September 2026
31.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟏𝟔
ℍ𝕒𝕝𝕗𝕖𝕥𝕚-𝔸𝕫𝕚𝕒𝕟𝕥𝕖𝕡-𝕄𝕖𝕣𝕤𝕚𝕟… 𝕤𝕡𝕠𝕣𝕥𝕝𝕚𝕔𝕙 𝕦𝕟𝕥𝕖𝕣𝕨𝕖𝕘𝕤…
Uns treibt es aktuell relativ zügig in Richtung Westen…
Gründe dafür gibt´s eigentlich keine…🤷♂️
Wir fahren nach 𝐇𝐚𝐥𝐟𝐞𝐭𝐢.
Und wieder einmal waren es die Bilder aus dem Netz, die uns an diesen Ort zogen…
Ein Minarett, versunken im tiefgrünen Wasser des Euphrat …
… die 𝐁𝐮𝐫𝐠 „𝐑𝐮𝐦𝐤𝐚𝐥𝐞“, die auf einem Felsen thront, ebenfalls rundherum von türkisfarbenem Wasser umgeben…
...So suggerieren es zumindest die Bilder in der Google-Suche.
Im Wahrheit trafen wir allerdings nur auf eine Burg, die auf einem Felsen thront und rundherum von türkisfarbenen Wasser umgeben ist.😉
All das lockte uns zumindest in diese Region, dicht an der syrischen Grenze, von der wir tatsächlich nicht beabsichtigten, diese zu überqueren Für diese Art von Abenteuer fühlen wir uns tatsächsächlich etwas zu betagt. 🤦♂️
Das wir weder das Minarett, noch die Burg Rumkale mit dem Auto erreichen konnten, das wussten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Lediglich die Fahrzeit von 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝟒,𝟓 𝐒𝐭𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧, 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝟏𝟑𝟎 𝐤𝐦, fanden wir jedoch doch etwas sehr überdimensioniert.
Halfeti selbst ist bereits über 𝟑.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭…
… also älter als Rom, Berlin oder das Tamagotchi.
Ein Großteil dieser Ortschaft liegt 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫, was einen Streifzug durch dessen Gassen für den Besucher doch vor gewisse Herausforderungen stellt.
Und damit hätten wir auch 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 auf unsere niemals gestellte Frage, warum die 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐭 𝐳𝐮𝐫 „𝐁𝐮𝐫𝐠 𝐑𝐮𝐦𝐤𝐚𝐥𝐞“ eigentlich so lange dauert … 🤔
Die letzten Kilometer sind tatsächlich nur mit den dort ansässigen 𝐀𝐮𝐬𝐟𝐥𝐮𝐠𝐬𝐛𝐨𝐨𝐭𝐞𝐧 zu bewältigen.
Und was sollen wir sagen?...
Das haben wir dann auch gemacht. 🙂
So tuckerten wir gemütlich über den 𝐄𝐮𝐩𝐡𝐫𝐚𝐭, in einer Blase aus 𝐨𝐫𝐢𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐌𝐮𝐜𝐤𝐞 und einer Landschaft um uns herum, die selbst für ein Postkartenmotiv einen Tick zu kitschig geraten ist…☺️
🎼„🎶𝑳𝒐𝒓𝒆𝒍𝒆𝒊𝒍𝒆𝒊𝒍𝒆𝒊… 𝑺𝒄𝒉𝒊𝒇𝒇𝒆 𝒛𝒊𝒆𝒉´𝒏 𝒂𝒏 𝑫𝒊𝒓 𝒗𝒐𝒓𝒃𝒆𝒊…🎶“
… so schwirrt dieser Song aus den 80ern von der Gruppe "Wind" durch meinem Kopf wie ein durchgedrehter Hamster in einem Thermomix…
Und mit Erschrecken stelle ich gleichzeitig fest, dass die 𝐀𝐜𝐡𝐭𝐳𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 ja schon 𝐟𝐚𝐬𝐭 𝟐𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 her sind.🤦🏻
Zudem befinden wir uns auch nicht auf dem Rhein… sondern auf dem 𝐄𝐮𝐩𝐡𝐫𝐚𝐭…
Dem Fluss, von dem ich im Grunde nur als „Randnotiz“ im Erdkundeunterricht gehört hatte, mir dafür aber aus dem Religionsunterricht noch durchaus in Erinnerung ist.
𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐥𝐢𝐞𝐟𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐡𝐞𝐫𝐮𝐦… die großen biblischen Persönlichkeiten des Alten Testamentes.
𝐀𝐝𝐚𝐦 & 𝐄𝐯𝐚, 𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦 und 𝐉𝐚𝐤𝐨𝐛 sind an dessen Ufern lustwandelt…
… 𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐢𝐞𝐫… ☺️
Ok… das ist jetzt nicht gerade ein 𝐔𝐩𝐠𝐫𝐚𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐨𝐧𝐚𝐥𝐝𝐞𝐜𝐤𝐞, aber immerhin…😉
Niemals hätte ich gedacht, dass ich jemals über diesen Fluss schippern würde… nun tun wir es… schon ein wenig crazy, oder? ☺️
Das Minarett, so wie es dort aus dem Wasser herausragt, erinnerte mich stark an den 𝐑𝐞𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐬𝐞𝐞 𝐢𝐧 𝐓𝐢𝐫𝐨𝐥, den wir vor ca. 2 Jahren besuchten… (guckst Du Bild)
Auch dort-...
schaut nur noch der Turm eines Gotteshauses aus dem Wasser…
Auch dort...
ist das Wasser, rund um diesen Turm türkisgrün…
zumindest solange die Sonne mitspielt.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐥𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐚𝐫𝐚𝐮𝐬?...
Stauseen machen weder vor Moscheen, noch vor Kirchen halt…
Auf Konfessionen wird im Rahmen der kommerziellen Energiegewinnung eher keine Rücksicht genommen.
Da werdne Prioritäten gesetzt und schonmal ganze Dörfer versenkt.🤷♂️
Ansonsten ist Halfeti eher unspektakulär…
Ok…
… ein 𝐡𝐚𝐥𝐛𝐞𝐬 𝐃𝐨𝐫𝐟, 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐮𝐧𝐤𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐒𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐞…
… ein 𝐌𝐢𝐧𝐚𝐫𝐞𝐭𝐭, 𝐝𝐚𝐬 majestätisch so 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐫𝐚𝐠𝐭, als würde es sagen wollen:
„𝟓 𝑺𝒕𝒖𝒏𝒅𝒆𝒏 𝑭𝒂𝒉𝒓𝒕 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝟏𝟑𝟎 𝒌𝒎, 𝒔𝒐𝒍𝒍𝒕𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝑬𝒖𝒄𝒉 𝒅𝒐𝒄𝒉 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒘𝒆𝒓𝒕 𝒈𝒆𝒘𝒆𝒔𝒆𝒏 𝒔𝒆𝒊𝒏, 𝒐𝒅𝒆𝒓?“
… und die "𝐑𝐮𝐦 𝐊𝐚𝐥𝐞𝐬𝐢"…
Ruinen … unerreichbar…
zumindest mit einer Kuscheldose. 🤷♂️
Das allein sollte schon ein Grund genug sein, Halfeti einmal zu besuchen, zuzüglich Bootsfahrt 😊
𝐋𝐚𝐬𝐭 𝐛𝐮𝐭 𝐧𝐨𝐭 𝐥𝐞𝐚𝐬𝐭...
sei noch erwähnt:
Halfeti ist die Heimat der „𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐞𝐧 𝐑𝐨𝐬𝐞“
Hier gibt es sie… zumindest 2x im Jahr…
... Die „𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞“ 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐞 𝐑𝐨𝐬𝐞.
Hier ist nichts gefärbt...
... also nicht getürkt… ähhhh moment mal… doch angesichts ihrer Herkunft, vielleicht doch „getürkt“.😉
Hier in der 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐇𝐚𝐥𝐟𝐞𝐭𝐢 blüht eine der 𝐬𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐥𝐮𝐦𝐞𝐧𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭.
Und nur hier wachsen und gedeihen sie …
𝐧𝐢𝐦𝐦𝐬𝐭 𝐃𝐮 𝐬𝐢𝐞 𝐦𝐢𝐭... 𝐯𝐞𝐫𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐢𝐡𝐫𝐞 𝐅𝐚𝐫𝐛𝐞... 🤷♂️
… nur hier in der Kombination aus Klima, Bodenverhältnisse und vermutlich der Anwendung ein paar geheimer, osmanischer Zauberformeln, halten sie ihre schwarzwirkende Farbe.
Denn in Wirklichkeit ist auch diese Rosen nicht wirklich vollständig schwarz, sondern eher 𝐭𝐢𝐞𝐟 𝐝𝐮𝐧𝐤𝐞𝐥𝐫𝐨𝐭.
Aktuell kannst Du sie allerdings nur aus Seide oder Kunststoff kaufen.
Denn es gibt sie lediglich ein paar Wochen im Jahr, im 𝐀𝐩𝐫𝐢𝐥 und 𝐎𝐤𝐭𝐨𝐛𝐞𝐫.
Ganzjährig kannst Du allerdings das "𝐁𝐥𝐚𝐜𝐤 𝐑𝐨𝐬𝐞 𝐆𝐞𝐥𝐚𝐭𝐨" genießen, was ich persönlich im Übrigen eher als 𝐬𝐞𝐦𝐢𝐝𝐞𝐥𝐢𝐤𝐚𝐭 wahrgenommen habe.🙈
Vor meinem geistigen Auge sehe ich hier 𝐁𝐚𝐬𝐭𝐢𝐚𝐧 𝐏𝐚𝐬𝐭𝐞𝐰𝐤𝐚 in seiner Paraderolle als 𝐢𝐧𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐬𝐞𝐧𝐯𝐞𝐫𝐤𝐚𝐞𝐮𝐟𝐞𝐫, durch die Gassen von Halfeti tippeln...
Immer mit dem wohlbekannten Satz auf den Lippen:
"𝑾𝒐𝒍𝒍𝒆 𝑹𝒐𝒔𝒆 𝒌𝒂𝒖𝒇𝒆?“ 😉
Wir wollten aber „keine Rose kaufe“…
… und daher sind weiter in Richtung 𝐒𝐚𝐦𝐚𝐧𝐝𝐚ğ…
Dort liegt, tief im mittleren Süden der Türkei der „𝐕𝐞𝐬𝐩𝐚𝐧𝐝𝐢𝐮𝐬 𝐓𝐢𝐭𝐮𝐬 𝐓𝐮𝐧𝐧𝐞𝐥“.
Das klingt zwar wie eine Verbindung zwischen zwei Autobahnkreuzen in der Nähe von Neapel, ist aber ein 𝐮𝐫𝐚𝐥𝐭𝐞𝐬 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐮𝐦𝐥𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦, um die Hafenanlagen von Samandağ vor Sturzfluten zu schützen…
Zugegebenermaßen, für ein über 2.000 Jahre altes Bauvorhaben ein wirklich ambitioniertes Projekt.
Heute erfüllt der Tunnel einzig und allein den Zweck der 𝐭𝐨𝐮𝐫𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐕𝐨𝐥𝐤𝐬𝐛𝐞𝐥𝐮𝐬𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠 und 𝐀𝐮𝐟𝐬𝐭𝐨𝐜𝐤𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐝𝐞𝐤𝐚𝐬𝐬𝐞.
Aber wir kommen nicht umhin anzumerken, dass sich ein Spaziergang durch die Felsenkluften hat für uns allemal gelohnt hat…
𝐏𝐫𝐚𝐞𝐝𝐢𝐤𝐚𝐭: 𝐄𝐦𝐩𝐟𝐞𝐡𝐥𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭 👍
Und weiter gings… nach 𝐆𝐚𝐳𝐢𝐚𝐧𝐭𝐞𝐩
… klingt eher wie ein ägyptischer Drehort aus dem Film „𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐮𝐦𝐢𝐞 𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟑“, liegt aber tatsächlich hier in der Türkei…
Bekannt ist Gaziantep für sein 𝐊𝐮𝐩𝐟𝐞𝐫-𝐇𝐚𝐧𝐝𝐰𝐞𝐫𝐤, dessen Bedarf sich bei uns allerdings aktuell etwas in Grenzen hält. 🤷♂️
Daher beließen wir es auch hier bei einer relativ 𝐤𝐮𝐫𝐳𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐢𝐩𝐩𝐯𝐢𝐬𝐢𝐭𝐞 und fuhren zeitnah weiter, über 𝐌𝐞𝐫𝐬𝐢𝐧 bis nach 𝐊𝐚𝐩𝐩𝐚𝐝𝐨𝐤𝐢𝐞𝐧, wo wir aktuell die Zeit verbringen...
Und falls da etwas klingelt…
...𝐣𝐚, 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐡𝐢𝐞𝐫…
Das ist die Gegend... von der ich des öfteren bemerkte, dass man sie sich 𝐤𝐚𝐮𝐦 𝐚𝐮𝐬𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧 kann.
𝐈𝐡𝐫 𝐞𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡?😉(Reiseberichte vom Mai 2026)
Allerdings mussten wir seinerzeit, aufgrund einer „𝐊𝐚𝐦𝐢𝐤𝐚𝐳𝐞-𝐀𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧“ unseres Beagles diesen Besuch recht abrupt abbrechen.
Auch daran erinnert sich vielleicht noch der ein oder andere?
𝐌𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫𝐞 𝐖𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧 Aufenthalt in Ankara 𝐯𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐞𝐫𝐤𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤 waren das Ergebnis.🤦♂️
𝐍𝐮𝐧 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤...
... und mit einem mittlerweile wieder 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐬𝐭𝐚𝐞𝐧𝐝𝐢𝐠 𝐠𝐞𝐧𝐞𝐬𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫, können wir die Region noch einmal genießen… ☺️
Dazu aber später mehr.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐦𝐚𝐥 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
29.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟏𝟒
𝕊𝕒𝕟𝕝𝕚𝕦𝕣𝕗𝕒 – 𝔸𝕟𝕘𝕖𝕝𝕟 𝕧𝕖𝕣𝕓𝕠𝕥𝕖𝕟!
Um 2.500 € erleichtert, aber dafür mit 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐭𝐮𝐞𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞, verließen wir die Werkstatt und fuhren weiter nach 𝐒𝐚𝐧𝐥𝐢𝐮𝐫𝐟𝐚…
Aber wer braucht schon ein gedecktes Konto...
Nur das Leben am (Konto-)Limit weckt in uns den wahren Adrinalinrausch, den wir auf Reisen brauchen 🙈
Übrigens... falls Du uns diesen Blödsinn jetzt nicht so wirklich abnimmst, hättest Du recht. 😉
Wo waren wir? ... Ach ja...Şanlıurfa
Şanlıurfa ist der Überlieferung nach, die 𝐆𝐞𝐛𝐮𝐫𝐭𝐬𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐭𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐏𝐫𝐨𝐩𝐡𝐞𝐭𝐞𝐧 𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦…
𝐔𝐧𝐝 𝐍𝐄𝐈𝐍…
... das ist jetzt 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐲𝐩 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧, sondern der mit den 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧…
… aber zu dieser konkreten Unterscheidung kommen wir später…
Soviel vorab ...
Der 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 liegt in der farblichen Veränderung während der 𝐙𝐮𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠...
𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐛𝐥𝐚𝐮...
Kocht man sie, werden sie eher 𝐠𝐫𝐚𝐮...
So ist es zumindest in Gargamels "Schnelle Schlumpfsrezepte" nachzulesen.
𝐁𝐞𝐢 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐮𝐦𝐠𝐞𝐤𝐞𝐡𝐫𝐭...
Karpfen sind lebend eher 𝐠𝐫𝐚𝐮...
Gekocht nennt man sie dann " 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 𝐁𝐥𝐚𝐮"...
𝐊𝐥𝐚𝐫 𝐬𝐨𝐰𝐞𝐢𝐭?☝️
𝐖𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦 𝐳𝐮 𝐭𝐮𝐧?
Richtig...𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬.🙈
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭 ...
Hier in Şanlıurfa soll also 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐚𝐧𝐠𝐞𝐟𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧 haben…
Dabei stehe ich nicht mal vor einem Apfelbaum, mit Paradiesäpfelchen und finde ich auch keine Schlange, die mich lüstern anlispelt, um mir 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐨𝐭𝐞𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐮𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞 anzubieten…
Stattdessen stehe ich vor einem 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧𝐭𝐞𝐢𝐜𝐡,...
und in diesem Karpfenteich sind Karpfen drin...
Wohlbemerkt 𝐠𝐫𝐚𝐮𝐞 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧... eben weil sie ungekocht sind.🤷♂️
Und als wenn das nicht schon allein wundersam genug wäre, sind diese Fische auch noch alle 𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠...
Also so richtig heilig... mit anbeten und so ...
Und angeln darf man sie auch nicht... 𝐬𝐭𝐫𝐞𝐧𝐠𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐨𝐭𝐞𝐧.☝️
Hier in Sanliurfa fällt der 𝐭𝐫𝐚𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐖𝐞𝐢𝐡𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐤𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 also aus... Also nix mit "Karpfen Blau".🤷♂️
So stehen wir vor dem "𝐁𝐚𝐥ı𝐤𝐥ı𝐠𝐨𝐞𝐥", also dem Karpfenteich ... dem heiligen Ort an der 𝐇𝐚𝐥𝐢𝐥-𝐑𝐚𝐡𝐦𝐚𝐧 𝐌𝐨𝐬𝐜𝐡𝐞𝐞…
An dieser Stelle soll wohl der 𝐏𝐫𝐨𝐩𝐡𝐞𝐭 𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦 … also nicht der mit den Schlümpfen … auf einem Scheiterhaufen verbrannt worden sein, da er sich weigerte den „Götzen-Göttern“ des amtierenden Herrschers zu huldigen.
Doch statt sich zu einer Röstkartoffel zu verwandeln, wie man es von einem normalen 𝐎𝐭𝐭𝐨𝐧𝐨𝐫𝐦𝐚𝐥𝐯𝐞𝐫𝐮𝐫𝐭𝐞𝐢𝐥𝐭𝐞𝐧 erwarten würde, wurde er von dem einzig wahren Gott gerettet, in dem dieser das 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫 𝐳𝐮 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫, und die 𝐇𝐨𝐥𝐳𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐳𝐮 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 verwandelte.
Über den 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭𝐬𝐠𝐞𝐡𝐚𝐥𝐭 dieses physikalisch doch recht fragwürdigen Vorfalles, könnte man natürlich wieder einmal in einen offenen Diskurs gehen…
Ihr wisst schon… 𝐓𝐡𝐞𝐬𝐞 - 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐭𝐡𝐞𝐬𝐞 - 𝐒𝐲𝐧𝐭𝐡𝐞𝐬𝐞…
Aber bei Religionsfragen funktioniert das anscheinend irgendwie anders… da wird nichts belegt… da wird geglaubt und Punkt… ☝️
Ich persönlich halte es diesbezüglich ja eher mit dem Pädagogen „Phillip Möller“, der mal gesagt hat:
„𝑾𝒆𝒓 𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒓 𝒈𝒍𝒂𝒖𝒃𝒕, 𝒘𝒊𝒓𝒅 𝒔𝒄𝒉𝒘𝒆𝒓𝒆𝒓 𝒌𝒍𝒖𝒈“
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐰𝐞𝐫 𝐛𝐢𝐧 𝐢𝐜𝐡, darüber urteilen zu wollen?…🤷♂️
Ich glaube schließlich auch an so manche verrückten Dinge, an die andere nicht glauben…
Zum Beispiel an 𝐦𝐞𝐝𝐢𝐳𝐢𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐥𝐞𝐠𝐭𝐞 𝐈𝐦𝐦𝐮𝐧𝐢𝐬𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐈𝐧𝐣𝐞𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧, 𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞 𝐏𝐥𝐚𝐧𝐞𝐭𝐞𝐧 oder die 𝐝𝐞𝐦𝐨𝐤𝐫𝐚𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠…
… ich weiß… das klingt echt verrückt… aber so bin ich nun mal. 🤷♂️
Şanlıurfa hieß übrigens bis 1984 einfach nur „𝐔𝐫𝐟𝐚“…
Die Silbe „Ş𝐚𝐧𝐥ı“ bedeutet so viel wie „𝐞𝐡𝐫𝐞𝐧𝐰𝐞𝐫𝐭“ oder „𝐫𝐮𝐡𝐦𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡“ und ist so etwas wie ein Titel, dem man einer Stadt verleiht.
