Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

Juni  2026

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31.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟐𝟑
𝕋𝕚𝕗𝕝𝕚𝕤… 𝕋𝕖𝕣𝕞𝕚𝕟𝕖, 𝕋𝕖𝕣𝕞𝕚𝕟𝕖, 𝕋𝕖𝕣𝕞𝕚𝕟𝕖

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  • 2026-05-27_0114
  • Tiflis




Nachdem sich unser Kuscheldosenkapitän und Chefschnüffler Oscar von seinen Verletzungen weitestgehend erholt hat und die Kuscheldose ebenfalls als vollständig genesen gilt, ging es für uns nach 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧.
Dass die Einreise, bzw. die Ausreise aus der Türkei mit ein paar grenzüberschreitenden Unpässlichkeiten verknüpft war, hatten wir ja bereits in unserem letzten Bericht relativ ausführlich dokumentiert. 🤦‍♂️
Nun ging es nach 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬, um uns auch unserer letzten, offiziellen „𝐁𝐚𝐮𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞“ anzunehmen.
Der Name der Baustelle: 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞. 😉
Dass sie sich bereits des längeren mit dem einen oder anderen Zipperlein herumschlagen muss, gehört ja mittlerweile zu unserem Reisegepäck, wie der Campingstuhl oder die wenig konstruktiven Diskussionen über Geschwindigkeitsbegrenzungen und Abstände zum Vordermann. 🤷‍♂️
Doch nun kamen bei ihr leider noch weitere 𝐩𝐡𝐲𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐅𝐞𝐡𝐥𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 und diverse 𝐇𝐚𝐫𝐝𝐰𝐚𝐫𝐞-𝐃𝐞𝐟𝐞𝐤𝐭𝐞 hinzu, die diverse Reparaturen an ihrem Chassis leider relativ zeitnah notwendig machen.
𝐒𝐨 𝐦𝐮𝐬𝐬 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 "𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧-𝐂𝐡𝐞𝐟𝐢𝐧" 𝐦𝐚𝐥 𝐝𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐧𝐝 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐫𝐤𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭.
Die große Inspektion steht an, sowie der Service, wie Abschmieren der Gelenke und Kontrolle aller Betriebsflüssigkeiten, sind mehr als überfällig. (Physiotherapie, Bluttests)
Da aufgrund des Opferfestes das Gesundheitssystem der Türkei quasi brach liegt und sich die gesamte Bevölkerung im Kollektivurlaub befindet, entschieden wir uns direkt nach 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐳𝐮𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧.
So sind wir nun in 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬 gelandet… oder 𝐓𝐛𝐢𝐥𝐢𝐬𝐢 oder 𝐓𝐛𝐢𝐥𝐢𝐬𝐬𝐢…
Diese Stadt hat vermutlich 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐍𝐚𝐦𝐞𝐧 als der Mädchenname „Schackeline“ im deutschen Namensverzeichnis.🤦‍♂️
Übrigens sind auch hier in Georgien 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧 korrekt.
Die Georgier haben es irgendwann aufgegeben sich, ähnlich wie bei Jaqueline, über die korrekte Version zu streiten.
Wenn es Euch recht ist, einigen wir uns für den Rest unseres Aufenthaltes hier auf den Namen „𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬“.
Dieser Name ist vermutlich am meisten verbreitet, auch wenn mich die Verkehrsschilder auf dem Weg hier hin vom Gegenteil überzeugen wollten.
Außerdem kann ich nach unserem Grenzübertritt in Form eines „𝐃𝐫𝐚𝐦𝐚 𝐢𝐧 𝟑 𝐀𝐤𝐭𝐞𝐧 + 𝐙𝐮𝐠𝐚𝐛𝐞“ (wir berichteten), nicht noch eine weitere Identitätskrise brauchen. 🤦‍♂️
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐮𝐧 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐓𝐢𝐟𝐥𝐢𝐬…
Unseren Parkplatz wählten wir… sagen wir mal… 𝐠𝐞𝐨𝐩𝐨𝐥𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐤𝐨𝐧𝐯𝐞𝐧𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐥𝐥.😉
In unserer direkten Nachbarschaft…
die 𝐈𝐫𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐨𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭, die 𝐔𝐤𝐫𝐚𝐢𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐨𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭, sowie die 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐨𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭…
Wir denken darüber nach, da wir ja etwas länger hier stehen werden, den Damen und Herren Repräsentanten in den kommenden Tagen einen 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐬-𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡 abzustatten… wie man das halt so macht, als guter neuer Nachbar…☺️
Wir sind jetzt schon gespannt, wie die 𝐏𝐮𝐥𝐥𝐞 𝐒𝐞𝐤𝐭 bei der Iranischen Botschaft, und die Flasche „𝐖𝐨𝐝𝐤𝐚 𝐆𝐨𝐫𝐛𝐚𝐭𝐬𝐜𝐡𝐨𝐰“ bei der Ukrainischen Botschaft so ankommt. 🤭
Für die russische Botschaft wären wir übrigens noch offen für Vorschläge Eurerseits. 😉
𝐎𝐤… 𝐕𝐢𝐞𝐥 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐠𝐢𝐛𝐭´𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐚𝐤𝐭𝐮𝐞𝐥𝐥 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐳𝐮 𝐛𝐞𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧…
So wie es aktuell aussieht, werden wir uns hier in Tiflis 𝟏-𝟐 𝐖𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧…
Wundert Euch also nicht, wenn weitere Katastrophenmeldungen ein paar Tage auf sich warten lassen. 😉
Wir sind also noch da… nur eben nicht in Katastrophen-Modus. 🤷‍♂️
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



28.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟐𝟎
𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕟 𝔾𝕖𝕠𝕣𝕘𝕚𝕖𝕟 –
𝕤𝕠𝕗𝕖𝕣𝕟 𝕕𝕚𝕖 𝕋𝕦𝕖𝕣𝕜𝕖𝕚 𝕟𝕚𝕔𝕙𝕥𝕤 𝕕𝕒𝕘𝕖𝕘𝕖𝕟 𝕙𝕒𝕥.🙈


Also… bevor ich hier meine 𝐊𝐮𝐫𝐳𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐩𝐟𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐛𝐞𝐚𝐦𝐭𝐞𝐧 und 𝐁𝐞𝐚𝐠𝐥𝐞-𝐓𝐢𝐞𝐫𝐞 𝐢𝐧 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐡𝐚𝐟𝐭 erzähle, sei vorab folgende 𝐖𝐀𝐑𝐍𝐔𝐍𝐆𝐄𝐍 ausgesprochen:

