Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

April 2026

M ä r z     2 0 2 6



14.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟓
𝔻𝕚𝕖 𝕄𝕖𝕥𝕖𝕠𝕣𝕒 𝕂𝕝𝕠𝕖𝕤𝕥𝕖𝕣 -

𝔸𝕦𝕗 𝕕𝕖𝕣 𝕁𝕒𝕘𝕕 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕕𝕖𝕟 “𝔹𝕚𝕘 𝕗𝕚𝕧𝕖” (𝕤𝕚𝕩)



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(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
Noch ahnten wir nicht, dass die Region um die kleinen Dörfchen Kastraki und Kalambako der Höhepunkt unserer Griechenlandreise werden sollte.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫 …
… Wir sind in den letzten 𝟑,𝟓 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 durch 𝟐𝟕 𝐋𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫 gereist.
Wir können mit Fug und Recht behaupten, im Laufe unserer Reise schon so einiges gesehen zu haben. 🤷‍♂️
Aber das hier… das ist so ziemlich das Höchste….
Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Rede ist von den 𝐊𝐥𝐨𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐚…
Diesbezüglich haben wir uns auch wieder einmal für Euch schlau gemacht...
Also 𝐕𝐨𝐫𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭…
Neues aus der Kategorie: „𝑫𝒊𝒏𝒈𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝑫𝒖 𝒏𝒊𝒆𝒎𝒂𝒍𝒔 𝒘𝒊𝒔𝒔𝒆𝒏 𝒘𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆𝒔𝒕“
Das Wort "𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐨𝐬“ , bedeutet soviel wie: „𝒊𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝑳𝒖𝒇𝒕 𝒔𝒄𝒉𝒘𝒆𝒃𝒆𝒏𝒅“ und macht im Kontext zu den Meteora Klöster durchaus Sinn.
Geologisch gesehen ist dieser ganze Kladderadatsch hier bereits vor gut 60 Millionen Jahren entstanden…
Zumindest die Fundamente für das, was dann ab dem 11. Jahrhundert durch etwas überambitionierte Mönchen entstanden ist.
Nun könnte man denken:
„𝑂𝐾... 𝑑𝑎𝑚𝑎𝑙𝑠 𝑔𝑎𝑏𝑠 𝑛𝑜𝑐ℎ 𝑘𝑒𝑖𝑛 𝑁𝑒𝑡𝑓𝑙𝑖𝑥… 𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟𝑒𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑚𝑖𝑐ℎ 𝑎𝑙𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡“…
...𝐚𝐛𝐞𝐫…
... heute zählen die Klöster zum 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐫𝐛𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐔𝐍𝐄𝐒𝐂𝐎.
Und womit?... Mit Recht!
Vor fast 𝟗𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 begannen also die Mönche ihre WG-Butzen mit unverbaubarem Ausblick, auf diese nadeligen Felsen zu zimmern… Und so verrückt wie es klingt, ist es auch.
Dort oben hatte man seine Ruhe… zumindest bevor die ersten Touristen kamen… aber bis dahin sollte es noch ein paar Jahrhunderte dauern.
Während man heutzutage von 𝐖𝐨𝐫𝐤-𝐋𝐢𝐟𝐞-𝐁𝐚𝐥𝐚𝐧𝐜𝐞 redet, wenn man sich 1x wöchentlich einen Yoga-Kurs auf YouTube anschaut oder halbjährlich zum Alpaka-Wandern in die Eifel fährt, wählte man hier bereits im 𝟏𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 die Extrem-Variante.
𝐈𝐧𝐧𝐞𝐫𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐤𝐞𝐡𝐫 𝐦𝐢𝐭 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭… so könnte man sie wohl am treffendsten beschreiben…
Die Klöster stehen auf diesen Felsnadeln, als wäre den Mönchen irgendwann nur noch Mikado spielen zu langweilig geworden.
Da dachten sie sich vermutlich:
„𝑀𝑎𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑤𝑖𝑟 𝑒𝑖𝑛𝑓𝑎𝑐ℎ 𝑚𝑎𝑙 𝑒𝑡𝑤𝑎𝑠 𝑢𝑛𝑚𝑜𝑒𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑚𝑜𝑒𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ.“
Wir bauen Klöster auf Streichholzköpfe… und zwar so, dass sie über Jahrhunderte stehen bleiben.
Also quasi als „𝐉𝐞𝐧𝐠𝐚 - 𝐌𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫𝐜𝐥𝐚𝐬𝐬 𝐄𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧“
Das Glaubt ihr nicht?... Na dann fahrt einfach mal nach Meteora.
Hier findest du den Inbegriff der „vertikalen Kuriosität“.
Beeindruckendere Himmelsbauten findet man vermutlich nur in Nepal…
… aber dort ist ja Buddha zuhause… also andere Baustelle… zählt also nicht.😉
Von den einst 24 erbauten Klöstern, sind heute allerdings nur noch ganze 6 bewohnt.
Alle anderen sind… nun ja... sagen wir mal… „Opfer der Schwerkraft“🤷‍♂️
𝐀 𝐂 𝐇 𝐓 𝐔 𝐍 𝐆 - 𝐓𝐫𝐢𝐠𝐠𝐞𝐫 𝐖𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠!
Ab jetzt gibt’s Geschichte, alternative Fakten und 𝐣𝐞𝐝𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐞𝐧.
Ich weiß, dass es einige Leser unter Euch gibt, dessen 𝐀𝐮𝐟𝐦𝐞𝐫𝐤𝐬𝐚𝐦𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐬𝐩𝐚𝐧𝐧𝐞 nur noch geringfügig über die Sprechblasen eines Manga-Comics hinausgehen.
Bevor nun wieder 𝐁𝐞𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐫𝐞𝐧 auftauchen, dass dieser Beitrag plötzlich und unerwartet mit Inhalt gefüllt ist, möchte ich an dieser Stelle diejenigen, die meine Texte als zu lang empfinden nun ausdrücklich bitten, genau… 𝐉 𝐄 𝐓 𝐙 𝐓… zu den Bildern weiterzuscrollen… Danke. 🙏
𝟏…
𝟐…
𝟑...
Du bist noch da? … Ok….
Ab jetzt bist Du für Deine verschwendete Lebenszeit selbst verantwortlich.🤷‍♂️
Hier also hier ein paar Infos über die Klöster von Meteora:
𝐌𝐞𝐠𝐚𝐥𝐨 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐚…
… also das „große Metereon“.
Es gilt als größtes und ältestes, der noch bewohnten Klöster. Es war quasi der Beginn dieses vertikalen Wahnsinns.
Gegründet im 14. Jahrhundert vom heiligen Athansios.
Der Legende nach hatte er eine Vision.
Ein Adler hatte ihn wohl auf diesen 𝟔𝟏𝟑 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐡𝐞𝐧 𝐆𝐢𝐩𝐟𝐞𝐥 getragen. Na wenn das mal kein Grund ist, gleich ein ganzes Kloster auf diesen Felsen zu bauen…
OK…Das kann man glauben… muss man aber nicht.
Vielleicht war es auch nur das Resultat einer ausgiebigen Klosterwein-Verkostung… Wer weiß das schon.
Aber immerhin… das Kloster steht. 😊
Die vorhandenen Treppen wurden im Übrigen bei allen Klöstern erst neuzeitlich, eigenst für die Badeschlappen tragenden Busmeuten gefertigt…
Früher gab es tatsächlich nur Netze und Seile, um auf den Felsen in das Kloster zu gelangen.
Mönche, Einkaufstaschen und jegliches Mobiliar wurden also per Seil nach oben gezogen und wenn Gott es so wollte, hat es auch gehalten… wenn nicht… dann nicht.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐕𝐚𝐫𝐥𝐚𝐚𝐦 …
Das Varlaam Kloster stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist sozusagen der Jungspund unter diesen bizarren Himmels-WG´s.
Varlaam war der Name eines Einsiedlers, der hier oben auf dem Berg lebte, bevor das Kloster erbaut wurde.
Vermutlich haben die Mönche einfach im ihn herumgebaut und er steckt bis heute zwischen zwei Wänden.
