Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog
F e b r u a r    2 0 2 6



28.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟑𝟏
𝔸𝕘𝕚𝕒 𝕋𝕙𝕖𝕠𝕕𝕠𝕣𝕖 – 𝕎𝕖𝕟𝕟 𝕊𝕥𝕒𝕥𝕚𝕜 𝕫𝕦𝕣 ℂ𝕙𝕖𝕗𝕤𝕒𝕔𝕙𝕖 𝕨𝕚𝕣𝕕.

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  • agia theodora vasta

Da könnte man tatsächlich glauben, hier hat der liebe Gott nicht nur den Statikern, sondern auch den Botanikern mal so richtig gezeigt, wo der Frosch die Locken hat... oder dass Naturwissenschaften schlicht und ergreifend überbewertet werden.
Denn was hier abgeht, sollte weder nach statischen, noch nach biologischen Gesetzen möglich sein…
Und? …
Es geht trotzdem…
Wieder einmal ein Beweis für Existenz Gottes?
Haben Außerirdische ihre Finger im Spiel?
Oder lügt die Naturwissenschaft?
𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐞𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐫𝐛𝐮𝐧𝐠…🙈

Reden wir also über die 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐞…
oder das sogenannte 𝐖𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐕𝐚𝐬𝐭𝐚.
Wir fahren vom Süden aus über die Berge.
Der Weg vom Norden wurde uns aufgrund mehrerer Erdrutsche vor 2 Wochen verwehrt, also wagen wir einen zweiten Versuch.
Von Süden erreichen wir letztendlich unser Ziel…
… auch wenn die Hinterlassenschaften der letzten Unwetter noch durchaus präsent sind.
Aber wir kennen unsere Spurbreite (1.810 mm) und das ist schmaler als man meinen möchte. Ganz besonders, wenn man sich um das eine oder andere Hindernis erfolgreich herummogeln möchte. 😉
Wie dem auch sei… wir sind angekommen…
am 𝐖𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐕𝐚𝐬𝐭𝐚.
Ich befürchte jedoch… spätestens beim Netzempfang hört die wohlwollende Verteilung von Wunder auf…
Internet? … Fehlanzeige.
Aber vielleicht ist es doch etwas zu viel verlangt an göttlicher Fügung.
Wunder, wie Bäume die auf Dächern wachsen… OK… aber Netzempfang? …
Es gibt Dinge in diesem Universum, da sind selbst die „Götter“, welcher auch immer dafür zuständig sein sollte, einfach überfordert.
Vielleicht „Hermes“, als Götterbote?
Oder „Telekomia“, die Göttin des immerwährenden Internetempfangs?
Hier oben zumindest, fühlt sich keiner so wirklich zuständig.
Aber nun steht sie da… die 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐞…
… gerade mal 4 x 5 Meter Wohnfläche… also auch nicht wesentlich mehr Platz, als unsere Kuscheldose zu bieten hat. Oder ein Apartment in der Düsseldorfer Innenstadt für 1.200 € kalt.
Dafür gibt es hier 𝐣𝐞𝐝𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐁𝐨𝐭𝐚𝐧𝐢𝐤… und zwar auf dem Dach… also jetzt nicht so ein bisschen Kunstwiese mit Gänseblümchen…
𝐍𝐞𝐢𝐧… auf der Agio Thedore steht ein regelrechter Wald.
Ihr habt richtig gelesen… auf dem Dach stehen Bäume…
Und das sind jetzt keine kleinen Topfpflänzchen oder Bonsais…
Nein…
𝐄𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 und 𝐏𝐥𝐚𝐭𝐚𝐧𝐞𝐧… 𝟏𝟕 𝐒𝐭𝐮𝐞𝐜𝐤 an der Zahl und bis zu 𝟑𝟎 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐜𝐡, mit einem errechneten Gesamtgewicht von ca. 𝟗 𝐓𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧.
Es ist also das 𝐆𝐞𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝟑 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫, das da mal so eben auf dem Dach parkt… und das auch nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrhunderten.
Und in der Kirche? … Nichts… Kein Stamm, kein Ast, kein Borkenkäfer… absolut nichts, was auf die Bäume auf ihrem Dach hinweisen würde… nicht mal Pfifferlinge wachsen an der Wand.
𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐬𝐮𝐧𝐠:
Die Wurzeln der Bäume haben sich im Inneren des Mauerwerkes nach oben gearbeitet, um sich auf dem Dach zu entfalten.
„𝐈𝐭´𝐬 𝐌𝐚𝐠𝐢𝐜“
Die Legende, die dahinter steckt, birgt durchaus Material für eine 12 -Teilige Netflix-Serie.
Wir schreiben das 𝟏𝟐. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭… also zumindest so ungefähr. Man weiß es nicht mehr so genau…
Und es damals mit der Googlelei auch noch nicht so gängig war, behauptete man einfach Dinge und dann war es halt  so… 𝐏𝐮𝐧𝐤𝐭.
𝐅𝐞𝐬𝐭 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭 𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭…
Die Kirche steht hier… Physisch durchaus mit allen seinen Sinnen registrierbar.
Und wo eine alte Kirche steht, da ist entweder ein Schatz oder es sind alte Knochen vergraben. Oder es liegt ein Drama in der Luft.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… Ein Schatz ist es nicht. 😉
𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐚… also die Namenspatin dieser Kapelle  lebte mit ihren Eltern und 2 Schwestern hier in 𝐕𝐚𝐬𝐭𝐚.
Mit 3 Kindern war die Familie so arm, dass selbst die Kirchenmäuse für sie eine Kollekte herumreichten. Es half aber alles nichts… 🤷‍♂️
Zu dieser Zeit herrschten die Byzantiner und erließen ein Gesetz das besagte, dass jede Familie einen Sohn zum Militär zu schicken, oder eine Steuer zu begleichen hätte.
Das die Familie lediglich aus 3 Töchtern bestand, gab es ein Problem, das es zu lösen galt, da… ihr könnt es wohl erraten… die Familie zu arm war, um die Ausgleichssteuer zu begleichen.
Nicht einmal die Kollekte der Kirchenmäuse konnte sie nun retten…
Statt nun barfuß mit Schwefelhoelzchen durch die Stadt zu ziehen, oder in einen hundertjährigen Schlaf zu verfallen, um sich von einem Prinzen wachküssen zu lassen, verkleidete sich Theodora und ging als „Theodoris“ zum Militär…
Heute nennt man sich „Trans“ und erhält bei der Bundeswehr eine eigene Toilette… Damals war das alles noch etwas komplizierter und konservativer.
Und so stand sie beim Militär über Jahre ihren „Mann“, ohne dass es jemand bemerkte…
Frühes Aufstehen, Marschieren, Pinkeln im Stehen... alles machte die mit.
Theodora hielt durch…  Unter der Gemeinschaftsdusche machte sie einfach auf schüchtern…
Alles ging so lange gut, bis…
… Ja… bis sich eine Wäscherin in „Theodoris“ verliebte…
Da hatten die Pheromone sich einfach mal geirrt… Fehlfunktion…
...es half aber alles nichts… die Wäscherin blieb hartnäckig.
Nur leider war „Theodoris“, zumindest biologisch für die Bedürfnisse der Wäscherin nur bedingt verfügbar. So blieb Theodora höflich distanziert, was der Wäscherin allerdings sehr missfiel.
So behauptete sie, nach Wochen der Ablehnung, von Theodoris schwanger zu sein…
… und wie wir alle wissen, ist dieser Zustand mit ausschließlich weiblichen Geschlechtsteilen nur schwer in die Tat umzusetzen.
Doch statt ein Revival der unbefleckten Empfängnis zu inszenieren, gab es stattdessen ein Todesurteil für die, aus verständlichen Gründen, nicht heiratswillige Theodora…
Trotz ihrer beteuerten Unschuld in jeglicher Form wurde sie hingerichtet.
Bis zum Ende gab sie ihre Identität nicht preis, um ihre Familie zu schützen.
𝐒𝐨 𝐛𝐞𝐭𝐞𝐭𝐞 𝐬𝐢𝐞 𝐯𝐨𝐫 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐦 𝐓𝐨𝐝 𝐳𝐮 𝐆𝐨𝐭𝐭…
- Ihre Grab möge zu einer Kirche werden.
- Ihr Blut zu frischem Quellwasser
- Ihre Haare zu Bäumen
Der aufmerksame Leser kann sich nun denken, was jetzt kommt… richtig.
𝐃𝐚 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐧𝐮𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐚…
Eine Kirche, gebaut unter einem Quellbach, mit 17 Bäumen auf dem Dach.
Erst nach ihrer Hinrichtung wurde ihr Geheimnis gelüftet und Theodora wurde für ihre selbstlose Tat 𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐠𝐞𝐬𝐩𝐫𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧…
Kann man so machen. 🤷‍♂️
Seitdem pilgern die Menschen dorthin … Männer, Frauen und ganz bestimmt auch Transmenschen…
Und womit? … Mit Recht. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




25.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟐𝟖
𝕂𝕠𝕣𝕠𝕟𝕚 & 𝕄𝕖𝕥𝕙𝕠𝕟𝕚𝕤… ℤ𝕖𝕦𝕘𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟 𝕤𝕠 𝔸𝕝𝕝𝕖𝕣𝕝𝕖𝕚

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Unsere weitere Reise führte uns nach 𝐊𝐨𝐫𝐨𝐧𝐢 und 𝐌𝐞𝐭𝐡𝐨𝐧𝐢.
Koroni klebt gewissermaßen an der Südwestspitze des Peloponnes.
Rechts… Meer… links… Meer… davor… noch mehr Meer… mehr Meer geht nicht…
Es sei denn, es ist eine Insel. 🤷‍♂️
Koroni ist wieder einmal so ein Ort, an dem man darüber nachdenkt, ob man sein gesamtes Hab und Gut… also Bausparvertag, das Süßwasseraquarium und die Schublade mit ungenutzten HDMI-Kabeln aufzulösen sollte, das alles gegen eine Fischerhütte und einen Esel eintauschen, um dann in einer solchen Gegend seine 600 € Mindestrente zu verprassen.
Kaum habe ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, fällt mir ein…
Ich habe gar kein Süßwasseraquarium und die HDMI-Kabel stecken aktuell bei irgendeinem Freund in einer Umzugskiste auf dem Speicher.
Also begnügen wir uns mit einer temporären Besichtigung dieser Orte … und zwar ohne Esel und ohne HDMI Kabel.
Vor uns liegt nun also erst einmal Koroni…
62 Hektar Steine, Olivenbäume und Schweißausbruch… das nur so nebenbei… der Frühling ist da… und die Sonne zeigt nun wieder was sie kann. 🌞
Die Venezianer nannten die Burg "𝐂𝐨𝐫𝐨𝐧“ … also nicht „𝐂𝐨𝐣𝐨𝐧𝐞𝐬“… andere Sprache… anderer Kontext. 🙈
Zusammen mit der Schwestern-Burg „Methoni“, der wir ebenfalls noch einen Besuch abstatten möchten, waren sie die „𝐀𝐮𝐠𝐞𝐧 𝐕𝐞𝐧𝐞𝐝𝐢𝐠𝐬“, hier am Messinischen Golf. So nannten die Venezianer zumindest selbst diese beiden Bastionen.
Was erst einmal recht romantisch klingt, war im Grunde eine recht kriegerische Geld-Druck-Maschine.
Koroni Castle… wurde einst von den Venezianern im 13. Jahrhundert erbaut.
Ihr wisst schon… die Venezianer, das sind die Jungs die unentwegt „𝑶 𝒔𝒐𝒍𝒆 𝒎𝒊𝒐“ trällern und für 250€ pro Stunde händchenhaltende Rentner in ihren Gondeln durch dunkle Kanäle schippern.
Man sollte es nicht für möglich halten, dass sich diese, doch im Grunde so freundlich wirkenden Gesellen, sich einst in Richtung Westen aufmachten, um hier am messinischen Golf ein paar Außenstellen für Wegelagerei zu eröffnen.
Da es in es dieser Region allerdings an Kanäle mangelt, baute man diese Burgen, um Passanten des messinischen Golfes lukrativ zur Kasse zu bitten.
Und wer jetzt glaubt, diese Idee hätte dieser orangefarbene Greis mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung aus Übersee für sich alleine gepachtet, der irrt.
Zölle waren bereits im Mittelalter das adäquate Mittel der Wahl, um eine autokratische Willensbildung durchzusetzen und fremde Völker klein zu halten. Da hat wohl jemand zu viel Geschichtsbücher gelesen. 🙈
Gemeinsam mit „Koroni Castle“, auf der anderen Seite des „Ringfingers von Peloponnes“, hatten die Venezianer den Messinischen Golf über Jahrhunderte fest im Griff.
Alles was hier vorbei kam und dumm genug war sich erwischen zu lassen, wurde von den Venezianern mit Zöllen belegt oder wahlweise versenkt.
Und mitten in dieser Geschichte von Kanonen, Mord und Totschlag, stößt man hier tatsächlich noch auf eine 𝐎𝐚𝐬𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐅𝐫𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐮𝐡𝐞, die allerdings erst 1912 begann.
Denn zu dieser Zeit wurde in der Festung Koroni das 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫  „𝐓𝐢𝐦𝐢 𝐏𝐫𝐨𝐝𝐫𝐨𝐦𝐨𝐬.“ gegründet …
Ein Kloster, das alles mitbringt, was ein Kloster so braucht, auch wenn es recht klein zu sein scheint…
Einen wunderschön angelegten Garten, eine Kapelle Namens 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐒𝐨𝐟𝐢𝐚, ein friedlicher Friedhof… und die Kirche zum 𝐇𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐥𝐚𝐦𝐛𝐨𝐬, die sogar mal eine Moschee war.
Sogar 𝐍𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧 gibt es… so richtige, lebendige Nonnen… nur füttern darf man sie nicht. 🤷‍♂️
Sie pflegen dieses Kloster in einer Geduld, als würden sie eine 4 Stündige Powerpoint-Präsentation über die korrekte Sortierung von Büroklammern, ohne einmal tief durchzuatmen überstehen.
Freundlich lächelnd verkaufen in ihrem „𝐆𝐢𝐟𝐭-𝐒𝐡𝐨𝐩“ so ziemlich alles, was der gemeine Tourist glaubt, unbedingt im Handgepäck mit nach Hause nehmen zu müssen.
Handarbeiten, wie zum Beispiel bestickte Deckchen, gehäkelte Pudelmützen mit dem Konterfei der einen oder anderen, mir allerdings unbekannten Heiligkeit und selbstgebastelte Schmuckvarianten die durchaus an ein Intimpiercing erinnern.
Des weiteren jede Menge, handetikettierte Einweckgläser mit Substanzen, die vom Olivenöl bis zum Schlafmohnsaft so ziemlich alles beinhalten könnten, was dem Namen "Gift-Shop" aus einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen lässt. 🙈
Wir entschieden uns für ein 𝐆𝐥𝐚𝐬 𝐊𝐚𝐩𝐞𝐫𝐧 aus eigener Herstellung… Warum? … Darum!
Kommen wir zu „𝐌𝐞𝐭𝐡𝐨𝐧𝐢 𝐂𝐚𝐬𝐭𝐥𝐞“…
Eine Stadt die weniger Einwohner hat, als seine Geschichte in Jahren zählt…
Quasi direkt gegen über der Festung Koroni, am peloponnesischen Ringfinger kommt die kleine Hafenstadt mit seinen knapp 2.600 Einwohnern recht gemütlich daher.
Wie in so manchen anderen Städten Griechenlands gaben sich auch hier die antiken Großmächte die Türklinke ein die Hand…
Ob 𝐁𝐲𝐭𝐚𝐧𝐳𝐢𝐧𝐞𝐫, 𝐕𝐞𝐧𝐞𝐳𝐢𝐚𝐧𝐞𝐫 oder 𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧…
In Methoni durfte quasi jeder mal rein…
𝐍𝐞𝐢𝐧… nicht so… Pfui!!!
Die Venezianer bauten beide Städte letztendlich zu mächtigen Festungen aus, um hier ihre „𝐦𝐨𝐝𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐙𝐨𝐥𝐥𝐩𝐨𝐥𝐢𝐭𝐢𝐤“ zu etablieren.
Der „𝐁𝐮𝐫𝐭𝐳𝐢“, der Wachturm am Südende, war quasi Zollstation und ausgestreckter Arm der Festung Methoni, dessen Tribut einen unbehelligten Zugang aus und in den messinischen Golf gewährleistete, ohne in die ewigen Seegründe bombardiert zu werden.
Methoni selbst ist durchaus einmal einen Spaziergang wert, vorausgesetzt, man erwartet weder eine weitere Akropolis, noch eine Besteigung des Olymps.
Hier geht alles etwas entspannter zu…
𝐊𝐞𝐢𝐧 𝐁𝐫𝐢𝐦𝐛𝐨𝐫𝐢𝐮𝐦… dafür gibt´s ja die Festung, jede Menge Katzen und das Meer.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐞𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




