Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog


T h a i l a n d  2 0 1 4



5 Hühner & 1 Hähnchen


Dieses Reisetagebuch befindet sich aktuell noch in Bearbeitung




Sonntag, 24. November 2013
09:42:00

Was soll ich schreiben ... 🤔

Irgendwie sind unsere Reisetagebücher wohl "unkaputtbar" ☺️
Widererwartend entsteht hier aktuell das
"REISETAGEBUCH 2014". 

Völlig unerwartet hat sich der Autor dieser hier nachzulesenden, " literarischen Diarhoe" doch noch eingeklinkt, um 5 Mädels auf ihre Reise durch Thailand zu begleiten.
Ja, Ihr habt richtig gelesen... Das Thailandtrüppchen ist um ein weiteres Mitglied angewachsen... Also... streng genommen "ohne Glied" 🙈
So stürzen wir uns also
zu 6 (5 Hühnchen + 1 Hähnchen) in das südostasiatische Getümmel.

Starring : 

Judith, Sigrid, Simone, Sylvie, Ulrike & Holger
to be continued...
Viel Spaß beim lesen 





Beijing/Bangkok, den 15.01.2014

Es geht´s looos…
… auf geht´s - 5 Hühnchen und 1 Hähnchen auf dem Weg in´s „gelobte Touriland“.
Doch vor unserem wohlverdienten, sonnigen Thailandurlaub hat das Schicksal den Hinflug mit
„Air China“ gesetzt. 

Bestimmt hat einer von uns 6 im früheren Leben an einen Karfreitag getanzt, in Indien eine heilige Kuh überfahren oder sonst irgendeine andere unverzeihliche Todsünde begangen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum uns das Schicksal mit dieser Fluggesellschaft gestraft hat.
Alles begann schon mal damit, dass die Monitore der mittleren Sitzreihe komplett ausgefallen waren und wir damit zu einem 10stündigen, entertainment-freien Flug verdammt gewesen wären.
Aber Halt!!! – Warum eigentlich die mittlere Sitzreihe? 

Hatten wir nicht inständig um einen Fensterplatz und die Sitze daneben gebeten?... Aber sicher hatten wir das. Genauso wie um einen Platz vor oder hinter den Tragflächen und nicht direkt auf ihnen.
So zumindest, hatte uns das die nette Dame am Flughafen Frankfurt a. M. auch bestätigt. Aber was schert Air China das Geschwätz ihrer Mitarbeiterin in Frankfurt? Wir hatten nun Plätze in der Mitte, weit weg von irgendwelchen Fenstern oder sonstiger visueller Kurzweil. 
Angesichts dieser Tatsache, spielten die Tragflächen auch nur noch eine untergeordnete Rolle...  wenn… ja wenn die Monitore nicht auch noch defekt gewesen wären.
Doch dank Ulrike´s, mittlerweile legändere Penetranz gegenüber den dienstbeflissenen Flugbegleitern, konnten wir uns jedoch in einer
Sitzreihe vor dem Notausgang platzieren. Der damit erkämpfte Fensterplatz spielte jedoch aufgrund des tragflächenrelevanten Aussichtsdefizites nur noch eine untergeordnete Rolle. Aber immerhin hatten wir nun einen Monitor vor der Nase und reichlich Beinfreiheit, da besagter Notausgang das Einrichten weiterer Sitzreihen sicherheitstechnisch verhinderte. 

Also wurde auf den Monitor herumgefingert bis der Zeigefinger glühte, um sich 10 Stunden lang mit den neuestem "geilen Scheiß der Filmindustrie" aus Hollywood berieseln zu lassen.

Und???...  Was war???... Nix war!!! – Das Angebot bestand wahlweise aus uralten B-Movies, die schon in den Videotheken Staub ansetzten oder chinesischen Superheldenfilmen, die es in unserem TV Kanälen maximal zu einer Ausstrahlung ins Nachtprogramm auf Super RTL schaffen würden.
Von deutscher Nachvertonung wollen wir gar nicht erst reden.
Ok, dann fassen wir mal die Fakten zusammen... 

