDER :
"JOMTIEN" ein Fischerdorf im Wandel
Jomtien ist der Nachbaort Pattayas. Hier halten wir uns gerne auf, weil dort der "Sextourismus" nicht ganz so offentsichtlich und spürbar ist, wie in Pattaya.
Doch auch hier erinnern nur noch recht wenige Gebäede an das einztige, beschauliche Fischerdorf. Alles weicht den Bettenburgen. Schade eigentlich.

"Prinzesschen Ulrike"
Nach all den Reise-, und Krankheitsstrapazen hat sich Ulrike heute am Strand ein
"Ulrikerundrumverwöhnundwohlfühlprogamm" gegönnt.
Obst, Eis, Pettiküre und Fußnnägel lackieren. Richtig dekandent haben wir es uns heute gut gehen lassen.
Holger hat sich mehr auf seine immer beliebte "Fressorgie" beschränkt, was aber mindestens genauso schön war *gg*
Also wieder nix. Keine Missgeschicke, keine Abenteuer. Vielleicht morgen wieder. Nur die Hoffnung nicht aufgeben und fleißig weiterlesen. *gg*



Tag 32/57
Pattaya, Samstag, 09. Februar 2008
"AB HEUTE NICHT MEHR OHNE *SCHIRM* "
Nein, die Regenzeit ist hier noch nicht angebrochen. Es regnet noch nicht einmal. Aber...
..heute stösst eine langjährige Freundin von Ulrikes Mutter zu uns. Ulrike kennt sie schon ihr ganzes Leben lang und hat sie in dieser Zeit auch schätzen und lieben gelernt.
Ihr Name ist "Ursula Schirmer", Spitzname "Schirmlerin".
Erstmal ein Kompliment an sie, dass sie den Mut hat, sich uns "Low Budget Urlaubern" anzuschließen und auf den Komfort einer gebuchten Pauschalreise verzichtet.
Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam sehr viel Spaß haben werden.
So starten wir übermorgen die "Kambodscha Adventure Tour" als "generationenübergreifendes Experiment" mit der besten Aussicht auf Erfolg
:-)
Gestern haben wir es uns noch mal gegönnt, das Nachtleben von Pattaya zu erkunden. Eines kann einem den Spaß daran jedoch echt vermiesen.
Das Spiesroutenlaufen auf der "Lustmeile".
Eine gemütliches Schlendern über die Walking Street, der Erlebnis-Fussgängerzone" von Pattaya, ist schier unmöglich, da man alle drei Meter von irgendeinem Männchen, Weibchen oder etwas dazwischen motiviert wird, einen Ladan zu betreten.
Da wird Ulrike ganz frei heraus angeboten, sich die Sensation von "Bällespuckenden, weiblichen Geschlechtsorganen" anzuschauen (die Wortwahl ist bei den Werbern natürlich etwas lockerer gehalten)
Oder mir werden mal eben "willige Damen“ angeboten. Obwohl es noch nichtmal zu ernsthaften Preisverhandlungen gekommen ist, wurde mir von Ulrike schon ganz lieb und zärtlich die Hand zerquetscht. *gg*
Von den indischen Schneidern mal ganz abgesehen, die jegliches Gespür für "Intimkreise" verloren haben und dir ganz hemmunglos mit ihren Katalogen auf die Pelle rücken.
Das kann schon nerven!!!
Ob ihr es glaubt oder nicht. Gestern Abend haben wir die ultimative Waffe, gegen diese Animateurattacken gefunden.
Es ist so einfach, wie genial und wir raten jedem Urlauber dazu der mal in die Verlegenheit kommt, über eine solche Amüsiermeile laufen zu müssen.
Oft werden ja die Männer auch von ihren Frauen, oder Kollegen dazu gezwungen und sie können garnichts dafür *gg*
Also Männer, hier der ultimative Tipp des Tages!
Steuert den erstbesten Supermarkt (hier ist dasin der Regel. ein Seveneleven, die haben rund um die Uhr geöffnet) und kauft euch einen oder mehrere "PROLETENCOCKTAILS"
In meiner Heimat Koblenz, ist er auch durch aus unter der Bezeichnung "Dose Bier" in einigen Märkten zu erwerben.
Ihr glaubt nicht, welche Wirkung es hat, wenn man mit dem Ding über eine solche Amüsiermeile schlendert. Ja, schlendert, denn damit ist es möglich, denn du wirst schlicht und ergreifend in Ruhe gelassen.
Sicher denken die Kundenfanger: "Der Knauskopf gibt eh kein Geld aus…" womit sie ja nicht ganz falsch liegen *gg*
Also merkt euch für euren nächsten Urlaub auf Ibiza, Mallorca, Phuket oder sonstwo. Kauft euch einen "Proletencocktail" und die Welt ist in Ordnung *gg*
BILD 1:
Holger mit "Proleten-Cocktail"
Bild 2:
"Elvis lebt"
Klar dass er durch 45 Jahre Thailand die Hautfarbe etwas geändert hat. *gg*
Die "WALKING STREET" von Pattaya.
Amüsiermeile für alles und jeden Geschmack. Solange man keine Ruhe möchte.
Bild 2:
Das Leben findet nicht nur in den Etablisaments statt.
Eine Cocktailbar mitten auf der Walkingstreet.



Tag 33/57
Pattaya, Sonntag, den 10. Februar 2008
"BITTE UM EINLASS INS FITNESS-NIRVANA"
Sollte es einen Fitnessgott geben möchte ich ihn hiermit bitten, nachstehendes in meine Bilanz zum möglichen Einzug in das Fitness-Nirvana, nach meinem Scheiden von dieser Welt, positiv zu berücksichtigen.
SEIT WIR IN PATTAYA ANGEKOMMEN SIND, BIN ICH JEDEN MORGEN MINDESTENS 10 KM GEJOGGT!!!
Jawoll, lieber Fittnessgott, du hast richtig gelesen. Also verbuche das gefälligst auf der Habenseite meiner Nirvana-Bilanz. Und das bei jedem Wetter, dass du mir vorgesetzt hast.
(Sonnenschein, Sonnenschein, Sonnenschein, Sonnenschein).
Eigentlich unterscheidet sich das Laufen hier nicht sonderlich vom Laufen an den Koblenzer Rheinpromenaden, die ich sonst unsicher mache.
Nur, dass das Wasser hier etwas entgegenkommender ist, wenn man an der Wassekante läuft. Und der Blick auf die andere Uferseite fällt auch etwas schwerer.
Um dem Touristenjogger das Laufen etwas abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Thailänder alle 100 - 200 Meter große Mülltonnen aufgestellt. Diese Tonnen werden morgens geleert und von den Müllmännern grundäetzlich offen stehen gelassen. Dies hat wohl den Grund, dass sie mal richtig ausdünsten können. Und das tun sie dann auch mit voller Inbrunst. Die Wohlgeruühe Suedostasiens kommen einem mit einer solchen Macht entgegen, dass ein Weiterlaufen, nach einem tiefen Lungenzug schier unmöglich erscheint. Dagegen stellt der Kloakengestank in dem V.I.P. 24 Bus, mit dem wir von Krabi nach Bankok fuhren, eher als "Channel-Duft" dar.
So gestaltet sich der Lauf ueber die Strandpromenaden, morgens um 7.00 Uhr eher wie ein ATMOSPHÄRISCHER HINDERNISLAUF.
Mit der Zeit hat man jedoch raus, wann man die Luft anhalten muss, um nicht die volle Wucht dieses, einer biologischen Waffe ähnelnden, Windhauches einatmen zu müssen.
Dieses Handicap des regelmässigen Luftanhaltens beim Joggen ist natürlich recht konditionsfördend. Somit sei der Stadtverwaltung von Pattaya an dieser Stelle mal ein Lob ausgesprochen, mit welchen fantasievollen Mitteln sie dem Touristen ein Adventurefeeling vermitteln.
DANKE PATTAYA
Pattaya, Sonntag, den 10. Februar 2008
Pattaya unter neuer "SCHIRMHERRSCHAFT"
Wir ich schon berichteten,haben wir seit gestern eine neue "Reiseabschnittsgefährtin"
So sind wir gestern Abend direkt mit ihr losgezogen um sie ein wenig in die Geflogenheiten dieses Landes einzuweihen, in welche sie sich auch prompt mit wachsender Begeisterung und unstillbarer Neugierde stürzte.
Kullinarische Besonderheiten wurden genauso probiert, wie die, weit über Thailand hinaus, berühmte Fußmassage.


Bild 1:
Schirmlerins Erstkontakt mit den Ess-Stäbchen.Und siehe da. Es ging :-)
(entgegen vieler Meinungen, werden diese hier in Thailand auschließlich für Nudelsuppen benutzt. Alles andere ist man hier mit Löffel und Gabel)
Bild 2:
"Zeigt her Eure Füße...“ Schirmlerin bei der Fußmassage.
Das hatte sie sich nach der langen Reise auch redlich verdient.