22.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟐𝟓
𝕄𝕪𝕤𝕥𝕣𝕒𝕤… 𝕘𝕖𝕣𝕟𝕖 𝕞𝕚𝕥 ℝ𝕠𝕝𝕝𝕥𝕣𝕖𝕡𝕡𝕖.

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Es gibt Orte, die liegen einfach einem Hang… und es gibt 𝐌𝐲𝐬𝐭𝐫𝐚𝐬.
Mystras liegt nicht einfach nur am Hang… Mystras ist eher ein 𝐑𝐞𝐟𝐮𝐠𝐢𝐮𝐦 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐌𝐮𝐫𝐦𝐞𝐥𝐭𝐢𝐞𝐫𝐞.
Mystras ist eine mittelalterliche, byzantinsiche Stadt, die irgendwann beschlossen hat
„𝑈𝑛𝑡𝑒𝑛? … 𝐷𝑎𝑠 𝑖𝑠𝑡 𝑤𝑎𝑠 𝑓𝑢𝑒𝑟 𝐴𝑛𝑓ä𝑛𝑔𝑒𝑟… 𝑊𝑖𝑟 𝑠𝑖𝑛𝑑 𝑧𝑢 ℎ𝑜𝑒ℎ𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑏𝑒𝑟𝑢𝑓𝑒𝑛.“
Die Burg von Mystras ist ein 𝐤𝐚𝐫𝐝𝐢𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐄𝐧𝐝𝐠𝐞𝐠𝐧𝐞𝐫.
Du solltest eine alpine Grundausbildung genossen haben oder zumindest einmal ein Murmeltier in freier Wildbahn gesehen haben, um Dich dort hinauf zu wagen.
Ein gültiges Testament wäre ebenfalls von Vorteil… obwohl...
... hier in Mystras wirst du garantiert nicht von einem Bus überfahren. 🙈
Und tatsächlich ist der Weg hinauf zur Burg für den Besucher eine ganz spezielle Herausforderung.
Hierbei hat ganz bestimmt schon der eine oder andere schwächelnde Rentner aus Wanne Eikel ins Licht geschaut… und damit meine ich jetzt nicht die Sonne. 🙈
Sagen wir mal so… Barrierefrei ist anders.
Und Ja… es geht nach 𝐨𝐛𝐞𝐧… und wenn ich hier schreibe „𝐨𝐛𝐞𝐧“, dann meine ich auch „𝐨𝐛𝐞𝐧“.
Da ich meiner Kondition aktuell weniger vertraue als dem Serviervorschlag auf einer Tiefkühlpizzaverpackung habe ich mir, angesichts dieses Weges, der da wohl vor uns liegt, noch sicherheitshalber eine 𝐃𝐞𝐟𝐢𝐛𝐫𝐢𝐥𝐥𝐚𝐭𝐨𝐫-𝐀𝐩𝐩 aufs Handy geladen … Man weiß ja nie… 🤷‍♂️.
Ich hoffe nur, dass sie besser funktioniert, als diese  „𝐓𝐚𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐳𝐮𝐧𝐠𝐬-𝐀𝐩𝐩“ oder der 𝐓𝐨𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫 von Temu, mit 𝐖-𝐋𝐚𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐛𝐢𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠 zur LIDL-Filiale in Beijing.
Mystras wurde bereits im 𝟏𝟑. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 von Migranten aus dem Frankenland gegründet, die anscheinend recht hoch hinauswollten oder schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf „Zeugen Jehova!“ vor der Haustüre hatten.
So zogen sie mit Schäufele und Obatzda im Gepäck auf die Peloponnes, vermutlich mit dem Ziel, auch in diesem Land die Kehrwoche einzuführen.
Das ging auch so lange gut, bis dann irgendwann die 𝐁𝐲𝐳𝐚𝐧𝐭𝐢𝐧𝐞𝐫 Mystras mit Pizza und Pasta eroberten.
Und mit den Byzantinern wurde Mystras richtig wichtig und die Hauptstadt des „𝐃𝐞𝐬𝐩𝐨𝐭𝐚𝐭𝐬 𝐌𝐨𝐫𝐞𝐚“.
Was eigentlich klingt wie eine Heavy Metal Band aus den 80ern, die sich Nachts auf Friedhöfen ihre Analwinde anzünden, bedeutet aber nichts anderes, als die Bezeichnung einer Region unter Byzantinischer Verwaltung bedeutet.
Hier saßen die schlauen Leute des Byzanthischen Reiches…
hier wurde gedacht… philosophiert und regiert, bis es unter der Toga qualmte.
In dieser Stadt konnte man ungestört über wichtige Fragen diskutieren, während neue Eroberer vergeblich versuchten, die Eselspfade emporzukraxeln, um mit „Currywurst Schranke“ , das "Chicken-Wings-Menü“ oder „Pizza Nutella“ neue Maßstäbe zu setzen.
Auch wenn all diese kulinarischen Köstlichkeiten nicht helfen konnten, Mystras kulturell zu einen Wandel zu verhelfen, war mit dem Fall von Konstantinopel im Jahre 1453 trotzdem Schluss mit Lustig.
Die Osmanen erklommen die Eselpfade mit Dürüm & Baklava im Rucksack und übernahmen damit die Herrschaft von Mystras.
Wenig später kamen die Venezianer… vermutlich, mit Amarena-Becher und Bananensplit.
Doch vermutlich ging ihnen dort oben irgendwann die Sahne aus und so verließen auch sie Mystras…
Doch die Stadt blieb…
… und sie wurde so nach und nach zu der Ruine, die man heute noch besuchen kann… vorausgesetzt…
... die Eselspfade… ihr wisst schon… 🙈
Kirchen… das war im Mittelalter, auch hier in Mystras der "heisseste Scheiss". Irgendwie nachvollziehbar... denn schließlich gabs damals weder Netflix noch TikTok...
... und mit irgendwas musste man sich ja bereits damals die Hirnzellen vernebeln.
Google sagt uns… wir stehen jetzt vor dem „𝐃𝐞𝐬𝐩𝐨𝐭𝐞𝐧-𝐏𝐚𝐥𝐚𝐬𝐭“ und wir lernen, dass ein Despot seinerzeit nichts anderes war, als ein Titel…
Quasi ein Bürgermeister mit besonderen Privilegien, wie z.B. das Köpfen und Vierteilen von Untertanen.
Historisch völlig legitim… heute aus PR-technischen Gründen doch eher schwierig. Wahlplakate mit dem Slogan: „𝑳𝒊𝒆𝒃𝒆𝒓 𝒌𝒐𝒑𝒇𝒍𝒐𝒔 𝒔𝒕𝒂𝒕𝒕 𝒂𝒓𝒃𝒆𝒊𝒕𝒔𝒍𝒐𝒔“ kommen heutzutage bei dem gemeinen Bürger vermutlich nicht mehr ganz so gut an. 🙈
Schaut man in das Tal, sieht man 𝐒𝐩𝐚𝐫𝐭𝐚…
die bereits beschriebene Heimat dieser glorreichen, gleichnamiger Sandalenkrieger.
Sparta… ja genau dieses Sparta, „𝐝𝐢𝐞 𝟑𝟎𝟎“…
Du kennst sie nicht?
… Dann kannst Du 𝐠𝐨𝐨𝐠𝐞𝐥𝐧 oder den 𝐅𝐢𝐥𝐦 𝐠𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧
(300-Rise of an empire, Warner Brothers, 2006).
𝐃𝐢𝐞 𝐁𝐮𝐫𝐠… der Endgegner…
Natürlich will man ganz nach oben, wenn man schonmal hier ist…
Dort oben ankommen ist man dem Tod vermutlich näher als dem Leben… also halbtot … je nach Kondition…
Die Gefahr, diesen Zustand 𝐰𝐨𝐡𝐥𝐰𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧𝐝 𝐚𝐮𝐟𝐳𝐮𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 ist für etwas schwächere Gemüter durchaus im Rahmen des Wahrscheinlichen.
Schmale Wege… Steine… Geröll… und Sonnenschein… immerhin. Auch wenn ich mir durchaus vorstellen könnte, dass Dir diese im Juli oder August weniger freundlich gesinnt ist.
Da fällt mir ein… wir wollten ja auf solchen Touren eigentlich immer eine Wasserflasche mitführen… EIGENTLICH… haben wir also nicht.
Ich schaue etwas neidisch auf den Eimer, der neben einem Esel steht… verwerfe diesen Gedanken doch recht schnell wieder… Eselshufe sollen schmerzhaft sein… sagt man.
Aber dann stehen wir doch irgendwann dort oben…
𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞… 𝐒𝐭𝐢𝐥𝐥𝐞 (bis auf unsere Schnappatmung) …𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭…
Kein Souvenir-Shop mit 2 für 1 Kühlschrank-Magneten mit blinkender Akropolis…  keine Asiaten… keine Camper-Kollegen mit Vorgärtchen und Smart im Schlepptau.
Alles scheint verdächtig einsam…
ich befürchte allerdings, dass gleich der berühmte Inder um die Ecke kommt, um mir eine Rose anzubieten.
𝐃𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐫 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐢𝐧 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐨𝐛𝐞𝐧.
Doch dort unten… ganz weit unten, jenseits der Eselspfade sieht man sie bereits… 𝐃𝐢𝐞 𝐁𝐮𝐬𝐬𝐞…
Es wird Zeit für den Abstieg.
Mystas… ein Fitnessstudio mit Bildungsauftrag… und alles ohne Aufzug.
Perfekt für alle die Ruinen mögen, Geschichte hautnah erleben möchten und mit brennendem Oberschenkel wieder im Auto sitzen wollen, um sich selbst auf die Schulter klopfen zu können und zu denken:
„𝑰𝒄𝒉 𝒘𝒂𝒓 𝒐𝒃𝒆𝒏.“
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
.