𝟏.
Zum einen besteht dieser Text aus mehr als zwei einfachen Hauptsätzen. Sollte also die 𝐋𝐚𝐞𝐧𝐠𝐞 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐁𝐞𝐢𝐭𝐫𝐚𝐠𝐞𝐬 Deine 𝐀𝐮𝐟𝐦𝐞𝐫𝐤𝐬𝐚𝐦𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐬𝐩𝐚𝐧𝐧𝐞 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫𝐬𝐭𝐫𝐚𝐩𝐚𝐳𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧, bitte ich Dich einfach weiterzuscrollen, ohne sich in den Kommentaren über die Länge dieses Textes auszulassen. Danke.
Denjenigen unter Euch, die sich angesprochen fühlen, kann ich versichern, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die heutzutage sogar noch ganze Bücher lesen. 😉
𝟐.
Für alle, die irgendwann mal die Absicht haben, mit einem Camper, einem Beagle Namens Oscar, einer Frau namens Ulrike und dem unerschütterlichen Glauben an die Macht des Universums, von der Türkei nach Georgien zu reisen, denen möchten wir nachstehende Dinge mit auf den Weg geben:
Solltet ihr an der Grenze noch nicht die ausstehenden Mautgebühren beglichen haben und nicht mehr über 𝐚𝐮𝐬𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧𝐝 𝐁𝐚𝐫𝐠𝐞𝐥𝐝 verfügen, dann…
𝐏𝐥𝐚𝐧𝐭 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧… deutlich mehr…
… nehmt 𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐊𝐚𝐟𝐟𝐞𝐞 und 𝐏𝐫𝐨𝐯𝐢𝐚𝐧𝐭 mit, ein 𝐄𝐢𝐧𝐦𝐚𝐧𝐧𝐳𝐞𝐥𝐭 und ein 𝐒𝐮𝐫𝐯𝐢𝐯𝐚𝐥𝐩𝐚𝐤𝐞𝐭.
Achja… und einen Rucksack mit einem türkisch sprechenden 𝐀𝐧𝐰𝐚𝐥𝐭 darin, der bei Bedarf aus selbigen heraushüpft, um euch gegebenenfalls zur Seite zu stehen, wäre vielleicht auch noch von Vorteil. ☺️
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐢𝐡𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡:
Nach exakt 2 Monaten, einer Woche und gefühlten fantastilliarden Dönerteller verabschiedeten wir uns heute aus der Türkei…
So war natürlich mal wieder einmal der Plan… 🙈
Und wir wären wohl kaum die Kuscheldose, wenn dieser Plan auch genauso aufgegangen wäre.
Und wie es bei großen Abenteuern eben so ist, begann alles mit einem „𝐅𝐚𝐜𝐞𝐛𝐨𝐨𝐤-𝐓𝐢𝐩𝐩“.
Irgendwo zwischen Katzenvideos, Thermomix-Rezepten und politischen Weltuntergang, schrieb uns eine Facebook-Bekannte, dass es gut wäre, 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐟𝐫𝐮𝐞𝐡 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧.
Das klang für uns recht nachvollziehbar und so standen wir bereits im Morgengrauen an der Grenze.
Die Augen noch ein wenig auf Halbmast, meine Haare irgendwo zwischen „Schlafmangel“ und „Stromunfall“, waren wir trotzdem voller Zuversicht.
Hatten wir doch noch gestern abend alle Lebensmittel aus dem Kühlschrank entfernt, da wir wiederum über Facebook, zwischen dem neuesten Foodtrend aus Berlin Prenzelberg und einem Beitrag über die Gefahrensituation in Deutschland durch Chemtrails, darüber informiert wurden, dass Fleisch- und Käseprodukte 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 nach Georgien eingeführt werden dürfen.
Also weg mit dem letzten Vorratseinkauf von „BIM“ … dem einschlägigen Lebensmittel-Discounter, hier in der Türkei…
Dem grenznah angesiedelten Hunderudel hat es zumindest gefreut.
Wie dem auch sei…
𝐍𝐮𝐧 𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐚… 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞.
Mit leeren Kühlschrank, aber voller Optimismus.
In der EU läuft ja so ein Grenzübertritt in der Regel folgendermaßen ab:
Tempo 20 … einmal freundlich gewunken, wenn das Grenzhäuschen überhaupt besetzt ist… und fertig. 👍
Manchmal merkt man erst, dass man sich in einem anderen Land befindet, wenn der Kaffee plötzlich 9 Euro kostet und man den Typ hinter Theke nicht mehr versteht. 🤷‍♂️
Hier, an der Grenze, zwischen der Türkei und Georgien ist das etwas anders…
Eher wie ein Escape-Room mit unvorhersehbaren Ausgang und zeitlich nach hinten offen.
𝐖𝐢𝐫 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐭𝐮𝐞𝐫𝐤𝐢𝐬𝐜𝐡-𝐠𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞….
Ich hielt dem Beamten unsere Pässe hin und setzte das unwiderstehlichste Lächeln auf, das ich um diese Uhrzeit zur Verfügung hatte...
Allerdings wirkte dies auf den Grenzbeamten wohl eher, als säße ihm „Chucky die Mörderpuppe“ gegenüber.🤦‍♂️
Entsprechend knapp und sachlich kam seine Antwort:
„𝑷𝒂𝒔𝒔𝒆𝒏𝒈𝒆𝒓, 𝒏𝒐 𝒘𝒊𝒕𝒉 𝒄𝒂𝒓… 𝑷𝒂𝒔𝒔𝒆𝒏𝒈𝒆𝒓 𝒘𝒂𝒍𝒌𝒊𝒏𝒈 𝒕𝒆𝒓𝒎𝒊𝒏𝒂𝒍”
Hmm… natürlich… das klingt ja logisch… Warum sollte man auch gemeinsam in einem Fahrzeug über die Grenze fahren dürfen… das wäre ja völlig verrückt und macht ja tatsächlich gar keinen Sinn. 🤦‍♂️
Also schnappte sich die Kuscheldosen-Chefin ihren Pass und verschwand, wie ihr von der Obrigkeit geheißen wurde, in Richtung des Fußgänger-Terminal.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐞𝐠 𝐰𝐚𝐫 𝐬𝐢𝐞… 𝐝𝐢𝐞 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞… einfach weg…
Dass sich diese temporäre Trennung noch zu einer Sonderfolge aus der Reihe „𝐁𝐚𝐮𝐞𝐫 𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐅𝐫𝐚𝐮 – 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥“ entwickeln sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.
So rollte die „Männer-Fraktion“ der Kuscheldose weiter zur nächsten Station.
Der Beamte streckte mir seine Hand entgegen… und fast wäre ich der Gewohnheit erlegen und hätte ihm 50 türkische Lira in die Hand gedrückt...
Ich konnte mich aber gerade noch so auf die jetzige Situation zurückbesinnen und ließ es bleiben.🤦‍♂️
„𝑷𝒂𝒔𝒔𝒑𝒐𝒓𝒕“… 𝑪𝒂𝒓 𝑷𝒂𝒔𝒔𝒑𝒐𝒓𝒕“ schmetterte er mir mit der zwischenmenschlichen Wärme eines ausgeraubten Getränkeautomaten entgegen.
Dann wurde erst einmal getippt… gescannt… geprüft… bis es hieß:
„𝟐.𝟕𝟖𝟎 𝐋𝐢𝐫𝐚.“
Die noch ausstehenden Autobahngebühren…
Ok… 𝐌𝐚𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐮𝐥𝐝𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐄𝐡𝐫𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐮𝐥𝐝𝐞𝐧…
𝑶𝒌, 𝑰 𝒑𝒂𝒚 𝒃𝒚 𝒄𝒂𝒓𝒅, 𝒑𝒍𝒆𝒂𝒔𝒆”… so meine gewohnte Antwort…
...“𝑵𝒐 𝑪𝒂𝒓𝒅… 𝑶𝒏𝒍𝒚 𝑪𝑨𝑺𝑯” ...
Diese Worte trafen mich emotional wie ein Roundhouse-Kick von Chuck Norris in seiner Blütezeit.
Denn unser Bargeld befand sich… wie sollte es auch anders sein… in 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞𝐬 𝐏𝐨𝐫𝐭𝐞𝐦𝐨𝐧𝐧𝐚𝐢𝐞 die, wie bereits erwähnt, gerade zwischen 2 Nationen unterwegs war. 🤦‍♂️
Ich blickte in die Mittelkonsole und sah dort unsere beiden Smartphones, wie sich beide lieblich aneinander kuschelten.
Ein wirklich romantischer Anblick...
bis es mir wie Schuppen aus den Haaren fiel:
„𝑶𝒉… 𝑺𝒄𝒉𝒆𝒊… 𝑺𝒊𝒆 𝒉𝒂𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝑯𝒂𝒏𝒅𝒚 𝒗𝒆𝒓𝒈𝒆𝒔𝒔𝒆𝒏“. 🤦‍♂️
𝐈𝐜𝐡 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐁𝐚𝐫𝐠𝐞𝐥𝐝… 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐲…
Wenn Dummheit Strom erzeugen könnte, wären wir jetzt wohl eine ernstzunehmende Konkurrenz für EON und Vattenfall.
𝐍𝐮𝐧 𝐠𝐢𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 „𝐒𝐩𝐚𝐬𝐬“ 𝐞𝐫𝐬𝐭 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐥𝐨𝐬…
„Odyssee im Grenzraum“… sozusagen.
Ich wurde von Station zu Station geschickt wie ein falsch frankierter Briefumschlag.
Ein gefühlter Halbmarathon auf Grenzdistanz.
Mein neu gewonnener Freund, der Google-Übersetzer, stand mir glücklicherweise tapfer zur Seite, auch wenn er aufgrund der ernüchternden Antworten irgendwann selbst geneigt war Asyl zu beantragen.
Und dann… 𝐞𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡… 𝐞𝐢𝐧 𝐁𝐮𝐞𝐫𝐨 𝐦𝐢𝐭 𝐊𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧𝐥𝐞𝐬𝐞𝐠𝐞𝐫𝐚𝐞𝐭…
𝐇𝐮𝐫𝐫𝐚… 𝐇𝐮𝐫𝐫𝐚… 𝐇𝐮𝐫𝐫𝐚... 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐭𝐫𝐨𝐦𝐦𝐞𝐥𝐭𝐞𝐬 𝐇𝐞𝐥𝐚𝐮“.🥳
Ich strahlte vermutlich wie ein Bengel der gerade Silvester-Böller bei Aldi geklaut hat und hielt mein Smartphone an das vermeintlichen NFC-Terminal.
Der Beamte schaute mich an, als hätte ich gerade versucht meine Schulden beim türkischen Staat mit einer Banane zu bezahlen.
„𝑪𝒓𝒆𝒅𝒊𝒕 𝑪𝒂𝒓𝒅“…
war die wieder einmal recht puristisch ausfallende Antwort des Zollbeamten.
Und?… Was glaubt ihr?... Wer führt unsere Kreditkarte aktuell mit sich?...
𝐑𝐈𝐂𝐇𝐓𝐈𝐆…. ULRIKE…
Aktuell untergetaucht im unerreichbaren Nirgendwo.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich vermutlich für die Grenzbeamten nicht mehr der in Not geratene Reisende, sondern der 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞 𝐕𝐨𝐥𝐥𝐢𝐝𝐢𝐨𝐭 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬. 🙈
So wurde ich zum Manager gebracht… Vermutlich der 𝐄𝐧𝐝𝐠𝐞𝐠𝐧𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐤𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧.
Er hörte sich geduldig an, was mein Google-Translater so ausspuckte und griff zum Telefon…
𝐍𝐮𝐧 𝐰𝐚𝐫 𝐞𝐬 𝐰𝐨𝐡𝐥 𝐬𝐨𝐰𝐞𝐢𝐭…
𝐇𝐚𝐟𝐭𝐛𝐞𝐟𝐞𝐡𝐥 oder zumindest 𝟏𝟎 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐞𝐠𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐧 𝐀𝐥𝐥𝐞𝐫𝐰𝐞𝐫𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧.
𝐒𝐭𝐫𝐚𝐟𝐭𝐚𝐭𝐛𝐞𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝: ausgeprägte Dummheit. 🙈
Mein Kopfkino hatte zu diesem Zeitpunkt bereits reichlich Luft nach oben.
Er legte auf… und zog schließlich ein Formular aus der Schublade…
Keine Ahnung, was ich da unterschrieb…
… einen Einbürgerungsantrag?
… die Einwilligung zur Organentnahme?
… oder ein Abo für ein türkisches Pay-TV?
Wieder half mir Google (Lens) aus der Bredouille und eröffnete mir, dass es sich um einen 𝐏𝐚𝐬𝐬𝐢𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧 handelte, der mich berechtigte, weitere türkische Grenzstellen zu durchqueren, um zu 𝐅𝐮𝐬𝐬 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 einzureisen.
Dort könnte ich dann meine Frau suchen, um Bargeld zur Auslösung unserer Verbindlichkeiten zu holen.
So ließ ich also sowohl die Kuscheldose, als auch unseren darin befindlichen Beagle-Kapitän in türkischer Geiselhalft zurück und marschierte los.
𝐃𝐞𝐫 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐰𝐚𝐫 𝐢𝐦 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞 𝐬𝐢𝐦𝐩𝐞𝐥:
Kurz rüber…
Ulrike finden…
Geld schnappen…
zurück…
Bezahlen…
fertig.
Die Realität lachte mir allerdings nur recht dreckig ins Gesicht. 😂
Denn an der Passkontrolle standen nicht 5, auch nicht 50 Menschen vor mir um aus der Türkei auszureisen, sondern gefühlt die gesamte Bevölkerung Kleinasiens.
Die dutzenden von Reisebussen hatten selbstverständlich ebenfalls ihre Passagiere ausgespuckt, die nun zu Fuß über die Grenze mussten.
Es fehlte im Grunde nur noch der DJ und der Bierstand…  dann wäre das ganze auch als Festival durchgegangen.
Hunderte von Menschen warteten geduldig an der Passkontrolle…
Eine Eigenschaft, die meinerseits, mittlerweile ein wenig auf die Probe gestellt wurde…
Ich beruhigte mich jedoch wieder mit dem Gedanken, dass außer mir nun mal keiner etwas für die Situation konnte, in der ich mich befand.
In dieser Situation half eigentlich nur eines...tief durchatmen.
Nach einer gefühlten Neuverfilmung des Epos „Herr der Ringe“ und Ansicht aller 8 Staffeln „Game of thrones“ war es dann endlich geschafft.
𝐀𝐮𝐬𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢…
𝐄𝐢𝐧𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧…
𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞 𝐠𝐞𝐟𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧…
𝐘𝐞𝐚𝐡…
Wir fielen uns erst einmal erleichtert in die Arme, denn sie konnte sich bereits denken, mit welchem  Problem ich mich auf der anderen Seite des „eisernen Vorhangs“ herumschlagen musste.
Ihre Erleichterung, dass sie nun auch endlich ihr so sehr vermisstes Handy wieder in Empfang nehmen konnte, hielt allerdings nicht allzu lange an…
Es lag noch im Auto… in der Türkei… neben Oscar, der zugegebenermaßen recht wenig damit anzufangen wusste. 🤷‍♂️
Immerhin reichten die zusammengekratzten, restlichen türkischen Lira noch aus, um die Kuscheldose und vor allem unseren Oscar aus der türkischen Geiselhaft zu befreien.
𝐈𝐜𝐡 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐮𝐞𝐜𝐤…
𝐀𝐮𝐬𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧…
𝐏𝐚𝐬𝐬𝐤𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐞...
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐟𝐭…
𝐄𝐢𝐧𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢…
𝐏𝐚𝐬𝐬𝐤𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐞…
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐟𝐭…
So befand ich mich wieder in der Türkei…
… das Problem… 𝐝𝐚 𝐰𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐣𝐚 𝐠𝐚𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐡𝐢𝐧. 🤦‍♂️
Denn unser Auto, samt Oscar befand sich ja nicht in der Türkei, sondern in der 𝐙𝐨𝐥𝐥-𝐒𝐩𝐞𝐫𝐫𝐳𝐨𝐧𝐞…
Dem erstbesten Zollbeamten erklärte ich, bzw. Google, dass ich aus Gründen wieder zu meinem Auto möchte.
Dieser schickte mich prompt wieder zurück in den Fußgänger-Terminal…
Nach einem Dauerlauf, mit vermutlich lebensbedrohlicher Schnappatmung durch die Gänge des Terminals, befand ich mich wieder…
… vor der Schlange der Passkontrolle zur Ausreise in die Türkei…🤦‍♂️
So langsam stieg dann ein Gewisses Gefühl der 𝐕𝐞𝐫𝐳𝐰𝐞𝐢𝐟𝐥𝐮𝐧𝐠 in mir hoch…
Da half auch meine mentale Erdung, mit der ich zwischenzeitlich meine verbale Diarrhö unter Kontrolle hielt, nicht mehr allzu viel.
Wusste ich doch nicht, wie es unserem Oscar in der Kuscheldose aktuell erging…
Ob er nicht bereits von den türkischen Zollbeamten zum Verhör abgeführt wurde... oder schlimmeres... mit Sucuk und Döner zu Tode gefüttert wurde.🙈
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐝𝐚𝐬 𝐠𝐚𝐧𝐳𝐞 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐫𝐞𝐭𝐨𝐮𝐫...
... um dann keuchend wieder an einen der Kontrollstationen zu stehen und mein Anliegen auf ein Neues zu erklären.
Bis ich dem Beamten unter Zuhilfenahme des Google-Übersetzers die vermeintliche „Räuberpistole“ glaubwürdig vermittelt hatte, dass ich 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐫𝐞𝐢𝐬𝐭 bin, um 𝐢𝐧 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐫𝐠𝐞𝐥𝐝 𝐯𝐨𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐅𝐫𝐚𝐮 𝐳𝐮 𝐡𝐨𝐥𝐞𝐧, um dann wieder in die 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐮𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧, um die Mautschulden in der Türkei zu bezahlen, um dann wieder mit Auto und Hund abermals aus der Türkei aus- und nach 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐮𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞𝐧, dauerte verständlicher Weise eine gewisse Zeit.
Und wer hätte das gedacht?… Meine Geschichte kam bei dem Zöllner auch nicht wirklich glaubwürdig an, was ich seiner runzeligen Stirn und seinem verkniffenen Blick nonverbal entnehmen konnte.
Letztendlich kam ich auf die Idee ihn zu bitten,  doch den Manager des „Block A“, der mich ja letztendlich auf diese Odyssee geschickt hatte zu kontaktieren, damit er meine, zugegebenermaßen recht unglaubwürdige Geschichte betätigen könnte.
Das war dann wohl auch der „𝐆𝐚𝐦𝐞𝐜𝐡𝐚𝐧𝐠𝐞𝐫“…
… Denn nach dem Telefonat ließ er mich passieren ohne,  dass ich standrechtlich erschossen wurde.
Dann ging es doch recht schnell…
die Zollkontrolle auf türkischer Seite fiel komplett aus, da ich und die Kuscheldose vermutlich unter den Zollbeamten bereits als 𝐖𝐢𝐭𝐳 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐬 gehandelt wurde und wir hinreichend bekannt waren…
Und auch die 𝐄𝐢𝐧𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 verlief überraschend problemlos, sodass wir Ulrike auf der anderen Seite des Schlagbaumes wieder aufsammeln konnten.
Damit war das Kuscheldosen-Team wieder komplett und wir konnten den Tag weiter in gewohnter, unaufgeregter Manier verbringen. 😉
Und erst einmal… „Welcome in Georgia“ … mal sehen, was hier so auf uns zukommt.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