„𝐏𝐫𝐨𝐟𝐞𝐬𝐬𝐨𝐫𝐮𝐫𝐟𝐚“ fand man anscheinend nicht so passend, und „𝐁𝐚𝐝𝐮𝐫𝐟𝐚“ wäre hier auch nicht so angebracht gewesen da, wie bereits erwähnt, das Baden im besagten Karpfenteich verboten ist. 🤷♂️
Und so verlieh man der Stadt den Titel „Şanlı“…
Wir befinden uns also quasi im 𝐁𝐚𝐝 𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧𝐡𝐚𝐥𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢… nur eben mit Karpfenteich. 🙈
Direkt neben besagten Karpfenteich, also das eigentlich verwandelte Feuer, in dem man Holzscheite … sorry… Karpfen füttern kann, liegt „𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦𝐬 𝐆𝐫𝐨𝐭𝐭𝐞“… der vermeintliche Geburtsort des gleichnamigen Propheten dreier Weltreligionen.
𝐉𝐮𝐝𝐞𝐧𝐭𝐮𝐦, 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧𝐭𝐮𝐦 und der 𝐈𝐬𝐥𝐚𝐦 sehen Abraham, bzw. Ibrahim als 𝐔𝐫-𝐕𝐚𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐧 an…
Also eigentlich „𝐄𝐢𝐧𝐢𝐠 𝐕𝐚𝐭𝐞𝐫𝐥𝐚𝐧𝐝“ … 🤷♂️
… warum diese, im Grunde brüderlichen Glaubensrichtungen trotzdem seit Jahrtausenden aufeinander eindreschen, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.
Abraham wurde wohl von seiner Mutter heimlich in einer Höhle geboren, da der damaliger Herrscher „Nimrod“ wohl alle männlichen Nachkommen töten ließ…
𝐌𝐨𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐦𝐚𝐥…
irgendwie kommt mir auch das bekannt vor… 🤔
𝐃𝐚 𝐰𝐚𝐫 𝐝𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐬…
... wenn ich einmal ganz intensiv in den Untiefen meiner 63-jährigen Synapsen herumkrame, und dort meinen zweijährigen Konfirmationsunterricht abrufe, dann finde ich dort ein 𝐯𝐞𝐫𝐝𝐚𝐞𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐚𝐞𝐡𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲-𝐁𝐨𝐨𝐤.
Steht sowas ähnliches nicht auch im neuen Testament?... 🤔
Anscheinend ist dies wieder einmal der Beweis dafür, dass „𝐂𝐨𝐯𝐞𝐫-𝐕𝐞𝐫𝐬𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧“ oft erfolgreicher sein können, als das Original… 😉
Achnee... das war ja die "Volkszählung"... Das mit dem meuchelmördern war ja Moses 🤦♂️
... bei dem ganzen rumgetöte, kann man als 𝐁𝐢𝐛𝐞𝐥𝐥𝐞𝐠𝐚𝐭𝐡𝐞𝐧𝐢𝐤𝐞𝐫 schonmal etwas verwechseln.
Doch so oft, wie in der biblischen Geschichte sämtliche männlichen Nachkommen von irgendwelchen psychotisch angeschlagenen Staatschefs abgemetzelt wurden, ist es mir schleierhaft, wie die Menschheit sich überhaupt auf 8 Milliarden Menschen hochpimpern konnte. 🙈
𝐔𝐩𝐩𝐬... 𝐬𝐨𝐫𝐫𝐲... 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥...
Ich gehe also hinein, in die Grotte…
… 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐮𝐡𝐞 … Schuhe verboten…
… 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 … Frauen verboten…
… 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫 … na der schonmal gar nicht.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐞𝐬 𝐢𝐬𝐭, 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐢𝐬𝐭…
… und so beäuge ich die Geburtsstätte Abrahams im Alleingang, was ich nach 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝟑 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧 in meinem persönlichen Memorandum als erledigt abhaken kann.
𝐖𝐚𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐞𝐬 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧?...
Um ehrlich zu sein recht wenig von dem, was ich als "𝐚𝐭𝐡𝐞𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐃𝐮𝐫𝐜𝐡𝐬𝐜𝐡𝐧𝐢𝐭𝐭𝐬𝐭𝐨𝐮𝐫𝐢𝐬𝐭“ als spirituell angehaucht bezeichnen würde.
Als 𝐑𝐨𝐦-, 𝐋𝐨𝐮𝐫𝐝𝐞𝐬- & 𝐒𝐚𝐧𝐭𝐢𝐚𝐠𝐨 𝐝𝐞 𝐂𝐨𝐦𝐩𝐨𝐬𝐭𝐞𝐥𝐚- verwöhnter 𝐓𝐞𝐢𝐥𝐳𝐞𝐢𝐭𝐩𝐢𝐥𝐠𝐞𝐫 wurde mein 𝐫𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐠𝐞𝐢𝐬𝐭, sorry ich meinte eigentlich 𝐫𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐧𝐬𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐢𝐬𝐭, nicht ganz so getoucht, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Höhle selbst besteht aus Kalkstein… hier kann selbst ich nicht leugnen, dass diesem ein gewisses Alter nicht abzusprechen ist.
Es gibt einen verglasten Fussboden, aus dem mich eine Handvoll heilige Karpfen anglotzen…
Immerhin… es sind 𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧…
Dafür zumindest mal einen Pluspunkt auf das Spiritualitätskonto.☝️
Trotz des relativ schmalen Platzangebotes, im Verhältnis zur Besucherzahl findet auch in der 𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐆𝐞𝐛𝐮𝐫𝐭𝐬𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐭𝐞 𝐀𝐫𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦𝐬 der Fortschritt noch seinen Platz…
Statt der sonst üblichen Schlitzkiste für Münzen und Geldscheine, gibt’s einen vollelektronischen 𝐒𝐩𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧𝐚𝐮𝐭𝐨𝐦𝐚𝐭𝐞𝐧 mit Druckfunktion, für die steuerlich absetzbare Quittung…
... Warum auch nicht?...
Immerhin ist die Religion in dieser Sache im 𝟐𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 angekommen... 😉
Ansonsten gibt's in der Grotte recht 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐁𝐫𝐢𝐦𝐛𝐨𝐫𝐢𝐮𝐦… 🤷♂️
Wieder heraus aus dem Heiligtum, stehe ich wieder vor dem Karpfenteich… hatte ich schon erwähnt, dass es sich um „𝐇𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧“handelt? … 😉
Man darf sie übrigens nicht einmal berühren, diese "𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧“"… geschweige denn Fangen oder gar Essen…
Dabei werden sie doch so schön blau, wenn man sie kocht...
Im Gegensatz zu Schlümpfen... aber das hatten wir schon.
Einige würde nun sagen… 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠…
Andere… 𝐇𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐭𝐮𝐦, 𝐏𝐟𝐨𝐭𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐠…
Alles eben eine Frage des "Glaubens"… 🤷♂️
Das kennt man ja bereits von den 𝐊𝐮𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐈𝐧𝐝𝐢𝐞𝐧…
die laufen dort auch relativ nervtötend durch die Straßen, während sie in unseren Gefilden eher die Kühltruhen bevölkern.
Hier in der Türkei sind eben die 𝐊𝐚𝐫𝐩𝐟𝐞𝐧 𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠…
zumindest hier in Sanliurfa… genauer gesagt, die Karpfen hier in diesem Teich…
Ich besitze keinen Angelschein… hätte ich einen, würden mir die Viecher garantiert ihren imaginären Stinkefinger zeigen. 🖕
𝐔𝐧𝐝 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡… (ja, manchmal kann ich das)
... es ist schon ein enorm großer Zufall, dass die 𝐆𝐞𝐛𝐮𝐫𝐭𝐬𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐭𝐞 𝐀𝐛𝐫𝐚𝐡𝐚𝐦𝐬 und der Ort, an dem er fast verbrannt wurde, so dicht beieinander liegen.
Nach gut 2.000 Jahren wäre es vielleicht so langsam mal an der Zeit, die eine oder andere Berichterstattung aus den „heiligen Schriften“ einer 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭𝐚𝐞𝐭𝐬𝐩𝐫𝐮𝐞𝐟𝐮𝐧𝐠 zu unterziehen. 🤷♂️
Auch wenn ich im Nachhinein feststellen musste, dass die historischen Recherchen meinerseits 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐧𝐮𝐫 𝐟𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫𝐡𝐚𝐟𝐭 durchgeführt wurden und ich die Geburtstätte Abrahams, mit der Grotte der Verbrennung 𝐯𝐞𝐫𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥𝐭 habe ...
... wer (englisch) lesen kann…🤦♂️.
Nichtdestotrotz ist seine Geburtsstätte trotzdem nur "um die Ecke"...
Die haben wir dann aber aus besagten Gründen verpasst... 🙈
Tatsächlich ist Sanliurfa, eine der 𝐚𝐞𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐛𝐞𝐬𝐢𝐞𝐝𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐞𝐝𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭.
Das ist auch archäologisch belegt.
Die ersten Tempel dieser Erde wurden, knapp 12 km von hier in Göbekli Tepe erbaut, lange bevor die Menschen wirklich sesshaft wurden (wir berichteten).
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦…
ich stehe hier am Karpfenteich…
(Hatte ich bereits erwähnt, dass diese Viecher hier heilig sind?😉)
𝐈𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐡𝐞...
... in die Gesichter der Menschen, die hier beten…
𝐈𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐡𝐞
... eine alte Frau, die mit ihren Händen eine Wand berührt, als würde sie etwas lebendiges berühren und ich spüre, dass diese Frau glaubt… und das ohne jeden Zweifel…
(Das Foto habe ich aus Pietätsgründen nicht geschossen, obwohl es mich echt gejuckt hat)
Alles, was ich hier sehe und fühle ist etwas, was man wissenschaftlich nicht belegen kann und auch nicht muss.
𝐉𝐚… 𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧 𝐀𝐭𝐡𝐞𝐢𝐬𝐭…
Ich habe allerdings 𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭 𝐯𝐨𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧, dessen Glaube zu einem friedlichen Miteinander führt.
Ich habe 𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭 𝐯𝐨𝐫 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐧, die Menschen zusammenführt und ihnen Halt und Kraft gibt.
Da darf es meinetwegen auch die Kirche der „𝐏𝐚𝐬𝐭𝐚𝐟𝐚𝐫𝐢𝐬“ sein.
Ob die Menschen nun „𝐆𝐨𝐭𝐭“, "𝐀𝐥𝐥𝐚𝐡" oder das „𝐟𝐥𝐢𝐞𝐠𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐒𝐩𝐚𝐠𝐡𝐞𝐭𝐭𝐢𝐦𝐨𝐧𝐬𝐭𝐞𝐫“ anbeten ist mir persönlich nicht wichtig.
Solange eine Religion ein friediches 𝐬𝐩𝐢𝐫𝐢𝐭𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐌𝐢𝐭𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 schafft, hat sie alle Daseinsberechtigung dieser Welt.
Auch wenn die eine oder andere Glaubensrichtung durchaus mal im 𝟐𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 ankommen darf. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
27.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟏𝟐
𝔻𝕒𝕟𝕜𝕖 𝕗𝕦𝕖𝕣 𝕀𝕙𝕣𝕖𝕟 𝔸𝕟𝕣𝕦𝕗 …
𝕎𝕚𝕣 𝕜𝕦𝕖𝕞𝕞𝕖𝕣𝕟 𝕦𝕟𝕤 𝕤𝕔𝕙𝕟𝕖𝕝𝕝𝕤𝕥𝕞𝕠𝕖𝕘𝕝𝕚𝕔𝕙 𝕦𝕞 𝕀𝕙𝕣 𝔸𝕟𝕝𝕚𝕖𝕘𝕖𝕟.
𝐄𝐬 𝐤𝐚𝐦, 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐦𝐮𝐬𝐬𝐭𝐞…
Über 𝟏𝟎𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐤𝐦 durch 30 Länder gehen auch an einer Kuscheldose nicht ganz spurlos vorbei… 🤷♂️
Nach unserem Besuch in Göbekli Tepe, auf dem Weg in Richtung Sanliurfa passiert genau das, was irgendwann mal passieren musste.
Einer unserer 𝐡𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐨𝐬𝐬𝐝𝐚𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞𝐫 sagte uns für immer Adieu und gleichzeitig verabschiedete sich noch unsere 𝐡𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞 𝐁𝐫𝐞𝐦𝐬𝐚𝐧𝐥𝐚𝐠𝐞... vermutlich aus lauter Solidarität zu den Stoßdämpfern.
In welchem kausalen Zusammenhang beide Schäden nun stehen... bleibt wohl für immer ein Rätsel des Universums, bzw. der Autoingenieure. 🤷♂️
𝐋𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐑𝐞𝐝𝐞, 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐒𝐢𝐧𝐧…
„𝐔𝐧𝐝 𝐭𝐬𝐜𝐡𝐮𝐞𝐬𝐬“… „𝐑𝐢𝐞𝐧 𝐧𝐞 𝐯𝐚 𝐩𝐥𝐮𝐬“… 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐠𝐢𝐧𝐠 𝐦𝐞𝐡𝐫. 🤦♂️
Nichtsdestotrotz noch ein 𝐤𝐮𝐫𝐳𝐞𝐬 𝐔𝐩𝐝𝐚𝐭𝐞 bezüglich unseres Besuches in Göbekli Tepe…
Das hier ist ja schließlich ein Reiseblog und kein katastrophenorientiertes Boulevardblatt...
"Kuscheldose" hat schließlich mehr als vier Buchstaben. 😉
Also... 𝐆𝐨𝐞𝐛𝐞𝐤𝐥𝐢 𝐓𝐞𝐩𝐞:
Eine 𝐦𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥𝐚𝐧𝐥𝐚𝐠𝐞… 𝐞𝐫𝐛𝐚𝐮𝐭 𝐯𝐨𝐫 𝟏𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧…
"𝐌𝐲 𝐥𝐨𝐯𝐞𝐥𝐲 𝐌𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫𝐬𝐢𝐧𝐠𝐢𝐧𝐠𝐜𝐥𝐮𝐛" ...
... zu dieser Zeit gab´s ja noch nicht mal einen „OBI“. 🤷♂️
Das ist 𝟔.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐞𝐥𝐭𝐞𝐫, 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐏𝐲𝐫𝐚𝐦𝐢𝐝𝐞𝐧…
Da kann man schonmal ins Staunen geraten. 😮
Mit dem Fund dieser Tempelanlage, im Jahre 1963 wurde das gesamte bisherige Wissen über die Menscheitsgeschichte auf den Kopf gestellt und das sprichwörtlich…
𝐍𝐢𝐱 𝐦𝐢𝐭… 𝐄𝐫𝐬𝐭 𝐬𝐞𝐬𝐬𝐡𝐚𝐟𝐭… 𝐝𝐚𝐧𝐧 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥…
Die Menschen baute bereits die ersten Tempel, lange bevor sie für Ackerbau und Viehzucht sesshaft wurden.
Um ihren Tempeln nahe zu sein… begannen die Menschen irgendwann in dessen Nähe ihre Behausungen zu bauen. … 𝐓𝐡𝐚𝐭´𝐬 𝐢𝐭.
So hat gewissermaßen die Religion die Zivilisation gegründet und nicht umgekehrt…☝️
Da soll noch einer sagen, bei der Kuscheldose lernt man nix. ☝️
Aber auch wir lernen ständig dazu…
Zum Beispiel, dass sich mit einem gebrochenen Bremssattel eine Fortsetzung unserer Reise nur suboptimal umsetzen lässt. 🤦♂️
Dieses Lernziel haben wir dann irgendwo zwischen „𝐷𝑎𝑤𝑖𝑙𝑙𝑘𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟ℎ𝑖𝑛“ und „𝑆𝑐ℎ𝑜𝑒𝑛𝑝𝑎𝑟𝑘𝑒𝑛𝑔𝑒ℎ𝑡𝑎𝑛𝑑𝑒𝑟𝑠“ erreicht.
𝐔𝐧𝐝 𝐬𝐨 𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐚𝐧𝐧 𝐝𝐚…
mitten in der südostanatolischen Pampa, mit etwas, was für die meisten von Euch das Normalste der Welt sein dürfte… einer 𝐈𝐦𝐦𝐨𝐛𝐢𝐥𝐢𝐞. 🤦♂️
Aber… wir sind ja im 𝐀𝐃𝐀𝐂… und nicht nur das… Wir sind sogar 𝐏𝐫𝐞𝐦𝐢𝐮𝐦-𝐌𝐢𝐭𝐠𝐥𝐢𝐞𝐝… ☝️
Also was liegt da näher, als die „𝐠𝐞𝐥𝐛𝐞𝐧 𝐄𝐧𝐠𝐞𝐥“ in Deutschland zu kontaktieren…
Haben wir gemacht…
…. 2 x per 𝐊𝐨𝐧𝐭𝐚𝐤𝐭𝐟𝐨𝐫𝐦𝐮𝐥𝐚𝐫
… per, vom ADAC eigenst eingerichteter 𝐍𝐨𝐭𝐫𝐮𝐟-𝐌𝐚𝐢𝐥…
… selbst 𝐦𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫𝐞 𝐀𝐧𝐫𝐮𝐟𝐞 aus Deutschland von einer lieben Freundin verpuffte im Dienstleistungs-Nirvana der ach so „schnellen und unbürokratischen Pannenhilfe“…
(trotzdem: 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 𝐀𝐧𝐤𝐞 🤗)
𝐃𝐚𝐬 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬…
𝐧𝐚𝐜𝐡 𝟐𝟎 𝐒𝐭𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 standen wir immer noch am selben Fleck… 🤦♂️
hier in der südost-anatolischen Pampa… 𝐛𝐞𝐢 𝟒𝟓° 𝐂…
Vielen Dank für Nichts, lieber ADAC.
Allerdings wären wir ja nicht die Kuscheldose …
... wenn wir nicht so ziemlich alles an Board hätten, was man so alles für einen längeren Aufenthalt im Nirgendwo braucht…
𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫 … 𝐞𝐢𝐧 𝐍𝐞𝐭𝐟𝐥𝐢𝐱-𝐀𝐛𝐨, 𝟒𝐆-𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐭-𝐄𝐦𝐩𝐟𝐚𝐧𝐠 und mindestens 𝟐 𝐓𝐮𝐞𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐬𝐡𝐦𝐚𝐥𝐥𝐨𝐰𝐬…
Was braucht man mehr zum Überleben? Die richtige Antwort wäre… 𝐍𝐢𝐱. 😉
Als dann am nächsten Morgen, bereits um 𝟖.𝟑𝟎 𝐔𝐡𝐫 das Thermometer auf 𝟒𝟏°𝐂 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐞𝐧𝐭𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫 kletterte und bis zu diesem Zeitpunkt die einzige Antwort des ADAC aus einer automatisierten Nachricht bestand, dass man sich „𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥𝐬𝐭𝐦𝐨𝐞𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡“ um unser Anliegen kümmern wolle, besorgten wir uns dann letztendlich selbst Hilfe, was dann auch relativ zügig geklappt hat.
So schleppte man uns huckepack in die Werkstatt unserer Wahl, mit der Diagnose, dass sich unsere hintere Bremsanlage aufgrund eines Einbaufehlers, vor 3 Monaten in Ankara, tatsächlich selbst zerlegt hat. 🤦♂️
So wechselten nach gut 10 Stunden Schrauberei knapp 𝟐.𝟓𝟎𝟎 € den Besitzer. 𝐀𝐔𝐓𝐒𝐂𝐇. 🤦♂️
Was das für unsere Reisekasse bedeutet, brauchen wir hier bestimmt nicht noch explizit zu vertiefen. 😕
𝐄𝐠𝐚𝐥 𝐦𝐚𝐥 𝐰𝐢𝐞…
die Kuscheldose läuft wieder und es ging, nach diesem unfreiwilligen Aufenthalt, einschließlich einer Übernachtung auf einer Couchgarnitur im Büro der Werkstatt, weiter nach Sanliurfa, in der Hoffnung, dass nicht noch mehr unserer Kuscheldose schlapp macht. 🤷♂️
Drueckt uns die Daumen...