Angeblich hat es 22 Jahre gedauert, die Baumaterialien für das Kloster nach oben zu schaffen und lediglich 20 Tage, um das ganze Kloster zu erbauen.
So war Varlaam zumindest noch als Security für die Baustoffe nützlich… Dafür wurde das Kloster dann nach ihm benannt… 𝐖𝐢𝐧𝐖𝐢𝐧… sozusagen.
Bis er dann… naja, ihr wisst schon. 😉
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐮𝐬𝐬𝐚𝐧𝐨𝐮 (𝐒𝐭. 𝐁𝐚𝐫𝐚𝐛𝐚𝐫𝐚)
Was ein wenig wirkt, als würde dort gleich Rapunzel ihr Haar herunterlassen, sitzt auf einem Felsen, der im Grunde maximal Platz für einen Kasten Bier bieten würde. Das sahen sie Mönche im 16. Jahrhundert allerdings etwas anders und erbauten dort das Kloster Rossanou.
Hier wurde jeder Quadratzentimeter effizient genutzt…
Von Hochbeeten, über Stockbetten für die Nonnen, die mittlerweile dort leben, wurde in diesem Kloster im Grunde, bis hin zu den Stehtischen in der klostereigenen Kantine nur vertikal gedacht.
Ich vermute, dass hier auch der Gyros-Spieß erfunden wurde, da für einen Schwenkgrill der Platz fehlte.
In diesem Kloster findet der Begriff „Hochstapler“ noch einmal eine ganz neue Bedeutung.
Tatsächlich leben hier noch immer einige Nonnen und bewirtschaften dieses Kloster, um es den Besuchern auf den gut 300 Höhenmetern mit ihrem gepflegten Gärtchen so gemütlich wie möglich zu machen, um die 5 € irgendwie zu legitimieren.
𝐃𝐚𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠… wohlwollende 15 Minuten… 🙈
...𝐀𝐛𝐞𝐫…
dafür gibt es auch jede Menge 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 fürs Geld.
Man kann schon irgendwie nachvollziehen, warum sich die Mönche  hierhin zurückgezogen haben…
Wenn schon Einsiedler… dann bitteschön mit Ausblick…
Welcher Gerichtsvollzieher hätte sich hier schon hinauf getraut? Und die Ankunft der Schwiegermutter, wurde schon Tage im Voraus sichtbar.
Ok… Mönche haben in der Regel keine Schwiegermütter… aber sie hätten können, wenn sie gehabt hätten… klar soweit? 😉
Wer einmal die Treppen bis in das Kloster Rossanou erklommen hat, sollte sich die die berühmten 𝐅𝐫𝐞𝐬𝐤𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝟏𝟔. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭, in der klostereigenen Kapelle nicht entgehen lassen.
Diese zeigen in wenig jugendfreier Manier den 𝐋𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐞𝐫𝐭𝐲𝐫𝐞𝐫…
Die Köpfung mit pulsierenden Blutverlust aus der Halsschlagader, sowie das Häuten am lebenden Subjekt und das Totschleifen im Schlepptau eines Pferdes, sind dabei noch die harmlosesten Darstellungen.
Ein echter Augenschmaus und ein Riesenspaß für die ganze Familie.🙈
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐒𝐭𝐞𝐟𝐚𝐧𝐨𝐬
Das Kloster Stefanos ist besonders für die Art von Besucher empfehlenswert, die mit dem Prinzip „Treppe“ nicht allzu viel anfangen können. Also quasi Menschen wie mich.
Hier gehe ich einfach über eine Brücke und schon bin ich drin… im Kloster… ohne Keuchen, kein Röcheln, kein Muskelkrampf. Sehr sympathisch…
Gegründet wurde dieses Kloster ebenfalls im 14. Jahrhundert.
Es wurde allerdings im 16.ten und 18. Jahrhundert noch einmal kräftig bedarfsgerecht vergrößert… Es fehlte wohl noch ein Wellnessbereich und das Bällebad.
Aber auch hier wich das Patriachart irgendwann der Frauenpower.
1961 wurde es zu einem Frauenkloster, die heute dieses Kloster bewirtschaften, was allerdings nichts daran ändert, den Besucherinnen auch hier wadenlange Kittelschürzen aufzuzwingen um ihre Beine zu bedecken.
Dabei spielt es auch keine Rolle, dass die Hose selbst bereits recht formlos an den Beinen herumschlabbert…
Der Sinn dieser Regel hat sich mir leider trotz intensiver, wertfreier Überlegungen nicht wirklich offenbart.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der „liebe Gott“ etwas gegen Frauenbeine haben könnte.
Diese Aversion scheint also eher aus der irdischen Fraktion entstanden zu sein. Warum auch immer. 🤷‍♂️
Vielleicht sollte man die entsprechenden Herrschaften mal darüber aufklären, dass man solche Phobien heutzutage therapeutisch behandeln lassen kann.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐓𝐫𝐢𝐚𝐝𝐚 (𝐇𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐃𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭)
Der Filmstar unter den Klöstern…
Bekannt aus Filmen wie „James Bond 007“ oder „Die Abenteuer des jungen Indianer Jones“
Wer einmal davor steht, der weiß auch warum.
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐍𝐢𝐤𝐨𝐥𝐚𝐨𝐬 𝐀𝐧𝐚𝐩𝐚𝐯𝐬𝐚𝐬…
Leider für unangemeldete geschlossen… und das, obwohl hier etliche Schädel der verstorbenen Mönche ausgestellt sind… also eigentlich genau das richtige für die Fans morbider Kulte…
In seiner Blütezeit diente dieses Kloster als Raststätte für Pilger… jetzt wo ich so darüber nachdenke, stelle ich mir die Frage, ob die dort ausgestellten Schädel tatsächlich von Mönchen stammen? 🤔
Interessant sind ebenfalls die „𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥𝐬𝐳𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧“…
Filakaé Monakón.
Wer gegen Regeln verstieß… also zum Beispiel zu viel Bein zeigte… durfte auf unbesimmte Zeit, in diese, in der Felswand eingelassen Holzverschlägen einziehen…
Dort fristeste man sein Dasein unter extremsten Platzmangel… also ähnlich in einer Einraumwohnung in Berlin Charlottenburg.
Um dort wieder heraus zu kommen, bedurfte es vermutlich mehr als nur eine Dose „Red Bull“.
Á𝐠𝐢𝐨𝐬 𝐍𝐢𝐤ó𝐥𝐚𝐨𝐬 𝐁á𝐧𝐝𝐨𝐯𝐚𝐬…
… dieses Kloster hängt gut versteckt und für uns Flipflop-Touristen quasi unerreichbar in den Felsen über Kastraki und erinnerte mich  an eine Portion „Slime“, das wir als Kinder mit wachsender Begeisterung an jede Wand geklatscht haben, die sich nicht gewehrt hat.
Aber es ist tatsächlich ein Kloster, dessen Name „St. Nikolaus“ darauf schließen lässt, dass gleichnamiger dickbäuchige, weißbärtige Stiefelfüllservicemitarbeiter, sich hier in seine wohlverdiente Sommerpause zurückzieht.
Meteora ist der Beweis, zu was Menschen fähig sind, wenn sie nur genug Angst vor ihren Mitmenschen haben oder einfach dem Himmel ein wenig näher sein möchten.
Hier oben gibt´s weder eine Steuererklärung noch eine Autobahngebühr… Auch die Frage nach Winterreifen stellt sich hier oben eher selten.
Solltest Du Dich also einmal in diese Gegend verirren...
Denke daran… Hier wimmelt es von Knie-Phobikern. 🙈
In diesem Sinne…𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