26.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟏𝟗
𝕋𝕣𝕒𝕓𝕫𝕠𝕟… 𝕎𝕠 𝕕𝕒𝕤 𝕤𝕔𝕙𝕨𝕒𝕣𝕫𝕖 𝕄𝕖𝕖𝕣 𝕥𝕦𝕖𝕣𝕜𝕚𝕤 𝕚𝕤𝕥.

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Und weiter geht´s in Richtung Osten… knapp 600 km, nach  𝐓𝐫𝐚𝐛𝐳𝐨𝐧 an der Schwarzmeerküste.

Wer jetzt wieder einen unserer humoristisch unterirdischen Texte erwartet, den müssen wir leider enttäuschen… 🤷‍♂️
Es ist wie das 𝐦𝐮𝐥𝐭𝐢𝐩𝐥𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐙𝐚𝐡𝐥 𝐦𝐢𝐭 „𝐍𝐮𝐥𝐥“…
Und da wir in dieser 850.000 Einwohner Stadt lediglich zum Übernachten eingekehrt sind und von der Stadt im Gunde nichts gesehen haben, ist Faktor 2 nun mal „Null“, was zu dem Ergebnis fürhrt, dass wir 𝐍𝐮𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐚𝐧𝐢𝐱 zu berichten haben. 🤷‍♂️
Unser Terminplan treibt uns unermüdlich in Richtung Osten.
Also keine Zeit für Sightseeing. Die Auflösung, warum das so ist gibt´s dann später.
Doch wie ihr, oben aufgeführten Titel bereits entnehmen könnt, ist hier an der Schwarzmeerküste mal 𝐠𝐚𝐫 𝐧𝐢𝐱 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳… und schon gar nicht das Meer. Klingt komisch… ist aber so. 🤷‍♂️
Also 𝐰𝐚𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐓𝐫𝐚𝐛𝐳𝐨𝐧 so… außer Schwarzmeerküste.
Ganz bestimmt wesentlich mehr, als wir in den 12 Stunden, die wie hier verbracht haben zu sehen bekamen…
𝐖𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐯𝐞𝐫𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭…
𝟒.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞,...
denn der Hafen von Trabzon war bereits 2.000 v. Chr. 𝐓𝐞𝐢𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧𝐬𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞.
Hier trafen sich Byzantiner, Perser, Kaukasen und Chinesen zu einem fröhlichen „𝐊𝐚𝐧𝐧𝐧𝐢𝐱𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐧“…
Das könnte ich mir zumindest vorstellen, denn den Google-Übersetzer gab es vermutlich damals noch nicht. Aber wie die Geschichte verrät, hat es ja dann doch irgendwie funktioniert.
Ebenfalls 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐠𝐞𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧, haben wir die „𝐇𝐚𝐠𝐢𝐚 𝐒𝐨𝐩𝐡𝐢𝐚“…
Sollte dem einen oder anderen von Euch dieser Name bekannt vorkommen… ja es klingt nicht nur ähnlich, wie die berühmte Moschee in Istanbul, sondern identisch.
Dass die Namenspatin, also die „heilige Sophia“ christlichen Ursprungs ist, lässt die Vermutung zu, dass auch diese Moschee mal eine christliche Kirche war.
Um es präzise auszudrücken, tatsächlich war es im 𝟏𝟑. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 einmal eine 𝐛𝐲𝐳𝐚𝐧𝐭𝐢𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞.
Die christlich orientierten Fresken, im Inneren der Moschee werden allerdings durch Vorhänge verdeckt.
Soweit geht die interreligiöse Toleranz dann doch nicht.
Soweit so gut… Repräsentative Bilder dieser, vermutlich recht hübschen Stadt, hier an der Schwarzmeerküste, bitten wir aufgrund von „𝐢𝐬𝐬𝐧𝐢𝐜𝐡“ in den unendlichen Weiten des WWW zu suchen…
Ok... so ganz "Null" war dieser Bericht nun doch nicht, oder? 😉
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre, auf Facebook ungeteilte Aufmerksamkeit. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.