In diesem Sinne … 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
24.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟎𝟖
𝕄𝕚𝕕𝕪𝕒𝕥 & 𝕄𝕒𝕣𝕕𝕚𝕟 - 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕞 𝕆𝕣𝕚𝕖𝕟𝕥…
Also wenn die Atmosphäre von 𝟏𝟎𝟎𝟏 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭 irgendwo in der Türkei zu finden ist, dann hier im 𝐍𝐨𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐌𝐞𝐬𝐨𝐩𝐨𝐭𝐚𝐦𝐢𝐞𝐧𝐬.
Wir fahren nach 𝐌𝐢𝐝𝐲𝐚𝐭 und 𝐌𝐚𝐫𝐝𝐢𝐧…
zwei Städte die uns beide recht beeindruckt haben. 👍
„Midyat“ liegt in der Region „𝐓𝐮𝐫 𝐀𝐛𝐝𝐢𝐧“…
… das ist aramäisch… und bedeutet so viel wie „𝐃𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐧𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐆𝐨𝐭𝐭𝐞𝐬“.
Diese Bezeichnung lässt natürlich wieder einen recht großen Spielraum für Interpretationen.
Diesen „Ruprecht“ hat der Nikolaus vermutlich auch in dieser Gegend rekrutiert. Ich lasse das Ganze einfach mal als nicht bewiesene Doktrin hier, im visuellen Raum stehen. 😉
Wir befinden wir uns quasi im Norden des ehemaligen „𝐀𝐬𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐬“… also am 𝐄𝐮𝐩𝐡𝐫𝐚𝐭 und 𝐓𝐢𝐠𝐫𝐢𝐬.
Wer schonmal in diesen, in unseren Berichten bereits 𝐦𝐞𝐡𝐫𝐟𝐚𝐜𝐡 𝐳𝐢𝐭𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐁𝐮𝐜𝐡 mit dem Kreuz darauf, herumgeschnökert hat, dem sollte die Region um diese beiden Flüsse als „𝐠𝐞𝐥𝐨𝐛𝐭𝐞𝐬 𝐋𝐚𝐧𝐝“ geläufig sein.
Ebenfalls gilt es als Mutterland dieses berühmten “𝐉𝐞𝐬𝐮𝐬 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭 𝐒𝐮𝐩𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐫“...
Diesen Herren kennt vielleicht der eine oder andere von Euch noch aus dem gleichnamigen Musical aus den 1970ern, oder alternativ aus dem Konfirmations-, bzw. Kommunionsunterricht. 😉
Und tatsächlich wird in dieser Region, neben türkisch auch noch 𝐓𝐮𝐫𝐨𝐲𝐨", ein aramäischer Dialekt, gesprochen… eine der ältesten Sprachen der Welt… älter als Arabisch, Latein oder Basic…
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐋𝐞𝐚𝐫𝐧-𝐅𝐚𝐜𝐭:
Das 𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐨𝐫𝐭𝐡𝐨𝐝𝐨𝐱𝐞 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧𝐭𝐮𝐦, das neben dem Islam, hier in der Region noch sehr verwurzelt scheint, gilt auch als 𝐚𝐞𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐆𝐥𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐬𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧.
Bereits im 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟑𝟕 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. wurden, hier im mesopotamischen Raum die ersten christlichen Gemeinden gegründet.
Zu dieser Zeit verstand Rom unter Katholizismus noch, dass man diese Glaubensanhänger den Löwen zum Fraß vorwirft. 🙈
Wie man weiß, hat sich das im Laufe der Jahrhunderte ja ein wenig geändert.
Aber das war ja eigentlich nicht das Thema? …
... 𝐖𝐨 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮?...
Ach ja… 𝐌𝐢𝐝𝐲𝐚𝐭…
Wir befinden uns also in dem 𝐧𝐨𝐞𝐫𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐥ä𝐮𝐟𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐞𝐬𝐨𝐩𝐨𝐭𝐚𝐦𝐢𝐞𝐧…
wie bereits erwähnt, dem legendären 𝐙𝐰𝐞𝐢𝐬𝐭𝐫𝐨𝐦𝐥𝐚𝐧𝐝 zwischen Euphrat und Tigris…
Einige Theorien besagen, dass sich hier die 𝐖𝐢𝐞𝐠𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐡𝐞𝐢𝐭 befinden soll…
Und tatsächlich hat man hier Spuren menschlicher Existenz gefunden, die vor dem 𝟏𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝 𝐯𝐨𝐫 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐮𝐬 datiert werden.
Nur mal so für´s Protokoll das ist die 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐳𝐞𝐢𝐭… 😲
Falls sich jemals jemand gefragt hat, wo seinerzeit die 𝐅𝐥𝐢𝐧𝐭𝐬𝐭𝐨𝐧𝐞𝐬 gedreht wurden… vermutlich hier…
Wir wandeln also nicht nur auf den 𝐒𝐩𝐮𝐫𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐉𝐞𝐬𝐮𝐬 …
… sondern ebenfalls auf denen von Fred Feuerstein & Barnie Gerölheimer… „"𝒀𝑨𝑷𝑷𝑨𝑫𝑨𝑷𝑷𝑨𝑫𝑼𝑼𝑯“😂
In der Altstadt von Midyat tauchen wir dann ein, in die Welt und von 𝐀𝐥𝐚𝐝𝐢𝐧 und 𝐀𝐥𝐢 𝐁𝐚𝐛𝐚.
Während wir hier so durch die Gassen laufen, gewinnen wir mehr und mehr den Eindruck, wir befinden uns in der Märchenwelt von 1001 Nacht…
Ok… allergings begleitet von abertausenden LED-Lämpchen und pseudoorientalischer Beschallung… 🙈
Statt Eselskarren und Wunderlampen, gibt´s Mopeds und Smartphones…
𝐔𝐞𝐛𝐫𝐢𝐠𝐞𝐧𝐬…
𝐖𝐚𝐬 𝐀𝐥𝐚𝐝𝐢𝐧𝐬 𝐖𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐥𝐚𝐦𝐩𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐦𝐚𝐫𝐭𝐩𝐡𝐨𝐧𝐞𝐬 𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐦𝐚𝐫𝐭𝐩𝐡𝐨𝐧𝐞 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐬𝐚𝐦?
Beide erfüllen Wünsche… und bei beiden köntte richtig teuer werden…
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐰𝐚𝐞𝐡𝐥𝐞 𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞. ☝️
Aber ok… auch an Aladin geht die Zeit nicht spurlos vorüber.🤷♂️
Er würde heute vermutlich auch eher zum Smartphone greifen und den Black Friday bei Amazon nutzen. 🤦♂️
Das gibt´s wenigstens Rückgabegarantie.
Auch wenn auch hier der Fortschritt bereits Einzug gehalten hat, beginnt für uns hier gefühlt der „𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐎𝐫𝐢𝐞𝐧𝐭“…
𝐄𝐧𝐠𝐞 𝐆𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐁𝐚𝐬𝐚𝐫𝐞… und ein 𝐃𝐮𝐟𝐭 aus einer Mischung aus „𝐖𝐞𝐢𝐬𝐬𝐧𝐢𝐜𝐡“, „𝐊𝐞𝐢𝐧𝐞𝐚𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠“ und „𝐊𝐞𝐧𝐧𝐢𝐜𝐡𝐢𝐫𝐠𝐞𝐧𝐝𝐰𝐨𝐡𝐞𝐫“.
Daher fällt es uns ein wenig schwer, uns wieder von dieser Stadt zu trennen…
Zumal wir einen Parkplatz, direkt an der Altstadt ergattert hatten… Zugebenermaßen nicht der lauschigste, aber dafür der zentralste Platz für einen abendlichen Bummel durch die Gassen von Midyat.
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦 𝐳𝐢𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫… 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐌𝐚𝐫𝐝𝐢𝐧…
.. jetzt nicht zu verwechseln mit diesem hessischen Blödelbarden, den kaum einer leiden kann… der heißt „𝐌𝐚𝐝𝐝𝐢𝐧“. 🤦♂️
Die 𝐀𝐥𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐝𝐢𝐧… nein… nicht „Maddin“, thront an einem Hügel, auf etwa 1.000 Höhenmeter, mit einem 𝐚𝐭𝐞𝐦𝐛𝐞𝐫𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐞𝐬𝐨𝐩𝐨𝐭𝐚𝐦𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐓𝐢𝐞𝐟𝐞𝐛𝐞𝐧𝐞 …
Vorausgesetzt, Du bist auch bereit, den Aufstieg bis ganz nach oben auf Dich zu nehmen… bei 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝟒𝟎°𝐂… 🤦♂️
𝐎𝐤…
... wer unsere Reiseberichte bereits etwas länger verfolgt der weiß, dass wir nun nicht gerade zu den 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐕𝐢𝐥𝐥𝐚𝐠𝐞-𝐂𝐥𝐢𝐦𝐛𝐞𝐫𝐧 mit einem konditionell überdurchschnittlichen Potential gehören.
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦… wir nutzten den Sonnenuntergang und die frühen Morgenstunden, um uns diese wunderschöne Stadt anzuschauen…
Und was sollen wir sagen?... 𝐇𝐚𝐭 𝐠𝐞𝐤𝐥𝐚𝐩𝐩𝐭. 😃
Hat man sich dann endlich durch die verwinkelten Gassen, bis ganz nach oben geschnappatmet, wird man mit einen Ausblick belohnt, den man mit Fug und Recht schon als „𝐮𝐧𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐚𝐞𝐦𝐭“ bezeichnen darf.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐞𝐡𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡…
Da stehst Du dort oben… blickst über 𝐌𝐢𝐧𝐚𝐫𝐞𝐭𝐭𝐞, 𝐮𝐫𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐨𝐫𝐭𝐡𝐨𝐝𝐨𝐱𝐞 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐭𝐮𝐞𝐫𝐦𝐞 und eine 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭, die gefühlt selbst vor der syrischen Grenze nicht Halt macht, die auch nur noch knapp 20 km entfernt ist.
Nicht umsonst trägt diese Stadt den Beinamen: „𝐃𝐢𝐞 𝐏𝐞𝐫𝐥𝐞 𝐌𝐞𝐬𝐨𝐩𝐨𝐭𝐚𝐦𝐢𝐞𝐧𝐬“…
Auch Mardin war über Jahrhunderte ein Teil der Seidenstraße, also sozusagen ein Teil des mittelalterlichen Internets … Und Mardin war einer der Server.
Hier trifft man auf 𝐚𝐫𝐚𝐛𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞, 𝐤𝐮𝐫𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞, 𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧… habe ich jemanden vergessen?...
.. Ach ja… 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐧, die gibt´s hier auch. 😉
Hier ist Multikulti noch gelebter Alltag…
𝐌𝐨𝐬𝐥𝐢𝐦𝐞 und 𝐬𝐲𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 leben hier einträchtig nebeneinander… und das seit Jahrhunderten.
Wer durch die Altstadt läuft, muss mit recht fürchten, dort nie wieder hinauszukommen. 🙈
Ein 𝐋𝐚𝐛𝐲𝐫𝐢𝐧𝐭𝐡 aus schmalen Gassen, Unterführungen und steilen Treppen…
Lasst mich nochmal nachdenken… doch… 𝐋𝐚𝐛𝐲𝐫𝐢𝐧𝐭𝐡 ist die absolut 𝐤𝐨𝐫𝐫𝐞𝐤𝐭𝐞 𝐁𝐞𝐳𝐞𝐢𝐜𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠 für diese Altstadt… 😉
… Dagegen wirkte die 𝐌𝐞𝐝𝐢𝐧𝐚 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐫𝐚𝐤𝐞𝐬𝐜𝐡 so aufgeräumt, wie der Autobahnzubringer auf das Kamener Kreuz.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐩𝐩:
Willst Du raus... immer Berg hoch… oder Berg ab…
und Du bist wieder draußen…
Wenn auch nicht unbedingt dort, wo du hineingegangen bist. 😉
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐝𝐢𝐧𝐬 𝐆𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐫𝐟 𝐦𝐚𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧…
... denn hier verloren zu sein ist vielleicht schöner, als in so mancher anderen Stadt etwas gefunden zu haben. 😉
Zu Recht ist auch Mardin ein sogenannter Tentativstandort zur Aufnahme in das 𝐔𝐍𝐄𝐒𝐂𝐎 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐫𝐛𝐞 …
Die Jahrhunderte alten, honigfarbenen Steinhäuser, die Kopfsteinpflasterstraßen und die engen Gassen sind in dieser geballten Konzentration eines selten gewordenes Zeugnisses des orientalischen Mittelalters, das mittlerweile weltweit wohl seinesgleichen sucht.
Nicht zuletzt auch der Tatsache geschuldet, dass viele solcher Orte in den letzten Jahrzehnten aufgrund von Kriegen, hier im nahen Osten, zum Opfer gefallen sind.😞
Für mich persönlich war Bagdad schon als Kind der Inbegriff von 1001 Nacht…
... Doch was der Krieg im Laufe der letzten Jahrzehnte aus dieser Stadt gemacht hat, ist einfach nur traurig. 😢
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐠𝐞𝐧𝐮𝐠 𝐥𝐚𝐦𝐞𝐧𝐭𝐢𝐞𝐫𝐭… zurück zu Mardin…
Ganz oben liegt die 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠… 𝐝𝐚𝐬 „𝐀𝐝𝐥𝐞𝐫𝐧𝐞𝐬𝐭“ …
... das ist jetzt kein Spitzname, sondern die offizielle Bezeichnung dieser Burg.
Am höchsten Punkt der gesamten Region, 𝐯𝐨𝐫 𝐜𝐚. 𝟑.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐞𝐫𝐛𝐚𝐮𝐭… ja… ihr habt richtig gelesen…
Mardin Castle ist über 𝟑.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭…
... dagegen sind unsere 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐁𝐮𝐫𝐠𝐞𝐧 noch regelrechte „𝐞𝐢𝐧𝐬𝐭𝐮𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐍𝐞𝐮𝐛𝐚𝐮𝐭𝐞𝐧“.
(𝑤𝑖𝑒𝑑𝑒𝑟 𝑒𝑖𝑛𝑚𝑎𝑙 𝑒𝑖𝑛 𝑊𝑜𝑟𝑡𝑤𝑖𝑡𝑧, 𝑑𝑒𝑛 𝑛𝑢𝑟 𝐵𝑜𝑜𝑚𝑒𝑟 𝑣𝑒𝑟𝑠𝑡𝑒ℎ𝑒𝑛 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛🙈)
Eine Besichtigung der Festung ist allerdings nicht möglich…
… 𝐌𝐢𝐥𝐢𝐭𝐚𝐞𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐒𝐩𝐞𝐫𝐫𝐠𝐞𝐛𝐢𝐞𝐭.
Da quält man sich schonmal bis zu einer solchen Festung hinauf…
… und ihr wisst, dass wir diesbezüglich ein recht intensives Vermeidungsverhalten aufzuweisen haben … und dann sowas.🤦♂️
𝐔𝐧𝐝 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦…
... allein 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 von dort oben war es den Schweiß, die Tränen und die recht emotionale Aufzählung sämtlicher, nicht jugendfreier Tiernamen wert. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
21.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟎𝟓
𝕀𝕤𝕙𝕒𝕜 ℙ𝕒𝕤𝕙𝕒 ℙ𝕒𝕝𝕒𝕔𝕖 – 𝟡𝟡 𝕁𝕒𝕙𝕣𝕖 𝕤𝕠𝕫𝕚𝕒𝕝𝕖𝕣 𝕎𝕠𝕙𝕟𝕦𝕟𝕘𝕤𝕓𝕒𝕦
Wir fuhren nach 𝐃𝐨ğ𝐮𝐛𝐚𝐲𝐚𝐳ı𝐭.
Dieser Zungenbrecher von Ortschaft liegt nahe der 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞 𝐳𝐮 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐦 𝐈𝐫𝐚𝐧.
Um Euch, im Rahmen der Eloquenz die Tragweite dieses Ortsnamens noch einmal etwas näher zu bringen, 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐡𝐨𝐥𝐞 ich den Namen einfach noch einmal, in der Hoffnung, dass irgendjemand diesen Text irgendwann einmal vorlesen muss…. 😜𝐀𝐥𝐬𝐨… 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭… jetzt kommts… „𝐃𝐨ğ𝐮𝐛𝐚𝐲𝐚𝐳ı𝐭“…
Doğubayazıt (so langsam wird´s lustig😂) … liegt am Fuße des 𝐀𝐫𝐚𝐫𝐚𝐭…
Ihr erinnert Euch?...
… das ist dieser über 5.000 Meter hohe Hüppel, auf dem die 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐞 𝐍𝐨𝐚𝐡, nach der letzten Klimakatastrophe gestrandet ist …
Mit jeder Menge Getiers an Bord…
… Das war diese 𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥𝐞𝐠𝐭𝐞 𝐓𝐢𝐞𝐫𝐫𝐞𝐭𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐚𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 unter Ausschluß von Greenpeace-Aktivisten, aber dafür mit göttlichem Beistand...
Naja, ihr wisst schon… das ist jetzt wieder dieser Typ mit dem dicken Buch in der die Geschichten niedergeschrieben sind, die sich Ziegenhirten in dieser Gegend vor 2000 Jahren am Lagerfeuer erzählt haben …
Unser eigentliches Ziel liegt jedoch 6 km von 𝐃𝐨ğ𝐮𝐛𝐚𝐲𝐚𝐳ı𝐭 (hihi, da isses wieder😜 ) … entfernt, der 𝐈𝐬𝐡𝐚𝐤 𝐏𝐚𝐬𝐡𝐚 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐜𝐞…
Dieser Palast ist zwar noch kein UNSESO Weltkulturerbe, steht aber immerhin bereits auf der Warteliste.
Ein recht beeindruckender Prachtbau mit Kuppel und schlanken Minarett und allem Pipapo…
... also allem, was ein Palast so braucht, um einen Eintrittspreis von umgerechnet 3,00 € Eintritt zu legitimieren…
Und das Ganze vor einer Kulisse, die sich Steven Spielberg nicht hätte besser ausdenken können.
Doch auf Indianer Jones warten wir allerdings vergeblich…
… stattdessen häufen sich elegant gekleidete Damen, die sich vor dem Palast zum Fotoshooting präsentieren, denn der Sonnenuntergang naht.
𝐔𝐧𝐝 𝐳𝐮𝐠𝐞𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧…das Ganze hat einen gewissen Charme von 𝟏𝟎𝟎𝟏 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭.
Der 𝐈𝐬𝐡𝐚𝐤 𝐏𝐚𝐬𝐡𝐚 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐜𝐞 versinkt in einem wahren Farbenmeer…
Von 𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐠𝐞𝐥𝐛, über 𝐛𝐚𝐮𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐰𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧𝐨𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞, bis hin zu einen 𝐥𝐢𝐥𝐚𝐛𝐥𝐚𝐬𝐬𝐛𝐥𝐚𝐮… verfärbt der Sonnenuntergang den Himmel rund um den Palast…
Allerdings könnte sich, je nach Wetterlage der Himmel auch in ein 𝐦𝐚𝐮𝐬𝐠𝐫𝐚𝐮 oder bei Sandsturm sogar in ein 𝐛𝐚𝐛𝐲𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡𝐟𝐚𝐥𝐥𝐛𝐫𝐚𝐮𝐧 verwandeln… 𝐖𝐢𝐫 𝐠𝐚𝐫𝐚𝐧𝐭𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬. ☝️
Tatsächlich ist der Ishak Pasha Palace wohl eine der 𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐇𝐨𝐭𝐬𝐩𝐨𝐭𝐬 Ost-Anatoliens.