12.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟑
𝕄𝕖𝕥𝕤𝕠𝕧𝕠 – 𝕀𝕕𝕪𝕝𝕝𝕖 𝕚𝕟 ℍ𝕒𝕟𝕘𝕝𝕒𝕘𝕖

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Mit 6000 Einwohnern zählt 𝐌𝐞𝐭𝐬𝐨𝐯𝐨 natürlich nicht zu den Metropolen Griechenlands…
... aber definitiv zu den Schmuckkästchen.
Solltest du dich allerdings auf einen gechillten Badeurlaub eingestellt haben, raten wir dir dringend von einem Besuch ab...
Die knapp 1.200 Höhenmeter fordern, besonders jetzt im März ihren Tribut…
Unseren Morgenkaffee nahmen wir bei 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧, knapp.. 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐆𝐞𝐟𝐫𝐢𝐞𝐫𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭 zu uns…
Theoretisch… denn wir frühstücken ja nicht im Freien… wäre ja auch doof… schließlich haben wir ja drinnen wahlweise eine Gas- und Dieselheizung…
Jepp… ich weiß was ihr jetzt denkt… und ihr habt recht...
"Luxus können wir.“ 😉
Wie gesagt… 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞, 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐝 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐚𝐥𝐦𝐞𝐧 suchst Du hier oben vergeblich.
Eingebettet in das 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞 liegt das Städtchen verschlafen in einer statisch eher fragwürdigen Schräglage.
Metsovo liegt am Berg… also so richtig am Berg… nicht so billig an einem Hügel.
Für eine Ortsbesichtigung solltest Du dich am besten mit Steigeisen, Kletterseilen und einen Herzschrittmacher ausstatten.
Steinhäuser...Holzbalkone... Dächer aus Schiefer und die schneebedeckten Berge als Panorama…
Mehr Klischee bekommst Du auf keine Postkarte. 🙈
𝐖𝐨 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐢𝐞𝐫? …
Im Oberbayrischen?...
...in einer Film-Kulisse aus dem Erotikklassiker
„Und täglich juckt die Lederhose?“
… oder im Vorgarten meiner Ur-Oma im Jahre 1890?
Die Tatsache, dass hier niemand jodelt und kein Andenkenshop Kuckucksuhren verkauft, lässt allerdings den Schluss zu, dass wir uns weit jenseits der Alpen befinden sollten.
𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐰𝐨𝐡𝐥 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐛𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧…
Ein paar, in die Jahre gekommenen Männer sitzen auf Bänken, trinken Kaffee und philosophieren vermutlich darüber, ob es für die kommenden Ski-Saison genügend Betten für die Gäste aus Deutschland gibt und ob man „Bären“ aus sicherheitstechnischen Gründen in Zukunft besser mit zwei „e“ schreiben sollte.
Dabei war Metsovo schon früher recht gut besucht…
Im Osmanischen Reich war das Dorf ein wichtiges Handelszentrum, da es genau auf den alten Handelswegen zwischen den Bergen liegt.
Früher kamen hier die Maultiere vorbei, heute die Kuscheldose…
So ändern sich die Zeiten. 🤷‍♂️
Das Zentrum des Dorfes ist der Kirchplatz, wo die 𝐀𝐠𝐢𝐚 𝐏𝐚𝐫𝐚𝐬𝐤𝐞𝐯𝐢 steht. Ein griechisch-orthodoxes Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert.
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐮𝐦…
… obwohl wir uns nun quasi im Zentrum des Ortes befinden, gibt es weder eine U-Bahnstation, noch einen dieser, bei Touristen so beliebten Doppeldeckerbusse.
Stattdessen gibt´s eine Bimmelbahn… Immerhin… Tourismus können sie… hier in Metsovo.
Wir entschlossen uns allerdings für die fußläufige Variante, da Oscars Gassigang ohnehin noch ausstand.
Selbiger war dann auch in rund 30 Minuten erledigt… 🤷‍♂️
Nicht etwa, weil Oscar bis dahin alle seine Geschäft erledigt hatte, sondern weil wir die "Innensdadt" von Metsovo bis dahin bereits erschöpfend erkundet hatten.
Wie gesagt… Metropole geht etwas anders.
Metsovo ist etwas für Menschen, denen Strand zu sandig, antike Stätten zu unordentlich und Wärme wurscht ist.
Es ist hier rustikal und frostig, aber dafür verdammt gemütlich.
Es ist ein Ort, an dem man merkt:
„𝑬𝒔 𝒃𝒓𝒂𝒖𝒄𝒉𝒕 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒗𝒊𝒆𝒍 𝒛𝒖𝒎 𝑮𝒍𝒖𝒆𝒄𝒌“…
Nur einen Hund zum Gassigehen und wahlweise eine Gas- oder Dieselheizung. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