25.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟏𝟕
𝔸𝕞𝕒𝕤𝕪𝕒 – 𝕂𝕠𝕖𝕟𝕚𝕘𝕤𝕘𝕣𝕒𝕖𝕓𝕖𝕣 𝕚𝕟 ℍ𝕒𝕟𝕘𝕝𝕒𝕘𝕖.

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Auf unserem Weg gen Osten haben wir noch in 𝐀𝐦𝐚𝐬𝐲𝐚 Halt gemacht.
Mit knapp 𝟏𝟓𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧 ist Amasya jetzt nicht gerade das typisch anatolische Bergdorf, aber trotzdem ein recht erholsamer Kontrast zu der quirligen Betonwüste Ankara, in der wir uns ja nun mehr als ausgiebig aufhalten mussten (wir berichteten ausgiebig).
𝐎𝐤… 𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐛𝐞 𝐳𝐮…
... bisher hatten wir keine Ahnung, dass es eine Stadt namens Amasya überhaupt gibt… keinen Schimmer… null Komma null.
Und ein bisschen klingts ja auch nach einem altindischen Aphrodisiakum oder ein Medikament gegen Sodbrennen, ist es aber beides nicht.
Amasya liegt im Tal des Yeşilırmak-Flusses und glänzt durch seine alten, gut erhaltenen Häuser aus der 𝐬𝐞𝐥𝐬𝐜𝐡𝐮𝐤𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧, 𝐦𝐨𝐧𝐠𝐨𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 und 𝐨𝐬𝐦𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐢𝐭…
...Also 𝐦𝐮𝐥𝐭𝐢𝐤𝐮𝐥𝐭𝐢 … ein wenig wie das Berlin Kreuzberg von Anatolien. Nur kleiner und mit weniger Döner-Buden.😉
Wer nun genau die Selchuken, Mongolen und Osmanen waren und was genau die nun mit diesem dubiosen Text hier zutun haben, bitte ich bei Bedarf selbst zu googlen, da sich ansonsten wieder die Leser mit der maximalen Aufnahmefähigkeit eines Instagram-Postings über die Länge dieses Berichtes beschweren würden.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐟𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐤𝐮𝐫𝐳…
Hoch oben an den Felshängen kann man die Gräber der pontischen Könige sehen und auch besichtigen.
Das Königreich „Pontos“ hatte seine Blütezeit um 3.000 v. Chr. und erstreckte sich hier an der Schwarzmeerküste.
Obwohl der Name „Pontos“ im Grunde von den Türken erfunden wurde… denn sie selbst nannten es seinerzeit schlicht und ergreifend „𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞“.
Ok… so sind diese Gruften dort oben mindestens mal 3.000 Jahre alt und immer noch ein Publikumsmagnet… quasi der Wolle Petry unter den Immobilien. 😉
Im Museum gibt´s wohl auch 𝐦𝐨𝐧𝐠𝐨𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐌𝐮𝐦𝐢𝐞𝐧 und anderes Gedönse zu bewundern…
Das haben wir uns allerdings aus zeitlichen ausgespart und sei nur einmal für eventuelle Nachahmungstäter erwähnt.
Achja… und Äpfel gibt’s hier … jede Menge… Mahlzeit…
𝐖𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐦𝐚𝐥 𝐤𝐮𝐫𝐳… 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐞𝐬 𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.





24.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟏𝟕
𝔸𝕟𝕜𝕒𝕣𝕒 – 𝕋𝕙𝕖 𝕟𝕖𝕧𝕖𝕣 𝕖𝕟𝕕𝕚𝕟𝕘 𝕤𝕥𝕠𝕣𝕪…