21.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟐𝟒
𝕊𝕡𝕒𝕣𝕥𝕒- „𝕂𝕖𝕚𝕟 ℝ𝕦𝕖𝕔𝕜𝕫𝕦𝕘 … 𝕜𝕖𝕚𝕟 𝔸𝕦𝕗𝕘𝕖𝕓𝕖𝕟“…

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… so war wohl seinerzeit der offizielle Slogan dieser mit Testosteron überversorgten "𝐇𝐨𝐦𝐨 𝐦𝐚𝐬𝐜𝐮𝐥𝐢𝐧𝐮𝐬"  mit dissozialer Persönlichkeitstendenz mit nur einem 𝐁𝐞𝐫𝐮𝐟:
Krieg… und einem 𝐇𝐨𝐛𝐛𝐲… noch mehr Krieg.
In der Kindheit wurde hier zum Kindergeburtstag nicht „Topfschlagen, sondern „Kopfschlagen“ gespielt und zum Nachtisch gab´s kein Pudding… es gab 100 Liegestütze.
Die Spartaner sind sozusagen die GSG9 der Antike, nur mit Röckchen und Sandalen.
Wer in Sparta geboren wurde und mehr als 5 Gramm zwischen den Beinen besaß, wurde von Kindesbeinen an gedrillt, um seine 5 Gramm irgendwann ungenutzt im Kampf zu opfern.
Diese Elitesoldaten wurden überall dort hingeschickt, wo der Rest der Griechen sich sagte: "𝑵𝒆𝒆 𝒍𝒂𝒔𝒔, 𝒎𝒂𝒍 𝒔𝒕𝒆𝒄𝒌𝒆𝒏… 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃´ 𝑹𝒖𝒆𝒄𝒌𝒆𝒏“.
Wo sich ansonsten niemand mehr hin traute… da kamen die Spartaner zum Einsatz.
So kämpften sie zum Beispiel bei den 𝐓𝐡𝐞𝐫𝐦𝐨𝐩𝐡𝐲𝐥𝐞𝐧, wo wir im Übrigen ebenfalls schon einmal unser Lager aufschlugen…
allerdings mit dem nicht ganz unerheblichen Unterschied, dass wir überlebt haben. 🙈(siehe Reisetagebuch November 2025).
An den Thermophylen kämpften im Jahre 𝟒𝟖𝟎 𝐯. 𝐂𝐡𝐫. lediglich 300 Spartaner gegen ein ganzes Heer von Persern, um sie an der weiteren Eroberung von Hellas zu hindern.
… 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫…
dieser Plan hatte für die Spartaner einen eher suboptimalen Ausgang.
Alle 300 Sandalen-Jungs verloren dort nicht nur die Schlacht, sondern auch ihre Köpfe. So auch ihr legendärer Anführer König 𝐋𝐞𝐨𝐧𝐢𝐝𝐚𝐬, der allerdings aufgrund dieser „Nevercomeback-Mission“ in die Geschichte einging und heute als Nationalheld gefeiert wird.
Der „Spartaner“ ist bis zum heutigen Tag ein Synonym für 𝐃𝐢𝐬𝐳𝐢𝐩𝐥𝐢𝐧, 𝐓𝐚𝐩𝐟𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢𝐭 und 𝐀𝐬𝐤𝐞𝐬𝐞…
Also alles Eigenschaften, bei denen ich persönlich erstmal tief durchatmen muss…
𝐃𝐢𝐬𝐳𝐢𝐩𝐥𝐢𝐧? …
Habe ich… ich esse immer meinen Teller leer.
𝐓𝐚𝐩𝐟𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢𝐭?...
Hey… in bin Herrchen eines Beagles… noch Fragen?
𝐀𝐬𝐤𝐞𝐬𝐞? …
Ich nutze 2-lagiges Toilettenpapier aus Recycling-Papier. Das sollte doch reichen.
Und als „𝐖𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐰𝐚𝐞𝐥𝐝𝐞𝐫 𝐉𝐮𝐧𝐠“ habe ich selbstverständlich auch eine gewisse genetische Disposition.
Schließlich haben die Westerwälder irgendwann mal die Römer. zurück über den Rhein gejagt und sie wissen bis heute, wie man ein vernünftiges Bier braut.
Ich persönlich habe allerdings im Jahre 2002 freiwillig „rübergemacht“ … nach Koblenz… wo ich quasi politisches Asyl beantragt habe…
Die haben zwar dort so ihre Probleme mit dem Brauen von Bier, aber immerhin haben sie ein Altstadtfest…
𝐖𝐨 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫?...  Ach ja… ich schweife ab… 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐩𝐚𝐫𝐭𝐚𝐧𝐞𝐫.
Während heutzutage die Jugend eher nach einem 𝐋𝐚𝐢𝐬𝐬𝐞𝐳-𝐟𝐚𝐢𝐫𝐞𝐧 𝐄𝐫𝐳𝐢𝐞𝐡𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭𝐢𝐥 auf die Menschheit losgelassen wird, bevorzugten die Spartaner die 𝐀𝐠𝐨𝐠𝐞…
Dies ist ein Erziehungsprogramm, bei dem selbst die Ausbilder in der Fremdenlegion sagen würden:
“𝐵𝑜𝑎ℎ 𝐴𝑙𝑡𝑒𝑟… 𝑑𝑎𝑠 𝑖𝑠𝑡 𝑑𝑜𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛 𝑏𝑖𝑠𝑠𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑑𝑟𝑢𝑒𝑏𝑒𝑟, 𝑜𝑑𝑒𝑟?
Vom 7. bis zum 30. Lebensjahr wurden alle männlichen Nachkommen in Sparta der Agoge unterzogen, um als bestens ausgebildete Kämpfer in den Krieg geschickt zu werden.
𝟐𝟑 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 „𝐁𝐨𝐨𝐭𝐜𝐚𝐦𝐩“… Wer danach kein Fall für einen Therapeuten ist, spielt zumindest mit Hannibal Lektor in einer Liga.🙈
Wenn man sich heute in Sparta so umschaut, ist es tatsächlich nicht mehr allzu viel, was an diese ruhmreiche Zeit erinnert.
Neben unserer Kuscheldose thront stolz die ca. 3 Meter hohe 𝐒𝐭𝐚𝐭𝐮𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐋𝐞𝐨𝐧𝐢𝐝𝐚𝐬…
… der Rest unterscheidet sich kaum von jeder anderen Kleinstadt.
Und ja… Sparta ist heute eine Kleinstadt.
Während zu seiner Blütezeit über 𝟐𝟓𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫 hier in Sparta lebten, sind es heute gerade mal noch 𝟏𝟔.𝟎𝟎𝟎 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧…
Im Grund ein Beweis dafür, dass Tugenden wie Disziplin und Tapferkeit, aus demographischer Sicht schlicht und ergreifend überbewertet werden.
Auch hier in Sparta prägen smartphonesüchtelnde Teenager in Cafés und Bars, die vermutlich über ihr ach so schweres Leben lamentieren, da das W-Lan gerade unter 5G gefallen ist und der Freddo nicht die gewünschte Temperatur besitzt.
Auf der Suche nach den Zeugen der heroischen Vergangenheit Spartas, stoßen wir auf ein eher minimalistisches Erbgut.
Das „𝐀𝐧𝐜𝐢𝐞𝐧𝐭 𝐒𝐩𝐚𝐫𝐭𝐢“, also das antike Sparta… zeigt sich uns… sagen wir mal… seinem Alter entsprechend…🤷‍♂️
Fundamente… Steine… Ganz bestimmt stand hier einmal etwas ganz Beeindruckendes… Zumindest lässt das Vorhandene recht viel Raum Spekulationen.
Und mitten in einem, touristisch eher zu vernachlässigenden Wohnviertel findet man das Grab von König Leonidas, wenn man es denn sucht…
Wer nicht weiß, dass man nun vor der letzten Ruhestädte eines Nationalhelden steht könnte fast glauben, hier hätte man vergessen, nach der letzen Gebäudeabriss vergessen aufzuräumen. 🤷‍♂️
Keine Hinweistafel… kein Brimborium…  Nichts… Nur Steine und ein Zaun…
Von unserem Stellplatz aus, der in Übrigen direkt neben der Statue des Leonidas liegt, blicken wir zurück auf das 𝐓𝐚𝐲𝐠𝐞𝐭𝐨𝐬-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞, das wir noch gestern im Schweiße unseres Angesichtes überquerten.
Nicht der Schnee, der dort stellenweise noch herumlag, ließ uns und unsere Kuscheldose über die Richtigkeit unserer Entscheidung, diese Route genommen zu haben zweifeln.
Der Regen der letzten Tage hat den Straßen in den Bergen gehörig zugesetzt, sodass der eine oder andere Straßenabschnitt schlicht und ergreifend seinen Zweck verweigerte, in dem er einen Stockwerk tiefer absackte. (Siehe Bild)
So auch der Bergpass zwischen Kalamata und Sparta, der genau aus diesem Grunde auch 𝐨𝐟𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐥𝐥 𝐠𝐞𝐬𝐩𝐞𝐫𝐫𝐭 wurde.
Leider war diese, nicht ganz unwesentliche Information noch nicht bis Google vorgedrungen, sodass wir letztendlich mitten im bergigen Nirgendwo, vor einer Straßen-Sperrung standen, die uns erst einmal vor gewisse, logistische Herausforderungen stellen sollte…
Da wir mittlerweile die Erfahrung gemacht haben, dass hier in Griechenland oftmals Straßenschilder eher als „𝐮𝐧𝐯𝐞𝐫𝐛𝐢𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧𝐬𝐡𝐢𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬“ verstanden werden, galt es, diese Situation erstmal in Ruhe zu überdenken.
𝐔𝐦𝐥𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠? … 𝐅𝐞𝐡𝐥𝐚𝐧𝐳𝐞𝐢𝐠𝐞…
𝐑𝐮𝐞𝐜𝐤𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭?... 𝐒𝐞𝐡𝐫 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐟𝐫𝐢𝐞𝐝𝐢𝐠𝐞𝐧𝐝…
Als dann letztendlich ein Auto mit griechischen Kennzeichen an uns vorbeifuhr, um die Straßensperrung geflissentlich zu ignorieren, sahen wir uns in unserer Entscheidungsfindung unterstützt und fuhren ebenfalls weiter.
Das dieses Fahrzeug allerdings ein paar Kilometer später auf einen Einsiedlerhof abbog, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorherzusehen…
Doch nun hatten wir es gewagt… also fuhren wir auch weiter…
𝐔𝐧𝐝 𝐬𝐨 𝐤𝐚𝐦 𝐞𝐬, 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐦𝐮𝐬𝐬𝐭𝐞… und so standen wir schließlich… welch Überraschung…
vor einer ca. 𝟏 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐞𝐧𝐤𝐞. Wieder mal typischer Fall von „dumm gelaufen“. 🤷‍♂️
Die knapp 2 Meter unbeschädigte Straße, neben der Senke sollten uns allerdings ganz knapp reichen, um dieses Hindernis zu umschiffen. Wie ein hyperaktives Nilpferd in einem Porzellanladen schlichen wir an diesem Loch in der Straße vorbei, sodass wir den Bergpass, trotz einiger weiteren Hürden schadlos hinter uns brachten.
Unser eigentliches Ziel … die 𝐑𝐮𝐢𝐧𝐞𝐧𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐌𝐲𝐬𝐭𝐫𝐚𝐬… mussten wir leider vertagen, da diese bereits um 15.30 Uhr schloss…
Aber ihr wisst ja… aufgeschoben…
Nun stehen wir erstmal in Sparta…
Coming soon… in Msytras.
In diesem Sinne... 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




19.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟐𝟐
𝕂𝕒𝕝𝕒𝕞𝕒𝕥𝕒 – 𝕆𝕝𝕚𝕧𝕖𝕟𝕠𝕖𝕝 𝕧𝕤. 𝕊𝕠𝕟𝕟𝕖𝕟𝕞𝕚𝕝𝕔𝕙