Ok… Kappadokien jetzt mal nicht mitgerechnet, aber das liegt ja auch noch nicht so wirklich im Osten der Türkei. 🤷♂️
Der Bau dieses Palastes begann 𝐢𝐦 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝟏𝟔𝟖𝟓 und endete, nach 𝟗𝟗 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐮𝐳𝐞𝐢𝐭, 𝐢𝐦 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟏𝟕𝟖𝟒…
Wen wundert es da, dass der eigentliche Auftraggeber „Çolak Abdi Paşa“, diesen Palast niemals bewohnte.
Qualität hat halt seinen Preis. 🤷♂️
Immerhin durfte dann sein Enkel, Küçük İshak Paşa, dessen Namen das Bauwerk letztendlich auch trägt, im Jahre 1784 dort einziehen. Die Einweihungsparty war bestimmt der Knaller. 👍
Leider steht uns diesbezüglich kein originales Bildmaterial zur Dokumentation dieser Feierlichtkeit zur Verfügung.
Etwas düster ist die allerdings Geschichte um den Erbauer dieses Palastes…
Nach einer Überlieferung ließ der Ishak Pasha dem armenischen Architekten, nach Vollendung des Bauwerkes, 𝐛𝐞𝐢𝐝𝐞 𝐇𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐚𝐛𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧… damit er niemals mehr ein solch schönes Bauwerk für jemand anderes erschaffen könne... 𝐀𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡.🤦♂️
Na das hätte der Mann mal vorher wissen müssen… dann hätte er vermutlich eher hübsche Mehrfamilienhäuser in Yerevan gebaut.
In den 500 Jahren, die der Palast nun in den Bergen, hier im tiefsten Osten der Türkei herumsteht, hat er so manche kulturelle Wandlung erlebt.
𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧, 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐞𝐫, 𝐒𝐞𝐥𝐝𝐬𝐜𝐡𝐮𝐤𝐞𝐧, 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐫r und 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐫…
… alle haben in diesem Palast mehr oder weniger ihren architektonischen Senf dazugegeben.
Selbst 𝐢𝐧𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐟𝐥𝐮𝐞𝐬𝐬𝐞 soll man entdeckt haben, womit sich das Ganze dann doch recht hart 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐊𝐢𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 bewegt.
Seldschukische Steinspitzen, armenische Kirchenbögen, Persische Portale, osmanische Kuppeln, indische Ornamente…
𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬, 𝐰𝐚𝐬 𝐝𝐚𝐬 𝐚𝐫𝐜𝐡𝐢𝐭𝐞𝐤𝐭𝐨𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐳 𝐛𝐞𝐠𝐞𝐡𝐫𝐭... auch wenn man es nicht unbedingt alles gemeinsam in ein und demselben Gebäude vorfinden möchte.
Aber na gut… 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐋𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫… 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫. 🤷♂️
Mit 𝟑𝟔𝟔 𝐙𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫𝐧 erfüllt, dieser Palast vermutlich knapp die Kriterien des sozialen Wohnungsbaus für Berlin Marzhan … Allerdings wäre dies dort vermutlich das Platzangebot 100 Familien… hier reicht der Platz gerade einmal für ein Einfamilienhaus.
Harem, Haremszimmer, eine Küche, ein Badehaus, Versammlungssäle, Unterhaltungsbereiche, einen Gerichtssaal, eine Moschee, verschiedene Servicezimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Diener- und Kutscherzimmer…
es fehlt an nichts…
... außer vielleicht an der Inneneinrichtung… da könnte ein kurzer Besuch bei IKEA und Co gar nicht mal schaden…
Übrigens… der Ishak Pasha Palace verfügte über 𝐝𝐚𝐬 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞, 𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐥𝐞 𝐇𝐞𝐢𝐳𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦 𝐀𝐧𝐚𝐭𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧𝐬 …mit Fußbodenheizung… und das bereits im 18. Jahrhundert.
Ok… da waren die Römer etwas schneller… also so ca. 2000 Jahre... 🙈
aber immerhin… zur selben Zeit haben wir in Nordeuropa noch den Wald um uns herum, in der Mitte des Wohnzimmers verbrannt.
Man sagt, der Palast verfügte selbst über 𝐅𝐨𝐧𝐭𝐚𝐞𝐧𝐞𝐧, 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐌𝐢𝐥𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐇𝐨𝐧𝐢𝐠 𝐟𝐥𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧.
Mehr Klischee geht nun wirklich nicht… 🤦♂️
Da können die Schweizer mit ihrem Käse-Fondue echt einpacken…
Aber da wir uns anscheinend außerhalb der Öffnungszeiten von 𝐌𝐢𝐥𝐜𝐡-𝐮𝐧𝐝-𝐇𝐨𝐧𝐢𝐠-𝐁𝐫𝐮𝐧𝐧𝐞𝐧 befanden, beschlossen wir weiter zu den 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐟𝐞𝐥𝐪𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐃𝐢𝐲𝐚𝐝𝐢𝐧 zu fahren.
… also wieder einmal zu einem dieser viel zu heißen Tümpel in hypnotisierenden türkisgrün, in die man sich hineinsetzen kann … wenn man das will… 𝐮𝐧𝐝 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐰𝐢𝐥𝐥… Immer. 😉
Auch wenn sie den Pool meist „𝐰𝐞𝐥𝐥 𝐝𝐨𝐧𝐞“ 𝐠𝐞𝐠𝐚𝐫𝐭 wieder verlässt...
Das diese Art der Quellen meist eine recht 𝐚𝐮𝐟𝐝𝐫𝐢𝐧𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐫𝐮𝐜𝐡𝐬𝐤𝐮𝐥𝐢𝐬𝐬𝐞 umhüllt, hatte ich vermutlich schon erwähnt…
Hier war es natürlich nicht anders...
Aber… das einzige Argument das zählt... 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐦𝐚𝐠´𝐬 … und das zählt… also nichts wie hin. 😉
Nach 𝐜𝐚. 𝟏𝟎 𝐤𝐦 𝐒𝐚𝐧𝐝𝐩𝐢𝐬𝐭𝐞 hatten wir dann endlich das Ziel erreicht.
𝐊𝐮𝐫𝐳𝐛𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐮𝐧𝐠:
Ulrike hatte Spaß … Holger etwas weniger… Oscar gar nicht… Habe fertig.😉
Trotzdem verbrachten wir die Nacht direkt an der Quelle… und falls sich nun jemand fragt, ob es dort auch Nachts stinkt ?… 𝐉𝐚… 𝐭𝐮𝐭 𝐞𝐬.
Am nächsten Tag noch ein kurzer Abstecher an die 𝐌𝐮𝐫𝐚𝐝𝐢𝐲𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐟𝐚𝐞𝐥𝐥𝐞.
𝐄𝐛𝐞𝐧𝐟𝐚𝐥𝐥𝐬 𝐊𝐮𝐫𝐳𝐛𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐮𝐧𝐠:
Wasser, dass ca. 20 Meter aufgrund physikalisch bedingter Erdanziehungskraft in die Tiefe fällt und dann weiter vor sich hinplätschert…
So lassen wir einfach diesen Hotspot unter der Kategorie "𝐠𝐚𝐧𝐳 𝐧𝐞𝐭𝐭“ in die Analen unseres Reisetagebuches eingehen.
Zur Verteidigung der Muradiye Wasserfälle sollte man vielleicht noch erwähnen, dass dieser Wasserfall seine wahre Schönheit 𝐢𝐦 𝐖𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 entfaltet, wenn er teilweise oder komplett zugefroren ist. Die Bilder im Netz dazu, sind zugegebenermaßen recht beindruckend.
Wir haben aber aktuell Spätsommer und der Wasserfall plätschert etwas schmalbrüstig vor sich hin und mutiert aktuell eher als Ausflugsziel für einheimische Freunde des schweinefreien Grillgutes. 🤷♂️
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐠𝐞𝐡𝐭 𝐞𝐬 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫…
in Richtung Ahlat, an den 𝐕𝐚𝐧-𝐒𝐞𝐞…
Nicht zu verwechseln mit dem 𝐖𝐚𝐧𝐧𝐬𝐞𝐞, an dem bekanntlich bereits in den 1950ern Conny Frobes mit gepackter Badehose ihr kleines Schwesterlein getunkt hat.
Oh je… die Leser, die meine Gags noch verstehen, müssen immer älter werden.🤦♂️
Auch nicht zu verwechseln mit dem 𝐒𝐞𝐯𝐚𝐧𝐬𝐞𝐞… den findet man nun wiederum in 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧.
Wir reden also vom „𝐕𝐚𝐧-𝐒𝐞𝐞“ in der Türkei… Klar soweit?...
Unser Ziel 𝐀𝐡𝐥𝐚𝐭…
... genauer gesagt die 𝐆𝐫𝐚𝐛𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐭𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐞𝐥𝐝𝐬𝐜𝐡𝐮𝐤𝐞𝐧…
Die Seldschuken waren ein muslimischer Stamm, die in dieser Gegend zwischen dem 800 und 1.000 n. Chr. ihr Unwesen trieben.
𝐀𝐮𝐜𝐡 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐊𝐮𝐫𝐳𝐟𝐚𝐬𝐬𝐮𝐧𝐠, um die 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐞𝐧-𝐏𝐡𝐨𝐛𝐢𝐤𝐞𝐫 unter Euch nicht zu überstrapazieren: 😉
𝐀𝐥𝐭… 𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬… 𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠… zumindest aus kulturell, historischer Sicht…
Auf über 𝟐𝟏𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐦² verteilt, stehen hier 𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐆𝐫𝐚𝐛𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞 ... einige über 𝟏𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭.
Auch dieses Freilichtmuseum steht aktuell auf der Liste zur Aufnahme in das 𝐔𝐍𝐒𝐄𝐂𝐎 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐫𝐛𝐞.
Und womit?... Mit recht. 👍
Das war jetzt quasi ein 𝐤𝐮𝐫𝐳𝐞𝐫 𝐃𝐮𝐫𝐜𝐡𝐦𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐨𝐩𝐩𝐬 …
Falls ihr mehr über die einzelnen Ziele wissen möchtet, könnt ihr gerne noch Google oder die Reiseberichte der anderen Reisekollegen bemühen, die hier auch fleißig ihren Content abliefern.
In diesem Sinne... fühlt Euch gekuschelt.
19.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟎𝟑
𝔼𝕣𝕫𝕦𝕣𝕦𝕞 - "𝔸𝕧𝕖 𝔻𝕠𝕖𝕟𝕖𝕣"
Nächster Halt … 𝐄𝐫𝐳𝐮𝐫𝐮𝐦…
Das klingt ein wenig wie eines dieser Lager rund um das wohlbekannte, kleine gallische Dorf, von dem aus 𝐀𝐬𝐭𝐞𝐫𝐢𝐱 𝐮𝐧𝐝 𝐎𝐛𝐞𝐥𝐢𝐱 in den gleichnamigen Heftchen seit über 65 Jahren die Römer verdreschen...🙈
Und wenn ich richtig informiert bin, tun sie das mit der letzten Ausgabe auch immer noch. (Band 41 „Asterix in Lusitanien“)
Tatsächlich bedeutet der Name „𝐄𝐫𝐳𝐮𝐫𝐮𝐦“ übersetzt…
„𝐃𝐚𝐬 𝐋𝐚𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐞𝐦𝐞𝐫“
Es könnte allerdings auch 𝐋𝐚𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫…
… 𝐁𝐲𝐳𝐚𝐧𝐭𝐡𝐢𝐧𝐞𝐫, 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧, 𝐀𝐫𝐚𝐛𝐞𝐫, 𝐒𝐞𝐥𝐝𝐬𝐜𝐡𝐮𝐤𝐞𝐧, 𝐌𝐨𝐧𝐠𝐨𝐥𝐞𝐧, 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐞𝐫, 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐞𝐧 oder 𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧 heißen… 🤷♂️
… denn alle diese Landsleute haben diese Stadt bereits einmal, zumindest temporär erobert…
Als wenn sie kein eigenes Zuhause gehabt hätten...
... oder war das bereits der Beginn einer globalen Fillialoffensive für westliche Fastfood-Ketten? ... Nichts genaues weiß man nicht.🤷♂️
Da grenzt es aber fast an ein kleines Wunder, dass die Stadt bis heute ihren ursprünglichen Namen behalten hat…
Zumindest sollte man das meinen…
Denn wenn Erzurum nicht römisch klingt, dann ist der Papst auch nicht katholisch. 🙈
Doch auch 𝐝𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐦𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐡𝐚𝐭 𝐨𝐞𝐟𝐭𝐞𝐫 𝐠𝐞𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥𝐭, als Leonardo DiCaprio die Frauen an seiner Seite.
𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐬𝐢𝐨𝐩𝐨𝐥𝐢𝐬, 𝐊𝐚𝐫𝐢𝐧, 𝐊𝐚𝐫𝐚𝐧𝐨, 𝐊𝐚𝐥𝐢𝐤𝐚𝐥𝐚, 𝐀𝐫𝐝𝐳𝐧-𝐑𝐮𝐦, 𝐀𝐫𝐳𝐞𝐧 und schließlich 𝐄𝐫𝐳𝐮𝐫𝐮𝐦.
Nein... das sind jetzt nicht die Damen, die Leonardo DiCaprio durch sein Bett geschliffen hat, so stand es über die Jahrhunderte wechselnd auf dem Ortseingangsschild.
Da würde vermutlich selbst Leonardo DiCaprio etwas neidisch aus seinem Maßanzug gucken, wenn er dies wüsste.😉
Er weiss es aber nicht... und so guckt er auch weiterhin recht polygam aus seinem Maßanzug. 😋
Bevor wir allerdings in Erzurum landeten, ging es erstmal von Uzendere weiter dem „𝐓𝐨𝐫𝐭𝐮𝐦 𝐆ö𝐥ü“, einem landschaftlich traumhaft gelegenen 𝐒𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐞, entlang.
Bei dieser Gelegenheit konnte Ulrike sich auch gleich noch ein weiteres mal ihrer 𝐚𝐤𝐫𝐨𝐩𝐡𝐨𝐛𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 "𝐋𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭" widmen…
Eine 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬𝐩𝐥𝐚𝐭𝐭𝐟𝐨𝐫𝐦 über dem Tortum Gölü, mit seinem durchsichtigen Überhang bietet Menschen mit einer Tendenz zur Höhenangst wirklich optimale Bedingungen zur Desensibilisierung.
Wer sich aus oben genannten Gründen nun nicht krampfhaft am Geländer festhält, um sich mit zugekniffenen Augen auf seine zitternden Knie zu konzentrieren, könnte sogar die 𝐭𝐨𝐥𝐥𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭 genießen.😉
Aber wie man auf den angehängten Bildern unschwer erkennen kann, ist unsere Ulrike über diese Phase der therapeutischen Zwangsmaßnahmen längst hinaus und hat auch dieses mal die Herausforderung souverän gemeistert.👍👏
So fuhren wir also mit einer richtig stolzen Ulrike auf dem Beifahrersitz weiter in 𝐑𝐢𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐄𝐫𝐳𝐮𝐫𝐮𝐦…
Erzurum liegt irgendwo zwischen einer angenehmen Kühle und der Temperatur einer Tiefkühlpizza, ganz unten in der Tiefkühltruhe.
𝐖𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫𝐝𝐢𝐧𝐠𝐬 𝐌𝐢𝐭𝐭𝐞 𝐀𝐮𝐠𝐮𝐬𝐭…
... daher genießen wir gerade die Zeit in dieser Stadt bei etwas angenehmeren Temperaturen.
Im Winter darf das Thermometer hier auf seinen 𝟏.𝟗𝟓𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫𝐧 gerne mal die -𝟑𝟎°𝐂-Grenze überschreiten…
Als für uns... Winter in Erzurum… "𝐍𝐨 𝐰𝐚𝐲."🙈
Auch wenn die entsprechenden Bilder im Netz wirklich ein "𝐖𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐰𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐥𝐚𝐧𝐝" versprechen...
Für die "𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐞𝐡𝐚𝐬𝐞𝐧" 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐄𝐮𝐜𝐡 vielleicht genau der richtige Tip.👍
Geografisch gesehen liegt Erzurum 𝐢𝐦 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐎𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢, nahe der iranischen Grenze, obwohl man dem Namen nach meinen könnte, es wäre ein 𝐕𝐨𝐫𝐨𝐫𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐑𝐨𝐦…
ist aber nicht… zumindest nicht mehr…
Aber anscheinend war es das wohl mal.
Es ist schon beeindruckend, dass ein Ort der gut 𝟑.𝟓𝟎𝟎 𝐤𝐦 𝐯𝐨𝐧 𝐑𝐨𝐦 𝐞𝐧𝐭𝐟𝐞𝐫𝐧𝐭 ist, im Grunde als „eingemeindet“ galt. Da werden in der heutigen Welt vermutlich so manche autokratischen Träume wahr. 🙈
Das ist ja fast als würde man in Köln an der Domplatte in die Tram steigen und der Schaffner ruft "Nächste Haltestelle Potsdammer Platz"...
Na ja... so ein bisschen ist ja Berlin schon, wie ein Vorort von Köln. Die können ja in Berlin noch nichtmal "Karneval". 😉
Die „𝐄𝐫𝐳𝐮𝐫𝐮𝐦 𝐁𝐮𝐫𝐠“… ist wohl ein „Überbleibsel“ der Griechen …
Von "𝐅𝐥𝐚𝐯𝐢𝐮𝐬 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐬𝐢𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐆𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧", im Jahre 𝟒𝟎𝟎 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐮𝐬 oder, besser gesagt… dem Land geschuldet, in dem wir uns gerade befinden…. aus dem Jahre 𝟐𝟐𝟐 𝐯𝐨𝐫 𝐌𝐨𝐡𝐚𝐦𝐞𝐝.
Des Öfteren zerstört, und von diversen Herrschen, unterschiedlichster Nationalität wieder aufgebaut, ist von der ursprünglichen Burg natürlich nicht mehr allzu viel übrig.🤷♂️
Zumal sie in der Zeit des 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐠𝐞𝐬 zu einer befestigten Kaserne umgebaut wurde.
Aber hübsch anzusehen ist diese Burg allemal.
𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞𝐬 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐮𝐜𝐡, in dieser Stadt ein, durch Plakate und Hinweisschilder angepriesenes 𝐭𝐫𝐚𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐇𝐚𝐦𝐚𝐦 𝐳𝐮 𝐛𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡𝐞𝐧, ist einmal mehr an der Geschlechtertrennung gescheitert...
𝐅𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧𝐳𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐦𝐚𝐥 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐞𝐡𝐥𝐚𝐧𝐳𝐞𝐢𝐠𝐞.😕
So zog sich die arme Ulrike einmal mehr enttäuscht mit 𝐖𝐚𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐜𝐡𝐦𝐢𝐫𝐠𝐞𝐥𝐬𝐞𝐢𝐟𝐞, in Frauendeutsch auch "Peeling" genannt, in unser 𝐡𝐚𝐮𝐬𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐬 𝐒𝐩𝐚 zurück.🤷♂️
Und wie so oft haben wir von dieser Stadt nicht allzu viel gesehen, da wir sie lediglich als nächtliche Zwischenstation zweckentfremdeten.
Wer sich aber für 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐌𝐨𝐬𝐜𝐡𝐞𝐞𝐧 interessiert, sollte sich allerdings einen Bummel durch die Stadt nicht entgehen lassen… 👍
Davon gibt es hier vermutlich mehr, als ich Hundekekse in der Tasche habe. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
18.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟎𝟐
𝕄𝕖𝕣𝕙𝕒𝕓𝕒- 𝕎𝕖𝕝𝕔𝕠𝕞𝕖 𝕓𝕒𝕔𝕜 𝕋𝕦𝕖𝕣𝕜𝕚𝕪𝕖
Wir haben gestern Georgien verlassen und sind zurück in der Türkei…
𝟖𝟑 𝐓𝐚𝐠𝐞 𝐊𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐮𝐬…
Eine Zeit mit sehr 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧 𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧… 𝐊𝐮𝐞𝐡𝐞 als verkehrsberuhigende Massnahme… 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠𝐥𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫 als noch verkehrsberuhigendere Maßnahme und noch allerlei weiteren, 𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐬𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐈𝐦𝐩𝐫𝐞𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧.
𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 und 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧 haben uns überrascht…
Erwartet haben wir ein relativ unattraktives Überbleibsel der ehemaligen Sowjetunion mit viel Natur und wenig Infrastruktur…
Angetroffen haben wir 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐋𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫, mit jeweils noch beeindruckenderen Hauptstädten... Tiflis und Yerevan, die sich beide in einem auffälligen Wandel befinden, in der sowohl die Kultur, als auch die Moderne ihren Platz finden.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐭 𝐢𝐡𝐫 𝐣𝐚 𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭𝐬 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 … 𝐈𝐡𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐭 𝐣𝐚 𝐟𝐥𝐞𝐢𝐬𝐬𝐢𝐠 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐞𝐛𝐞𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐠𝐞𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧.😉
Lasst uns also nicht in den Rückspiegel, sondern über die Motohaube schauen…
Wir sind also wieder in der Türkei…
Dieses mal ohne Fortsetzung unserer berühmt-berüchtigten "𝐏𝐥𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧-𝐏𝐞𝐜𝐡 & 𝐏𝐚𝐧𝐧𝐞𝐧-𝐒𝐡𝐨𝐰"an der Türkisch-Georgischen Grenze, wie bei unserer Ausreise aus der Türkei.
(Siehe unseren Beitrag von 28.05.2026).
Nach gerade mal 2,5 Stunden (Ok, wir hätten auch wieder früh am morgen fahren können), rollten wir wieder auf türkischen Boden.
Unser Ziel… das 𝐨𝐞𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐀𝐧𝐚𝐭𝐨𝐥𝐢𝐞𝐧… bis hinunter zum 𝐀𝐫𝐚𝐫𝐚𝐭…
Den kennen wir zwar schon von der armenischen Seite, aber wenn wir schnell genug sind, können wir uns vielleicht von der Türkei aus nochmal selbst zuwinken. 😜
Nun sind wir aber erst einmal in 𝐀𝐫𝐭𝐯𝐢𝐧 gelandet…
Artvin ist wieder so ein Örtchen, dass die Einwohner vor vielen hundert Jahren, warum auch immer, einfach so an eine Felswand geklatscht haben.
Vielleicht weil horizontal jeder kann? Man weiß es nicht so genau.🤷♂️
In den Bergen rund um Artvin soll man die reinste Luft der gesamten Türkei einatmen können…
...und wer hier 𝐦𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧𝐬 𝐮𝐦 𝟕.𝟎𝟎 𝐔𝐡𝐫 einmal die Schiebetür seines Campers geöffnet hat, der versteht auch warum…
𝐀𝐜𝐡𝐬𝐨… Du öffnest Deine Campertür nicht morgens um 7.00 Uhr... weil das nicht nur eine unchristliche, sondern eine recht unmuslimische Zeit ist?
Das erkläre mal den Muezzin, der morgen um 4.30 Uhr von seinem Minarett trällert. Er sieht das nämlich völlig anders.🤦♂️
Zumindest werden wir und Artvin, solltet ihr die Schiebetür nicht rechtzeitig auf bekommen, den 𝟕.𝟎𝟎 𝐔𝐡𝐫-𝐅𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐥𝐮𝐟𝐭-𝐁𝐞𝐰𝐞𝐢𝐬 wohl schuldig bleiben müssen.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐞𝐠𝐚𝐥... 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭...
Die ersten menschlichen Spuren, die man in Artvin gefunden hat, datiert man tatsächlich auf die Zeit um 𝟖.𝟎𝟎𝟎 𝐯𝐨𝐫 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐮𝐬…
Du meine Güte… das ist ja weit vor den Pyramiden, Stonehenge und dem Commodore 64.
Also eigentlich vor allem, was man sich so vorstellen kann. Vielleicht lebten hier sogar die Großeltern von Adam & Eva und keiner hat's gemerkt.🙈
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐁𝐮𝐫𝐠 𝐠𝐢𝐛𝐭´𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡…
die ist zwar nicht ganz so alt, aber dafür ganz schön kaputt.
Erbaut im Jahre 𝟗𝟑𝟕 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. von 𝐎𝐫𝐞𝐭 𝐝𝐞𝐦 𝐆𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧… einem… und nun haltet Euch fest… einem 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐫.
Was nun eine georgische Burg in der Türkei zu suchen hat… das wissen vermutlich nur die Georgier…
Leider können wir sie nicht mehr fragen ... wir sind ja gestern aus Georgien ausgereist.🤷♂️
Aber 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 ist ganz gewiss in den beleuchteten Hieroglyphen des Alphabet-Towers in Batumi versteckt… 𝐃𝐚𝐧 𝐁𝐫𝐨𝐰𝐧 ermittelt bereits.😉
Es wäre zwar eine recht blasphemische Theorie, dass die Burg nicht auf türksichen Boden erbaut worden ist, sondern das Territorium, den Georgieren schlicht und ergreifend genommen wurde...
... Das natürlich nur so als rein theoretischer Gedanke von einem Unwissenden. 🙈
Solltest Du irgendwann einmal in die Verlegenheit kommen, Artvin zu besuchen, solltest Du deinen Blick unbedingt einmal in den Himmel richten…
Dort am Himmel, wirst sie sehen… die Staue des „„𝐌𝐮𝐬𝐭𝐚𝐟𝐚 𝐊𝐞𝐦𝐚𝐥 𝐀𝐭𝐚𝐭𝐮𝐞𝐫𝐤““ und zwar nicht nur irgendeine…
Sondern die größte, die jemals gebaut wurde.
Und was sollen wir sagen…
...Tatsächlich echt groß das Ding…
… man steht so davor und denkt sich:
„"𝑊𝑎𝑟𝑢𝑚 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡? … 𝐴𝑛𝑑𝑒𝑟𝑒 ℎ𝑎𝑢𝑒𝑛 𝑚𝑒𝑡𝑒𝑟ℎ𝑜ℎ𝑒 𝐺𝑒𝑠𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑟 𝑖𝑛 𝐹𝑒𝑙𝑠𝑒𝑛.“... ℎ𝑖𝑒𝑟 𝑔𝑖𝑏𝑡'𝑠 𝑒𝑏𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑛 20 𝑀𝑒𝑡𝑒𝑟 ℎ𝑜ℎ𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑑 50 𝑇𝑜𝑛𝑛𝑒𝑛 𝑠𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑒𝑛 𝐴𝑡𝑎𝑡𝑢𝑒𝑟𝑘... 𝐽𝑒𝑑𝑒𝑚 𝑑𝑎𝑠 𝑆𝑒𝑖𝑛𝑒." 🤷♂️
Unsere Kuscheldose wirkt neben diesem Monument, wie ein 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐮𝐦𝐩𝐟𝐬𝐜𝐡𝐥𝐮𝐦𝐩𝐟 vor den Füßen 𝐆𝐚𝐫𝐠𝐚𝐦𝐞𝐥𝐬 🙈
Die Fahrt auf den 𝐀𝐭𝐚𝐭𝐞𝐩𝐞, der Berg auf dem das Denkmal steht, verläuft allerdings nicht ganz 𝐚𝐝𝐫𝐞𝐧𝐚𝐥𝐢𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢.
𝐒𝐞𝐫𝐩𝐞𝐧𝐭𝐢𝐧𝐞𝐧, 𝐇𝐚𝐚𝐫𝐧𝐚𝐝𝐞𝐥𝐤𝐮𝐫𝐯𝐞𝐧, 𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 und 𝐆𝐞𝐠𝐞𝐧𝐯𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫 machen dir einen Besuch der Statue von Atatürk nicht gerade leicht.
Zumindest, wenn du mit einem 6 Meter Kasten unterwegs bist.
Aber mit einer 𝐦𝐞𝐝𝐢𝐤𝐚𝐦𝐞𝐧𝐭𝐨𝐞𝐬 𝐬𝐞𝐝𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐢𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐫𝐢𝐧, frisch 𝐛𝐞𝐰𝐢𝐧𝐝𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐞𝐫, sowie voll 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐭𝐮𝐞𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐊𝐮𝐩𝐩𝐥𝐮𝐧𝐠 und 𝐁𝐫𝐞𝐦𝐬𝐞, ist die Auffahrt durchaus machbar... 𝐕𝐢𝐞𝐥 𝐄𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠.👍😜
Am nächsten Morgen, nachdem wir erst einmal den „𝟕.𝟎𝟎 𝐔𝐡𝐫-𝐅𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐥𝐮𝐟𝐭-𝐁𝐞𝐰𝐞𝐢𝐬 “ angetreten hatten ... ging es dann weiter, immer den Çoruh entlang, in Richtung 𝐔𝐳𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞.
Wenn irgendwann einmal auf unserer Reise 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐠 𝐝𝐚𝐬 𝐙𝐢𝐞𝐥 gewesen sein sollte, dann auf dieser Strecke.
Von 𝐀𝐫𝐭𝐯𝐢𝐧 𝐛𝐢𝐬 𝐔𝐳𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 schlängelt sich der Fluss durch Täler und Schluchten, die tatsächlich nur sehr schwer in humoristische Worte zu fassen sind, ohne gleich in ein kitschiges Gesäusel zu verfallen…
Also lassen wir es lieber und verweisen einfach auf die 𝐁𝐢𝐥𝐝𝐞𝐫.
Unsere heutige Fahrt endete an den Ç𝐨𝐫𝐮𝐡 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐟𝐚𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 in der Nähe von Uzendere…
Und genau 10.026 km von den Victoria-Fällen in Simbabwe entfernt schliefen wir unter dem, im Vergleich zu den Victoriafällen, recht schmalbrüstigen "Getöse" der Wasserfälle von Çoruh friedlich ein.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
15.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟒𝟎𝟎
𝔹𝕒𝕥𝕦𝕞𝕚 – 𝔻𝕒𝕤 „𝕃𝕒𝕤 𝕍𝕖𝕘𝕒𝕤“ 𝕕𝕖𝕤 𝕂𝕒𝕦𝕜𝕒𝕤𝕦𝕤…
𝐁𝐚𝐭𝐮𝐦𝐢 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭 𝐚𝐦 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐞𝐧 𝐌𝐞𝐞𝐫…
Womit wir gleich am Anfang mal mit einer der 𝐚𝐞𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐰𝐨𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐢𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐡𝐞𝐢𝐭𝐬𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 aufräumen möchten…
Denn… das 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐞 𝐌𝐞𝐞𝐫… das muss an dieser Stelle einfach mal offen gesagt werden, ist überhaupt 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳…
... 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐅𝐚𝐤𝐞 𝐍𝐞𝐰𝐬…
Dafür triffst Du hier auf eine Stadt mit reichlich Baustellen und noch mehr Beleuchtung.
𝐖𝐚𝐬 𝐛𝐢𝐞𝐭𝐞𝐭 𝐁𝐚𝐭𝐮𝐦𝐢 𝐬𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧?
𝐖𝐨𝐥𝐤𝐞𝐧𝐤𝐫𝐚𝐭𝐳𝐞𝐫… check… 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐝, 𝐏𝐚𝐥𝐦𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐌𝐞𝐞𝐫… check… ein 𝐑𝐢𝐞𝐬𝐞𝐧𝐫𝐚𝐝… check...𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐜𝐥𝐮𝐛𝐬, 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐜𝐚𝐬𝐢𝐧𝐨𝐬 und sogar ein 𝐑𝐞𝐬𝐭𝐚𝐮𝐫𝐚𝐧𝐭 𝐢𝐧 𝟏𝟑𝟎 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞, dass sich permanent dreht…
... und last but not least... 𝐀𝐥𝐢 & 𝐍𝐢𝐧𝐨…
aber zu den Beiden kommen wir später.
Das alles klingt erstmal wie aus einer Szene aus „Hangover“… nur ohne Baby im Kleiderschrank …
Wir parken direkt vor dem 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚𝐛𝐞𝐭-𝐓𝐨𝐰𝐞𝐫…
Das ist dieses bereits erwähnte 130 Meter hohe Gebäude, das eigentlich nur erbaut wurde, um den Besuchern von Batumi den DNA-Strang eines Georgiers zu präsentieren und eine Kugel daraufzusetzen, die nachts krasser leuchtet, als ein Weihnachtsbaum auf der Fifth Avenue in New York.🙈
𝐃𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐠𝐞𝐧𝐮𝐠...
Verteilt auf dieser „𝐃𝐍𝐀-𝐇𝐞𝐥𝐢𝐱“ sieht man das 𝐠𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚𝐛𝐞𝐭…
… 𝟑𝟗 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐞𝐧, jeder ca. 𝟒 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐜𝐡…
... die außer einem Georgier und vermutlich dem einen oder anderen Linguistiker ohnehin niemand lesen kann. 🤷♂️
𝐃𝐚𝐬 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬…
denn es sieht alles recht beindruckend aus…
und das ist doch alles was zählt…
Kann man also so machen.😉
Hier wurde also das Ü-Ei quasi ein zweites mal erfunden…
Denn auch hier gibt es 𝟑 𝐃𝐢𝐧𝐠𝐞 𝐢𝐧 𝐄𝐢𝐧𝐞𝐦…
𝐀𝐫𝐜𝐡𝐢𝐭𝐞𝐤𝐭𝐮𝐫… 𝐁𝐢𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞… 𝐋𝐢𝐧𝐠𝐮𝐢𝐬𝐭𝐢𝐤…
… nur mit dem Auspacken und Reinbeißen wird es etwas problematisch…
Dafür kann man mit dem Fahrstuhl hinauffahren… bis ganz nach oben in die Blinke-Kugel.
Von hier aus kannst du ganz Batumi überblicken und bei gutem Wetter sogar die 𝐄𝐫𝐝𝐤𝐫𝐮𝐞𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠 erkennen…
𝐃𝐚 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐬:
Das schwarze Meer ist nicht schwarz…
Die Erde ist keine Scheibe…
... und hier in Batumi werden alle Beweise geliefert.😉
Ob im Restaurant des obersten Stockwerkes allerdings die, mit 𝐊𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫-𝐃𝐍𝐀 𝐤𝐨𝐧𝐭𝐚𝐦𝐢𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐏𝐨𝐦𝐦𝐞𝐬-𝐅𝐫𝐢𝐭𝐞𝐬 serviert werden, konnten wir leider nicht herausfinden...
Stattdessen haben wir uns eine Tüte "𝐋𝐚𝐲'𝐬 𝐊𝐚𝐫𝐭𝐨𝐟𝐟𝐞𝐥𝐜𝐡𝐢𝐩𝐬" gekauft und sie uns schmecken lassen, während wir ein paar Songs der "𝐒𝐨𝐞𝐡𝐧𝐞 𝐌𝐚𝐧𝐧𝐡𝐞𝐢𝐦𝐬" konsumierten. 😉
𝐈𝐡𝐫 𝐦𝐞𝐫𝐤𝐭 𝐞𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐦𝐮𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧...
Meine verzweifelte Suche nach Pointen, geht mal wieder gehörig nach hinten los. 🤦♂️
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐠𝐞𝐧𝐮𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐰𝐮𝐫𝐛𝐞𝐥𝐬..
... lasst uns einfach weiter 𝐁𝐚𝐭𝐮𝐦𝐢 𝐞𝐫𝐤𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧…
Schlendert man so durch die Gassen, rund um den 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐚-𝐏𝐥𝐚𝐭𝐳, der im übrigen 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐧 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐚, sondern in 𝐀𝐬𝐢𝐞𝐧 liegt, wirkt es ein wenig, als hätte man Tiflis, Berlin und Petersburg in einen Mixer gestopft und dann 2 Minuten kräftig durchgerührt…
und raus kam... Batumi... nicht geschüttelt... gerührt.😉
Auch wenn Batumi bei Tageslicht jetzt nicht der absolute Brüller sein sollte, 𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭𝐞𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠 umso mehr.
Dann erinnert Batumi tatsächlich an ein, etwas 𝐳𝐮 𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬 𝐠𝐞𝐰𝐚𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐞𝐬 „𝐋𝐚𝐬 𝐕𝐞𝐠𝐚𝐬“ …
… ein bisschen eingelaufen, aber dafür nicht weniger bunt.
Das ist jetzt keine Warnung… sondern ein Versprechen.😉
So hat Batumi nicht nur viele bunte Lichter und Leuchtreklamen… ... tatsächlich reiht sich in dieser Stadt auch ein Spielcasino neben dem anderen.
Als Zankapfel von Osmanen und Russen, hat die Stadt eine recht kurzweilige Geschichte…
Heute ist Batumi die 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐚𝐮𝐭𝐨𝐧𝐨𝐦𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐩𝐮𝐛𝐥𝐢𝐤 𝐀𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐫𝐢𝐞𝐧, was ihr vermutlich auch einen Sonderstatus im Bereich des Glücksspiels einräumt, für das man mittlerweile aus aller Welt anreist.
Und wir stehen mittendrin… Casino rechts, Casino links… Casino geradeaus…
Hier könnten wir unser gesamtes, nicht vorhandenenes Vermögen verzocken... 😉
Wir beschränken uns allerdings auf das „𝐒𝐩𝐞𝐢𝐬𝐞𝐤𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧-𝐑𝐨𝐮𝐥𝐞𝐭𝐭𝐞“…
Also das Glücksspiel...
auf ein Restaurant zu setzen und zu hoffen , dass es uns ein vernünftiges Chatchapuri serviert ...😉
Hat man (sich) erstmal gesetzt... „𝐑𝐢𝐞𝐧 𝐧𝐞 𝐯𝐚 𝐩𝐥𝐮𝐬“.
𝐄𝐢𝐧 𝐌𝐮𝐬𝐬…
und absoluter 𝐅𝐨𝐭𝐨-𝐇𝐨𝐭𝐬𝐩𝐨𝐭 in Batumi ist selbstverständlich die anfänglich erwähnte Kunstinstallation von „𝐀𝐥𝐢 & 𝐍𝐢𝐧𝐨…
Man kennt sie aus diversen TikTok- und Instagram- Stories und will sie natürlich einmal live und in Farbe sehen.
Ali und Nino sind quasi die georgische „𝐇𝐞𝐚𝐯𝐲 𝐌𝐞𝐭𝐚𝐥 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐢𝐨𝐧“ 𝐯𝐨𝐧 𝐑𝐨𝐦𝐞𝐨 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐮𝐥𝐢𝐚.
Acht Meter hohe Metallfiguren, die in Dauerschleife aufeinander zugehen… ineinander verschmelzen und wieder auseinandergehen… usw. usw.
Szenen einer Ehe… sozusagen...
oder 𝐖𝐢𝐥𝐥𝐢𝐚𝐦 𝐒𝐡𝐚𝐤𝐞𝐬𝐩𝐞𝐚𝐫𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡…
und tatsächlich ist der Vergleich mit Romeo & Julia gar nicht so weit hergeholt.
Denn das Kunstwerk basiert auf einem Roman von 𝐊𝐮𝐫𝐛𝐚𝐧 𝐒𝐚𝐢𝐝.
𝐃𝐢𝐞 𝐊𝐮𝐫𝐳𝐯𝐞𝐫𝐬𝐢𝐨𝐧:
Ali, ein aserbaidschanischer, muslimischer Prinz, verliebt sich während des ersten Weltkrieges in die christliche, georgische Prinzessin Nino… den Rest kann man sich denken.
Also Romeo & Julia…
nur ohne Gift… dafür mit Krieg und hier in Batumi in Dauerschleife.
Wer also bisher geglaubt hat, hier würde eine Testversion des Terminators um ein Tänzchen bitten, der hat sich geirrt.
Ali und Nino gehören zu Batumi wie das goldene Schafsfell zur Medea…
... die übrigens ebenfalls recht auffällig unauffällig auf dem Europa-Platz in 30 Meter Höhe herumsteht.
Wer seinen Kopf gen Himmel neigt, kann sie sehen...
... die Medea mit ihrem güldenen Vlies.
Abends sogar mit Beleuchtung, so wie hier in Batumi so ziemlich alles beleuchtet ist, was sich nicht explizit wehrt.
So verwundert es ein wenig, dass hier in Batumi noch keine blinkenden Khinkali serviert werden. 🤦♂️
𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐚𝐭𝐮𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐝𝐞𝐚 ist im Übrigen eine Hommage an die Verbindung der 𝐊𝐨𝐥𝐜𝐡𝐢𝐬... also der Vorfahren der Georgier, zu dem hellenischen Volk... also den Griechen...