Tjaa… wo sollen wir anfangen? 🤷‍♂️

Vielleicht wird dem einen oder anderen aufmerksamen Mitleser aufgefallen sein, dass es bei uns irgendwie nicht so richtig weitergeht, seit wir hier in Ankara angekommen sind.
Zunächst einmal die 𝐠𝐮𝐭𝐞 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭:
Oscar geht es von Tag zu Tag besser… 😃
… und in 2 – 3 Wochen wird er wohl wieder richtig fit sein.
Kommen wir nun zur 𝐝𝐮𝐧𝐤𝐥𝐞𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐚𝐜𝐡𝐭…
Während sich Oscar innerhalb unseres 7-tägigen Aufenthaltes vor der Tierklinik in Ankara so langsam mehr und mehr erholte, sollte es dann für uns endlich, nach Oscars Abschlussuntersuchung weitergehen…
Ja… so war zumindest der Plan… und wie ihr merkt...
𝐇𝐚𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐠𝐞𝐤𝐥𝐚𝐩𝐩𝐭. 🤷‍♂️
Und es hätte alles so schön sein können… wenn… ja wenn nicht unsere Kuscheldose nicht bereits bei Fahrtbeginn begonnen hätte, unter Symptome einer Art von 𝐀𝐮𝐭𝐨-𝐍𝐚𝐫𝐤𝐨𝐥𝐞𝐩𝐬𝐢𝐞 zu leiden.
Sobald man den Fuß vom Gaspedal nahm, verfiel die Kuscheldose in einen spontanen Tiefschlaf…
oder für den Fachmann ausgedrückt… 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐨𝐭𝐨𝐫 𝐠𝐢𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐬.
Wer des Autofahrens mächtig ist der weiß vermutlich, dass es hin und wieder mal erforderlich ist, den rechten Fuß für den Bremsmechanismus zu nutzen.
Ja ich weiß… bremsen wird, besonders hier in der Türkei ohnehin überbewertet und so ein rechter Fuß gehört nun mal auf das Gaspedal… 𝐁𝐚𝐬𝐭𝐚!
Im Prinzip stimme ich dem auch zu…
... wenn es da nicht so unerfreuliche Hindernisse wie 𝐀𝐦𝐩𝐞𝐥𝐧, 𝐙𝐞𝐛𝐫𝐚𝐬𝐭𝐞𝐢𝐟𝐞𝐧 oder 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫𝐬𝐭𝐞𝐢𝐥𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐫 gäbe.
In der Innenstadt von Ankara macht es tatsächlich auch nicht den besten Eindruck mit einem 𝐝𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐦 𝐊𝐞𝐧𝐧𝐳𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐖𝐚𝐫𝐧𝐛𝐥𝐢𝐧𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭, mitten in der Rushour versucht, sein Auto um x-ten mal neu zu starten.🤦‍♂️
Wir können euch sagen… das verursacht eine ziemlich aufregende Geräuschkulisse, denn das kleinasiatische Temperament glänzt in einem solchen Fall nicht gerade durch eine hohe Frustrationstoleranz.
Unsere ungewollte „Stopp & go Variante“ kam bei dem regionalen Verkehrsteilnehmern tatsächlich nicht allzu gut an und erregte das eine oder andere Gemüt, bis hin zur Tachykardie und zum Vorhofflimmern.
Unter entsprechenden Leidensdruck schleppten wir uns also bis zu einer „𝐂𝐢𝐭𝐫𝐨𝐞𝐧- 𝐕𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐠𝐬-𝐅𝐚𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐤𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭“… und das Wort „𝐂𝐢𝐭𝐫𝐨𝐞𝐧- 𝐕𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐠𝐬-𝐅𝐚𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐤𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭“ schreibe ich hier nicht ohne Grund in 𝐀𝐧𝐟𝐮𝐞𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐳𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧.
Autowerkstätten, die mit einer imposanten Glasfassade glänzen und mehr Menschen in Anzügen als in einem Arbeits-Overall beschäftigen, waren mir schon immer suspekt.
Erst recht, wenn weit und breit weder eine Hebebühne noch ein ölverschmierter Mechaniker zu sehen ist.
𝐖𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐦 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐢…
Wir erklärten unser Problem, dem am sich gerne annehmen würde… 𝐦𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧, 𝐮𝐦 𝟖.𝟑𝟎 𝐔𝐡𝐫.
Allerdings schien es in keinster Weise in das Weltbild des Wächters des hauseigenen Parkplatzes zu passen, dass wir gedachten auf diesem Grundstück zu nächtigen.
Unter Zuhilfenahme von Armen, Beinen und dem ihm, von Ulrike unter die Nase gehaltenen Google-Übersetzer, erklärte er uns, dass das Übernachten auf diesem Platz 𝐬𝐭𝐫𝐞𝐧𝐠𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐨𝐭𝐞𝐧 sei, und wir uns draußen auf der Straße einen Platz suchen sollten.
𝐓𝐨𝐥𝐥𝐞 𝐖𝐮𝐫𝐬𝐭… 😟
Nachdem sich Ulrike fast bis zur Chefetage durchkämpfen musste, um eine 𝐆𝐞𝐧𝐞𝐡𝐦𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐏𝐚𝐫𝐤𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐟𝐞𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐳𝐞𝐮𝐠𝐞𝐬, 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐦 𝐊𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧𝐩𝐚𝐫𝐤𝐩𝐥𝐚𝐭𝐳 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐊𝐟𝐳-𝐖𝐞𝐫𝐤𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 zu erhalten, in der wir am nächsten Morgen ein Termin hatten, waren wir dann doch frohen Mutes, dass unserer Kuscheldose geholfen wird... Obwohl uns die mangelnde Routine im Umgang mit fahruntüchtigen Fahrzeuges schon hätte stutzig machen sollen... 🤦‍♂️
Pünktlich um 8.30 Uhr wurden wir von einem Einweiser zur Serviceabteilung manövriert…
Das unser Auto ständig ausging schien er wohl meiner 𝐮𝐧𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 zuzuschreiben, was ich seinem Gesichtsausdruck und dem ständige Kopfschütteln entnahm.
Dass er gerade ein Auto aufgrund eines Defektes in die Werkstatthallen einwies, schien ihm anscheindend nicht vorstellbar.
Endlich standen wie in den „heiligen Hallen“ des Citroen Fachbetriebes und es ging zur 𝐀𝐮𝐟𝐭𝐫𝐚𝐠𝐬𝐚𝐧𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞:
𝐅𝐚𝐡𝐫𝐳𝐞𝐮𝐠𝐩𝐚𝐩𝐢𝐞𝐫𝐞 … 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐞𝐩𝐚𝐬𝐬… 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐲𝐧𝐮𝐦𝐦𝐞𝐫… 𝐒𝐌𝐒… 𝐁𝐞𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠𝐬-𝐒𝐌𝐒…𝐄-𝐦𝐚𝐢𝐥... 𝐁𝐞𝐬𝐭𝐚𝐞𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠𝐬-𝐄𝐦𝐚𝐢𝐥... Da wird nichts ausgelassen… 🙈
Schließlich will man ganz genau wissen, mit wem man es da zu tun hat.
Nach gefühlten 3 Stunden widmete sich endlich jemand dem Gebrechen unserer Kuscheldose.
Zunächst mal wurde der 𝐁𝐨𝐫𝐝𝐜𝐨𝐦𝐩𝐮𝐭𝐞𝐫 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧…
Ohne dieses Prozedere läuft ja heutzutage anscheinend nicht mehr…
Da könnte man mit 4 platten Reifen in die Werkstatt hineinrollen und es würde nichts unternommen, bevor das OBD-Gerät, zum Auslesen des Board-Computers nicht einen mangelnden Reifedruck bestätigt.🤦‍♂️
Früher hat ein Mechaniker erst einmal die Motorhaube geöffnet… das scheint heutzutage nicht mehr nötig zu sein.
𝐔𝐦 𝐝𝐚𝐬 𝐆𝐚𝐧𝐳𝐞 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐦𝐚𝐥 𝐚𝐛𝐳𝐮𝐤𝐮𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧…
Nach 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐬𝐭𝐮𝐞𝐧𝐝𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐁𝐨𝐫𝐝𝐜𝐨𝐦𝐩𝐮𝐭𝐞𝐫𝐬, ohne den Motor auch nur ein einziges mal zu starten, kamen die 𝟓 "𝐅𝐚𝐜𝐡𝐥𝐞𝐮𝐭𝐞", die um das Auto herumstanden zu folgenden Schluss…
Das 𝐀𝐆𝐑-𝐕𝐞𝐧𝐭𝐢𝐥, 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐈𝐧𝐣𝐞𝐤𝐭𝐨𝐫𝐞𝐧 und die 𝐄𝐢𝐧𝐬𝐩𝐫𝐢𝐭𝐳𝐩𝐮𝐦𝐩𝐞 müssen dringend ausgetauscht werden, was man uns sehr gerne innerhalb den kommenden 𝟒-𝟔 𝐖𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧 für einen Freundschaftspreis von 𝟒.𝟎𝟎𝟎 € (ja… Euro, nicht Lira) in Ordnung bringen würde.
„𝑮𝒖𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝑺𝒊𝒆 𝒛𝒖 𝒖𝒏𝒔 𝒈𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒔𝒊𝒏𝒅. 𝑫𝒂 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝑺𝒊𝒆 𝒏𝒐𝒄𝒉 𝒓𝒊𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈 𝑮𝒍𝒖𝒆𝒄𝒌 𝒈𝒆𝒉𝒂𝒃𝒕.“😕
Diese Nachricht schlug bei uns ein, wie ein Hexenschuss während des Beischlafes.
Das würde unser Budget nicht nur sprengen, sondern im Grunde unsere Reise hier und jetzt beenden.
𝐍𝐮𝐧 𝐰𝐚𝐫 𝐠𝐮𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐭 𝐭𝐞𝐮𝐞𝐫… doch möglichst unter 4.000 €. 🤦‍♂️
So ließen wir uns über den ADAC in eine andere, freie Werkstatt schleppen.
Diese wurde uns vom Fahrer des Abschleppers empfohlen…
Und ja… wir wissen was ihr jetzt denkt… und auch wir hatten dabei ein recht mulmiges Gefühl… doch was sollten wir in der aktuellen Situation tun?...
Schlimmer/teurer konnte es kaum noch werden. 🤦‍♂️
So zog uns der Abschlepper quer durch Ankara bis nach Yenimahalle, etwas nordwestlich von Ankara… zu "𝐀𝐬 𝐅𝐢𝐚𝐭 𝐎𝐭𝐨𝐦𝐨𝐭𝐢𝐯 𝐒𝐚𝐧 𝐯𝐞 𝐓𝐢𝐜 𝐋𝐭𝐝 Ş𝐭𝐢"
Innerhalb von Sekunden wussten wir… „𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠“.
In der Halle standen ausschließlich Transporter und Kastenwagen… Die Mitarbeiter waren ölverschmiert und der Werkstatt-Meister war sofort für uns da und sein Kopf verschwand umgehend unter unserer Motohaube.
Und welch ein Wunder…
𝐈𝐧𝐧𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐯𝐨𝐧 𝟏𝟎 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧 𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐞 𝐃𝐢𝐚𝐠𝐧𝐨𝐬𝐞 𝐟𝐞𝐬𝐭:
In Kappadokien, hat uns der Tankwart 𝐁𝐞𝐧𝐳𝐢𝐧 𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐃𝐢𝐞𝐬𝐞𝐥 in den Tank geschüttet.
Zum Glück waren es nicht mehr als 30 Liter auf einem 120 Liter Tank.
Trotzdem hatten wir riesiges Glück, dass es uns während der 350 km Autobahn nach Ankara nicht tatsächlich die Einspritzpumpe zerfetzt hat.
𝐔𝐦 𝐠𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞 𝐳𝐮 𝐛𝐞𝐚𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐞𝐧, 𝐰𝐢𝐞 𝐬𝐨 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐧𝐧…
Zum einen ist es in der Türkei nicht üblich selbst zu tanken… 𝐝𝐚𝐬 𝐀𝐮𝐭𝐨 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐛𝐞𝐭𝐚𝐧𝐤𝐭.
Oftmals sind die Zapfhähne auch 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐛𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐟𝐭𝐞𝐭 und erschwerend kam hinzu, dass wir in unserem Auto unseren 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫 liegen hatten, der dringend in die Tierklinik nach Ankara musste.
Da hat die Überwachung eines Tankwartes nun mal nicht unbedingt oberste Priorität. 🤷‍♂️
𝐖𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐦 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐢…
… mit Austausch des Kraftstoffsensors, des Dieselfilters, Abpumpen und reinigen des Tanks, war der Drops gelutscht… 𝐊𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧: 𝟑𝟓𝟎 €.
Erinnern wir uns noch einmal ganz kurz an die Diagnose der „Citroen Fachwerkstatt“, was ich nur ungern mache....
Hier wäre das Problem, selbst bei einer Rechnung von 4.000 € nicht einmal gelöst gewesen. 🤦‍♂️
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches : Ç𝐨𝐤 𝐭𝐞ş𝐞𝐤𝐤ü𝐫 𝐞𝐝𝐞𝐫𝐢𝐦
an das gesamte Team der "𝐀𝐬 𝐅𝐢𝐚𝐭 𝐎𝐭𝐨𝐦𝐨𝐭𝐢𝐯" in Yenimahalle🙏
Nächste „Baustelle“… 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞…
… auch sie hat aktuell 𝐠𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦𝐞, die wir vielleicht auch noch hier in Ankara lösen möchten…
𝐎𝐛 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐞 entscheidet sich in den kommenden Tagen. Genau wie die Richtung, in der wir dann fahren werden.
Wir halten Euch auf den Laufenden.
In diesem Sinne… fuehlt Euch gekuschelt.
𝑬𝒖𝒓𝒆 𝑲𝒖𝒔𝒄𝒉𝒆𝒍𝒅𝒐𝒔𝒆𝒏𝒄𝒓𝒆𝒘




17.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟏𝟎
𝔸ℕ𝕂𝔸ℝ𝔸 - 𝔻𝕖𝕣 𝕂𝕦𝕤𝕔𝕙𝕖𝕝𝕕𝕠𝕤𝕖𝕟𝕜𝕒𝕡𝕚𝕥𝕒𝕖𝕟 𝕚𝕤𝕥 𝕨𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕒𝕟 𝔻𝕖𝕔𝕜 😀


Hallo ihr lieben,
hier ein Update:
𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐠𝐮𝐭𝐞𝐧 𝐖𝐞𝐠 😊
Das gestrige Röntgenbild ergab, dass sich die Flüssigkeit in der Lunge deutlich zurückgebildet hat.
Die Abschlussuntersuchung ist in 5 Tagen und wir haben beschlossen, danach doch relativ zügig nach 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 zu fahren.
Wir überlegen, uns dort für ein paar Wochen in ein Appartement einzuzumieten, um die Ereignisse der letzten Tage erstmal zu verarbeiten 🤦.
Für die Türkei reicht dafür unser Visum leider nicht mehr aus. 🤷🏻
Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Bis dahin... fühlt Euch gekuschelt 




