Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

August  2026

J U L I     2 0 2 6



16.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟗
𝔼𝕣𝕚𝕨𝕒𝕟…. "𝕀𝕞 ℙ𝕣𝕚𝕟𝕫𝕚𝕡 𝕛𝕒, 𝕒𝕓𝕖𝕣…"

  • 2026-07-14_0284
  • 2026-07-14_0255
  • 2026-07-14_0270
  • 2026-07-14_0274
  • 2026-07-14_0280
  • 2026-07-14_0291
  • 2026-07-15_0017
  • 2026-07-15_0020
  • 2026-07-15_0023
  • 2026-07-15_0024
  • 2026-07-15_0026
  • 2026-07-15_0028
  • 2026-07-15_0035
  • 2026-07-15_0039
  • 2026-07-15_0045

Wer kennt sie nicht?…

... Diese 𝐬𝐢𝐧𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐞𝐧 des „𝐑𝐚𝐝𝐢𝐨 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧“ aus den 70er Jahren.
Uups… Ok… mit Erschrecken stelle ich gerade fest… das ist ja bereits über 50 Jahre her. 🙈
So wird vermutlich die/der eine oder andere unter Euch dabei sein, der diese Witzreihe garnicht mehr kennt… genauso wie die Häschen-, oder die „Keine Kekse“-Witze…
Das macht aber nichts, da die Dinger ohnehin eher zu der Kategorie "jenseits des guten Geschmacks der 70er Jahre" gehörten.
Also ähnlich wie die Frisuren und die Schlaghosen mit Blumenmuster.🤦
Wo waren wir?... Ach ja… 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧…
Oder 𝐉𝐞𝐫𝐞𝐰𝐚𝐧, oder 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐰𝐚𝐧 oder 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧…
... im Grunde kann man diese Stadt unmöglich falsch schreiben… irgendwie passt es immer. 😉
Wir einigen uns in diesem Bericht auf „𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧“…
Zum einen, weil es so auf den Verkehrsschildern steht, und zum anderen weil es dann nicht mehr ganz so nach diesen schlechten Witzen aus den 70er Jahren klingt. 😉
Yerevan ist übrigens verdammt alt… also zumindest älter als meine schlechte Laune bei über 40°C Tagestemperatur.😥
Die ersten Hinweise auf Gründung einer Siedlung in dieser Region, gibt es bereits 𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐯. 𝐂𝐡𝐫..
Erstmals erwähnt wurde die Stadt namentlich 𝟕𝟖𝟐 𝐯. 𝐂𝐡𝐫., im Zuge der Erbauung der 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 „𝐄𝐫𝐞𝐛𝐮𝐧𝐢, dessen Überreste man heute noch besichtigen kann…. Also schon alles recht rekordverdächtig.
Dagegen wirkt Rom nahezu wie eine Neubaubausiedlung, die dann wohl 29 Jahre jünger wäre als Yerevan…
So behaupten es zumindest die Armenier.
𝐀𝐩𝐫𝐨𝐩𝐨𝐬 𝐁𝐞𝐡𝐚𝐮𝐩𝐭𝐮𝐧𝐠…
Was ich bisher auch nicht wusste ist, dass hier am westlichen Rand des Kaukasus 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐢𝐞𝐠𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐖𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 liegen soll…
Ja, ihr habt richtig gelesen… Nicht Frankreich, nicht Italien oder Griechenland hat den Wein erfunden, sondern die Armenier…
… Wobei sie diesbezüglich seit Jahrtausenden mit den Georgiern in einem Klinsch liegen, die ebenfalls den Ursprung des Weinkelterns für sich in Anspruch nehmen.
„𝐒𝐨 𝐰𝐡𝐚𝐭“… wie auch immer…
Wer hätte gedacht, dass hier im Kaukasus die ersten Weintrauben gepflückt und in dieses geistreiche Getränk verwandelt wurden.
Es ist ein bisschen wie mit der „deutschen Currywurst“…
Berlin oder Essen?… „Wer hat´s erfunden?“ … Auch in diesem Fall wird es vermutlich nie eine wirkliche Einigung geben. 😉
Wie dem auch sei… unser erster Eindruck von der Stadt: „𝐏𝐢𝐧𝐤 𝐢𝐬 𝐛𝐞𝐚𝐮𝐭𝐢𝐟𝐮𝐥.“
… Es scheint, als hätte sich hier in Yerevan die Queere Szene ein Denkmal gesetzt…
Egal wo man hinschaut… 𝐑𝐎𝐒𝐀…
Daher trägt Yerevan auch nicht grundlos den Beinamen „𝐏𝐢𝐧𝐤 𝐂𝐢𝐭𝐲“.
In über 50 Rosa-Tönen leuchtet diese Stadt wie ein „Hello Kitty Shop mit Mitarbeiter auf LSD“.
Das Geheimnis… der 𝐓𝐮𝐟𝐟𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧… der sich wohl gerne mal durch seine feminine Farbgebung auszeichnet.
Also wir finden, hier könnte sich Köln, mit seinen grauen "Hetero -Fassaden" durchaus mal ein Beispiel nehmen.😃
Wie viele andere solcher alten Städte, hat auch Yerawan eine recht abwechslungsreiche Eroberungshistorie hinter sich…
Nach Gründung der Stadt durch die 𝐔𝐫𝐚𝐫𝐭ä𝐞𝐫, kamen dann die 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐞𝐫, 𝐑𝐨𝐞𝐦𝐞𝐫, 𝐀𝐫𝐚𝐛𝐞𝐫, 𝐎𝐬𝐦𝐚𝐧𝐞𝐧, 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐞𝐧 und die 𝐒𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐬…
Die Stadt hatte vermutlich mehr Vorbesitzer als jeder Lada, der hier durch die Straßen fährt.
𝐒𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐮𝐞𝐫𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧… 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡…
So zum Beispiel die „𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐬𝐞𝐧“…
eine "𝐦𝐨𝐧𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐭𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞“, die zum „Denkmal der 50 jährigen Zughörigkeit der Sowjetunion“ über 572 Stufen hinaufführt.
Ob dieses Jubiläum heute noch ein Grund zum Gedenken ist, darüber scheiden sich die Geister. 🤷🏻