Wir sitzen nun 10 Stunden in einem Flieger, der uns, außer etwas Beinfreiheit und immerhin einen superkurzen Weg zur Board-Toilette bietet. Na gut, wer weiß wozu es gut ist…
Wozu dies gut war, erfuhren wir recht schnell, da wir das Vergnügen hatten, uns kontinuierlich an der Warteschlange zu ergötzen, die auch kontinuierlich mit dem auditiven Backround aus dem inneren dieser Bedürfnisanstalt untermalt wurde.
Berieselt von nicht enden wollenden Spül-, Saug- und anderen, besser nicht näher zu beschreibenden Geräuschkulissen, versuchten wir uns nun in eine Art Zeit verkürzendes Kontinuum zu manövrieren, um all das schnellstmöglich schnellehinter uns zu bekommen. ... Mit anderen Worten...
Wir versuchten zu schlafen.
Diese Rechung haben wir allerdings ohne, die in unerwartet recht großer Zahl mitfliegenden Passagieren
unter 2 Jahren gemacht. So entpuppte  sich der Platz vor unseren Füßen, und damit auch vor unseren Ohren zu einem Sammelpunkt für plärrende, nicht schlafen wollende Nachwuchsterroristen. 

Da man vermutlich dieser Art von Geräuschkulisse seinem Ehepartner nicht zumuten wollte, platziert sich der, ach so mitfühlende Elternteil mal eben genau vor unseren Plätzen. VIELEN DANK DAFÜR!!!
Zu meinem Glück fiel mir mein abgespeicherter, auditiver Vorbereitungskurs für "Heilpraktiker-Prüfung" ein, den ich dann als überaus nützliche
Kreischblockade nutzen konnte. 

Gleichzeitig konnte ich damit auch mein Gewissen, bezüglich meiner aktuellen Prokastination (Aufschieberitis) etwas besänftigen. 

Ich glaube den anderen stand keine, so zum Schlafen inspirierende Lektüre zu Verfügung. Denn die Mädels machten daher auch einen sehr wenig entspannten Eindruck, als wir nach diesem 10stündigen Martyrium endlich in Beijing landeten.
Erwähnenswert wäre auch noch die überaus
freundliche Ausstrahlung des Boardpersonals.
Im Laufe des Fluges konnte ich mich immer weniger dem Eindruck entziehen, dass man den Flugbegleitern im Zuge Ihrer Ausbildung
die Mundwinkel am Unterkieferknochen festgetackert hatte, um keinesfalls eine freundliche Regung entgleiten zu lassen.„Lan
In kommunistisch emotionsneutraler Manier erledigten sie Ihren Auftrag und fütterten die Devisen bringenden Sitzplatzbesetzer bei Zeiten ab. Mehr wäre dann aber auch wirklich zuviel verlangt gewesen.
Diese "freundliche Atmosphäre" setzte sich dann auch am Flughafen von Peking fort.
Simone wagte spontan den, nicht von der Hand zu weisenden Vergleich mit dem, aus
Stephen King´s Roman "Langoliers“ bekannten Flughafen, welcher bekanntlich tot, toter und noch toter als tot war.
Ok... damit würde man dem Flughafen Peking nun ein wenig Unrecht tun, trotzdem fpr mich persönlich Simones Gedankenansatz durchaus nachvollziehbar.🤷‍♂️
Denn auch hier sah man überall uniformierte Menschen, die sich besonders durch eine, sagen wir mal, emotionsneutrale Mimik auszeichneten. 

Da kommt so richtig Freude, im Land des Lächelns.😉
Warum nun ausgerechnet China als "Land des Lächelns" bezeichnet wird, konnten wir während unseres Aufenthaltes beim besten Willen nicht herausfinden.

Auch Teil 2 unseres Fluges konnte uns tatächlich nicht dazu bewegen, echte„Air China Fans“ zu werden. 

