August 2026
31.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟖𝟓
„𝕋𝕚𝕞𝕖 𝕥𝕠 𝕤𝕒𝕪 𝕘𝕠𝕠𝕕 𝕓𝕪𝕖“
𝐖𝐢𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐚𝐛𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐮𝐬 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧.
Noch eine kurze Stippvisite zum „𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐭𝐬“ konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. 😉
Wann hat man schon mal die Möglichkeit, einen so besonderen Ort zu besuchen... Ok... 𝐄𝐢𝐟𝐞𝐥, 𝐇𝐮𝐧𝐬𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐰𝐚𝐥𝐝... Dort gibt es vermutlich immer noch mehr Funklöcher, als im Inneren eines Emmentalers.
Aber außerhalb von Deutschland ist ein "𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐭𝐬" tatsächlich etwas ganz besonders. 😉
Allerdings mussten wir leider feststellen, dass auch das vermeintliche Ende der Welt, die deutschen Mittelgebirge längst übertrumpft hat, was den technischen Fortschritt angeht.
Man hat anscheinend das W-Lan-Kabel mittlerweile doch bis „Gyulagarak“ gezogen.
Zumindest hatten wir genau am 𝐏𝐢𝐱𝐞𝐥-𝐃𝐢𝐧𝐨, der wohl mal das Ende des WWW markiert hat, allerbesten Empfang. 🤷♂️
Zumindest stellten wir unsere Smartphones für eine Zeit auf „Flugmodus“ und feierten dann ausgiebig das Ende des Internet erreicht zu haben. 🥳
Aber immerhin… wir waren mal da… wenn auch ein paar Jahre zu spät. 😉 Da bleibt uns doch nur einen Ausflug in die Eifel. Vielleicht sollte der Pixel-Dino nach Deutschland umziehen. 😂
Die Nacht verbrachten wir in 𝐀𝐥𝐚𝐯𝐞𝐫𝐝𝐢… ein kleiner Ort in der Nähe der Georgischen Grenze, zu dem es wieder einmal 𝐬𝐞𝐡𝐫 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐢𝐞𝐛𝐢𝐠 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐳𝐚𝐞𝐡𝐥𝐞𝐧 gibt. 🙈
Zumal wir die Stadt tatsächlich auch nur als Nachtplatz 𝐬𝐜𝐡𝐚𝐦𝐥𝐨𝐬 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐧𝐮𝐭𝐳𝐭 haben und uns direkt am nächsten morgen auf den Weg zur georgischen Grenze machten.
Kein Sightseeing, kein gastronomischer Qualitätscheck, kein Bericht. 🤷♂️
Der Grenzübergang am nächten Morgen verlief ebenfalls 𝐮𝐧𝐠𝐞𝐰𝐨𝐡𝐧𝐭 𝐤𝐚𝐭𝐚𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩𝐡𝐞𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢.
Wir waren schneller wieder in Georgien, als wir „𝑮𝒂𝒎𝒂𝒓𝒋𝒐𝒃𝒂“ sagen konnten.
Also wieder in Georgien angkommen, hieß unser 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐨𝐩𝐩 … man lese uns staune… „𝐊𝐚𝐭𝐡𝐚𝐫𝐢𝐧𝐞𝐧𝐟𝐞𝐥𝐝“ … alias „Bolsini“.
𝐃𝐚𝐬 𝐤𝐥𝐢𝐧𝐠𝐭 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡...
... das ist es auch. Zumindest war es das bis zum Jahre 𝟏𝟗𝟒𝟏.
So knapp 4.000 km von Deutschland entfernt, klingt das tatsächlich schon ein wenig irritierend… aber was sollen wir sagen? … Genau so ist es. Wir waren in Katharinenfeld. 😀
𝟏𝟖𝟏𝟖 gründeten 𝟐.𝟔𝟐𝟗 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐢𝐞𝐝𝐥𝐞𝐫 aus dem „Schwabenländle“ dieses Dorf, hier im Süden Georgiens.
Ganz sicher, um hier im Kaukasus endlich einmal eine ordentliche „𝐊𝐞𝐡𝐫𝐰𝐨𝐜𝐡𝐞“ einzuführen.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… hat nicht geklappt.🙈
Aber da die Schwaben nun mal Schwaben sind, machten sie auch im Kaukasus, was sie vermutlich überall gemacht hätten:
„𝑺𝒄𝒉𝒂𝒇𝒇𝒆, 𝒔𝒄𝒉𝒂𝒇𝒇𝒆 𝑯𝒂𝒆𝒖𝒔𝒍𝒆 𝒃𝒂𝒖𝒆“…
... allerdings nahmen sie die 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐥𝐞 dieses „Spaetzlesongs“ nicht ganz so wörtlich…
Denn den Auftrag aus der zweiten Zeile des heimatlichen Volksliedes „… 𝒖𝒏𝒅 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒏𝒂𝒄𝒉 𝒅𝒆 𝑴𝒂𝒆𝒅𝒍𝒆 𝒔𝒄𝒉𝒂𝒖𝒆“… wurde anscheinend tunlichst ignoriert.😜
Denn 𝐝𝐚𝐬 𝐃𝐨𝐫𝐟 𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬 im Laufe der Jahre auf über 𝟔.𝟓𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫 𝟔.𝟓𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫 an.
So haben die Ex-Schwaben zumindest, was ihrem protestantischen Glauben angeht, insoweit ihrem christlichen Auftrag Genüge getan: „𝑺𝒆𝒊𝒅 𝒇𝒓𝒖𝒄𝒉𝒕𝒃𝒂𝒓 𝒖𝒏𝒅 𝒎𝒆𝒉𝒓𝒆𝒕 𝑬𝒖𝒄𝒉“ heißt es schließlich in diesem dicken Buch, mit dem Kreuz drauf. "𝐎𝐫𝐝𝐞𝐫 𝐜𝐨𝐦𝐩𝐥𝐞𝐭𝐞𝐝" 😉
Unter dem Namen „Katharinenfeld“ existierte dieses Dorf 𝐛𝐢𝐬 𝟏𝟗𝟒𝟏…
Während des 2. Weltkrieges wurden alle Deutsche, die nicht mit einem/er Georgier/in verheiratet waren nach 𝐒𝐢𝐛𝐢𝐫𝐢𝐞𝐧 und 𝐊𝐚𝐬𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐧 deportiert…
Von den 𝟔.𝟓𝟎𝟎 Bürgern mussten 𝟔.𝟎𝟎𝟎 𝐊𝐚𝐭𝐡𝐚𝐫𝐢𝐧𝐞𝐧𝐟𝐞𝐥𝐝 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧.
1944 bekam der Ort, der bereits seit 1921 von der „roten Armee“ in „𝐋𝐮𝐱𝐞𝐦𝐛𝐮𝐫𝐠“ umbenannt wurde, seinen heutigen Namen „𝐁𝐨𝐥𝐬𝐢𝐧𝐢“.
Einige Überreste dieser „𝐌𝐚𝐮𝐥𝐭𝐚𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐂𝐨𝐦𝐦𝐮𝐧𝐢𝐭𝐲“ kann man aber
noch heute entdecken, wenn man sich in diesem Ort ein wenig umschaut...
... 𝐇𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭… guckst Du Bilder. 😉
Für nächstes Ziel… das Kloster „Dawit Garedscha“ und die Rainbow-Mountains…
… 𝐭𝐨 𝐛𝐞 𝐜𝐨𝐧𝐭𝐢𝐧𝐮𝐞𝐝…
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
29.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟖𝟑
𝐃𝐢𝐥𝐣𝐢𝐚𝐧 – 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐨𝐜𝐡 ´𝐧𝐞 "𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳".
die 𝐬𝐚𝐞𝐜𝐡𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳, die 𝐚𝐥𝐛𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳 … selbst eine 𝐚𝐫𝐚𝐛𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳 soll es geben… 🤷♂️
An die 𝟓𝟎𝟎 𝐱 wird wohl weltweit die Heimat der Eidgenossen namentlich zweckentfremdet. Da hätte sich wohl jemand seinen Namen rechtzeitig schützen lassen sollen. 🙈
Wir befinden uns aktuell in der „𝐚𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳“… genauer gesagt in 𝐃𝐢𝐥𝐢𝐣𝐚𝐧.
Du könntest diese Stadt allerdings auch …
𝐃𝐢𝐥𝐢𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧, 𝐃𝐞𝐥𝐢𝐣𝐚𝐧 oder 𝐃𝐞𝐥𝐢𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧 nennen… suche Dir einfach was aus.🤷♂️
Auch bei diesem Stadtnamen sind die Armenier recht tolerant und mögen sich nicht wirklich festlegen.
Frei nach der Devise: „𝑴𝒂𝒄𝒉 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒘𝒊𝒆 𝑫𝒖 𝒎𝒆𝒊𝒏𝒔𝒕, 𝑫𝒖 𝒘𝒊𝒓𝒔𝒕 𝒆𝒔 𝒔𝒐𝒘𝒊𝒆𝒔𝒐 𝒇𝒂𝒍𝒔𝒄𝒉 𝒂𝒖𝒔𝒔𝒑𝒓𝒆𝒄𝒉𝒆𝒏.“😉
Wir schlagen vor, dass wir uns für diesen Bericht auf „𝐃𝐞𝐥𝐢𝐣𝐚𝐧“ einigen…
Erstens, weil es so auf den meisten Ortsschildern so geschrieben steht und zweitens, weil es am wenigstens nach einem immigrierten Urologen klingt, der gerade seinen Gummihandschuh überzieht, um …
… naja die Männer unter Euch wissen schon worauf ich hinaus möchte. 😉
𝐃𝐫. 𝐃𝐢𝐥𝐢𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧… 𝐔𝐫𝐨𝐥𝐨𝐠𝐞, 𝐏𝐫𝐨𝐤𝐭𝐨𝐥𝐨𝐠𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐰𝐚𝐬 𝐦𝐚𝐧(𝐧) 𝐬𝐨𝐧𝐬𝐭 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐦𝐨𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞…
So, oder so ähnlich könnte es auf dem Eingangsschild stehen. 😉
Aber ich weiche wieder ab… 𝐰𝐨 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫?
𝐀𝐜𝐡 𝐣𝐚… 𝐃𝐢𝐥𝐣𝐚𝐧…
Mit knapp 𝟏𝟓.𝟎𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧 nun nicht die Metropole mit U-Bahn-Netz und einer „Carnegie Hall“.
Aber immerhin verfügt die Stadt über eine ausreichenden Anzahl von Eistruhen, um eine gewisse Grundversorgung gewährleisten zu können. 😜
Hier gibt es nicht nur 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞, 𝐖𝐚𝐞𝐥𝐝𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐠𝐫𝐮𝐞𝐧𝐞 𝐒𝐞𝐞𝐧… Nein…
… auch hier wird, genau wie bei den alpenländischen Eidgenossen 𝐠𝐞𝐣𝐨𝐝𝐞𝐥𝐭.
Klingt komisch… ist aber so.
𝑯𝒐𝒍𝒍𝒆𝒓𝒊𝒅𝒊𝒓𝒊𝒋𝒐𝒂𝒆𝒉, 𝑯𝒐𝒍𝒍𝒆𝒓𝒊𝒅𝒊𝒓𝒊𝒋𝒐𝒂𝒆𝒉, 𝑱𝒐𝒅𝒍𝒅𝒊𝒓𝒊𝒅𝒊𝒓𝒊, 𝑱𝒖𝒉𝒖𝒉𝒖𝒉𝒖!“… klingt es von den Bergenwipfeln Armeniens.
International verständlich... für Schweizer, Kaukaser, Bayern und Österrreicher.
Allerdings nennt man dieses „𝐈𝐜𝐡𝐡𝐚𝐛𝐦𝐢𝐫𝐦𝐢𝐭𝐝𝐞𝐦𝐡𝐚𝐦𝐦𝐞𝐫𝐚𝐮𝐟𝐝𝐞𝐧𝐝𝐚𝐮𝐦𝐞𝐧𝐠𝐞𝐡𝐚𝐮𝐞𝐧-𝐆𝐞𝐭𝐫𝐚𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫" in diesen Breitengraden 𝐊𝐫𝐢𝐦𝐚𝐧𝐜𝐡𝐮𝐥𝐢. ☝️
Einst genutzt, um im Gebirge über weite Entfernungen Botschaften zu vermitteln, ist es heute eher ein Mittel zur Verwirrung zahlungswilliger Touristen.
Wieder so ein Wissen, das keiner braucht...
... aber man kann ja nie wissen, was man im Laufe seines Lebens noch alles so wissen muss, um beindruckend zu können. 😉
Also merken… 𝐊𝐫𝐢𝐦𝐚𝐧𝐜𝐡𝐮𝐥𝐢 = 𝐉𝐨𝐝𝐞𝐥𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐊𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡.
Didjian ist berühmt für seine 𝟑 𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧 „𝐁´𝐬“
𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞, 𝐁𝐚𝐞𝐮𝐦𝐞, 𝐁𝐚𝐞𝐫𝐞𝐧…
… während man dem „𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐞𝐫𝐞𝐧“ in der „𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳“ vermutlich überwiegend in goldfarbenen Tüten antrifft, wäre es hier durchaus möglich, einen Zotteltier bei einer Wanderung zu begegnen, dass jetzt nicht nur Gelatine besteht.🙈
Dafür gäbe es in der„𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳“ ...
... Käse den man von Zürich bis Bern ziehen kann, Züge die pünktlich ankommen, Menschen die noch seltsamer sprechen, als hier in Armenien und Schokolade… sehr teure Schokolade. 🙈
𝐃𝐨𝐜𝐡 𝐳𝐮𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤 𝐳𝐮𝐫 𝐚𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳.
Wenn wir fair bleiben wollen, müsste Diljian eigentlich nicht „Armenische Schweiz“ heißen, sondern die Schweiz „𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐚𝐞𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐃𝐢𝐥𝐣𝐢𝐚𝐧“…🤷♂️
… Denn Diljian wurde bereits gegründet, da waren die Eidgenossen noch im Rudel auf Murmeltier-Jagd.
Bereits in der Bronzezeit, also um 𝟏.𝟑𝟎𝟎 𝐯. 𝐂𝐡𝐫., sollen hier bereits die ersten Diljaner herumgejodelt haben, um Badelatschen tragende Touristen zu erschrecken.
Im 19. Jahrhundert traf sich hier in Diljian der 𝐀𝐝𝐞𝐥 𝐚𝐮𝐬 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬 und ließ hier hochherrschaftliche Landhäuser errichten, die leider überwiegend dem sowjetrussischen Zahn der Zeit zum Opfer gefallen sind. 🤷♂️
Einige dieser Exemplare darf man jedoch noch in der Altstadt bewundern. In der Schamberyan-Straße sind sogar noch renovierte Exemplare in freier Wildbahn zu beobachten… 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐛𝐢𝐭𝐭𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐟𝐮𝐞𝐭𝐭𝐞𝐫𝐧. 😉
Wer Lust und Laune hat, darf den gut 𝟑𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐇𝐞𝐤𝐭𝐚𝐫 großen 𝐍𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐩𝐚𝐫𝐤 bis zur kardialen Erschöpfung bewandern...