𝟓𝟕𝟐 𝐒𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧... Autsch…
Eher nix für uns Kuscheldosen-Rentner… und schon gar nicht bei 35°+.
Während „𝐑𝐨𝐜𝐤𝐲 𝐁𝐚𝐥𝐛𝐨𝐚“ sich zur Vorbereitung auf seine Kämpfe mit den Stufen des „Museum of Art“ in Philadelphia zufriedengeben musste, hat 𝐃𝐨𝐥𝐩𝐡 𝐋𝐮𝐧𝐝𝐠𝐫𝐞𝐧 sicherlich diese Kaskaden, hier in Yerevan erklommen, um dann als 𝐘𝐯𝐚𝐧 𝐃𝐫𝐚𝐠𝐨, 𝐒𝐲𝐥𝐯𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐥𝐥𝐨𝐧𝐞  so richtig vermöbeln zu können.
(Auch wieder so ein "Insider", den vermutlich nur die "Boomer" verstehen 😉)
Hast Du es allerdings bis ganz nach oben geschafft, wirst Du mit einem 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐚𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐁𝐥𝐢𝐜𝐤 belohnt…
Ein Ausblick bis zum 𝐀𝐫𝐚𝐫𝐚𝐭, also das Hügelchen, auf dem vor tausenden von Jahren die Arche Noah gestrandet sein soll…
Bei dem Anblick auf dieses Gebirge im Südosten der Türkei, hege ich allerdings gewisse Zweifel bezüglich des Wahrheitsgehaltes dieser historischen Dokumentation🤷🏻.
𝐀𝐛𝐞𝐫... 𝐧𝐮𝐧 𝐠𝐮𝐭...  Ich nehme es jetzt mal so hin...
Ganz da hinten, auf dem Ararat, schaukelte die Arche und entließ nach der Sinnflut  𝐄𝐥𝐞𝐟𝐚𝐧𝐭𝐞𝐧, 𝐊𝐚𝐞𝐧𝐠𝐞𝐫𝐮𝐡𝐬 und 𝐁𝐥𝐚𝐮𝐰𝐚𝐥𝐞 in ihre Freiheit zur Gründung einer neuen Population...
Merkt ihr selbst, oder? 🙈
Aber das soll hier jetzt keine Plattform für evolutionstheoretische Grundsatzdiskussiones werden...
𝐖𝐢𝐝𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐝𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐘𝐞𝐫𝐢𝐯𝐚𝐧...
Für Bewegungslegastheniker wie uns, gäbe es auch eine 𝐑𝐨𝐥𝐥𝐭𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞 𝐢𝐦 𝐈𝐧𝐧𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐚𝐬𝐤𝐚𝐝𝐞𝐧, wo sich im übrigen georgische Designer künstlerisch hemmungslos ausgetobt haben.
Von der Kategorie "𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝" bis hin zu "𝐝𝐚𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐰𝐞𝐠" ist hier so ziemlich alles ausgestellt.
Von 12.00 – 20.00 Uhr glänzen die Kaskaden durch 𝐛𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐬𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞, die wir leider aus Gründen noch nicht bewundern durften, da wir bereits um 9.00 Uhr dort waren.
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 aufgrund der angekündigten Hitzewelle an diesem Tag, 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐬 wegen des starken aufkommenden Verkehrs, 𝐝𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐬 aufgrund mangelnder Parkplätze rund um diese Sehenswürdigkeit, und nicht zuletzt, 𝐯𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧𝐬...
hatten wir für 10.30 Uhr noch einen Termin, bezüglich unseres Familienzuwachses…
einen neuen Kühlschrank der nun für eine zuverlässige Kühlung von Ulrikes Medikamenten sorgen soll.
Allerdings spielen wir mit dem Gedanken, uns dieses Wasserspektakel doch noch mal zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen.
Mal sehen, ob sich die Gelegenheit nochmal ergibt.
𝐄𝐛𝐞𝐧𝐟𝐚𝐥𝐥𝐬 𝐬𝐞𝐡𝐫 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭…
Der 𝐏𝐥𝐚𝐭𝐳 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐩𝐮𝐛𝐥𝐢𝐤, der übrigens bis 1991 noch „Lenin-Platz“ hieß.
Ab diesem Zeitpunkt fanden die Armenier anscheinend diesen Namen irgendwie doof… und nannten ihn in „Platz der Republik“ um…
Wir Deutsche kennen das ja selbst…
Ich weiß nicht, wie viele „A.H.-Plätze“ es bis 1945 in Deutschland gab, die dann recht unverfänglich in "Göthe-Platz" oder "Erich Kästner Platz" umbenannt wurden.🤷🏻
Von hier aus wird auch Armenien regiert… hier ist der Sitz des Parlaments, das sich diesen Platz noch mit dem Nationalmuseum, dem Marriot Hotel und jede Menge Luftballon Verkäufern teilt.
Nun gehört der Platz nicht mehr dem Sozialismus, sondern dem Armenischen Volk… und das ist auch gut so. ☺️
Was sollen wir sagen?... 𝐘𝐞𝐫𝐞𝐯𝐚𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐫𝐭. 𝐏𝐔𝐍𝐊𝐓!
Wenn die Sonne in den Straßen Yerivans untergeht, verwandelt sich das omnipräsente Rosa der Stadt in ein warmes Gold.
𝐓𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫-𝐅𝐨𝐧𝐭𝐚𝐢𝐧𝐞𝐧, verteilt in der ganzen Stadt, machen die aktuellen Temperaturen jenseits der 40°-Marke überaus erträglich.
Städte erzählen ihre Geschichte in Museen…
In Yerewan öffnest Du morgens einfach die Haustüre, oder wie in unserem Fall die Schiebetüre deines Campers und du fühlst Dich eingeladen diese Stadt zu erkunden…
Jedes Gesicht scheint dir zu signalisieren:
"𝑲𝒐𝒎𝒎 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒓𝒆𝒊𝒏, 𝒘𝒊𝒓 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒔𝒆𝒊𝒕 𝒇𝒂𝒔𝒕 𝟐.𝟖𝟎𝟎 𝑱𝒂𝒉𝒓𝒆𝒏 𝒉𝒊𝒆𝒓… 𝑼𝒏𝒅 𝒅𝒆𝒓 𝑲𝒂𝒇𝒇𝒆𝒆 𝒘𝒂𝒆𝒓𝒆 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒏 𝒇𝒆𝒓𝒕𝒊𝒈."
Nur ein Lächeln... Das wäre nun wirklich ein bisschen zu viel verlangt.😉
In diesem Sinne... 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