Tag 33/57
Pattaya, Sonntag, den 10.02.2008, Ortszeit 16.32 Uhr
"INS W(L)ESP(B)ENNEST GESTOCHEN "
Ein wenig hatte es mich schon gewundert, dass in unserem Hotel, in dem wir hier in Pattaya abgestiegen sind auschließlich Frauen arbeiten. Auch machte mir eines der Mädchen immer einen recht jungenhaften Eindruck. Obwohl alle Mädels, selbst für thailändische Verhältnisse, recht klein uns zierlich sind, sticht sie doch als besonders männlich hervor.
Als wir gestern Morgen unseren allmorgendlichen Frühstückskaffee in der Bar des Hotel tranken, waren die Mädels dabei, unter größtem Gekicher, Luftballons aufzublasen. Auf die Frage wofür die denn nun wären, bekamen wir die kurze, wie pregnante Antwort "Privat Party".
Wer unsere Ulrike kennt weiss ja, dass sie zu einem der neugierrigsten Menschen gehört, den Gottes Erdboden beherbergt. Folgedessen hat sich unsere Ulrike mit dieser Antwort auch überhaupt nicht zufrieden gegeben. Also wurde weitergebohrt. Und siehe da. Abends fand unsere Ulrike heraus, dass hier die ultimative "Lesbianparty" Pattayas stattfindet. Ok, wem es gefällt.
Als wir dann abends aus Pattaya zurückkamen, war der Laden auch tatsächlich brechend voll, mit Ladies ;-)
Nur fühlte ich mich in diesem Etablissement an diesem Abend, verständlicherweise   a b s o l u t   fehl am Platze.
Bild 1:
"Lady Night" in unserem Hotel. Da wurde auch nicht an entsprechendem Werbe-Equipment gespart.
Bild 2:
Unser "Party - Pärchen". Echt zwei ganz liebe.




Tag 35/57
SIEM REAP (CAMBODIA), 12. Februar 2008, Ortszeit 18.25 Uhr
ADVENTURE TRIP TO CAMBODIA"
Angekommen!!!
Nach einem kleinen "Höllentrip" über einer 170 km langen Lehmpiste sind wir nun hier in "Siem Reap" angekommen. Der Trip hierhin hatte schon recht "maffiöse" Strukturen.
Aber von Anfang an.....
Gestern Morgen traten wir die Fahrt von Pattaya, über Bangkok nach "Aranhyaprathet", an der kamodschanischen Grenze an.
Da wir diesesmal keinen "V.I.P 24 Bus" gebucht hatten, sondern den ganz normalen Localbus, wurden wir von bösen Überraschungen verschont, und bekamen den erwarteten Reiseservice... "KEINEN"
Jedoch war die Klimaanlage diesesmal durchaus erträglich.
Ursprünglich war geplant, bis nach Siem Reap, die Vorstadt, der alten Tempel von Angkor, durchzufahren. Doch da wir recht spät in Aranhyaprathet ankamen, zogen wir es vor eine Nacht dort zu verbringen.
Viel hat dieses Grenzstädchen nicht zu bieten, also verbrachten wir den Abend im Hotel.
Dank Schirmlerin, die der Ansicht war, uns im besten Haus am Platze unterbringen zu müssen, genossen wir ein wirklich angenehmes Zimmer, mit allem was unser Travelerherz begeehrte.
Das Hotelrestaurant bot sogar "Live-Musik" zum Dinner.
(OK, es war ein Karaookeabend und auf Dauer recht nervig)
und eine recht oppulente Abendkarte (Durchfall und Sodbrennen inclusive).
Und was haben wir wieder daraus gelernt?
Das Essen bei MAMA ist immer noch am besten und bekömmlichsten.
Mama hat die Schirmlerin übrigens die Frauen getauft, die in den Strassenküchen hinter den Töpfen stehen.
Wenn Schirmlerin nun sagt, sie möchte bei Mama essen, wissen wir wo sie hinmöchte :-)
Auch sie hat diese, wirklich leckerer und preiswerte Art zu essen, mittlerweile zu schätzen gelernt. Das freut Ulrike und mich natürlich besonders.
Trotzdem war der Aufenthalt in dem Hotel eine wahre Wohltat für unsere "Rucksacktouristenseele" und wir danken der Schirmlerin hier mal ganz herzlich für diese Einladung.
Ohne sie wären wir garantiert wieder in irgendeiner Billigkaschämme gelandet.
Heute Morgen ging es dann, nach einem, im Zimmerpreis enthaltenen, guten Frühstücksbuffet weiter nach Kambodscha.
Erstmal mit dem Tuctuc* zur 6 KM entfernten Grenze.
Für uns als Europäer ist ein Grenzübergang ja mittlerweile ähnlich, wie Bus-Fahrkarte kaufen.
Von den üblichen Grenzformalitaeten, wie es sie bei uns früher gab, sind wir ja komplett entwöhnt.
An der Grenze von Thailand nach Kambodscha hatte ich mich auch seelisch und moralisch auf einen lockeren Durchmarsch eingerichtet. "DENKSTE"...
Schlange stehen, Zollformalitäten usw. usw.
Aber OK, auch dieser Kelch ging letztendlich an uns vorrüber und so bekamen wir Einlass ins "gelobte Land" gewährt, welches mich eher an ein mexikanisches Grenznest aus einem schlechten amerikanischen Film erinnerte. Mir fehlten nur die herumfliegenden Rosen von Jericho und der Revolverheld, der mit einer Mundharmika im Schnabel, ganz cool um die Ecke schreitet.
Statt dessen, kaum die Grenze passiert, werden wir von einer Horde "höchstoffiziellen Guides" abgefangen, welche uns bei den Einreiseformalitäten behilflich sein wollte.
Obwohl bei uns allen dreien sämtliche Alarmglocken klingelten, ließen wir uns auf einen von ihnen ein und uns von ihm durch die Grenze führen bis wir einen, wie sich später herausstelle, gravierenden Fehler machten.
Nach Grenzübergang gab es einen Bus der uns, so sagt er, zu den offiziellen Bus- und Taxiständen bringen würde. Dieser würde im Auftrag des Staates Kamboschda fahren und wäre kostenlos.
"Naja, solange es nix kostet, kann man das ja machen" dachten wir. GROSSER FEHLER!!!
Im Endresultat wurden wir zu einem Taxiunternehmen gekarrt, das dermassen ab von allem anderen lag, dass wir keine andere Chance hatten, als ein solches Taxi zu buchen.
Zähnekirschend taten wir das dann auch und stiegen dann in ein Taxi, dessen Fahrer und mit folgenden Worten begrüßte:
"I speak not with you and you speak not with me!"
(Ich will nicht mit euch sprechen, ihr sprecht mich nicht an)
"RUMMS", damit hatten wir unsere "Order".
Anfangs etwas irritiert über diese Aussage fuhren wir dann 170 km auf einer Lehmpiste in Richtung "Siem Reap".
Während der Fahrt ließ mich der Gedanke nicht los, ob ich nicht der NASA vorschlagen sollte, ihr Ausbildungszentrum für Astronauten nach Kambodscha zu verlegen, um mit dieser Piste eine sehr preiswerte Alternative zum Parabellflug zu haben. Obwohl die gesamte Tour einer "Achterbahnfahrt" glich meinte unsere Schirmlerin nur ganz trocken, wie es numal ihre Art ist:
"Also vergnügungsteuerpflichtig wird diese Fahrt wohl nicht"
So sparen wir uns auch weitere Einzelheiten über diesen Trip. Wir sind zumindest angekommen, ohne nachhaltige Plessuren davongetragen zu haben.
Fazit jedoch. Für alle, die mal beabsichtigen von "Aranyaprathet" nach "Poi Pet" einzureisen. Vorsicht bei den "offiziellen Guides".
Wie hat ein Bekannter aus Thailand zu uns gesagt?
Du musst dir den "orientalischen Blick" angewöhnen. Das heißt einfach hindurchschauen, als wären sie garnicht vorhanden.
Den Ausgleich bekamen wir bei Ankunft in unserem Guesthous". Das von einem Schweizer geführte Haus hat uns wirklich angenehm überrascht und wir haben uns sofort dort wohl gefühlt.
Daher von hieraus mal einen Dank an die Schirmlerins Tippgeberin.
*TUCTUC = Zweitackter Dreiradtaxi. In Bangkok sogar eine Plage
Bild 1:
Holger wiegt 100,40 kg
Bild 2:
Die Grenze zu Kambodscha (erinnert ein wenig an alte Zeiten)

Bild 1:
"Schirmlerin im Erstkontakt mit der Spezies TUCTUC
Bild 2:
Kaffeefahrt nach Siem Rep



TAG 36/ 57
Siem Reap, 13.02.2008, Ortszeit 10.42 Uhr
Nachdem wr uns gestern Abend noch eine "zünftige Mama" für unser Abendessen gesucht hatten, haben wir uns auch recht früh ins Bett gelegt.
Ab morgen ist 4.00 Uhr aufstehen angesagt. Den Tipp den uns Erich, der Inhaber unseres Guesthouses gab, sehr früh zu den Tempeln zu gehen, um sie mehr oder weniger für uns zu haben, werden wir beherzigen.
Heute lassen wir es erstmal etwas langsam angehen. wir werden uns später auf einen "Drahtesel" setzen und ein wenig die Umgebung erkunden.
WICHTIGE INFO!!! ...
Wir sind hier nicht mehr im Besitz einer Handykarte, können also niemanden anrufen, oder angerufen werden, bis wir wieder zurück in Thailand sind. Das wird wohl erst in ca 2 Wochen sein.