11.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟐
𝔻𝕚𝕖 𝕊𝕜𝕒𝕝𝕒 𝕍𝕣𝕒𝕕𝕖𝕥𝕠 - 𝕄𝕖𝕚𝕟 𝕜𝕒𝕣𝕕𝕚𝕠𝕝𝕠𝕘𝕚𝕤𝕔𝕙𝕖𝕣 𝔼𝕟𝕕𝕘𝕖𝕘𝕟𝕖𝕣


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𝐕𝐫𝐚𝐝𝐞𝐭𝐨… ein Bergdorf, hier im Pindos-Gebirge.
Noch bis Anfang der 2000er Jahre war dieser Ort lediglich über eine Treppe, also die Skala erreichbar.
Knapp 𝟏.𝟐𝟎𝟎 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧 schlängeln sich wie eine alkoholisierte Boa Constrictor gen Himmel.
Und wenn ich Himmel schreibe, dann meine ich auch „𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥“.
… Solltest Du jemals diese Stufen hinaufstapfen, kann es durchaus zu außerplanetarschen Vorkommnissen kommen.
Zum Beispiel könnten Dich Harfenklänge und Engelsboten begleiten, die Dich in dieses wunderschöne, anziehende Licht führen wollen.
Hierzu nur einen 𝐠𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐭 meinserseits...
𝐆𝐞𝐡𝐞 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐔𝐦𝐬𝐭𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭...
...ansonsten wars das mit deinem diesjährigen Griechenland-Urlaub.
Diese Treppe ist schlicht und ergreifend eine vertikale Kampfansage an deinen Kreislauf.
Bevor 1973 endlich mal eine Straße nach Vradeto gebaut wurde, war der Wochen-Einkauf tatsächlich noch eine logistische Herausforderung.
Milch vergessen? ... Viel Spaß.
Der Weg zum nächsten Supermarkt noch hier eine echte Challenge.
Während des Auftieges fühlt man sich anfangs noch wie ein Entdecker…
Ich summe die Titelmelodie von „Indianer Jones“ und freue mich auf diese körperliche Herausforderung…
In meinem Alter rät der Fachmann ja grundsätzlich zu mehr Bewegung. 👍
Fröhlich summend überqueren wir die beiden alten Steinbrücken am Fuße der Schlucht.
Für die, die es wissen wollen… Sie heißen 𝐏𝐢𝐭𝐬𝐢𝐨𝐧𝐢𝐬- und 𝐊𝐚𝐩𝐞𝐬𝐨𝐯𝐨 𝐁𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞.
Schön anzusehen und eigentlich ein Ort zum Verweilen…
Doch uns zieht es weiter… 𝐂𝐡𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐚𝐜𝐜𝐞𝐩𝐭𝐞𝐝. 💪
Ab 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟑𝟎𝟎 verstummt mein Summen und geht langsam in ein, cineastisch eher weniger einprägsamen Röcheln über.
Stattdessen passt sich mein Puls eher dem Rhythmus einer Bühnenshow von „Scooter“ an.
Immerhin belohnt uns diese Treppe mit einem weiteren, 𝐰𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 𝐕𝐢𝐤𝐨𝐬-𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭.
Ab 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟕𝟎𝟎 verwandelt sich mein Gesicht vermutlich farblich in eine sehr reife Tomate, die kurz vor der Explosion steht.
Ich überlege, ob es mittlerweile Defibrillatoren für die Hosentasche gibt und ob Ulrike die Technik der Herzdruckmassage beherrscht.
Bei 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞 𝟏.𝟎𝟎𝟎 wurde es Zeit für eine 𝐬𝐭𝐫𝐚𝐭𝐞𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐃𝐞𝐧𝐤𝐩𝐚𝐮𝐬𝐞…
Schließlich darf man die Gefahren eines solchen Aufstieges nicht unterschätzen…
- der langsam schwindende Luftdruck
- nicht ordnungsgemäß gesicherte Treppenstufen
- entgegenkommende Kegelclubs aus Castrop Rauxel.
Ganz bestimmt wären uns noch mehr Gründe eingefallen, warum es nun ratsam wäre, an dieser Stelle diese Expedition ins Himmelreich abzubrechen.
Also wir wären ja weitergegangen… aber unter diesen Voraussetzungen?🤔
Sicherlich war es unter diesen Umständen doch klüger, diese Mission ins Ungewisse an dieser Stelle abzubrechen, um wieder in sichere Gefilde abzusteigen.
Wir hoffen diesbezüglich auf euer Verständnis, dass Fotos des Dorfes Vradetou aufgrund dieser unzumutbaren, baulichen und weltpolitischen Umstände nicht möglich waren, für die wir ja nun beim besten Willen nichts konnten.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