14.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟖
ℝ𝕆𝕋 𝟝𝟜 – 𝔸𝕣𝕖𝕒 𝟝𝟙 𝕞𝕖𝕖𝕥𝕤 𝕍𝕠𝕕𝕜𝕒 𝔾𝕠𝕣𝕓𝕒𝕥𝕤𝕔𝕙𝕠𝕨…

  • 2026-07-14_0166
  • 2026-07-14_0241
  • 2026-07-14_0004
  • 2026-07-14_0008
  • 2026-07-14_0010
  • 2026-07-14_0012
  • 2026-07-14_0014
  • 2026-07-14_0019
  • 2026-07-14_0024
  • 2026-07-14_0044
  • 2026-07-14_0046
  • 2026-07-14_0047
  • 2026-07-14_0056
  • 2026-07-14_0059
  • 2026-07-14_0063

… oder waren wir doch bei der 𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 „𝐋𝐮𝐝𝐨𝐥𝐟𝐬“?😉

Alles wäre hier möglich... in der "𝐑𝐨𝐭𝟓𝟒".
Der korrekte Name dieser Einrichtung lautet übrigens:
"𝐑𝐚𝐝𝐢𝐨 𝐨𝐩𝐭𝐢𝐜𝐚𝐥 𝐨𝐛𝐬𝐞𝐫𝐯𝐚𝐭𝐨𝐫𝐲 𝐫𝐨𝐭-𝟓𝟒"…
Das klingt ein bisschen wie die Bauteilnummer einer Wasserpumpe für den Lada Niva, Baujahr 1985, ist aber eine längst aufgegebene Sternenwarte hier in Armenien, am Fuße des Aragaz Gebirge.
Vier Jahre waren diese Teleskope aktiv, um dann für weitere 35 Jahre als Denkmal für die Vergänglichkeit eines politischen Systems zu dienen. Schade eigentlich…🤷‍♂️
Von 𝟏𝟗𝟖𝟔 𝐛𝐢𝐬 𝟏𝟗𝟗𝟎 hat man hier nicht nur in die Sterne geschaut, sondern sie auch belauscht, sodass der Begriff "𝐠𝐫𝐨𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡𝐚𝐧𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟" hier noch wirklich Sinn machte.😉
Nach 1990 war anscheinend Schluss…
Bei einer Bauzeit von 10 Jahren, bezweifle ich allerdings, dass hier auch nur ansatzweise kostendeckend in die Sterne geguckt wurde, selbst wenn jeder neu entdeckter Stern die Station mit reichlich Sternenstaub beschenkt hätte. 🤷‍♂️
Auf jeden Fall war 1990 "Ende Gelände"... "Aus die Maus"... "Finito Bonito".🙈
Vermutlich lag es an der Stromrechnung… wir erinnern uns? … 1990?...
Diese Zeit zählte ja nicht gerade zu den sowjetischen Glanzzeiten…
Der Rubel rollte zu dieser Zeit recht holprig und das Sparbuch des damaligen Staats- und Parteivorsitzenden war bereits mächtig geplündert. Die etwas älteren unter euch erinneren sich...
Das war der Typ, der die Grenzen von Thailand auf seiner verlängerten Stirn trug und in Berlin einen Flashmob auslöste. Noch heute erinnert eine Wodka-Marke an ihn. 😉
Für die Sternwarte blieb im Grunde nur noch der geordnete Rückzug in Form eines kontrollierten Verfalls dieser Anlage, in der Hoffnung, dass sich in Zukunft der eine oder andere Tourist hierhin verirrt und umgerechnet 3,50€/Person berappt, um die Ruinen aus  längst vergangenen Blüte-Zeiten der Sowjetunion zu besichtigen.
Was uns betrifft hat es ja geklappt.😉
Im Grunde sieht es hier aus, als hätte man versucht einen Endzeit-Streifen zu drehen, dessen Budget allerdings für 2 Kisten Vodka und einem rostigen Schweißgerät draufgegangen ist.
Das Equipment, das hier noch vorzufinden ist, erinnert tatsächlich stark an ein Sciences-Fiction Epos aus den 60er Jahren….
Die Raum Patrouille mit ihrem schnellen 𝐑𝐚𝐮𝐦𝐤𝐫𝐞𝐮𝐳𝐞𝐫 „𝐎𝐫𝐢𝐨𝐧“ und seinem "𝐑𝐨𝐰𝐞𝐧𝐭𝐚 𝐁𝐮𝐞𝐠𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧" als Steuereinheit.
Der eine oder andere Boomer unter Euch, erinnert sich bestimmt noch daran…😉
Das Radio-Teleskop hat einen Durchmesser von 𝟓𝟒 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫…
also durchaus geeignet eine ganze Elefantenherde darin unterzubringen oder ein Gulasch für die gesamte Bevölkerung Armeniens zuzubereiten.
By the way… die Größe war übrigens damals auch ausschlaggebend für den Namen „ROT 54“, der den Durchmesser des Spiegels beziffert…
Muss man nicht wissen, macht sich aber gut auf jeden Stammtisch.😉