TAG 37/57
Angkor, Donnerstag, den 14.02.2008, Ortszeit 17.27 Uhr
"ONE DOLLAR"
Hier in Kambodscha gilt die Währung Riel. Allerdings interessiert das hier keinen Menschen.
Das Hauptzahlungmittel ist hier der Dollar. Im Grunde ist das ja auch nicht so problematisch, wenn die Kambodschaner das Dezimalsystem mit Kommastellung beherrschen würden. Tun sie aber nicht!!!
Das führt wiederum dazu, dass das kleinste Zahlungmittel 1 Dollar ist. Fragt man also einen Straßenhändler, "Was kostet dieses oder jenes", rechne immer mit der Antwort "1 Dollar“.
Dies gilt natuerlich nur für Produkte, wie Kokosnüsse, Getränkedosen oder Streichhölzer. Teurere Dinge werden selbstverständlich in den oberen Dollarregionen abgerechnet.
Solltest du nun einen groeßen Dollarschein weggeben, um etwas zu bezahlen, rechne niemals damit, dass du auch Dollars zurückbekommst. Nein, nein. Nun entfalten sich die Kambodschaner urplötzlich zu wahren Rechenkünstlern, die selbst die Währungsrechnung aus dem "FF" beherrschen. Plötzlich hat man Unmengen von Papierfetzen in der Hand, die sie hier "Riel" nennen. Also die eigentliche Landeswährung, mit der man dann selbst recht schnell überfordert ist.
Das Zahlungssystem hier in Kambodscha ist wirklich ziemlich anstengend.
Heute Morgen um 4.00 Uhr klingelte, weniger "urlaubslike", der Wecker.
Mit den Hühnern aufstehen war aber dann doch nichts, da diese uns bereits seit fast einer Stunde terrorisierten. Gemeinsam mit einem Rudel Hunde, die ebenfalls meinten, heute Nacht ein mords Spektakel veranstalten zu müssen, sorgte die Angkorer Tierwelt dafür, dass ein Wecker fast überflüssig war.
Wir befinden uns im einzigen Guesthouse von Kambodscha, in dem schon ab 4.30 Uhr Frühstück angeboten wird. Das kommt uns natürlich sehr entgegen. So müssen wir nicht ganz nüchtern auf "Tempelentdeckungstour" gehen. Für die Scherzbolde unter Euch sei direkt erwähnt, dass mit nüchternder Magen, nicht die Blutbahn gemeint ist.
Mit unseren Drahteseln bewaffnet, die wahrscheinlich schon "Kaiser Wilhelm" schon zum Alteisen gesteckt hätte, radelten wir los.
500 Meter, 1000 Meter, 2000 Meter...
...weiter gings dann erstmal nicht ...
... Platten.
Ulrike hatte sich einen Platten gefahren und so trennten wir uns von der Schirmlerin, deren Tatandrang kaum zu bremsen war. Sie fuhr mit Ihrem Fahhrad vor, während Ulrike und ich die Entdeckungtour, gezwungenermaßen, statt "per Pedales" erstmal "Per Pedes" fortsetzten.
Nach einem viertelstündigen Fußmarsch, Richtung "Angkor Wat" wurden wir von einem "TUKTUK" aufgelesen. Die sonst eigentlich eher lästigen Vertreter des Transportgewerbes, kamen uns in diesem Moment sehr gelegen und so vereinbarten wir mit ihm direkt einen Tagespreis.
Der Tag war nun gerettet und mit einem, etwas umgeschmissenen Tempelplan kämpften wir uns nun von Tempel zu Tempel. Da wir ja nun unverhoffterweise, mit einem Tuktuk bewaffnet waren konnten wir frohen Mutes erstmal die weiter entfernten Tempel stürmen, die eigentlich erst für einen späteren Tag geplant waren.
Für die Touristen haben die Kambodschaner sich auch wirklich Mühe gegeben, ihnen den Aufenthalt möglichst angenehm zu gestalten.
An jedem Tempel wird man von "liebenswürdigen Postkartenverkäuferkindern" umlagert, desrn Hartnäckigkeit jeden deutschen Versicherungsvertreter um ein weites übertrifft. Es gibt kaum etwas, was es nicht zu kaufen gibt und selbst 6 jährige Kinder beherrschen es, ihr Angebot multilinguistisch zu unterbeiten.
Das heißt, sie haben ganz schnelle spitz, welcher Nationalität du angehörst und bombadieren dich dann mit auswendiggelernten Sätzen in deiner Muttersprache.
Auch für die Notdurft wurden an jedem Tempel sehr hygienische, nach weststandard eingerichtete Toiletten erbaut. An allen Tempeln ??? Nein??? Da gibt es noch einen kleinen unscheinbaren Tempel, was dem Santitärfortschritt trotzig Widerstand leistet.
Nachdem Ulrike mir von dem hochwertigen Standard der Toiletten vorgeschwärmt hatte, konnte ich ja beim nächsten Tempel ganz beruhigt dem Druck meiner Innereien Folge leisten. So ging ich also, ganz kambodschalike lächelnd zu der Wirtin des Restaurants, in dem wir gegessen hatten und fragte ganz dezent nach dem "Bathroom". Mit der Antwort "No Bathroom - Forrest", hatte ich nun nicht gerechnet.
Aber da die Natur nunmal seinen Tribut fordert blieb mir nichts anders übrig, als dem Ratschlag der netten, kambodschanischen Dame folgezuleisten und den "Forrest" etwas zweckzuentfremden..
Wenn ich darüber nachdenke, dass wir heute eigentlich nur relativ kleine, eher unbedeutetende Tempel besichtigt haben, kann ich nur auf die nächsten Tage gespannt sein.
Nur eines weiß ich jetzt schon.
Es wird unmöglich sein, die Eindrücke die man von diesen monumentalen Bauwerken gewinnt, weder in Worten, noch in Bildern auch nur im geringsten wiederzugeben.
Man kann fast den Eindruck bekommen, sie wären nicht von Menschenhand erbaut.
Auch wenn wir jetzt schon wissen, dass die Eindrücke niemals so zu euch transportiert werden können wie wir sie hier erleben, werden wir uns trotzdem Mühe geben, euch auch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden zu halten.
Bild:
In dem Bewusstsein, die wirklichen Eindrücke niemals fotografisch wiedergeben zu können, hier ein erster, willkürlich gewählter Versuch.
Wir haben heute alleine fast 400 Bilder geschossen ;)



Tag 38/57
Angkor, Freitag, den 15.02.2008, Ortszeit 18.48 Uhr
Bilder ohne Worte...
... denn manchmal fehlen sie einfach um das Gesehene zu beschreiben.
(außerdem habe ich hier im Internatcafe eine richtig ausgelutschte Tastatur erwischt ;-) )




Tag 39/57
Angkor, Samstag, den 16.02.2008, Ortszeit 20.12 Uhr
"AUF ELEFANTENSAFARI"
Puuh, wir sind geschlaucht. Jeden morgen um 4.00 Uhr klingelt der Wecker. "Kultur-Dauerstress" und alles mit dem Fahrrad, soweit man diese Vehikel überhaupt so nennen kann.
Nachdem Ulrike sich nun vorgestern einen Platten eingefangen hatte, hat sich gestern meine Kette von der Ritzelsymbiose verabschiedet. Sprich, sie war ab.
Gott sei dank gab in der Nähe eine Pitstop - ähnliche Service Station eines kambodschanischen Arbeiterdenkmales, welches auf der Hängematte liegend mit seinem Schraubenzieher kuschelte. Überraschenderweise, bekamen seine fachmännischen Finger unser Problem ruckzuck in den Griff. Dies lag wohl daran, dass seine Hängematte sehnsüchtiig nach ihm rief. Nach getaner Arbeit verlangte er...
... na?... Was wohl?... Nun sind wieder die Stammleser gefordert!... Na, wer weiss es?....
Genau... "ONE DOLLAR"
Heute war mein Lenker der Meinung, sich von dem Rest des Fahrrades trennen zu müssen, aber irgendwie bin ich dann, mehr schlecht als recht, hinter Ulrike hergehoppelt.
Und dann sahen wir es, das wohl seltenste Tier des asiatischen Kontinents. Ganz unverhofft stand er vor uns.
"DER KAMBODSCHIANISCHE ELEFANT"
Neben dem Afrikanischen und dem Indischen Elefanten hat sich im Laufe der Evolution eine dritte Spezies dieser Gattung entwickelt. Etwas verdrängt von seinen Artgenossen blieb er immer etwas im Hintergrund und wurde kaum erwähnt. Ulrike hatte heute Morgen jedoch das Glück, einem Exemplar begegnen zu dürfen. Und das fast hautnah.
Der kambodschanische Elefant unterscheidet sich von seinen Vettern aus Afrika und Indien in erster Linie durch die Hautfarbe, die etwas heller ist. Ebenfalls ist die Form des Rüssels ein ganz spezifisches Unterscheidungsmerkmal zu den zwei andern Elefantenrassen.
Gott sei Dank habe ich es geschafft, von dem Kamodschanischen Elefanten und Ulrike ein Foto zu schießen, welches ich auch für euch hochgeladen habe (s. u.).
Erfreut euch daran ;)
Ansonsten haben wir heute einen echten Tempelmarathon hinter uns.
Mal nebenbei gemerkt, gibt es den hier wirklich.
Und es ist nach wie vor kaum zu beschreiben, welche Emotionen man beim Anblick dieser Weltwunder empfindet.
Wir fotografieren hier, bis die Kamera glüht, aber wir werden es niemals schaffen, die wirkliche Stimmung wiederzugeben, die uns hier wiederfährt. (Ich weiss, ich wiederhole mich. Ist aber so)
Unsere Empfehlung - Selbst anschauen...
Bild 1:
Spezialbild fuer "Marie Claire". Ja, auch hier gibt es Affen.
Bild 2 + 3:
Ulrike und er "Kambodschianische Elefant"
Bild 1:
Angkor Wat zum Sonnenaufgang.
Diese Ansicht wurde bestimmt schon tausende male fotografiert.
Aber jeder möchte halt doch sein eigenes Bild ;-) Und das ist von uns.
(Hat übrigens Ulrike geschossen)
Bild 2
Der Dschungel holt sich sein Territorium zurück.