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Nachdem wir noch ein wenig durch die 𝐌𝐚𝐧𝐢, also den ausgestreckten Mittelfinger, den Griechenland seit Menschen gedenken der gesamten, restlichen Welt zeigt, getingelt sind, ging es für uns nach 𝐊𝐚𝐥𝐚𝐦𝐚𝐭𝐚…
Einen kleinen Zwischenstopp gab es allerdings noch in 𝐀𝐫𝐞𝐨𝐩𝐨𝐥𝐢 der Quasi-Hauptstadt von Mani.
𝐃𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝:
Die𝐁𝐫𝐞𝐦𝐬𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞 brauchten dringend mal wieder etwas Zuneigung und die einzige, auf Google ausgewiesene Werkstatt gab es dort.
Areopoli würden wir mal als unaufgeregt authentisch bezeichnen.
Kann man machen... falls nicht... wäre es vermutlich nicht die Stadt, die Du auf dem Sterbebett bereuen würdest, sie nicht gesehen zu haben. 🤷‍♂️
Mit frisch belegten Bremsen ging es dann bereit am nächsten Tag weiter nach 𝐊𝐚𝐥𝐚𝐦𝐚𝐭𝐚.
Und „𝐉𝐚“... hier kommt sie her…
… 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐰𝐞𝐥𝐭𝐛𝐞𝐫𝐮𝐞𝐡𝐦𝐭𝐞, 𝐩𝐨𝐥𝐚𝐫𝐢𝐬𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳-𝐯𝐢𝐨𝐥𝐞𝐭𝐭/𝐠𝐫𝐮𝐞𝐧𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧-𝐅𝐫𝐮𝐜𝐡𝐭… vom Fachmann auch als "𝐎𝐥𝐢𝐯𝐞" bezeichnet.
Für die einen ist sie nicht mehr als ein 𝐮𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧𝐢𝐞𝐬𝐬𝐛𝐚𝐫𝐞𝐫 𝐆𝐮𝐦𝐦𝐢𝐟𝐥𝐮𝐦𝐦𝐢, mit zahnprothesenvernichtenden Inhalt, getränkt in Seifenlauge…,
… für die anderen ein 𝐤𝐮𝐥𝐢𝐧𝐚𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐭𝐳, der sowohl als ganze Frucht, als auch in gepresster Form, also als Öl, so manche Mahlzeit abrundet… nein… sogar aufwertet.
Jeder wie er mag… 🤷‍♂️
... doch wer sich hier nach Kalamata verirrt, kommt um dieses prominente Kind dieser Region nicht herum…
Ob du es willst oder nicht… irgendein „fliegender Händler“ wird Dir vermutlich eines dieser Dinger schneller in den Mund stecken, als Du „𝑴𝒎𝒎𝒑𝒇“ sagen kannst.
Da spielt es auch keine Rolle, daß das unerwartete Steinchen im Inneren der Frucht, an eines Deiner Beißerchen massive Bruchstellen verursachen könnte. 🤷‍♂️
Kalamata liegt am 𝐌𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐆𝐨𝐥𝐟… das muss man sich jetzt nicht zwingend merken... Ich habe es aber gegoogelt und damit das nicht umsonst war, steht es jetzt hier. Lebt damit. 😉
Mit knapp 70.000 Einwohner ist Kalamata in etwa so groß wie eine gut besuchte Grundschule im Ruhrgebiet, nur mit dem Unterschied, dass hier in der Regel alle eine Sprache sprechen. 🙈
Hier auf Peloponnes zählt diese Stadt allerdings zu den 𝐌𝐞𝐭𝐫𝐨𝐩𝐨𝐥𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧…
Größe ist halt auch in Griechenland eine Frage der Definition.
Also… 𝐖𝐚𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐊𝐚𝐥𝐚𝐦𝐚𝐭𝐚 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐬𝐨? … Außer Oliven?
Da wäre zum Beispiel die 𝐁𝐮𝐫𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝐟𝐫𝐚𝐞𝐧𝐤𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠𝐬 𝐖𝐢𝐥𝐡𝐞𝐥𝐦 𝐈𝐈 𝐯𝐨𝐧 𝐕𝐢𝐥𝐥𝐞𝐡𝐚𝐫𝐝𝐨𝐮𝐢𝐧, bzw. das was davon übrig ist.
Während unsereins heutzutage bereits bei dem Aufbau eines Pax-Schrankes von Ikea „struggelt“, bauten hier die Kreuzritter bereits im 13. Jahrhundert diese Burg, um sich vor den Osmanen zu schützen….
Und das ganz 𝐨𝐛𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐁𝐞𝐫𝐠… Ohne Radlader… ausschließlich mit „Man-Power“, auch wenn diese vermutlich eher aus Sklaven bestand. In Ritterrüstungen lässt es sich eben nur unter erschwerten Bedingungen Burgen bauen... ausser vielleicht Sandburgen oder mit Playmobil... gab´s aber damals noch nicht. 🤷‍♂️... Unter diesen Gesichtspunkten machten Sklaven tatsächlich Sinn. 🙈
Von dort oben schaut es sich prima über die Altstadt und den Hafen von Kalamata.
Hier standen seiner Zeit vermutlich die Kreuzritter herum, um strategisch wichtige Entscheidungen zu treffen…
Wir entschieden uns für ein paar Souvlaki. 🙈
𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐥𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭, am Fuße der Burg, zeigt sich in seinem typischen, griechischen Gewand…
𝐄𝐧𝐠𝐞 𝐆𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞𝐧 und 𝐌𝐚𝐫𝐤𝐭𝐩𝐥𝐚𝐞𝐭𝐳𝐞, auf denen allerdings die entsprechenden Märkte fehlten, vielleicht weil heute einfach kein Markttag war?🤷‍♂️ …
Auf jeden Fall ist hier, in Kalamata so ziemlich alles „𝐦𝐞𝐝𝐢𝐭𝐞𝐫𝐫𝐚𝐧 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐩𝐚𝐧𝐧𝐭“….
Genau so, wie wir es aus diesen Breitengraden gewohnt sind...
Für die historisch interessierten unter Euch sei noch erwähnt, dass hier auch die 𝐀𝐩𝐨𝐬𝐭𝐞𝐥𝐤𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞 aus dem 11. Jahrhundert steht, aus der heraus, am 𝟐𝟑. 𝐌𝐚𝐞𝐫𝐳 𝟏𝟖𝟐𝟏  der offizielle Freiheitskampf gegen die Osmanen begonnen wurde. … 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐛𝐢𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠𝐬𝐟𝐞𝐫𝐧𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐄𝐍𝐃𝐄…
Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten Kalamatas könnte durchaus als „𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡“ bezeichnen.
Es gibt besagte 𝐁𝐮𝐫𝐠, die eine oder andere 𝐊𝐚𝐭𝐡𝐞𝐝𝐫𝐚𝐥𝐞 und einen 𝐄𝐢𝐬𝐞𝐧𝐛𝐚𝐡𝐧𝐩𝐚𝐫𝐤… Quasi ein Gnadenhof für ausgediente Dampfrösser.
Wer 𝐦𝐞𝐡𝐫 möchte, bekommt aber auch das… allerdings mit 𝐳𝐰𝐞𝐢 „𝐞“ …
(Ok… der muss vermutlich erstmal ein wenig sacken🙈).
Kalamata, die Heimat der weltberühmten Steinfrucht hat es schlicht und ergreifend nicht nötig, sich touristisch aufzudrängeln…
𝐖𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭, 𝐝𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭… und wer nicht… der lässt es eben bleiben... 𝐇𝐚𝐛𝐞 𝐟𝐞𝐫𝐭𝐢𝐠!
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 🤗





13.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟏𝟔
𝔻𝕚𝕖 𝕄𝕒𝕟𝕚… 𝕨𝕠𝕙𝕟𝕤𝕥 𝔻𝕦 𝕟𝕠𝕔𝕙 – 𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕥𝕙𝕣𝕠𝕟𝕤𝕥 𝔻𝕦 𝕤𝕔𝕙𝕠𝕟?


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Angekommen an der südlichsten Spitze des Festlandes von Griechenland, also dem „𝐌𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐟𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫“ der Peleponnes, welcher uns aktuell auch buchstäblich entgegengestreckt wird.
„𝐀𝐢𝐨𝐥𝐨𝐬“… der göttliche Windminister dieses Landes, scheint anscheinend Spaß zu finden, uns mit samt unserer Kuscheldose durch diese, im Grunde sehr beindruckende Landschaft zu pusten. 🙈
Hier weht kein Wind, hier trainiert Aliolos gerade für die Aufnahmeprüfung in den Olymp.  Es fehlt nur noch, dass Thor ihm zu Hilfe eilt…
... ach nee…  andere Baustelle… der gehört ja zu den Wikingern… aber warum sollten im Zuge Vereinheitlichungen innerhalb der EU nicht auch die Götter fusionieren? 🤷‍♂️
Griechenland gibt uns, hier am „𝐊𝐚𝐩 𝐓𝐞𝐧𝐚𝐫𝐨“ ganz unmissverständlich zu verstehen:
„𝑶𝒌, 𝒏𝒖 𝒊𝒔𝒕´𝒔 𝒂𝒃𝒆𝒓 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒎𝒂𝒍 𝒈𝒆𝒏𝒖𝒈… 𝒎𝒆𝒉𝒓 𝒈𝒊𝒃𝒕´𝒔 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕“.
Griechenland ist hier dann auch tatsächlich zu Ende.  Der südlichste Punkt des griechischen Festlandes.
Hier ist:
„𝐄𝐧𝐝𝐞, 𝐆𝐞𝐥𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞“… „𝐀𝐮𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐌𝐚𝐮𝐬“… „𝐅𝐢𝐧𝐢𝐭𝐨, 𝐁𝐨𝐧𝐢𝐭𝐨“… „𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐬𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐮𝐬𝐬“.
Hier gibts es Steine… Geröll… Steine und noch mehr Steine… Wasser… und auch davon jede Menge.
Dazwischen ein paar Olivenbäume, die gefühlt seit 800 Jahren schlechte Laune haben.
Theoretisch könntest Du von hier aus sogar Libyen sehen, wenn die Erdkrümmung nicht wäre. 🤷‍♂️ Zumindest ist Afrika irgendwo da unten…
𝐀𝐛𝐞𝐫…
Will jemand von Euch nach Libyen?... Also wir hätten da aktuell eher weniger Bedarf.🤦‍♂️
Hier, in der Mani, sagen sich Fuchs und Hase nicht einfach nur gute Nacht…
In dieser Gegend beballern sich beide vermutlich mit ´ner Schrotflinte, während die Schakale begeistert applaudieren.
Ja… in dieser Gegend geht alles etwas rauer zu…
Hier nutzt man vermutlich ein Reibeisen als Feuchtigkeitscreme und einen 50er Maulschlüssel als Willkommensgeschenk für ungebetene Gäste, falls der Hofhund seinen Job nicht bereits schon erledigt haben sollte.
Mani ist eine Gegend, bei der selbst Google, bei der Eingabe von „Kap Tenaro“ erklärt:
„𝑾𝒆𝒏𝒏 𝑫𝒖 𝒅𝒐𝒓𝒕 𝒂𝒏𝒌𝒐𝒎𝒎𝒔𝒕, 𝒊𝒔𝒕 𝒆𝒗𝒆𝒏𝒕𝒖𝒆𝒍𝒍 𝒔𝒐 𝒛𝒊𝒆𝒎𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒍𝒍𝒆𝒔 𝒈𝒆𝒔𝒄𝒉𝒍𝒐𝒔𝒔𝒆𝒏…“
𝑩𝒊𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒔𝒊𝒄𝒉𝒆𝒓, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝑫𝒖 𝒅𝒐𝒓𝒕𝒉𝒊𝒏 𝒎𝒐𝒆𝒄𝒉𝒕𝒆𝒔𝒕?“
Wir für unseren Teil sind uns sicher…
Wir wollen ja wissen, warum bereits die alten Griechen, in dieser Gegend das Tor zum Hades (der Unterwelt) vermuteten.
Vorbei geht’s an Dörfer, dessen Namen bereits klingen wie eine Drohung.
𝐅𝐥𝐨𝐦𝐨𝐜𝐡𝐨𝐫𝐢, 𝐋𝐚𝐤𝐨𝐧𝐢𝐚 oder 𝐕𝐚𝐭𝐡𝐢𝐚 …
... Nein, das ist jetzt nicht die neue Kollektion an Sofakissen bei IKEA, sondern es sind Festungsdörfer uralter Familien-Clans, hier auf Mani.
𝐕𝐚𝐭𝐡𝐢𝐚...
... sieht aus wie eine Filmkulisse aus „𝐆𝐚𝐦𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐫𝐨𝐧𝐞𝐬“.
… Nur, dass Dich hier keine Drachen, sondern eher schlecht gelaunte Ziegen durch die engen Gassen scheuchen.
Die Katzen fordern ihren Wegezoll in Form der Hunde-Kekse, die wir in unseren Bauchtaschen mit uns führen.
In Lakonia war es allerdings ein recht missgelauntes Hundetier, das uns unmissverständlich zu verstehen gab:
„𝑫𝒖 𝒌𝒐𝒎𝒎𝒔𝒕 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒓𝒆𝒊𝒏“.
Da wir eine Eskalation mit dieser vierbeinigen Pfoten-Security vermeiden wollten, beließen wir es dort lediglich bei einem Besuch der Dorfkirche.
Die 𝐌𝐚𝐧𝐢𝐨𝐭𝐞𝐧, wie die Bewohner von Mani heißen, haben hier nicht nur einfach Häuser gebaut, um darin zu wohnen…
Nein… man musste auch von dort aus ganz bequem seinen Nachbarn töten können. Da war man gar nicht zimperlich…
Bis heute sind sich die einzelnen Clans nicht gerade freundlich gesonnen, auch wenn im Laufe der letzten 300 Jahren wohl jeder vergessen hat warum das eigentlich so ist.
Im Grunde ist das auch nicht mehr so wichtig… Hauptsache, der Nachbar ist Kacke. 🙈
Vielleicht ist das auch der Grund, warum die meisten dieser „Turmdörfer“, hier in der Mani leer stehen…
Da hat man sich wohl gegenseitig so lange gemeuchelmördert, bis niemand mehr übrig war.
Die einzige Frage, die dann noch offen wäre, ist:
„𝐖𝐞𝐫 𝐛𝐢𝐭𝐭𝐞, 𝐡𝐚𝐭 𝐝𝐚𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐫𝐚𝐞𝐮𝐦𝐭?“ 🤷‍♂️
Während sich heutzutage zerstrittene Menschen maximal auf Instagram entfolgen, war hier auf Mani die Blutrache noch bis in das letzte Jahrhundert eines der beliebtesten Mittel der Wahl, um mittelschwere Nachbarschaftskonflikte aus der Welt zu schaffen.
Statt des Zaunes, wurde einfach der Wehrturm aufgestockt, um dem ungeliebten Nachbarn noch besser einheizen zu können.
Reich war der, der den Größten hatte… das hat sich auch bis heute nicht geändert…
Nur heute zeigt man dies eher, indem man den größten Parkplatz für seinen SUV in Anspruch nimmt, was dann zwar nicht nicht ganz so umweltfreundlich, dafür aber sozial dann doch etwas verträglicher daherkommt.
Die Manioten gelten heute noch als besonders störrig und dickköpfig.
Also ähnlich, wie eine Kreuzung zwischen einem Westerwälder und einem Eifeler …
In Deutschland vermutlich leinenpflichtig… hier in Mani Alltag.
Hier darf eine solche Spezies tatsächlich frei herumlaufen.🙈
Keine Leinenpflicht… Kein Maulkorb… Klingt komisch… ist aber so.
Vermutlich ist ihre Störrigkeit und der Hang zum Stoizismus der Grund, warum diese Halbinsel noch von keiner anderen Nation bewohnt oder erobert wurde…
Egal ob Venezianer, Osmanen oder Piraten… alle haben sich an diesem Völkchen die Zähne bis zur Notwendigkeit einer Vollprothese ausgebissen…
Vielleicht erinnert das alles den einen oder anderen von Euch an  dieses berühmte, kleine gallische Dorf…
Nur, dass die Manioten keinen Zaubertrank brauchten, um sich Eindringlinge von Hals zu schaffen.
Wer einmal an einem Manioten vorbeigegangen ist, ohne ihn mit einem höflich, freundlichen „𝑲𝒂𝒍𝒊𝒎é𝒓𝒂“ zu begrüßen, der weiß wovon ich rede…
Und es ist wahr… 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤𝐞 𝐤𝐨𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐭𝐨𝐞𝐭𝐞𝐧! 🙈
Während unseres Aufenthaltes, hier auf der Manin, musste ich des Öfteren an meinen verstorbenen Vater denken.
Dieser Landstrich, hier am Ende Griechenlands, ist wie auch er immer war:
Auch er hat nie viel geredet, obwohl er sehr viel erlebt und viel gesehen hat…
Aber hat er mal gelächelt, dann wusstest Du… 𝐄𝐬 𝐰𝐚𝐫 𝐞𝐜𝐡𝐭.
An dieser Stelle: „Lieber Papa, ich denke an Dich.“ 🫶
Und Ihr? …𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