Das „ROT 54“ ließ die Menschen damals tief in das Weltall horchen… oder in die Kühlschränke des amerikanischen Klassenfeindes… man weiß es heute nicht mehr so genau. 🤷🏻
Neben diesem Radio-, also akustischen Teleskop gab es noch das optische Teleskop…
Heute ist es ebenfalls nur noch als ein rostiges Skellett zu bewundern, das bis heute einen optisch recht ambivalenten Kontrast zur umliegenden Flora bietet.
Was wirkt wie moderne, kubistische Kunst, die dann aber eher wegkann, war seinerzeit einer der modernsten Spiegelteleskope der Welt…
Heute schaut vermutlich der Zoom eines I-Phones der vorvorletzten Generation, tiefer in den Sternenhimmel als dieses Teleskop… aber die Zeiten ändern sich. 🤷🏻
Alles in allem war es für die Beobachter, hier in dieser hochwissenschaftlichen Einrichtung, ein recht kontrastarmes Fernsehprogramm:
Quasi wie:
Enterprise... alle Folgen in Dauerschleife... zuzüglich Wiederholung im Vormittagsprogramm.
Nicht einmal die 𝐀𝐥𝐢𝐞𝐧-𝐍𝐚𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚 𝐂𝐞𝐧𝐭𝐚𝐮𝐫𝐢 haben damals antworten wollen… Die Spielverderber. 😔
Auch die, dem Verfall überlassenen Gebäude strahlen noch heute diesen liebesvollen, morbiden Charme einer Folge „Stranger Things“ aus.
Der Duft des sozialistisch- kommunistischen Regimes liegt irgendwie noch immer in der Luft und es riecht... wie sollte es auch anders sein, recht modrig.🙈
Die „𝐊𝐨𝐦𝐦𝐚𝐧𝐝𝐨𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐥𝐞“ ist auch noch zu besichtigen…
Hier stehen sie noch herum, die damals modernsten, wissenschaftlichen Errungenschaften der sowjetischen Ingenieurskunst, die aus heutiger Sicht eher anmuten, wie das Cockpit des „Fliewatüüt“. (wer nicht weiß, was das genau ist, kann es gerne googlen.😉)
Während wir uns gedanklich in die Zeit des kalten Krieges und des eisernen Vorhangs versetzen, von dem wir ja bisher nur die andere Seite kannten, starren uns aus der Dunkelheit 4 dunkelbraune Kugelaugen an...
Zum Glück sind es keine 𝐃𝐞𝐦𝐚𝐫𝐠𝐨𝐠𝐨𝐧𝐬 (auch diesen Begriff bei Unkenntnis einfach googeln), die natürlich optimal zu dieser Kulisse gepasst hätten, sondern vegane Kuhaugen.
Vermutlich haben die Rindviecher dieses Areal als animalischen Unterschlupf zweckentfremdet und stolzieren nun hier durch diese „heiligen Hallen“ als wer es das selbstverständlichste der Welt. 😊
Hausbesetzung auf Armenisch...
Immerhin erfüllen die Gebäude damit wieder einen Zweck... wenn auch etwas zweckentfremdet. 😉
Nach gut 1,5 Stunden hat uns das 21te Jahrhundert wieder und wir machen uns auf den Weg in die 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐄𝐫𝐢𝐰𝐚𝐧.
Nicht, weil wir das bei 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝟒𝟎°𝐂 unbedingt möchten, sondern weil wir die Hoffnung hegen, hier einen weiteren Kühlschrank erwerben zu können, um Ulrikes Medikamente zu retten.🤷🏻
𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧𝐝 𝐬𝐞𝐢 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
... sollte es Euch irgendwann einmal an den Fuß des Aragaz-Gebirge verschlagen, ist die „ROT54“, aus unserer Sicht durchaus einen Abstecher wert. 👍
Zumindest war es für mich die 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧𝐬𝐰𝐞𝐫𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐀𝐧𝐬𝐚𝐦𝐦l𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐨𝐭𝐭, die ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe… und ich habe in meinem Leben schon viel Schrott gesehen. 😂
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