Ganz in der Nähe… das 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐇𝐚𝐠𝐡𝐚𝐫𝐭𝐬𝐢𝐧…
Was wäre eine Stadt in Armenien ohne Kloster?
Sie wäre wie ein Fernseher ohne Fernbedienung… oder wie eine armenische Dorfstraße ohne Schlagloch… 🤷♂️
Es gibt Dinge auf dieser Welt, die gehören einfach zusammen…
So auch Armenien und Klöster…
𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐇𝐚𝐠𝐡𝐚𝐫𝐭𝐬𝐢𝐧
Theoretisch könnte man von Daljian aus dort hinwandern… theoretisch…
Wir hätten dies auch ganz bestimmt getan…
Einmal lächerliche 𝟏𝟑 𝐊𝐢𝐥𝐨𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 die Berge hinauf und dann wieder hinunter… Das wäre sicherlich eine unserer leichtesten Übungen… 😜
… wenn nicht diese 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐞𝐢𝐞𝐫𝐰𝐨𝐥𝐤𝐞 𝐚𝐦 𝐇𝐢𝐦𝐦𝐞𝐥 so sehr auf ein drohendes Unwetter hingedeutet hätte. 🙈
Selbstverständlich hätten wir auch Naturgewalten wie Sturm und Regen getrotzt. 💪
… Aber… ätten wir das wirklich unseren alternden Oscar zumuten dürfen?...
… 𝐍𝐞𝐢𝐧… ganz gewiss nicht.☹️
So beschlossen wir widerwillig, mit der Kuscheldose hinauf zum Kloster zu fahren…
Tja… wären die Umstände andere gewesen… aber so?🤷♂️
… Das versteht ganz bestimmt jeder von Euch. 😉
𝐋𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐑𝐞𝐝𝐞… 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐒𝐢𝐧𝐧…
Oben angekommen, versteckt sich das Kloster Haghartsin aus dem 12. Jahrhundert zwischen den Bäumen, wie ein Hamster auf seinem Stoppelfeld im Herbst. Gut getarnt und trotzdem irgendwie da.
Für uns übrigens eines der, im Nachhinein 𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐄𝐭𝐚𝐛𝐥𝐢𝐬𝐬𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭𝐬 𝐬𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐀𝐫𝐭, hier in Armenien, sodass wir eine Wanderung von 13 km die Berge hinauf, bis zum Kloster Haghartsin durchaus empfehlen können… zumindest 𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
28.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟖𝟐
𝟙 𝕩 𝕦𝕞 𝕕𝕖𝕟 𝕊𝕖𝕧𝕒𝕟𝕤𝕖𝕖
Nachdem wir nach 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧 gefahren sind, um wieder einmal 𝐦𝐞𝐝𝐢𝐳𝐢𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐧𝐨𝐭𝐰𝐞𝐧𝐝𝐢𝐠𝐞 𝐒𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧 zu erledigen, flüchteten wir vor der Sommerhitze an den höhergelegenen Sewansee.
Mit 𝟏.𝟐𝟕𝟐 𝐤𝐦² 𝐅𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞 ist er nicht nur der größte Süßwassersee des gesamten Kaukasus, sondern auch auf seinen fast 𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt, und obendrein auch noch oder dritthöchste Bergsee der Welt, was uns natürlich, temperaturtechnisch mehr als entgegen kam.☺️
Während man sich in Yerevan & Co noch mit Temperaturen, um die 40°C herumschlug, suhlten wir unsere infantilen Seelen, die bedauerlicherweise in geschundenen Auslaufmodellen aus dem letzten Jahrtausend stecken, bei 𝟐𝟓°𝐂 an den schattigen Ufern des Sewansees. ☺️
Tja… das Ganze hat allerdings auch 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐇𝐚𝐤𝐞𝐧…
… 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐮𝐧 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐬𝐚𝐦𝐞𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧?... 🤷♂️
Wir sind weder im 𝐌𝐨𝐫𝐚𝐬𝐭 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐮𝐧𝐤𝐞𝐧, noch wurden wir von „𝐒𝐞𝐰𝐚𝐧𝐬𝐞𝐞-𝐏𝐢𝐫𝐚𝐭𝐞𝐧“ überfallen.
Selbst die Straßenhunde sind hier so gechillt, dass sie uns vermutlich noch den Morgenkaffee vorbeibringen würden.
Aber Hunde haben keine Daumen und das könnte unter Umständen ein Problem beim Halten einer Kaffeetasse darstellen. Außerdem würden sie durch das ständige Schwanzwedeln den Kaffee verschütten. So ein Hund ist nunmal zum Kaffeebringen wenig geeignet... schade eigentlich. 🤷♂️
𝐈𝐡𝐫 𝐦𝐞𝐫𝐤𝐭 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭...
... wie krampfhaft wir uns gerade bemühen, diese Zeilen mit sinnfreien Inhalt zu füllen, weil schlicht und ergreifend 𝐍𝐈𝐂𝐇𝐓𝐒 passiert ist. 🤷♂️
𝐊𝐮𝐫𝐳 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭… die letzten Tage waren richtig wunderbar 𝐥𝐚𝐧𝐠𝐰𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠 und ergeignisfrei.
Wir könnten z.B. noch schreiben, dass der Sewansee 𝟕𝟖 𝐊𝐢𝐥𝐨𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐥𝐚𝐧𝐠 und 𝟓𝟔 𝐊𝐢𝐥𝐨𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐛𝐫𝐞𝐢𝐭 ist.
Für Land, das kleiner ist als Nordrhein-Westfalen schon wirklich beindruckend.
Das ist, als würde man 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐁𝐨𝐜𝐡𝐮𝐦, 𝐎𝐛𝐞𝐫𝐡𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧 und 𝐃𝐮𝐢𝐬𝐛𝐮𝐫𝐠 einfach mal fluten, um die Fläche für den Rest von NRW in ein Freizeitbad zu verwandeln…
Obwohl… wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke?... 😉
Gegen den Sewansee wirkt der Bodensee mit seinen gerade mal 536 km² wie die Badewanne, in der Ernie aus der Sesamstraße seiner Zeit mit seinem Quietscheentchen badete.
Frage an die 𝐆𝐞𝐧 𝐗-𝐙?...
"Ernie?"..."Sesamstraße? "... Kennt Ihr noch? 😕
Der Sewansee ist also mehr als doppelt so groß wie der Bodensee und macht 𝟓% 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐚𝐦𝐭𝐟𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧𝐬 aus.
Dieses Wissen hilft jetzt zwar nicht unbedingt bei der bevorstehenden Bachelor Prüfung in Sozialpädagogik weiter...
... Was aber wäre, wenn genau das die 𝟏𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧-𝐄𝐮𝐫𝐨-𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞, bei "𝐖𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐨𝐧𝐚𝐞𝐫" sein wird, bei der 𝐃𝐔 auf dem Stuhl Günther Jauch gegenübersitzt? …
𝐇𝐚𝐡𝐡𝐡... dann werdet Ihr an uns denken und Euch selbst sagen:
„𝑮𝒖𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒘𝒊𝒓 𝒖𝒏𝒔 𝒅𝒊𝒆𝒔𝒆𝒏 „𝑲𝒖𝒔𝒄𝒉𝒆𝒍𝒅𝒐𝒔𝒆𝒏-𝑩𝒍𝒐𝒆𝒅𝒔𝒊𝒏𝒏“ 𝒅𝒂𝒎𝒂𝒍𝒔 𝒅𝒖𝒓𝒄𝒉𝒈𝒆𝒍𝒆𝒔𝒆𝒏 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏“ 🙈
Ihr merkt es vermutlich selbst…
𝐄𝐬 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫, 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞…🤦♂️
Das Niveau dieses Beitrages bleibt Unterirdisch und ich kann Euch versprechen... Jetzt kommt auch nix mehr, was auch nur ansatzweise einen intelektuellen Mehrwert hätte. 🤷♂️
Daher jetzt einfach 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐢𝐠𝐡𝐥𝐢𝐠𝐡𝐭𝐬 der letzten Tage 𝐢𝐧 𝐊𝐮𝐞𝐫𝐳𝐞:
𝐇𝐢𝐠𝐡𝐥𝐢𝐠𝐡𝐭 𝟏:
Im „𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐚 𝐂𝐚𝐦𝐩“, übrigens der erste Campinglatz, den wir seit über 𝟐 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 mal wieder angefahren sind, haben wir uns einmal eine frisch gefangene „𝐌𝐚𝐫𝐚𝐞𝐧𝐞“ aus dem Sewansee gegönnt. ☺️
Einen Unterschied zur Forelle konnte ich allerdings weder optisch, noch olfaktorisch erkennen… aber Ok… es war eben eine Maraene… Nicht zu verwechseln mit der Moräne, die in diesen Gewässern eher seltener anzutreffen sind.
Ach ja… und 𝐥𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫 𝐰𝐚𝐫 𝐬𝐢𝐞. ☺️…
Auch wenn wir die Würzmischung 𝐦𝐢𝐭 𝐙𝐢𝐦𝐭 zu einem Fischgericht erst einmal etwas irritierend fanden.
Selbst am Heiligen Abend schmeckten bei uns maximal die Weihnachtssterne nach Zimt, aber weder die Würstchen noch der Kartoffelsalat. 🤷♂️
Wer uns kennt der weiß, dass wir in Sachen Gastronomie eher als „𝐒𝐩𝐚𝐫𝐟𝐮𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞“ unterwegs sind, aber hier am Sewansee haben wir es 𝟐 𝐓𝐚𝐠𝐞 mal so 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐤𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧. 💪
𝟐 𝐔𝐞𝐛𝐞𝐫𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝟐 𝐌𝐞𝐧𝐮𝐞𝐬…
... sogar Strom haben wir uns gegönnt, da wir unseren Absorber-Kühlschrank, nach langer Zeit mal wieder auf seine 220V-tüchtigkeit testen wollten.
𝐇𝐢𝐠𝐡𝐥𝐢𝐠𝐡𝐭 𝟐:
Hier am Sewansee haben wir endlich mal die Crew von " Bimo on tour" treffen dürfen.
𝐒𝐞𝐢𝐭 𝐠𝐮𝐭 𝟏 𝐉𝐚𝐡𝐫 verfolgen wir uns gegenseitig in den sozialen Netzwerken, ohne uns persönlich je getroffen zu haben.
Ob in Griechenland, der Türkei oder Georgien…
... irgendwie fuhren wir ständig aneinander vorbei. 🤷♂️
Immer frei nach dem Motto: "𝑲𝒏𝒂𝒑𝒑 𝒅𝒂𝒏𝒆𝒃𝒆𝒏 𝒊𝒔𝒕 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒗𝒐𝒓𝒃𝒆𝒊."
Hier am Sewansee war es endlich soweit… *Trommelwirbel*… 𝐖𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐠𝐞𝐭𝐫𝐨𝐟𝐟𝐞𝐧… 👏
… und wir hatten einen 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐬𝐚𝐦𝐞𝐧 𝐀𝐛𝐞𝐧𝐝.
- 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 𝐝𝐚𝐟𝐮𝐞𝐫, 𝐈𝐡𝐫 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧. 🙏
Der Sewansee ist die türkisblaue Antwort auf alle, die noch zweifeln Armenien einmal zu besuchen.
𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐖𝐞𝐢𝐬𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬:
Im Urlaub muss das Wasser 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐬𝐚𝐥𝐳𝐢𝐠 sein. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
23.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟔
ℤ𝕠𝕣𝕒𝕣𝕜𝕒𝕣𝕖𝕣 – 𝕊𝕥𝕠𝕟𝕖𝕙𝕖𝕟𝕘𝕖 𝕜𝕒𝕟𝕟 𝕖𝕚𝕟𝕡𝕒𝕔𝕜𝕖𝕟…
… zumindest, was das Alter betrifft.
By the way...
auf Google findest du diesen Ort übrigens unter "𝐙𝐨𝐫𝐚𝐭𝐬 𝐊𝐚𝐫𝐚𝐫".
Ich habe mich mit meiner Wenigkeit für diesen Beitrag auf die offizielle Version "𝐙𝐨𝐫𝐚𝐫𝐤𝐚𝐫𝐚𝐫" geeinigt. 😉
Zorarkarer ist eine vermutlich 𝟕.𝟓𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 alte, von Menschen geschaffene Steinformation aus aufrecht stehenden Megalithen.
Auch wenn es auf dem ersten Blick etwas wirkt, als hätten die Armenier „𝐒𝐭𝐨𝐧𝐞𝐡𝐞𝐧𝐠𝐞“ 𝐛𝐞𝐢 𝐖𝐢𝐬𝐡 𝐧𝐚𝐜𝐡𝐛𝐞𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐭, ist das hier allerdings fast doppelt so alt, wie sein prominenter Kollege auf der „Sommersprossen-Insel“.
Würde ich „Zorarkarer“ bei einer Partie Scrabble legen, würden meine Spielpartner vermutlich unter lauten Protest umgehend das Internet bemühen, um meine geniale Wortfindung zu diskreditieren…
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐱 𝐝𝐚…
Diesen Ort und diesen Namen gibt es tatsächlich…👍
Hier am südlichsten Rand des Kaukasus in Armenien ragen sie stolz gen Himmel, die wohl in die Jahre gekommenen Basaltplatten und bieten jedem Armenien-Besucher ein 𝐞𝐱𝐳𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧𝐭𝐞𝐬 𝐀𝐮𝐬𝐟𝐥𝐮𝐠𝐬𝐳𝐢𝐞𝐥.
Während so manches Land, das wir bisher besuchten, stolz auf seine 𝐁𝐚𝐮𝐰𝐞𝐫𝐤𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝟏𝟖. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐬 verweist, kann Armenien mit seiner 7.500 Jahre alten "Baukunst" nur müde lächeln.
Ok... vielleicht sieht die architektonisch eher fragwürdige Variante des "Taj mahal" eher aus, als hätte ein Riesenbaby sich geweigert sein Zimmer aufzuräumen...
... Aber immerhin reden wir hier von der 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐳𝐞𝐢𝐭…
Also das Zeitalter der 𝐅𝐥𝐢𝐧𝐭𝐬𝐭𝐨𝐧𝐞𝐬 und 𝐂𝐨𝐧𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐫𝐛𝐚𝐫𝐞𝐧. Soweit muss man erstmal zurückspulen… das könnte dauern.🙈
Übersetzt bededeutet „Zorarkarer“ wohl soviel wie „mächtige Steine“.