Tag 40/57
Angkor, Sonntag, den 17.02.2008, Ortszeit 19.04 Uhr
"MIT SCHIRMLERIN AUF TEMPELTOUR"
Heute haben wir uns noch einmal mit unserer Schirmlerin zusammengeschlossen, um die etwas entfernteren Tempel mit dem "TUKTUK" zu erkunden. Erstens sind es geteilte Kosten und zweitens macht zu dritt auch noch mehr Spaß.
Je mehr wir die wunderbaren Tempelruinen betrachten, desto bewusster wird uns, welches Priveleg wir zur Zeit noch genießen, diese Wunderwerke der menschlichen Baukunst so hautnah erleben zu dürfen. Bis auf wenige Ausnahmen ist es den Besuchern   n o c h   gestattet, sich in den Ruinen weitgehend frei zu bewegen. Wir gehen davon aus, dass sie irgendwann so abgesperrt werden, dass man auf Stegen durch die Tempel geschleust wird. Im Grunde ist es auch besser, denn es kann einfach nicht gut sein, wenn jedes Jahr hundertausende von Menschen über die Steine trampeln.
Nur wie gesagt, wir dürfen noch :)
Wiederum versuchen wir erst garnicht, unsere Eindrücke zu beschreiben. Hin und her gerissen, zwischen Fantasialandfeeling und meditative Ruhe.
Es gibt Tempel, die hat sich der Dschungel fast komplett wieder zurückgeholt. Überwuchert von Baumwurzeln wirken diese Tempel bizarr und anmutig. In einigen, kleineren Tempeln ist man wirklich noch ganz für sich alleine. Es ist fast, als würden die Steine einem ihre Geschichte erzählen wollen.
So haben wir auch heute wieder viel gesehen und viel erlebt. Wir hoffen immer wieder doch ein wenig mit den Bildern an Stimmung einfangen zu können, obwohl wir eigentlich wissen, dass das unmöglich ist.
Bild 1:
Schirmlerin und Ulrike erfrischen sich mit einer Kokosnuss.
Also für alle Zweifler. Wir haben die Schirmlerin nicht an einen asiatischen, polygamen Fürsten veräußert um unsere Urlaubskasse aufzubessern. Sie gibt es noch :-)
Bild 2:
Schirmlerin zeigt Herz
Das Resultat. Umringt von "One Dollar Kids"
Was ich jetzte schreibe ist   k e i n   Scherz:
Ulrike und ich saßen gestern in einer Straßenküche, vor einem Tempel. Die Inhaberin hatte ein recht kleines Kind, das gerade das Sprechen lernte. Und nun ratet mal, was sie dem Kind ständig vorsagte? Nein, es ist wirklich kein Scherz.
"ONE DOLLAR"
Bild:
Wir ihr seht. Ulrike und Holger geht es auch gut.



Tag 41/ 57
Angkor, Montag, den 18.02.2008, Ortszeit 11.18 Uhr
"ABRUCH DER TEMPELTOUR - TELLERMINENFUND!!!
Da sich "meine Damen" heute mal eine Tempel-Auszeit gönnen wollten und ich nunmal zu der Kategorie "raffgierig" zähle, bin ich heute morgen frohen Mutes alleine losgeeiert (radeln kann man das Fortbewegen mit dem Vehikel, dass ich gerade benutze, wohl nicht nennen).
Mein Ziel der Begierde war der Tempel Bayon. Einer der schönsten und bekanntesten Tempel der Dschungelstadt Angkor Thom.
Entsprechend bevölkert ist er dann leider auch meistens.
AAABER.... "Früher Vogel fängt den Wurm" dachte ich....
Denn, da ich ihn möglichst für mich alleine haben wollte, bin ich auch ganz früh los, und siehe da...
... keine Horden von Japanern auf der Suche nach dem bestmöglichen Posingplatz für Muttchens Familienalbum.
Aber wir waren alleine. Der Tempel, die aufgehende Sonne, mein Fotoapparat und ich.
Himmlich sage ich euch. Wenn man in einem solchen Tempel alleine unterwegs ist, scheint es fast, als würden die Mauern mit einem reden.
Nach dem ich mich ca. 30 Minuten an der Schönheit dieses Tempels und der unbeschreiblichen Ruhe ergötzt hatte, machte das Abendbrot des gestrigen Abends plötzlich, mehr als aufdringlich auf sich aufmerksam.
Hmm, in dieser Beziehung bin ich natürlich ein einzigartiger Glückspilz.
Mal wieder war forrest angesagt, denn ich habe mal wieder einen der wenigen Tempel erwischt, in der nix mit Bedürfnisentladestätte ist.
Außer halt der Forrest.
Aber ich habe ich ja in den letzten Tagen von den einheimischen lernen dürfen, dass es zu kamboschinaischen Kultur gehört, den Wald zu diesem Zweck für sich arbeiten zu lassen.
Ok, um den kambodianischen Kulturrieten gleich zutun, mache ich mich auf den Weg ein lauschiges Plätzchen zu suchen, um mich von meinem letzten Abendessen zu verabschieden.
Gesagt getan, und ob ihr es glaubt oder nicht, sogar erfolgreich.
Nun wissen wir ja, dass die Vietnamesen in der 80er Jahren fleissig Tellerminen in Kambodscha gelegt haben. Das ist kein lustiges Thema, denn sie haben schon sehr viele Opfer gekostet.
Das nun allerdings auch die Touristen anfangen, Tellerminen in Angkor zu verteilen ist mindestens genauso grausam.
Wie ich habe im Vorfeld berichtete, ist es bei den Kambodschanern "gang und gebe", ihre "Gechäfte" im, überall presenten Wald zu erledigen, so wie ich es nun auch tat.
Allerdings scheinen einige Touristen in dieser Beziehung ihre Schamgrenze weit unterhalb der von mir, und den Kambodschanern zu fixieren.
Denn als ich recht erleichtert den Wald verlassen wollte, wurde ich Opfer des touristischen "Tellerminen-Terrors".
Direkt am Wegesrand, für das ungüebte Auge nicht erkennbar, lag sie.
Die Tellermine irgendeines Touristenterroristen.
Und ich latsche rein. Aber sowas von rein. Beim bowlen würde man es wohl "strike" nennen.
Also der Typ muss sich für diesen Haufen mindestens eine Woche aufgespart haben.
Einfach super...
Nun stand ich da mit meinen Sandalen, blanken Fueßen, und alles was nun daran hing.
Nein, ich will euch nicht das Frühstück verderben. Allerdings war es mir verdorben.
Aber wer ein richtiger Tempelstürmer ist, lässt sich natürlich von solchen kleinen Rückschlägen nicht umwerfen. Ich also mit Palmenblättern und Gras die Schadensbegrenzung in Angriff genommen. Allerdings mit mässigen Erfolg, wie sich später heraustellen sollte.
Als ich bei dem Versuch, meine Tempeltour fortzusetzen, auf den ersten japanischen Reisebus stieß, zog ich es dann doch vor meine Tour aufgrund der Tellerminenaltlasten abzubrechen.
Irgendwie hatten die Jungs recht blutunterlaufene Augen und schienen auch ""not amused", als ich neben ihnen, in ihren Dunstkreis stand.
Da half auch keine Ignoranz meinerseits. Und da ich auch keine Lust hatte, hier in Kambodscha als erster "Kampfgas-Touristenterrorist" in die Geschichte einzugehen, schien es das Beste, mich für heute von den Tempeln zu verabschieden.
Bilder:
Der Tempel Bayon, kurzer Genuss vor der "Tellerminen Attacke"
Bild 1:
Schirmlerin auf kulinarischer Entdeckungsreise.
Bild 2:
Markt in Siem Reap.
Fischverkauf bei über 30 Grad. Kühlkette? Was ist das???
Bild 3:
Fleischverkauf aus der Hängematte.
Bild:
(Alp)traum auswandern!!!
Hier eines von vielen (noch) lebenden "Mahnmalen“, die wir auf unseren Reisen durch Asien beobachten konnten. Ohne entsprechenden, finanzielen Backround ist die Wahrscheinlichkeit so zu enden relativ hoch.
Der Tempel "Bayon".
Majestätisch thront er über dem Dschungel von Angkor. Nur wer ihn mal in Natura vor Augen hatte, kann sich vorstellen, was die Wiederentdecker dieser "vergessenen Stadt", Mitte des 19ten Jahrunderts empfunden haben.



TAG 42/57
Angkor, Dienstag, den 19.02.2008, Ortszeit 19.58 Uhr
Nachdem wir uns gestern abend mal ganz intensiv mit unserem "Gastgeber"beschäftigt hatten, (wir haben ganzschön einen gezwitschert gg), haben wir heute morgen "neue", das heißt andere Fahrräder bekommen.
Diese schienen zumindest die unzumutbare Belastung von ca. 20 km durchzustehen, ohne direkt in ihre Bestandtleile zu zerfallen.
So radelten wir heute noch ein paar Gegenden ab, die wir noch nicht kannten, machten eine Siesta in der Hängematte von ca 2 Stunden, mitten im Dschungel von Angkor, und ließen es uns einfach gut gehen.
Also keine Pannen, keine Tellerminen und auch keine Krankheiten. Muss ja auch mal sein :)
Morgen geht es nochmal in die etwas weitere entfernte Rolous - Gruppe.das heißt Tempel, die nicht direkt zum Angkor-Areal gehören, aber trotzdem recht schön sein sollen.
Unschlüssig sind wir nur, ob wir die, ca. 30 km lange Tour mit dem Fahrrad, oder mit dem Tuktuk hinter uns bringen wollen. Morgen werdet ihr es wissen ;-)
Bild 1:
ANGKOR WAT
Dieses Mal zur Abendzeit. Immer wieder schön.
Bild 2 :
Abhängen in Dschungel von Angkor
Bild:
Wer den Film Thumb Raider kennt, dem müsste diese Stelle bekannt vorkommen.
Da, wo Ulrike jetzt steht, stand auch Angelina Jolie.
Der Tempel Ta Phrom diente als Kulisse für diesen Film.