10.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟒𝟏
„𝕍𝕒𝕝𝕚𝕒 ℂ𝕒𝕝𝕕𝕒“… 𝕙𝕖𝕩 𝕙𝕖𝕩…

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Was sich ein wenig anhört, wie ein Zauberspruch aus einem Hörspiel von Bibi Blocksberg, ist in Wirklichkeit der Nationalpark innerhalb des 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞𝐬, hier in West-Mazedonien.
Also West-Mazedonien… nicht Nord-Mazedonien… dieser kleine, aber nicht unerhebliche Unterschied hat in der Vergangenheit so manchen Unmut zwischen zwei Nationen ausgelöst.
Während 𝐍𝐨𝐫𝐝-𝐌𝐚𝐳𝐞𝐝𝐨𝐧𝐢𝐞𝐧 einen eigenständigen, 𝐬𝐨𝐮𝐯𝐞𝐫𝐚𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭 repräsentiert, ist 𝐖𝐞𝐬𝐭-𝐌𝐚𝐳𝐞𝐝𝐨𝐧𝐢𝐞𝐧 eine 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧, 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝… Ein kleiner aber feiner Unterschied. 🤷‍♂️
Achso… Das wolltet ihr gar nicht wissen? Tschuldigung… zu spät… nun stehts hier.
Der 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬-𝐍𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐩𝐚𝐫𝐤… oder 𝐕𝐚𝐥𝐢𝐚 𝐂𝐚𝐥𝐝𝐚… je nach Belieben… ist dort, wo Griechenland aufhört sich nach Sonne, Strand und Ouzo anzufühlen.
Stattdessen findest Du hier eine Mischung aus „Rocky Mountains“ und Schwarzwald auf Amphetamin, die durchaus als Kulisse für Stallones „Cliffhanger Teil II“ herhalten könnte.
Die Straße hier hinauf gleicht in etwa einer Packung Spaghetti, nach 3 Minuten in kochendem Wasser.
Valia Calda bedeutet auf aromunisch, also dem regionalen Dialekt „Warmes Tal“.
Als wir heute Morgen aufwachten zeigte das Thermometer-𝟐°𝐂 …
𝐖 𝐚 𝐫 𝐦 𝐞 𝐬   𝐓 𝐚 𝐥 … sehr witzig…
Ich weiß zwar nicht, was die Griechen so im Allgemeinen als „Warm“ definieren, aber mir sind heute Morgen meine kurzen Radlerhosen gründlich vergangen.🤦‍♂️
In dieser Gegend tragen vermutlich selbst die Bären im März noch Strickjacken…
Aber wenn die Sonne dann über die Bergwipfel aufgeht… dann wird´s hier schön… aber so richtig schön.
𝐖𝐚𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭’𝐬 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧?…
𝐃𝐢𝐞 „𝐇𝐨𝐭 𝐒𝐩𝐨𝐭𝐬“ …
- 𝐝𝐚𝐬 𝐌𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐭𝐚𝐩𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐏𝐢𝐧𝐝𝐨𝐬.
Ein Denkmal zu ehren der Frauen aus dieser Region, die während des 2. Weltkrieges die Männer selbstlos unterstützen. Mit 6 Meter Höhe und 1,7 Tonnen Gewicht, hätte die Dame allerdings im Casting bei „Greece next Top Model“ eher wenig Aussichten auf ein Foto.
- 𝐃𝐢𝐞 𝐊𝐨𝐤𝐤𝐨𝐫𝐨𝐬 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐛𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞…
oder Noutsos-Brücke genannt
Im Jahre 1750 erbaut, ist sie maximal für einen  Eselskarren ausgelegt. Daher entstand neben ihr bereits ein neueres Exemplar, das sogar die Kuscheldose tragen kann.
So steht die Kokkoros Brücke mittlerweile mehr oder weniger sinnfrei in der Gegend herum und sorgt vermutlich innerhalb der Saison für Staus bis nach Thessaloniki.
Aber… fotogen ist sie immer noch… das muss man ihr lassen.
Also für die Kokkoros-Brücke gibt’s definitiv ein Foto. ☺️
- 𝐃𝐢𝐞 𝐕𝐢𝐤𝐨𝐬 – 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭.
… laut Guinness Buch der Rekorde die 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐬𝐭𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭, im Verhältnis zu ihrer Breite…
und wenn man da so am sogenannten „𝐁𝐞𝐥𝐨𝐢 𝐕𝐢𝐞𝐰𝐢𝐧𝐠 𝐏𝐨𝐢𝐧𝐭“ steht… muss man schon sagen…
Autsch… Flachland geht anders.
Es geht fast 1000 Meter senkrecht bergab.
Wenn Du dort herunterspringst, könntest Du dir in der Zeit noch locker einen Espresso zubereiten und ihn genüsslich austrinken, bevor dir dann die Auswirkungen der Schwerkraft die Lichter ausknipsen…
Handyempfang wirst Du vermutlich dort unten vermutlich auch keinen haben. Abschieds-SMSe solltest also möglichst vor dem Sprung absenden.
Hier am „Beloi Viewing point“ erlebe ich eine der ganz wenigen Momente während unserer Reise, in der ich doch tatsächlich mal unsere Drohne vermisse, die vermutlich noch heute in den Regalen der Zollbehörde von Marokko ihr eingestaubtes Dasein fristet. 🤦‍♂️
Für den Pindos Nationalpark gibt es im Grunde nur ein Adjektiv:  𝐒𝐄𝐍𝐒𝐀𝐓𝐈𝐎𝐍𝐄𝐋
Es ist mal ein ganz anderes Griechenland, als wir es bisher kannten… kein Strand… keine umgeschubsten Steine … kein Gyros-Teller.
Doch Vorsicht… „It´s cool man“. 😂
(Kennst das überhaupt noch jemand?🤔)




09.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟒𝟎
𝕂𝕠𝕣𝕠𝕟𝕚𝕤𝕚𝕒 - 𝕂𝕦𝕖𝕞𝕞𝕖𝕝, 𝕎𝕒𝕤𝕤𝕖𝕣 𝕦𝕟𝕕 𝔽𝕝𝕒𝕞𝕚𝕟𝕘𝕠𝕤