09.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟏𝟑
𝔾𝕪𝕥𝕙𝕚𝕠… ℝ𝕠𝕤𝕥𝕣𝕠𝕥 𝕚𝕟 𝕋𝕦𝕖𝕣𝕜𝕚𝕤

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Gythio ist wieder so ein kleines Städtchen bei dem man sich fragt, ob es nur so klein und niedlich ist, weil es gerne von Touristen umarmt werden möchte.
Mit seinen knapp 7.000 Einwohnern liegt Gythio recht entspannt, ganz im Süden von Peleponnes, in Lakonien.
Man schaut hier auf das Meer und denkt sich einfach nur: „𝑳ä𝒖𝒇𝒕“
Als ehemaliger Hafen von Sparta, das waren dieseTypen, die ungebetene Gäste erstmal von ihrem Kopf befreiten, bevor sie nach dem Grund ihres Besuches fragten, hat Gythio durchaus so seine Geschichte, die bis in die Bronzezeit zurückgeht.
Heute ist Gythio eher ein friedliches Örtchen… zumindest jetzt im Februar… gut möglich, dass sich dies in den Sommermonaten ändert. 🙈
𝐏𝐚𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐟𝐚𝐫𝐛𝐞𝐧𝐞 𝐇ä𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐚𝐳𝐮𝐫𝐛𝐥𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐌𝐞𝐞𝐫, 𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥𝐞 𝐆ä𝐬𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧, die sich den Berg hinauf schlängeln und ein reichliches Angebot an 𝐅𝐢𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐬𝐭𝐚𝐮𝐫𝐚𝐧𝐭𝐬 die den Eindruck erwecken, hier würde der Fisch direkt aus dem Meer, von der gegenüberliegenden Straßenseite auf den Teller hüpfen.
Noch zappelnd auf dem Teller des Gastes erscheint dann der Kellner, um dem frisch eingetroffenen Meeresgetier mit 2 gezielten Schlägen den Garaus zu machen…
... noch ein wenig Zitrone… der Salat wird nachgereicht… et voilà… Sashimi a la Hellas… 𝐆𝐮𝐭𝐞𝐧 𝐀𝐩𝐩𝐞𝐭𝐢𝐭.
(Nein… das ist natürlich Blödsinn… Selbstverständlich macht der Fisch noch den Umweg, zwecks weiterer Verarbeitung, durch die Küche. Wir sind hier ja nicht in Japan.)
Nach dem wir nun dem einen oder anderen den Appetit sein Mittagessen ein wenig suboptimiert haben, wechseln wir nun besser das Thema…
Kommen wir also zu der kleinen Insel „𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧𝐢𝐬𝐢“ oder wie sie in der Antike hieß „𝐊𝐫𝐚𝐧𝐚𝐞“, die malerisch vor Gythio liegt.
Über über einen Damm bequem zu erreichen, hübsch anzusehen, mit einem Leuchtturm, einem Museum, einem Pinienwäldchen, einem Restaurant und natürlich 𝐌𝐞𝐞𝐫𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤… und davon reichlich. 😉
Ansonsten ist die Insel recht hübsch anzusehen und mit den Abmessungen von 413 x 170 Meter entspannt in 15 Minuten umrundet. Also die optimale Gassirunde für unseren Oscar und uns Bewegungslegastheniker.
Selbstverständlich besuchten wir auch eines der vielen Restaurants, hier in Gythio, um von ihrem kulinarisch breitgefächerten Angebot der mediterranen Küche zu nutzniesen. …
Es gab „𝐆𝐲𝐫𝐨𝐬 𝐢𝐦 𝐏𝐢𝐭𝐚𝐛𝐫𝐨𝐭“. 🙈
Etwas weiter nördlich liegt 𝐝𝐚𝐬 𝐖𝐫𝐚𝐜𝐤 𝐝𝐞𝐫 "𝐃𝐢𝐦𝐢𝐭𝐫𝐨𝐬".
Hier am Strand von Valtaki im Lakonischen Golf, wie sich dieser Teil des Mittelmeeres wohl nennt, hat sich dieses Schiff, ganz zur Freude der vorbeikommenden Touristen, zur letzten Ruhe gebettet und lässt nun hier der chemischen Reaktion, zwischen Salzwasser, Sauerstoff und Eisen freien Lauf.
Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, oder anders formuliert, des 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝𝐬, was sich um einiges theatralischer liest, havarierte dieses Schiff genau am 23. Dezember 1981.
Seither will es anscheinend niemand mehr haben, außer vielleicht besagte Touristen wie wir, die dieses Wrack als Hotspot für ihre Urlaubsfotos zweckentfremden. Oder vielleicht der eine oder andere Oktopus, um dort einer ahnungslosen Sardine aufzulauern.
Auch soll sich in Möwen-Kreisen herumgesprochen haben, dass in diesem Wrack durchaus luxuriöse Appartementwohnung, mit unverbaubaren Meerblick zu besetzen sind.
So erfüllt dieses Wrack bis heute doch noch den einen oder anderen guten Zweck und schafft es, in dieser Region zu einem gewissen Fame.
Um das Wrack der Dimitros rankt ebenfalls ein wohlgehütetes 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬…
… was allerdings recht schnell gelüftet ist, sobald man einmal Google bemüht.
Die "𝐃𝐢𝐦𝐢𝐭𝐫𝐨𝐬"… so wie es in großen Lettern, dem Rostverfall trotzend an seinem Bug zu lesen ist, heißt in Wirklichkeit „𝐂𝐨𝐫𝐧𝐢𝐥𝐢𝐚“…
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich allerdings der obere Anstrich gelöst und heraus kam er ursprüngliche Name dieses Schiffes: "𝐃𝐢𝐦𝐢𝐭𝐫𝐨𝐬"
Wen es interessieren sollte, warum dieses Schiff nun seit nunmehr 45 Jahren an diesem Platz vor sich hin rostet, dem kann hier und jetzt geholfen werden:
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝟒. 𝐃𝐞𝐳𝐞𝐦𝐛𝐞𝐫 𝟏𝟗𝟖𝟎.
Der Kapitän der „Cornilia“, alias „Dimitros“ wurde aufgrund eines medizinischen Notfalles ins Krankenhaus eingeliefert …
Vielleicht wars tatsächlich der Genuss von griechischem Sashimi? Man weiß es nicht so genau. Wir für unseren Teil hatten zumindest Gyros… 😉
Die Zeit verging… es war wohl mehr als nur eine kleine Magenverstimmung… 🤷‍♂️
Die Hafenverwaltung von Gythio war allerdings auf Dauer wenig erfreut, diesen 70 Meter langen Lastkahn in ihrem Yachthafen herumstehen zu haben.
Der im Menüpreis enthaltene Meerblick wurde für die Restaurantgäste an der Uferpromenade tatsächlich nicht unerheblich getrübt, sodass der kapitänslose Kutter kurzerhand aufs Meer hinausgezogen wurde wo sie, ohne weiterhin den Meerblick der Gäste zu beeinträchtigen, vor Anker liegen konnte… zumindest theoretisch…
… denn am 23. Dezember 1981 riss ein Sturm das Schiff los und so havarierte es an der Stelle, an der es bis zum heutigen Tage vor sich hin rostet. (36° 47′ 20″ N, 22° 35′ 9″ O)
Und aus der Cornilia wurde so nach und nach wieder die Dimitros…
Ende der Geschichte. ☝️
In diesem Sinne… 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




08.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟏𝟏
ℙ𝕠𝕦𝕕𝕒 𝔹𝕖𝕒𝕔𝕙, 𝔼𝕝𝕒𝕗𝕠𝕟𝕚𝕤𝕠𝕤 - 𝔾𝕣𝕖𝕖𝕔𝕖
𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠𝐬 - 𝐒𝐩𝐚𝐳𝐢𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠 🇬🇷 🫶
Wir wünschen Euch allen ebenfalls einen tollen Sonntag. 🫶

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  • Pouda Beach
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04.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟎𝟔
𝕄𝕠𝕟𝕖𝕞𝕧𝕒𝕤𝕚𝕒…𝔼𝕤𝕖𝕝 𝕘𝕖𝕙𝕥 𝕚𝕞𝕞𝕖𝕣