11.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟒
𝔸𝕣𝕞𝕖𝕟𝕚𝕖𝕟 – 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕟 „𝕃𝕒𝕕𝕒 𝕃𝕒𝕟𝕕“

oder 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐞 𝐢𝐦 𝐉𝐮𝐥𝐢... 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐦𝐚𝐧 𝐦𝐚𝐥 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧.  😉

  • 2026-07-11_0070
  • 2026-07-11_0081
  • 2026-07-11_0088
  • 2026-07-11_0089
  • 2026-07-11_0093
  • 2026-07-11_0103
  • 2026-07-11_0105
  • 2026-07-11_0114
  • 2026-07-11_0115
  • 2026-07-11_0117
  • 2026-07-11_0118
  • 2026-07-11_0123
  • 2026-07-11_0140
  • 2026-07-11_0143
  • 2026-07-11_0148

𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐧𝐮𝐧 𝐢𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧…
… und bereits nach 15 Minuten war uns klar…
... hier in Armenien gibt es Dinge, die trotzen einfach jeder Zeitrechnung. Zum Beispiel die 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐛𝐞𝐥𝐞𝐠𝐞, 𝐖𝐢𝐥𝐝𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥 in Form von melkwilligen Kühen und… „𝐋𝐚𝐝𝐚𝐬“.
𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐚𝐝𝐚-𝐏𝐨𝐩𝐮𝐥𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧, die hier anscheinend überproportional zum Rest der Welt zu sein scheint, fällt dem Autofreund der Boomer-Generation vermutlich direkt ins Auge.
Gefühlt ist hier noch jedes zweite vierrädrige Vehikel ein „Lada“… 🤷‍♂️
Falls sich also mal jemand gefragt haben sollte, wo denn nun genau unsere ganzen Lada´s aus den 80ern abgeblieben sind? …
... 𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐃𝐮 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧.
Vermutlich haben sich sämtliche Ladas auf deutschen Schrottplätzen des Nachts heimlich auf den Weg nach Armenien gemacht, um hier ein neues Zuhause zu finden.
Weit weg von TÜV und Polizeikontrollen.
Unsere etwas übereilte 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 hatte übrigens einen simplen Grund:
𝟒𝟎°𝐂… also in Worten „Vierzig Grad Celsius“ …
Also quasi einen Tick oberhalb unserer Komfortzone. 🤦‍♂️
Wenn der Ventilator bereits zum Heißluftföhn mutiert und Dir der Käse als Fondue aus dem Kühlschrank entgegenkommt, wird es tatsächlich Zeit für einen 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐁.
Unser Plan „B“: 𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐬𝐥𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧𝐬.
Und ja… auch in Georgien gibt es Höhenlagen und Gebirge, doch haben wir Armenien ohnehin noch auf unserer „Bucket-List“, und so können wir direkt das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐮𝐟 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧…
Unser erstes Ziel:
𝐒𝐞𝐯𝐚𝐧 und der, wie es der Zufall so will gleichnamige, ebenfalls dort ansässige See.
Die Hoffnung war tatsächlich, dort auf 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝟐.𝟎𝟎𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 etwas Abkühlung zu finden.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… das hat nicht so ganz geklappt. 😉
Auch hier stieg das Thermometer in den Mittagsstunden auf weit über 30°C, was weder bei unserem Oscar, noch bei unserem Kühlschrank auf überschwellige Zustimmung stieß.🤷‍♂️
Erschwerend kommt noch hinzu, dass unser Kühlschrank aktuell recht wichtige und auch sehr 𝐭𝐞𝐮𝐫𝐞 𝐌𝐞𝐝𝐢𝐤𝐚𝐦𝐞𝐧𝐭𝐞 für Ulrike beherbergt, die kühl gelagert werden müssen. 🤦‍♂️