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  • Koronisia01


Wir haben Peloponnes verlassen… für immer?...
Wer weiß das schon? … 🤷‍♂️
Und überhaupt… Wissen wir, wann wir wo und warum letztendlich landen werden?
Also wir wissen diesbezüglich nix 🤷‍♂️… zumindest nicht hier und heute…
Wenn ihr also mehr wissen solltet als wir, lasst es uns wissen. 😉
Jetzt stehen wir zumindest wieder in Koronisia.
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬…
weil es einer unserer Lieblingsplätze hier in Griechenland ist und…
𝐙𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬…
weil wir hier noch einmal die Chance haben, unsere liebe Monika  wiederzusehen, bevor es für uns dann in ein paar Wochen in die Türkei geht.
So zumindest der grobe Plan… aber wir wissen ja alle:
„𝑾𝒊𝒍𝒍𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝑼𝒏𝒊𝒗𝒆𝒓𝒔𝒖𝒎 𝒛𝒖𝒎 𝑳𝒂𝒄𝒉𝒆𝒏 𝒃𝒓𝒊𝒏𝒈𝒆𝒏…. 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒆 𝒆𝒊𝒏𝒆𝒏 𝑷𝒍𝒂𝒏“ 😉
Jetzt sind wir zumindest hier… und da macht selbst das Universum nichts mehr dagegen.
𝑵𝒖𝒏… 𝒍𝒊𝒆𝒃𝒆 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓… 𝒈𝒆𝒃𝒕 𝒇𝒆𝒊𝒏 𝒂𝒄𝒉𝒕… 𝒅𝒊𝒆 𝑴𝒐𝒏𝒊 𝒉𝒂𝒕 𝒘𝒂𝒔 𝒎𝒊𝒕𝒈𝒆𝒃𝒓𝒂𝒄𝒉𝒕…😋
Und zwar Kleinigkeiten, die man in der Fremde doch irgendwann vermisst, wenn man sie denn nicht zur Verfügung hat.
Allem Voran… 𝐌𝐞𝐞𝐫𝐫𝐞𝐭𝐭𝐢𝐜𝐡.
Ein kulinarisches I-Tüpfelchen für so manche Speisen… Hier Griechenland allerdings kaum zu bekommen.
Für die einen ein eher achtsam zu dosierendes Würzmittel, für mich ein Butterersatz oder die Alternative zur Honigsemmel.
Und… man sollte es kaum für möglich halten… 𝐊𝐮𝐞𝐦𝐦𝐞𝐥.
In diesem Land ist es doch tatsächlich nicht möglich Kümmel käuflich zu erwerben…
OK… klauen kann man ihn hier auch nicht, da es ihn hier schlicht und ergreifend nicht gibt.
Als direkter Nachbar der Türkei, quasi dem Mutterland des Kümmels, verweigert dieses Land anscheinend stringent den Verkauf dieses bekömmlichen Gewürzes…
Das soll verstehen wer möchte… Wir nicht. 🤷‍♂️
Gibt´s diesbezüglich kulturelle Differenzen, die nicht einmal Google kennt? 🤔
Bekommen die griechischen Speisen durch den Gebrauch von Kümmel etwa eine Art von Bosporus-Fäule?  🤷‍♂️
Fragen über Fragen, die vermutlich wieder einmal unbeantwortet bleiben.
Aber dank der lieben Monika, haben wir nun einen ausreichenden Vorrat von beidem.
An dieser Stelle sei Dir, 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐌𝐨𝐧𝐢𝐤𝐚, noch einmal 𝐯𝐨𝐧 𝐠𝐚𝐧𝐳𝐞𝐦 𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧 für diese „Schmuggelware“ 𝐠𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐭.❤️
So verbringen wir noch ein paar Tage mit Monika und ihrer Hunde-Rasselbande, hier in Koronisia… oder kluggeschissen korrekt ausgedrückt: 𝐚𝐮𝐟 Koronisia.
Denn es handelt sich bei Koronisia im Grunde um eine Insel.
Koronisia ist so ein Ort, der auf Google-Maps eher aussieht wie ein kartographisches Versehen.
Straßen, die einfach so durchs Meer führen…
6 Kilometer…
... rechts Flamingos, links Pelikane, geradeaus eine Straße, die mehr an einen Bootssteg, als eine Fahrbahn für PKW´s erinnert.
Ja… während wir so über diesen ausgebauten Bootsanleger fahren, kommt auch bei uns die eine oder andere Frage auf…
- Gibt´s hier eigentlich Ebbe und Flut?
- Ist das hier eigentlich eine Einbahnstraße?
- Falls nein, aus welcher Richtung kommend muss man nach STVO sein Fahrzeug versenken?
- Hilft Soßenbinder eigentlich bei Durchfall?
- Und überhaupt?... Was machen wir hier eigentlich?
Gut, dass wir schon einmal mit Monika an diesem Ort waren und dank ihr wissen, dass nach dieser ca. 6 Kilometer langen Überfahrt, für die vermutlich auch hier Moses das Meer gespaltet hat, wieder Land in Sicht sein wird.
Auf einem 5 Meter hohen Kalkfelsen erhebt sich Koronisia. Das ist zwar nicht wesentlich höher, als eine durchschnittliche Schrankwand in einer Etagenwohnung in Berlin Marzhan, aber anscheinend völlig ausreichend um sich hier mit ein paar Häusern und 2 Kirchen anzusiedeln.
Eine Burgruine und ein paar saisonbedingt, geschlossene Restaurants gibt´s auch noch … das war es dann auch schon…
Koronisia ist… sagen wir mal… angenehm übersichtlich.
Ansonsten gibt es Fischerhütten, jede Menge Hunde, mit und ohne Halsband und reichlich Wasser um uns herum, garniert mit Flamingos, Reiher, Kormorane, Pelikane und so manch anderem Federvieh.
Mit ein wenig Geduld streckt die eine oder andere Schildkröte ihren Kopf aus dem Wasser um uns freundlich über die „Tageszeit zu informieren“.
Alles wirkt hier ein wenig wie auf Baldrian...
Selbst die Strandhunde sind hier dermaßen gechillt, dass man Gefahr läuft, allen einen Namen zu geben und sie zu adoptieren.
𝐌𝐢𝐬𝐬𝐢… eine von Monikas Hundetieren, ist tatsächlich von hier und hat sich schon letztes Jahr, still und heimlich zuerst in ihren Camper … und dann nach und nach in ihr Herz geschmuggelt.
Seither gehört auch sie zu Monikas Rasselbande.
𝐌𝐞𝐢𝐧 „𝐇𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧𝐬𝐛𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫“ wiegt allerdings gefühlt 𝟔𝟎 𝐊𝐆, hat die Größe eines mittelgroßen SUV´s und ist mittlerweile nicht nur Oscars Bestbuddy…
Ich habe ihn „𝐇𝐞𝐫𝐤𝐮𝐥𝐞𝐬“ getauft…
Wer einmal vor ihm steht, der weiß warum. 🙈
Aber keine Panik… er bleibt hier… vermutlich würden wir ihm auch keinen Gefallen tun, ihn aus dieser Umgebung zu reißen…
Koronisia ist einer dieser Orte, von denen man eigentlich überhaupt nicht weiß, warum man ihn so mag.
Hier ist im Grunde nichts…
... außer Meer, Strand, nette Menschen, freundliche Hunde und jede Menge Postkartenidylle …
Ok… wir wissen doch, warum wir diesen Ort so mögen. 😉
Koronisia ist kein Ort für Hotels und Strandpartys…
Koronisia ist der Moment, in dem Griechenland die Lautstärke herunterdreht.
Ein paar Fischerhütten… ein paar Boote… jede Menge Flamingos und eine Straße durch das Wasser, die Dir sagt:
„𝑾𝒆𝒏𝒏 𝑫𝒖 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒂𝒏𝒈𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒃𝒊𝒔𝒕, 𝒘𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒘𝒊𝒓𝒌𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒉𝒊𝒏…" 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