Neben dem weiterhin, mit Freundlichkeit auf Sparmudus gedrosseltes Peronal, wurden wir auch wieder direkt vor der Board-Toilette platziert, um auch bloß nicht mit alten Gewohnheiten zu brechen.
Dazu sei abschließend angemerkt:
Liebe Mitarbeiterin von „Air China“, die Du im Check-In am Frankfurter Flughafen für besagte Airline arbeitest… 

Von allen was Du uns zugesagt hattest, haben wir so ziemlich genau das Gegenteil erhalten!!! 😕

Also entweder waren wir Dir so unsympathisch, dass es dir einfach ein Bedürfnis war, uns diesen Flugbedingungen reisen zu lassen, oder du hattest einfach einen schlechten Tag. Um tödliche Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden, nehmen wir zu Deinen Gunsten mal an, das 2tes der Fall war.🤷‍♂️
Aber auch die nervigste und unfreundlichste Fluggesellschaft bringt einen dann doch letztendlich an sein Ziel. Ok... Ausnahmen bestätigen selsbtverständlichdie Regel.
Wir für unseren Teil, kamen jedoch relativ unversehrt in Bangkok an.
Von den gefürchteten Unruhen, über die man in Deutschland in den Nachrichten informiert wurde,  haben wir in so fern etwas mitbekommen, dass die Strassen, die ansonsten mit Touristen zugepflastert sind, jetzt z. Zt. doch eher leer sind,

So wenig Touristen haben wir auf der Kao San Road,  in all den Jahren, die wir nun diese Stadt besuchen, noch nie gesehen. Bangkok wirkt aktuel tatächlich wie ausgestorben.
An dieser Stelle mal ein ganz liebes
„DANKE“ an die Demonstranten.
Doch leider haben wir auch einen weiteren, eher traurigen Rekord zu verzeichnen.
Genauso leer wie es hier in Bangkok noch nie war, genauso
kalt war es auch noch nie.
Heute Nacht vielen die Temparaturen auf ca.
18°C. PFUIII!!!

„Chang Mai“,  unser eigentlich nächstes Etappenziel,  besitzt sogar die Unverfrorenheit seinen Gästen lediglich 14 Grad zu kredenzen. Das wäre definitiv zu kalt für geplante, mehrtägige Dschungelwanderung, einschl. Übernachtung im Zelt. 

Von daher halten wir es wie so oft bei unseren Reisen… Wir schmeissen alles um!!!
Nix, Chang Mai... 

.... Wie, wo und was?… Das wir werden sehen…🤷‍♂️

Bild 1 : Check in

Bild 2 : Terroristenbekämpfung :-(
Bild 3 : Die freundlichsten Gesichter von Beijing
Bild 4 : Sind sie nicht brav? ;-)
Bild 5 : Angekommen




Kanchanabori, 18.01.2014
Der gestrige Tag wurde, wie bereits im Vorfeld über Monate hinweg geplant und mit den fundamentalen
Urlaubsaktivitäten wie Massage, Shoppen und Essen abgearbeitet.
Wie bereits erwähnt, haben wir uns entschieden nicht in den Norden zu reisen, obwohl sich die Temperaturen mittlerweile wieder den
gewohnten 35°C annähern.
Stattdessen werden wir wohl in den
Osten Thailands einen kleinen Besuch abstatten, um dort die eine oder andere Partyinsel unsicher zu machen, also mit geballter Frauenpower, zzgl. etwas in Zaum zu haltendendesTestosteron 😉
Aber jetzt sind wir ja
erstmal in Bangkok. 

Jaaaaa... wir sind immer noch in Bangkok!😃
Zur Beruhigung derer, denen unser Wohl aus den unterschiedlichsten Gründen am Herzen liegen sollte, sei gesagt.
Hier ist nix!!!... Garnix... 
Mich erinnern die
Presseberichte der Aufstände in Bangkok ein wenig an die Reportagen zum Koblenzer Hochwasser. 