𝟐𝟐𝟑 𝐫𝐢𝐞𝐬𝐢𝐠𝐞 𝐁𝐚𝐬𝐚𝐥𝐭𝐛𝐫𝐨𝐜𝐤𝐞𝐧 stehen und liegen hier in der Botanik herum…
𝐌𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐍𝐢𝐫𝐠𝐞𝐧𝐝𝐰𝐨… zwischen 𝐈𝐬𝐡𝐤𝐡𝐚𝐧𝐚𝐬𝐚𝐫 und 𝐒𝐢𝐬𝐬𝐢𝐚𝐧…
2 Orte, die sich jetzt nicht gerade als touristische Höhepunkte in unser Langzeitgedächtnis einbrennen, aber immerhin mit ihren Markets zu Bereicherung unseres Kühlschrankinhaltes beisteuern konnten.🤷♂️
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐝𝐚𝐬 𝐠𝐚𝐧𝐳𝐞 𝐝𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐬𝐨𝐥𝐥…
darüber streiten sich noch die Gelehrten…
𝐅𝐫𝐚𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 𝟏: 𝐃𝐚𝐬 𝐚𝐧𝐭𝐢𝐤𝐞 𝐎𝐛𝐬𝐞𝐫𝐯𝐚𝐭𝐨𝐫𝐢𝐮𝐦.
Nach dessen Theorie haben hier wohl bereits die Feuersteins und die Geröllheimers in die Sterne geguckt.
Darauf weisen wohl die 𝟖𝟎 𝐋𝐨𝐞𝐜𝐡𝐞𝐫 hin, die in die Basaltplatten gebohrt wurden und durch die man wohl wunderbar in die Sterne schauen kann, was man allerdings auch genauso gut durch das Astloch in der benachbarten Birke könnte. Alles eine Frage der Perspektive und der Verrenkung des eigenen Halswirbels.
𝐅𝐫𝐚𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 𝟐: 𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐫𝐚𝐞𝐛𝐞𝐫𝐟𝐞𝐥𝐝.
Also eine sehr, sehr alte Version von
𝑯𝒊𝒆𝒓 𝒓𝒖𝒉𝒕 𝑶𝒍𝒂𝒇… 𝑬𝒓 𝒃𝒓𝒂𝒄𝒉 𝒔𝒊𝒄𝒉 𝒅𝒂𝒔 𝑮𝒆𝒏𝒊𝒄𝒌 𝒃𝒆𝒊 𝒅𝒆𝒎 𝑽𝒆𝒓𝒔𝒖𝒄𝒉, 𝒅𝒖𝒓𝒄𝒉 𝒆𝒊𝒏 𝑳𝒐𝒄𝒉 𝒊𝒏 𝒅𝒊𝒆 𝑺𝒕𝒆𝒓𝒏𝒆 𝒛𝒖 𝒈𝒖𝒄𝒌𝒆𝒏“ .
Aber wer weiß schon was Fred & Barnie hier vor 7.500 Jahren mit diesen Steinchen nun genau getrieben haben? 🤷♂️
Vielleicht war auch Obelix zu Besuch und das Heftchen ist einfach noch nicht geschrieben? 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
22.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟓
𝕂𝕒𝕡𝕒𝕟…"ℍ𝕒𝕚𝕠𝕙𝕙, ℍ𝕒𝕚𝕙𝕠𝕠, 𝕨𝕚𝕣 𝕤𝕚𝕟𝕕 𝕧𝕖𝕣𝕘𝕟𝕦𝕖𝕘𝕥 𝕦𝕟𝕕 𝕗𝕣𝕠𝕙"
… so sangen einst die 7 Zwerge, als sie nach getaner Arbeit aus ihrem Bergwerk kamen, um Schneewittchen…
… na was weiß, was die Brüder so mit ihr getrieben haben. 😕
Wie komme ich nun auf Schneewittchen?...
… Ach ja… die 7 Zwerge… Bergwerk… Bergwerksstadt… 𝐊𝐚𝐩𝐚𝐧, 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧.
Wer nun kopfschüttelnd vor diesem Text sitzt und sich fragt:
„𝑾𝒂𝒔 𝒔𝒐𝒍𝒍 𝒅𝒆𝒓 𝒈𝒂𝒏𝒛𝒆 𝑴𝒊𝒔𝒕?“…
… demjenigen sei gesagt:
„𝑫𝒂𝒔 𝒘𝒆𝒊𝒔𝒔 𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕“ 🤷♂️
In der Literatur bildet ein Autor gerne einmal 𝐀𝐬𝐬𝐨𝐳𝐢𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐤𝐞𝐭𝐭𝐞𝐧, um eine Geschichte in die gewünschte Richtung zu lenken… das hier war mein, zugegebenermaßen recht schwacher Versuch… 🤦♂️
Ok… es hat jetzt nicht ganz so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe, mit der Assoziationskette und meinem literarisch genialen Prolog.🤦♂️
𝐅𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐞𝐢𝐧𝐟𝐚𝐜𝐡 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐯𝐨𝐧 𝐯𝐨𝐫𝐧𝐞 𝐚𝐧.
𝕂𝕒𝕡𝕒𝕟…. 𝔻𝕚𝕖 𝔹𝕖𝕣𝕘𝕓𝕒𝕦𝕤𝕥𝕒𝕕𝕥 𝕚𝕞 𝕊𝕦𝕖𝕕-𝕆𝕤𝕥𝕖𝕟 𝔸𝕣𝕞𝕖𝕟𝕚𝕖𝕟𝕤.
Kapan ist vermutlich die einzige Stadt Armeniens, von denen es so gut wie keine Reiseberichte gibt.
Das liegt vermutlich liegt an dem Umstand, dass sich zum einen recht selten jemand in diese Stadt verirrt und zum anderen dass, wenn denn dann schonmal jemand hier ist, er relativ zeitnah diesen Ort auch wieder verlässt. 🤷♂️
Wie so ein Durchgangszimmer, das zwar existiert aber im Grunde nur für Dinge genutzt wird, die im Grunde eh niemand mehr braucht. 🤷♂️
Warum sollte man hier auch mehr Zeit als die verbringen als nötig?
Tatsächlich gibt es hier nicht allzu viel Spektakuläres zu besichtigen.
Zumindest nicht im klassischen Sinne... Der hotspotverwöhnte Tourist sucht hier nämlich seine Sehenswürdigkeiten eher vergebens. 🤷♂️
Wer sich allerdings für die 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐛𝐚𝐮-𝐈𝐧𝐝𝐮𝐬𝐭𝐫𝐢𝐞 in der sozialistischen Ära interessiert, kommt hier vermutlich voll auf seine Kosten.
Aber wer tut das schon?... Außer vielleicht ein autistischer Nerd a la „Sheldon Cooper“ und davon gibt es vermutlich nicht allzu viele. Und dieser stand ja bekanntermaßen nur auf Eisenbahnen. 🤷♂️
Auf dem ersten Blick scheint diese Stadt in den 𝟖𝟎𝐞𝐫 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐛𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧 zu sein...
bis auf die Tankstellenpreise… die sind bereits im 21ten Jahrhundert angekommen.
„𝐊𝐚𝐩𝐚𝐧“ bedeutet übersetzt soviel wie „𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭“.
… Und wenn man sich so nach rechts und links umschaut, weiß man auch warum. 𝟏𝟑 𝐊𝐢𝐥𝐨𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 zieht sich die Stadt und seine Vororte durch diese Schlucht.
Kapan ist eine alte Bergbau-Stadt...
Ihr wisst schon... „𝑯𝒂𝒊𝒐𝒐𝒉𝒉, 𝑯𝒂𝒊𝒐𝒐𝒉𝒉“😉 …
… und wer hier etwas sucht, was er fotografieren kann, um damit bei Facebook oder Instagram zu protzen, der wird sich in dieser Stadt schon sehr viel Mühe geben müssen.🤷♂️
Zugegeben… „Schön“ ist immer eine Frage der Definition und der Interpretation…
Kapan ist eben… 𝐀𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐞𝐧.
Man muss halt genau hinschauen, um die „Perlchen“ dieser Stadt zu finden.
Denn die Stadt gibt sich tatsächlich sichtbar Mühe, sich ganz langsam aus dem 𝐌𝐮𝐟𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐳𝐞𝐢𝐭"zu befreien.
Der berühmte „Ostcharme“, denen man den Ländern des Kaukasus gerne nachsagt, ist hier tatsächlich noch immer allgegenwertig.
Aber vielleicht macht genau das den besonderen 𝐂𝐡𝐚𝐫𝐦𝐞 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐭 aus? 😉
Nein… Kapan ist jetzt nicht das 𝐤𝐥𝐚𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐞𝐳𝐢𝐞𝐥.
Die Touristeninformation wird hier vermutlich noch eine lange Zeit überbesetzt sein.
Kapan ist eine Stadt, die wir Reisende gerne mal überspringen…
Vielleicht fährt man mal durch, um von Yerevan nach Meghri zu kommen, oder umgekehrt… da war es dann vermutlich auch schon.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫?...
Wir sind eine Nacht geblieben und tatsächlich haben wir es gefunden… 𝐃𝐚𝐬 𝐁𝐞𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞, das diese statt zu bieten hat…
𝐃𝐮 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫𝐝𝐢𝐧𝐠𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭, wenn Du hier einfach durch die Straßen läufst…
𝐃𝐮 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭, wenn du auf die Berge blickst, die die Stadt links und rechts umsäumen…
𝐃𝐮 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐞𝐬…
wenn Du auf deinen 𝐊𝐨𝐦𝐩𝐚𝐬𝐬 schaust. 😉
Tatsächlich ist es so, dass dieses Intrument hier in Kapan nicht funktioniert. 🤷♂️
Der regionale Erd-Magnetismus ist hier, aufgrund der vielen Metalle, die im Laufe der Jahrhunderte durch den Bergbau freigelegt wurden, etwas durcheinandergewirbelt.
𝐈𝐧 𝐊𝐚𝐩𝐚𝐧 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐢𝐧𝐝𝐞𝐥𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐊𝐨𝐦𝐩𝐚𝐬𝐬, 𝐝𝐚𝐬𝐬 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐁𝐚𝐥𝐤𝐞𝐧 𝐛𝐢𝐞𝐠𝐞𝐧.😉
Wenn Du also nach Norden möchtest wäre es daher gut möglich, dass du letztendlich in Teheran landest. 🙈
Daher unsere Weisheit des Tages:
𝐒𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐞𝐢𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐢𝐧 𝐊𝐚𝐩𝐚𝐧 𝐬𝐞𝐢𝐧 - 𝐓𝐫𝐚𝐮𝐞 𝐃𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐊𝐨𝐦𝐩𝐚𝐬𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
22.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟔
𝔸𝕣𝕞𝕖𝕟𝕚𝕖𝕟 – „ℝ𝕒𝕝𝕝𝕪𝕖 𝕄𝕠𝕟𝕥𝕖 𝕂𝕝𝕠𝕤𝕥𝕖𝕣“…
Wenn die Armenier in ihrem Land Eines können, dann ist das wohl „𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫“...
𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝟒.𝟎𝟎𝟎 dieser "gottesnahen Etablissements" soll es hier wohl geben.
Also quasi ein wahres Eldorado für eine 𝟗𝟎 𝐭𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐍𝐞𝐮𝐯𝐞𝐫𝐟𝐢𝐥𝐦𝐮𝐧𝐠 von "𝐈𝐦 𝐍𝐚𝐦𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐬𝐞". 🙈
Bei der Anzahl der Klöster, die sich hier so in Armenien herumtummeln, könnte man tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass die Population von Mönchen pro Quadratmeter, die der Straßenhunde noch um ein Vielfaches übersteigt … und das soll schon etwas heißen.
Aber In Wahrheit sieht man doch wesentlich mehr Hunde auf der Straße als Mönche. 🤷♂️
Das mag vielleicht daran liegen, dass Mönche sich gerne in ihre besagten Gemäuer zurückziehen und daher für den gemeinen Touristen nicht ganz so präsent das Straßenbild bereichern, während Armeniens Hunde uns doch des Öfteren mal 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐧𝐳𝐰𝐞𝐝𝐞𝐥𝐧𝐝 𝐞𝐧𝐭𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧𝐥𝐚𝐮𝐟𝐞𝐧, um das eine oder andere 𝐋𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫𝐥𝐢𝐞 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐛𝐞𝐭𝐭𝐞𝐥𝐧, wobei dieses Verhalten bei Mönchen, wohl eher verstörend auf die Touristen wirken würde.🙈
Das Mittelalter… das Zeitalter der billigen Arbeitskräfte und des über jeden Zweifel erhabenen Glaubens…
Vermutlich der optimale Rahmen, um solche Bauprojekte, wie z.B. Kloster auf Hügeln zu erbauen, die normalerweise sogar Bergziegen meiden würden.
So entwickelte sich in der Zeit von 𝟓𝟎𝟎-𝟏.𝟓𝟎𝟎 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. ein wahrer Bauboom, für solche Männer- WG`s mit dem heißen Draht nach Oben.
Ob es tatsächlich an der gewünschten Nähe zu "dem lieben Gott und seinem Sohnemann" lag, oder doch eher an der Gelegenheit, sich hinter verschlossenen Türen diversen, moralisch eher fragwürdigen Umtriebigkeiten zu widmen, darüber lässt sich aus heutiger Sicht durchaus diskutieren… oder auch nicht... Jeder wie es mag.🤷♂️
Die meisten der 4.000 Klöster sind allerdings nicht mehr bewohnt, was zum einen die geringe Population von Mönchen auf Armeniens Straßen erklären würde und zum anderen die Antwort auf die Frage sein könnte: „𝑾𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒅𝒆𝒏 𝑲𝒍𝒐𝒆𝒔𝒕𝒆𝒓𝒏 𝒅𝒊𝒆 𝑾𝒆𝒊𝒏𝒌𝒆𝒍𝒍𝒆𝒓 𝒍𝒆𝒆𝒓?“
Desweiteren ist der Beruf des Mönches bei den meisten Schulabgängern heutzutage eher im unteren Teil des Traumberufs-Rankings angesiedelt.
Da sollte man sich als potentieller Arbeitgeber doch tatsächlich einmal fragen: „𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦?“ 🤷♂️
Vielleicht liegt es daran, dass Labels wie 𝐀𝐫𝐦𝐚𝐧𝐢 oder 𝐁𝐎𝐒𝐒 keine Mönchskutten schneidern oder der 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐲-𝐄𝐦𝐩𝐟𝐚𝐧𝐠 hinter diesen dicken Mauern eher 𝐠𝐫𝐨𝐭𝐭𝐢𝐠 sein soll.
Man weiß es nicht so genau. 🤷♂️
Wenn man allerdings bedenkt, dass Armenien 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐚𝐥𝐬 𝐍𝐨𝐫𝐝𝐫𝐡𝐞𝐢𝐧-𝐖𝐞𝐬𝐭𝐟𝐚𝐥𝐞𝐧 und sogar 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫 𝐡𝐚𝐭 𝐚𝐥𝐬 𝐁𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧, dann sind 4.000 Klöster schon ein Haufen Zeug.
OK... dafür gibt es vermutlich in Berlin mehr Wettbüros, als Klöster hier in Armenien... 😉
Das witzige daran ist, dass man vermutlich in den Berliner Wettbüros mehr Armenier antreffen wird, als in den Klöstern ihrer Heimat.
Ok... 5€ in die Klischee-Kasse... der musste aber gerade raus. 🙈
Auch wenn sich die meisten dieser ehemaligen "Weihwasser-WG's“ nicht mehr in einem allzu komfortablen Zustand befinden, sind sie trotzdem allemal einen Besuch wert.
Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐥𝐥𝐞 4.000 dieser „Mönchsnester“ besucht haben, um Euch davon zu berichten…
Da muss man als überforderte Kuscheldosen-Crew schonmal Prioritäten setzen…
also… Wo waren wir? …
𝟏. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐒𝐚𝐠𝐡𝐦𝐨𝐬𝐚𝐯𝐚𝐧𝐤
𝟐. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐠𝐡𝐚𝐫𝐝
𝟑. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐂𝐡𝐨𝐫 𝐕𝐢𝐫𝐚𝐩
𝟒. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐍𝐨𝐫𝐚𝐰𝐚𝐧𝐤
𝟓. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐓𝐚𝐭𝐞𝐯
𝟔. 𝐅𝐨𝐫𝐭𝐬𝐞𝐭𝐳𝐮𝐧𝐠 𝐟𝐨𝐥𝐠𝐭
Und für diejenigen unter Euch, die nun sagen:
„𝑫𝒂𝒔 𝒊𝒔𝒕 𝒂𝒃𝒆𝒓 𝒈𝒂𝒏𝒛 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒆𝒏 𝒔𝒑𝒐𝒓𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒇𝒖𝒆𝒓 𝒅𝒊𝒆 𝒑𝒂𝒂𝒓 𝑻𝒂𝒈𝒆, 𝒊𝒏 𝒅𝒆𝒏𝒆𝒏 𝒊𝒉𝒓 𝑬𝒖𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒈𝒆𝒎𝒆𝒍𝒅𝒆𝒕 𝒉𝒂𝒃𝒕“…
Denen sei gesagt: „𝐃𝐚 𝐡𝐚𝐛𝐭 𝐈𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭.“
Und vor allem…
... wo sollen wir mit den Beschreibungen anfangen und wo sollen wir aufhören?
Dieser spezielle Reisebericht wird daher eher ein "𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫𝐛𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐟".
Wer also etwas mehr über die einzelnen Klöster wissen möchte, den möchten wir ganz lieb bitten, seinen Wissensdurst auf den jeweiligen, einschlägigen Internetplattformen zu stillen.
Was alle Klöster gemeinsam haben... 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞.
Was die Klöster unterscheidet... 𝐝𝐢𝐞 𝐋𝐚𝐠𝐞.
Wie bereits erwähnt, wurden die Klöster alle im Mittelalter, also irgendwo zwischen dem 6. – 12. Jahrhundert gegründet, um "𝐉𝐞𝐬𝐮𝐬 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭 𝐒𝐮𝐩𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐫"enstsprechend zu huldigen, schließlich war Armenien 𝐝𝐚𝐬 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞 𝐋𝐚𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭, das das Christentum im Jahre 300 zur 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭𝐬𝐫𝐞𝐥𝐢𝐠𝐢𝐨𝐧 erklärte...
Das muss man jetzt nicht wirklich wissen, wäre aber ein echter Gamechanger, wenn du den Pfarrer an der nächsten Hochzeitstafel mit diesem Wissen einfach mal so richtig blass aussehen lässt. 😉
Lasst uns kurz noch zu den einzelnen Klöster kommen, die wir besucht haben:
Also... 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐟…
𝟏. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐒𝐚𝐡𝐦𝐨𝐬𝐯𝐚𝐧𝐤...
... bedeutet übersetzt soviel wie "𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐬𝐚𝐥𝐦𝐞𝐧" und thront direkt gegenüber der Kasak-Schlucht, etwas nördlich von Aschtarak.
Bis auf das Kirchen-Gebäude ist von dem, im 13. Jahrhundert erbauten Kloster allerdings nichts mehr übrig, sodass unser Besuch dort auch relativ zeitnah beendet war. Habe fertig!
𝟐. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐠𝐡𝐚𝐫𝐝...
... in Felsen gemeißelt, liegt es recht imposant an den Ufern des Flusses Azat.
"𝐆𝐞𝐠𝐡𝐚𝐫𝐝" 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐭 𝐒𝐩𝐞𝐞𝐫...
Und gemeint ist genau derjenige welcher, mit dem man wohl Jesus am Kreuz gepiekt hat… Der soll hier irgendwo herumliegen...🤷♂️
Also 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 kann man das glauben oder nicht, 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬 haben wir hier nichts dergleichen gefunden und 𝐝𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐬....
der 𝐅𝐮𝐧𝐟𝐚𝐜𝐭 𝐳𝐮 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐬𝐬...
"𝐇𝐨𝐥𝐠𝐞𝐫" kommt aus dem Schwedischen und bedeutet ebenfalls Speer... 😃
Allerdings habe ich noch nie jemanden gepiekt und schon gar nicht mit einem Speer.
Obwohl… wenn ich so genau darüber nachdenke… Wäre dies alles eine Frage der Definition. 😋
𝟑. 𝐂𝐡𝐨𝐫 𝐕𝐢𝐫𝐚𝐩...
... Auch hier ist der Name Programm...
Denn "Chor Virap" bedeutet "𝐭𝐢𝐞𝐟𝐞 𝐆𝐫𝐮𝐛𝐞" oder etwas unverblümter ausgedrückt "Kerker".
Zugegebenermaßen klingt das jetzt nicht gerade nach fröhlichen Familienurlaub.
An diesem Ort hat man wohl "𝐆𝐫𝐞𝐠𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐄𝐫𝐥𝐞𝐮𝐜𝐡𝐭𝐞𝐭𝐞𝐧" 13 Jahre lang eingekerkert, um ihn quasi zu remissionieren, also sich des Christentums wieder abzuwenden, um der zoroastrischen Göttin „Anahita“ zu huldigen.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫... Hat nicht geklappt…
Nach der Überlieferung überlebte er wohl diese 𝟏𝟑 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐍𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 in diesem Kerker, ohne von seinem Glauben an Christus abzuschwören.
Auch wenn einem nach 13 Jahren in so einem Loch selbst ein Termin beim Finanzamt wie der Eintritt ins Paradies vorkommen muss, blieb er standhaft, bis er letztendlich von Gott erleuchtet wurde, was ihm wohl zu seinem Namen verhalf.
Wenn ich mal 12 Stunden nichts zu essen bekomme, werde ich auch ganzschön ungemütlich... Vielleicht sollte ich mich ab heute "𝐇𝐨𝐥𝐠𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐔𝐧𝐠𝐞𝐦𝐮𝐞𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞" nennen. 🙈
Gregor wurde also erleuchtet und wurde seither "Greoger der Erleuchtete" genannt und wir hatten damit einen weiteren Hot Spot auf unserer Kloster-Rallye. 👍
𝐄𝐢𝐧 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬 𝐇𝐢𝐠𝐡𝐥𝐢𝐠𝐡𝐭…
Das Kloster liegt am Fuße des 𝐀𝐫𝐚𝐫𝐚𝐭-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞𝐬, direkt an der türkischen Grenze…
Ihr wisst schon… 𝐒𝐢𝐧𝐭𝐟𝐥𝐮𝐭… 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐞 𝐍𝐨𝐚𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐬𝐨…
𝟒. 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐍𝐨𝐫𝐚𝐰𝐚𝐧𝐤 …
… in der Amaghu Schlucht.
Alleine schon durch sein überwältigendes Panorama, in dem sich dieses Kloster eingenistet hat, ist es einen Besuch wert.
𝐙𝐚𝐡𝐥𝐞𝐧, 𝐃𝐚𝐭𝐞𝐧, 𝐅𝐚𝐤𝐭𝐞𝐧… 𝐢𝐧 𝐊𝐮𝐞𝐫𝐳𝐞:
... wir ham´ ja keine Zeit. 😉
𝐄𝐫𝐛𝐚𝐮𝐭 𝐢𝐦 𝟏𝟑. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 war es einst Sitz der Bischöfe.
Berühmt berüchtigt ist die 𝐬𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐞𝐧𝐭𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞, die in das Innere der oberen Kapelle führt…
„𝐒𝐚𝐝 𝐟𝐚𝐜𝐭“ … die Treppe war gesperrt.
Da war wohl mal ein deutscher TÜV-Beamter zu Besuch. 🤷♂️
𝟓. Last but not least... 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐓𝐚𝐭𝐞𝐯
Tief im Süden Armeniens thront das Kloster Tatev auf seinem Hügel, wie eine stolze „60“ auf einer Geburtstagstorte.
Gäbe es eine "Champions-League der Klöster" wäre Tatev definitiv dabei.
Bei einem 𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧𝐥𝐨𝐬𝐞𝐧 𝐄𝐢𝐧𝐭𝐫𝐢𝐭𝐭 𝐫𝐮𝐧𝐝 𝐮𝐦 𝐝𝐢𝐞 𝐔𝐡𝐫 ist auch dieser Ort definitiv einen Abstecher wert. 👍
Falls es Dir beliebt, kannst Du Dir auch die relativ 𝐤𝐮𝐫𝐯𝐢𝐠𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐬𝐭𝐞𝐢𝐥𝐞 𝐀𝐧𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭 𝐳𝐮𝐦 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 über knapp 10 km ersparen, in dem Du die 5,7 km lange Seilbahn über die Worotan-Schlucht nutzt.
Doch wenn Du diese Strecke mit Deinem Auto fährst, dann ist ein Stopp an der "𝐃𝐞𝐯𝐢𝐥𝐬-𝐁𝐫𝐢𝐝𝐠𝐞" an der Worotan-Schlucht defintiv 𝐞𝐢𝐧 "𝐌𝐮𝐬𝐬".
Der Parkplatz an der „Devils Bridge“ eröffnet Dir sogar noch einen 𝐇𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐍𝐮𝐞𝐫𝐛𝐮𝐫𝐠𝐫𝐢𝐧𝐠… zumindest olfaktorisch…
Denn die Luft am tiefsten Punkt der Straße H45, ist in einem feinsten Duft von „frisch abgeriebener Bremsbeläge“ getaucht… Für den "Rennsport- Intusiasten" garantiert ein zusätzliches Schmankerl.
Wer diese Strecke einmal gefahren ist, der weiß auch warum es hier so riecht. 🙈
Von hieraus kannst du in die Worotan-Schlucht wandern. 😉
Du darfst Dich dort an 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐒𝐞𝐢𝐥 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐡𝐞𝐫𝐚𝐛𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐨𝐦𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐨𝐭𝐚𝐧-𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬𝐞𝐬 𝐰𝐚𝐭𝐞𝐧 und Dich 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 beindruckende 𝐓𝐫𝐨𝐩𝐟𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐡𝐨𝐞𝐡𝐥𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧. 💪
So zumindest, könnte es in einem Reiseprospekt von TUI zu lesen sein. 😉
𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐢𝐬𝐭...
... nicht ganz so spektakulär. obwohl nichts davon tatsächlich gelogen ist… nur eben ein wenig „aufgebauscht. 😉
Ja… das Seil ist vorhanden und du sollest es auch besser nutzen, wenn Du in die Schlucht möchtest.
Und „Ja“… Nasse Füße bekommst Du vermutlich auch.
Aber nichts wird so heiß gegessen, wie es in so manchen Tourbeschreibungssuppen gekocht wird. 😉
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭…
Selbst solche Bewegungslegastheniker wie wir erreichen die Höhlen.
Ansonsten... guckst Du einfach die Bilder und 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐞 𝐃𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐡𝐢𝐧 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
21.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟒
𝕄𝕖𝕘𝕙𝕣𝕚 – 𝔼𝕟𝕕𝕖 𝔾𝕖𝕝𝕒𝕖𝕟𝕕𝕖.
Hier an der 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞 𝐳𝐮𝐦 𝐈𝐫𝐚𝐧 endet unsere Reise... 😔
... zumindest erstmal in Richtung Osten.
𝐃𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝:
Es gibt dort, überm großen Teich so einen 𝐨𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞𝐟𝐚𝐫𝐛𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐖𝐮𝐭𝐛𝐮𝐞𝐫𝐠𝐞𝐫, der aktuell nichts Besseres zu tun hat, als in diesem Teil der Welt herumzustänkern und Bomben auf dieses Land zu werfen.
𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬!!!😡
Da die 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐀𝐬𝐞𝐫𝐛𝐚𝐢𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧 seit 2020 für den Individual-Verkehr 𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐥𝐨𝐬𝐬𝐞𝐧 sind, ist in dieser Richtung ebenfalls erstmal 𝐒𝐚𝐜𝐤𝐠𝐚𝐬𝐬𝐞. 🤷♂️
So blieb uns nur noch der Weg über Russland, wenn wir weiter in Richtung Osten möchten.
Ehrlich gesagt, sind uns die bürokratischen Hürden für ein russisches Visum aktuell etwas zu aufwendig zumal uns hierfür einige Papiere fehlen, die wir dann ohnehin noch in Deutschland besorgen müssten.🤷♂️
So bleibt uns aktuell nur noch der Weg 𝐳𝐮𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤 𝐢𝐧 𝐑𝐢𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐖𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧. ... Schade eigentlich…😔
Unsere eigentlichen, gesetzten Ziele dieser Reise, wie „Baku und/oder Petra“, sind daher erstmal aufgeschoben.... aber vermutlich nicht aufgehoben. 😉
Zumal wir für 𝟐𝟎𝟐𝟕/𝟐𝟎𝟐𝟖 bereits mit einem 𝐧𝐞𝐮𝐞𝐧 𝐏𝐫𝐨𝐣𝐞𝐤𝐭 "schwanger gehen", dass wir hier aus Gründen noch nicht zu sehr "an die große Glocke" hängen möchten.😉
𝐍𝐮𝐫 𝐬𝐨𝐯𝐢𝐞𝐥...
falls es so klappt wie wir es uns vorstellen, wird es die Reise unseres Lebens. 😃
Und so zitieren wir voller Optimismus den rosaroten Panther:
"𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐓𝐚𝐠𝐞…… 𝐰𝐢𝐫 𝐤𝐨𝐦𝐦´ 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫, 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞."
(Kennt wieder die Hälfte nicht… wir werden alt.🤦♂️)
Nun geht es für uns erstmal wieder in 𝐑𝐢𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐖𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧, was letztendlich bis nach Koblenz auch noch 𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐮𝐭𝐞𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐝𝐚𝐮𝐞𝐫𝐧 𝐰𝐢𝐫𝐝.
Wir haben schließlich noch einiges, was wir noch nicht gesehen haben.😃
So zum Beispiel...
...in der 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢, in 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝, 𝐢𝐧 𝐁𝐮𝐥𝐠𝐚𝐫𝐢𝐞𝐧, 𝐑𝐮𝐦𝐚𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧, 𝐌𝐨𝐥𝐝𝐚𝐮, 𝐔𝐧𝐠𝐚𝐫𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐥𝐨𝐰𝐚𝐤𝐞𝐢.