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Warum jetzt dieser Titel?...
Ganz ehrlich?... Das weiß ich auch nicht…
Vielleicht weil wir während des Aufstieges zum Stadttor des alten Monemvasia ein Eselchen getroffen haben?...
... Oder weil es im Dorf von großen Vorteil gewesen wäre, für den Aufstieg einen solchen unter dem Hintern gehabt zu haben?.
Oder?…
... weil es einfach neugierig auf den Folge-Text machen könnte… als Clickbait sozusagen. 😉
Nichts Genaues weiß ich man nicht… doch nun steht sie nun mal da, diese Überschrift…
Und wisst ihr was? … Ich lasse sie einfach mal so stehen. 😋
Wie ihr vielleicht bereits jetzt bemerken könntet… kann auch bei diesem Text wieder einmal nicht allzu viel intelligentes herauskommen…
Ihr hättet also jetzt noch die Möglichkeit, diesen Beitrag wieder zu verlassen…
Aber vergesst trotzdem nicht, zumindest einen „𝐃𝐚𝐮𝐦𝐞𝐧 𝐡𝐨𝐜𝐡“ dazulassen.
Nicht, dass wir dadurch irgendeinen finanziellen Vorteil hätten… Es streichelt schlicht und ergreifend mein Ego. 😋
Ihr seid noch dabei? … Super…
Ich beglückwünsche euch hiermit zu Eurer Leidensfähigkeit.😉
𝐋𝐚𝐬𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐄𝐬𝐞𝐥 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧...
... ach nee… die kommen ja in diesem Text überhaupt nicht vor… verklagt mich doch. 😂
𝐎𝐤...  𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐥 𝐞𝐫𝐧𝐬𝐭𝐡𝐚𝐟𝐭, sofern das in meinen Texten überhaupt möglich ist...
Es geht um 𝐌𝐨𝐧𝐞𝐦𝐯𝐚𝐬𝐢𝐚……
...ein kleines Städtchen, am südöstlichen Zipfel von Peleponnes.
Monemvasia wird auch manchmal das „Gibraltar des Ostens“ genannt, obwohl Großbritannien mit dieser Gegend hier soviel zu tun hat, wie Ouzo mit Muttermilch.
Viele Reiseführer bezeichnen Monemvasia auch als ein „𝐌𝐮𝐬𝐬. Wobei ich persönlich bei „Muss“ eher an die Steuerklärung oder eine Darmspiegelung denke, aber nicht an ein so hübsches Inselchen, hier im Südosten Griechenlands. 🇬🇷
Monemvasia liegt auf einem Felsen…
solltest Du also Kultur erleben wollen, könntest Du das hier tun, bis deine Lunge quietscht…
Und wir versprechen euch…. Sie wird es tun.🤦‍♂️
Gemeinsam mit 𝐀𝐧𝐠𝐢𝐞 & 𝐑𝐨𝐛𝐞𝐫𝐭 erkundeten wir das Städtchen, auf die wir hier in Monemvasia wieder trafen.
Und das… das müssen wir an dieser Stelle zugeben… nicht ganz uneigennützig.
Denn Robert reparierte uns liebenswürdigerweise unsere 𝐝𝐞𝐟𝐞𝐤𝐭𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐩𝐮𝐦𝐩𝐞, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz öffentlich und von 𝐠𝐚𝐧𝐳𝐞𝐦 𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧 𝐛𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞𝐧 möchten.
𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐛𝐞𝐫𝐭…
vielen lieben Dank für deine Hilfe in der Not… unser Dank wird Dir auf ewig nachschleichen und vielleicht irgendwann auch erreichen. 😉
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭..
Wo waren wir?… Ach ja… die Ruhe vor dem Aufstieg…
Wir gingen also mit den beiden zu Fuß hinauf in das kleine, aber geemeine Dörfchen Monemvasia.
Was anfangs so harmlos klingt, sollte sich allerdings im Laufe der Zeit zu einer echten, muskulären und kardiologischen Herausforderung entpuppen. 🤦‍♂️
Zuerst einmal mussten wir uns die Frage stellen:
„𝑊𝑜 𝑏𝑖𝑡𝑡𝑒𝑠𝑐ℎ𝑜𝑒𝑛, 𝑠𝑜𝑙𝑙 𝑑𝑒𝑛𝑛 𝑎𝑢𝑓 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑚 𝑟𝑖𝑒𝑠𝑖𝑔𝑒𝑛 𝐵𝑟𝑜𝑐𝑘𝑒𝑛 𝐵𝑎𝑢𝑠𝑐ℎ𝑢𝑡𝑡𝑒 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑆𝑡𝑎𝑑𝑡 𝑠𝑒𝑖𝑛?“.
Die Antwort von Robert war genauso kurz, wie pragmatisch: „𝑫𝒂𝒉𝒊𝒏𝒕𝒆𝒓“…
... „𝐴ℎ𝑎“ dachte ich… „𝐼𝑠𝑡 𝑗𝑎 𝑤𝑖𝑡𝑧𝑖𝑔“…
Aber das ist tatsächlich der „Witz“ an Monemvasia.
Die Byzantiner, die alten Füchse, haben die Stadt, um 𝟔𝟎𝟎 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. mit Absicht auf der Rückseite des Felsens erbaut, sodass sie vom Festland aus nicht wahrgenommen werden kann.
Ein wirklich genialer Trick um sich gegen Piraten, Venezianer, Osmanen und anderweitiges Gesindel zu schützen, was hier seinerzeit vorbeikam um sich rechtswidrig an fremden Gütern zu bereichern.
Die engen Gassen winden sich den Hang hinauf. Das alte Städtchen wirkt schon fast 𝐮𝐧𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐚𝐞𝐦𝐭 𝐩𝐢𝐭𝐭𝐨𝐫𝐞𝐬𝐤.
Wir schreiten durch das Stadttor… übrigens 𝐝𝐚𝐬 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐞, durch dass man in die Stadt kommt…
Hätten wir den Namen der Stadt „Monemvasia“ einmal durch den Übersetzer gejagt, hätten wir das auch vorab wissen können…
Denn Monemvasia bedeutet übersetzt nicht anderes als „𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐙𝐮𝐠𝐚𝐧𝐠“.
Früher gabs sogar eine Zugbrücke… diese fiel vermutlich mit dem Beitritt in die EU irgendeiner Norm zum Opfer. 🤦‍♂️
Es ist wie eine Zeitreise ins Mittelalter… Aber nicht dieses dreckige, pestverseuchte Mittelalter, wie man es aus den Geschichtsbüchern kennt…
Es ist eher wie im Märchen-Mittelalter…
Eine Stadt, in der Rapunzel gleich aus irgendeinem Fenster ihr Haar herunterlässt und Elfen fröhlich tanzend durch die alten Gassen lustwandeln…
Das Kopfsteinpflaster wurde über die Jahrhunderte von Eselhufen, Touristensandalen und vermutlich auch von Elfen-Nektar so blankpoliert, dass es glatter ist, als eine frisch gebohnerte Bowlingbahn.
Bei Regen, vermutlich nur mit Spikes begehbar… und es geht bergauf… Immer… nur bergauf…
Egal welche Gasse du betrittst… es geht bergauf…
Selbst wenn Du hinunter möchtest… geht’s bergauf.
Physikalisch unmöglich… hier in Monemvasia bittere Realität.
Auto gibt es hier keine…
Logisch, die würden in den Gassen stecken bleiben, wie Winnie Puh in seinem Honigtopf.
Solltest Du hier irgendwo ein Zimmer gebucht haben, wäre es vermutlich das Todesurteil für deinen Rollkoffer.
Außerdem weiß ich jetzt auch, warum Elfen meistens barfuß laufen, wegen des Gripps. 😉
Wir… glücklicherweise ohne Rollkoffer, schlendern ganz gemütlich durch durch die Gassen und versuchen krampfhaft die ca. 20% Steigung, die wir gerade bewältigen müssen, so gut es eben geht zu ignorieren…
Keuchend geht es an der Hauptkirche vorbei. Sie führt den ehrfurchtsvollen Namen „𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐨𝐬 𝐄𝐥𝐤𝐨𝐦𝐞𝐧𝐨𝐬“.
Und sie ist… wie so ziemlich alles hier… 𝐚𝐥𝐭… sehr alt… sehr ehrwürdig… und…  sehr 𝐬𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧𝐬𝐩𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧𝐝… Dankeschön. 🙏
Und so kommt es, dass wir auf unserer Reise einer weiteren, dieser kardiovaskulären Nahtoderfahrungen entgegensehen.
Aber ihr wisst ja, was man über das Töten und dem härter werden so sagt… 😉
Lasst und also härter werden…
Als ob es unten im Dorf nicht schön genug gewesen wäre, zog es uns, warum auch immer, hoch ins Oberdorf…
Dass das Wort 𝐎𝐛𝐞𝐫𝐝𝐨𝐫𝐟, die Silbe „Oben“ enthält, hätte uns im Grunde bereits vor Antritt des Aufstieges stutzig machen sollen. Aber wie es halt so ist…
…𝐍𝐚𝐜𝐡𝐡𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐦𝐚𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐞𝐫… 😉
Den Weg nach oben, würde ich am treffendsten als 𝐏𝐟𝐚𝐝 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡𝐭𝐫𝐚𝐢𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐳𝐢𝐞𝐠𝐞𝐧 bezeichnen, der von Straßenarbeitern mit sadistischen Ambitionen angelegt wurde.
Serpentinen… rutschiger Speckstein… und akuter Schattenmangel, der uns glücklicherweise, aufgrund der aktuellen Jahreszeit nicht ganz so viel anhaben konnte.
Vorbei an alte Mauern… Ruinenlandschaften, die bereits Türken und Venezianer belagert, aber nie erobert haben.
Vermutlich haben sich ohnehin alle nur recht halbherzig um Monemvasia geprügelt, weil niemand so wirklich diesen Hügel hinaufklettern wollte.
Aus meiner Sicht… absolut verständlich.🤷‍♂️
So schraubten wir uns wild schnaufend den Berg hinauf… und nach gut 30 Minuten und den Flüssigkeitsverlust eines Kinderplanschbeckens standen wir oben… auf dem Gipfelplateau.
Ich für meinen Teil hatte zumindest ein paar Engel erwartet, die mir Harfe spielend einen Energie-Drink überreichen und mir für diese Leistung freudig strahlend auf die Schulter klopfen.  Aber…
… nichts dergleichen. 🤷‍♂️
Stattdessen gabs wieder einmal das, was uns bereits während unserer gesamten Reise, hier durch Griechenland begleitet…
… 𝐮𝐦𝐠𝐞𝐩𝐥𝐮𝐦𝐩𝐬𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐮𝐢𝐧𝐞𝐧.
Des weiteren jede Menge Gras und eine frisch renovierte Kirche, die hauptsächlich durch ihre geschlossenen Türen auf sich aufmerksam machte.
„𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐒𝐨𝐟𝐢𝐚“… heißt dieses Gotteshaus, der anscheinend nicht zuhause war.
Ursprünglich von den Byzantinern erbaut, steht sie hier am Rande des Abgrunds, aber 𝐦𝐢𝐭 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭… und wenn ich sage Aussicht, dann meine ich Aussicht…
Und ja… Die Reiseführer hatten wohl recht…
𝐌𝐨𝐧𝐞𝐦𝐯𝐚𝐬𝐢𝐚 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧 „𝐌𝐮𝐬𝐬“.
Der atemberaubende Blick über die tiefblaue Ägäis… Die roten Dächer der Unterstadt…
Und man ist tatsächlich versucht, laut auf das offene Meer zu rufen
„𝑰𝒄𝒉 𝒃𝒊𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝑲𝒐𝒆𝒏𝒊𝒈 𝒅𝒆𝒓 𝑾𝒆𝒍𝒕“
… wenn auch kurz vor einem Kreislaufkollaps.
In diesem Sinne… 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




01.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟎𝟑 (𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟑/𝟑)
𝔼𝕡𝕚𝕕𝕒𝕦𝕣𝕦𝕤, 𝕄𝕪𝕜𝕖𝕟𝕖 & ℕ𝕖𝕞𝕖𝕒 - 𝕦𝕟𝕕 𝕟𝕠𝕔𝕙 𝕞𝕖𝕙𝕣 𝕒𝕝𝕥𝕖 𝕊𝕥𝕖𝕚𝕟𝕖…

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  • Nemea
… es ist 15.40 Uhr und wir stehen vor den Ausgrabungsstätten von 𝐍𝐞𝐦𝐞𝐚… leider zu spät.

Der „𝐠𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐚𝐞𝐩𝐩𝐜𝐡𝐞𝐧-𝐓𝐚𝐠“ endet bereits um 15.30 Uhr, sodass wir vermutlich morgen in den recht säuerlichen Apfel, in Form eines Eintrittspreises von 10,00 € p.P beißen müssen. 🤷‍♂️
𝐃𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐞𝐬 𝐩𝐨𝐬𝐢𝐭𝐢𝐯…
...da der Himmel mittlerweile die Farbe einer frisch verputzten Betonwand angenommen hat und droht, uns jeden Moment auf den Kopf zu fallen, ist es ohnehin die bessere Option, diese Besichtigung auf morgen zu verschieben.
So übernachten wir erstmal auf dem Parkplatz zur Ausgrabungsstätte… so einsam wie ein Veganer auf einem Grillfest… es ist halt Februar… in den Sommermonaten sieht es hier vermutlich etwas anders aus.
Also kommen wir zum Teil 3 unserer "𝐀𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞𝐭𝐫𝐢𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞…


𝟎𝟐.𝟎𝟐.𝟐𝟎𝟐𝟔…
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟎𝟒…
ℕ𝕖𝕞𝕖𝕒…
Das Herzstück der Anlage… 𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐬 𝐙𝐞𝐮𝐬. Baugenehmigung und erster Spatenstich vor ca. 2.500 Jahren.
Ich wisst schon…𝐙𝐞𝐮𝐬… das ist der Ober-Boss von dem ganzen Zinnober hier in Hellas… Quasi der 𝐂𝐄𝐎 𝐝𝐞𝐫 𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩 𝐆𝐌𝐁𝐇.
Die Römer haben ihn dann 500 Jahre später gegen einen gewissen 𝐉𝐮𝐩𝐢𝐭𝐞𝐫 ausgetauscht,
Das lief dann aber letztendlich auch nicht viel besser… da oben.🤷‍♂️. Irgendwann musste auch er einem gewissen 𝐉𝐞𝐡𝐨𝐯𝐚 weichen, der dann quasi, nicht weniger diktatorisch, dafür jedoch recht monokratisch das Zepter übernahm. Besser ist es, hier auf der Erde  dadurch allerdings auch nicht geworden.
Da es ohnehin nach Regen aussah, kam uns dieser Zeus-Tempel gar nicht mal so ungelegen… immerhin hätten wir dann etwas zum unterstellen gehabt… Aber 𝐏𝐮𝐬𝐭𝐞𝐤𝐮𝐜𝐡𝐞𝐧…
Lediglich ein paar Säulen stehen dort noch recht sinnfrei in der griechischen Weltgeschichte herum. Und das auch nur, weil diese seit den 2000er Jahren mühsam, von irgendwelchen Idealisten  wieder aufgerichtet werden.
Ein wenig melancholisch schaue ich dann doch auf die alten Säulen, die vermutlich „Hammer-Stories“ erzählen könnten... wenn sie könnten.
Dagegen würden vermutlich die griechischen Heldensagen dastehen, wie das Lebenswerk von Claudia Obertz.
Die Hütte war in seiner Blütezeit bestimmt einmal der Burner…  heute regnets eben rein. 🤷‍♂️
Um das alte Stadion zu besichtigen mussten wir das eigentliche Ausgrabungsgelände wieder verlassen…
Es ging durchs gleichnamige Dorf, über eine Hauptverkehrsstraße und da war es…
… das nächste Kassenhäuschen.
Doch mit unseren, soeben gelösten Tickets hatten wir quasi eine „Greencard“… und durften, ohne ein weiteres mal unsere, ohnehin recht übersichtlich gefüllte Geldbörse zücken zu müssen, passieren.
Wir schritten durch die „𝐊𝐫𝐲𝐩𝐭𝐞“… also einen Tunnel der in das eigentliche Stadion führte, durch den seinerzeit die Sportler lustwandelten, um von gut 40.000 Zuschauern unter tosenden Applaus begrüßt zu werden.
Hier hat 𝐇𝐞𝐫𝐚𝐤𝐥𝐞𝐬, das war anscheinend der damalige „Hulk der Griechen“, angeblich einen unverwundbaren Löwen erwürgt…
Das weiß ich, weil ich es gegoogelt habe…
Nicht, dass mir hier noch ein fundiertes Fachwissen in griechischer Mythologie unterstellt wird. Dem ist bei weitem nicht so.😉
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐎𝐊… hier soll also der erste MMA-Fight der Geschichte stattgefunden haben, klingt interessant… ist es aber nicht… zumindest nicht für mich, da ich so ziemlich jede von diesen, über 2000 Jahre alten Schriften, über Wunderknaben für recht gewagte Thesen halte.
Egal, ob sie nun Löwen den Kopf abgerissen, oder Wasser zu Wein verwandelt haben.
Doch die „Nemeischen Spiele“, also die Vorgänger der Olymischen Spielefanden hier tatsächlich statt… doch vermutlich ohne vierbeinige Sparringspartner vom schwarzen Kontinent.
Die Athleten traten hier alle nackt an und waren somit die vermutlich direkten 𝐕𝐨𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐂𝐡𝐢𝐩𝐩𝐞𝐧𝐝𝐚𝐥𝐞𝐬.
Schade nur, dass damals keine Frauen den Spielen beiwohnen durften. Die wild umher hüpfenden Gemächte der Athleten, während eines 100 Meter-Laufes, wäre besimmt auch für die Damen dieser Zeit ein recht netter Anblick gewesen.
Der Preis für all diese athletischen Leistungen war allerdings keine Goldmedaille…  Das kam erst ein paar Jahrtausende später.
Damals begnügten sich die Sportler noch mit einen Kranz aus Sellerie auf ihrem Kopf.
Tja... Das was noch echter Sportgeist damals…
Mit einen Strauß Petersilie würden sich heutzutage nicht mal die Kids bei den Bundesjugendspielen abspeisen lassen.
𝐔𝐞𝐛𝐫𝐢𝐠𝐞𝐧𝐬…
... Geregnet hat es dann doch nicht… die Sonne blitzte hinter den Wolken hervor, die sich so nach und nach verzogen…
Die Sonne lachte... und wir hatten das Gefühl, dass sie dies extra für uns tat... hier in Nemea... am Tempel des Zeus.
Der Typ scheint ja doch auf irgendeine Weise über uns zu wachen. 😉