15.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟎𝟕
𝔸𝕟𝕜𝕒𝕣𝕒 –𝕊𝕆𝕊 𝕗𝕦𝕖𝕣 ℂ𝕒𝕡𝕥𝕒𝕚𝕟 𝕆𝕤𝕔𝕒𝕣

𝐋𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐰𝐢𝐞𝐠𝐞𝐧…
heute wollen wir es Euch erzählen:
Oscar, unser Kuscheldosenkapitän hatte letzten Sonntag einen recht schlimmen Unfall…😔
Er stürzte in Göreme aus ca. 2,50 Meter Höhe in die Tiefe und zog sich durch eine Lungenstauchung einen akuten Schock zu.
Tatsächlich war sein Zustand da bereits sehr kritisch, doch durch das schnelle und kompetente Eingreifen des 𝐓𝐢𝐞𝐫𝐚𝐫𝐳𝐭-𝐓𝐞𝐚𝐦𝐬 𝐯𝐨𝐧 „𝐕𝐄𝐓𝟓𝟎“ in Nevsehir hatte sich sein Zustand in den folgenden 48 Stunden merklich verbessert.
Trotzdem riet uns der Tierarzt in eine 𝐓𝐢𝐞𝐫𝐤𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤 𝐢𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝟑𝟎𝟎 𝐤𝐦 𝐞𝐧𝐭𝐟𝐞𝐫𝐧𝐭𝐞 𝐀𝐧𝐤𝐚𝐫𝐚 zu fahren, um weitere, innere Verletzungen auszuschließen, die er mit seinen Mitteln nicht feststellen kann.
𝐔𝐧𝐝 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐤𝐭𝐮𝐞𝐥𝐥.
In der Tierklinik in Ankara.
Weitere Röntgenbilder ergaben einen 𝐁𝐫𝐮𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝟑 𝐑𝐢𝐩𝐩𝐞𝐧, wobei sich eine Rippe vermutlich sogar vom Skelett gelöst hat. Des Weiteren hat Oscar starke 𝐇𝐚𝐞𝐦𝐚𝐭𝐨𝐦𝐞 𝐢𝐦 𝐁𝐚𝐮𝐜𝐡𝐫𝐚𝐮𝐦 und es bestand noch lange die Gefahr eines 𝐊𝐨𝐥𝐥𝐚𝐩𝐬𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐬 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧 𝐋𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧𝐟𝐥𝐮𝐞𝐠𝐞𝐥𝐬 durch die Stauchung.
Aber wir haben alle Glück gehabt…
𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐦𝐢𝐭𝐭𝐥𝐞𝐫𝐰𝐞𝐢𝐥𝐞 „𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐁𝐞𝐫𝐠“.☺️
Allerdings wissen wir aktuell noch nicht genau, wie es nun mit uns weitergeht.🤷‍♂️
Wir wissen nicht, ob wir nun, wie ursprünglich geplant 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐆𝐞𝐨𝐫𝐠𝐢𝐞𝐧 fahren oder wieder zurück in die EU, 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝.
Das hängt jetzt natürlich erstmal stark von Oscars Genesung ab.
💗💗𝑺𝒄𝒉𝒊𝒄𝒌𝒕 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆𝒎 𝒌𝒍𝒆𝒊𝒏𝒆𝒏 „𝑲𝒖𝒔𝒄𝒉𝒆𝒍𝒅𝒐𝒔𝒆𝒏𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒆𝒏“  𝒈𝒆𝒓𝒏𝒆 𝒈𝒂𝒏𝒛 𝒗𝒊𝒆𝒍 𝒑𝒐𝒔𝒊𝒕𝒊𝒗𝒆 𝑬𝒏𝒆𝒓𝒈𝒊𝒆… 💗💗
... er kann es brauchen. 😊
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.🫶




10.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟎𝟒
𝔾𝕠𝕖𝕣𝕖𝕞𝕖 – 𝔻𝔸𝕊 𝕂𝔸ℕℕ 𝕄𝔸ℕ 𝕊𝕀ℂℍ ℕ𝕀ℂℍ𝕋 𝔸𝕌𝕊𝔻𝔼ℕ𝕂𝔼ℕ!

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Nun stehen wir bereits seit 7 Tagen hier in der Region rund um Göreme.
Seit 1985 𝐔𝐍𝐄𝐒𝐂𝐎 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞𝐫𝐛𝐞…
und wer einmal dort war, der weiß auch warum. 👍
Wenn man so durch die 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧 𝐍𝐞𝐯ş𝐞𝐡𝐢𝐫 fährt passiert etwas, dass sich nur sehr schwer in Worten beschreiben lässt.
Viele haben es bereits versucht… alle sind kläglich gescheitert… daher versuchen wir es erst gar nicht.
Da tingelt man so nichts ahnend durch die Türkei… das kennt man ja…
Da gibt´s Berge...Täler... Dörfer… ganz normal eben…
und dann biegst Du um die Ecke und siehst … 𝐃𝐀𝐒 𝐃𝐀 !!!... 🙈
Landschaften wie das „𝐋𝐨𝐯𝐞 𝐕𝐚𝐥𝐥𝐞𝐲“, das „𝐑𝐨𝐬𝐞𝐬 𝐕𝐚𝐥𝐥𝐞𝐲”, oder das "𝐏𝐢𝐠𝐞𝐨𝐧 𝐕𝐚𝐥𝐥𝐞𝐲" verursachen gleichzeitig Schnappatmung und Gänsehaut.
Also genauso wie die Softcore Pornos aus den 80er Jahren, dessen Titel in meiner Erinnerung recht ähnlich klangen, wie die Täler hier.
„𝑫𝒊𝒆 𝒁𝒊𝒑𝒇𝒆𝒍𝒃𝒓𝒖𝒆𝒅𝒆𝒓 𝒂𝒖𝒔 𝒅𝒆𝒎 𝑳𝒊𝒆𝒃𝒆𝒔𝒕𝒂𝒍“ oder so ähnlich…
Also nicht, dass Ihr glaubt, ich hätte mir seinerzeit als postpubertärer, pflichtbewusster Auzubildender im Einzelhandel solche unmoralischen Filme angeschaut…
…das weiß ich alles von einem Freund…
der hat mir mal berichtet, dass es so etwas wohl seinerzeit gegeben haben soll.🤦‍♂️
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐥 𝐢𝐦 𝐄𝐫𝐧𝐬𝐭…
𝐃𝐚𝐬 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐦𝐚𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐬𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧…
... dieser Satz war im Übrigen in den letzten Tagen einer der häufigsten, der unkontrolliert aus mir heraussprudelte.
„𝑫𝑨𝑺 𝑲𝑨𝑵𝑵 𝑴𝑨𝑵 𝑺𝑰𝑪𝑯 𝑵𝑰𝑪𝑯𝑻 𝑨𝑼𝑺𝑫𝑬𝑵𝑲𝑬𝑵!!!"🙈
Gibt es eigentlich ein Superlativ von „𝐠𝐞𝐢𝐥“? …
Ok… „𝐎𝐛𝐞𝐫𝐠𝐞𝐢𝐥“
… Das wäre zumindest schonmal ein Komparativ.
„𝐎𝐛𝐞𝐫𝐚𝐟𝐟𝐞𝐧𝐠𝐞𝐢𝐥“
… das wäre schon besser… trifft es aber auch nicht.
Das eigentliche Superlativ wäre ja „𝐚𝐦 𝐠𝐞𝐢𝐥𝐬𝐭𝐞𝐧“…
Aber zum einen trifft es das auch noch nicht so richtig und zum anderen klingt es eher wie der Ausruf eines Poliers bei der Sicht eines wohlgeformten Damenhintern auf der gegenüberliegenden Straßeseite, was der eigentlichen Botschaft, die wir vermitteln wollen auch nicht gerecht würde.🙈
𝐋𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐑𝐞𝐝𝐞… 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐒𝐢𝐧𝐧…
Uns fehlen derzeit tatsächlich noch die passenden Adjektive um die Region, rund um Göreme halbwegs zutreffend zu beschreiben. 𝐏𝐔𝐍𝐊𝐓!
Es scheint, als befinden wir uns auf einem anderen Planeten oder zumindest im bereits erwähnten „𝐖𝐮𝐳𝐞 𝐓𝐨𝐰𝐧“ im Phantasialand, doch wir befinden uns tatsächlich in 𝐊𝐚𝐩𝐩𝐚𝐝𝐨𝐤𝐢𝐞𝐧...
Hier auf unserem Heimatplaneten… 🌍
Spätestens die überdimensionalen Werbeplakate für „Ballonfahrten“, „Quad-Touren“ und „dem besten Döner der Stadt“ holen uns dann wieder in die Realität und auf die Erde zurück.
Im Grunde fehlen hier nur noch die großköpfigen Plüsch-Figuren, die in der Regel mit einem dieser verarmten Philosophie- Studenten befüllt sind und Dich animieren wollen, ein 10€-Foto von dir und diesem philosophiestudierten Plüschmonster zu schießen.
Wie bereits erwähnt, ist die gesamte Region von diesen Tuffsteinformationen geprägt, in dessen Höhlen sich bereits vor fast 2000 Jahren die Christen vor ihren römischen Mobbern versteckten.
Heute werden diese Tuffsteinhöhlen allerdings weniger von Christen, als von Chinesen bewohnt, die hier ihren Urlaub verbringen…
𝐖𝐞𝐧 𝐰𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐬?
Gegen diese Landschaft wirkt der Anblick der chinesischen Mauer eher wie der Besuch eines Industriegebietes in Sachsen-Anhalt.
Da ist man als liquider Chinese auch schonmal bereit, für 300€/Nacht in einer Höhle zu hausen.
Manche von diesen Tuffstein-Monumenten ragen wie überdimensionale Pilze aus dem Boden…
Ok… die einen sagen so… die anderen sagen so…
Alles eine Frage der Perspektive oder der libidösen Prägung des Betrachters.
Denn die sogenannten Feenkamine, die hier recht schamfrei in den anatolischen Himmel ragen, würden vermutlich in so manchem konservativen Bundesland Deutschlands erst ab 18 Jahren ohne Begleitung der Eltern zu besichtigen sein.
Für das, was die Natur hier so aus Tuffstein modelliert hat, würde in so manchem Land ein Bildhauer zu einer Unterlassungsklage aufgrund Erregung des öffentlichen Ärgernisses verdonnert.
Vermutlich auch hier in der Türkei. 😉
Womit wir wieder bei den „Zipfelbrüdern“ wären. (guckst Du Bilder😉)
Nichtsdestotrotz hat hier, rund um Göreme die Natur mal so richtig einen rausgehauen…
Was auf dem ersten Blick den Anschein erweckt, hier hätte ein LSD-betankter Bühnenbildner aufgrund seiner bewusstseinserweiternden Substanzen die Grenzen des optisch fassbaren überschritten, ist hier greifbare Realität.
Wobei ich wieder einmal zu meinem Standard-Ausruf komme:
𝑫𝑨𝑺 𝑲𝑨𝑵𝑵 𝑴𝑨𝑵 𝑺𝑰𝑪𝑯 𝑵𝑰𝑪𝑯𝑻 𝑨𝑼𝑺𝑫𝑬𝑵𝑲𝑬𝑵!!!🙈
Und dann ist da noch die Sache mit den 𝐇𝐞𝐢𝐬𝐬𝐥𝐮𝐟𝐭𝐛𝐚𝐥𝐥𝐨𝐧𝐬…
Während „normale Menschen“ noch dem Schlaf des Gerechten fröhnen und davon träumen, wie sie sich nachher unfallfrei Ihr Müsli zwischen die noch narkotisierten Zähne schieben, gehen hier in Göreme bereits hunderte von Heißluftballons in die Luft.
Das Geräusch hunderter Propan-Gasbrennern das klingt, als würde sich gerade ein Drache die Zähne putzen, wirft uns bereits um 𝟒.𝟑𝟎 𝐔𝐡𝐫 aus den Federn
𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐁𝐚𝐥𝐥𝐨𝐧𝐬 steigen fast zeitgleich auf.
Kein Bildschirmschoner, egal welcher Windows-Version könnte da mithalten.
Es sieht aus, als hätte irgendjemand eine Schüssel M&M´s in den Himmel geworfen… die nun, physikalisch natürlich kaum möglich, am Himmel schweben.
Das ist dann der Moment, in dem mir im Grunde wieder nur der eine Satz einfällt:
𝑫𝑨𝑺 𝑲𝑨𝑵𝑵 𝑴𝑨𝑵 𝑺𝑰𝑪𝑯 𝑵𝑰𝑪𝑯𝑻 𝑨𝑼𝑺𝑫𝑬𝑵𝑲𝑬𝑵!!!🙈
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