TAG 43/57
Angkor, Mittwoch, den 20.02.2008, Ortszeit 13.04 Uhr
"Time to say good bye"
Heute haben wir uns noch der etwas weiter gelegenen Roluos Tempelgruppe angenommen.
Zuerst wollten wir die knapp 15 KM mit dem Fahhrad bewältigen, unser innerer Schweinehund hat aber heute morgen so laut gebellt, dass die Fahrräder Angst bekommen haben und in den Stehstreik getreten sind. Also sind nicht wir Schuld, dass wir nicht mit dem Fahrrad gefahren sind. Nur mal so, fürs Protokoll und dem Fittnessgott, bei dem ich seit Patthaya ohnehin noch was gut habe "gg"
Im Nachhinein stellte sich auch heraus, dass es überhaupt keinen Spass gemacht hätte, diese Strecke mit dem Fahhrad zu bewältigen. Es ging schnurstracks über eine kilometerlange, stark befahrene Straße, und da waren wir froh, im Tuktuk gesessen zu haben.
Heute Abend werden wir noch ein letztes Mal eine Kulturdröhnung geben und uns einen originalen Apsaratanz anschauen.
Das sind die historischen Tempeltänzerinnen, welche allerdings nicht mehr Original sind. Es sehe auch etwas albern aus, wenn Knochengerüste in bunten Kostümen uber die Bühne hüpfen würden.
Bemerkenswert wäre noch, dass unsere Ulrike die Liebe zur Portraitfotografie entdeckt hat.
Ich muss euch sagen, dass sie das auch so wirklich hinbekommt, dass ich schon langsm neidisch werden könnte. Ihr kommt natürlich zugute, dass sie kackfrech jeden anplappert, ob sie ein Foto machen könnte. Oft blitzt auch sie mit dem Satz "One Dollar" ab. Das haben selbst schon die kleinsten hier raus. Trotzdem ist ihre Ausbeute enorm. Und was dabei rauskommt...   R E S P E K T .
Wieder zuhause werde ich auch eine extra Kategorie "Gesichter Asiens", nur mit Ulrikes Portraitaufnahmen anlegen.
Freut Euch drauf. es sind wirklich sehr schöne dabei.
Bilder:
Ulrikes Portraitaufnahmen

.



Tag 43/57
Angkor, Mittwoch, den 20.02.2008, Ortszeit 14.46 Uhr
Ja, da habe ich noch gestern ganz groß meine Klappe, ähm achnee, eher die Tastatur aufgerissen und getönt, dass uns nichts mehr passiert.
Und nun? Tja, erstmal Ende mit Glücksträhne.
Ulrike hat sich heute Nacht, nach einigen Mückenstichen eine allergrische Reaktion eingefangen.
Nichts dramatisches, sieht aber wenig kleidend aus und juckt wohl ausgesprochen lästig.
Nachdem wir unseren Guesthouse-Wirt Erik gefragt hatten, wo hier ein Krankenhaus, bwz. Arzt sei, riet er uns doch besser zu einem einheimischen Arzt zu gehen.
Hier gäbe es zwar ein internationales Krankenhaus, doch würde da bereits der Eintritt 150 $ kosten.
Das mussten wir uns, und besonders unserer Urlaubskasse wirklich nicht antun.
Wir also in eine echte, kamabodschanische Arztpraxis gestiefelt.
Richtig mutig, oder?
Beruhigend fand ich schonmal, dass es dort nicht nach Weihrauch roch und keine blutigen Opfersteine herumstanden. Auch die zu köpfenden Hühner fehlten.
Also konnten wir das Risiko seiner Behandlung wohl in Kauf nehmen.
Als studierter Akademiker, ohne "Voodokultausbildung" dürfte er ja auch der englischen Sprache mächtig sein, dachten wir
Denkste, war er nicht. Der Herr Doktor hatte es bevorzugt, die Sprache seiner ehemaligen Besatzer zu erlernen. Nämlich französich.
Also mit Händen und Füßen, dachte Ulrike, die diesbezüglich ja recht schamfrei ist. Außerdem sprachen die Hautirritationen ja für sich.
Innerhalb von 3 Minuten abgefertigt, hat sie nun Tabletten und Salben bekommen.
Wir hoffen nun es wirken.
Wenn nicht, werde ich heute Nacht höchtspersönlich Weihrauchkerzen anzünden und ein Huhn für sie opfern...
Und was glaubt ihr, was das ganze gekostet hat???
Na???
Wieviel wohl???
Erratet ihr es???
Und???
Wieviel???
Kommt ihr drauf???
So ganz, ohne Hilfe???
Nein, falsch!!!
Nicht "ONE DOLLAR" - 7 Dollar.
Bild:
Kambodschische Arztpraxis, Plastikstühle inclusive




TAG 44/57
Bantambang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 16.47 Uhr
Schirmlerins Aufstieg in die "Upperclass"
Als erstes sollt ihr selbstverständlich über Ulrikes Gesundheitszustand aufgeklärt werden.
Nachdem ich gestern Nacht einen "Voodoschamanen" engagiert habe und wir unter ständigem Murmeln von kambodschanischen Zaubersprüchen, um punkt Mitternacht das Blut von zwei jungfräulichen Hühnern und einem tragenden Mutterschwein über den Körper gegossen hatten, war der Ausschlag, wie von Geisterhand verschwunden....
... Bloedsinn...*gg*
... nach Einnahme der Medikamente ging es ihr auch relativ schnell wieder besser.
Immer wenn wir morgens, gegen 5.00 Uhr in Richtung Tempel vom Angkor radelten, kamen wir an dem hiesigen Kinderkrankenhaus vorbei.
Dort sahen wir jeden morgen eine unendliche Schlange von Menschen. Mütter mit ihren Kindern, die dort auf kostenlose, oder zumindest bezahlbare Hilfe hofften.
Wer unsere Schirmlerin kennt, kann sich denken, dass sie es sich nicht nehmen ließ dort mal nach dem Rechten zu sehen.
Nach einem Gespräch mit dem hiesigen Kinderarzt, der übrigens Schweitzer ist, stand ihr Entschluss fest.
Sie würde hier ihr Blut spenden, dass wohl recht selten ist.
Ich dagegen habe meines im himmlischen Schlussverkauf bekommen.
Mit "0 Res. positiv", habe ich eher Schweineblut.
Hmm, warum habe ich dann mein Blut nicht für Ulrikes Heilung benutzt? Ach ja, ich bin nicht tragend *fg*
Zum Abschied haben wir uns gestern Abend noch eine "Apsaratanz - Vorführung" mit Büffet gegönnt. Wir haben nicht gegegessen. Sondern geschaufelt wie die Weltmeister ;-) Aber das soll uns mal geönnt sein.
Lecker wars, und der Apsaratanz war die 8,00 $ auch wert.
Dann dann bleibt noch, Euch von unserer romantsichen Bootsfahrt von Siem Reap nach Bantangbang zu berichten, von der wir uns gerade erholen.
Wir ihr uns mittlerweile kennengelernt habt, haben wir es wieder einmal nicht geschafft, einfach am Punkt A in einen Bus zu steigen um dann ausgeruht und entspannt am Punkt B anzukommen.
Denkste!!!
Aber im nächsten Bericht mehr.
Bild 1:
Beweisfoto!!!
Dieser Ausweis beweist, dass unsere Schirmlerein nun offiziell als kamboschanische Blutspenderin anerkannt ist. Cool, wa? ;-)
Bild 2:
Der Apsara Tanz
Der taditionelle Tanz der Khmer. Wer mal in Kambodscha ist, sollte sich eine Vorfürhung anschauen.
Abschied von "Angkor" und "Siem Reap"
Heute morgen haben wir uns aus unserem Guesthouse, dem "Prince of Mekong" verabschiedet. Wir möchten hier nochmal ausdrücklich unserem Gastgeber Erikdanken.
Wir haben uns in seinem Haus pudelwohlgefühlt und würden jedem, der mal Angkor besuchen möchte, empfehlen, dort in Logie zu gehen. Die Zimmer sind groß und geschmackvoll und das Essen ist ebenfalls einfach nur gut. Und das zu mehr als fairen Preisen.
Das wollte ich so zwischendurch einfach nur mal loswerden :-)
Bild 1:
Erik unser Gastgeber, als Schweitzer weiss er, was Europär brauchen um sich wohlzufühlen.
Bild 2:
Seine Jungs. Manchmal wäre es zwar recht nützlich, wenn sie mal den zweiten Gang ihres Getriebes benutzen würden, aber ansonsten sind es allesamt recht nette Jungs.