01.02.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟎𝟑 (𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟐/𝟑)
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Es war bereits 14.30 Uhr Nachmittags… hier auf den Peleponnes… und wir stehen auf dem Parkplatz zur Ausgrabungsstätte von Mykene.
Die Kassen am 𝐄𝐢𝐧𝐭𝐫𝐢𝐭𝐭𝐬𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐧 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠 schließen bereits um 15.30 Uhr.
Mein T-Shirt bestand zu diesem Zeitpunkt bereits zu 80% aus meinem Angstschweiß, der Rest war Baumwolle im Endstadium der Kapitulation.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐯𝐨𝐫𝐧…
Google, diese sadistische Ausgeburt des Hades, verführte uns mit allzu verlockenden Ködern in Form digitaler Ablichtungen der dortigen Architektur zu einer Fahrt nach 𝐌𝐲𝐤𝐞𝐧𝐞.
Und wer sind wir, einem Vorschlag von „Tante Google“ zu widersprechen.
Und eigentlich wollten wir auch dorthin… 𝐄𝐈𝐆𝐄𝐍𝐓𝐋𝐈𝐂𝐇...
... ist dabei das entscheidende Wort, denn „𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡“ ist das Lieblingswort von Menschen, die Google Maps vertrauen und später sehr viel Zeit haben, über dessen Vertrauenswürdigkeit und ihr Leben nachzudenken. 🤦‍♂️
Auf der Suche nach Mykene auf Google wurde so mancher, vielversprechender Treffer ausgespuckt.
Unter anderem  "Die Löwengrube".
Dieser Name klang bereits nach Abenteuer, Indianer Jones und mindestens 3 beeindruckende Fotos für unser Reisetagebuch.
Und tatsächlich Bilder… Texte… Bewertungen… alles auf „Tante Google“ wirkte überzeugend…
... und wenn Google überzeugt ist, dann sind wir es in der Regel auch.
Schließlich weiß Google bereits seit Jahren wo mein Haus wohnt, was ich gestern gegessen habe und das ich mich für 4x4 Expeditionsfahrzeuge interessiere, die ich mir sowieso niemals leisten könnte.
Warum also, sollte Google nicht auch wissen, wo genau nun besagte Löwengrube ist?
Also klickten wir auf Routenvorschlag… und los ging´s...
Doch spätestens als wir von der geteerten Straße auf eine versandete Buckelpiste abbogen, hätte ich die Integrität unseres Google-Accounts in Zweifel ziehen sollen.
𝐇𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭… was sich im Nachhinein als wenig weise herausstellte. Aber wer uns etwas näher kennt, der weiß ohnehin, dass wir selbiges nicht gerade mit Löffeln gefressen haben. 🙈
6 Kilometer Steigungen, Serpentinen und Schlaglöcher in der Größe eines Bierkastens, wobei man sich durchaus die Frage stellen darf, was Bierkästen auf so einer Straße zu suchen haben.
Kurz bevor unsere Kuscheldose begann, sich mit suizidalen Fantasien zu befassen, standen wir letztendlich irgendwo in der matschigen Pampa.
Mit einem nicht ganz zu überhörenden, süffisanten Unterton hörten wir die Stimme von Google Maps:
„𝑺𝒊𝒆 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝒊𝒉𝒓 𝒁𝒊𝒆𝒍 𝒆𝒓𝒓𝒆𝒊𝒄𝒉𝒕“.
Tatsächlich war die Löwengrube, unser eingegebenes Ziel auch gerade einmal 300 Meter entfernt… 𝐋𝐮𝐟𝐭𝐥𝐢𝐧𝐢𝐞.
Dieses Wort wird übrigen immer dann benutzt, wenn Ziele im zwar in sichtbarer Nähe, praktisch jedoch trotzdem nicht erreichbar sind, was nun definitiv auch bei uns der Fall war.
Zwischen der Löwengrube und unserem, von Google wärmstens empfohlenen Standort, lag nämlich eine ca. 100 Meter tiefe Schlucht.
So korrigierten die Zieleingabe auf Google-Maps von „Löwengrube“ auch „Mykene, Besucherparkplatz“… und siehe da… 𝐄𝐧𝐭𝐟𝐞𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠 𝟔,𝟑 𝐊𝐦, 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐳𝐞𝐢𝐭 𝐜𝐚. 𝟑𝟓 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧… Danke für nix. 😠
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐳𝐮𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤 𝐦𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡…
Und so landeten wir letztendlich doch noch auf dem Parkplatz zur Ausgrabungsstätte von Mykene, der ein wenig auf mich wirkte, wie die Rückseite eines Baumarktes in einem Problembezirk von Wuppertal.
Begrüßt wurden wir auch gleich von einer Horde Hunde, die uns direkt und unmissverständlich zu verstehen gaben, dass sie eher nicht die Absicht hegten, unseren Oscar in ihr Rudel aufzunehmen.
Wir konnten sie allerdings davon überzeugen, dass es weder in unserem, noch seinem Interesse lag, ihre Rangordnung durcheinanderzubringen und so ließen sie uns ohne weiteren physischen Verweis weiterziehen.
Am Kassenhäuschen angekommen, das wie bereits wohlwollend erwähnt, 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫𝐥𝐞𝐢 𝐓𝐫𝐢𝐛𝐮𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐭𝐞, standen wir vor einem Hügel voller… nun ja… 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞.
Zugegebenermaßen sind es wieder einmal sehr, sehr alte Steine. Wir reden hier von der 𝐁𝐫𝐨𝐧𝐳𝐞𝐳𝐞𝐢𝐭, also roundabout 3.000 v. Chr..
Nicht, dass ihr uns falsch versteht... wir sind total für Kultur… Geschichte war sogar eines meiner Lieblingsfächer, bis ich begriff, dass man dafür tatsächlich auch Bücher lesen muss.
So verblasste mein Interesse an der griechischen Mythologie im Laufe meiner Adoleszenz und fixierte sich primär auf das weibliche Geschlecht. 🤷‍♂️
𝐌𝐲𝐤𝐞𝐧𝐞 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐮𝐜𝐡𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐟𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫𝐦𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐮𝐦𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧:
Wenn Du Deinen Urlaub so gestalten möchtest, dass Du einfach nur am Strand liegen, einen Cocktail mit Schirmchen schlürfen und dabei auf das azurblaue Meer starren möchtest, bis sich deine Netzhaut von den Augäpfeln löst, dann ist Mykene vielleicht nicht die erste Wahl für Dich.
Hier ist nix mit herumliegen… 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐚𝐧𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭… und davon bitte reichlich.
Mykene muss man gesehen haben, 𝐬𝐨 𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬𝐭 𝐞𝐬…
Es ist die Wiege der europäischen Zivilisation, 𝐬𝐨 𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬𝐭 𝐞𝐬…
Mykene hat sich ganz oben auf einem Hügel versteckt… Drumherum ist es landschaftlich eher die Ecke, in der einem das Gefühl nicht loslässt, hier haben die Götter den ganzen Schotter hingekippt, der beim Bau des Olymp übriggeblieben ist.
Es ist steinig, hügelig und im Sommer vermutlich so heiß, dass sich  selbst die Eidechsen über die Cornettos in der Eis-Truhe hermachen.
Aber Mkyene ist nicht nur eine Ansammlung alter Steine.
Hier war quasi der Hotspot der Bronzezeit...
Einer Zeit in der das Konzept „Bequemlichkeit“ eigentlich nicht mal als Beta-Version verfügbar war. Ausser vielleicht in Epidauros... wir berichteten.
Mykene war vermutlich schon immer da… zumindest seit über 3 Jahrtausenden... hier ganz oben auf dem Berg, damit man ungebetene Gäste bereits vor dem Frühstück kommen sah, um sie bei Ankunft mit ein wenig Fäkalien und einer Portion heißem Pech willkommen zu heißen.
Auffällig ist das „𝐋𝐨𝐞𝐰𝐞𝐧𝐭𝐨𝐫“, das 2 Löwen darstellt, was widerum gewisse Rückschlüsse auf den Namen des Tores schließen lässt.
Durch das Tor gelangte man seinerzeit in das Portal des damaligen Königs-Palastes.
Die beiden Quader, aus den die Löwen geschlagen wurden, wiegen knapp 20 Tonnen, also ungefähr genauso schwer, wie mein schlechtes Gewissen nach der Vernichtung eines 800 Gramm Familien-Nutella-Glases...
Wie ihr vielleicht bemerkt, trägt diese Information aktuell weder zum Thema bei, noch ist sie ansonsten in keinster Weise für diesen Beitrag von Nutzen.
Aber irgendwie muss ich ja diesen Beitrag mit Inhalt füllen… notfalls mit solch einem Dünnpfiff. 🙈
𝐖𝐨 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫? … Ach ja… Löwentor…
Sie, also die Löwen, stehen sich gegenüber... gegenwärtig allerdings recht kopflos.
Keiner weiß, wo die Häupter dieser Steppenkönige abgeblieben sind.
Man munkelt, dass jemand aus einer römischen Reisegruppe, die im Jahre 100 n. Chr. des Öfteren hier vorbeimarschiert sein sollen, sie als Souvenir mitgenommen oder als Briefbeschwerer zweckentfremdet haben soll.
Aber selbst ohne ihre Köpfe machen die Löwen den Eindruck einer antiken Version des heutzutage allseits bekannten Schildes: „𝐖𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞“.  Man kommt vor unbefugten Eitnritt doch erst einmal ins Grübeln.
Übrigens… soll es mit seinen gut 2.500 Jahren das 𝐚𝐞𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐦𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐑𝐞𝐥𝐢𝐞𝐟 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐚𝐬 sein.
Das schreibe ich jetzt auch nur, damit diese, hier verfasste geistige Diarrhö, eventuell doch noch als intellektuell verwertbar durchgeht. 🙈
Hinter dem Löwentor war wohl einmal der Palast…
Ok, da braucht es tatsächlich ein wenig Fantasie, um dieses Trümmerfeld vor dem geistigen Auge zu rekonstruieren.
Mykene war einst Machtzentrum und Heimat des 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠𝐬 𝐀𝐠𝐚𝐦𝐞𝐦𝐧𝐨𝐧.
Der Name, den fast jeder kennt, aber nur die wenigsten treffsicher zuordnen können.
Ich für meinen Teil, assoziiere diesen Namen primär mit einem Lied des legendären 𝐇𝐞𝐢𝐧𝐳 𝐄𝐫𝐡𝐚𝐫𝐝𝐭 (*siehe Link im Kommentar), was vermutlich daran liegt, dass man mein Wissen über die griechische Kulturgeschichte als eher rudimentär bezeichnen könnte.
Agamemnon war wohl das pfiffige Kerlchen, dass mit einem Holzpferdchen Troja eingenommen hat.
Vermutlich aus Rache dafür, kapern die Trojaner noch bis heute unsere Computer…
Den ganzen Hype im diese herumliegende Steinformation begann im Grunde mit einem Typen namens 𝐇𝐞𝐢𝐧𝐫𝐢𝐜𝐡 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐧. Schliemann war quasi der Indianer Jones des 19. Jahrhunderts.
Nur ohne Peitsche und weniger attraktive Abenteuer-Partnerinnen.
Er hatte, vermutlich während eines ausgiebigen Toilettenganges „𝐇𝐨𝐦𝐞𝐫“ gelesen und seine Schriften für eine wissenschaftlich seriöse Quelle gehalten. "Ilias", einer  seiner geistigen Ergüsse verwies auf die Stadt Mykene, der wohl ein gehöriger „Reichtum an Gold“ attestiert wurde.
Im Prinzip ist dies ähnlich, als würde ich heute den ersten Teil von „Harry Potter“ lesen, um morgen nach London zu fahren und dort am Bahnhof Kings Cross mit dem Schädel zwischen dem Gleis 9 und 10 gegen die Wand zu donnern, in der Hoffnung so nach Hogwarts zu kommen. 🙈
Schliemann war ein so großer Fan der Schriften des „Homer“, dass er dessen wahre Gegebenheiten Zeit seines Lebens beweisen wollte.
Und so fand Schliemann hier sogar die vermeintliche 𝐌𝐚𝐬𝐤𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐀𝐠𝐚𝐦𝐞𝐦𝐧𝐨𝐧 aus purem Gold.
𝐈𝐡𝐫 𝐞𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡?… Agamemnon... Das ist dieserTyp, der heute noch für die Trojaner in deinen Mails verantwortlich ist.
Doch es stellte sich heraus, dass die Maske viel älter ist, als Agamemnon. Dumm gelaufen.
Die Maske gehörte vermutlich irgendeinen „Onkel Jochen“ aus der 3. Dynastie, hinten links, aus der Linie seiner mykenischen Sippschaft, der bereits schon über 300 Jahre tot war, bevor Agamemnon das erste mal in seine Windeln machte.🤷‍♂️
Heute ist Mykene nicht mehr ganz so „reich an Gold“, sondern „reich an kulturell wertvollen Fragmenten der griechischen Kulturgeschichte“ oder wie wir es gerne liebevoll nennen:
𝐀𝐥𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
𝐄𝐍𝐃𝐄 -Teil 2 von 3