Also keine Bange... unsere 𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐟𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐃𝐢𝐚𝐫𝐫𝐡𝐨𝐞 bleibt Euch noch ein wenig erhalten. 😉
In diesem Sinne…𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 🤗
19.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟐
𝔻𝕤𝕔𝕙𝕖𝕣𝕞𝕦𝕜… „ℍ𝕒𝕥𝕥𝕒 𝕂𝕝𝕚𝕞𝕒?... ℍ𝕒𝕥𝕥𝕒, 𝕙𝕒𝕥𝕥𝕒…“
𝐎𝐤 𝐳𝐮𝐠𝐞𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧…
diese Überschrift ist wieder einmal nur etwas für 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐥𝐭𝐞𝐫𝐧𝐝𝐞 𝐑𝐞𝐥𝐢𝐪𝐮𝐢𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝, in dem sich die Witze noch zu gerne außerhalb des guten Geschmacks bewegten.😉
𝐖𝐞𝐫´𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭… kann es aber gerne mal Googeln.
Suchbegriff: „𝑯𝒂𝒕𝒕𝒂 𝑲𝒍𝒊𝒎𝒂?😉
Warum schreibe ich eigentlich gerade diesen Schwachsinn???... Ach ja… Stichwort 𝐊𝐥𝐢𝐦𝐚…
Bei gut 𝟒𝟐° 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬𝐭𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 in den flacheren Regionen Armeniens, hatten wir beschlossen noch einmal in etwas höhere Gefilde zu flüchten, um sowohl unsere beiden Kühlschränke, als auch unsere, durch die Hitze geschundenen Körper zu regenerieren…
Vermutlich kennen zur Zeit recht viele von Euch dieses Gefühl des herunterlaufenden Schweißes, das an Stellen des Körpers Rinnsale bildet, von dem man niemals zuvor geglaubt hätte, dass man dort Schweißdrüsen besitzt.🤦♂️
Unsere Wahl fiel auf … 𝐃𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫𝐦𝐮𝐤… oder auch 𝐉𝐞𝐫𝐦𝐮𝐤, so steht es zumindest auf dem Ortsschild.
Jermuk ist ein kleines Städtchen, dicht an der aserbaidschanischen Grenze, mit gerade mal 𝟒.𝟔𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧.
Als Ulrike zu mir sagte: „𝑾𝒊𝒓 𝒇𝒂𝒉𝒓𝒆𝒏 𝒏𝒂𝒄𝒉 „𝑫𝒔𝒄𝒉𝒆𝒓𝒎𝒖𝒌“…
… Ich dachte schon, es hätte sich ein Reifen ganz spontan von seiner Luft verabschiedet… „𝐃𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫𝐦𝐮𝐤“… und raus ist die Luft. 🙈
Aber es war nicht ein Reifen, die dieses Geräusch verursachten, es war tatsächlich Ulrike, die mich verbal über unser neues Ziel informierte. „𝐃𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫𝐦𝐮𝐤“…
Auf 2.000 Meter Höhe hofften wir auf etwas Abkühlung…
Und was sollen wir sagen?... Es hatte sogar funktioniert. 👍
𝐁𝐞𝐢 𝐦𝐮𝐜𝐤𝐞𝐥𝐢𝐠𝐞𝐧 𝟐𝟓°𝐂 kamen wir in Jemruk an und waren wirklich überrascht, was so ein kleines Städtchen so alles bieten kann.
Beeindruckende Hotelanlagen umsäumen den Ort, der in einer sehr 𝐩𝐢𝐭𝐭𝐨𝐫𝐞𝐬𝐤𝐞𝐧 𝐊𝐮𝐥𝐢𝐬𝐬𝐞 von Bergen und Wiesen eingebettet ist, sodass man fürchten muss, dass jeden Moment der Bergdoktor um die Ecke kommt und dich an Deine noch ausstehende Prostatauntersuchung erinnert. 🙈
Es gibt hier 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞, 𝐖𝐢𝐞𝐬𝐞𝐧 und 𝐒𝐤𝐢-𝐋𝐢𝐟𝐭𝐞, die zu unserem Unverständnis alle außer Betrieb waren.
Jetzt… im Juli…außer Betrieb… wo doch Ferienzeit ist... Das soll einer verstehen.🤷♂️
Dies könnte jedoch an der Tatsache liegen, dass der, für diese Art von Freizeitgestaltung notwendige weiße, nasskalte Untergrund aktuell eher durch Abwesenheit glänzt... dieser Spielverderber.
Der Name „Jermuk“ bedeutet übersetzt übrigens so viel wie „𝐰𝐚𝐫𝐦𝐞 𝐌𝐢𝐧𝐞𝐫𝐚𝐥𝐪𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞“…
Und wie der Zufall es so will, gibt es hier tatsächlich „warme Mineral-Quellen“… Sachen gibt´s.😜
Vermutlich ist das auch der Grund, warum Jermuk zu Sowjetzeiten einer der beliebtesten Badeorte der gesamten Union war.
Das Proletariat fuhr auf die Krim… die Elite fuhr nach Jermuk… So war das wohl damals. ☝️
Hier nutzten seit Jahrhunderten „A- und B-Promis“ die Heilkraft dieses Wassers aus den Quellen von Jermuk.
„𝑮𝒆𝒏𝒆𝒔𝒖𝒏𝒈 𝒃𝒆𝒊 𝒌𝒐𝒏𝒔𝒆𝒒𝒖𝒆𝒏𝒕𝒆𝒓 𝑬𝒊𝒏𝒏𝒂𝒉𝒎𝒆 𝒈𝒂𝒓𝒂𝒏𝒕𝒊𝒆𝒓𝒕… 𝒃𝒆𝒊 𝑵𝒊𝒄𝒉𝒕𝒈𝒆𝒔𝒖𝒏𝒅𝒖𝒏𝒈… 𝒃𝒍𝒆𝒊𝒃𝒕´𝒔 𝒉𝒂𝒍𝒕 𝒘𝒊𝒆 𝒆𝒔 𝒊𝒔𝒕…“
So, oder so ähnlich könnten die Werbeslogans wohl damals geklungen haben, obwohl innerhalb des damaligen „Ostblocks“ vermutlich überhaupt keine Werbung für irgendwelche Dienstleistungen notwendig gewesen wäre…
Ein Kuraufenthalt wurde, in diesem Teil der Welt seinerzeit vermutlich noch „𝐛𝐞𝐟𝐨𝐡𝐥𝐞𝐧“…
„𝑫𝒖 𝒉𝒂𝒔𝒕 𝒌𝒐𝒎𝒎𝒖𝒏𝒊𝒔𝒕𝒊𝒔𝒄𝒉 𝒊𝒏𝒅𝒖𝒛𝒊𝒆𝒓𝒕𝒆 𝑫𝒆𝒑𝒓𝒆𝒔𝒔𝒊𝒐𝒏𝒆𝒏?“… „𝑨𝒃 𝒏𝒂𝒄𝒉 𝑱𝒆𝒓𝒎𝒖𝒌“☝️
Für die ganz schwereren Fälle gab es dann noch Nowosibirsk in Sibirien.😉
𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐠𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫𝐢𝐞…
… ist das Herzstück von Jermuk und erfreut sich noch heute einer recht großen Beliebtheit…
Eine Reihe von Wasserhähnen, die unter noch recht sowjetisch anmutetenden Arkaden versteckt sind, stehen Dir dort zur Verfügung, um das heilbringende Wasser zu genießen.
Wobei "Genuss" nun ein recht dehnbarer Begriff sein kann.🤦♂️
Wer hier nun bei dem "Genuss" dieses Wasser eine Geschmacksmischung aus Zuckerwatte und Engelspippi erwartet, den müssen wie leider enttäuschen.
Es erinnert dann schon eher an die Pfütze aus der Mitte einer Pferdebox.😕
𝐔𝐧𝐝 𝐛𝐞𝐯𝐨𝐫 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐬𝐨 𝐞𝐢𝐧 "𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐦𝐞𝐢𝐞𝐫" 𝐟𝐫𝐚𝐠𝐭…
𝐍𝐞𝐢𝐧… ich weiß nicht wie Pferde-Urin schmeckt, aber ich weiß wie er riecht. 🥴
Noch heute kann man hier in Jermuk die alten „Prachtherbergen“ aus der alten, sowjetischen Zeit bestaunen…
Ein bisschen verwohnt wirken sie allerdings schon, diese antikapitalischen Nobelunterkünfte aus den sowjetischen Glanzzeiten… Oder nennen wir es wahrheitsgemäß eher... entkernt.
Seit Jahrzehnten verlassen und dem Verfall überlassen, sind diese Gebäude heute eher etwas für die Anhänger von „Lost places“, als für Gesundheitsenthusiasten.
Dafür prägen 𝐧𝐞𝐮𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐦𝐨𝐝𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐇𝐨𝐭𝐞𝐥𝐚𝐧𝐥𝐚𝐠𝐞𝐧 mittlerweile den Ortskern.
Wer Jermuk besucht, sollte sich auch die 𝐧𝐚𝐡𝐞𝐠𝐞𝐥𝐞𝐠𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐟𝐚𝐞𝐥𝐥𝐞 nicht entgehen lassen.
OK… sie sind jetzt nicht gerade die Niagara Fälle, aber schließlich sind wir auch in Armenien und nicht in den USA… Hier ist einfach nicht soviel Platz für solche Eskapaden... da wäre ja halb Armenien ein Wasserfall. 🙈
Hier darf man auch mal mit etwas kleineren Wasserspielchen zufrieden sein. Immerhin ist er mit seinen 𝟔𝟎 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 nicht nur der längste, sondern mit 𝟕𝟎 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 auch der höchste Wasserfall Armeniens.
𝐃𝐨𝐩𝐩𝐞𝐥𝐬𝐢𝐞𝐠… sozusagen… 𝐖𝐞𝐧𝐧…
… ja wenn rein technisch gesehen, der „Jermuk-Wasserfall“ auch als Wasserfall zählen würde.😕
Die zu 𝐠𝐞𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞 𝐅𝐥𝐢𝐞𝐬𝐬𝐦𝐞𝐧𝐠𝐞 des Wassers, lässt wohl eine Spezifikation als Wasserfall, gemäß DIN 0815 des armenischen Wasserfalldefinitionsgesetzes nicht zu.
So wird der längste und höchste Wasserfall Armeniens quasi aufgrund eines, an irgendeinem Schreibtisch entwickelten Kriteriums disqualifiziert und 𝐳𝐮𝐦 𝐑𝐢𝐧𝐧𝐬𝐚𝐥 𝐝𝐞𝐠𝐫𝐚𝐝𝐢𝐞𝐫𝐭.
Immerhin darf er noch seine recht liebevolle Bezeichnung „𝐌𝐞𝐞𝐫𝐣𝐮𝐧𝐠𝐟𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧𝐡𝐚𝐚𝐫“ behalten.
Sozusagen als Wiedergutmachung für den etwas fragwürdigen Geschmack des Heilquellen-Wassers. 😉
Den Weg zu den eigentlichen heißen Quellen haben wir uns allerdings geschenkt…
Nur so viel… 𝐞𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐬𝐢𝐞… "𝑖𝑐ℎ 𝑠𝑐ℎ𝑤𝑜𝑒𝑟𝑒 𝑏𝑒𝑖 𝑚𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑀𝑢𝑡𝑡𝑒𝑟, 𝐴𝑙𝑡𝑒𝑟" 😉...
... Irgendwo im Nirgendwo, in den Bergen rund um Jermuk haben sie sich versteckt und man könnte sie kostenpflichtig mit einer Geländewagen-Tour besuchen.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭…
Jermuk hat uns überraschend gut gefallen… besonders das Klima… „𝐇𝐚𝐭𝐭𝐚 𝐧𝐚𝐞𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐡𝐚𝐛𝐭.“ 😁
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
17.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟏
𝔾𝕒𝕣𝕟𝕚 – 𝕂𝕝𝕖𝕚𝕟𝕤𝕥𝕒𝕕𝕥 𝕞𝕚𝕥 𝔾𝕣𝕠𝕖𝕤𝕤𝕖
Ein paar recht beeindruckende Bilder aus dem Internet trieben uns nach 𝐆𝐚𝐫𝐧𝐢.
Im Grunde ist es ein recht kleines, unscheinbares Städtchen mit knapp 𝟕.𝟓𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧 und vermutlich 𝟕.𝟓𝟎𝟏 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧.
Also erstmal nichts besonderes...
...wenn nicht… ja wenn nicht diese Stadt noch die eine oder andere Perle verbergen würde, von denen man erstmal nicht unbedingt etwas weiß, sofern man nicht vorab das Internet bemüht hat.😉
Da wäre zum einen der „𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐯𝐨𝐧 𝐆𝐚𝐫𝐧𝐢“…
Erbaut im 1. Jahrhundert von den Römern, zu Ehren des römischen Sonnengottes "Mihr". Das war anscheindend recht nützlich, denn die Sonne schien tatsächlich reichlich, als wir dort ankamen.
Und zugegeben… hübsch anzusehen ist er, dieser im Grunde 𝐡𝐞𝐢𝐝𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥, der quasi mitten in der Wiege des Christentums herumsteht.
Auch wenn wir, was Tempel betrifft aufgrund unserer Reisen durch 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝, 𝐈𝐭𝐚𝐥𝐢𝐞𝐧, 𝐓𝐮𝐧𝐞𝐬𝐢𝐞𝐧 und der 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢 nicht ganz unbefleckt sind, hinterlässt dieser Tempel bei uns doch einen gewissen Eindruck.
Seit 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 trotzen die 24 ionischen Säulen bereits Kriege, Erdbeben und diversen Jungesellenparties…
Da würde vermutlich so mancher deutsche Zwerg in seinem Vorgarten vor Neid erblassen.
Ok… zugegeben…. 1x mal ist er tatsächlich eingestürzt… das war im Jahr 1679… während eines Erdbebens… kann ja mal passieren…🤷♂️
Vermutlich um das, zu dieser Zeit wohl eher übersichtliche Touristenaufkommen in Garni etwas anzukurbeln, baute man den Tempel in den 1970er Jahren wieder auf…
Und zwar… und das ist wohl der Gamechanger… mit den 𝐨𝐫𝐢𝐠𝐢𝐧𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 des Tempels 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭...
So kann man ihn jetzt ruhigen Gewissens als "𝐟𝐚𝐬𝐭 𝐨𝐫𝐢𝐠𝐢𝐧𝐚𝐥" und als "𝐟𝐚𝐬𝐭 𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭" bezeichnen.😉
Seitdem steht er, immerhin schon wieder seit 50 Jahren an seinem Platz und trotzt weiterhin sämtlichen Croggs- und Birkenstockträgern, die sich tagtäglich über ihn hermachen...
Und das ohne ein weiteres Mal einzustürzen... das nenne ich doch mal ein reife Leistung, da mecker nochmal jemand über die grundsolide, sowjetische Wertarbeit.😉
Kein IKEA Schrank, sei es PAX oder HURDAL könnte da mithalten…
Immerhin hat es gut 𝟏𝟏 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 gedauert, bis der Tempel wieder so in diesem Glanz erstrahlte.