Als Dauerreisender in einem Camper entwickelt man ja im Laufe der Zeit eine gewisse, persönliche Beziehung zu seinem Kühlschrank.
Besonders wenn darin ein so sensibles Gut lagert, wie es aktuell bei uns der Fall ist. Andere prüfen den Ölstand… wir kontrollieren eher die Kühlschranktemperatur.
Und wenn Oscar und der Kühlschrank glücklich sind, sind wir es auch. 😉
Da das auf einer Höhe von 2.000 Meter anscheinend noch nicht so wirklich der Fall war, blieb also uns nur noch eine weitere 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐨𝐛𝐞𝐧… und zwar ins 𝐀𝐫𝐚𝐠𝐚𝐳-𝐆𝐞𝐛𝐢𝐫𝐠𝐞, an den Kari-See.
Wir schraubten uns also auf gut 𝟑.𝟐𝟎𝟎 𝐇𝐨𝐞𝐡𝐞𝐧𝐦𝐞𝐭𝐞𝐫 hinauf in der Hoffnung, hier für Oscar, unseren Kühlschrank und last but not least auch für uns die ersehnte Abkühlung zu bekommen.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧?...
...Check!... Willkommen im „Kühle-Paradies“ 😃
Stellenweise liegt hier sogar noch 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐞…
... das klingt für Mitte Juli zwar erstmal recht komisch….
Ist aber so. 😉
So suchten wir uns also hier oben ein lauschiges Plätzen mit Blick auf ein 𝐚𝐭𝐞𝐦𝐛𝐞𝐫𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞𝐬  „𝐌𝐢𝐥𝐤𝐚-𝐏𝐚𝐧𝐨𝐫𝐚𝐦𝐚“ … nur ohne lila Kuh. 😉
Es ist Wochenende und die eine oder andere armenische Familie hat sich ebenfalls hier oben zum einem Picknick verirrt.
So klopfte es des Abends an unserer Tür und ein Mann hielt uns eine Tüte mit noch warmen Grillgut entgegen und sagte:
"Դեռ ուզո՞ւմ ես դա ուտել։"
Ok… das haben wir natürlich nicht wirklich verstanden, aber anscheinend haben wir seine Worte richtig interpretiert und so nahmen wir die „𝐤𝐮𝐥𝐢𝐧𝐚𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐬𝐭𝐩𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧“ gerne an. (Siehe Foto).  😃
An dieser Stelle nochmals 𝐃𝐚𝐧𝐤𝐞 an die unbekannten Spender.🙏
Des weiteren steht hier oben sogar noch eine „𝐬𝐨𝐰𝐣𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐅𝐨𝐫𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐤𝐨𝐬𝐦𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐡𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐚𝐥𝐥“.
Was man tatsächlich vorfindet:
Verlassene Gebäude, bröckelnder Beton, rostige Antennen, die aussehen, als würden sie seit dem Kalten Krieg auf Kontakt mit Außerirdischen warten, aber…
… hier wird tatsächlich immer noch geforscht.
Wie genau?... Keine Ahnung.🤷‍♂️
Von außen wirkt das Ganze ungefähr so, als würde gleich ein Wissenschaftler mit Schnauzbart, Knobelbecher an den Füßen, Klemmbrett unter dem Arm und einem Computer aus dem Jahr 1984 gleich um die Ecke kommen und verkünden:
"𝑫𝒊𝒆 𝑴𝒆𝒔𝒔𝒘𝒆𝒓𝒕𝒆 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒂𝒖𝒔𝒈𝒆𝒛𝒆𝒊𝒄𝒉𝒏𝒆𝒕, 𝑮𝒆𝒏𝒐𝒔𝒔𝒆."… „𝑼𝒏𝒅 ü𝒃𝒆𝒓𝒉𝒂𝒖𝒑𝒕, 𝒘𝒂𝒔 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝒁𝒊𝒗𝒊𝒍𝒊𝒔𝒕𝒆𝒏 𝒆𝒊𝒈𝒆𝒏𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒊𝒆𝒓?“.
Aber egal mal wie… Irgendwie funktioniert es anscheinend noch immer.
So verbringen wir nun die kommenden Tage zwischen Sowjetischen Kulturgut und angegrauten Schneeflecken, die sich anscheinend beide im Zersetzungsprozess befinden und genießen 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬-𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧 𝐮𝐦 𝐝𝐢𝐞 𝟐𝟎°𝐂 ...
... Kann man so machen. 😃
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