Tag 44/57
Bantangbang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 17.30 Uhr
"IDYLLISCHE BOOTSFAHRT"
Heute Morgen sollte es losgehen. Es war geplant, Punkt 6 Uhr mit dem Minibus abgeholt zu werden um dann mit dem Boot ca. 7 Stunden nach Bantangbang zu schippern.
So ein Minibus ist ja in Deutschland für max. 9 Personen zugelassen.
Die Kambodschaner schaffen es, dort 16 Personen reinzupferchen, zuzüglich Gepäck.
"Aber holla", da werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht, sage ich Euch.
Auch durfte ich voll Freude feststellen das mein Koerperbau   n i c h t   dem üblichen Durchschnittseuropäern entspricht. Zwar konnte ich mich noch mit meinem Hintern auf die letzte Bank quetschen, doch passten meine Schulten nicht mehr an die Lehnen. Sie waren zu breit *stolzmaldiebrustschwell*.
Also nix mit "schmale Schultern, breite Hüften" wie die Asiaten es von uns Europärn gewöhnt sind.
Ich also die ganze Fahrt nach vorne gebeugt bis zum Hafen gehoppelt, was aber, Gott sei Dank nicht so weit weg war. Nach ca. 30 Minuten war ich erlöst und konnte mich aus dem Minibus knoten.
Dann gings aufs Schiff.
Und es war wirklich idyllisch.
Wir nahmen auf dem Dach des Bootes Platz und fuhren durch eine tolle Landschaft und durch malerische Fischerdörfer, deren Häuser auf dem Wasser schwammen.
So malerisch es auch war, trotzdem ist es beeindruckend unter welchen Bedingungen Menschen noch Anfang des 21ten Jahrhundert leben können.
Vom Fluss Siem Reap(ja, der heisst genauso, wie die Stadt), in den größten See Kambodschas, dem Tonle Sap. Von dort aus wieder in einen kleineren Fluss, der anfangänglich die ungefähre Größe der Lahn besaß. Wie gesagt   a n f ä e n g l i c h.
Nach gut 4 Stunden Bootsfahrt begann der Fluss immer schmaler zu werden. Temporär sogar bedrohlich schmal.  Mit einem Lotsen am Bug, der mit einer langen Stange das Boot vom Ufer wegstieß, damit wir nicht aufliefen, schipperten wir im Tempo eines Tretbootes über den Fluss. Wir wurden immer langsamer und von idyllisches war auch nicht mehr unbedingt die Rede.
Besonders weil uns mittlerweile die Sonne schon ganzschön auf den Pelz brannte.
Schließlich sahen wir am Straßenrand 2 Pick Ups stehen, die mit den Armen gestikulierten. Ulrike meinte noch ganz trocken:
„Die stehen da, weil wir damit weiterfahren sollen"
Das betrachtete ich allerdings als recht schlechten Scherz ihrerseits, den ich auf den starken Sonneneinfluss zurueckführte. Selbst als das Boot genau an der Stelle anlegte, wo die Pick Ups standen, konnte ich noch nicht glauben, dass sie gordert wurden, um 35 - 40 Leute samt Gepäck noch gut 50 KM zu transportieren.
Nee, nee. Das konnte nicht sein. Wie soll das auch gehen. Nein, da geht nicht.   U N M O E G L I C H ! !
Aber ich wurde eines besseren belehrt. Und ob das ging. Und ihr glaubt nicht, wie nah sich die unterschiedlichsten Nationen im Angesicht des Todes kommen können.
Da geht der Hintern eines ca. 100 kg schweren Franzosen eine Symbiose mit meinem Schoß ein, und Ulrike krallt sich mal eben an den nackten Waden einer Engländerin fest. Die Schirmlerin durfte extreme nahe Bekanntschaft mit eben dem selben Gesäß machen, welches vorher auf meinem Schoß saß.
Wir hatten der Schirmlerin versprochen, dass in Asien alles halb so schlimm sei, und es keinen Grund gäbe Angst zu haben. OK, wir hatten gelogen :-(
Also ich habe auf unserem Pick Up, einschließlich den Leuten, die im Führerhaus saßen 21 Leute gezählt. Nicht zu vergessen, das dazugehörige Gepäck. Alles wäre ja noch im Toleranzbereich unserer Belastunggrenze gewesen, wenn der Wagen ab dann eine Strasse benutzt hätte.
Aber Moment? Straßen? Kambodscha? War das nicht ein Widerspruch in sich?
Ja, war es. Denn sowas, wie geteerte Straßen sind hier absolute Mangelware.
Wir fuhren am Fluss entlang, durch den Dschungel, durch Reisfelder und andere Plantagen. Und das auf absolutem Cross-Niveau. Kuhlen von 1,5 Meter Tiefe waren keine Seltenheit.
Der "Schoß-Franzose", der mittlerweile vorne, mit seinem Hintern auf Schirmlerins Gesichtshöhe stand, warnte uns, zusammen mit der Schirmlein, die auch nach vorne schauen konnte, mit einem lauten "Attenzione!" , wenn sich wieder eine solche Untiefe vor uns auftat. Kaum rief sie es, konnte man auch beobachten, wie sich die ganze Mannschaft schlagartig verkrampfte.
Und alle waren wir froh, dass nach einer solchen Aktion noch alle auf der Ladefläche saßen.
Ihr könnt uns glauben, diese Fahrt ging wirklich an die Leistungsgrenze von so manchem Passagier.
Und ganz ohne Plessuren sind auch einige nicht weggekommen. Von blaunen Flecken am Hintern, bis Schnittwunden an Arm und Rücken, aufgrund der vorbeifliegenden Äste, war alles dabei.
Wenn in Deutschland die BAG einen Schweinetransport anhalten würde, in dem die Tiere unter solchen Bedingungen verfrachtet werden, er würde umgehend aus dem Verkehr gezogen und der Fahrer wegen Tierquälerei angezeigt. Den Straftatbestand der Touristenquälerei scheint es jedoch in Kambodscha nicht zu geben.
Bild 1+2 :
Die Bootsfahrt. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis
Bild 3:
Touristentransport auf "kambodschanisch"
Bild 4:
Mein Rucksack nach 50 KM Dschungelfahrt



Tag 44/57
Bantangbang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 20.50 Uhr
Wir haben uns gerade Mal das Örtchen hier angeschaut und festgestellt, es fällt unter die Kategorie
"Müssen wir nicht haben"
Wir wären nicht wir, wenn wir nicht gerade mal unsere ganze Planung über den Haufen geschmissen hätten.
Statt von hier aus nach Phnom Phen und dann an den Strand von Kep im Süden Kambodschas zu fahren, werden wir morgen erstmal die Heimreise antreten.
Heim nach Thailand. Da ist das Essen einfach besser :-)
Also geht es morgen von hier erstmal wieder nach Bangkok. Dort bleiben wir eine Nacht, um zu entscheiden:
Geht es auch die Insel Ko Chang im Nordosten Thailands, oder nochmal nach Krabi, wo wir uns immer sehr wohl gefühlt haben. Wir wissen es selbst noch nicht. Aber morgen abend werdet ihr es auch wissen. (OK, für euch ist es dann morgen Mittag)




TAG 45/57
Bangkok, Freitag, den 22.02.2008, Ortszeit, 21.28 Uhr
"ONE NIGHT IN BANGKOK"
Nach einer relativ unspektakulären Taxi, bzw. Busfahrt sind wir nun wieder in Bangkok angekommen.
Eine wirkliche Wohltat ist hier mal wieder die Küche.
Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, dass man hier in Bangkok einen Grillfisch frischer, und um die hälfte preiswerter bekommt, als in irgendeiner Hafenstadt in Thailand, wo die Fische quasi vom Meer direkt auf den Teller hüpfen könnten.
Morgen, oder vielleicht auch erst Übermorgen soll es dann noch ein letztes Mal auf eine Insel gehen. Vorraussichtlich geht es nochmal nach Süden an die Westküste.
Vermutlich erstmal nach Ranong, ein kleines Hafenstädtchen mit Kurbadcharakter (jepp, wir werden alt *fg*). Dort werden wir dann ganz gemütlich unseren Urlaub ausklingen lassen, um dann spätestens am 01.03. wieder nach Patthaya zu fahren um dort nocheinmal unsere, neu gewonnen Freunde zu besuchen.
Und dann habt ihr uns auch bald wieder :-)




TAG 46/57
Bangkok, Samstag, den, 23. Februar 2008
Bilderrätsel:
WAS IST DAS???
Diese "Shops" sind in Thailand, wie auch in Kambodscha recht beliebt.
Man findet sie an einigen Stellen des Landes sogar alle 100 - 200 Meter.
Wer errät, was es sein kann???
Dem Gewinner bringen wir einen "frischen Red Snapper" mit *gg*
Ausgeschlossen sind alle Teilnehmer, die schon inmal in Asien waren.
Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los.
Viel Erfolg *hihi*
"ABSCHIED VON UNSERER SCHIRMLERIN"
Nach gut 1,5 Wochen gemeinsamer Abenteuerbewältigung, werden hier in Bangkok unsere Reisewege auseinandergehen.
Während es uns wieder in den Süden treibt, zieht es die Schirmlerin nach Chang Mai im Norden.
Es war wirklich schön, sie für die Zeit als Reisebegleitung an unserer Seite gehabt zu haben und danken ihr hier nochmal für ihre angenehme Gesellschaft und die schöne Zeit.
Wir wünschen ihr, dass ihre restlichen Urlaubtage etwas weniger abenteuerlich vonstattengehen und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen in Deutschland.
"BYE BYE SCHIRMLERIN"
Bild 1:
Noch ist Schirmlerin relaxt. Nicht wissend, welche Höllentrip sie noch überstehen muss.
Bild 2:
SCHIRMLERIN NOT AMUSED
Schirmlerin und Holger wieder in einem thailändichen Tuktuk kurz nach dem Höllentrip mit dem Pickup.