Da könnte sich auch so mancher IKEA-Kunde ein Vorbild nehmen. Scheitert er doch daran, seinen PAX-Spiegelschrank mit integrierter Auszugsschublade in dieser Zeit aufzubauen. 🙈
𝐃𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫 (𝐮𝐧𝐯𝐞𝐫𝐛𝐢𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫) 𝐕𝐨𝐫𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠:
Vielleicht nächsten Samstag, nicht zum Köttbullar mampfen in das gelbblaue Möbelhaus düsen, sondern einfach einen Ausflug nach Garni einplanen… 😃
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 ist ja nicht so weit, 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬 klappt's beim nächsten mal auch besser mit dem PAX-Schrank. 😉
Der 𝐄𝐢𝐧𝐭𝐫𝐢𝐭𝐭𝐬𝐩𝐫𝐞𝐢𝐬 beträgt übrigens ca. 𝟑,𝟓𝟎 €…
Das war jetzt mal selbst für unser schmales Reisebudget durchaus finanzierbar . 😃👍
𝐙𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐇𝐨𝐭𝐬𝐩𝐨𝐭:
Die Garni Schlucht… mit ihrer 𝐒𝐲𝐦𝐩𝐡𝐨𝐧𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞.
Für jemanden wie mich, der im 𝐭𝐢𝐞𝐟𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐖𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐰𝐚𝐥𝐝 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐰𝐚𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧 ist, sollten Basaltsäulen jetzt nicht gerade zu den überwältigenden Highlights einer Reise gehören. 🤷♂️
Aber tatsächlich sind die Basaltformationen, hier im Asat-Tal schon eine andere Hausnummer.
Warum die Stein-Formationen als „𝐒𝐲𝐦𝐩𝐡𝐨𝐧𝐢𝐞“ bezeichnet werden, versteht man vermutlich erst, wenn man einmal unter ihnen gestanden hat.
Sie ähneln, mit ein wenig Fantasie tatsächlich den Flöten einer gewaltigen Kirchenorgel und ich muss selbst als „Westerwälder Jung“ zugeben:
„𝐏𝐫𝐚𝐞𝐝𝐢𝐤𝐚𝐭: 𝐒𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭!“ 👍
Die Einheimischen behaupten sogar, dass die „Basaltorgel“ sich, je nach Windstärke und Windrichtung auch tatsächlich musikalisch in Szene setzt, was wir leider mangels Selbsterfahrung so nicht bestätigen können. 🤷♂️
Denn viel gehört haben wir diesbezüglich recht wenig.
Entweder stand der Wind wohl während unseres Besuches akustisch eher suboptimal oder die Bimmelbahn mit ihrem Zweitaktmotor, die lauffaule Rentner wie uns aus der Schlucht nach oben kutschiert, hat die derzeit klingende "𝐒𝐨𝐧𝐚𝐭𝐞 𝐢𝐧 𝐁𝐚𝐬𝐚𝐥𝐭-𝐃𝐮𝐫" schlicht und ergreifend übertönt.🤷♂️
Garni war übrigens über Jahrhunderte die 𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐫𝐞𝐬𝐢𝐝𝐞𝐧𝐳 der Könige von Armenien...
Hier gibt´s zwar weder Nordsee noch Fischbrötchen, aber wenn man sich hier so umschaut, hat Garni andere Qualitäten, die einen 𝐀𝐮𝐟𝐞𝐧𝐭𝐡𝐚𝐥𝐭 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐟𝐞𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 würden.
Eine 𝐭𝐨𝐥𝐥𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭, ein 𝐦𝐢𝐥𝐝𝐞𝐬 𝐊𝐥𝐢𝐦𝐚, auch im Sommer, und 𝐤𝐚𝐮𝐦 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐭𝐞𝐦𝐩𝐟𝐚𝐧𝐠.... Ungestörte 𝐑𝐮𝐡𝐞 ist hier quasi Programm.
Und überhaupt strahlt Garni eine gewisse 𝐆𝐞𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 aus…
Hier scheint es niemand so richtig eilig zu haben… und wir auch nicht.
Die Berge um uns herum stehen hier bereits seit Millionen von Jahren herum, als wenn sie uns sagen wollten:
„𝑴𝒂𝒄𝒉𝒕 𝒍𝒂𝒏𝒈𝒔𝒂𝒎… 𝑾𝒊𝒓 𝒍𝒂𝒖𝒇𝒆𝒏 𝑬𝒖𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒘𝒆𝒈 𝒖𝒏𝒅 𝑬𝒖𝒆𝒓 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏 𝒊𝒔𝒕 𝒌𝒖𝒓𝒛 𝒈𝒆𝒏𝒖𝒈.“
So halten wir es dann auch...
Denn auf das was Dir mehrere Millionen Jahre alte Berge zuflüstern, darauf sollte man schon hören. 😉
In diesen Sinne... 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
16.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟕𝟎
𝔸𝕤𝕔𝕙𝕥𝕒𝕣𝕒𝕜 – 𝔻𝕒𝕤 𝔸𝔹ℂ 𝕗𝕦𝕖𝕣 𝕘𝕒𝕟𝕫 𝕂𝕦𝕣𝕫𝕤𝕚𝕔𝕙𝕥𝕚𝕘𝕖
Wir besuchen das „𝐌𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐨𝐟 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚𝐛𝐞𝐭𝐬 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐚", etwas südwestlich von Aschtarak.
Es gibt Orte, bei denen man aus dem Auto steigt und sich der Sinn nicht gleich aus einem spontanen Geistesblitz heraus erschließt. 🤷♂️
Dieser Ort hier, ist wohl genau so einer.
Denn mitten in der armenischen Einöde steht ein riesiges Alphabet aus Stein.
Sowas kennt man ja... Gibt's ja schließlich in jeder Vorschule" auf der Spielwiese vor dem Bällebad...
Nur halt nicht aus Stein und nicht gleich aus 3 Meter hohen Tuffstein-Blöcken gemeißelt... vermutlich wegen der Verletzungsgefahr.
Im Grunde ist dieses „𝐌𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭 𝐨𝐟 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚𝐛𝐞𝐭𝐬 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐚“genau das, wonach es klingt…
Hier stehen hier tatsächlich 𝟑𝟗 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐛𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐛𝐞𝐧 mehr oder weniger sinnfrei in der Botanik herum… 🤷♂️
Ok… Buchstaben nach klassisch-westeuropäischen Verständnis, ist das was hier so herumsteht eher nicht…
Eher wie „𝐒𝐭𝐞𝐧𝐨 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐫𝐭𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐞 „oder wie in der Sonne 𝐳𝐮 𝐡𝐞𝐢𝐬𝐬 𝐠𝐞𝐰𝐨𝐫𝐝𝐞𝐧𝐞 𝐋𝐚𝐤𝐫𝐢𝐭𝐳𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧.
Mich persönlich erinnert das alles hier irgendwie an die Hürden, die 𝐒𝐮𝐩𝐞𝐫 𝐌𝐚𝐫𝐢𝐨 𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐯𝐞𝐥 𝟑 überwinden muss, um Prinzessin "Zelda" zu retten.
Sollte nun der eine oder andere von Euch verzweifelt nach dem 𝐒𝐢𝐧𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐒𝐤𝐮𝐥𝐩𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 suchen, dem kann hier und jetzt geholfen werden.
Es ist also kein Hindernisparcours in Großformat, für die mittlerweile in die Jahre gekommenen Nintendo-Fans… „weit gefehlt.
Tatsächlich handelt es sich bei diesem Monument um ein Denkmal für „𝐌𝐞𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩 𝐌𝐚𝐬𝐡𝐭𝐨𝐭𝐬“…
Als Mönch und Schriftgelehrter hat er dieses Alphabet bereits um 𝟒𝟎𝟎 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. erschaffen, um die Armenia von den griechischen, persischen und syrischen Schriftzeichen zu befreien, die sie wohl bis dahin nutzten aber allesamt nicht geeignet waren, die komplexe armenische Sprache umfassend darzustellen.
Damit hat er sich quasi zum Nationalhelden der Armenischen Kultur erhoben.
Denn diese armenischen Schriftzeichen sind so besonders, dass sie 𝐬𝐞𝐢𝐭 𝟏.𝟔𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 wurden…
Das klingt nicht nur beeindruckend... Es ist es auch.
Die armenische Schrift gilt bis heute, neben der Georgischen und der Koreanischen Schriftsprache zu den 𝐟𝐨𝐫𝐭𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭...
Hier in Armenien ist mal gar nix mit fragwürdiger „Rechtsschreibreform“und krampfhafter Verschlimmbesserung der Kommunikationskultur, wie es in anderen typografischen Entwicklungsländern, wie den unseren der Fall ist. …🤦♂️
Hier wurde eben von Anfang an alles richtig gemacht. 👍
Na wenn das mal kein Denkmal verdient hat…
So dachte wohl auch der 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐢𝐭𝐞𝐤𝐭 „𝐉𝐢𝐦 𝐓𝐨𝐫𝐨𝐬𝐲𝐚𝐧“, der dieses Monument im Jahre 2005, anlässlich des 1.600jährigen Jubiläums der armenischen Schrift errichten ließ.
3 Meter hohe Buchstaben aus Tuffstein, statt einer Geburtstagstorte … Das kann man schonmal so machen.😉
Zumindest wäre eine Torte schon längst auf gefuttert und an den Steinchen erfreuen wir uns noch heute...
Nun stehen wir also vor den Zeugen armenischer Kulturgeschichte und stellen bei Betrachtung der 39 Buchstaben fest...
Eigentlich sind wir Analalphabeten.😉
In diesem Sinne ...
𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
16.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟗
𝔼𝕣𝕚𝕨𝕒𝕟…. "𝕀𝕞 ℙ𝕣𝕚𝕟𝕫𝕚𝕡 𝕛𝕒, 𝕒𝕓𝕖𝕣…"
Wer kennt sie nicht?…
... Diese 𝐬𝐢𝐧𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐞𝐧 des „𝐑𝐚𝐝𝐢𝐨 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧“ aus den 70er Jahren.
Uups… Ok… mit Erschrecken stelle ich gerade fest… das ist ja bereits über 50 Jahre her. 🙈
So wird vermutlich die/der eine oder andere unter Euch dabei sein, der diese Witzreihe garnicht mehr kennt… genauso wie die Häschen-, oder die „Keine Kekse“-Witze…
Das macht aber nichts, da die Dinger ohnehin eher zu der Kategorie "jenseits des guten Geschmacks der 70er Jahre" gehörten.
Also ähnlich wie die Frisuren und die Schlaghosen mit Blumenmuster.🤦
Wo waren wir?... Ach ja… 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧…
Oder 𝐉𝐞𝐫𝐞𝐰𝐚𝐧, oder 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐰𝐚𝐧 oder 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧…
... im Grunde kann man diese Stadt unmöglich falsch schreiben… irgendwie passt es immer. 😉
Wir einigen uns in diesem Bericht auf „𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧“…
Zum einen, weil es so auf den Verkehrsschildern steht, und zum anderen weil es dann nicht mehr ganz so nach diesen schlechten Witzen aus den 70er Jahren klingt. 😉
Yerevan ist übrigens verdammt alt… also zumindest älter als meine schlechte Laune bei über 40°C Tagestemperatur.😥
Die ersten Hinweise auf Gründung einer Siedlung in dieser Region, gibt es bereits 𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐯. 𝐂𝐡𝐫..
Erstmals erwähnt wurde die Stadt namentlich 𝟕𝟖𝟐 𝐯. 𝐂𝐡𝐫., im Zuge der Erbauung der 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 „𝐄𝐫𝐞𝐛𝐮𝐧𝐢, dessen Überreste man heute noch besichtigen kann…. Also schon alles recht rekordverdächtig.
Dagegen wirkt Rom nahezu wie eine Neubaubausiedlung, die dann wohl 29 Jahre jünger wäre als Yerevan…
So behaupten es zumindest die Armenier.
𝐀𝐩𝐫𝐨𝐩𝐨𝐬 𝐁𝐞𝐡𝐚𝐮𝐩𝐭𝐮𝐧𝐠…
Was ich bisher auch nicht wusste ist, dass hier am westlichen Rand des Kaukasus 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐢𝐞𝐠𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 liegen soll…
Ja, ihr habt richtig gelesen… Nicht Frankreich, nicht Italien oder Griechenland hat den Wein erfunden, sondern die Armenier…
… Wobei sie diesbezüglich seit Jahrtausenden mit den Georgiern in einem Klinsch liegen, die ebenfalls den Ursprung des Weinkelterns für sich in Anspruch nehmen.
„𝐒𝐨 𝐰𝐡𝐚𝐭“… wie auch immer…
Wer hätte gedacht, dass hier im Kaukasus die ersten Weintrauben gepflückt und in dieses geistreiche Getränk verwandelt wurden.
Es ist ein bisschen wie mit der „deutschen Currywurst“…
Berlin oder Essen?… „Wer hat´s erfunden?“ … Auch in diesem Fall wird es vermutlich nie eine wirkliche Einigung geben. 😉
Wie dem auch sei… unser erster Eindruck von der Stadt: „𝐏𝐢𝐧𝐤 𝐢𝐬 𝐛𝐞𝐚𝐮𝐭𝐢𝐟𝐮𝐥.“
… Es scheint, als hätte sich hier in Yerevan die Queere Szene ein Denkmal gesetzt…
Egal wo man hinschaut… 𝐑𝐎𝐒𝐀…
Daher trägt Yerevan auch nicht grundlos den Beinamen „𝐏𝐢𝐧𝐤 𝐂𝐢𝐭𝐲“.
In über 50 Rosa-Tönen leuchtet diese Stadt wie ein „Hello Kitty Shop mit Mitarbeiter auf LSD“.
Das Geheimnis… der 𝐓𝐮𝐟𝐟𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧… der sich wohl gerne mal durch seine feminine Farbgebung auszeichnet.
Also wir finden, hier könnte sich Köln, mit seinen grauen "Hetero -Fassaden" durchaus mal ein Beispiel nehmen.😃
Wie viele andere solcher alten Städte, hat auch Yerawan eine recht abwechslungsreiche Eroberungshistorie hinter sich…
Nach Gründung der Stadt durch die 𝐔𝐫𝐚𝐫𝐭ä𝐞𝐫, kamen dann die 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐞𝐫, 𝐑𝐨𝐞𝐦𝐞𝐫, 𝐀𝐫𝐚𝐛𝐞𝐫, 𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧, 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐞𝐧 und die 𝐒𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐬…
Die Stadt hatte vermutlich mehr Vorbesitzer als jeder Lada, der hier durch die Straßen fährt.
𝐒𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐮𝐞𝐫𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧… 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡…
So zum Beispiel die „𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐬𝐞𝐧“…
eine "𝐦𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐭𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞“, die zum „Denkmal der 50 jährigen Zughörigkeit der Sowjetunion“ über 572 Stufen hinaufführt.
Ob dieses Jubiläum heute noch ein Grund zum Gedenken ist, darüber scheiden sich die Geister. 🤷🏻
𝟓𝟕𝟐 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧... Autsch…
Eher nix für uns Kuscheldosen-Rentner… und schon gar nicht bei 35°+.