Die haben hier wohl vor gut 2.000 Jahren ganz schön intensiv miteinander gemauschelt.
Solltest Du die Geschichte von „𝐌𝐞𝐝𝐞𝐚 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐦 𝐠𝐨𝐥𝐝𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐕𝐥𝐢𝐞𝐬“ genauso wenig kennen wie ich, bevor wir Batumi besucht haben… 𝐆𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞 𝐡𝐢𝐥𝐟𝐭. 😉
So gäbe es noch so einiges hier in Batumi, was es wert wäre, hier in unserem Reisebericht erwähnt zu werden.
Aber ich fürchte, dass ich damit wieder die Buchstaben-Phobiker auf den Plan rufe.🤦🏻
Also lassen wir es hiermit erstmal gut sein und lassen die Bilder sprechen.
𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐩𝐩 ...
Wer Batumi besucht, sollte es unbedingt auch nach Sonnenuntergang erkunden... 𝐄𝐬 𝐥𝐨𝐡𝐧𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡.😉
Morgen geht es für uns zurück in die Türkei... da gibt´s ja nocht so einiges nachzuholen. 😉
14.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟗𝟗
𝔸𝕟𝕒𝕜𝕝𝕚𝕒 - (𝕗𝕒𝕤𝕥) 𝕚𝕟 𝔸𝕓𝕔𝕙𝕒𝕤𝕚𝕖𝕟
Für uns ging es noch einmal in Richtung Nordwesten, an die Schwarzmeerküste, bis an die Grenze von 𝐀𝐛𝐜𝐡𝐚𝐬𝐢𝐞𝐧... eine autonome Region Georgiens unter russischer Schirmherrschaft.
Das ist auch der Grund, warum eine Einreise aktuell auch nur über Russland möglich wäre und wir es dabei auch belassen wollten.
Ein kurzer Nachtstopp in 𝐙𝐮𝐠𝐝𝐢𝐝𝐢 und ein Mittagessen am 𝐀𝐧𝐚𝐤𝐥𝐢𝐚 𝐁𝐞𝐚𝐜𝐡…
Vielmehr gibt´ s dazu eigentlich nicht zu berichten…
wenn... ja wenn nicht manchmal doch der Weg das eigentliche Ziel wäre. 😉
Denn wenn man so über die Straßen von Georgien tuckert, sollte man sich auf eine Fauna einstellen, die im Westen Europas eher in der Stallhaltung zu finden ist. ☝️
𝐑𝐢𝐧𝐝𝐬𝐯𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫, 𝐇𝐮𝐞𝐡𝐧𝐞𝐫, 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐧𝐞, 𝐏𝐟𝐞𝐫𝐝𝐞… selbst 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐁𝐮𝐞𝐟𝐟𝐞𝐥 schlendern hier über die Straßen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt...
... und vielleicht ist es das auch… 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐊𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐮𝐬
So eine Kuh auf der Fahrbahn hat die Gelassenheit eines Betonpfeilers. 𝐇𝐮𝐩𝐞𝐧… 𝐳𝐰𝐞𝐜𝐤𝐥𝐨𝐬…🤷♂️
In diesem Fall gibt es eigentlich nur 𝟑 𝐌𝐨𝐞𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐤𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧…
Du kannst sie 𝐮𝐦𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧… oder… Du kannst sie umfahren.
(Die Betonung macht das Wort😉)
Das Einzige was allerdings wirklich hilft ist 𝐆𝐞𝐝𝐮𝐥𝐝.
Irgendwann wird es sich schon bewegen… das Rindsvieh.
Dabei schauen sie Dich an, als wollten sie sagen: „𝑪𝒉𝒊𝒍𝒍 𝒎𝒂𝒍 𝑨𝒍𝒕𝒆𝒓… 𝒆𝒔 𝒊𝒔𝒕 𝑳𝒖𝒏𝒄𝒉-𝑻𝒊𝒎𝒆“.
Neben dem Wild- … ähh… „𝐍𝐮𝐭𝐳𝐭𝐢𝐞𝐫-𝐖𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥“ auf den Straßen Georgiens, sind vielleicht noch die Straßen selbst ein paar Zeilen wert.
𝐓𝐣𝐚… 𝐰𝐨 𝐬𝐨𝐥𝐥 𝐦𝐚𝐧 𝐝𝐚 𝐚𝐧𝐟𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧? …
Straßen in Georgien… ja, es gibt sie... zumindest sporadisch.
… Auf regionaler Ebene ist das Wort „Strasse“ oftmals eher eine 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐃𝐞𝐟𝐢𝐧𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧. Genau wie für Google, das ebenfalls so manchen Schlammpfad als Straße definiert. 🤷♂️
Aber eines haben soweit alle gemeinsam… 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫.
𝐆𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫, 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫, 𝐟𝐥𝐚𝐜𝐡𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫, 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫… die Angebotspalette ist diesbezüglich recht breit… apropos „𝐛𝐫𝐞𝐢𝐭“…
... 𝐛𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫 und 𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥𝐞 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫 gibt es ebenfalls. 😉
Die Georgier lassen sich da nicht lumpen.
Ich persönlich unterscheide allerdings in 𝟑 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞 𝐊𝐚𝐭𝐞𝐠𝐨𝐫𝐢𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧:
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬…
𝐃𝐚𝐬 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠𝐥𝐨𝐜𝐡… auffällig und daher relativ berechenbar…
Du siehst sie bereits von weitem herannahen und kannst ihnen also rechtzeitig ausweichen.
𝐙𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬…
𝐝𝐞𝐧 "𝐋𝐨𝐜𝐡𝐬𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧"... also Schatten auf der Straße, die man aufgrund einer optischen Täuschung für ein Schlagloch hält…
Man bremst panikartig, ist erleichtert, dieses vermeintliche Schlagloch noch rechtzeitig erkannt zu haben … das Interieur der Kuscheldose dreht sich dabe allerdings wieder einmal komplett auf links… und ansonsten passiert… 𝐍𝐈𝐂𝐇𝐓𝐒… Kein Schlagloch… nur ein Schatten.
Immerhin richtet diese Art von, nicht vorhandenem Schlagloch keine größeren Schäden an.
𝐔𝐧𝐝 𝐝𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐬…
𝐝𝐚𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧𝐥𝐨𝐜𝐡, die sich im allerletzten Moment als Schlaglöcher enttarnen…
Das sind die Schlimmsten… 𝐝𝐞𝐫 𝐔𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐚𝐤𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠𝐥𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧 …
Nichtsahnend… da man ja nur auf einen vermeintlichen Schatten zufährt, steuert man darauf zu… und „𝐊𝐑𝐀𝐂𝐇“… 🙈
Der Crashsensor hat ausgelöst und die Stoßdämpfer erinnern einen wieder einmal ganz dezent an ihre bisherige Laufleistung.
Zu allem Überfluss gesellen sich dann noch ganz gern die sogenannten 𝐁𝐨𝐝𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 dazu…
Einst erfunden, um den Verkehr an brisanten Stellen zu beruhigen, stellen sie heute eher eine 𝐩𝐨𝐭𝐞𝐧𝐳𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐒𝐨𝐥𝐥𝐛𝐫𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐕𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫-𝐀𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧 𝐝𝐚.
Vor Jahrzehnten einmal in optisch sehr auffälligen Leuchtfarben montiert, verrichten sie mittlerweile als kaum wahrnehmbare Sprungschanzen ihren Dienst.
Farblich im Laufe der Jahre dem Straßenbelag harmonisch angepasst, nimmt man sie in der Regel erst wahr, wenn es zu spät ist. 𝐒𝐡𝐢𝐭 𝐡𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐬. 🤷♂️
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐨𝐤… wir fahren ja keine 4.000 km nach Vorderasien, um hier in den Genuss 6 Spuriger Autobahnen zu kommen…
das gäbe es dann vermutlich erst wieder in China.
𝐖𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐬 𝐛𝐞𝐭𝐫𝐢𝐟𝐟𝐭…
... wir 𝐮𝐦𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 nun die Schlaglöcher bis nach Batumi in Hoffnung, dass wir bis dahin keine Rindsviecher 𝐮𝐦𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧… 🙈
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
13.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟗𝟖
𝔼𝕚𝕖𝕣 𝕜𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗 𝔾𝕖𝕠𝕣𝕘𝕚𝕤𝕔𝕙…
𝔻𝕚𝕖 𝕊𝕦𝕝𝕗𝕦𝕣 ℚ𝕦𝕖𝕝𝕝𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟 ℕ𝕠𝕜𝕒𝕝𝕒𝕜𝕖𝕧𝕚
... wir folgten unserer Nase.
Nur, dass es dabei eher weniger nach frisch gegrillten Dönerspieß riecht…
Ein fauliger Duft von überlagerten Legeprodukten wies uns den Weg zu den Schwefelbädern der 𝐒𝐮𝐥𝐟𝐮𝐫 𝐐𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐍𝐨𝐤𝐚𝐥𝐚𝐤𝐞𝐯𝐢 bei 𝐁𝐞𝐭𝐥𝐢𝐦𝐢.
Für Events dieser Art halten wir uns auch grundsätzlich an das immer gleiche Protokoll…
𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐧𝐢𝐦𝐦𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐁𝐚𝐝… 𝐈𝐜𝐡 𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞 𝐀𝐛𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝…
... und zwar in der Regel recht großen Abstand. 🙈
Wer nun denkt, Wellness sei grundsätzlich ein hochglanzpoliertes Wohlfühlprojekt mit Meditationsglöckchen, flauschigen Bademäntel und Gurkenscheiben auf den Augen… der täuscht sich.
Wellness beginnt im Grunde hier…
...an den 𝐒𝐮𝐥𝐟𝐮𝐫 𝐐𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐍𝐨𝐤𝐚𝐥𝐚𝐤𝐞𝐯𝐢…
...wenn auch ein wenig puristischer als in einem 5 Sterne Wellnesstempel…
ok... vermutlich noch puristischer als in einem 𝟏-𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐥𝐧𝐞𝐬𝐬𝐭𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥.🤦♂️
Hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich Wasser, das ich nicht trinken kann, grundsätzlich für suspekt halte?
Erst recht, wenn es riecht, als hätte man die verlorenen Socken von Reinhold Messner im Himalaya gefunden...
... einschließlich seiner, darin befindlichen, abgefrorenen Zehen.
𝐉𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐞𝐬 𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐫 𝐦𝐨𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞…
Wie bereits erwähnt, halte ich von Freizeitbeschäftigungen dieser Art nur eines… 𝐀𝐛𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝.
𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐝𝐚𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐭 𝐞𝐬, sich in übel riechenden Feuchtgebieten, nahe des Siedepunkts herumzuräkeln…🤷♂️
… Also nehmen wir uns die ohnehin reichlich vorhandene Zeit und besuchen diesen Eierkocher der Superlative.
Denn tatsächlich könnte man in diesen Quellen sogar seine 𝐅𝐫𝐮𝐞𝐡𝐬𝐭𝐮𝐞𝐜𝐤𝐬𝐞𝐢𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧…
Weich, mittel, hart… wahlweise auch Benedict.
Der georgische Mann zieht es allerdings vor, seine gleichnamigen Testikel in dieses heiße Nass zu tunken…
Vielleicht um seine Männlichkeit unter Beweis zu stellen? … Oder um Selbiges in Schrumpfrosinen zu transformieren? … Vielleicht hat es auch tatsächlich etwas mit der Aufrechterhaltung oder der Regeneration von Gesundheit zu tun… Wer weiß das schon so genau… 🤷♂️
Mit 𝟕𝟎-𝟖𝟎°𝐂 fließt hier das heiße Wasser aus der Quelle in den benachbarten Tekhuri-Fluss, … wo es sich mit seinem kalten Wasser vermischt.
Wir kennen das vielleicht alle noch aus dem Physikunterricht...
Heiß + Kalt = Warm
Also eine optimale Wohlfühltemperatur... 𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡.
Wie problematisch so eine Mischung sein kann, weiß vermutlich jeder Vater, der mal sein Baby an den Ohren durch die Wanne gezogen hat, um sich nicht die Finger zu verbrennen. 🙈
Hier im Fluss könntest Du dir aus Kieseln deine eigene Badewanne basteln… 𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡.
Mit Heißwasserzulauf aus der Quelle und kaltem Wasser aus dem Fluss, kannst du dir deine eigene Badewanne in individueller Wohlfühl-Temperatur schaffen…𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡.
… 𝐩𝐫𝐚𝐤𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡 kannst Du auch die Becken nutzen, die von Einheimischen bereits gebaut wurden.
Gegen eine „„𝐟𝐫𝐞𝐢𝐰𝐢𝐥𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐒𝐩𝐞𝐧𝐝𝐞““ kannst Du dort gleich hineinhüpfen, ohne Dir erst ein Mauerdiplom erarbeiten zu müssen.
Wer uns kennt, der kann sich denken… Ulrike wählte selbstverständlich die Variante ohne Diplom. 😉
Auch wenn Du nach einen Tag an den Quellen Nokalakevi riechst, als hätte Dich jemand 4 Wochen in einem defekten Kühlschrank vergessen, lohnt es sich, dort einen Wellnesstag einzulegen … 𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡…
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
09.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟗𝟒
𝕋𝕤𝕜𝕒𝕝𝕥𝕦𝕓𝕠 – 𝕎𝕠 𝕤𝕚𝕟𝕕 𝕕𝕚𝕖 ℚ𝕦𝕚𝕥𝕤𝕔𝕙𝕖𝕖𝕟𝕥𝕔𝕙𝕖𝕟?
… Denn Badewannen für diese 𝐤𝐮𝐥𝐭𝐛𝐞𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞𝐭𝐞𝐧 𝐆𝐮𝐦𝐦𝐢𝐭𝐢𝐞𝐫𝐞 gäbe es hier in 𝐓𝐬𝐤𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨 genug.
Auch in Tskaltubo darf man gerne wieder das, mittlerweile wohl bekannte „𝐊𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐮𝐬-𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧-𝐁𝐢𝐧𝐠𝐨“ spielen…
𝐓𝐬𝐤𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨… 𝐙𝐪𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨… 𝐙𝐤𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨... 𝐓𝐬𝐜𝐡𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨 oder 𝐓𝐬𝐪𝐚𝐥𝐭𝐮𝐛𝐨
Egal wie Du es schreibst, falsch aussprechen wirst Du es sowieso.🤦♂️
Einst ein 𝐠𝐥𝐚𝐧𝐳𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐕𝐨𝐫𝐳𝐞𝐢𝐠𝐞-𝐏𝐫𝐨𝐣𝐞𝐤𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐮𝐧𝐢𝐨𝐧 in Sachen Heilbehandlung, treffen sich hier heute hauptsächlich die Freunde der „verlorenen Plätze“ oder in Neu-Denglisch „𝐋𝐨𝐬𝐭 𝐩𝐥𝐚𝐜𝐞𝐬“ genannt, was zugebenermaßen tatsächlich ein wenig „cooler“ klingt.
„𝑼𝒏𝒅?... 𝑾𝒂𝒔 𝒉𝒂𝒔𝒕 𝑫𝒖 𝒉𝒆𝒖𝒕𝒆 𝒔𝒐 𝒈𝒆𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕?“... „𝑰𝒄𝒉 𝒘𝒂𝒓 𝒂𝒏 𝒆𝒊𝒏𝒆𝒎 𝒗𝒆𝒓𝒍𝒐𝒓𝒆𝒏𝒆𝒏 𝑷𝒍𝒂𝒕𝒛“…
… Das klingt ja fast schon wie „Waldbaden plus Baumumarmung“. 🙈
Die Erkundung eines „Lost place“ vermittelt da schon ein eher gewisses Adventure-Movement. 😉
Aber egal wie du es nennen möchtest…
Wer sich gerne in solchen 𝐛𝐚𝐮𝐫𝐮𝐢𝐧𝐨𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐮𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 herumtreibt, um 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐌𝐚𝐭𝐫𝐚𝐭𝐳𝐞𝐧, 𝐡𝐞𝐫𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐠𝐞𝐫𝐮𝐩𝐟𝐭𝐞 𝐓𝐚𝐩𝐞𝐭𝐞𝐧 und 𝐝𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐢𝐧𝐢𝐠𝐞 𝐄𝐬𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 zu fotografieren, der ist hier genau richtig. 👍
Die Wiederherstellung der Arbeitskraft, hat sich das sowjetische Regime damals so einiges kosten lassen.
Bis zu 𝟏𝟎𝟎.𝟎𝟎𝟎 Angehörige des 𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫- 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐚𝐮𝐞𝐫𝐧 𝐊𝐨𝐧𝐬𝐨𝐫𝐭𝐢𝐮𝐦𝐬 trafen sich hier pro Jahr in diesen palastähnlichen Sanatorien, um zu den physischen Ressourcen zur Erfüllung des jährlichen Wirtschaftsplanes zurückzufinden.
Währenddessen schlenderte man in Westdeutschland noch rezeptpflichtig durch die Fußgängerzone von 𝐁𝐚𝐝 𝐒𝐚𝐥𝐳𝐮𝐟𝐥𝐞𝐧, um nach 6 Wochen Kuraufenthalt wieder am Fließband der 𝐅𝐢𝐫𝐦𝐚 𝐁𝐮𝐦𝐦𝐬𝐝𝐢𝐧𝐠𝐬 𝐆𝐦𝐛𝐇 & 𝐂𝐎 𝐊𝐆 in Wanne-Eickel zu stehen, damit das Brutto-Sozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland, mit frischer Kraft weiter gesteigert werden konnte.😉
Heute ist Tskaltubo leider nur noch ein Schatten seiner prunkvollen Vergangenheit. 🤷♂️
Von 1925 bis 1990 baute man hier 𝟏𝟗 𝐒𝐚𝐧𝐚𝐭𝐨𝐫𝐢𝐞𝐧 und 𝟗 𝐁𝐚𝐝𝐞𝐡𝐚𝐞𝐮𝐬𝐞𝐫 und es wurde zum sowjetischen Zentrum für 𝐁𝐚𝐥𝐧𝐞𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞 & 𝐏𝐡𝐲𝐬𝐢𝐨𝐭𝐡𝐞𝐫𝐚𝐩𝐢𝐞.
Wer sich nun fragt: „𝑾𝒂𝒔 𝒛𝒖𝒎 𝑯𝒆𝒏𝒌𝒆𝒓 𝒊𝒔𝒕 „𝑩𝒂𝒍𝒏𝒆𝒐𝒍𝒐𝒈𝒊𝒆“?... 🤷♂️
… Den lassen wir selbstverständlich nicht in unwissend im Regen stehen.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭… bei der Kuscheldose lernst Du was: ☝️
Laut Wikipedia ist …
𝐁𝐚𝐥𝐧𝐞𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞 (Bäderheilkunde) die medizinische Lehre von der therapeutischen Anwendung natürlicher Heilquellen, Heilgase und Peloide (wie Moor oder Schlamm) in Form von Bädern, Trinkkuren und Inhalationen.
Sie dient der Prävention, Therapie und Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen … 𝐇𝐚𝐛𝐞 𝐟𝐞𝐫𝐭𝐢𝐠... 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 𝐖𝐢𝐤𝐢𝐩𝐞𝐝𝐢𝐚.🙏🏻
Sogar Stalin besuchte Tskatubo regelmäßig, was ihm anscheinend auch nicht allzu viel genutzt zu haben scheint, da er dann doch irgendwann das zeitliche segnete. 🤷♂️
So sind bis heute die Thermalquellen, mit ihrem 𝟑𝟓°𝐂 𝐰𝐚𝐫𝐦𝐞𝐧, 𝐫𝐚𝐝𝐨𝐧-𝐤𝐚𝐫𝐛𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫, das Herzstück von Tskaltubo.
Das Gerücht, dass diese Quellen durch eine 𝐝𝐢𝐫𝐞𝐤𝐭𝐞 𝐏𝐢𝐩𝐞𝐥𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐮𝐬 𝐓𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧𝐨𝐛𝐲𝐥 gespeist werden, können wir trotz intensiver Recherchen weder dementieren noch bestätigen. 🙈
Die Badehäuser 1, 2 und 6 sind wohl noch in Takt und werden von den Einheimischen wohl auch recht intensiv frequentiert, sodass die Stadt, trotz ihrer zahlreichen „Lost places“ doch noch einen recht 𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧𝐝𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐄𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤 vermittelt.