Wenn man diese Bilder im Fernsehen sieht, könnte man meinen, Koblenz mutiert zu einem 2ten Atlantis. Und was ist in Wirklichkeit? An unseren Flusspromenaden bekommen die Touri´s mal ein paar nasse Füße. Und ein paar Keller werden geräumt. Das war´s in der Regel dann auch.🤷‍♂️ 
Also noch einmal… von den Unruhen, hier in Thailand, bemerken wir hier so gut wie gar nichts. Klingt komisch... ist aber so. 🤷‍♂️
Gut ... damit wäre dieses Thema auch geklärt. Lasst mich also zu unseren heutigen
Tagesbericht kommen.
Heute habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt, den ich mir zugegebenermaßen ein wenig anders vorgestellt hätte.
Den
Tigertempel von Kanchanaburi.


Ein TV-Bericht hatte mich irgendwann einmal auf dieses Kloster aufmerksam gemacht, in dem wilde Tiger gemeinsam mit buddhistischen Mönchen leben, das dann, um es vor der Schließung zu retten, für Touristen geöffnet wurde.
Dieser Besuch hat unsere Gruppe ein wenig in 2 Lager gespalten.
Diejenigen von uns, die diesen Weg nachvollziehen können und die, die das Kloster als reines Touristenspektakel ansehen.
Egal welcher „Partei“ man nun seine Unterstützung geben möchte...

 Man sollte anerkennen, dass in diesem Kloster Tiger, Rehe, Kühe, Büffel, Wildschweine und Menschen in tiefster Eintracht zusammenleben

Warum mit ein Reh ganz genüsslich die Hand leckt, mit der ich noch vor ein paar Minuten  einen Tiger gestreichelt hatte, ist und bleibt mir ein Mysterium.🤷‍♂️
Auch haben die Tiger auf uns keinen komatösen Eindruck gemacht. 

Eher gelangweilt, als wollten sie sagen: „Hey Alter. Ich habe hier nen 400€ Job, um mir mein Fresschen zu finanzieren. Also kraule mich, denn der Typ da, mit dem Fotoapparat will das so.“
Wer sich selbst ein Bild über diesen Tempel machen möchte, schaut vielleicht mal hier:

http://www.myvideo.de/watch/3235343/Der_Tiger_und_der_Moench_teil_1
oder fährt selbst einmal hin
😉




Ko Chang, den 21.01.2014
So, nun sitze ich hier, mit meinem
verwaisten Tagebuch und 3 kranken Mädels.
Meine Konstitution könnte man aktuell auch eher als "geschwächt" bezeichnen.  Aber dank unserer super ausgestatteten
„Kräuterhexchen Simone“, befinde ich mich innerhalb einer Nacht bereits wieder in einem habwegs akzeptablen Zustand. "Yeahh"...💪

Da unser letzter Eintrag nun bereits 3 Tage her ist, muss ich hier erstmal ein wenig ausholen.
Unsere „Facebook-Freunde“ sind ja aufgrund der Möglichkeit einer, quasi Echtzeit-Übertragung, ein wenig schneller auf dem Laufenden, als die jenigen, die augrund auf was auch immer, auf diese Website angewiesen sind. 
Daher für die
„Nicht-Facebook-Community“ mal ein entsprechendes Hühnerstall-Update.
Was bisher geschah???
Wir sind mittlerweile auf der Insel
„Ko Chang“ gelandet. 

Wie bereits erwähnt,  haben die Klimaanlagen in Bangkoks Massagesalons ihren Tribut gefordert. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass das Pendant,  zu Deutschland´s  „Wie schnell kannst Du“ , in Thailand eher das „Wie kalt kannst Du“ bedeutet. 

Ob Bus, Ladenlokal oder Taxi... Es scheint, dass hier in Thailand jeder motiviert ist,  das Innere seines Domizils auf Gefrierpunktnähe zu regulieren. 