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𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟎𝟑 (𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟏/𝟑)
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Aber alte Steine mit Niveau… das muss man den Griechen schon lassen.🫡
Zumal diese Steine alle bereits seit fast 3.000 Jahren hier in der Gegend herumkullern und sie, trotz ihrer meist recht zweckferner und unorthodoxer Anordnung, jährlich hunderttausende von Touristen aus aller Welt anlocken.
Es ist der 𝟏. 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠 𝐢𝐦 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭…
Und der Kenner der griechischen Schnäppchen-Kultur weiß, dass man an diesem Tag die Sehenswürdigkeiten Griechenlands 𝐳𝐮𝐦 𝐍𝐮𝐥𝐥𝐭𝐚𝐫𝐢𝐟 besichtigen kann.
Also genau das richtige für uns Pfennigfuchser.  𝐄𝐩𝐢𝐝𝐚𝐮𝐫𝐨𝐬 + 𝐌𝐲𝐤𝐞𝐧𝐞 + 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐠𝐫𝐚𝐛𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭ä𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐍𝐞𝐦𝐞𝐚, das hätte für 2 Personen mal eben 𝟏𝟎𝟎 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐧𝐞𝐧 an Eintrittsgelder bedeutet… die Kotbeutel für Oscar dabei noch gar nicht mitgerechnet.
Da setzen Langzeitreisende wie wir, mit ihrem begrenzten Budget schonmal Prioritäten. Klingt komisch... ist aber so. 🤷‍♂️
Übrigens gilt der 𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧𝐥𝐨𝐬𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐭𝐫𝐢𝐭𝐭 ebenfalls für 𝐣𝐞𝐝𝐞𝐧 𝟑. 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠 𝐢𝐦 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭.
So machen wir uns also auf, die einheimische Kultur auf dem Nacken der griechischen Volkswirtschaft zu genießen.
Und zwar freu dem Motto:  "𝑾𝒆𝒏𝒏 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏, 𝒅𝒆𝒏𝒏 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏"… also die volle Packung…
… Quasi Kultur mit der Wirkung eines intravenös verabreichten Long Island Ice Tea.
Los ging´s also erstmal in 𝐄𝐩𝐢𝐝𝐚𝐮𝐫𝐨𝐬…
Gelegen, sozusagen am Daumen von Peleponnes, schlummert hier ein architektonischer Schatz der Weltgeschichte.
Vermutlich ist dies auch der Grund, warum hier täglich ganze Busladungen von Touristen ausgekippt werden. Das Theater des Epidauros ist eine gigantische, steinerne Schüssel, die einfach mal so in einen Hügel gemeißelt wurde. 𝟏𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐒𝐢𝐭𝐳𝐩𝐥𝐚𝐞𝐭𝐳𝐞 fast bietet dieses antike Theater und Ränge, die vermutlich steiler sind, als meine Karriere-Chancen als Reisebuch-Creator, hier auf Facebook. 🤦‍♂️
Wer ganz nach oben will… und natürlich muss man ganz nach oben… man will ja kein Kulturbanause sein… der braucht eine gewisse Portion Kondition… oder ein Sauerstoffzelt, wenn man denn endlich oben angekommen ist.
Während ich mich so Stufe für Stufe emporkämpfe, meine Wadenmuskulatur zu brennen beginnt, und ich bereits darüber nachdenke, wen genau ich bezüglich dieser physischen Grausamkeit juristisch belangen könnte, muss ich an die damaligen Zuschauer denken…
Hier ist mal rein gar nichts mit behindertengerechter Bauweise… wo bitte ist der Fahrstuhl?... die Rolltreppe?... alles Fehlanzeige.
𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭 𝐀𝐥𝐭𝐞𝐫... und das alles in Toga, auf die man vermutlich bei jeder Stufe draufgetreten ist und ohne Funktionsunterwäsche.
Oben angekommen, versucht meine Wenigkeit erst einmal seine Vitalfunktionen durch intensives japsen und hyperventilieren wieder auf relativ normale Werte zu drücken. Ich verkörpere schließlich einen 63-jährigen Ex-Kettenraucher und keinen Kandidaten für den diesjährigen Ironman.🤦‍♂️
Und dann kommt der Moment, für den jedes Jahr hunderttausende von Besucher diese vermaledeiten Ränge emporkeuchen… Quasi das „𝐖𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐩𝐢𝐝𝐚𝐮𝐫𝐨𝐬“.
Berühmt ist dieses Bauwerk nämlich für seine 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐚𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞 𝐀𝐤𝐮𝐬𝐭𝐢𝐤.
Doch hierfür erstmal ein kleiner Ausflug in unsere Rubrik:
„𝑴𝒆𝒏𝒔𝒄𝒉… 𝒃𝒆𝒊 𝒅𝒆𝒓 𝑲𝒖𝒔𝒄𝒉𝒆𝒍𝒅𝒐𝒔𝒆… 𝒅𝒂 𝒉𝒂𝒎´ 𝒘𝒊𝒓 𝒘𝒊𝒆𝒅𝒆𝒓 𝒘𝒂𝒔 𝒈𝒆𝒍𝒆𝒓𝒏𝒕“👨‍🎓
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐀𝐤𝐮𝐬𝐭𝐢𝐤…
Der 𝐆𝐞𝐧𝐞𝐫𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚 sei es einmal so erklärt:
Akustik ist quasi 𝐒𝐩𝐨𝐭𝐢𝐟𝐲 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐖-𝐋𝐚𝐧 und Playlist… klingt komisch, hat aber über Jahrtausende funktioniert.
Unter Akustik versteht man auch das Phänomen, wenn Frauen jedes einzelne Wort verstanden haben, das Du gerade Deinem besten Kumpel vertraulich ins Ohr geflüstert hast, obwohl sie sich in einem ganz anderem Raum befunden hat, aber mit einem „𝑯𝒎𝒎? 𝑾𝒊𝒆 𝒃𝒊𝒕𝒕𝒆?“ antwortet, wenn Du sie laut und deutlich fragst, was genau denn die Delle im Kotflügel Deines Autos zu suchen hat.
Akustik ist auch der Grund, warum ein tropfender Wasserhahn Dich nachts fast in den Wahnsinn treibt, das Schnarchen deiner großen Liebe direkt neben Dir aber klingt, wie die 𝐌𝐨𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧-𝐒𝐨𝐧𝐚𝐭𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐮𝐝𝐰𝐢𝐠 𝐯𝐚𝐧 𝐁𝐞𝐞𝐭𝐡𝐨𝐯𝐞𝐧.  Aber… kleiner Spoiler… das ändert sich im Laufe der Jahre. 😉
In einem Theater…𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐦 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚… hat eine gute Akustik die Fähigkeit, die Flatulenzen des Protagonisten auch bis in die letzte Reihe der Empore hörbar zu machen, sollte er denn solche in die freie Welt entlassen.
Was die Bands von heute lediglich mit 𝐌𝐮𝐬𝐢𝐤𝐚𝐧𝐥𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝟏𝟎𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐖𝐚𝐭𝐭 𝐀𝐮𝐬𝐠𝐚𝐧𝐠𝐬𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 und 𝐋𝐚𝐮𝐭𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫𝐛𝐨𝐱𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐨𝐞𝐬𝐬𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐄𝐢𝐧𝐟𝐚𝐦𝐢𝐥𝐢𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬𝐞𝐬 hinbekommen, haben die alten Griechen allein mit der Architektur eines Theaters erreicht.
- 𝐏𝐮𝐧𝐤𝐭𝐬𝐢𝐞𝐠 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧.
Erbaut für 14.000 Menschen, die allesamt die berühmte Münze fallen hören könnten. Wenn... ja wenn nicht diese Busladungen von Touristen nicht wären, dessen Geschnatter selbst die berühmte Münze des Epidauros übertönt.
Die eigentliche Bühne besteht im Grunde nur aus einer kreisförmigen Plattform von gerade mal 50 cm Durchmesser…
Dort standen diejenigen, die etwas zu sagen hatten… und die 14.000 Menschen auf den Rängen hörten zu… mal mehr, mal weniger. Also nicht anders wie im Deutschen Bundestag... Nur, dass es damals noch keine Handys und kein Candy Crush gab.
Vermutlich wurden an dieser Stelle, bereits vor über 2.500 Jahren die Menschen darüber informiert, dass die Erde keine Scheibe ist… die Demokratie im Grunde nur in der Theorie funktioniert… und der Dosenöffner leider erst noch erfunden werden muss.
Während hier in Epidauros bereits schon den Dosenöffnern eine Zukunft eröffnet wurde, hat man vermutlich in den Regionen, die heute zu Deutschland gehören, seiner zukünftigen Gattin noch mit der Keule einen Heiratsantrag gemacht…
Im Epidauros-Theater wurden zur selben Zeit vielleicht schon Limericks und Liebesdramen aufgeführt.
Hier war das Theater nicht nur ein einfaches Abendprogramm… Es war quasi die 𝐁𝐢𝐥𝐝-𝐙𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠, 𝐅𝐚𝐜𝐞𝐛𝐨𝐨𝐤 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐓𝐋𝟐 in Einem… 𝐃𝐢𝐬𝐭𝐫𝐚𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧*² und 𝐈𝐧𝐝𝐨𝐤𝐭𝐫𝐢𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧*³ der Bevölkerung in einem Aufwasch … Mark Zuckerberg, Peter Thiel und Elon Musk wären stolz gewesen, hätte es sie bereits gegeben.
Nur an der Reichweite musste im Laufe der weiteren Jahrtausende noch ein wenig gearbeitet werden.
Epidauros ist allerdings nicht nur Theater…
… hier befand sich eines der größten 𝐇𝐞𝐢𝐥𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐤𝐞, allerdings nur für Selbstzahler…
Für einen Kassenpatienten war schon damals ein Sanatorium dieser Art unerreichbar. Vermutlich weil der QR-Code ihrer Krankenkarte seinerzeit noch nicht lesbar war.
𝐀𝐬𝐤𝐥𝐞𝐩𝐢𝐨𝐬, also quasi der griechische Vetter dritten Grades des römischen 𝐀𝐞𝐬𝐜𝐮𝐥𝐚𝐩𝐢𝐮𝐬, der in Deutschland vor Apotheken und innerhalb der Ärzte-Zunft seinen Schlangenknüppel schwingt, wachte bereits vor über 2.500 Jahren hier im Epidauros über die (zahlungskräftigen) Kranken und Gebrechlichen.
𝐍𝐮𝐧 𝐬𝐢𝐭𝐳𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐢𝐞𝐫…
auf den Rängen des Epidauros Theaters…
Der Rücken zwickt, die Oberschenkel noch leicht brennend und etwas peinlich berührt, da die Frau auf dem Kreis, in der Mitte des Theaters gerade flüsternd ihrem Mann erklärt, dass seine "Prinzessin Lillyfee-Socken" in seinen Sandalen die Aufmerksamkeit der anderen Besucher erregen könnten…
Vielleicht hätten wir ihr steken sollen, dass es eigentlich nicht die Socken selbst, sondern ihr akustischer Fingerzeig war, die unsere Aufmerksamkeit auf seine Fußbekleidung lenkten. 🤷‍♂️
Auch wenn dieser Reisebericht noch nicht zu Ende ist… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟏 𝐯𝐨𝐧 𝟑
*² Distraktion= Veraltete Bezeichnung für Zerstreuung
*³ Indoktrination= Beeinflussung von Menschen







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