Ok… solche Ruinen, wie z.B. das ehemalige 𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐥𝐞 𝐏𝐨𝐬𝐭- 𝐮𝐧𝐝 𝐓𝐞𝐥𝐞𝐤𝐨𝐦𝐦𝐮𝐧𝐢𝐤𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐠𝐞𝐛𝐚𝐞𝐮𝐝𝐞 im Zentrum des Ortes, sollte man dann einfach übersehen, wenn man so durch die Stadt schlendert…🙈
Aber es blieb auch uns nicht verborgen, dass die Stadt sich die größte Mühe gibt, wieder ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Liebhaber "verrotteter Bauruinen" zu werden.
Der gut 5 km lange 𝐊𝐮𝐫𝐩𝐚𝐫𝐤, entlang der einzelnen Bäder, wirkt wie „geleckt“ und wird täglich gepflegt.
So ist diese Stadt tatsächlich ein wenig skurril…
Einerseits lebendig und … andererseits eine Zeugin einer längst vergangenen Ära, die hier in Tskaltubo recht präsentiert vor sich hin gammelt.
Man darf gespannt sein, was aus dieser Stadt noch wird.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
06.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟗𝟎
𝕋𝕔𝕙𝕚𝕒𝕥𝕦𝕣 – 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕞 𝕘𝕖𝕠𝕣𝕘𝕚𝕤𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕎𝕒𝕥𝕥𝕖𝕟𝕤𝕔𝕙𝕖𝕚𝕕.
Es gibt Orte, die sehen auf Ansichtskarten einladender aus, als sie es dann in der Realität sind…
... und es gibt Tchiatura… Tschiatura, Chiatura... sucht Euch was aus?😉
Egal, wie Du ihn nun nennen möchtest, dieser Ort versucht gar nicht erst einladend zu wirken. 🤷♂️
Ich wage sogar die mutige These aufzustellen, dass es von Tchiatura niemals eine Ansichtskarte gab.
Nachdem wir uns kurz die über 2.000 Jahre alte Felsenstadt „𝐔𝐩𝐥𝐢𝐬𝐳𝐢𝐜𝐡𝐞“ und 𝐌𝐭𝐬𝐤𝐡𝐞𝐭𝐚 angeschaut haben, dessen weitere Beschreibung ich gerne Eurer 𝐆𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞-𝐒𝐮𝐜𝐡𝐞 überlassen würde, folgten wir noch einem Reise-Tipp der „Mit dem Bimo on tour”.
So hat es uns hier in das Zentrum Georgiens verschlagen.
𝐒𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐦𝐚𝐥 𝐬𝐨…
… gegen Tchiatur erscheint der 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐡𝐨𝐟 𝐯𝐨𝐧 „𝐌𝐨𝐫𝐥𝐨𝐜𝐤𝐬 𝐌𝐨𝐭𝐨𝐫𝐬 𝐢𝐧 𝐏𝐞𝐭𝐞𝐫𝐬𝐥𝐚𝐡𝐫“, wie die Schreibtischschublade eines pedantischen Finanzbeamten.
Objektiv betrachtet ist in dieser Stadt eigentlich 𝐬𝐨 𝐠𝐚𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐞𝐧… 🤷♂️
𝐌𝐨𝐫𝐛𝐢𝐝𝐞 𝐜𝐡𝐚𝐫𝐦𝐚𝐧𝐭 … wäre hier wohl der passendste Begriff, wenn man denn nun unbedingt ein schmeichelndes Adjektiv nutzen möchte.
Und wenn man so etwas mag, ist diese Stadt definitiv der Kracher und unbedingt einen Abstecher wert.
Eine Mischung aus „𝐋𝐨𝐬𝐭 𝐏𝐥𝐚𝐜𝐞“, „𝐒𝐭𝐞𝐚𝐦𝐩𝐮𝐧𝐤“ und eine, hier wohl noch unvergessene, "𝐯𝐨𝐫 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐡𝐢𝐧 𝐛𝐫𝐨𝐞𝐜𝐤𝐞𝐥𝐧𝐝𝐞 𝐒𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐯𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭“ findet man hier in Tchiatura an.
Zugegebenermaßen hat uns der 𝐬𝐭𝐫𝐚𝐡𝐥𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧 und der 𝐛𝐥𝐚𝐮𝐞 𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥 die 𝐦𝐲𝐬𝐭𝐡𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐧𝐝𝐳𝐞𝐢𝐭-𝐒𝐭𝐢𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠 etwas 𝐯𝐞𝐫𝐦𝐚𝐬𝐬𝐞𝐥𝐭. 🤦♂️
Wie bitte soll man düstere Bilder von einer sterbenden Stadt präsentieren, wenn die Sonne in Kübeln vom Himmel lacht… Diese Spielverderberin.😡
Einst besaß diese Stadt das 𝐠𝐫𝐨𝐞𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐌𝐚𝐧𝐠𝐚𝐧-𝐄𝐫𝐳-𝐀𝐮𝐟𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 Welt…
Fast 50% des weltweiten Bedarfs an Mangan wurde aus diesen Bergwerken gedeckt…
Hier wurde über Jahrzehnte Mangan-Erz abgebaut, das man wohl überall dort braucht, wo man es eben braucht… 🤷♂️
Für Batterien, Farbe und Katalysatoren… sogar als Nahrungsergänzungsmittel wird das chemische Element mit der Bezeichnung „𝐌𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐎𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐳𝐚𝐡𝐥 𝟐𝟓“ verarbeitet…
(Das nur am Rande... Günther Jauch... Ihr wisst schon😉)
𝐊𝐮𝐫𝐳 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐌𝐚𝐧𝐠𝐚𝐧-𝐄𝐫𝐳…
und von hier kam es… zumindest bis zur Oktoberrevolution im Jahre 1917 …
Danach bediente Tchiatiura vorwiegend die Sowjetunion mit dem fossilen Rohstoff.
Heute werden die meisten Gruben dem Verfall überlassen.
Von 1992 bis 2007 soll diese Stadt sogar komplett ohne Strom und fliessendem Wasser gewesen sein…
Also nicht ganz so die optimalen Bedingungen zur 𝐅𝐨𝐫𝐜𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐌𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐛𝐢𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠 für die ansässige Unternehmen.
Da hilft es auch recht wenig, dass ein Teil der alten Seilbahn wieder instandgesetzt wurde, die wohl mal zu den spektakulärsten Seilbahnnetzen dieser Welt gehört haben soll.
Mich persönlich erinnern die unzähligen Stahlseile, die hier kreuz und quer über die Stadt gespannt sind, ein wenig an das Geschicklichkeitsspiel „𝐅𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫𝐭𝐰𝐢𝐬𝐭“, dass die Mädels in den 70ern des letzten Jahrtausends des Öfteren mal auf dem Schulhof spielten. …
𝐎𝐤… 𝐝𝐚𝐬 𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭 𝐧𝐚𝐭𝐮𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐦𝐞𝐡𝐫…🤦♂️
Heutzutage trainiert man Geschicklichkeit vermutlich, in dem man sich beim „Texten“ von Instagram-Kommentaren möglichst nicht die Finger bricht.
An den Seilen hängen Kabinen, die ein wenig so aussehen, als hätte jemand 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐦𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐃𝐢𝐱𝐢-𝐊𝐥𝐨𝐬 𝐚𝐥𝐬 𝐚𝐯𝐚𝐧𝐭𝐠𝐚𝐫𝐝𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐊𝐮𝐧𝐬𝐭𝐢𝐧𝐬𝐭𝐚𝐥𝐥𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 über den strahlend blauen Himmel von Chiatura gehängt…
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐢𝐭𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧...
In diesen Kabinen wurden seinerzeit die Bergarbeiter von ihren Behausungen im Tal, in die Stollen auf dem Berg kutschiert… Werksverkehr mal etwas kreativer als üblich.
Nix mit Fahrgemeinschaft oder Deutschland-Ticket…
Hier wurde das Dixi-Klo zur 𝐤𝐨𝐥𝐥𝐞𝐤𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐓𝐫𝐚𝐧𝐬𝐩𝐨𝐫𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫 erhoben…
Vermutlich dachten sich die Planer… 𝑻𝒓𝒆𝒑𝒑𝒆𝒏 𝒌𝒂𝒏𝒏 𝒋𝒂 𝒋𝒆𝒅𝒆𝒓… 𝑳𝒂𝒔𝒔𝒕 𝒖𝒏𝒔 𝒆𝒕𝒘𝒂𝒔 𝒔𝒄𝒉𝒂𝒇𝒇𝒆𝒏, 𝒖𝒆𝒃𝒆𝒓 𝒅𝒂𝒔 𝒅𝒊𝒆 𝑴𝒆𝒏𝒔𝒄𝒉𝒆𝒏 𝒏𝒐𝒄𝒉 𝒊𝒏 𝟓𝟎 𝑱𝒂𝒉𝒓𝒆𝒏 𝒅𝒆𝒏 𝑲𝒐𝒑𝒇 𝒔𝒄𝒉𝒖𝒆𝒕𝒕𝒆𝒍𝒏.“
Und wenn ich so an die eine oder andere Treppenbesteigung während unserer Reise denke… macht so ein vertikales Transportmittel durchaus Sinn. ☝️
So mancher Bergarbeiter hätte bei dem täglichen Aufstieg zu seinem Arbeitsplatz vermutlich mehr Zeit bei einem Physiotherapeuten verbracht, als an der Stechuhr.
Heute hängen die Kabinen dieser Seilbahnen, recht sinnfrei am Stadthimmel herum und jeder, der darunter herläuft vertraut darauf, dass ihre Haltebolzen damals nicht bei Temu bestellt wurden.
Hier in dieser Stadt ist 𝐑𝐨𝐬𝐭 kein Makel, sondern eher 𝐡𝐢𝐬𝐭𝐨𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐫𝐭𝐯𝐨𝐥𝐥… 🙈
𝐊𝐨𝐫𝐫𝐨𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐚𝐥𝐬 𝐭𝐨𝐮𝐫𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐮𝐞𝐫𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭…
Das muss man als Stadt auch erstmal hinbekommen… 𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭. 👍
Und wer braucht schon das „𝐊𝐥𝐮𝐠𝐡𝐞𝐢𝐦“ 𝐢𝐦 𝐏𝐡𝐚𝐧𝐭𝐚𝐬𝐢𝐚𝐥𝐚𝐧𝐝, wenn man eine 𝐩𝐨𝐬𝐭𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐛𝐚𝐮𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 besuchen kann, in der kostenlose Bahnfahrten sogar zum Arbeitsalltag gehören.
𝐍𝐚𝐞𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐇𝐚𝐥𝐭… die „𝐊𝐚𝐭𝐬𝐤𝐡𝐢 𝐒𝐚𝐞𝐮𝐥𝐞"
Quasi die 𝐠𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 griechischen 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐨𝐫𝐚 𝐊𝐥𝐨𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫. 😉
… Nicht so groß… aber trotzdem genauso beindruckend.
Auf 𝟏𝟎 𝐱 𝟏𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 Fläche hat es sich bereits vor über 1.000 Jahren ein Mönch auf 40 Meter Höhe gemütlich gemacht. Da war wohl jemandem die letzte Party etwas zu gut besucht, sodass er anscheindend beschloss, ab diesem Zeitpunkt sein Dasein in 𝐀𝐛𝐰𝐞𝐬𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐬𝐨 𝐳𝐢𝐞𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐀𝐥𝐥𝐞𝐦 zu fristen.
Eine Leiter, die man als jemand, der irgendwie noch ein wenig an seinem Leben hängt, doch eher nicht besteigen möchte und ein Seilzug, vermutlich zur Befüllung des, im Nadelfels angelegten Weinkellers, sind die einzigen Verbindungen zur Außenwelt… oder sollte man besser sagen… „Untenwelt“? 🤔
Ob es dort oben W-Lan gibt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Aber welcher georgisch-orthodoxe Mönch, der seinen Job als „𝐕𝐨𝐥𝐥𝐳𝐞𝐢𝐭-𝐄𝐫𝐞𝐦𝐢𝐭“ auch nur annähernd ernst nimmt, braucht schon sowas wie TikTok?
„𝐌𝐚𝐱𝐢𝐦𝐞 𝐐𝐚𝐰𝐭𝐚𝐫𝐚𝐝𝐬𝐞“…
so heißt wohl der „𝐅𝐞𝐥𝐬𝐧𝐚𝐝𝐞𝐥𝐛𝐞𝐬𝐞𝐭𝐳𝐞𝐫“, der seit 1990 dort oben haust…
Gerüchten nach, sogar mit eigenem Weinkeller. 😜
Der Vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, dass diesen Ort noch 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐥𝐬 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐮 𝐛𝐞𝐭𝐫𝐞𝐭𝐞𝐧 hat, was mich irgendwie an die Couch in meinem Jugendzimmer erinnert.🤦♂️
In diesem Sinne... 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
04.08.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟖𝟗
𝔸𝕦𝕗 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕊𝕥𝕖𝕡𝕒𝕟𝕫𝕞𝕚𝕟𝕕𝕒 – 𝔹𝕖𝕣𝕘𝕖, 𝕊𝕥𝕒𝕦𝕤𝕖𝕖 𝕦𝕟𝕕 ‘𝕟𝕖𝕟 𝕂𝕝𝕠𝕤𝕥𝕖𝕣.
Wieder einmal gab es für uns nur die Flucht nach vorn, um diesen, doch etwas 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐬𝐬𝐭𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 irgendwie aus dem Weg zu gehen. Präziser ausgedrückt war eine im Grunde 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐎𝐛𝐞𝐧.
Wir entschieden uns an den Fuß des 𝐊𝐚𝐬𝐛𝐞𝐤 zu fahren…
Der Kasbek ist ein 𝟓.𝟎𝟒𝟕 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐡𝐞𝐬 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐦𝐚𝐬𝐬𝐢𝐯 im Kaukasus Gebirge, direkt an der russischen Grenze…
Wie der Zufall es wollte gab es auch dort… wie sollte es auch anders sein… 𝐞𝐢𝐧 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫…🙈
Wer hätte das gedacht... hier in Georgien?...
Und wieder einmal hübsch anzuschauen, recht dekorativ auf einem Berg drapiert, als wollte man sagen:
„𝑺𝒆𝒉𝒕 𝑰𝒉𝒓… 𝑲𝒍𝒐𝒔𝒕𝒆𝒓 𝒌𝒐𝒆𝒏𝒏𝒆𝒏 𝒘𝒊𝒓… 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒊𝒏 𝑮𝒆𝒐𝒓𝒈𝒊𝒆𝒏“ ☝️
Der Name des Klosters: „𝐆𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢𝐞𝐫 𝐃𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐤𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞“ oder muttersprachlich „𝐆𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢𝐬 𝐬𝐚𝐦𝐞𝐛𝐢𝐬 𝐞𝐤𝐥𝐞𝐬𝐢𝐚“
Aber wie so oft, hat der liebe Gott vor dem Kloster mal wieder viele Höhenmeter gesetzt…
So fuhren wir nach einer Nacht am 𝐓𝐢𝐛𝐥𝐢𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐞𝐞, dem 𝐙𝐡𝐢𝐧𝐯𝐚𝐥𝐢 𝐒𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐞 entlang, am 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐚𝐧𝐮𝐫𝐢 vorbei, über die Berge, zu den 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐠𝐡𝐦𝐢𝐚𝐧𝐢 und 𝐆𝐮𝐝𝐚𝐮𝐫𝐢, dem 𝐠𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐫𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐅𝐫𝐞𝐮𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐬𝐝𝐞𝐧𝐤𝐦𝐚𝐥, über den 𝐊𝐫𝐞𝐮𝐳𝐩𝐚𝐬𝐬, bis hinauf nach 𝐒𝐭𝐞𝐩𝐚𝐧𝐳𝐦𝐢𝐧𝐝𝐚 am Fuße des Kasbek…
Soweit erstmal die 𝐊𝐮𝐫𝐳𝐯𝐞𝐫𝐬𝐢𝐨𝐧.
Alles was nun kommt, ist wieder einmal eine 𝐫𝐞𝐥𝐚𝐭𝐢𝐯 𝐬𝐢𝐧𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞 und für den eigentlichen Informationsgehalt nicht wirklich zuträglich.
𝐃𝐚𝐬 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐞𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠𝐭 𝐝𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐚𝐛 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐚𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠. ☝️
𝐍𝐨𝐜𝐡 𝐝𝐚?... Ok… 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭:
Im Großen und Ganzen folgten wir der „𝐀𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐇𝐞𝐞𝐫𝐬𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞“ von Georgien…
Etwas amüsant ist die Tatsache, dass wir bis zu Beginn unserer Reise vor fast 4 Jahren ebenfalls einer der „alten Heerstraße“ wohnten...☺️
Allerdings in Koblenz und nicht kurz vor der Grenze zum „Nimmerland“.
Ob das für uns nun ein gutes, schlechtes oder überhaupt kein Omen ist… das werden wir im Laufe der Fahrt über die „georgische Heerstraße“ wohl noch erfahren.🤷♂️
Diese Straße verbindet seit Jahrhunderten Europa mit dem Kaukasus.
Früher mit dem Pferdewagen, fahren heute dort eher Reisebusse, LKW´s auf dem Weg von und nach Russland, und last but not least Wohnmobile die eindeutig nicht gefragt wurden, ob sie diese Strecke überhaupt fahren wollen.🤦♂️
Es gibt Straßen, die führen einfach von A nach B… und dann gibt’s die Heerstraße in Georgien…
Eine Herausforderung für jeden Bremsbelag und jeden Kuhbauern der anscheinend den ganzen Tag damit beschäftigt ist, seine Rindviecher von den Brücken der Straße zu treiben…
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… die Bauern versuchen es erst gar nicht… 😉
Und so liegen diese „𝐌𝐮𝐡𝐳𝐢𝐥𝐥𝐚𝐬“ den ganzen auf den Brücken herum…
Wer nun glaubt, dass sich diese 𝐛𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧𝐛𝐞𝐬𝐞𝐭𝐳𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐚𝐫𝐡𝐮𝐟𝐞𝐫 durch irgendetwas veranlasst fühlen, die Straße für ein durchfahrendes Fahrzeug zu räumen… der irrt… und zwar gewaltig.😉
𝐇𝐮𝐩𝐞𝐧?...
... Da könnte man ihnen auch gleich mit einem Palmwedel Luft zufächeln… Das hätte vermutliche die gleiche Wirkung.
So zirkelt das Moped genauso wie der russische 40 Tonner geduldig an den Rindsviechern vorbei, die Dich dabei anschauen, als wollen sie Dir sagen:
„ 𝑵𝒂 𝒉𝒐𝒆𝒓 𝒎𝒂𝒍 𝒅𝒖 𝑩𝒍𝒆𝒄𝒉𝒌𝒊𝒔𝒕𝒆… 𝑫𝒊𝒆𝒔𝒆 𝑩𝒓𝒖𝒆𝒄𝒌𝒆 𝒔𝒕𝒂𝒏𝒅 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒉𝒊𝒆𝒓, 𝒅𝒂 𝒘𝒂𝒓𝒔𝒕 𝒅𝒖 𝒏𝒐𝒄𝒉 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑾𝒂𝒍𝒛𝒆 𝒊𝒎 𝑴𝒆𝒕𝒂𝒍𝒍𝒘𝒆𝒓𝒌. 𝑨𝒍𝒔𝒐 𝒔𝒄𝒉𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉 𝑫𝒊𝒄𝒉 𝒖𝒏𝒅 𝒔𝒕𝒐𝒆𝒓 𝒎𝒊𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒃𝒆𝒊𝒎 𝑾𝒊𝒆𝒅𝒆𝒓𝒌𝒂𝒆𝒖𝒆𝒏.“
Wenn man es nicht gerade eilig hat, ist die Beobachtung 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐒𝐩𝐞𝐤𝐭𝐚𝐤𝐞𝐥 tatsächlich 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐳𝐚𝐡𝐥𝐛𝐚𝐫...