Immer noch 46/57
Bangkok, Sanstag, den 23.02.2008, Ortszeit, 18.11 Uhr
WIE MAN ES VON UNS GEWOEHNT IST...
... haben wir heute mal wieder alle Planungen umgeschmissen.
Wir fahren also nicht nach Ranong (dafür sind wir doch noch zu jung *gg*),
sondern nach Südosten, nach Ko Mak, in der Nähe von Ko Chang.
Das ist eine recht kleine, aber wohl hübsche Insel im Mittleren Westen Thailands. Von hier aus sind es gut 400 KM, also für unsere Verhältnisse ein Kurztrip *gg*.
Leider haben wir dort noch niemanden erreicht um einen Bungalow (Strohhütte) zu buchen. So hoffen wir morgen Abend, wenn wir dort ankomen, nicht am Strand schlafen zu müssen.
Es ist also gut möglich, dass ich nun 2-3 Tage keinen Eintrag machen kann.
Trotzdem leben wir noch :-)
NACHRICHT VON DER "SCHIRMLERIN"
Und jetzt möchte ich, die Schirmlerin, mich von allen Lesern, die mich kennen, verabschieden. Ich war sehr froh, dass mich Ulrike und Holger adoptiert haben, denn, wenn man die dos and donts in Asien ein bisschen weis, erleichtert das das Leben ungemein.
Ich freue mich auf die Berge im Norden und freue mich auch auf die kühleren Temperaturen, die dort herrschen sollen.
Und Du, liebe Minganz, wenn Du nach dem 10. März auf der Durchreise nach Südtirol sein sollst, würde ich mich auf ein Wiedersehen freuen.
Viele Grüße an alle
Ciao, die Schirmlerin
Bilder: "Bankgkok Impressionen"
Bild 1: Pad Thai - lecker, preiswert, kalorienreich
Bild 2: Sowas gibt es wohl nur in Asien - Der "PH" (Pohalter)




TAG 48/57
Ko Mak, Sonntag, den 25.02.2008, Ortszeit 14.00 Uhr
"HOLGER LEIDET UNTER URLAUBSDEMENZ"
Gestern Nachmittag sind wir wohlbehalten auf Ko Mak angekommen.
Unter gekommen sind wir im TK Hut Resort. Eine hübsche, kleine Bungalowanlage direkt am Strand. Unter der Leitung eines Berliners ist das Essen fast besser als es uns lieb ist (Stichwort Kalorien). Die Hütte in der wir wohnen ist zwar nicht der Whopper, aber es ist auszuhalten.
Allerdings fange ich so langsam an darüber nachzudenken, ob ein zu langer Urlaub unter Umständen zu Bewusstseinsspaltungen führen kann. So tritt bei mir gerade ein besonderes Krankheitsbild auf, welches mir bisher nicht geläufig war.
Ich habe sie "Urlaubsdemenz" getauft.
Ich fange nämlich an recht merkwürdige Dinge zu tun, was ich wohl auf den langen Aufenthalt in fremden Kulturen zurueckführe.
So habe ich heute Morgen angefangen Muscheln zu sammeln.
Hallo? Holger sammelt Muscheln.
Und er freut sich dann noch wie ein Schneekönig, wenn er ein vermeindlich selten schönes Stück ergattert hat. Da strahlt er wie ein kleines Kind über seinen gefunden Schatz.
Nun frage ich Euch. Ist das nun das Krankheitsbild einer Demenz oder nicht?
Also wenn ich mir nun noch Eimer und Förmchen besorge, gebe ich euch rechtzeitig bescheid, damit ihr in Deutschland schonmal therapeutische Maßnahmen vorbereiten könnt.
Das heißt, wenn ich dann noch in der Lage bin die Tastatur zu bedienen.
Ansonsten muss Ulrike das machen, während sie mich im Laufstall am Strand zurücklässt "fg".
Bilder: Inselimpressionen von Ko Mak




TAG 49/57
Ko Mak, Dienstag, den 26.02.2008
"ABHAENGEN UND ANDERE HOBBIES"
Nachdem ich nun meine Leidenschaft für fühkindliche Aktivitäten entdeckt habe, bekommen wir hier die Zeit relativ locker rum.
Während Ulrike sich gemütlich in der Hängematte räkelt, verbringe ich die Zeit am Strand mit Muscheln suchen.
Wenn das so weitergeht, entwickelt sich das noch zu meinem neuen Hobby. Solltet ihr also ab dem 5. März jemanden am Rheinufer sehen, der verzweifelt versucht Muscheln zu finden, dann werde ich das wohl sein *fg*
Wir haben aber jetzt schon unsere Abreise nach Patthaya fuer 28.02. fixiert.
Dann soll es mal genug sein, mit Inselfeeling.
Außerdem hat sich heausgestellt, dass diese Insel meine Entwicklung in extremster Weise hemmt. Hier gibt es nämlich weder Eimerchen noch Sandförmchen zu kaufen. *gg*



Tag 50/57
Ko Mak, Mittwoch, 27. Februar 2008
"DIE INSELBETTLER VON KO MAK"
Während unserer gesamten Reisezeit hat uns eine ganz bestimmte "Berufsgruppe" kontinuierlich begleitet.
"Die Bettler".
Mal aufdringlich und ziemlich nervig, manchmal aber auch recht dezent und wirklich bemitleidenswert trifft man sie wo immer man geht und steht.
Hier auf der Insel Ko Mak haben wir jedoch eine ganz neue Spezies dieser Gattung entdeckt.
An Raffinesse und Betteltechnik sind sie kaum noch zu überbieten.
Man könnte fast glauben, sie haben maffioese Strukturen, so professionelle Bettelkünste haben sie hier entwickelt und nutzen diese auch schamlos aus.
Sie bedienen sich sämtlicher psychologischen Tricks um an Ihr Ziel der Begierde zu gelangen.
Selbst als „knallharter, egoistischer Geiztourist" kann man sich ihrer Betteltechniken kaum entziehen. Auch Ulrike, die in dieser Richtung als unerbittlich gilt, hat sichtlich Mühe sich dagegen erfolgreich zu wehren.
Wenn es um Bettelrhetorik geht sind die hiesigen Ïnselbettler kaum zu überbieten.
Daher habe ich auch beschlossen, Ihnen hier in diesem Tagebuch mal einen eigenen Eintrag zu widmen, was ich hiermit getan habe.
Bild:
Einer der Bettlerbanden am Esstisch eines Strandresaurantes.
Auf frischer Tat fotografiert.
Wem kann da sein Essen noch schmecken???
Da bleibt mir nur noch zu sagen: "GUTEN APPETIT"




TAG 53/57
Pattaya, Freitag,  den 29.02.2008, Ortszeit 9.20 Uhr
"ANKUNFT AUF DEM LETZTEN ABSCHNITT UNSERER REISE"
Nachdem wir uns nocheinmal das zweifelhafte Vergnügen einer Minibusfahrt gegönnt hatten, sind wir gestern wohlbehalten in Pattaya angekommen.
Die Nutzung von den sogenannten Lokalbussen macht nur Sinn, wenn man genau weiss, wann sie wo abfahren. Weiß man es nicht besteht die Gefahr, dass man irgendwo in der Wallachei in der prallen Sonne steht und einen Busfahrplan in thailändischer Schrift studieren darf. Wie sich wohl jeder denken kann, ist das selten von Erfolg gekrönt. Um uns das zu erparen buchten wir halt den Minibus.
Diese Minibusreisen sind immer recht nervig. Erstens weil sie meißt hoffnunglos überfüllt sind und reinquetschen was anatomisch auch nur mit dem größtem Maß an Fantasie möglich ist, zweitens weil man nie genau weiß, ob er wirklich den schnellsten Weg nimmt, oder erstmal ganz uneigennützig eine Shoppingtour veranstaltet. Oft landet man dann nach einer viel zu langen fahrt an irgendeiner überteuerten Raststätte bei der der Busfahrer Provision kassiert.
Dieses Abenteuer  wurde uns gestern jedoch erspart. Die Rasstätte an der wir hielten war recht gut mit fairen Preisen und soweit ich das beurteilen konnte fuhr er auch den kürzesten Weg.
Ebenfalls hatte ich den großen Vorteil das "Berliner U-Bahnkind" an meiner Seite gehabt zu haben. Da Ulrike seit frühester Jugend das "Drängeln und ausspähen der besten Plätze schon von Kindesbeinen an in der U-Bahn perfektionieren konnte, ergatterten wir die Besten Plätze mit der meissten Beinfreiheit.
An dieser Stelle sei Ulrikes "U-Bahndrängeltalent" mal ganz hoch gepriesen *gg*
Nun genießen wir unsere letzten Tage im Trubel Pattayas, was nach der ruhigen und beschaulichen Abgeschiedenheit auf der Insel Ko Mak auch mal wieder recht amüsant sein kann.