08.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟑𝟎𝟎
𝕂𝕒𝕡𝕒𝕕𝕠𝕜𝕪𝕒 - 𝕠𝕙𝕟𝕖 𝕎𝕠𝕣𝕥𝕖 𝕋𝕖𝕚𝕝 𝟚

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Text folgt, sobald wir unsere Sinne wieder beieinander haben. 🙈




06.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟗𝟗
𝕂𝕒𝕡𝕡𝕒𝕕𝕠𝕜𝕚𝕖𝕟 𝕋𝕖𝕚𝕝  𝟙 - "𝕎𝕦𝕫𝕖 𝕋𝕠𝕨𝕟 𝕠𝕧𝕖𝕣𝕝𝕠𝕒𝕕"

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𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐋𝐚𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭... 𝐝𝐢𝐞 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐦𝐚𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐤𝐚𝐮𝐦 𝐀𝐮𝐬𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧. 🙈
Mehr Text... demnächst... wir verarbeiten noch. Weniger anzeigen




03.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟗𝟓
𝔻𝕖𝕣𝕚𝕟𝕜𝕦𝕪𝕦 – 𝕌𝕟𝕕𝕖𝕣𝕘𝕣𝕠𝕦𝕟𝕕 ℙ𝕒𝕣𝕥𝕪

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Wir haben 𝐃𝐞𝐫𝐢𝐧𝐤𝐮𝐲𝐮 besucht…
Nach eigenen Angaben die 𝐠𝐫𝐨𝐞𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐢𝐫𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐬𝐢𝐞𝐝𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭... Vermutlich wird das Ganze nur noch von einer Horde Termiten im australischen Outback getoppt.
Und es ist tatsächlich „𝐓𝐢𝐞𝐟𝐛𝐚𝐮 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐫𝐭𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐞.“
In bis zu 𝟖𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐨𝐛𝐞𝐫𝐟𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞, haben hier bis zu 𝟐𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 eine WG-Community zelebriert…
Also quasi die echte Kommune 1, lange vor Berlin Kreuzberg.
Auch hier machten die Menschen das nicht, weil sie es so cool fanden, mit so vielen Menschen auf einem Haufen zu leben, sondern eher weil sie es mussten, ungefähr so wie heute in Berlin Mitte oder Hamburg Altona.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐓𝐫𝐢𝐠𝐠𝐞𝐫𝐰𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠…
Menschen mit 𝐤𝐥𝐚𝐮𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩𝐡𝐨𝐛𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐍𝐞𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠, 𝐀𝐬𝐭𝐡𝐦𝐚 oder 𝐬𝐨𝐳𝐢𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐏𝐡𝐨𝐛𝐢𝐞𝐧 sollten einen Besuch dieser unterirdischen Attraktion vielleicht noch einmal überdenken, bevor sie die Treppen in diese Unterwelt hinabsteigen.
In den Gängen kann es nämlich 𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐧𝐠 werden… sehr eng… 🙈
Und wenn Dir dann noch eine Horde Chinesen entgegenkommt, mit Dir auf verschwitzte Tuchfühlung geht und Dir das Objektiv ihrer Spiegelreflexkamera in die Rippen rammt, bevor sie Dir zu allem Überfluss auch noch die letzten Sauerstoffmoleküle vor der Nase weg atmen, dann kann es bei mangelnder Resilienz durchaus zu der einen oder anderen 𝐏𝐚𝐧𝐢𝐤𝐚𝐭𝐭𝐚𝐜𝐤𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐚𝐩𝐩𝐚𝐭𝐦𝐮𝐧𝐠 kommen.
𝐃𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐭 an die/den Partner/in…
Dringend Papiertüten zur Beatmung mitnehmen.
Stell dir vor, Du bist plötzlich und unerwartet in einem  „𝐏𝐚𝐜-𝐌𝐚𝐧-𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥“ aus den 80ern gefangen…
Du rennst durch die Gänge… Sauerstofffressende Monster (Chinesen) kommen dir in Scharen entgegen. Der Gang ist so eng, dass darin eigentlich gerade mal Platz für Dich und deine Handytaschenlampe wäre…
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐚 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞… die Chinesen…
Du flüchtest Rückwärts und hast eine Gruppe adipöser Schulkinder im Nacken…
Du weichst in einer der vielen, seitlichen Wohnhöhlen aus… 𝐠𝐞𝐫𝐞𝐭𝐭𝐞𝐭… erstmal…
Nebenbei kannst Du noch ein kurzes Gespräch mit ein paar Maulwürfen über den möglichen Abschlusses eines Bausparvertrages führen… Das gäbe 𝐒𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭𝐞.
Zurück am Tageslicht, hast Du hat dir 𝐞𝐢𝐧 𝐙𝐮𝐬𝐚𝐭𝐳𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧 und einen 𝐒𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐛𝐨𝐧𝐮𝐬 in Form eines Kaltgetränkes verdient. 💪
Wer diesen Ort besucht, sollte definitiv eine Affinität fürs 𝐆𝐫𝐮𝐩𝐩𝐞𝐧𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐧 und 𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧𝐥𝐚𝐞𝐮𝐟𝐞 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐤𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫 besitzen…
𝐀𝐩𝐫𝐨𝐩𝐨𝐬…
𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐁𝐚𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧𝐯𝐨𝐫𝐟𝐚𝐥𝐥 würden wir ebenfalls eher von einem Besuch von Derinkuyu abraten.
Diese unterirdische Stadt blickt tatsächlich auf eine über 𝟑.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 zurück.
So nach und nach haben sich die Bewohner im Laufe der Jahrhunderte immer weiter in die Tiefe gebuddelt…
Bis zu 𝟖𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐫𝐝𝐨𝐛𝐞𝐫𝐟𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞… eine ganze Stadt in deren Hochzeit bis zu 𝟐𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 lebten…
.. einschließlich 𝐍𝐮𝐭𝐳𝐯𝐢𝐞𝐡, 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 und 𝐉𝐚𝐮𝐜𝐡𝐞𝐠𝐫𝐮𝐛𝐞. Sogar einen 𝐅𝐫𝐢𝐞𝐝𝐡𝐨𝐟 gibt es dort unten. Das muss man schon wirklich wollen... oder müssen. 🤷‍♂️
Ab dem 𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. zogen hier wohl die ersten 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 aufgrund eines massiven Mobbingproblems durch Araber und Perser ein.
Hier war man unter sich und konnte ungestraft seines Glaubens frönen.
Sogar eine Kirche gab´s im 𝐦𝐢𝐧𝐮𝐬 𝐬𝐢𝐞𝐛𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐨𝐜𝐤.
Ich meine… dieser ganze Aushub musste ja auch irgendwo hin? 🤷‍♂️
7 Stockwerke nach oben… durch Gänge, die selbst bei Pac-Man klaustrophobische Anfälle auslösen würde.
𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭 – 𝐰𝐞𝐫`𝐬 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭. 💪
Die Eingänge wurden mit 𝐭𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐞𝐧, 𝐤𝐫𝐞𝐢𝐬𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐡𝐥𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 verriegelt, um ungebetenen Besuchern eine klare Botschaft zu vermitteln:
„𝑩𝒆𝒕𝒕𝒆𝒍𝒏 𝒖𝒏𝒅 𝑯𝒂𝒖𝒔𝒊𝒆𝒓𝒆𝒏 𝒗𝒆𝒓𝒃𝒐𝒕𝒆𝒏“ und überhaupt ist keiner zuhause.
Und wenn im 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟏𝟗𝟔𝟑 ein Dorfbewohner nicht ständig seine Hühner vermisst hätte und irgendwann beobachtete, wie sie durch eine kleine Öffnung im Boden verschwanden, wäre diese Stadt vermutlich heute noch nicht entdeckt.
Damit ging dieser Mann und seine Hühner in die Geschichte von Derimkulyu ein.
Ich habe mal meinen Autoschlüssel gesucht und dabei ein Stück Pizza unter der Couch gefunden… zählt das auch? 🤷‍♂️
Nach gut einer Stunde hatte auch uns das Tageslicht wieder.
Ein kurzer Abstecher in die benachbarte 𝐒𝐭. 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐞 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞 musste allerdings auch noch sein.
1856 unter dem Sultans Abdülmecid erbaut, sollte sie ein Geschenk für die ansässigen Griechen sein…
Vermutlich als Wiedergutmachung für das über Jahrhunderte andauende Mobbing…
Wenn man sich die Kirche heute so anschaut, hat dies wohl nicht so richtig funktioniert.
Ich meine... Kirchen in der Türkei... 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐧 𝐅𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫.🤷‍♂️
Der liebe Gott ist hier längst ausgezogen.
Entweiht und ausgeräubert fristet sie neben dem Eingang zur unterirdischen Stadt ein recht armseliges Dasein…
Immerhin…
für 100 TL kann man diese Ruine sogar von Innen besichtigen, was allerdings jedem, halbwegs gläubigen Anhänger des Christentums die Tränen in die Augen treiben würde.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭. 