Während „𝐑𝐨𝐜𝐤𝐲 𝐁𝐚𝐥𝐛𝐨𝐚“ sich zur Vorbereitung auf seine Kämpfe mit den Stufen des „Museum of Art“ in Philadelphia zufriedengeben musste, hat 𝐃𝐨𝐥𝐩𝐡 𝐋𝐮𝐧𝐝𝐠𝐫𝐞𝐧 sicherlich diese Kaskaden, hier in Yerevan erklommen, um dann als 𝐘𝐯𝐚𝐧 𝐃𝐫𝐚𝐠𝐨, 𝐒𝐲𝐥𝐯𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐥𝐥𝐨𝐧𝐞 so richtig vermöbeln zu können.
(Auch wieder so ein "Insider", den vermutlich nur die "Boomer" verstehen 😉)
Hast Du es allerdings bis ganz nach oben geschafft, wirst Du mit einem 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐚𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤 belohnt…
Ein Ausblick bis zum 𝐀𝐫𝐚𝐫𝐚𝐭, also das Hügelchen, auf dem vor tausenden von Jahren die Arche Noah gestrandet sein soll…
Bei dem Anblick auf dieses Gebirge im Südosten der Türkei, hege ich allerdings gewisse Zweifel bezüglich des Wahrheitsgehaltes dieser historischen Dokumentation🤷🏻.
𝐀𝐛𝐞𝐫... 𝐧𝐮𝐧 𝐠𝐮𝐭... Ich nehme es jetzt mal so hin...
Ganz da hinten, auf dem Ararat, schaukelte die Arche und entließ nach der Sinnflut 𝐄𝐥𝐞𝐟𝐚𝐧𝐭𝐞𝐧, 𝐊𝐚𝐞𝐧𝐠𝐞𝐫𝐮𝐡𝐬 und 𝐁𝐥𝐚𝐮𝐰𝐚𝐥𝐞 in ihre Freiheit zur Gründung einer neuen Population...
Merkt ihr selbst, oder? 🙈
Aber das soll hier jetzt keine Plattform für evolutionstheoretische Grundsatzdiskussiones werden...
𝐖𝐢𝐝𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐝𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐘𝐞𝐫𝐢𝐯𝐚𝐧...
Für Bewegungslegastheniker wie uns, gäbe es auch eine 𝐑𝐨𝐥𝐥𝐭𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞 𝐢𝐦 𝐈𝐧𝐧𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐝𝐞𝐧, wo sich im übrigen georgische Designer künstlerisch hemmungslos ausgetobt haben.
Von der Kategorie "𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝" bis hin zu "𝐝𝐚𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐰𝐞𝐠" ist hier so ziemlich alles ausgestellt.
Von 12.00 – 20.00 Uhr glänzen die Kaskaden durch 𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐬𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞, die wir leider aus Gründen noch nicht bewundern durften, da wir bereits um 9.00 Uhr dort waren.
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 aufgrund der angekündigten Hitzewelle an diesem Tag, 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬 wegen des starken aufkommenden Verkehrs, 𝐝𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐬 aufgrund mangelnder Parkplätze rund um diese Sehenswürdigkeit, und nicht zuletzt, 𝐯𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧𝐬...
hatten wir für 10.30 Uhr noch einen Termin, bezüglich unseres Familienzuwachses…
einen neuen Kühlschrank der nun für eine zuverlässige Kühlung von Ulrikes Medikamenten sorgen soll.
Allerdings spielen wir mit dem Gedanken, uns dieses Wasserspektakel doch noch mal zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen.
Mal sehen, ob sich die Gelegenheit nochmal ergibt.
𝐄𝐛𝐞𝐧𝐟𝐚𝐥𝐥𝐬 𝐬𝐞𝐡𝐫 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭…
Der 𝐏𝐥𝐚𝐭𝐳 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐩𝐮𝐛𝐥𝐢𝐤, der übrigens bis 1991 noch „Lenin-Platz“ hieß.
Ab diesem Zeitpunkt fanden die Armenier anscheinend diesen Namen irgendwie doof… und nannten ihn in „Platz der Republik“ um…
Wir Deutsche kennen das ja selbst…
Ich weiß nicht, wie viele „A.H.-Plätze“ es bis 1945 in Deutschland gab, die dann recht unverfänglich in "Göthe-Platz" oder "Erich Kästner Platz" umbenannt wurden.🤷🏻
Von hier aus wird auch Armenien regiert… hier ist der Sitz des Parlaments, das sich diesen Platz noch mit dem Nationalmuseum, dem Marriot Hotel und jede Menge Luftballon Verkäufern teilt.
Nun gehört der Platz nicht mehr dem Sozialismus, sondern dem Armenischen Volk… und das ist auch gut so. ☺️
Was sollen wir sagen?... 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐫𝐭. 𝐏𝐔𝐍𝐊𝐓!
Wenn die Sonne in den Straßen Yerivans untergeht, verwandelt sich das omnipräsente Rosa der Stadt in ein warmes Gold.
𝐓𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐅𝐨𝐧𝐭𝐚𝐢𝐧𝐞𝐧, verteilt in der ganzen Stadt, machen die aktuellen Temperaturen jenseits der 40°-Marke überaus erträglich.
Städte erzählen ihre Geschichte in Museen…
In Yerewan öffnest Du morgens einfach die Haustüre, oder wie in unserem Fall die Schiebetüre deines Campers und du fühlst Dich eingeladen diese Stadt zu erkunden…
Jedes Gesicht scheint dir zu signalisieren:
"𝑲𝒐𝒎𝒎 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒓𝒆𝒊𝒏, 𝒘𝒊𝒓 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒔𝒆𝒊𝒕 𝒇𝒂𝒔𝒕 𝟐.𝟖𝟎𝟎 𝑱𝒂𝒉𝒓𝒆𝒏 𝒉𝒊𝒆𝒓… 𝑼𝒏𝒅 𝒅𝒆𝒓 𝑲𝒂𝒇𝒇𝒆𝒆 𝒘𝒂𝒆𝒓𝒆 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒇𝒆𝒓𝒕𝒊𝒈."
Nur ein Lächeln... Das wäre nun wirklich ein bisschen zu viel verlangt.😉
In diesem Sinne... 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
14.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟖
ℝ𝕆𝕋 𝟝𝟜 – 𝔸𝕣𝕖𝕒 𝟝𝟙 𝕞𝕖𝕖𝕥𝕤 𝕍𝕠𝕕𝕜𝕒 𝔾𝕠𝕣𝕓𝕒𝕥𝕤𝕔𝕙𝕠𝕨…
… oder waren wir doch bei der 𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 „𝐋𝐮𝐝𝐨𝐥𝐟𝐬“?😉
Alles wäre hier möglich... in der "𝐑𝐨𝐭𝟓𝟒".
Der korrekte Name dieser Einrichtung lautet übrigens:
"𝐑𝐚𝐝𝐢𝐨 𝐨𝐩𝐭𝐢𝐜𝐚𝐥 𝐨𝐛𝐬𝐞𝐫𝐯𝐚𝐭𝐨𝐫𝐲 𝐫𝐨𝐭-𝟓𝟒"…
Das klingt ein bisschen wie die Bauteilnummer einer Wasserpumpe für den Lada Niva, Baujahr 1985, ist aber eine längst aufgegebene Sternenwarte hier in Armenien, am Fuße des Aragaz Gebirge.
Vier Jahre waren diese Teleskope aktiv, um dann für weitere 35 Jahre als Denkmal für die Vergänglichkeit eines politischen Systems zu dienen. Schade eigentlich…🤷♂️
Von 𝟏𝟗𝟖𝟔 𝐛𝐢𝐬 𝟏𝟗𝟗𝟎 hat man hier nicht nur in die Sterne geschaut, sondern sie auch belauscht, sodass der Begriff "𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟" hier noch wirklich Sinn machte.😉
Nach 1990 war anscheinend Schluss…
Bei einer Bauzeit von 10 Jahren, bezweifle ich allerdings, dass hier auch nur ansatzweise kostendeckend in die Sterne geguckt wurde, selbst wenn jeder neu entdeckter Stern die Station mit reichlich Sternenstaub beschenkt hätte. 🤷♂️
Auf jeden Fall war 1990 "Ende Gelände"... "Aus die Maus"... "Finito Bonito".🙈
Vermutlich lag es an der Stromrechnung… wir erinnern uns? … 1990?...
Diese Zeit zählte ja nicht gerade zu den sowjetischen Glanzzeiten…
Der Rubel rollte zu dieser Zeit recht holprig und das Sparbuch des damaligen Staats- und Parteivorsitzenden war bereits mächtig geplündert. Die etwas älteren unter euch erinneren sich...
Das war der Typ, der die Grenzen von Thailand auf seiner verlängerten Stirn trug und in Berlin einen Flashmob auslöste. Noch heute erinnert eine Wodka-Marke an ihn. 😉
Für die Sternwarte blieb im Grunde nur noch der geordnete Rückzug in Form eines kontrollierten Verfalls dieser Anlage, in der Hoffnung, dass sich in Zukunft der eine oder andere Tourist hierhin verirrt und umgerechnet 3,50€/Person berappt, um die Ruinen aus längst vergangenen Blüte-Zeiten der Sowjetunion zu besichtigen.
Was uns betrifft hat es ja geklappt.😉
Im Grunde sieht es hier aus, als hätte man versucht einen Endzeit-Streifen zu drehen, dessen Budget allerdings für 2 Kisten Vodka und einem rostigen Schweißgerät draufgegangen ist.
Das Equipment, das hier noch vorzufinden ist, erinnert tatsächlich stark an ein Sciences-Fiction Epos aus den 60er Jahren….
Die Raum Patrouille mit ihrem schnellen 𝐑𝐚𝐮𝐦𝐤𝐫𝐞𝐮𝐳𝐞𝐫 „𝐎𝐫𝐢𝐨𝐧“ und seinem "𝐑𝐨𝐰𝐞𝐧𝐭𝐚 𝐁𝐮𝐞𝐠𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧" als Steuereinheit.
Der eine oder andere Boomer unter Euch, erinnert sich bestimmt noch daran…😉
Das Radio-Teleskop hat einen Durchmesser von 𝟓𝟒 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫…
also durchaus geeignet eine ganze Elefantenherde darin unterzubringen oder ein Gulasch für die gesamte Bevölkerung Armeniens zuzubereiten.
By the way… die Größe war übrigens damals auch ausschlaggebend für den Namen „ROT 54“, der den Durchmesser des Spiegels beziffert…
Muss man nicht wissen, macht sich aber gut auf jeden Stammtisch.😉
Das „ROT 54“ ließ die Menschen damals tief in das Weltall horchen… oder in die Kühlschränke des amerikanischen Klassenfeindes… man weiß es heute nicht mehr so genau. 🤷🏻
Neben diesem Radio-, also akustischen Teleskop gab es noch das optische Teleskop…
Heute ist es ebenfalls nur noch als ein rostiges Skellett zu bewundern, das bis heute einen optisch recht ambivalenten Kontrast zur umliegenden Flora bietet.
Was wirkt wie moderne, kubistische Kunst, die dann aber eher wegkann, war seinerzeit einer der modernsten Spiegelteleskope der Welt…
Heute schaut vermutlich der Zoom eines I-Phones der vorvorletzten Generation, tiefer in den Sternenhimmel als dieses Teleskop… aber die Zeiten ändern sich. 🤷🏻
Alles in allem war es für die Beobachter, hier in dieser hochwissenschaftlichen Einrichtung, ein recht kontrastarmes Fernsehprogramm:
Quasi wie:
Enterprise... alle Folgen in Dauerschleife... zuzüglich Wiederholung im Vormittagsprogramm.
Nicht einmal die 𝐀𝐥𝐢𝐞𝐧-𝐍𝐚𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚 𝐂𝐞𝐧𝐭𝐚𝐮𝐫𝐢 haben damals antworten wollen… Die Spielverderber. 😔
Auch die, dem Verfall überlassenen Gebäude strahlen noch heute diesen liebesvollen, morbiden Charme einer Folge „Stranger Things“ aus.
Der Duft des sozialistisch- kommunistischen Regimes liegt irgendwie noch immer in der Luft und es riecht... wie sollte es auch anders sein, recht modrig.🙈
Die „𝐊𝐨𝐦𝐦𝐚𝐧𝐝𝐨𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐥𝐞“ ist auch noch zu besichtigen…
Hier stehen sie noch herum, die damals modernsten, wissenschaftlichen Errungenschaften der sowjetischen Ingenieurskunst, die aus heutiger Sicht eher anmuten, wie das Cockpit des „Fliewatüüt“. (wer nicht weiß, was das genau ist, kann es gerne googlen.😉)
Während wir uns gedanklich in die Zeit des kalten Krieges und des eisernen Vorhangs versetzen, von dem wir ja bisher nur die andere Seite kannten, starren uns aus der Dunkelheit 4 dunkelbraune Kugelaugen an...
Zum Glück sind es keine 𝐃𝐞𝐦𝐚𝐫𝐠𝐨𝐠𝐨𝐧𝐬 (auch diesen Begriff bei Unkenntnis einfach googeln), die natürlich optimal zu dieser Kulisse gepasst hätten, sondern vegane Kuhaugen.
Vermutlich haben die Rindviecher dieses Areal als animalischen Unterschlupf zweckentfremdet und stolzieren nun hier durch diese „heiligen Hallen“ als wer es das selbstverständlichste der Welt. 😊
Hausbesetzung auf Armenisch...
Immerhin erfüllen die Gebäude damit wieder einen Zweck... wenn auch etwas zweckentfremdet. 😉
Nach gut 1,5 Stunden hat uns das 21te Jahrhundert wieder und wir machen uns auf den Weg in die 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧.
Nicht, weil wir das bei 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝟒𝟎°𝐂 unbedingt möchten, sondern weil wir die Hoffnung hegen, hier einen weiteren Kühlschrank erwerben zu können, um Ulrikes Medikamente zu retten.🤷🏻
𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧𝐝 𝐬𝐞𝐢 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
... sollte es Euch irgendwann einmal an den Fuß des Aragaz-Gebirge verschlagen, ist die „ROT54“, aus unserer Sicht durchaus einen Abstecher wert. 👍
Zumindest war es für mich die 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐀𝐧𝐬𝐚𝐦𝐦l𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐨𝐭𝐭, die ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe… und ich habe in meinem Leben schon viel Schrott gesehen. 😂
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
11.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟒
𝔸𝕣𝕞𝕖𝕟𝕚𝕖𝕟 – 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕟 „𝕃𝕒𝕕𝕒 𝕃𝕒𝕟𝕕“
oder 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐞 𝐢𝐦 𝐉𝐮𝐥𝐢... 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐦𝐚𝐧 𝐦𝐚𝐥 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧. 😉
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐧𝐮𝐧 𝐢𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧…
… und bereits nach 15 Minuten war uns klar…
... hier in Armenien gibt es Dinge, die trotzen einfach jeder Zeitrechnung. Zum Beispiel die 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐛𝐞𝐥𝐞𝐠𝐞, 𝐖𝐢𝐥𝐝𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥 in Form von melkwilligen Kühen und… „𝐋𝐚𝐝𝐚𝐬“.
𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐚𝐝𝐚-𝐏𝐨𝐩𝐮𝐥𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧, die hier anscheinend überproportional zum Rest der Welt zu sein scheint, fällt dem Autofreund der Boomer-Generation vermutlich direkt ins Auge.