01.03.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟐𝟑𝟐
𝕆𝕝𝕪𝕞𝕡𝕚𝕒… 𝔻𝕚𝕖 𝕟𝕒𝕔𝕜𝕥𝕖 𝕎𝕒𝕙𝕣𝕙𝕖𝕚𝕥

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𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐚…
… willkommen also, bei unserem Bericht aus der Geburtsstätte des sportlichen Wettbewerbes.
Nein… ich meine jetzt nicht „Schlag den Raab“ oder ähnliche intellektuell bedenkliche TV-Events.
Wir reden von den „𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧“
𝐃𝐚𝐬 𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐩𝐭:
Jede Menge nackte Männer… Frauenquote NULL… Wettkämpfe… jede Menge Olivenöl… und einen Kranz, geflochten aus gleicher Pflanze für den Matchwinner. (Lorbeer kam erst mit den Römern).
Ich schätze mit dieser Siegesprämie würden die heutigen Athleten vermutlich nicht einmal ihren Power-Drink würzen, geschweige denn über Jahre ihre Gesundheit oder gar ihr Leben aufs Spiel setzen.
Eigentlich auch schade, dass bei so viel nackter, in Testosteron getauchte Manneskraft keine Frauen zugelassen waren. Diese mussten sich dann wohl oder übel noch gedulden, bis die „Chippendales“ auf Tour gehen.
Vom Jahr 𝟕𝟕𝟔 𝐯. 𝐂𝐡𝐫 bis 𝟑𝟗𝟑 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. wurden die olympischen Spiele ununterbrochen veranstaltet…
Um Euch mal das Kopfrechnen zu ersparen…
…es waren 𝟏.𝟏𝟔𝟗 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞, also fast so lange wie die Laufzeit von „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ auf RTL.
Als 𝐎𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐚𝐝𝐞 bezeichnet man im Übrigen nicht das Event an sich. Es ist viel mehr der vierjährige 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐫𝐚𝐮𝐦 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧. Das sei nur mal so am Rande erwähnt, um auch in diesem Beitrag meinem Bedürfnis nach Klugscheisserei genug Raum zur Entfaltung zu geben.
Während der Spiele galt die 𝐄𝐤𝐞𝐜𝐡𝐞𝐢𝐫𝐢𝐚, was eigentlich, wortwörtlich übersetzt eher „Händchen halten“ bedeutet… gemeint ist allerdings die 𝐖𝐚𝐟𝐟𝐞𝐧𝐫𝐮𝐡𝐞.
Ziel dieser Waffenruhe war jetzt nicht wirklich Frieden zwischen den Völkern… Wir wollen ja nicht gleich übertreiben, schließlich reden wir hier immer noch von der Menschheit. 🙈
Es sollte vielmehr den Fans der Spiele ermöglichen, währenddessen ungestört den Sportkanal einzuschalten, ohne gleich vom Nachbarn den Kopf eingeschlagen zu bekommen.
Aus heutiger Sicht eine recht pfiffige Marketing-Strategie…
„𝑶𝒍𝒚𝒎𝒑𝒊𝒂 𝒈𝒖𝒄𝒌𝒆𝒏 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝑺𝒕𝒆𝒓𝒃𝒆𝒏… 𝑫𝒖 𝒉𝒂𝒔𝒕 𝒅𝒊𝒆 𝑾𝒂𝒉𝒍“
Für das heutige, öffentlich-rechtliche Vorabend-Programm wären die damaligen Spiele allerdings eher obsolet…
So splitterfasernackt, also mit freiem Gehänge, wäre diese Veranstaltung vermutlich dem Jungenschutz-Index zum Opfer gefallen.
Da war nix mit Feigenblättchen oder Lendenschurz… NACKT waren sie… 𝐀𝐋𝐋𝐄.🙈
Wenn ich heute nackt und eingeölt über den Sportplatz von Castrop-Rauxel flitzen würde, wäre ich vermutlich nicht nur die Lachnummer des Jahres, sondern bekäme vermutlich auch eine Einweisung in die nächste Klinik, inclusive einem längeren Gespräch mit dem netten Herrn im weißen Kittel.
𝐀𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧… 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐒𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧.🤷‍♂️
So schreiten wir weiter ehrfurchtvoll durch das alte Stadion von Olympia…
Hier hat also tatsächlich alles mal angefangen.
Und wenn wir gerade dabei mal sind, noch ganz schnell eine weitere Portion ungefragtes „𝐊𝐥𝐮𝐠𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧“:
Als „𝐒𝐭𝐚𝐝𝐢𝐨𝐧“ bezeichnete man in der Antike ein Längenmaß von 600 Fuß, was nach heutigen Maßstäben 192,27 Meter beträgt.
Also exakt die Länge der Arena von Olympia.
- 𝐊𝐋𝐔𝐆𝐒𝐂𝐇𝐄𝐈𝐒𝐒𝐄𝐑𝐌𝐎𝐃𝐔𝐒 𝐄𝐍𝐃𝐄 -
Bis zu 45.000 Zuschauer standen hier in den Rängen, die im Grunde nur aus einem Erdwall bestanden. Keine Tribünen… keine V.I.P Loge… Keine 8,00 € Hotdogs…
So war das halt damals…
Nur Stehplätze… Nur Männer… keine Cheerleader… trotzdem volles Haus.