09.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟐
𝔸𝕓𝕤𝕔𝕙𝕚𝕖𝕕 𝕧𝕠𝕟 𝕋𝕚𝕗𝕝𝕚𝕤

  • 2026-07-09_0066
  • 2026-07-09_0002
  • 2026-07-09_0009
  • 2026-07-09_0012
  • 2026-07-09_0019
  • 2026-07-09_0021
  • 2026-07-09_0027
  • 2026-07-09_0029
  • 2026-07-09_0031
  • 2026-07-09_0032
  • 2026-07-09_0044
  • 2026-07-09_0041
  • 2026-07-09_0039
  • 2026-07-09_0036
  • 2026-07-09_0034


Nach 𝟒𝟑 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐧 verlassen wir nun die Georgische Hauptstadt.

Heute gab´s noch einmal eine 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐀𝐛𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐬𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞 durch die Altstadt. Selbstverständlich konnten wir die Stadt nicht verlassen, ohne mindestens 1x die „𝐂𝐡𝐫𝐨𝐧𝐢𝐤𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧“ besichtigt zu haben… 𝐂𝐡𝐞𝐜𝐤... Haben wir gemacht. 😉
Also… die „𝐂𝐡𝐫𝐨𝐧𝐢𝐜𝐚𝐥𝐬 𝐨𝐟 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐚“…
Gemeißelt von einem Künstler namens 𝐒𝐮𝐫𝐚𝐛 𝐙𝐞𝐫𝐞𝐭𝐞𝐥𝐢, der auch bereits in Moskau so manche narzisstische Persönlichkeitsstörung für die Nachtwelt festgehalten hat.
Nur hier in Tiflis dachte er sich vermutlich…
"𝑶𝒄𝒉… 𝒘𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒏𝒖𝒓 𝟐𝟎 𝑴𝒆𝒕𝒆𝒓, 𝒘𝒆𝒏𝒏´𝒔 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝟑𝟎 𝑴𝒆𝒕𝒆𝒓 𝒈𝒆𝒉𝒕 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝒗𝒊𝒆𝒍𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒏𝒐𝒄𝒉 𝒉𝒐𝒆𝒉𝒆𝒓?
Hier in Tiflis darf´s ruhig ein bisschen mehr sein. 😉
𝐁𝐢𝐬 𝐳𝐮 𝟑𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 ragen die Statuen in den Tifliser Himmel.
Erzählt wird, und wer hätte das bei diesem Namen gedacht, die 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬.
Zu sehen sind weitestgehend alle Jungs und Mädels, die hier irgendwann mal etwas zu melden hatten… plus Szenen aus der Bibel… vermutlich zur Legitimierung der Kirchensteuer 😉
Seit 𝟏𝟗𝟖𝟓 wird hier gemeißelt, gehämmert und poliert. Natürlich mittlerweile nicht mehr vom Meister selbst, sondern lediglich nach seinem Entwurf.
So etwas ähnliches kennt man ja auch, mehr schlecht als recht aus Barcelona, wo bekanntermaßen Antoni Gaudí die berühmte Sagrada Familia entwarf, die dann ohne ihn, in einem recht ambivalenten Stil fertiggestellt wurde. Immerhin reicht es dort heute für 40,00 € Eintritt, während das Monument der Chroniken von Georgien 𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧𝐥𝐨𝐬 zu besichtigen sind.
Offiziell gilt dieses Monument bis heute als 𝐮𝐧𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧𝐝𝐞𝐭. Irgendwas zum Verschlimmbessern gibt´s ja schließlich immer. 😉
Schon von weitem wirkt dieses Denkmal wie eine Mischung aus Kathedrale, Science-Fiction-Filmset oder das Stammtischtreffen der Transformers.
𝟏𝟔 𝐒𝐚𝐞𝐮𝐥𝐞𝐧, die bis zu 𝟑𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 in den Tibliser Himmel ragen, stehen hier in Reihe und Glied und erzählen 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬 in Gestalt in Bronce gegossener Reliefs.
Im 𝐨𝐛𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐓𝐞𝐢𝐥 der Säulen sieht man die 𝐎𝐛𝐞𝐫𝐡𝐚𝐞𝐮𝐩𝐭𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧𝐬…
Alle Königinnen (ja, auch die gab es), alle Könige, sowie weitere bedeutende Persönlichkeiten, dessen Aufzählung den Rahmen dieses Reiseberichtes sprengen würde. Und alle schauen sie auf dich hinab, als möchten sie sagen:
„𝒁𝒖 𝒔𝒑𝒂𝒆𝒕… 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒊𝒔𝒕 𝒃𝒆𝒓𝒆𝒊𝒕𝒔 𝒃𝒆𝒔𝒆𝒕𝒛𝒕.“
Der 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞 𝐓𝐞𝐢𝐥 der Säulen, zeigt 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐳𝐞𝐧𝐞𝐧…
Aus dem Leben von Jesus Christus, der Jungfrau Maria und dem einen oder anderen Apostel, den der Erschaffer anscheinend für wichtig hielt.
Ich stehe so davor… hier hat jeder Heilige ungefähr die Größe eines Einfamilienhauses. 𝐊𝐥𝐞𝐜𝐤𝐞𝐫𝐧 𝐠𝐞𝐡𝐭 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬. 😉
Aber die Georgier sind anscheinend sehr stolz auf ihre Geschichte und ihren Glauben… und womit?... Mit Recht.
Besonders beeindruckend… 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠𝐢𝐧 𝐓𝐚𝐦𝐚𝐫… wohl eine der bedeutendsten Herrscherinnen Georgiens, die hier vermutlich die Frauenquote erfunden hat.
Während man sich in Westeuropa zur gleichen Zeit noch gegenseitig geteert und gefedert hat, um argumentativ punkten zu können, wurde hier in Georgien bereits die Diplomatie etabliert.
Was uns betrifft... wir machen uns nun erstmal auf in die 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞 𝐀𝐫𝐦𝐞𝐧𝐢𝐞𝐧𝐬, um der Sommerhitze ein wenig aus dem Weg zu gehen… 🫠
Bis dahin… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.#