Und wir haben es ja nicht eilig.😃
Wer nun die 𝐋𝐨𝐞𝐬𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝐑𝐚𝐞𝐭𝐬𝐞𝐥𝐬 um die Brückenkühe erfahren möchte, das sich über der gesamten Heerstraße, auf so ziemlich jeder Brücke wiederholt…
𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 ist im Grunde recht simpel…
Auf Brücken gibt es in der Regel 𝐖𝐢𝐧𝐝… und wo es Wind gibt, gibt es keine…
Na?... Wer errät es?...
Richtig… „𝐅𝐋𝐈𝐄𝐆𝐄𝐍“…
… auf Brücken gibt es keine Fliegen, was die „𝐌𝐮𝐡𝐝𝐨𝐧𝐧𝐚𝐬“ relativ schnell spitzgekriegt haben. 😉
… 𝐑𝐚𝐞𝐭𝐬𝐞𝐥 𝐠𝐞𝐥𝐨𝐞𝐬𝐭. ☝️
Ok… nun genug der Lösungen georgischer Mythen…
𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭:
Unsere erste Nacht verbachten wir am 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐞𝐞…… quasi das urinfreie Pendant zum Berliner Wannsee.🤦♂️
Warum wir an einem 𝐒𝐚𝐦𝐬𝐭𝐚𝐠𝐧𝐚𝐜𝐡𝐦𝐢𝐭𝐭𝐚𝐠…
bei annähernd 𝟒𝟎 °𝐂, in das größte Naherholungsgebiet von Tiflis gefahren sind, nur um uns dort einen Nachtplatz zu suchen?...
Das fragt ihr uns besser nicht…🤦♂️
𝐍𝐮𝐫 𝐬𝐨 𝐯𝐢𝐞𝐥…
... ab 22.00 Uhr ging´s dann auch, mit der Eroberung eines halbwegs akzeptablen Parkplatzes.😉
Am nächsten Tag beschlossen wir auch relativ zeitnah den Tifliser See wieder zu 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧…
Der gestrige Volksauflauf ließ uns nur annähernd erahnen, was an diesem See an einem Sonntag los sein muss ... 𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐧𝐢𝐱 𝐰𝐢𝐞 𝐰𝐞𝐠…
So suchten wir also das Weite in Richtung „𝐙𝐡𝐢𝐧𝐯𝐚𝐥𝐢 𝐒𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐞“.
Ok… menschenleer war auch hier etwas anderes, aber es war nun mal Sonntag… „𝐒𝐡𝐢𝐭 𝐡𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐬“. 🤷♂️
𝐅𝐢𝐯𝐭𝐲 𝐬𝐡𝐚𝐝𝐞𝐬 𝐨𝐟 𝐠𝐫𝐞𝐞𝐧…
Mehr Nuancen an türkis, als der Zhinvali Stausee, kann sich weder ein Chamäleon, noch die Wollschublade von "Oma Inge" ausdenken... 🙈
Am liebsten hätten wir an jedem Hotspot angehalten um diese Farbenpracht zu genießen…
… Aber… zur Erinnerung… 𝐞𝐬 𝐰𝐚𝐫 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠… 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐧…. und der 𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥 𝐰𝐚𝐫 𝐛𝐥𝐚𝐮…
… der Rest bedarf vermutlich keines weiteren Kommentares. 😉
Es scheint, als würden 𝟓𝟎% 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐫 ihren freien Tag am 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐞𝐞 verbringen, während die restlichen 𝟓𝟎% vermutlich hier am 𝐙𝐡𝐢𝐧𝐯𝐚𝐥𝐢 𝐒𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐞 den Sonntag genießen.
Der Rest von Georgien wird vermutlich von 𝐡𝐢𝐭𝐳𝐞𝐫𝐞𝐬𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡𝐚𝐥𝐭𝐨𝐮𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 frequentiert.
… Anscheinend wurde der Tifliser See erschaffen, um der haupstädtischen Bevölkerung das 𝐑𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐚𝐮𝐟𝐛𝐥𝐚𝐬𝐛𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐧𝐚𝐧𝐞𝐧, und das 𝐒𝐚𝐮𝐟𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐢𝐦𝐦𝐢𝐧𝐬𝐞𝐥𝐧 mit Palme und rosa Flamingos zu ermöglichen, während der 𝐙𝐡𝐢𝐧𝐯𝐚𝐥𝐢 𝐒𝐭𝐚𝐮-𝐒𝐞𝐞 die Stadt Tiflis eher seriös mit 𝐓𝐫𝐢𝐧𝐤𝐰𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐨𝐫𝐠𝐭.
Das beantwortet auch unsere Frage, warum dort am Stausee das Bootfahren und das Wildpinkeln von Schwimminseln verboten ist.😉
Wir fahren die 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐞𝐫𝐬𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞 weiter Richtung Norden und treffen auf das „𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐚𝐧𝐮𝐫𝐢“, am Flüsschen Aragwi…
Ein burgähnliches Mönchsrefugium, das durchaus in irgendeinem chinesischen Freizeitpark einen Nachbau verdient hätte. Disney hat ja bereits Neuschwanstein.
Mit Verkaufsständen von Souvenirs und anderen Dingen, die man so im Urlaub glaubt unbedingt brauchen zu müssen, z.B. 𝐒𝐭𝐫𝐢𝐜𝐤𝐣𝐚𝐜𝐤𝐞𝐧… ein Accessoires, das bei 40 °C natürlich in keinem Handgepäck fehlen darf.
Dafür gibt’s vermutlich die Schwimmflügelchen für Kids im Januar…
Das ist quasi ein „𝐚𝐧𝐭𝐢𝐳𝐲𝐤𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐚𝐞𝐟𝐭𝐬𝐦𝐨𝐝𝐞𝐥𝐥“...
Das kann man schon so machen... ist dann aber eher doof.😉
Wir fuhren weiter in das 𝐤𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐨𝐜𝐡𝐠𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞 hinein… und unsere „𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐁𝐥𝐞𝐜𝐡𝐝𝐚𝐦𝐞“ war erwartungsgemäß nicht ganz so begeistert von dieser Strecke wie wir.
Doch wie von ihr gewohnt, kämpfte unser Kuscheldöschen tapfer alle Serpentinen hinauf.👍
Wir führen vorbei an den Skigebieten „𝐉𝐚𝐠𝐡𝐦𝐢𝐚𝐧𝐢“ und „𝐆𝐮𝐝𝐚𝐮𝐫𝐢“, die sich allerdings aktuell im „𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫-𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐟“ befinden und durch recht dürftig frequentierte Hotelanlagen glänzen.
Ob das 𝐠𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐫𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 „𝐅𝐫𝐞𝐮𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐬𝐝𝐞𝐧𝐤𝐦𝐚𝐥“, das ebenfalls an der Heerstraße liegt, heute noch den „Spirit“ der georgischen Bevölkerung trifft, lassen wir jetzt einfach mal kommentarlos hier im virtuellen Raum stehen.
Angehalten haben wir trotzdem, denn dieser Spot ist tatsächlich das eine oder andere Foto wert.👍
Über den 𝟐.𝟑𝟕𝟗 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐡𝐞𝐧 𝐊𝐫𝐞𝐮𝐳𝐩𝐚𝐬𝐬, dem höchsten Punkt der Heerstraße, ging es dann nach 𝐒𝐭𝐚𝐩𝐚𝐧𝐳𝐦𝐢𝐧𝐝𝐚… am Fuße des Kasbek…
𝟓.𝟎𝟒𝟕 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐫 𝐡𝐨𝐜𝐡…
Dahinter versteckt sich bestimmt gerade die Zugspitze und schämt sich, weil sie sich mit ihren 2.962 Meter doch eher mickrig vorkommt.😉
Wir nächtigten am Kloster der "𝐆𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢𝐞𝐫 𝐃𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐤𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞"…
Das "𝐆𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢𝐞𝐫" ist jetzt nicht, wie man vermuten könnte, der Papa des rotnasigen Steuermanns des Schlittens vom Weihnachtsmann, sondern, wie gesagt ein Kloster hier im Kaukasus, nahe der russischen Grenze …
Um diesbezüglich Verwechslungen zu vermeiden, nennt man das Kloster auch „𝐓𝐫𝐢𝐧𝐢𝐭𝐲 𝐆𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢“ oder „𝐓𝐬𝐦𝐢𝐧𝐝𝐚 𝐒𝐚𝐦𝐞𝐛𝐚“…
… damit wären 𝐑𝐮𝐝𝐨𝐥𝐩𝐡 & 𝐂𝐨 schonmal raus.😉
Die Strecke war 𝐥𝐚𝐧𝐠, 𝐤𝐮𝐫𝐯𝐢𝐠, sowie mit 𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠𝐥𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧 und 𝐊𝐮𝐞𝐡𝐞𝐧 gepflastert…
…Aber 𝐣𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐢𝐥𝐨𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐞𝐠𝐞𝐬 𝐰𝐚𝐫 𝐞𝐬 𝐰𝐞𝐫𝐭, was dann letztendlich auch unsere, wieder einmal „𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧𝐞 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞“ zugeben musste.😉
Kupplung und Bremsbeläge kann man letztendlich ersetzen… solche Momente nicht. 👍
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
01.08.2026
Kuscheldosentag 1.386
ℝ𝕒𝕚𝕟𝕓𝕠𝕨 𝕄𝕠𝕦𝕟𝕥𝕒𝕚𝕟𝕤 𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕓𝕦𝕟𝕥𝕖 𝕍𝕠𝕖𝕝𝕜𝕖𝕣𝕧𝕖𝕣𝕤𝕥𝕒𝕖𝕟𝕕𝕚𝕘𝕦𝕟𝕘…
Am "𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐃𝐚𝐰𝐢𝐭 𝐆𝐚𝐫𝐞𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚", dem gefühlt 𝐪𝐮𝐚𝐝𝐫𝐢𝐥𝐥𝐢𝐨𝐧𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐨𝐞𝐧𝐜𝐡𝐬𝐧𝐞𝐬𝐭 seiner Art, dass wir mittlerweile besichtigt haben, wurde es dieses mal tatsächlich ein wenig anders.☝️
Nicht, dass dieses Kloster selbst nun irgendwelche Auffälligkeiten vorzuweisen gehabt hätte, die wir in irgendeiner Weise nicht schon einmal irgendwo, irgendwann gesehen hätten. 🤷♂️
Auch das Kloster „𝐃𝐚𝐰𝐢𝐝 𝐆𝐚𝐫𝐞𝐝𝐬𝐜𝐡“, hier in der Nähe von 𝐔𝐝𝐚𝐛𝐧𝐨 ist eben auch ein Kloster…🤷♂️
… mit 𝐌𝐚𝐮𝐞𝐫𝐧 𝐝𝐫𝐮𝐦𝐡𝐞𝐫𝐮𝐦, ein paar 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐦𝐜𝐡𝐞𝐧 rechts und links und einer mehr oder weniger großen 𝐊𝐚𝐩𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐛𝐮𝐧𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐢𝐥𝐝𝐜𝐡𝐞𝐧 darin. 𝐓𝐡𝐚𝐭´𝐬 𝐢𝐭.
Ok… die Landschaft und der Erhaltungsgrad variiert schonmal von Kloster zu Kloster…
Doch die Geschichte eines jeden Klosters, hier im Kaukasus könnten wir vermutlich mit „𝐜𝐨𝐩𝐲 & 𝐩𝐚𝐬𝐭𝐞“ in jeden anderen unserer Reiseberichte übertragen, ohne dass es jemanden auffallen würde.
Und dass ich mit den (ehemaligen) Bewohnern dieser Etablissements ohnehin eine gewisses, historisch begründetes Verständnisproblem habe, sollte mittlerweile auch allgemein bekannt sein. 🤷♂️
𝐉𝐚 𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐢𝐬𝐬…
… wir tun den Klöstern da jetzt ein wenig 𝐔𝐧𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭…
Es geht ja auch um die Architektur und um die optische Ausrichtung in innerhalb der jeweiligen Botanik.
Und nicht jeder hat das Privileg, all die unzähligen Klöster des Kaukasus, bis zur visuellen Übersättigung abklappern zu dürfen, sodass sie quasi zur 𝐢𝐧𝐟𝐥𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐰𝐚𝐫𝐞 mutieren. 🤦♂️
𝐍𝐞𝐢𝐧... das haben sie wirklich nicht verdient.
𝐉𝐞𝐝𝐞𝐬 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐫𝐭…
... das steht definiv außer Frage…
Doch wie hat bereits Paracelsius gesagt:
„𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐆𝐢𝐟𝐭“.
Und unsere Dosis ist aktuell nicht nur der Sättigung recht nahe, sondern verursacht bisweilen die ersten Vergiftungserscheinungen, sodass wir uns für Georgien ersteimal ein „𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫-𝐃𝐞𝐭𝐨𝐱“ verordnet haben, da wir den Klöstern, die wir aktuell besuchen, nicht mehr gerecht werden können. 🤷♂️
Hierfür bitten die schonmal, so rein prophylaktisch, alle noch kommenden Kloster um 𝐄𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐮𝐥𝐝𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠. 🙏
Aber dieses Kloster war tatsächlich noch einmal etwas Besonderes…
….also jetzt 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 an sich…
… das Besondere war eigentlich der Parkplatz davor…
… Nee… eigentlich auch 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐚𝐫𝐤𝐩𝐥𝐚𝐭𝐳…
… eher war es ein Camper der dort herumstand…
… Nein… Eigentlich war es auch 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐂𝐚𝐦𝐩𝐞𝐫…
… es war die „𝐋𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐮𝐧𝐠“ 𝐚𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐳𝐞𝐮𝐠.
„𝐑𝐎𝐊“…
Was bitte soll das für ein Land sein?
„𝐑ülpsistan in 𝐎st 𝐊ackisien?“ der „𝐑eich von 𝐎scar aus der 𝐊uscheldose“?
Tatsächlich musste ich erstmal Google bemühen, um mir über dieses Nationale Kürzel Gewissheit zu verschaffen.
„𝐑𝐞𝐩𝐮𝐛𝐥𝐢𝐜 𝐨𝐟 𝐊𝐨𝐫𝐞𝐚“…
“𝐀𝐡𝐚𝐡”… fiel es mir während des Blickes auf mein Handy, wie Schuppen aus der Fontanelle.
„𝑵𝒂 𝒅𝒂 𝒃𝒓𝒂𝒕 𝒎𝒊𝒓 𝒅𝒐𝒄𝒉 𝒆𝒊𝒏𝒆𝒓 ´𝒏𝒆𝒏 𝑹𝒐𝒍𝒍𝒎𝒐𝒑𝒔.“ …
Fernab von Kimchi und Stäbchen als etabliertes Hilfsmittel zur Nahrungsaufnahme, rollt hier so ein Camper mit für wahr exotischen Inhalt durch die Weltgeschichte in Gestalt eines Klosters …
Klar kennt man mittlerweile diese 𝐚𝐬𝐢𝐚𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐠𝐞𝐧𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐬 𝐅𝐞𝐫𝐧𝐨𝐬𝐭.
Allerdings eher als Rudel, die sich aus Doppeldeckerbussen stürzen und das in einer Anzahl, die jede Sehenswürdigkeit bis zur Unkenntlichkeit entstellen.
Hier waren wohl 2 Exemplare allein auf weiter Flur unterwegs… im eigenen Camper… aus Korea… 𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭.👍 👏
Wie es der Zufall es so wollte, trafen wir „Souni“, (nur Buddha weiß, ob diesen Namen jetzt richtig geschrieben habe) die Dame des Hauses… ähh…. Campers vor dem Selbigen und Ulrike lud die Beiden ganz spontan zu unserer geplanten Tour an die „𝐑𝐚𝐢𝐧𝐛𝐨𝐰 𝐌𝐨𝐮𝐧𝐭𝐚𝐢𝐧𝐬“ ein, für den wir Nachmittags extra einen Jeep gemietet hatten.
Die Rückbank war ohnehin noch frei… Also warum diese nicht zur transkontinentalen Völkerverständigung nutzen. 😉
𝐆𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭 𝐠𝐞𝐭𝐚𝐧…
so folgten sie uns, nach einer Tasse gemeinsamen Tee zurück nach Udabno, wo der Jeep bereits zur Abholung bereitstand.
„𝐒𝐨𝐮𝐧𝐢“ und „𝐂𝐡𝐮𝐧𝐠 𝐇𝐨𝐞“ … zwei Menschen die normalerweise weiter kaum von uns entfernt wohnen könnten…
… 𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐬𝐨 𝐧𝐚𝐡𝐞, als würden wir uns bereits ewig kennen… ☺️
Mit 𝐛𝐞𝐢𝐝𝐞𝐫𝐬𝐞𝐢𝐭𝐢𝐠𝐞𝐦 𝐄𝐧𝐠𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡 auf knappen 𝐀𝟏 𝐍𝐢𝐯𝐞𝐚𝐮 und dem 𝐆𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞-𝐔𝐞𝐛𝐞𝐫𝐬𝐞𝐭𝐳𝐞𝐫 „Deutsch-Koranisch-Koreanisch-Deutsch“, ließen wir es emotional so richtig krachen… 😃
𝐃𝐢𝐞 𝐂𝐡𝐞𝐦𝐢𝐞 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐧𝐟𝐚𝐧𝐠 𝐚𝐧…
und das anscheinend auf beiden Seiten.
Da machte es auch nichts, dass mir Chung Ho über den Übersetzer vermittelte, dass
„ 𝒆𝒔 𝒘𝒐𝒉𝒍 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑬𝒉𝒓𝒆 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝒊𝒉𝒏 𝒔𝒆𝒊, 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆 𝑺𝒆𝒆𝒍𝒆 𝒎𝒊𝒕𝒆𝒔𝒔𝒆𝒏 𝒛𝒖 𝒅𝒖𝒆𝒓𝒇𝒆𝒏“… 🙈
Doch wenn die Chemie stimmt, 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐯𝐢𝐞𝐥 𝐚𝐧 𝐖𝐨𝐫𝐭𝐞…
Und so verbrachten wir den Tag miteinander…
𝐖𝐢𝐫 𝐥𝐚𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧, machten Späße, die das Gegenüber vermutlich gar
nicht verstand… 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐫 𝐥𝐚𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦…
Ausgewogene Kommunikationtechniken zwischen 𝐀𝟏-𝐄𝐧𝐠𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡, 𝐆𝐨𝐨𝐠𝐥𝐞-𝐓𝐫𝐚𝐧𝐬𝐥𝐚𝐭𝐞𝐫 und einem 𝐚𝐦𝐛𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐠𝐞𝐟𝐮𝐜𝐡𝐭𝐞𝐥 𝐢𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐫𝐚𝐝𝐞-𝐌𝐚𝐧𝐢𝐞𝐫 ließen diesen Tag zu einem nachhaltigen Erlebnis werden. ☺️
So waren wir tatsächlich alle ein wenig 𝐭𝐫𝐚𝐮𝐫𝐢𝐠, als wir am frühen Abend letztendlich wieder 𝐠𝐞𝐭𝐫𝐞𝐧𝐧𝐭𝐞 𝐖𝐞𝐠𝐞 fuhren. 😔
Auch wenn uns durch „𝐊𝐚𝐤𝐚𝐨𝐓𝐚𝐥𝐤“ und „𝐖𝐡𝐚𝐭𝐬𝐀𝐩𝐩“ virtuelle Welten trennen, haben wir doch eine Möglichkeit gefunden, weiterhin 𝐢𝐧 𝐊𝐨𝐧𝐭𝐚𝐤𝐭 𝐳𝐮 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧. ☺️
𝐔𝐧𝐝 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭… 𝐠𝐚𝐧𝐳 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭… treffen wir uns in Griechenland wieder.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
September 2026



































































































































