Bandenwerbung, wie"𝗛𝗲𝗿𝗮𝗸𝗹𝗲𝘀 𝗦𝗲𝗰𝘂𝗿𝗶𝘁𝘆“ oder „𝗔𝗗𝗜𝗗𝗢𝗦 - 𝗗𝗶𝗲 𝗥𝗲𝗻𝗻-𝗦𝗮𝗻𝗱𝗮𝗹𝗲 𝗳𝘂𝗲𝗿 𝗝𝗲𝗱𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗻“ gab es vermutlich ebenfalls noch nicht.
Zumindest wurde bei Ausgrabungen noch nichts dergleichen gefunden.
𝐃𝐢𝐞 𝐃𝐢𝐬𝐳𝐢𝐩𝐥𝐢𝐧𝐞𝐧…
… ein temporäres „Baeumchenwechseldich“.
Vermutlich hatte man wohl vor über 2.800 Jahren beschlossen, sich nicht länger gegenseitig mit Speeren zu bewerfen, sondern die Dinger einfach mal nacheinander in dieselbe Richtung zu schmeißen, um so einen Sieger zu ermitteln.
Man fand relativ schnell heraus, dass bei dieser Methode der Verlierer nicht als Kadaver im Sand vermodert… Das spart zumindest schonmal die Putzfrau… 🤷‍♂️
𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞 𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐠…
... Das klingt doch erstmal recht praktikabel und hat sich anscheinend so etabliert, sodass die Spiele bis heute alle 4 Jahre stattfinden.
Die lächerlichen 𝟏𝟓𝟎𝟑 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐏𝐚𝐮𝐬𝐞 zwischen den Jahren 393 und 1896 wollen wir dabei mal außen vor lassen.
𝐃𝐢𝐞 𝐨𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞:
Bezüglich der Philosophie der „Friedensspiele“ lässt sich aus heutiger Sicht natürlich streiten…
In der Antike war es Gesetz, dass während der Spiele alle Waffen zu ruhen haben.
Diese Philosophie scheint mit der Globalisierung der Welt wohl eher verloren gegangen zu sein.
Gerüchten zu Folge, sollen während einer Olympia-Live-Übertragung, schon Ehemänner mit Porzellantellern oder anderen Gegenständen angegriffen worden sein…
Also Waffenstillstand geht anders.🤷‍♂️
So nach und nach kamen immer mehr Wettkämpfe dazu…
Wenig Später schleuderte man schon bronzene 𝐃𝐢𝐬𝐤𝐮𝐬-Scheiben über die Botanik, was vermutlich die ersten Sichtungen von unbekannten Flugobjekten verursachte, dessen Form ja bis heute der Inbegriff der „Fliegenden Untertasse“ ist.
Die Anhänger der Prä-Astronautik sehen in den über 2.500 Jahre alten, antiken Abbildungen dieser Objekte immer noch den Beweis für die Existenz außerirdischer Präsenz hier auf der Erde.
𝐋𝐚𝐮𝐟𝐞𝐧, 𝐑𝐢𝐧𝐠𝐞𝐧, 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐬𝐩𝐫𝐮𝐧𝐠, sowie der 𝐅𝐚𝐮𝐬𝐭𝐤𝐚𝐦𝐩𝐟 gehörten ebenfalls bald ebenfalls zu den olympischen Disziplinen und wurden auch bei der Neuauflage der Olympischen Spiele im Jahre 1896 wieder eingeführt…
Einige der Wettkämpfe schafften den Übergang in die Neuzeit allerdings nicht.
So zum Beispiel das Sackhüpfen (ja… das war tatsächlich mal olympische Disziplin) oder das Taubenschießen wurden recht bald wieder abgeschafft.
So auch der 𝐇𝐨𝐩𝐥𝐢𝐭𝐨𝐝𝐫𝐨𝐦𝐨𝐬… ein 400 Meter Waffenlauf in voller Rüstung, einschließlich Helm, Beinschienen und einem 15 KG schweren Schild, setzte sich auf Dauer nicht wirklich durch.
Doch hat sich diese Disziplin bis heute unter dem Begriff
„Shopping mit Freundin“ über die Jahrtausende gehalten und wird von dem einen oder anderen männlichen Mitleser vielleicht noch heute praktiziert.
1 neuer Mantel, 4 Handtatschen, 3 Kleider und 2 neue Jeans… 1 Paar Stiefel, 3 Paar neue Sneaker, sowie das 12 teilige Topf Set…
Ziel dieser modernen Form des „Waffenlaufes“ wäre dann das ca. 5 KM entfernte Parkhaus.
Na wenn das nicht mal dem Hoplitodromos ebenbürtig ist… 🙈Allerdings verzichtet man heutzutage auf das einölen der Athleten, ganz zum Unmut der weiblichen Beteiligung.
Das 𝐏𝐚𝐧𝐤𝐫𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧, eine Mischung aus Faust- und Ringkampf kennt man heute als MMA (Mixed Material Arts).
Es ist zwar keine olympische Disziplin mehr… aber dabei zuzuschauen, wie sich zwei Menschen gegenseitig die Fresse polieren, erfreut sich bis heute noch der allergrößten Beliebtheit…
𝐒𝐨 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐛𝐞𝐧… 𝐰𝐢𝐫 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧. Und das wird sich vermutlich auch niemals ändern. 🤷‍♂️
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



 April 2026





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