08.07.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟔𝟏
𝟜𝟚 𝕋𝕒𝕘𝕖 𝕋𝕚𝕗𝕝𝕚𝕤…

  • 2026-07-08_0044
  • 2026-07-08_0161
  • 2026-07-08_0016
  • 2026-07-08_0072
  • 2026-07-08_0090
  • 2026-07-08_0094
  • 2026-07-08_0150
  • 2026-07-08_0152
  • 2026-07-08_0168
  • 2026-07-08_0171
  • 2026-07-08_0174
  • 2026-07-08_0026
Warum macht man sowas?... Einfache Antwort... "𝑊𝑒𝑖𝑙 𝑤𝑖𝑟´𝑠 𝑘𝑜𝑒𝑛𝑛𝑒𝑛." 😉

𝐍𝐞𝐢𝐧…𝐢𝐦 𝐄𝐫𝐧𝐬𝐭.
Nach 𝐟𝐚𝐬𝐭 𝟒 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐓𝐨𝐮𝐫,  gab es tatsächlich mal so einiges 𝐧𝐞𝐮 𝐳𝐮 𝐨𝐫𝐝𝐧𝐞𝐧, 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢𝐧𝐢𝐠𝐞𝐧 und 𝐳𝐮 𝐟𝐥𝐢𝐜𝐤𝐞𝐧… und das nicht nur in der Sockenschublade.
Tiflis bot sich diesbezüglich einfach an, denn diese Stadt kann richtig was.😉
Nicht zuletzt schlich sich auch, besonders nach den ganzen Ereignissen der letzten Monate so langsam eine gewisse Reisemüdigkeit ein. 🤷‍♂️
Erschwerend kam auch noch hinzu, dass Ulrike aufgrund eines Trauerfalles kurzfristig nach Deutschland fliegen musste, sodass hier in Tiflis lediglich die “Männer-Fraktion“ zurückblieb.
So stehen wir hier seit über 1,5 Monaten in direkter Nachbarschaft der Ukrainischen, Russischen und Iranischen Botschaft. Klingt erstmal recht brisant, war aber letztendlich recht friedlich, zumindest diesseits des Zaunes. 🙈
Während Ulrike in „good old Germany” ebenfalls recht viele Dinge zu regeln und zu ordnen hatte, haben die Männer, knapp 4.000 km entfernt, allerdings auch nicht auf der faulen Haut gelegen.
Es war einmal an der Zeit, die Kuscheldose reinigungstechnisch mal so richtig auf links zu krempeln. Also mit Handfeger und Putzlappen... Kärcher und Vorwerk, die die Arbeit sicherlich erleichtert hätten, standen uns leider nicht zur Verfügung. 🤷‍♂️
Während sich Holger mit der Zahnbürste in Ecken vorgewagt hatte, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, gab sich Oscar allerdings die größte Mühe, den Status Quo schnellstmöglich wieder herzustellen. 😉
Mit seinen Matschepfötchen nach dem Gassi, dem gepflegtem Frühsommer-Haarausfall und der freigiebigen Verteilung des Inhalts seines Fressnapfes, während der Nahrungsaufnahme, wird der gewohnte Zustand der Kuscheldose vermutlich auch relativ zügig wieder hergestellt sein.
Aber immerhin... 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐢𝐥𝐥𝐞 𝐳𝐚𝐞𝐡𝐥𝐭. 😉
Ansonsten genossen wir die Stadt, so gut es eben ohne unsere Chefin ging. 😔
Mittlerweile ist Ulrike aber wohlbehalten zurück und das Kuscheldosen-Team ist wieder komplett. 😃
Es kann also wieder losgehen… zu neuen 𝐏𝐥𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧, 𝐏𝐞𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐚𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐚 𝐥𝐚 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞….
In diesem Sinne… to be continued… äh… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



 August 2026





E-Mail