Tag 54/57
Pattaya, Samstag, den 01.03.2008, Ortszeit 12.15 Uhr
"AUF DER SUCHE NACH DEM "FITTNESSNIRVANA SONDERBONUS"
Auch auf die Gefahr als Streber dazustehen.
Ich bin nun schon wieder seit über einer Woche, pünktlich zum Sonnenaufgang am joggen.
Schon auf Ko Mak habe ich die ersten Sonnenstrahlen genutzt um den Strand entlang zu laufen. Das war im Übrigen paradiesisch. Mit dem Sonnenaufgang am Meer laufen, keine Menschenseele weit und breit. Ja, das hatte schon was.
Lediglich begleitet von einigen Mitgliedern der bereits erwähnten "Bettelmafia von Ko Mak", die anscheinend nie zu schlafen scheinen, aber ihr Tätigkeit als Bettler ruhen liessen.
Wer sitzt um diese Uhrzeit auch schon am Esstisch eines Strandrestaurantes ;-)
Hier in Pattaya verfolge ich wieder den "atmosphärischen Hindernislauf", den ich vor einiger Zeit schonmal beschrieb. Diesbezüglich hat sich hier nichts geändert. Immer noch jede Menge, offene, stinkende Mülltonnen.
Meiner, mehr oder weniger konsequenten Lauferei verdanke ich wohl auch, dass nicht mehr Holger zurück nach Deutschland fliegt, als hier angkommen ist.
Es wäre gegenüber der Fluggesellschaft auch recht unfair.
Da hier das Essen ja mehr als vorzüglich ist und auch das Bier in nicht geringen Mengen mein Innerestes besuchen durfte, kann ich mich glücklich schätzen nicht wieder als lebendes Abbild einer "Glücksbuddha-Statue" zurückzukommen.
Und ausserdem gibt es bestimmt einen Sonderbonus für meine Eintrittskarte ins "Fittness-Nirvana" *fg*
Wie ihr sicherlich bemerkt, schreibe ich zur Zeit nicht gerade einen "Stephen King Roman".
Dies liegt wohl daran, dass wir auch nichts provozieren, was unsere „Faulerietes“ gefährden konnte. Es ist also gerade wenig spannend. Sorry dafür.
Aber solangsam müssen wir euch ja auch entwöhnen, denn die Einträge werden bald ein Ende haben.
Wir sind gerade so langweilig, dass wir gestern abend sogar......
...nein, das darf ich nicht schreiben. Ulrike hat mir ausdrücklich verboten hier zu veröffentlichen, mit was für "dekadenten DIngen" wir uns die letzten Abende an einer der belebtesten Partymeilen Thailands die Zeit vertreiben.
Es sei nur soviel gesagt, es war kein "Halligalli auf der Walkingstreet".
Tagsüber hängen wir noch ein wenig am Strand ab.
Heute Abend noch ein Abschiedsessen bei Benno.
Das war's ja auch schon fast.
Also alles nichts aufregendes mehr. Und das ist auch gut so




TAG 56/57
Pattaya, Montag, den 03.03.2008, Ortszeit 12.04 Uhr
"COUNTDOWN LÄUFT"
Dies wird wohl der letzte Eintrag sein, den ich aus Asien in dieses Tagebuch absetze.
Sicher kommt noch eine "Nachlese", wenn wir wieder in Deutschland sind.
Morgen früh um 3.45 Uhr Ortszeit, also 21.45 Uhr MEZ, werden wir in Richtung Rom abheben.
Solange lungern wir halt noch ein wenig in Pattaya und Jomtiem ab und schlagen die Zeit und unsere letzten Bahts tot .
Nach ca. 7 Stunden Aufenthalt in Rom werden wir voraussichtlich um 19.10 Uhr in Frankfurt a.M. landen.
Roter Teppich, 50 köpfiges Willkommenskomitee und Kanapees mit Champagner wären zwar eine nette Geste, ist aber nicht nötig *gg*.
Trotz der zahlreichen Eindrücke, vielen schönen Erlebnisse und tollen Länder, die wir besucht haben, freuen wir uns nun doch wieder auf unser Koblenz und allem was dazu gehört ;-)
*Baht = Währungs in Thailand
Bild 1:
Ein Stück von meinem Joggingweg - Promenade am Strand
Bild 2:
Die letzten Strandimpressionen von Pattaya. Aufgenommen, morgens um 5.45 Uhr





TAG -1/57
Koblenz den 05.03. 2008, Ortszeit : siehe rechts (9.42 Uhr)
"WIEDER ZUHAUSE"
Vor ca. 1 Stunde haben wir die Tuere unsere Wohnung geoeffnet.
Gerade merke ich auf der Tastatur, dass sich dort ja wieder "ä´s". "ö´s" und "ü´s" befinden. (Anmerkung der Redaktion: Für die bessere Lesbarkeit wurden hier im Buch die Umlautete ä, ö und ü verwendet Hallo liebe Judith, vielleicht kannst du es besser formulieren?)
Also nochmal....
Vor ca. einer Stunde haben wir die TÜRE zu unserer Wohnung GEÖFFNET. *gg*
Wir sind wieder zuhause.
Nachdem wir gestern abend erst sehr spät bei meinen Eltern angekommen sind (Mein Papa hatte uns vom Flughafen abgeholt und wir hatten das Auto im Westerwald abgestellt), war es uns wirklich zu spät, um nach Hause zu fahren.
Außerdem (juhuu, ein "ß" ist auch wieder da) musste es ja ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt schneien, an dem wir mit unseren Sommerreifen Richtung Koblenz fahren wollten. Außerdem waren wir so nebenbei mal gut 30 Stunden unterwegs und froh, so schnell wie möglich schlafen zu können.
So haben wir also eben ganz offiziell unsere 2 monatige Reise beendet.
Gestern haben wir uns zum Abschluss noch das "kleine Abenteuer Rom" gegönnt.
Obwohl ich ein wenig "schissrig" war, wir könnten unter Umständen den Flug nach Hause verpassen, konnte mich Ulrike davon überzeugen unseren 7stündigen Aufenthalt in Rom effizienter zu nutzen, als unser letztes Urlaubsdasein auf dem Flughafen zu fristen.
Und wie sich herausstellen sollte, war das eine der besten Ideen unseres Urlaubes. Bei gut 15 Grad und strahlenden Sonnenschein konnten wir den Frühling von Rom genießen.
Dank Gabi, Ulrikes Chefin, die sich eine wahnsinnige Mühe gemacht hat, vor unseren Urlaub, für uns einen supertollen Romführer zu erstellen, konnten wir die Stadt voll auskosten.
Wir möchten Gabi an dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön in diesem Tagebuch hinterlassen. Ohne deinen, perfekt erarbeiteten Führer hätten wir diesen Kurztripp wohl nicht gewagt.
Also genossen wir noch ein Fläschchen "Vino bianco" und eine originale Pasta in der Altstadt Roms.
SUPER WAR`S :-)
Fortsetzung folgt....
Bilder: Ein Spaziergang durch Rom bei frühlingshaften Wetter rundete unseren Urlaub nochmal so richtig ab.
Ein Mittagessen in der "ANTICA TAVERNA"
mitten in der römischen Altstadt.
Dank Gabies Geheimtipp konnten wir zum Abschluß unseres tollen Urlaubs noch mal gute, und für römische Verhältnisse preiswerte "Pasta & Vino" genießen.
Tag -2/57
Koblenz, Donnerstag, den 06.03.2008
"NACHLESE"
Wieder zurück in Koblenz kämpfen wir noch ein wenig mit dem Jetlag.
Es ist ein wenig gewöhnungbedürftig, dass die Sonne hier gut 6 Stunden später aufgeht als in Asien.
Schon während unserer Reise habe ich mir Gedanken darüber gemacht, dass es im Grunde viele Menschen gibt, die daran Teil hatten, dass unser Urlaub ein solch tolles Erlebnis sein durfte.
Wie ein guter Hollywood-Film soll dieses Reistagebuch auch einen "Abspann" erhalten, in dem alle erwähnt sein sollen, die auch hinter den Kulissen Anteil an unserer Reise hatten.
Hier also mal eine ganz "DICKES DANKESCHÖN" an:
- unseren "MAMA´S ",
ohne deren finanzielle Unterstützung unsere Reisen in diesem Maße niemals
möglich gewesen wären.
- meinem "PAPA",
der als "Taxifahrer" uns zu nachtschlafender Zeit zum Flughafen fuhr, und uns auch wieder abholte.
- ULRIKE, meinem Schatz.
Ohne die ich wohl niemals nach Asien gefahren wäre. Die es immer wieder
geschafft hat, Streitigkeiten schon im Ansatz zu deeskalieren, sodass wir 8 Wochen lang als echte EINHEIT durch die Welt reisten. 8 Wochen, rund um die Uhr zusammen und nicht ein nennenswerter Streit. Das soll uns erstmal jemand nach machen :-)
DANKE ...

- für alles mein Schatz.
-
SIGRID UND DIRK,
   u
nsere ganz lieben Freunde, die sich während unserer gesamten Abwesenheit      ganz toll um unsereWohnung gekümmert haben.
-
WOLFGANG KOLL,
   ohne den dieses Tagebuch in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
- der
SCHIRMLERIN,
   die uns 2 Wochen eine wirklich tolle Reisebegleitung war und uns ....
   (achja, sie hatte mir ja verboten, das nochmal zu erwähnen). Trotzdem DANKE,         nochmals. :)
-
ALEX
   der "Stammtischkumpel" meines Papas, der jeden Tag unserer Einträge           ausgedruckt hat, damit meine Eltern auch daran teilhaben konnten. Das war     wirklich lieb.
-
GABI
  Ulrikes Chefin, die uns mit einem super, selbsterstellten "Rom-Führer" einen     letzten, tollen Urlaubstag in Rom beschert hat.
-
Dank auch an alle, die sich in unseren GÄSTEBUCH eingetragen haben und uns   Grüsse hinterlassen hatten. Wir haben uns über jeden einzelnen Eintag riesig  gefreut.
- Dank an
alle LESER unseres Tagebuches, die auch im verborgenen unsere Erlebnisse mitverfolgten.
-
KONRAD DUDEN,
dass er so geduldig die "orthografische Vergewaltigung" der deutschen Sprache und seines Werkes in meinen Einträgen ertrug, ohne sich in seinem Grab herumzudrehen.
- Unser
Fotoapparat,"SONY CYBERSHOT". Der stellensweise Höchstleistungen verbringen musste, x-mal die Anziehungskraft der Erde über sich ergehen lassen musste, und ansonsten nicht gerade sorgsam behandelt wurde, uns aber nie im Stich ließ.

Sie alle trugen dazu bei, dass wir einen Urlaub erleblink:/Reisetagebuch/Memories/Thailand-2012/ en durften, den wir so schnell nicht vergessen werden.
D A N K E






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