Klar, das kann einen Mitteleuropäer, der solche Temperaturschwankungen, höchstens mal in einer "S-Klasse" erlebt, irgendwann mal ganz schön zusetzen.
So hat sich als erstes Ulrike, bereits in Bangkok eine
grippale Auszeit genommen, sodass die restlichen 4 Mädels am Sonntag die Klongtour und den „Floating-market“ ohne unsere Beteidigung bestreiten mussten. 

Ich für meinen Teil,  durfte als organische Wärmflasche meinen Dienst als vorzeigarer Ehegatte verrichten und habe so den Sonntag, gemeinsam mit Ulrike im Bett verbracht.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt. 😉
Aus lauter Solidarität schlossen sich dann auch noch Judith und Sylvie, Ulrikes Gesundheits-, bzw. Krankheitszustand an.
Von Husten, Fieber und Schüttelfrost gebeutelt, mussten wir Sylvie heute Morgen erstmal in´s Krankenhaus kutschieren. 

Mit einer mehr als gepfefferten Rechnung und für mich im Grunde schwer nachvollziehbare, ärztliche Interventionen, sind wir dann wieder hier in unseren Bungalows eingetroffen, die im übrigen gestern Abend einen schlimmeren Eindruck machten, als sie es dann bei Tageslicht letztendlich sind. 

Um Ulrikes Gensesung ein wenig zu beschleinige, haben wir beschlossen uns, ganz wider unserer Gewohnheit, ein für unsere Verhältnisse, richtig luxuriöses partement anzumieten. Klimaanlage, 50 Zoll Flatscreen TV, Kühlschrank und…. in unserem Zustand ganz wichtig… eine warme Dusche taten uns gerade richtig gut. 
Es ist tatächlich noch erwähnenswert, welche Diagnose-, Behandlungsmethoden thailändische Mediziner mit internationalem Standard hier auffahren.
Wie bereits erwähnt, besuchten Ulrike und Sylvia das nächstgelegende Krankenhaus, um Medikamente gengen ihren vermeindliche Erkältung zu bekommen.  
Für´s Protokoll:
Beide kamen mit den selben Symptomen in das Krankenhaus.

Bei Ulrike,  wurde als erstes dringend eine Röntgenaufnahme angeraten, während Sylvia sich unbedingt einer Blutentnahme unterziehen sollte. 

Von den dann verordneten, ähh sorry, verkauften Medikamenten mal ganz abgesehen. 

So wurden die Beiden nach ca. 30 Minuten mit einer Rechnung von über 200 € wieder entlassen. Da können sich deutsche Mediziner wirklich einmal ein Beispiel nehmen.
So wird Geld verdient.
Ab morgen werde ich wohl auch wieder Zeit und die Muße finden, Euch über dieses Tagebuch weiter auf dem Laufenden zu halten. 

Bis jetzt war ich ja, zuzugebenermaßen etwas schreibfaul. Ich gelobe Besserung 😉




Ko Chang, den 22.01.2014
Unsere Gruppe teilt sich leider heute ein wenig.
Wir haben zum einen
Judith, Sylvie, Ulrike und Holger, die z. Zt. den außerordentlichen Luxus ihrer 800 Baht Hütten genießen. Auch wenn sich dieser traumhafte 50 Zoll-TV mittlerweile als Fake herausstelle. 

Nicht, dass ich jetzt zwingend ein TV auf einer Insel bräuchte, aber angesichts meines derzeitigen Zustandes (Fieber, Schüttelfrost, Husten), wäre eine vertraute hübsch anmutende TV-Moderatorin, die mich über die Stratosphäre hinaus berieselt, schon ein wenig Balsam auf meine zerschundene Physis gewesen. 

Aber leider hat der Inhaber dieses Resorts versäumt, vor unseren Einzug den Satelliten – Receiver zu installieren. Also bleibt mir z. Zt. nicht anderes übrig, als in meinem bemitleidenswerten Zustand auf ein 50 Zoll großes, schwarzes Loch zu starren.
Trotzdem ziehen wir gerade diesen Bungalow einer einfach idyllisch zugigen Bambushütte vor. Im Normalfall wären wir die ersten gewesen, die es in eine Bambus-Immobilie in Strandnähe gezogen hätte.
So übernahmen Sigrid und Simone diesen Part. 