Gefühlt ist hier noch jedes zweite vierrädrige Vehikel ein „Lada“… 🤷♂️
Falls sich also mal jemand gefragt haben sollte, wo denn nun genau unsere ganzen Lada´s aus den 80ern abgeblieben sind? …
... 𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐃𝐮 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧.
Vermutlich haben sich sämtliche Ladas auf deutschen Schrottplätzen des Nachts heimlich auf den Weg nach Armenien gemacht, um hier ein neues Zuhause zu finden.
Weit weg von TÜV und Polizeikontrollen.
Unsere etwas übereilte 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 hatte übrigens einen simplen Grund:
𝟒𝟎°𝐂… also in Worten „Vierzig Grad Celsius“ …
Also quasi einen Tick oberhalb unserer Komfortzone. 🤦♂️
Wenn der Ventilator bereits zum Heißluftföhn mutiert und Dir der Käse als Fondue aus dem Kühlschrank entgegenkommt, wird es tatsächlich Zeit für einen 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐁.
Unser Plan „B“: 𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐬𝐥𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧𝐬.
Und ja… auch in Georgien gibt es Höhenlagen und Gebirge, doch haben wir Armenien ohnehin noch auf unserer „Bucket-List“, und so können wir direkt das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐮𝐟 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧…
Unser erstes Ziel:
𝐒𝐞𝐯𝐚𝐧 und der, wie es der Zufall so will gleichnamige, ebenfalls dort ansässige See.
Die Hoffnung war tatsächlich, dort auf 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 etwas Abkühlung zu finden.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… das hat nicht so ganz geklappt. 😉
Auch hier stieg das Thermometer in den Mittagsstunden auf weit über 30°C, was weder bei unserem Oscar, noch bei unserem Kühlschrank auf überschwellige Zustimmung stieß.🤷♂️
Erschwerend kommt noch hinzu, dass unser Kühlschrank aktuell recht wichtige und auch sehr 𝐭𝐞𝐮𝐫𝐞 𝐌𝐞𝐝𝐢𝐤𝐚𝐦𝐞𝐧𝐭𝐞 für Ulrike beherbergt, die kühl gelagert werden müssen. 🤦♂️
Als Dauerreisender in einem Camper entwickelt man ja im Laufe der Zeit eine gewisse, persönliche Beziehung zu seinem Kühlschrank.
Besonders wenn darin ein so sensibles Gut lagert, wie es aktuell bei uns der Fall ist. Andere prüfen den Ölstand… wir kontrollieren eher die Kühlschranktemperatur.
Und wenn Oscar und der Kühlschrank glücklich sind, sind wir es auch. 😉
Da das auf einer Höhe von 2.000 Meter anscheinend noch nicht so wirklich der Fall war, blieb also uns nur noch eine weitere 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐨𝐛𝐞𝐧… und zwar ins 𝐀𝐫𝐚𝐠𝐚𝐳-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞, an den Kari-See.
Wir schraubten uns also auf gut 𝟑.𝟐𝟎𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 hinauf in der Hoffnung, hier für Oscar, unseren Kühlschrank und last but not least auch für uns die ersehnte Abkühlung zu bekommen.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧?...
...Check!... Willkommen im „Kühle-Paradies“ 😃
Stellenweise liegt hier sogar noch 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐞…
... das klingt für Mitte Juli zwar erstmal recht komisch….
Ist aber so. 😉
So suchten wir uns also hier oben ein lauschiges Plätzen mit Blick auf ein 𝐚𝐭𝐞𝐦𝐛𝐞𝐫𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞𝐬 „𝐌𝐢𝐥𝐤𝐚-𝐏𝐚𝐧𝐨𝐫𝐚𝐦𝐚“ … nur ohne lila Kuh. 😉
Es ist Wochenende und die eine oder andere armenische Familie hat sich ebenfalls hier oben zum einem Picknick verirrt.
So klopfte es des Abends an unserer Tür und ein Mann hielt uns eine Tüte mit noch warmen Grillgut entgegen und sagte:
"Դեռ ուզո՞ւմ ես դա ուտել։"
Ok… das haben wir natürlich nicht wirklich verstanden, aber anscheinend haben wir seine Worte richtig interpretiert und so nahmen wir die „𝐤𝐮𝐥𝐢𝐧𝐚𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐬𝐭𝐩𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧“ gerne an. (Siehe Foto). 😃
An dieser Stelle nochmals 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 an die unbekannten Spender.🙏
Des weiteren steht hier oben sogar noch eine „𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐅𝐨𝐫𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐬𝐦𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐡𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐚𝐥𝐥“.
Was man tatsächlich vorfindet:
Verlassene Gebäude, bröckelnder Beton, rostige Antennen, die aussehen, als würden sie seit dem Kalten Krieg auf Kontakt mit Außerirdischen warten, aber…
… hier wird tatsächlich immer noch geforscht.
Wie genau?... Keine Ahnung.🤷♂️
Von außen wirkt das Ganze ungefähr so, als würde gleich ein Wissenschaftler mit Schnauzbart, Knobelbecher an den Füßen, Klemmbrett unter dem Arm und einem Computer aus dem Jahr 1984 gleich um die Ecke kommen und verkünden:
"𝑫𝒊𝒆 𝑴𝒆𝒔𝒔𝒘𝒆𝒓𝒕𝒆 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒂𝒖𝒔𝒈𝒆𝒛𝒆𝒊𝒄𝒉𝒏𝒆𝒕, 𝑮𝒆𝒏𝒐𝒔𝒔𝒆."… „𝑼𝒏𝒅 ü𝒃𝒆𝒓𝒉𝒂𝒖𝒑𝒕, 𝒘𝒂𝒔 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝒁𝒊𝒗𝒊𝒍𝒊𝒔𝒕𝒆𝒏 𝒆𝒊𝒈𝒆𝒏𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒊𝒆𝒓?“.
Aber egal mal wie… Irgendwie funktioniert es anscheinend noch immer.
So verbringen wir nun die kommenden Tage zwischen Sowjetischen Kulturgut und angegrauten Schneeflecken, die sich anscheinend beide im Zersetzungsprozess befinden und genießen 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬-𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 𝐮𝐦 𝐝𝐢𝐞 𝟐𝟎°𝐂 ...
... Kann man so machen. 😃
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
09.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟐
𝔸𝕓𝕤𝕔𝕙𝕚𝕖𝕕 𝕧𝕠𝕟 𝕋𝕚𝕗𝕝𝕚𝕤
Heute gab´s noch einmal eine 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐬𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞 durch die Altstadt. Selbstverständlich konnten wir die Stadt nicht verlassen, ohne mindestens 1x die „𝐂𝐡𝐫𝐨𝐧𝐢𝐤𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧“ besichtigt zu haben… 𝐂𝐡𝐞𝐜𝐤... Haben wir gemacht. 😉
Also… die „𝐂𝐡𝐫𝐨𝐧𝐢𝐜𝐚𝐥𝐬 𝐨𝐟 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐚“…
Gemeißelt von einem Künstler namens 𝐒𝐮𝐫𝐚𝐛 𝐙𝐞𝐫𝐞𝐭𝐞𝐥𝐢, der auch bereits in Moskau so manche narzisstische Persönlichkeitsstörung für die Nachtwelt festgehalten hat.
Nur hier in Tiflis dachte er sich vermutlich…
"𝑶𝒄𝒉… 𝒘𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒏𝒖𝒓 𝟐𝟎 𝑴𝒆𝒕𝒆𝒓, 𝒘𝒆𝒏𝒏´𝒔 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝟑𝟎 𝑴𝒆𝒕𝒆𝒓 𝒈𝒆𝒉𝒕 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝒗𝒊𝒆𝒍𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒏𝒐𝒄𝒉 𝒉𝒐𝒆𝒉𝒆𝒓?
Hier in Tiflis darf´s ruhig ein bisschen mehr sein. 😉
𝐁𝐢𝐬 𝐳𝐮 𝟑𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 ragen die Statuen in den Tifliser Himmel.
Erzählt wird, und wer hätte das bei diesem Namen gedacht, die 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬.
Zu sehen sind weitestgehend alle Jungs und Mädels, die hier irgendwann mal etwas zu melden hatten… plus Szenen aus der Bibel… vermutlich zur Legitimierung der Kirchensteuer 😉
Seit 𝟏𝟗𝟖𝟓 wird hier gemeißelt, gehämmert und poliert. Natürlich mittlerweile nicht mehr vom Meister selbst, sondern lediglich nach seinem Entwurf.
So etwas ähnliches kennt man ja auch, mehr schlecht als recht aus Barcelona, wo bekanntermaßen Antoni Gaudí die berühmte Sagrada Familia entwarf, die dann ohne ihn, in einem recht ambivalenten Stil fertiggestellt wurde. Immerhin reicht es dort heute für 40,00 € Eintritt, während das Monument der Chroniken von Georgien 𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧𝐥𝐨𝐬 zu besichtigen sind.
Offiziell gilt dieses Monument bis heute als 𝐮𝐧𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧𝐝𝐞𝐭. Irgendwas zum Verschlimmbessern gibt´s ja schließlich immer. 😉
Schon von weitem wirkt dieses Denkmal wie eine Mischung aus Kathedrale, Science-Fiction-Filmset oder das Stammtischtreffen der Transformers.
𝟏𝟔 𝐒𝐚𝐞𝐮𝐥𝐞𝐧, die bis zu 𝟑𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 in den Tibliser Himmel ragen, stehen hier in Reihe und Glied und erzählen 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬 in Gestalt in Bronce gegossener Reliefs.
Im 𝐨𝐛𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐓𝐞𝐢𝐥 der Säulen sieht man die 𝐎𝐛𝐞𝐫𝐡𝐚𝐞𝐮𝐩𝐭𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬…
Alle Königinnen (ja, auch die gab es), alle Könige, sowie weitere bedeutende Persönlichkeiten, dessen Aufzählung den Rahmen dieses Reiseberichtes sprengen würde. Und alle schauen sie auf dich hinab, als möchten sie sagen:
„𝒁𝒖 𝒔𝒑𝒂𝒆𝒕… 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒊𝒔𝒕 𝒃𝒆𝒓𝒆𝒊𝒕𝒔 𝒃𝒆𝒔𝒆𝒕𝒛𝒕.“
Der 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞 𝐓𝐞𝐢𝐥 der Säulen, zeigt 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐳𝐞𝐧𝐞𝐧…
Aus dem Leben von Jesus Christus, der Jungfrau Maria und dem einen oder anderen Apostel, den der Erschaffer anscheinend für wichtig hielt.
Ich stehe so davor… hier hat jeder Heilige ungefähr die Größe eines Einfamilienhauses. 𝐊𝐥𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫𝐧 𝐠𝐞𝐡𝐭 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬. 😉
Aber die Georgier sind anscheinend sehr stolz auf ihre Geschichte und ihren Glauben… und womit?... Mit Recht.
Besonders beeindruckend… 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠𝐢𝐧 𝐓𝐚𝐦𝐚𝐫… wohl eine der bedeutendsten Herrscherinnen Georgiens, die hier vermutlich die Frauenquote erfunden hat.
Während man sich in Westeuropa zur gleichen Zeit noch gegenseitig geteert und gefedert hat, um argumentativ punkten zu können, wurde hier in Georgien bereits die Diplomatie etabliert.
Was uns betrifft... wir machen uns nun erstmal auf in die 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧𝐬, um der Sommerhitze ein wenig aus dem Weg zu gehen… 🫠
Bis dahin… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.#
08.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟏
𝟜𝟚 𝕋𝕒𝕘𝕖 𝕋𝕚𝕗𝕝𝕚𝕤…
𝐍𝐞𝐢𝐧…𝐢𝐦 𝐄𝐫𝐧𝐬𝐭.
Nach 𝐟𝐚𝐬𝐭 𝟒 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐓𝐨𝐮𝐫, gab es tatsächlich mal so einiges 𝐧𝐞𝐮 𝐳𝐮 𝐨𝐫𝐝𝐧𝐞𝐧, 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢𝐧𝐢𝐠𝐞𝐧 und 𝐳𝐮 𝐟𝐥𝐢𝐜𝐤𝐞𝐧… und das nicht nur in der Sockenschublade.
Tiflis bot sich diesbezüglich einfach an, denn diese Stadt kann richtig was.😉
Nicht zuletzt schlich sich auch, besonders nach den ganzen Ereignissen der letzten Monate so langsam eine gewisse Reisemüdigkeit ein. 🤷♂️
Erschwerend kam auch noch hinzu, dass Ulrike aufgrund eines Trauerfalles kurzfristig nach Deutschland fliegen musste, sodass hier in Tiflis lediglich die “Männer-Fraktion“ zurückblieb.
So stehen wir hier seit über 1,5 Monaten in direkter Nachbarschaft der Ukrainischen, Russischen und Iranischen Botschaft. Klingt erstmal recht brisant, war aber letztendlich recht friedlich, zumindest diesseits des Zaunes. 🙈
Während Ulrike in „good old Germany” ebenfalls recht viele Dinge zu regeln und zu ordnen hatte, haben die Männer, knapp 4.000 km entfernt, allerdings auch nicht auf der faulen Haut gelegen.
Es war einmal an der Zeit, die Kuscheldose reinigungstechnisch mal so richtig auf links zu krempeln. Also mit Handfeger und Putzlappen... Kärcher und Vorwerk, die die Arbeit sicherlich erleichtert hätten, standen uns leider nicht zur Verfügung. 🤷♂️
Während sich Holger mit der Zahnbürste in Ecken vorgewagt hatte, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, gab sich Oscar allerdings die größte Mühe, den Status Quo schnellstmöglich wieder herzustellen. 😉
Mit seinen Matschepfötchen nach dem Gassi, dem gepflegtem Frühsommer-Haarausfall und der freigiebigen Verteilung des Inhalts seines Fressnapfes, während der Nahrungsaufnahme, wird der gewohnte Zustand der Kuscheldose vermutlich auch relativ zügig wieder hergestellt sein.
Aber immerhin... 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐢𝐥𝐥𝐞 𝐳𝐚𝐞𝐡𝐥𝐭. 😉
Ansonsten genossen wir die Stadt, so gut es eben ohne unsere Chefin ging. 😔
Mittlerweile ist Ulrike aber wohlbehalten zurück und das Kuscheldosen-Team ist wieder komplett. 😃
Es kann also wieder losgehen… zu neuen 𝐏𝐥𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧, 𝐏𝐞𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐚𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐚 𝐥𝐚 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞….
In diesem Sinne… to be continued… äh… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
August 2026



































































































































































