01.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟗𝟑
ℂ𝕒𝕥, ℕ𝕖𝕧𝕤𝕖𝕙𝕚𝕣 – „𝕎𝕦𝕫𝕖 𝕋𝕠𝕨𝕟“ 𝕠𝕕𝕖𝕣 „𝕎𝕖𝕟𝕟 𝕕𝕒𝕤 ℙ𝕙𝕒𝕟𝕥𝕒𝕤𝕚𝕒𝕝𝕒𝕟𝕕 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕂𝕒𝕡𝕡𝕒𝕕𝕠𝕜𝕚𝕖𝕟 𝕜𝕠𝕞𝕞𝕥. 😉


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(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘, 𝑃𝑜𝑙𝑎𝑟𝑠𝑡𝑒𝑝𝑠 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ.🫶)
Wir sind in Çat, nähe 𝐍𝐞𝐯𝐬𝐞𝐡𝐢𝐫…
Nichtsahnend fahren wir hier so die Straße entlang und da stehen sie…
die ersten „𝐅𝐞𝐞𝐧𝐤𝐚𝐦𝐢𝐧𝐞“ und 𝐓𝐮𝐟𝐟𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐡𝐚𝐞𝐮𝐬𝐞𝐫.
𝐖𝐢𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐊𝐚𝐩𝐩𝐚𝐝𝐨𝐤𝐢𝐞𝐧.
Hier wirkt die Landschaft ein wenig wie das Resultat eines missglückten Töpferkurses für Riesen nach einer Flasche Ouzo oder einer Kulisse, aus der jeden Augenblick „Captain Kirk“ heraustritt und wild mit seinem Faser um sich ballert.🙈
Aber tatsächlich ist das hier alles Natur… bis auf diese Löcher in der Natur… die haben die Menschen verbockt.
Aber, das muss man zugeben... mit Stil.😉
Hier haben sich die Menschen bereits vor 1.000 Jahren gedacht…
„𝑶𝒄𝒉, 𝒘𝒆𝒏𝒏´𝒔 𝒓𝒆𝒈𝒏𝒆𝒕 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕𝒔 𝒋𝒂 𝑺𝒊𝒏𝒏, 𝒔𝒊𝒄𝒉 𝒊𝒏 𝒅𝒊𝒆 𝑬𝒓𝒅𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒖𝒅𝒅𝒆𝒍𝒏."
Außerdem schützte es vor Feinde, unerwünschte Zeugen Jehova Besuche und Vorwerk-Vertretern. 🤷‍♂️
So wurde im Laufe der Jahrhunderte ganz Kappadokien zum 𝐏𝐞𝐧𝐝𝐚𝐧𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳…
Jetzt nicht das Land… wir denken da eher an den Käse. 😉
Frei nach dem Motto „𝐋𝐨𝐜𝐡 𝐚𝐧 𝐋𝐨𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐡𝐚𝐞𝐥𝐭 𝐝𝐨𝐜𝐡“, haben die Menschen hier ganze Wohnungen, Städte, sogar ganze Kathedralen in den Tuffstein gemeißelt.
Echt lustig, dass wir beide gleichzeitig an „𝐖𝐮𝐳𝐞 𝐓𝐨𝐰𝐧“ im Phantasialand denken mussten, als wir diese Landschaft sahen. Oscar natürlich nicht… der war noch nie im Phantasialand.
Er gibt uns aber aus lauter Solidarität einfach recht. 😉
Wir sind uns auch ziemlich sicher, dass irgendein *¹„Löffelhardt“ hier durch diese Weltgeschichte gefahren ist, diese Tuffsteinhöhlen und Feenkamine gesehen hat und dachte…
„𝑮𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝒉𝒐𝒍𝒆𝒏 𝒘𝒊𝒓 𝒏𝒂𝒄𝒉 𝑩𝒓𝒖𝒆𝒉𝒍“.
Und bevor es in den Kommentaren steht… Ja… Göreme und Ürgüp steht ebenfalls noch auf unserem Plan, aber jetzt sind wir erstmal in 𝐂𝐚𝐭, also dort, wo nicht gleich dutzende von Reisebussen stehen und alle vermutlich das gleiche Foto machen.
Çat liegt im Herzen von Kappadokien, in der Nähe von Nevşehir und ist mit seinen knapp 3.000 Einwohnern noch eher beschaulich, wenn man mal vor der Hotelanlage absieht, die gefühlt 2/3 des Dorfes ausmacht.
Aber… zugegebenermaßen fügt sich die Architektur dieses Hotelkomplexes dermaßen harmonisch in das Landschaftsbild ein, dass sie kaum auffällt.
An dieser Stelle mal ein Kompliment an die Betreiber und den Architekten. Während unserer Reise haben wir schon gesehen, dass es auch anders geht. 👍
Die ganze Hochebene ist hier mit Tuffstein bedeckt. Über Jahrmillionen hat hier die Erosion mit einer Mischung aus Lava, Schlamm und Asche diese berühmten „𝐅𝐞𝐞𝐧𝐤𝐚𝐦𝐢𝐧𝐞“ geformt.
Çat liegt ebenfalls an der historischen Seidenstraße. Also jeder, der damals irgendwo hinwollte, kam wohl hier vorbei und ließ sich ein Selfie mit Himmelskamin im Hintergrund auf Steinplatte meißeln. Heute geht’s zum Glück etwas einfacher…
Heute können wir mit unseren Bildern innerhalb von Sekunden das gesamte Internet voll müllen… Wir arbeiten daran. 😉
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐩𝐚𝐳𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐬 𝐃𝐨𝐫𝐟…
Eine Gruppe ältere Damen sitzen mit Kopftuch und Tee in der Hand auf der Straße und tauschen vermutlich die neuesten Baklava-Rezepte aus. Vielleicht wollen sie auch nur die Touristen beobachten, wie sie den Berg hinauf keuchen…
Ok, wir denken, dass wir den betagten Mädels diesbezüglich genügend Unterhaltungsprogramm geboten haben. 😉
Die vorerst grimmige Mine der „ansässigen“ Damen (man beachte das geniale Wortspiel) verwandelt sich durch ein freundlich, keuchendes  „𝑴𝒆𝒓𝒉𝒂𝒃𝒂“ unserseits im Nu in ein freundliches Lächeln…
… 𝐉𝐚… 𝐬𝐨 𝐤𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐞, 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐚𝐭𝐨𝐥𝐢𝐞𝐫/𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧.
Wir kämpfen uns also den Hügel hinauf und werden mit einem Ausblick belohnt, von dem es tatsächlich sehr schade gewesen wäre, wenn wir ihn verpasst hätten.
Wir schauen auf das 𝐓𝐚𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐡𝐚𝐞𝐮𝐬𝐞𝐫 (Güvercinlikler).
Hier haben die Menschen schon vor Jahrtausenden Löcher in die Felsen geschlagen, um dort Tauben einziehen zu lassen.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦?
… Berechtigte Frage.
Man nutzte damals den Taubenmist als Dünger für die Weinberge.
𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐊𝐚𝐜𝐤𝐞… 🙈
Ein Geschäftsmodell, dass heutzutage vermutlich nicht mehr ganz so erfolgreich funktionieren würde…
Obwohl… fragt mal Euren Vermieter.😉
Cat ist tatsächlich ein Ort für Leute, die den Touristenmassen in den eigentlichen Hotspots Kappadokiens ein wenig aus dem Weg gehen wollen.
Hier wird man wenigstens noch authentisch ausgelacht, wenn man keuchend durchs Dorf geht. 😂
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
*¹ Gottlieb Löffelhardt:
Mitbegründer des Phantasialands. Die Familie Löffelhardt ist heute Alleineigentümer des Freizeitparkes.



 Janunar 2026





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