Trotz der so paradiesisch anmutenden Symbiose von Natur und Kultur, waren die Beiden nicht mehr bereit, dieses doch recht kostenintensive  Apartment weiter zu bewohnen und suchten sich daher eine Bambushütte in Strandnähe.
Unser Resort liegt am Ende einer kleinen Lagune. Das, was sich im Reiseführer recht paradiesisch liest, entpuppt sich in der Realität als Auffangbecken für Strandgut jeglicher Art.  Neben eigentlich gern gesehenen Muscheln, Pflanzen und Schatztruhen, gab´s leider auch Mülltüten, Plastikflaschen und diverse anderes Treibgut, was wir eigentlich garnicht genaueer identifizieren wollten.🤦‍♂️


Judith, Sylvia und wir beiden hatten das große Glück, die Hütten auf der gegenüberliegenden Seite bekommen zu haben. Ok, sie waren zwar 300 Baht teurer, aber dafür relativ müllfrei. Zumindest so, dass man sich nicht gezwungen fühlte, eine Wette abzuschließen, ob das, was da gerade an der Terrasse vorbeischwamm ein Tier oder ein Kondom war. (Denke jetzt besser an: Hundebabies, Hundebabies, Hundebabies🙈).
Von daher hat der Rest von uns durchaus Verständnis dafür, warum sich Sigrid und Simone sich nicht noch weitere 4 Tage diesem
Kokosnussschalen-, Plastikflaschen-, Mülltüten- Martyrium aussetzen wollten.
Ok...  ich für meinen Teil bin sozusagen immer noch  "out of order" und genieße daher die Zeit auf der Terrasse.  Die Mädels hingegen haben sich, bis auf Judith, erstmal zum Ziel gesetzt, den Strand vollzuhusten. 

Judiths Gesundheitszustand ist in etwa mit dem meinem vergleichbar. Auch für sie gibt es z. Zt. keine reizvollere Beschäftigung, als in der Manier eines Maikäfers, rücklinks ihr Bettchen warm zu halten.
Weitere Anekdoten muss ich mir aufgrund meiner anfänglichen Schreibfaulheit, nonchronologisch aus meinen kreativen Fingern saugen. 😉

In diesem Sinne... to be continued




Ko Chang, den 23.01.2014
Dank der
intensiven Pflege meiner liebenvollen Frau scheint es wohl so, dass ich meinen grippalen Infekt heute Nacht in 6 T-Shirts geschwitzt habe. Jetzt fragt ihr Euch sicher: 

"Warum zieht er überhaupt T-Shirts an?"... 

Darauf kann ich nur antworten: 

"Fragt nicht" 🙈

Zumindest fühle ich mich heute morgen wesentlich besser.doc
Da ich ansonsten immer noch auf
recht wackeligen Beinen stehe, werde ich es auch heute noch ein wenig langsamer angehen lassen.
Simone & Sigrid haben sich mittlerweile in einer kleinen Hütte am Berg, in Strandnähe eingenistet, wo sie sich anscheinend auch sehr wohl fühlen.🙂
So trifft man sich zu einer christlich annehmbaren Uhrzeit am Strand und vertrödelt den Tag. Genau so soll Urlaub ja auch sein, oder ?😉
Der Nachteil dieses Livestyle ist natürlich, dass es in diesem Tagebuch entsprechend wenig zu berichten gibt. 🤷‍♂️

Ich denke, es wäre wenig unterhaltsam, hier nun die Reihenfolge der Getränke aufzuzählen, die wir hier im Laufe des Tages zu uns nehmen.  

Da wir allesamt noch ein wenig von unserer Gripperperiode ausgepowert sind,  sind wir auch entsprechend wenig unternehmungslustig. Für Erkundungen der Insel fehlt derzeit der gesammten Trupper die Motivation. 

Eigentlich schade, denn auf Ko Chang befindet sich zum Beispiel,  einer der letzten, naturbelassenen Urwälder Thailands. 
Aber, wie bereits erwähnt fehlt uns dafür gerade die Energie.🤷‍♂️

In Bangkok wurde zwischenzeitlich der Ausnahmezustand verhängt.  

Zur Beruhigung aller, denen etwas an unserer Rückkehr nach Deutschland liegen sollte, sei jetzt bereits gesagt, dass wir garnicht mehr beabsichtigen noch mal nach Bangkok zurückzukehren. 

Statt in Bangkok, werden wir die letzt Nacht in Patthaya verbringen. Dieser Ort ist zwar durch seinen extremen Sextourismus berühmt berüchtigt, trotzdem denken wir, dort für unseren letzten Abend in Thailand besser aufgehoben zu sein. 

Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass unsere Mädels auch mal auf so einer „sündigen Meile“ ihren Spaß haben werden.😉

Aus aktueller Sicht, sehen wir Patthaya, im Gegensatz zu Bangkok, auf jeden Fall als das sicherere Zwischenziel, zum Flughafen. 
Doch jetzt genießen wir ersteinmal unsere Zeit hier auf Ko Chang. 

Ohne akute Krankheiten... mit gutem Essen und leckeren Getränken. 

Was will man mehr? 😉

Ach ja, da wäre nochwas...

Uns wurde zwar bereits gesagt, dass wir (Ulrike & Holger) auf einem himmelshohen Niveau jammern würden, aber...

Es ist definitiv zu kalt. 🤦‍♂️

So kalt war es hier in Thailandnoch nie... Tagestemperaturen unter 30°C und Nachttemperaturen unter 20°C kannten wir bisher noch nicht. 

Ein Meer, kälter als die Lufttemperatur war uns bis dato ebenfalls fremd.

Aber die anderen, aufgrund mangelnder Erfahrung,  weniger verwöhnten Mädels erfreuen allerdings sich an Sonne, Strand und Palmen, genauso wie es gerade ist und das ist gut so.🙂

Bild 01 : Busfahrt Richtiung Ko Chang
Bild 02 : Weit fern am Horizont - die berüchtigten Kravalle, bis auf 2 Std. Stau haben wir davon nichts
mitbekommen, ausser...
Bild 03 : ... verbarrikardierte Regierungsgebäude
Bild 04 : Unser V.I.P. Bus
Bild 05 : Auf der Fähre nach Ko Chang
Der folgende Tag fällt visuell aufgrund vermehrter, grippaler Infekte aus.
Bild 06 : Endlich Urlaub


Bild 01 . Schweinsgalopp :-)
Bild 02 : Das "spaltende Bungalow - Resort" . Recht "Huiii", links "Pfui" ( mit Müllkippe vor der Veranda)
Trotzdem gibt sich der Inhaber sichtlich Mühe, uns so zufireden wie möglich zu stellen. Dies danken
wir ihm, in dem wir für den gesamten Aufenthalt auf Ko Chang dort bleiben
.




Ko Chang, der 24. 01.2014
Der heutige Tag verlief in der zu erwartenden,
kollektiven Inaktivität. 😉

Die Highlights erstreckten sich dann auch in einen recht übersichtlichen Rahmen.
Dies wollen wir jetzt einfach mal unserem, insgesamt doch noch recht angeschlagenen, physischen Zustandes zuschreiben. 

So waren Aktivitäten wie das Lästern über das gemeine Strandvolk, Massagen über sich lassen und essen, essen, essen, die wohl einzig erwähnenswerten Tageshöhepunkte.

Der eine oder andere würde dieser Aufzählung  vielleicht noch seinen, mehr oder weniger erfolgreichen Verdauungsabschluss hinzufügen. Davon möchte ich allerdings, aus Pietätsgründen, eher absehen. 🤦‍♂️

Also wieder einmal ein recht kurzer Eintrag.🤷‍♂️

Sehr erholsam für uns...  schade für Euch.😉






Ko Wai, den 26.01.2014
Der Grund, warum Ihr nun seit 2 Tagen weder hier, noch über Facebook etwas von uns gelesen habt, ist recht einfach. Auch wenn es im Zeitalter der digitalen Kommunikation kaum noch vorstellbar ist und sich der einer oder andere fragt, ob wir überhaupt noch auf dieser Erde verweilen, war es so…
wir hatten kein Netz.🤷‍♂️


Nicht, dass Ihr in dieser Zeit etwas verpasst hättet. 

Unsere Reise von Ko Chang nach Ko Wai verlief recht unspektakulär. 

Auch die Eingewöhnungsphase auf dieser kleinen, immer noch traumhaft einsamen Insel, konnte das Schicksal keine Pleiten, Pech & Pannen Story abgewinnen. 🤷‍♂️

So müssen wir uns wohl so langsam damit abfinden, dass dieses Tagebuch wohl das ereignisärmste seiner Art werde wird. 

Das könnte natürlich auch daran liegen, dass Thailand als „Abenteuerspielplatz für Rucksackseisende“ eine immer kleinere Herausforderung wird. Es wird immer einfacher von A nach B zu gelangen. Die Inseln sind nicht wirklich mehr Geheimtipps, auf die man nur auf höchst abenteuerlichem Wege gelangt.
Es gibt kaum noch einen Thai, der nicht Englisch spricht. Zumindest dort, wo sich Touristen (Farrangs) aufhalten. 

Mittlerweile beherrschen viele sogar zusätzlich noch die russische Sprache, die hier mehr und mehr das Land für sich entdecken. 

Als recht zahlungswilliger, nicht handelnder Besucher dieses Landes, wird der Russe bei den Einheimischen immer beliebter.
Es ist, aus Sicht der Thailänder nur verständlich, dass Sie dem
zahlungswilligen Pauschaltouristen, den eher sparsamen  Bagpackern den Vorzug geben. Wer will es ihnen verdenken?.... ALso ich nicht.🤷‍♂️

Ich denke, so langsam wird es auch Zeit für uns, sich neue „Abenteuerspielpätze“ zu suchen. 

Aber vielleicht kommen wir bald in ein Alter, in dem wir nicht mehr jeden Tag von Herausforderung zu Herausforderung hetzen wollen oder nur menschenleere Strände suchen,  an dem es weder Liegen noch Früchteverkäufer gibt. Dann wäre Thailand natürlich, nach wie vor ein sehr schönes Reiseland.😉


Doch in einem der
letzten Paradise dieser Art sind wir gestern gelandet... Ko Wai

Eine kleine Insel, auf der es weder Fahrzeuge noch Geschäfte gibt. Strom gibt es hier 4 Stunden am Tag und den Rest der Zeit darf man sich hier gezwungenermaßen mit sich und der Natur beschäftigen

Der Verzicht auf jegliche, kulturelle Errungenschaften wird jedoch mit einsamen Stränden und türkisfarbenes Meer belohnt. 

Korallenbänke, die bereits im knietiefem Wasser zu erreichen sind, überwältigen mit kunterbunten, exotisch anmutenden Fischschwärmen, die selbst bei Berührung keine Fluchtreflexe zeigen.  

Für uns tatsächlich eines der letzten Paradise Thailands und wir freuen us ,das mit gemeinsam mit so lieben Menschen erleben zu dürfen. ❤️






Hier endet dieses Reisetagebuch...

abrupt und unverhofft. Nicht weil wir verschollen sind... 

Nennen wir es einfach " kreatives Burnout" des Autors, aufgrund temporärer Ideenlosigkeit. 

Das dieses bellistische Vakuum des Schreiberlings über 15 Jahre anhalten soll, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand wissen. 🤷‍♂️

Abschließend sei jedoch festgehalten, dass alle Protagonisten wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt sind und seither ihr Leben leben... 

In diesem Sinne... 





E  N  D  E 
E-Mail